Wieso? Weshalb? Warum? Wieso gibt es bei einer vollelektronischen Waschmaschine den Programmpunkt «Handwäsche»? Was will uns das Gerät damit sagen? Ist die Rap-Musik vielleicht entstanden, als die Ghettokids zu dick fürs Gitarreumhängen wurden? Gibt es religiöse Gründe, die es verbieten, Fenster zu putzen? Wie googelt man nach einer verlorenen Mütze? Horst Evers stellt die richtigen Fragen. Horst Evers weiß immer die Antwort.
Teilweise musste ich wirklich sehr lachen und bei anderen Texten hatte ich wiederum nur gelangweilte Fragezeichen im Kopf. Mochte aber, dass die Texte erst keinen Zusammenhang zu haben scheinen, hier und da aber eine narrative Stringenz zu erkennen ist. Besonders ganz zum Schluss fand ich das sehr sweet eingesetzt (:
Inhalt: Horst Evers nimmt tägliche Dinge aufs Korn, und schreibt alles in seinen kurzen aber humorvollen Geschichten nieder. Er versucht, z.B. als die Milch die gerade gekauften Brötchen durchfeuchtet, diese mit einer Zitronenpresse zu entsaften. Schaut einem Nachbarn zu, wie er einen Router aus dem Fenster schmeißt, weil dieser einfach nicht blinken will. Bemerkt morgens das einer der Geheimdienste wohl seinen gestählten Körper in einen übergewichtigen umgetauscht haben. Was er natürlich absolut nicht fair findet. Schlägt sich mit Computerproblemen herum worauf er seinen Bekannten Jan, der in diesen Dingen ein absoluter Spezialist ist zum Frühstück einlädt. Jan klagt sein Leid, das er nur zum Essen eingeladen wird um Computer Probleme zu lösen. Bekommt Horst noch die Kurve? Geschichte: Lustig, humorvoll und witzig sind manche der Geschichten. Wenige haben mir gar keinen Lacher entlockt, aber Schmunzeln musste ich immer. Da es mein erstes Buch von Horst Evers war, hatte ich mir mehr davon versprochen. Doch in jedem Fall macht es Spaß die Pannen des täglichen Alltags durch Horst Evers Augen zu sehen. Fazit: Kurzweilige, humoristische Geschichten die nicht alle von mir die Note 1 bekommen.
"Eine Mutter zerrt ihr quiekendes Kind vom Aladin-Karussell. Sie brüllt: – Sei jetzt endlich still, oder ich verkauf dich als Klingelton."
"Jetzt zahlt sich's eben doch noch aus, daß ich mal auf Lehramt studiert habe. Was ich immer sage, keine Ausbildung ist für die Katz. Nicht mal das Lehramtsstudium."
Habe wieder viel gelernt. Die BVG ist die die Königin von Berlin (hätte ich eigentlich selbst drauf kommen müssen und man darf niemals vor einem Berliner Funk- und Fernsehturm verwechseln (stimmt!).