Auch wenn ich diesen Band ein wenig schwächer finde als Band 1 und 2, habe ich es wieder einmal genossen, eine Geschichte von John Strelecky zu lesen. Anders als man zunächst vielleicht erwartet, geht es in diesem Buch noch nicht um Hannah, das Mädchen, das John zu Beginn der Handlung kennenlernt, sondern noch immer um John in seinem neuen Lebensabschnitt und um seine Angst vor dem alt werden. Es ist interessant, zu sehen, wie sich John und die anderen Figuren weiterentwickelt haben und John Strelecky schafft es, eine unglaublich nostalgische Stimmung aufzubauen. Es ist schön, sich wieder im Café am Rande der Welt zu befinden, aber komisch zu wissen, dass die Situation nicht mehr genauso ist wie damals. Und genau das ist Johns Problem: Zu wissen, dass die schönen Momente von früher vorbei sind, und das Leben nie wieder so wie damals werden kann. Ich finde es stark gemacht, dass man dieses Gefühl als Leser durch die nostalgische Beschreibung sehr gut nachvollziehen kann. Denn auch wenn ich nicht so alt bin wie John in diesem Buch und ich mich nicht in seiner Lebenssituation befinde, kann ich ihn gut verstehen und viele können sich bestimmt mit ihm identifizieren. Obwohl ich den Aspekt, dass oftmals eine übernatürliche Kraft angedeutet und das Café als magisch dargestellt wird, zuvor in den Büchern kritisiert habe, hat es mich dieses Mal nicht mehr gestört. Man gewöhnt sich daran und irgendwie gehört es auch einfach zum Charakter der Reihe dazu. Ansonsten gefällt mir auch die neue Figur Max, die als Lernender zuvor im Café war, aber nun selbst einige Erkenntnisse gelehrt hat und so wie auch die bisherigen Bände ist dieses wieder durch viele Beispiele und Metaphern geprägt. John Strelecky hat wieder einmal ein süßes Wohlfühlbuch geschrieben, das gefüllt ist mit kurzen Kapiteln, kleinen Bildern und der Wirkung, andere zu inspierieren. Auch wenn mir die Geschichte gefällt, erschienen mir persönlich die "Weisheiten" in diesem Band allerdings nicht ganz so stark und nicht so viele zu sein wie zuvor und das Buch schien mir grundsätzlich nicht ganz so viel Inhalt zu haben. Es wirkte eher wie eine schöne Zwischengeschichte und Übergang von John zu Hannah. Jedoch freue ich mich schon sehr darauf, über sie in Band 4 zu lesen.