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128 pages, Paperback
First published June 7, 2022
Inhalt: Mit "Wenn der Staub sich legt" erscheint bei Panini auch der abschließende Band von Emma Viecelis "Life is Strange"-Reihe. Für Max und Chloe scheint endlich alles zu stimmen und sie können den Übertritt über die Dimensionen wagen. Werden die beiden Suchenden sich finden? Das und die Leben der beiden nach dem zweiten Sturm erkundet der Leser auf circa 128 Seiten.
Bewertung: "Wenn der Staub sich legt" ist ein zutiefst zwei geteiltes Werk, welches bildlich gesprochen eine gute und eine schlechte Seite hat. Starten wir mit der positiven Front und damit am Ende. Vieceli beweist einmal mehr, dass sie eine lebendige und angenehme Welt erschaffen kann. Mit der Schilderung der Leben von Chloe und Max nach dem Finale nimmt sie den Leser in eine alltägliche und doch zugleich magische Welt mit, die sich so manch einer sicherlich erträumen mag. Die angenehme Sprache in Verbindung mit den gewohnt schönen Zeichnungen lassen ein Wunschbild entstehen, welches den Leser so schnell nicht mehr loslässt. Mit ein wenig Fantasie baut sich ein bleibender Eindruck auf. Um zu diesem Punkt zu gelangen muss man jedoch zuvor das angepriesene Finale durchqueren. Grade dieser Höhepunkt könnte antiklimaktischer nicht ausfallen. Es fühlt sich eher so an, als wolle das Kreativteam diesen Punkt möglichst schnell hinter sich lassen und zum angenehmen Teil kommen. Ein von vorneherein vorgegebener enger Pfad wird weder nach links noch nach rechts minimal verlassen. Jedes Ereignis ist vorausschaubar und wirkt eher wie die letzten Zeilen eines vorherigen Teils, der schnell in den Abschlussband hineingequetscht werden musste. Das ist nach dem langen Aufbau dieses Schlusspunktes durch die Vorgänger äußerst schade und kratzt am Potenzial von "Wenn der Staub sich legt". Auch die farbenfrohen und emotional passenden Zeichnungen retten dieses äußerst mittelmäßige Finale nicht mehr.