Versorgerin, Businesswoman, Mom I’d like to fuck – Mütter sollen heute alles sein. Dass darunter ihr Wohlbefinden leidet, ist kein Wunder. Mareice Kaiser, Journalistin und selbst Mutter, stellt immer wieder fest: Das Mutterideal ist unerreichbar und voller Widersprüche. Nichts kann man richtig machen und niemandem etwas recht. Mutterschaft berührt dabei, natürlich, jeden Lebensbereich: Denn egal, ob es um Arbeit, Geld, Sex, Körper, Psyche oder Liebe geht – Stereotype, Klischees und gesellschaftlichen Druck gibt es überall, auf Instagram, im Bett und im Büro. Mareice Kaiser zeigt, wo Mütter heute stehen: noch immer öfter am Herd als in den Chefetagen. Und, wo sie stehen sollten: Dort, wo sie selbst sich sehen – frei und selbstbestimmt.
Ein sehr kluges, witziges und offenes Buch für Mütter und alle, die Mütter lieben und die mit Müttern leben. Wer am Anfang des Buches zusammen mit Mareice Kaiser erschöpft ist, ist am Ende hellwach und will womöglich die Welt anzünden, oder wenigstens sie als Freundin haben.
Mareice Kaiser schreibt nicht nur liebevoll und klug als Mutter über Mütter, sondern auch als brillante Journalistin über eine Gesellschaft, die ganz grundsätzlich gerechter und menschenfreundlicher werden muss.
Offen, persönlich, liebevoll und engagiert: Ich habe so viel und so gerne aus diesem Buch gelernt, nicht zuletzt über meine eigene Rolle als Vater.
Das Buch hat zunächst ganz gut begonnen doch hat dann immer weiter nachgelassen. Die Autorin erklärt warum es Frauen und insbesondere Mütter in unserer patriarchalen Gesellschaft besonders schwer haben. Alles erst einmal schlüssig. Sie fordert Frauen dazu auf sich zu solidarisieren, doch macht im Anschluss selbst das Gegenteil.
An einigen Punkten haben die Aussagen der Autorin mich total aufgeregt. Sie redet von Feminismus und spricht von “Sex bei dem passiert was ICH will”. Was hat das denn mit Feminismus zu tun? “Sex bei dem passiert was beide wollen” wäre an dieser Stelle angebracht gewesen. Besonders gestört hat mich auch das Mom-Bashing von Müttern mit “perfekt manikürten Nägeln und Fake-Lashes” oder Mütter im “Landhaus-Leinen-Leibchen”.
Feminismus bedeutet eben auch diese Frauen und Mütter zu akzeptieren und sich nicht abfällig über sie zu äußern.
Ein sehr wichtiges Buch, das einen guten Einstieg rund um das Politikum Mutterschaft bildet. Mich hat es oft sehr bekümmert und ich wünsche mir für die Zukunft, dass DE familienfreundlicher wird...
Solidarische 4 Sterne. Ein gutes Buch für die ersten Auseinandersetzungen mit Muttersein in der Gesellschaft. Ich hätte mir mehr für mich Unbekanntes gewünscht. Am besten hat mit das Kapitel "Kunst" gefallen. Ich habe einige interessante Frauen über das Buch entdeckt.
Kapitel Kunst - das interessanteste Kapitel Corona - das persönlichste/emotionalste Die anderen Kapitel - Basiswissen für alle Mütter/Eltern. Sicherlich eher für Einsteiger:innen in das Thema geeignet
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Was für ein kluges, trauriges, wichtiges, wütend machendes Buch! Viele Dinge, die sie anspricht, waren mir zumindest oberflächlich bekannt, werden hier aber noch vertieft, verknüpft und evaluiert. Ich habe viel genickt, gelacht, mich aufgeregt und kann es wirklich nur empfehlen.
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Den Anfang des Buches fand ich noch sehr stark und ich flog nur so durch die Kapitel. Gerade da ich selbst keine Mutter bin, und es auch nicht werden will, gab es einige Dinge, mit denen ich mich nicht beschäftige und die mich aufgeregt haben.
Doch irgendwann wurde es mir zu eintönig. Es gab durchaus auch Dinge, die mir bereits bewusst waren. Insgesamt war mir das Buch zu simpel, kann es dennoch guten Herzens allen empfehlen, die sich mit dem Thema nicht auskennen und sich gerne reinlesen wollen.
Ich fand das Buch zwar gut, aber ein bisschen verblendet. Klar, Arbeit von Müttern wird nicht genug gewürdigt, aber die Lösungen fehlten mir. Außer bedingungsloses Grundeinkommen was strittig ist.
Wie für alle Bücher, die sich mit Mutterschaft und der (Un-)Vereinbarkeit von Kindern und Beruf beschäftigen, gilt auch für dieses, das nicht nur Mütter es lesen sollten. Mareice Kaiser macht dies sehr deutlich, indem sie aufzeigt, dass nicht die Kinder oder das Kinderkriegen das Problem sind, sondern der Umgang der Gesellschaft damit. Das führt sie in Bezug auf verschiedene Teilaspekte aus, u.a. der Berufswelt oder Dating als Mutter. Dabei bringt die Autorin zum einen ihre persönliche Perspektive als alleinerziehende Mutter ein, zum anderen unterfüttert sie das Geschriebene mit vielen Studien und journalistischen Arbeiten.
Für Menschen, die sich bereits intensiv mit Feminismus und Teilhabe beschäftigt haben, wird hier das Rad nicht neu erfunden, es ist aber dennoch sehr interessant zusammengefasst und mir persönlich hat der Schreibstil von Mareice Kaiser auch sehr gefallen. Zudem findet man einige spannende Literaturverweise zu anderen Werken.
Was mir tatsächlich eine neue Perspektive aufgezeigt und mich nachhaltig beschäftigt hat, war der Bericht einer Mutter, die den Kontakt zu ihrer Tochter bewusst abgebrochen hat und, neben den Gründen dafür, auch die Konsequenzen dessen schildert - vor allem in Bezug auf Vorwürfe, die ihr Dritte machen (à la "als Mutter versagt" etc.).
i loved this book a lot - it takes a good critical look on motherhood and how it's tied to society and expectations without being too bitter oder cynical or too romantically blind on patriarchal structures. i specifically enjoyed the last 3 chapters - part of the reason for that may be that i was on holiday and someone else looked after my child and i was able to read 70 pages in a row though. 😅