Die chinesisch-japanischen Beziehungen sind ein Chinesen und Japaner waren im Laufe ihrer Geschichte die größten Freunde und die ärgsten Feinde; sie liebten sich und sie hassten sich; sie hatten höchsten Respekt voreinander und verachteten einander zutiefst; sie glichen sich an und grenzten sich ab; sie waren dem anderen Segen und Fluch. Doch nie konnten sie sich voneinander lösen. So unentwirrbar sind ihre kulturellen Traditionen ineinander verstrickt, dass ein Land nicht mehr ohne das andere denkbar ist. Trotzdem versteigen sich aktuell selbst Wissenschaftler dazu, von einem ›ewigen Konflikt‹ zwischen den beiden Ländern zu sprechen.Kai Vogelsang will mit seiner chinesisch-japanischen Kulturgeschichte einen Beitrag dazu leisten, dieses Bild ins rechte Licht zu rücken. Ein mutiges Buch, das Europäern, die gegenüber dem fernen Ostasien gerne etwas ignorant auftreten, die Kulturen dieser beiden faszinierenden Länder ein Stück näherbringt.
Mit „China und Japan. Zwei Reiche unter einem Himmel“ hat der Sinologe Kai Vogelsang eine wunderbare Kulturgeschichte dieser beiden ostasiatischen Länder vorgelegt. Auf rund 420 Seiten zeichnet Vogelsang die langen, wechselhaften Beziehungen zwischen China und Japan nach und stellt dabei die gegenseitigen Befruchtungen in den Vordergrund. Egal ob im Hinblick auf das Schrifttum, Religion, Politik, Kleidung, Städtebau oder die Tischkultur – beide Länder haben sich über Jahrhunderte gegenseitig massiv beeinflusst. Zwar ging dieser Kultur-Import zunächst primär von Seiten Japans aus, schlicht weil China über Jahrhunderte das weiter entwickelte Land war. Doch spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Japan sich modernisierte und hierdurch wirtschaftlich und technisch an China vorbeizog, kehrte sich das Verhältnis um. Durch den vom Westen importierten Nationalismus betrieb Japan eine imperialistische Politik gegenüber China mit dem Negativhöhepunkt des Massakers von Nanking. Erst nachdem Deng Xiaoping die politische Führung in China übernahm, konnte ein Friedensvertrag mit Japan realisiert werden.
Das ist aber auch eine der Pointen des Buches: So schlecht die Beziehungen zwischen China und Japan auch zwischenzeitig waren, sie normalisierten sich stets verhältnismäßig schnell. Starke Ablehnung folgte immer auch starke Wertschätzung – ein durchaus positiver Ausblick auf die zukünftigen Beziehungen beider Länder, die geopolitisch ja nicht ganz unproblematisch sind.
„China und Japan“ lässt wenig zu wünschen übrig. Es ist inhaltlich überzeugend, detailliert aber nicht ausschweifend, es verfügt über sinnvolle Infokästen, ansprechende Bebilderungen und über ein ansehnliches Covermotiv. Zwar empfand ich die ersten Kapitel eher als semi-spannend, würden diese Wahrnehmung jedoch auf mein begrenztes Interesse an jenen Epochen zurückführen.
Kurzum: Wer sich für die chinesisch-japanischen Beziehungen interessiert sollte hier zugreifen!
I have not read a book so exciting as this, let me call it, piece of art. In addition I am very grateful to have been able to receive over 2000 years so detailed and compressed for me to absorb. It must have been a tremendous amount of work to create this book, thank you. I can not fully describe how deep and inspirational everything written, really everyone sentence, is/was for me. I will definitely read it again to deepen my knowledge of this treasure of information. Very often I left the book to read and research information in dictionary's and online research, to further fill knowledge I needed to better understand specific aspects. The whole process of reading this book was excitement to continue travel through sino-japanese time, it occupied my mind when can I continue to read and I often had to force myself to stop so I do not read to long into the night. 🙏🏻🙏🏻🙏🏻