Ich weiß nicht vor wie vielen Jahren ich das gelesen habe, auf jeden Fall in der Schulzeit, also vermutlich erste Hälfte der 90er. Solche "Reviews" kommen immer zustande, wenn mir GR Bücher empfiehlt, die ich längst gelesen habe.
Also ich fand damals den Zerbrochenen Krug mäßig unterhaltsam, ich erinnere mich auch an eine TV-Aufzeichnung einer Inszenierung mit Günter Strack, die es kaum besser machte.
Vor wenigen Jahren machte mich dann ein Kollege auf eine Peter Stein-Inszenierung am Berliner Ensemble aufmerksam und ich winkte schon müde ab. Ging dann aber doch hin: Klaus Maria Brandauer als Richter Adam war klasse und überhaupt - die Inszenierung brachte den Witz des Stücks wirklich zum Leuchten.
Es scheint also doch etwas in dem Stück zu stecken; und einem Stück vorzuwerfen, dass es beim Lesen nicht alle Facetten entwickelt, wäre sicher unfair. Daher 3,5 Punkte, aufgerundet auf 4.