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Nachtschwärmer

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Auf der Suche nach dem verlorenen Bruder

Ganze drei Wochen hatte Helena einen Halbbruder. Lukas hat sie auf Facebook gefunden, sie haben stundenlang telefoniert, doch bevor sie sich treffen können, stirbt er bei einem Verkehrsunfall. Als Helena in den Sommerferien mit ihrem nichtsahnenden Freund in die Uckermark zum Zelten fährt, um Lukas' Grab zu besuchen, lernt sie seine beiden besten Kumpel kennen und das Mädchen, mit dem er zusammen war. Und nach Wochen des Stillstands nimmt Helenas Leben rasant an Fahrt auf ...

400 pages, Kindle Edition

Published July 22, 2019

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About the author

Brian Moira Frank

2 books10 followers
Brian Moira Frank, *1993, schreibt All Age über Freundschaft, Liebe und Gewalt. Seine Jugendbücher "Nachtschwärmer" und "Sturmflimmern" sind unter dem Namen Moira Frank bei cbj erschienen. Der Horror-Roman "Spaßpark" ist das erste Buch des Autors, das unter dem Namen Brian Frank erscheint. Aktuelle Updates zu weiteren Büchern siehe Instagram (@brianmoirafranks).

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Community Reviews

5 stars
25 (20%)
4 stars
26 (21%)
3 stars
31 (25%)
2 stars
24 (20%)
1 star
14 (11%)
Displaying 1 - 24 of 24 reviews
Profile Image for Benji.
118 reviews11 followers
November 2, 2019
„Wir sind in Brandenburg Baby. Egal, ob dein Hund oder dein Pferd braun ist, du nennst ihn besser wie den guten alten Führer. Und wenn du ein richtiger deutsche[r] Vorzeigebürger bist, dann bringst du ihm den Hitlergruß bei.“ - Zitat, Seite 92


Ich weiß gar nicht so recht, wo ich beginnen soll. Ich hatte eine gewisse Erwartung an das Buch, und die war nun nicht übermäßig hoch. Ich erwartete eine süße Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, ich erwartete eine transparente, sichtbare Trauer und Charakterentwicklung der Protagonistin, ich erwartete ein Buch, das mit Minderheiten umzugehen weiß, da es Own Voice ist und ich erwartete, dass es als Jugendbuch geeignet ist.

Ich wurde von diesem Buch maßlos enttäuscht. Ich hatte mir das Buch vorbestellt gehabt, konnte aber später durch Rezensionen schon erahnen, dass ich mich mit diesem Kauf vertan hatte.

Die Geschichte hat einen guten Einstieg, das erste Kapitel gefiel mir sogar sehr gut. Leider ging es danach aber schnell und stetig bergab.

In diesem Buch sind mir einige Dinge begegnet, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Nazi-Sprüche sind in dem Buch normalisiert. Die Autorin schafft es mit unwichtigen Nebensätzen und Bemerkungen eine ganze Vielzahl an Leuten zu diskriminieren und einfach unverschämt unsensibel zu sein.

Einige Beispiele:
[…] Giese, der Alki, erklärte, dass uns die Schule mit frischer Begeisterung […] zurückerwartete. - Zitat, Seite 28

„Kur?“ […] „Machen das nicht bloß überforderte Mütter?“ […] Er hatte natürlich vollkommen recht. Ausgebrannte Mütter mit zappeligen Kindern und geschwächten Großeltern mit neuem Hüftgelenk schickte man auf Kur […]. - Zitat, Seite 33

Katta heulte sogar. Sie war so ein Mädchen. - Zitat, Seite 24

Dies sind nur drei wenige Sätze, die mich total stutzig und wütend zurück gelassen haben. Wir wollen uns hier mal eben vor Augen führen, dass solche Aussagen niemals angemessener Natur sind. Unter keinen Umständen sollte man Krankheiten, Suchten oder Gefühle so abwertend in einem Nebensatz mal eben erwähnen. Was denkt man sich dabei bloß? Soll dies etwa irgendwas zur Story beitragen? Das einzige, was es tatsächlich tut, ist eine Menge Menschen in eine Schublade drängen, sie beleidigen und entwürdigen. Für die weitere Handlung waren all diese Bemerkungen von keinerlei Relevanz. Man hätte es auch weglassen können. Desweiteren möchte ich hier noch einmal vor Augen führen, dass dies ein Jugendbuch ist. Was für einen Mehrwert soll es haben jungen Menschen, pubertierenden (und sich noch findenden, evtl. auch unsicheren) Jugendlichen solche Aussagen um den Kopf zu werfen.

Da ich schon höre, wie manche eventuell sagen es sei "authentisch", denn "so spricht die Jugend eben" - gehen wir da auch gleich einmal kurz drauf ein. Ganz bestimmt gibt es Jugendliche, die so reden. Aber heiß das, dass wir diese Bemerkungen verharmlosen müssen? In dem Buch wird nicht darauf eingegangen, dass dies nicht in Ordnung ist. Es zählt die Sätze nicht als Negativbeispiel auf, sondern als ganz normale Bemerkung am Rande. Außerdem stellte sich mir die Frage - wenn es so ist, dass wir hier von "Repräsentation der Jugend" sprechen -, an wen richtet sich das Buch dann eigentlich? Richtet es sich an eine Jugendgruppe, die sich in den Charakteren wiederfindet? Denn ich muss ehrlich sagen, ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Gruppe von Teenagern nach diesem Buch greifen würde. Und die Leute, die es tun, die dürften sich in den Charakteren eher weniger wiederfinden - zumindest nicht in deren Sprache und diskriminierenden Aussagen. Deshalb hier noch einmal die Frage: Was für einen Mehrwert hat das Ganze jetzt? Was sollte damit bewirkt werden?

Äußerst bestürzt war ich auch über den nebenbei eingeworfenen Satz: Isi meinte immer, sie wäre gern bi, weil sie dann Frauen daten und eine Pause von Männern machen könnte [Zitat, Seite 313]. Und als selbst lesbische Frau war ich auch nicht allzu begeistert von diesem Satz: "Hast du sie mal gesehen? Lesbe" [Zitat, Seite 125]. Dazu fällt mir dann auch nicht mehr viel ein. Von einem selbst queeren Menschen, einer Own Voice Autorin, habe ich da ein gewisses Maß an Respekt erwartet.

Außerdem war ich zwischendurch ziemlich verwirrt über Helenas innere Monologe. Denn diese sind mal in der "Jugendsprache" geschrieben und dann wieder mit einem anderen Niveau, den Helena am Anfang des Buches hatte. Das ließ sich für mich ganz leicht feststellen, da ich die Passagen, in denen Helenas Gedanken auf einem angemessenen Sprachniveau dargestellt wurden, lesen mochte und die, in denen sie in ihrem Niveau etwas abfiel, schwierig zu verfolgen fand.

Die Story an sich hätte wirklich gut werden können, doch im Endeffekt lag zu wenig Fokus auf der Trauerbewältigung, Charakterentwicklung und familiären Vergangenheit. Es fühlte sich an wie wahllos aneinander gereihte Szenen, die spontan entstanden sind und dann zu einem Buch zusammengefasst worden waren. Was an sich ja auch eine echt gute Story ausmachen kann, nur hat es hier für mich nicht funktioniert.

Im Endeffekt konnte ich mit der Sprache wenig anfangen, wurde mit keinem der Charaktere warm und mich haben viele Worte oder Sätze ziemlich den Kopf schütteln lassen.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung: Wenn ihr positive queere Repräsentation sucht, hier seid ihr falsch.
Profile Image for pieceofmycolourfullife Rebecca.
78 reviews36 followers
July 31, 2019
Heute habe ich Nachtschwärmer“ angefangen zu lesen und mich 79 Seiten durchgequält bis ich beschlossen habe es abzubrechen. 🥺
Ich hatte mich wirklich sehr auf diese lgbtq 🏳️‍🌈 Story von einer own Voice Autorin gefreut und bin echt enttäuscht. Der schreibstil an sich war in Ordnung und die Idee der Geschichte war bestimmt auch gut.... aber die Ausdrücke wie „schlampe“, „Spast“, „nazi“ und noch weiteres haben mich sehr entsetzt. Dieses Buch ist voller Sexismus, Rassismus, homophobie, Behindertenfeindlichkeit und mir fehlen immer noch die Worte.
Aber diese ganzen Dinge in den ersten 79 Seiten wollte ich mir nicht weitere 321 Seiten geben.
Auf Seite 313 stand dann folgendes:„...𝙸𝚜𝚒 𝚖𝚎𝚒𝚗𝚝𝚎 𝚒𝚖𝚖𝚎𝚛, 𝚜𝚒𝚎 𝚠𝚊̈𝚛𝚎 𝚐𝚎𝚛𝚗 𝚋𝚒, 𝚠𝚎𝚒𝚕 𝚜𝚒𝚎 𝚍𝚊𝚗𝚗 𝙵𝚛𝚊𝚞𝚎𝚗 𝚍𝚊𝚝𝚎𝚗 𝚞𝚗𝚍 𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙿𝚊𝚞𝚜𝚎 𝚟𝚘𝚗 𝙼𝚊̈𝚗𝚗𝚎𝚛𝚗 𝚖𝚊𝚌𝚑𝚎𝚗 𝚔𝚘̈𝚗𝚗𝚝𝚎.“
Ich weis nicht was die Autorin sich dabei gedacht hat 🤷‍♀️🤔 wie soll ich mich als bisexueller Leser da fühlen? Ich persönlich finde es einfach nicht angebracht.
Bewertung: ⭐️⭐️ 2|5
Profile Image for Ro Nowak.
Author 3 books15 followers
September 27, 2024
Nachtschwärmer ist das perfekte Sommerbuch. Man fühlt die Hitze der Tage und die lauwarmen Nächte von den Seiten steigen und kann sich einbilden, man säße selbst nach einem körperlich angenehm auslaugenden Tag an einem See, die Beine im kühlen Wasser baumelnd, dieses Buch in der Hand. Brian Franks atmosphärische Beschreibungen haben mich schon in seinem ersten Roman Sturmflimmern in den Bann gezogen, und es ist deutlich zu merken, dass sich sein Schreibstil in den letzten Jahren noch weiter entwickelt hat dabei aber die für mich herausstechenden Kennzeichen, sogleich knapp wie poetisch zu sein, behalten hat. Doch nicht nur die Umgebung, auch die Darstellung der Charaktere ist so stimmungsvoll wie überzeugend. Der Roman ist eine Meisterklasse im altbekannten Mantra „show don’t tell“, und so charakterisieren sich die Figuren durch ihre Worte und Taten (oder unterlassene Taten) und Entwicklungen werden spürbar gemacht, statt wortreich umschrieben.

Auf diese Weise ist vor allem der Wandel den Helena durchmacht glaubwürdig und ermutigend. Zu Beginn ein ängstlicher, passiver und nervöser Mensch entwickelt sie sich langsam und stetig zu einem Mädchen das ein wenig mehr mit sich selbst und der Welt im Reinen ist, die eigene Belastbarkeit neu erfährt und Freunde und eine feste Freundin findet, bei denen sie einfach sie selbst sein kann. Ihre Entwicklung, sowie der Umgang mit Trauer insgesamt in diesem Buch, gehen auf eine Weise von statten, die ich ungemein tröstlich finde. Viel zu häufig agieren (Jugend-)Bücher nach dem „Ende gut, alles gut!“-Motto, das heißt, die Protagonist*innen müssen auf der letzten Seite absolut glücklich und die besten Versionen ihrer selbst sein. Doch so funktioniert das Leben nicht, so funktioniert Trauerbewältigung nicht, und das dürfen ruhig auch jugendliche Lesende wissen. Nachtschwärmer schenkt seinen Charakteren und Leser*innen einen Sommer, der die Welt nicht schlagartig perfekt macht, aber der aufzeigt, dass alles Schritt für Schritt besser werden kann.

Besonders wichtig war für mich auch Clara, das Mädchen, in das Helena sich verliebt. Ich glaube, ich habe noch nie ein Jugendbuch gelesen in dem ich mein jugendliches Ich auf diese Weise in einem der Charaktere wieder fand. Die ungekämmte, wilde dunkle Haarmähne, die schmerzhaft schlechte Haltung, die weite, unmodische Kleidung, der konstante Unterton von Wut und Verletzlichkeit. Es war als blickte ich in ein Spiegelbild meiner Jugend. Nicht, dass ich nicht schon häufiger Bücher gelesen habe, in denen Mädchen wie die junge Rosa vorkamen – „hässlich“, ungepflegt, unmodisch. Doch waren Charaktere, mit denen ich mich identifizieren konnte, immer nur das „Vorher“-Bild gewesen, vor einem Make-Over, bevor sie begannen sich zu rasieren, schminken, feminine Kleidung zur tragen. Denn nur dann konnten Charaktere wie ich Love Interests sein. Helena jedoch verliebt sich in Clara ganz so, wie sie ist, und das war so schmerzhaft schön für mich, dass ich es kaum beschreiben kann. Ich hätte dieses Buch gebraucht, damals. Zu sehen, dass auch ich verliebenswert und anfreundenswert bin, wenn ich einfach bin wie ich bin, ohne mich den Anforderungen von Schönheitsidealen zu beugen, hätte unglaublich viel an meiner Selbstwahrnehmung verändern können. Ich bin unglaublich froh und dankbar dass Jugendliche, denen es genauso geht, wie mir damals, jetzt dieses Buch haben.

Bevor ich Rezensionen schreibe, lese ich meist auch ein paar Rezensionen von anderen, zum einen damit ich nicht mein Hauptaugenmerk auf etwas lege, was vielleicht schon unzählige Male gesagt wurde, zum anderen weil es mich interessiert, wo meine Meinung vielleicht von anderen Meinungen abweicht. Was mich an den Rezensionen zu Nachtschwärmer so verwunderte wie enttäuschte war hauptsächlich, dass erstaunlich viele Lesende nicht nur die Gedanken und Aussagen von Charakteren mit der „Botschaft“ eines gesamten Buches gleichsetzen, sondern dass die sachten und authentischen Veränderungen für die ich dem Roman so dankbar bin, anscheinend für viele weniger wert sind als das Entwerfen einer Szenerie in der jugendliche Charaktere als fehlerlos aufgeklärte und sozialpolitisch gebildete Menschen das Licht ihrer Seiten erblicken.

Wenn ich Jugendbücher lese und auch rezensiere bin ich mir immer bewusst, dass ich nicht die eigentliche Zielgruppe bin, und versuche daher auch immer mit einzubeziehen, ob die Leser*innen als Jugendliche dort abgeholt werden, wo sie sind, oder ob ein idealisiertes Bild einer Jugend entworfen wird, das eher die Erwachsenen erfreut. Nachtschwärmer gehört eindeutig zur ersten Kategorie. Die Jugendlichen sprechen, denken und verhalten sich wie ich es mich aus meiner Jugend erinnere: Hitlerwitze waren bei den Jungs in meiner Stufe an der Tagesordnung, ich habe gedankenlos andere Mädchen als „Schlampe“ bezeichnet oder „schwul“ als abwertenden Begriff für alles, was ich als kitschig oder verweichlicht empfand, verwendet. War das in Ordnung? Natürlich keineswegs. Ich und meine Mitschüler*innen mussten noch so viel lernen, über die Welt, über Diskriminierung, über uns selbst. Und um diese Phase im Leben eines Menschen zu verdeutlichen, bedeutet mir ein Buch, das in den ersten Kapiteln die Protagonistin froh darüber sein lässt, dass die Halskette ihres Freundes nicht schwul aussieht, um sich später in ein Mädchen zu verlieben, so viel mehr, als ein Buch das fraglos davon ausgeht, dass Sechzehnjährige die Bildung, Bedachtsamkeit und Wortwahl von idealisierten Erwachsenen haben. Nachtschwärmer erinnerte mich wieder und wieder schmerzhaft an mich selbst, daran, wie es war (und ist) in einer Welt aufzuwachsen, in der man noch immer lernt, gewisse Empfindungen zu unterdrücken und alles, was von der Norm abweicht, mit Skepsis zu betrachten. Und dass gerade Helena, die am Anfang ängstlich darauf bedacht ist, ja nicht aufzufallen, so endet wie sie endet, mit einer Zufriedenheit in sich selbst, ist eine Entwicklung die realistisch ist und oberflächlich betrachtet sehr undramatisch, doch, wie ich finde, für jugendliche Lesende lebensrettend sein kann.
Profile Image for Hannah von queerBUCH.
135 reviews43 followers
August 19, 2019
Fazit

Nachtschwärmer hat ungewöhnliche Charaktere und spielt noch dazu in einem ungewöhnlichen Ort – mitten in der ostdeutschen Pampa auf einem Campingplatz und in Maisfeldern. Die Ausgangssituation fand ich sehr reizvoll, nicht zuletzt dadurch, dass es sich um eine Own-Voices-Geschichte einer deutschsprachigen Autorin in einem großen Verlag handelt. Von der verlassenen Tochter, die ihren Bruder nach nur drei Wochen wieder verliert, hatte ich mir jedoch viel mehr Tiefe und Selbstreflexion erhofft, als mir das Buch letztendlich bieten konnte. Die Ansätze sind gut, das Potenzial der Autorin in jedem Fall gegeben, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Schreibstil und die Darstellung von Emotionen und Charakterentwicklung noch nicht ganz ausgereift sind. Häufig sind umgangssprachliche und vulgäre Umschreibungen eingeflossen, die für mich leider nicht funktioniert haben. Die Geschichte ist unbequem und wird daher nicht jedem gefallen – gerade erwachsenen Lesern würde ich jedoch raten, mal einen Blick in die Leseprobe zu werfen und sich ihr eigenes Bild zu machen.

Vollständige Rezension: queerbuch.wordpress.com
Profile Image for ms_melonys.
251 reviews20 followers
July 27, 2019
Hätte ihm vllt 3 Sterne gegeben aber ab der Mitte haben mich die Charaktere so aufgeregt mit ihrer Sprache, das glaubt man nicht.
Profile Image for Rike.
138 reviews20 followers
July 29, 2019
Nachtschwärmer ist der 2. Jugendroman von Moira Frank und im cbj-Verlag erschienen.

Das Buch beginnt bereits sehr traurig. Helena, die ihren Halbbruder Lukas erst vor wenigen Wochen durch Facebook kennengelernt hat erfährt, dass dieser bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Und nicht nur das. Sein Vater verbietet ihr jemals Kontakt zu der Familie aufzunehmen. Für Helena bricht dadurch eine Welt zusammen. Zwar kannte sie ihren Bruder nur einige Wochen, doch durch die langen Telefonate und vielen Nachrichten, hatte sie bereits eine große Bindung zu ihm aufgebaut und wollte ihn eigentlich im Sommer besuchen kommen.

Helena versucht immer möglichst unauffällig und „normal“ zu sein. Sie will nichts Besonderes sein, nur weil ihre Mutter sie verlassen hat und sie durch einen Gendefekt nur neun Finger hat. Als ihre Ärztin ihr nach einem Ohnmachtsanfall zu Erholung rät, entscheidet sie, mit ihrem Freund Ole in der Uckermark campen zu gehen. Dieser weiß jedoch nichts von Lukas und dementsprechend auch nichts davon, dass der Campingplatz in dessen Heimat liegt. In der Uckermark angekommen, lernt sie schnell die Freunde von Lukas kennen, beginnt aber auch an ihrer Beziehung zu Ole zu zweifeln.

Der Schreibstil des Buches war total flüssig, auch wenn die Geschichte nur langsam und leicht vor sich hinplätscherte. Ich konnte mich dabei aber wirklich gut in die beschriebene Atmosphäre der Uckermark hineinversetzen und jeder Charakter stach auf irgendeine Art und Weise hervor. Das Buch hat mich vom Lesegefühl stark an Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ erinnert. Die trostlose Atmosphäre, die leicht seltsamen Charaktere mit ihren speziellen Persönlichkeiten und auch das Gefühl von Freiheit und Reise waren auch hier vorhanden. In einigen Szenen hat mich die Art und Weise, wie die Jugendlichen reden etwas gestört, trotzdem hat der Sprachstil gut gepasst und die Personen wirkten authentisch umgesetzt.

Insbesondere der LGBTQ+-Aspekt an diesem Buch hat mir total gut gefallen, darüber möchte ich aber in der Rezension nicht allzu viel verraten, außer, dass mir die Herangehensweise an die Liebe besonders gut gefallen hat. Während sich die Protagonisten in vielen Geschichten auf den ersten Blick verlieben, handelte es sich hier um ein sehr langsames Herantasten an den anderen, bei dem sich die Gefühle Schritt für Schritt entwickelt haben. Dadurch wirkte die Liebesgeschichte wirklich glaubhaft und war auch in Hinblick auf die Trauer, die die Protagonisten zu verarbeiten haben angemessen.

Das Buch behandelt Themen, wie Freundschaft, Familie, Verlust, Trauer, Liebe, Selbstfindung und das Erwachsenwerden. Beim Lesen habe ich eine richtige emotionale Achterbahn erlebt, habe mit Helena mitgelitten und konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.

„Nachtschwärmer“ ist ein wundervolles, tiefgründiges Jugendbuch, dass definitiv auch für Erwachsene geeignet ist und mich wohl noch einige Zeit in meinen Gedanken verfolgen wird. Es bekommt von mir 4.5 Sterne, denn am Ende hätte ich mir noch einen kleinen Epilog gewünscht. Ich kann es aber trotzdem einfach nur weiterempfehlen!
Profile Image for Silke.
355 reviews22 followers
September 1, 2019
Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich gefreut. Das Cover ist toll und die Kurzbeschreibung klang vielversprechend. Doch je mehr ich in die Geschichte eintauchte, desto enttäuschter wurde ich. Weder waren mir die Protagonisten sonderlich symphatisch, noch fand ich den Schreibstil besonders ansprechend und die Geschichte plätscherte ohne Höhen und Tiefen vor sich hin. Die teilweise doch recht derben Beschimpfungen taten dann noch ihr übriges. Richtig schlecht war das Buch jetzt nicht, ich hatte einfach irgendwie andere Erwartungen. Mehr als drei Sterne kann ich daher leider nicht vergeben.
Profile Image for Evesmindfulplace .
388 reviews6 followers
August 1, 2019
Ich hab mich riesig auf dieses Buch gefreut, denn neben dem wirklich gelungenen Cover, klang es für mich nach einer super emotionalen Jugendgeschichte mit viel Tiefgang.
In der Geschichte geht es um Helena, die erst vor kurzer Zeit erfahren hat, dass sie gar kein Einzelkind ist, denn sie hat einen Bruder namens Lukas. Doch bereits drei Wochen nachdem sie von ihm weiß, verstirbt er bei einem Unfall. Für Helena, die kurz vor ihrem Abi steht, gerät alles aus den Fugen, doch sie hat niemandem verraten, dass sie einen Bruder hat und so kann sie auch nun niemandem von dessen Tod erzählen. Als Helena in den Sommerferien mit ihrem Freund Ole Zelten fährt, trifft sie dort auf drei Jugendliche, die ihr Leben auf den Kopf stellen.
Es handelt sich bei dem Buch um eine LGBTQ+ Geschichte von einer Own-Voice-Autorin, das heißt, dass die Autorin selbst lesbisch/queer/bi etc ist.
Ich hatte mich wirklich enorm auf die Thematik gefreut und mir viel davon versprochen, doch leider wurde ich wirklich enorm enttäuscht.
Das Buch wurde für mich schon nach wenigen Seiten schwierig zu lesen, denn obwohl der Schreibstil an sich zwar ungewöhnlich aber dennoch irgendwie leicht zu lesen ist, haben mir viele Dinge daran gar nicht gefallen.
Es gibt so einige Zitate, die ich euch rausgesucht habe, um zu verdeutlichen, was ich meine. Vorweg, sie spoilern nicht für die Geschichte.

"Wir sind in Brandenburg Baby. Egal, ob dein Hund oder dein Pferd braun ist, du nennst ihn besser wie den guten alten Führer. Und wenn du ein richtiger deutsche Vorzeigebürger bist, dann bringst du ihm den Hitlergruß bei." (S. 92)

Also ich weiß wirklich nicht was das sollte. Ich wusste an diesem Punkt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Denn sorry, aber sollte das in irgendeiner Weise witzig sein? Also ich kann über so etwas absolut nicht lachen.

"Du hast Dyskalkulie! [...] Du bist Mathebehindert, Mann! Glückwunsch!"(S. 184)

Auch an dieser Stelle musste ich schlucken, denn ich finde es ziemlich grausam, dass eine Schwäche eines anderen Menschen derart gefeiert wird, wo die Betroffene doch enorme Probleme damit hatte und es ihr sichtlich zu schaffen macht und unangenehm ist. Ich meine klar, man kann versuchen die Betroffene Person aufzuheitern, aber ich finde diese Reaktion ziemlich unangebracht.


"Wickel dich doch um ´nen Baum, du dreckiger Wichser! Du Vollspast!" (S. 234)

Mit diesem Zitat wollte ich euch verdeutlichen, wie aggresiv und beleidigend die Sprache der Jugendlichen in diesem Buch ist. Dazu muss gesagt werden, dass die Szene, aus der das Zitat stammt, enorm emotional war und man einen Gefühlsausbruch verstehen könnte, aber dennoch finde ich diese Formulierung nicht sonderlich in Ordnung.
Worte wie "Fotze", "Arsch", "Wichser" und "Schlampe" findet man zahlreich in dem Buch und ich konnte absolut nicht nachvollziehen wieso. Klar, die Jugendsprache besteht teils wirklich viel aus solchen Wörtern, aber muss es denn in einem Jugendbuch derart extrem vorhanden sein?

"Kur?" […] "Machen das nicht bloß überforderte Mütter?"[…] Er hatte natürlich vollkommen recht. [..]" (S. 33)

Ich weiß wirklich nicht, wie sich Menschen, beim Lesen solcher Sätze fühlen sollen, die erkrankt sind, ein Trauma erlitten haben oder Unfälle und in Kur gehen mussten. Was soll das? Wieso muss man dieser Aussage dann zu allem Überfluss auch noch zustimmen? Wie sollen sich die Betroffenen denn hier fühlen?

In diesem Buch werden Menschen diskriminiert, abgestempelt aufgrund ihres Äußeren und es wird mit Beleidigungen um sich geworfen. Dabei wird alles so "witzig" dargestellt, das es mich einfach nur wütend gemacht hat.
Ich konnte die Geschichte leider gar nicht genießen, denn die Sprache der Charaktere hat mir den Spaß wirklich genommen. Ich habe oft überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll, aber ich hatte die Hoffnung, dass die Handlung noch was raus reißt.
Tatsächlich kann ich sagen, dass es auf den letzten 100 Seiten etwa besser wird. Es wird etwas emotionaler und die Aussagen bessern sich ein wenig. Jedoch kamen für mich die großen Gefühle nicht rüber, sei es weil es an der Ausdrucksweise lag oder daran, dass ich nicht warm wurde mit den Charakteren. Ich dachte wirklich, dass man die Trauer von Helena enorm spüren würde und das die Liebesgeschichte einfach absolut ergreifend sein würde, aber selbst das Knistern habe ich nicht spüren können. Die Gefühle die Helena entwickelt, kamen für mich quasi aus dem Nichts und plötzlich ging es super schnell, während am Anfang alles super langsam voranging.

Fazit:

Leider kann ich dieses Buch absolut nicht weiterempfehlen.
Ich habe die Emotionen nicht gespürt, bin mit den Charakteren nicht warm geworden und der Schreibstil war leider auch nicht meins. Aber am meisten kaputt gemacht haben mir die in meinen Augen diskriminierenden, total unangebrachten Aussagen. Ich denke auch, dass man das Ende ausführlicher hätte schreiben können und lieber im Mittelpart, der sich für mich sehr gezogen hat, was weggelassen hätte, um so vielleicht die Liebesgeschichte etwas auszubauen.
Von mir gibt es grade so noch 1,5 bis 2 von 5 Sterne, da ich das Ende ganz nett fand.
Profile Image for AllysBookishThings.
8 reviews
July 30, 2019
Ich weiß ehrlich nicht was genau ich schreiben soll, denn ich hatte mich so sehr auf das Buch gefreut. Es wäre mein zweites LGBTQ+ Buch gewesen und ich habe eine schöne Liebesgeschichte erwartet, bei dessen Lesen ich mich einfach reinfallen lassen kann. Auch die Tatsache, dass die Autorin eine Own-Voice Autorin ist (also eine Autorin, die selber lesbisch/bi/queer etc.) ist, ließ bei mir die Spannung steigen. Noch nie zuvor habe ich eine Geschichte über die Liebe zweier Frauen/Mädchen gelesen und ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut, als ich es dann als Buddyread starten konnte.

In der Geschichte geht es um Helena, die bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter aufgewachsen ist. Als sie eines Tages von ihrem bisher unbekannten leiblichen Bruder eine Nachricht bekommt, entwickeln sich daraus eine liebevolle Geschwisterbeziehung. Der Kontakt endet abrupt und Helena muss Wochen später dem schrecklichen Grund herausfinden. Ihr Bruder Lukas ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Als sie mit ihrem Freund Ole über die Sommerferien das Grab besuchen fährt, lernt sie Lukas´ Kumpel kennen – und auch das Mädchen, mit dem Lukas´ zusammen war.

Klingt das nicht nach herzzerreißenden Lesestunden? Zumindest dachte ich es.. Nur leider entpuppte sich das Buch nach einigen Seiten langsam aber stetig zu einer wahren Enttäuschung. Der Schreibstil der Autorin war zwar wirklich flüssig und auch wenn er etwas gewöhnungsbedürftig war – es war fast keine wörtliche Rede eingebaut – war er angenehm und gut zu lesen.

Und dann fingen die Aussagen an, die meiner Meinung nach, alles zerstört haben. Beginnen, taten sie relativ früh und tauchten vermehrt auf:

Zitat Seite 24: Katta heulte sogar. Sie war so ein Mädchen.

Man könnte meinen, dass das Übertreibung ist, diesen Satz als problematisch zu sehen, jedoch denke ich da primär an die Leute, vor allem Jungen, die sich durch diesen Satz angegriffen fühlen könnten. Weinen, wird hier als eine Handlung angesehen, die nur für, ja was... - schwache Mädchen? - bedacht ist. #schubladendenken
Ich hätte noch darüber hinweg sehen können, wären da nicht ständig weitere Kommentare, die mich (bzw. auch meinem Buddy) wirklich schlucken lassen haben.

Zitat Seite 28: […] Giese, der Alki, erklärte, dass uns die Schule mit frischer Begeisterung […] zurückerwartete.
Zitat Seite 33: „Kur?“ […] „Machen das nicht bloß überforderte Mütter?“ […] Er hatte natürlich vollkommen recht. Ausgebrannte Mütter mit zappeligen Kindern und geschwächten Großeltern mit neuem Hüftgelenk schickte man auf Kur […].

Okay, also abgesehen davon, dass das hier super diskriminierend gegenüber Menschen mit psychischen, körperlichen und Sucht- Problemen war, frage ich mich, warum solche Aussagen in einem Jugendbuch vorkommen? Was hat das für einen Mehrwert?

Sehr oft musste ich auch Worte wie „Arsch“ , „Titten“ und „Schlampe“ etc. lesen und es ist mir ehrlich unbegreiflich, warum solche sexualisierten Wörter in einem Jugendbuch vorkommen müssen? Unter anderem wurde eine Sexszene ganz beiläufig total abwertend erwähnt und hat im Kontext nichts zur Geschichte beigetragen.

Gekrönt wurde das ganze von zwei ganz bestimmten Sätzen bzw. Passagen:

Zitat Seite 92: „Wir sind in Brandenburg Baby. Egal, ob dein Hund oder dein Pferd braun ist, du nennst ihn besser wie den guten alten Führer. Und wenn du ein richtiger deutsche[r] Vorzeigebürger bist, dann bringst du ihm den Hitlergruß bei.“
Zitat Seite 313: […] Isi meinte immer, sie wäre gern bi, weil sie dann Frauen daten und eine Pause von Männern machen könnte.

Ich verstehe nicht ganz – sollte das in irgend einer Form witzig sein?

Was ist mit den Menschen, die ihre Familien durch den Krieg verloren haben? Mit den Menschen, die in diesem Krieg von genau dem Mann verfolgt und getötet wurden?
Was ist mit den Leuten, die Alkoholiker oder psychisch Erkrankte in ihrer Familie haben?
Was ist mit den bisexuellen oder lesbischen Lesern, die sich das letzte Zitat durchlesen und dadurch super gekränkt werden?

Warum werden diese Leute allesamt durch nebenbei erwähnte Sätze so unglaublich diskriminiert?
Es wird alles so urkomisch und witzig dargestellt. Vielleicht wollte die Autorin so, etwas jüngere Leser erreichen, aber was sie meiner Meinung nach geschafft hat, ist den Menschen ihre Würde zu nehmen und Probleme bzw. auch die sexuelle Orientierung bloß zu stellen und sie zu verweichlichen. Für mich persönlich hat das alles das Buch so unglaublich zerstört, dass ich die eigentliche Geschichte nicht genießen konnte.

Das Buch hat knapp 400 Seiten und auf den ersten hundert, sprangen mir so viele verletzende Aussagen entgegen – viele davon habe ich nicht zitiert, das würde den Rahmen sprengen. Allerlei Menschen wurden so gedemütigt, dass ich leider sagen muss: Ich empfehle dieses Buch unter gar keinen Umständen weiter. Ich finde es wirklich schade, dass eine LGBTQ+ (+ Own-Voice) Autorin nicht sensibler mit solche Themen umgehen kann und der Roman leider so viele problematische Inhalte enthält.

Von mir bekommt das Buch 1/5 Sternen...
Profile Image for L..
229 reviews6 followers
July 10, 2021
Moira Frank kann einfach Atmosphäre.
Die anderen Rezensionen lassen es eventuell schon erkennen, aber wenn man eine lesbische YA-Liebesgeschichte nach dem mittlerweile doch irgendwie typischen Schema bei deutschen Jugendbüchern mit lesbischen oder bi Protagonistinnen (Den Mund voll ungesagter Dinge, Marsmädchen, Auf Eine wie Dich habe ich lange gewartet, We Could be Heroes, Traumtänzerin, Nur mit Dir - die ich übrigens alle leider mehr oder weniger nicht empfehlen würde.) sucht, dann wird man mit Nachtschwärmer wahrscheinlich nicht glücklich werden.
Es gibt hier nicht die klassische innere-und-dann-äußere Coming-Out-Story, die wenn überhaupt die Basics der Selbstfindung nicht-heterosexueller Teenager beschreibt, dabei aber selten von Autoren mit gleicher Lebenserfahrung stammt.
Die Charaktere sind komplex und machen im Verlauf der Handlung Entwicklungen durch, sagen und tun also zu Beginn des Buches Dinge, die sie nach Ende der Handlung eventuell nicht mehr so machen würden. Man muss ein wenig Zeit im Buch und mit den Charakteren verbringen, bis man das Gefühl hat, sie besser zu kennen, allerdings hatte ich auch nie das Gefühl, dass die Leseerfahrung bis dahin sich nicht gelohnt hätte. Jetzt wo ich fertig bin wünsche ich mir wirklich, ich könnte vor allem Clara noch ein bisschen besser kennen lernen, einfach weil ich gerne mit ihr befreundet wäre. Wie schon gesagt ist vor allem die Atmosphäre unschlagbar. Ich habe mich durchgehend gefühlt als wäre ich grade selbst an einem Brandenburger Waldsee/Landstraße/Dorf und die Autorin zeichnet ein rundes Bild von der Gegend und den Bewohnern, wo nicht nur positive, aber eben auch nicht nur negative Seiten dargestellt werden. Als ich andere Rezensionen gelesen habe, die sich darüber beschwert haben, dass die paar Witze über Nazis in Brandenburg überhaupt nicht gingen und respektlos gegenüber Brandenburgern seien, hatte ich eher das Gefühl, dass die Rezensenten Westdeutschland wohl noch nie verlassen hatten... Auch mit der Sprache der Charaktere, die scheinbar vielen zu krass war, hatte ich ehrlich gesagt kein Problem. Auch wenn ich persönlich es als behinderte Person mit Spastik vielleicht lieber hätte, wenn Leute in meinem Alter das Wort Spast nicht als Schimpfwort oder Beleidigung benutzen würden, ist es eben trotzdem gang und gäbe und ich sehe nicht wirklich ein, inwiefern der allgemeinen gesellschaftlichen Haltung gegenüber Behinderten geholfen wäre, wenn Autor_innen die Soziolekte ihrer Figuren zensieren würde. Klar könnte man bei allem "problematischen" was Figuren tun auch immer eine cleane Gegenfigur daneben stellen, die eben perfekt handelt, aber das wäre auch irgendwie langweilig. Auch möglich ist eine Reflexion als Leser, dass nicht alles, was Figuren tun oder sagen sich 100% mit eigenen Überzeugungen decken muss und dass man halt nicht selbst Fotze oder Spast in sein Vokabular aufnehmen muss, nur weil man es in einem Buch gelesen hat. Aber egal, zurück zu Nachtschwärmer. Mein persönlicher Lieblingsteil ist die Dyskalkulie-Szene, wo wir und Helena Clara glaube ich das erste Mal auf diese Weise sehen. Die Dialoge sind allgemein alle realistisch und tun viel für die Vorstellung/Entwicklung der Charaktere & ihrer Beziehungen, wobei ich es mag, dass die Beschreibungen überwiegen und die Erzählung nicht zu dialoglastig ist. Für Leute, die Mädchenmeute oder Tschick mochten, lohnt sich Nachtschwärmer auf jeden Fall.
Profile Image for Marcel Haußmann.
768 reviews38 followers
August 20, 2019
Helena ist mit ihrem Leben unglücklich bis sie erfährt dass sie einen Halbbruder Lukas hat. Nach etlichen Chats und Telefonaten beschließen die beiden sich in den Ferien auf einem Zeltplatz in der Uckermark zu treffen. Doch bevor es dazu kommt stirbt Lukas bei einem Unfall. Für Helena bricht eine Welt zusammen und sie beschließt trotzdem zum Zelten in Lukas Heimat zu fahren. Dort trifft sie auf Lukas Freunde die ihr ihren Bruder etwas näher bringen und neuen Schwung in ihr Leben bringen…

Auf das Buch bin ich durch das tolle Cover und den Titel aufmerksam geworden. Als mich dann auch noch der Klappentext überzeugen konnte war klar: Das muss du lesen!

Die Geschichte braucht recht lange bis sie an Fahrt aufnimmt. Moiras Schreibstil ist flüssig und sehr deskriptiv, dadurch wird er Leser direkt in das Buch versetzt, hinein in die leichten Sommertage der Geschichte.

Alles andere als leicht hat es hier unsere Protagonistin Helena. Sie ist ein eher zurückhaltender und unsicherer Mensch der in der Vergangenheit viel zu kämpfen hatte. Problemen versucht sie aus dem Weg zu gehen. Als sie erfährt dass sie einen Halbbruder hat blüht sie kurzfristig auf bis sie von seinem Unfalltod erfährt. Alles in allem war Helena für mich nicht ganz greifbar da ich ihre Bewegründe nicht verstanden habe. Sie erzählt nicht mal ihrem Freund etwas von ihrem verstorbenen Halbbruder Lukas und lässt ihn im Dunkeln über ihre Motive in die Uckermark zu fahren. Das er hier zu Problemen kommt war für mich zu vorhersehbar.

Lukas beste Freunde die Helena auf dem Campingplatz trifft waren mir dagegen recht sympathisch auch wenn die beiden total unterschiedlich sind bilden sie doch einen undurchdringbare Einheit. Die beiden zeigen Helena was das Leben bereit hält und das es sich zu Leben lohnt.

Es wurde ja schon viel zu der Sprache in dem Buch gesagt und ich muss sagen ich fand es auch teilweise zu derbe geschrieben. Es ist mir schon klar wo wir uns in Deutschland befinden und das wir hier Jugendliche haben die heut zu Tage auch so reden. Trotz allem muss man es in einem Jugendbuch nicht ganz so krass forcieren.

Nachtschwärmer hat eine tolle Prämisse, doch leider wurde das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft. Die Charaktere waren dafür zu schwach vor allem mit Helena konnte ich wenig anfangen. Auch war mir der Stoff nicht emotional genug. Moira Frank konnte mich vom Schreibstil und vom Setting überzeugen der Rest bleibt leider hinter den Erwartungen zurück.
21 reviews
December 4, 2019
Solche Geschichten sind ja genau meins: Coming Out Stories - das langsame und unsichere Herantasten an eine (mittlerweile nicht mehr so) unübliche Verliebtheit.
In solchen Büchern ist meistens der Weg das Ziel, (leider) auch hier. Leider, weil mir ab einer gewissen Stelle alles zu plötzlich kam und zu gestellt war. Auf einmal ging es um Fragen oder Gedanken wie "bin ich nicht hetero?"oder "ich habe keine Ahnungen wie das mit Frauen geht". Das hat sich für mich beim Lesen sehr gezwungen angefühlt. Die schöne natürliche, langsame Entwicklung zwischen den zwei Mädchen musste plötzlich unbedingt in eine Schublade gesteckt werden. Zumindest kam es mir so vor.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Jugendsprache der Charaktere einige Leser stark auf den Geist gehen kann. Mich persönlich hat sie nicht genervt. Ich empfand sie auch nicht als übertrieben dargestellt.

Nett fand ich außerdem, dass das Buch nicht ausschließlich und/oder grundlegend von der Liebesbeziehung handelt. Vor allem handelte es auch von der Trauer um den verstorbenen Halbbruder und die nie gekannte Mutter.

Das Cover ist perfekt, genauso wie der Titel des Buches. Ich liebe beides. Es spiegelt die Atmosphäre der Geschichte absolut wider.

Im Ganzen ist es eine sehr schöne Jugendgeschichte über Heranwachsende, die die Nacht zum Tag machen, nachts durch Straßen wandern, durch den Wald oder am nahe gelegenem See entlang, betrunken in den Sternenhimmel starren und voller alberner Abenteuerlust infantil Kornkreise in Maisfelder ziehen. Wie das so ist bei Jugendlichen, die noch auf der Suche sind und nicht genau wissen, wonach überhaupt. Wie selbst junge Erwachsene auch manchmal noch. Wie vielleicht ein ganzes Leben lang.


(Ich geb' trotz kleinen Minuspunkten dennoch fünf Sterne, weil ich mich arg in Clara verschossen habe. XD)
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95 reviews10 followers
July 31, 2019
Ich habe mir durch die Beschreibung sehr auf das Buch gefreut und wollt es wirklich gern mögen, leider wurde ich dann enttäuscht. Ich habe das Buch nur bis Seite 130 gelesen und dann abgebrochen, da es mir leider nicht gefallen hat. Daher kann ich wenig zum Inhalt sagen. Im Prinzip habe ich nur gelesen, was man durch den Klappentext auch erfährt.
Die Geschichte wird sehr langsam erzählt, was mich aber nicht gestört hat. Die Charaktere waren mir leider alle nicht sonderlich sympathisch, womit wir zum Problem kommen. Der Schreibstil bzw. die Wortwahl. „Nachtschwärmer“ ist ein Jugendroman und trotzdem sind die Charaktere fast ausschließlich harsch zueinander. Es fallen Worte wie „Sp*st“ und Sätze wie „nicht assig, aber auch nicht schwul“. Letzteres wurde in Zusammenhang mit einer Kette erwähnt, die Helene ihrem Freund geschenkt hat. Auch ziehen sich die Themen: Ost/West-Vergleich, Nazis, Hitler, DDR und Stalin durch das Buch. Jedoch meiner Meinung nach nicht in vernünftigem Kontext. Beispielsweise wird Helena einmal erklärt: „Egal ob dein Pferd oder dein Hund braun ist, du nennst ihn besser wie den guten alten Führer. Und […] bringst du ihm den Hitlergruß bei.“ Auch lernt Helena die Freunde von Lukas gerade kennen und ordnet sie als „Nazi und Nicht-Nazi“ ein. Das sind nur wenige Beispiele, denn das Buch kommt fast auf keiner Seite ohne diese Sprache und/oder Vergleiche aus. Ich finde es erstaunlich, dass der Verlag diese Geschichte so veröffentlicht hat. Es hätte eine tolle Geschichte werden können, aber leider hat mir die Sprache sie kaputt gemacht.
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88 reviews2 followers
June 16, 2020
✨Meine Meinung✨
Voller Erwartung fing ich an das Werk zu lesen.
Bereits auf den ersten Seiten offenbarte sich das Problem, von dem auch bereits viele Blogger vor mir berichteten - die Jugendsprache.
Bei einigen Aussagen konnte ich nur mit dem Kopf schütteln und besonders am Anfang störten diese Aussagen meinen Lesefluss.
Doch abbrechen wollte ich das Buch nicht.
Mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Sprache, die Beschimpfungen, die manchmal herbeigeführte Gewalt und an den dennoch wundervollen Schreibstil von Moira Frank, sobald es ans Beschreiben ging, konnte ich mir das aufgrund der Detail total gut vorstellen und daher konnten hier wieder positive Punkte gesammelt werden. So wurden die Hauptcharaktere wie Victor, Helena, Mike und Clara sehr authentisch beschrieben und erhielten alle Charaktereigenschaften, mit denen man sich die vier total gut vorstellen konnte. Ebenso wurde die Gegend, in der sich die vier befanden so liebevoll und detailliert beschrieben, dass ich manchmal tatsächlich glaubte den Raps riechen zu können.


Doch nun zum größten Problem aus meiner Sicht.
Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe über einen Monat gebraucht, um dieses Buch zu beenden. Das war jedoch nicht nur der fehlenden Zeit geschuldet sondern auch dem wenig überzeugenden Inhalt. Helena ist ein Mädchen wie du und ich, mit einer Besonderheit, sie hat an einer Hand nur vier Finger und trauert um ihren Halbbruder den sie erst vor wenigen Monaten kennen lernte. Man erfährt kaum etwas über die gemeinsamen Telefonate der Halbgeschwister. Im Laufe des Buches lernt man lediglich einige Interessen des verstorben Jungen kennen aber ansonsten dreht sich das Werk nur um Helena die ihre Sommerferien in dem Dorf verbringt, wo Lukas aufgewachsen ist. Nichts spektakuläres sondern lediglich eine Aneinanderreihung von Aktivitäten, die mit den besten Freunden ihres Halbbruders unternommen werden.

✨Mein Fazit✨
Zwar hat mir die Identitäts- und Sexualthematik des Werkes gefallen, jedoch hat es mich nicht vollends überzeugt weshalb ich dem Buch leider nur 2,5 von 5 🌟 geben kann. 😕
Profile Image for Nina.
37 reviews3 followers
May 27, 2021
In Nachtschwärmer geht es um Helena. Sie ist schlecht in Mathe (wirklich sehr schlecht), lebt bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter und findet eines Tages heraus, dass sie einen Halbbruder hat. Um genau zu sein findet er sie über Facebook, und die beiden haben seitdem regen Kontakt. Lukas, so heißt er, wird leider nach drei Wochen der Bekannschaft auf dem Heimweg angefahren und verunglückt tödlich. Helena entschließt sich daraufhin gemeinsam mit ihrem Freund Ole (der von der ganzen Sache nichts weiß) in den Sommerferien in Lukas` Heimatdorf auf den Zeltplatz zu fahren. Dort trifft sie auf seine beiden besten Freunde, Viktor (einen reichen, sarkastischen Schönling) und Mike (einen Nazischläger der ein bisschen obdachlos ist). Die drei freunden sich an, und auch Lukas Ex-Freundin Clara macht bald Helenas Bekanntschaft.

Was mir gut gefallen hat:
*Das Cover! Es ist einfach wunderschön, und ich finde es spiegelt das Feeling der Geschichte perfekt wieder.
*Clara. Und zwar der ganze Charakter. Ich fand sie einfach super cool; ihr Auftreten, ihre Sprüche, ihr Verhalten. Sie hat mich oft zum schmunzeln gebracht und ich mochte sie wirklich gerne.
*Generell fand ich, dass alle Charaktere sehr real waren, und ihre Gedanken und Gefühle so erklärt oder dagestellt wurden, dass man sie als Leser gut versteht. Am Anfang hat es mich ein wenig gestört, dass Helena soviel gelogen hat, aber nachdem sie sich irgendwann erklärt hatte, konnte ich auch das nachvollziehen.
*Viktors Sprüche. Er ist vielleicht manchmal ein sarkastisches Arschloch, aber er hat mich häufig zum Lachen gebracht.
*Die Atmosphäre und das Feeling sind die ganze Story über sehr greifbar; ich finde es ist ein perfektes Sommerbuch. Ich konnte mir die meisten Szenen lebhaft im Kopf vorstellen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:
*Manchmal waren die Sätze für meinen Geschmack etwas zu verschachtelt und lang, sodass ich sie zweimal lesen musste um zu verstehen, was gerade passiert. Das hat meinen Lesefluss leider zwischendurch etwas gestört. Zudem sind mir drei bis vier Rechtschreibfehler aufgefallen, die ebenfalls für eine Untebrechung gesorgt haben (bin da aber auch sehr pingelig).
*Die Romanze war mir um ehrlich zu sein ein bisschen zu überstürzt. Ich finde die beiden passen sehr gut zusammen und irgendwie kaufe ich ihnen ihre Gefühle auch ab, aber trotzdem war mir der Switch zwischen Freundschaft und romantische Gefühle zu schnell und ich hab es nicht wirklich kommen sehen.

Alles in allem trotzdem ein wunderschönes 5-Sterne-Buch für mich. Die Sprache bzw. einige der genutzen Begriffe werden hier ja stark kritisiert, mich selber hat es nur einmal gestört (als "Spast" als Beleidigung genutze wurde). Der Rest ist mir nicht negativ aufgefallen. Ich denke hier kommt es darauf an, wie empfindlich man selber ist, und ob man das Ganze als "realistische Jugendsprache" abstempeln kann/will (in meinen Augen ist sie das).
Profile Image for Mina.
54 reviews3 followers
February 27, 2020
Das Cover konnte mich auf jeden Fall überzeugen. Ich habe eine kleine Schwäche für Galaxy-Elemente und der Sternenhimmel als Hintergrund des Buches hat genau meine Schwachstelle getroffen. Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere das Buch wegen des Covers in die Hand nehmen wird, aber leider konnte mich der Inhalt, wie ihr schon in dem Titel des Beitrags lesen konntet, nicht überzeugen.

An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst mal gewöhnen. Die Autorin hat zwar keinen wirklich außergewöhnlichen Schreibstil, aber irgendwie konnte er mich nicht wirklich an die Geschichte fesseln. Es kam mir nur so dahin erzählt vor. Aus diesem Grund fiel es mir schwer mit dem Buch warm zu werden.

Handlungsmäßig ist nichts passiert, was mich begeistert hat. Helena überredet ihren Freund Ole mit ihr im Wohnort ihres Halbbruders Lukas zu zelten und lernt dort dann auch Lukas‘ Freunde kennen. Sie verbringt Zeit mit ihnen und verheimlicht ihrem Freund Ole Einiges. Da kann ich seine Reaktion sehr gut nachvollziehen. Die Geschichte plätschert nur vor sich hin und man hat so gar keine Ahnung wohin dieses Buch führen will.

Leider konnte ich mich mit keinen der auftauchenden Charaktere anfreunden oder geschweige denn eine Bindung aufbauen. Die Protagonistin fand ich total anstrengend, weil sie einfach nicht ihren Mund aufgekriegt hat, um ihre Meinung zu sagen bzw. endlich die Meinung zu sagen und dies lag nicht mal daran, dass sie schüchtern ist. Ich kann verstehen, dass sie sich darüber Gedanken macht, ob sie nicht den Moment verpasst hat, ihren Freunden oder ihrem Freund von ihrem Halbbruder zu erzählen, aber allgemein hat man als Leser überhaupt nicht verstanden, was sie eigentlich will. So erging es auch ihrem Freund Ole, der mir teilweise echt leid getan hat. Er wollte doch nur eine schöne Zeit mit ihr verbringen, aber das klappt nicht, wenn man Missverständnisse nicht aus dem Weg räumt und dies geschieht ja auch nur durch richtige Kommunikation, stimmt‘s? Helena hatte auch sehr abwertend gegenüber anderen Personen gedacht, was sie nicht besonders sympathisch gemacht hat. Die Freunde ihres Bruders waren mir ebenfalls nicht sympathisch, zumal die einen sehr fragwürdigen Humor hatten und Spaß daran hatten privates Grundstück zu betreten und Privateigentum zu stehlen???

Was mir persönlich nicht gefallen hat ist der Umgang der Jugendlichen. Es kamen zum Beispiel einige abwertende Sätze vor und die Sprache kann man nicht wirklich „Jugendsprache“ nennen, und die ganze Zeit mit krassen Beleidigungen um sich werfen. Ich bin auch noch jugendlich, aber wenn man ständig nur „Fick dich“ liest, ist man langsam auch genervt davon. Ich persönlich wäre dann irgendwann auch beleidigt. Den Humor fand ich ebenfalls fragwürdig. Es wurden nämlich unter anderem Witze, die mit Stalin und Hitler zu tun hatten, gerissen und ich empfand diese als nicht amüsant, obwohl es anscheinend witzig sein sollte? Naja, meinen Humor hat es damit nicht getroffen.

Ich habe das Buch sehr oft zur Seite gelegt, um ihm später nochmals eine Chance zu geben, weil ich der Meinung war, ich würde das Buch einfach nur im falschen Moment lesen, jedoch hat sich nichts geändert, als ich des wieder in die Hand genommen habe. Ich habe mir so viel von dieser Geschichte erhofft, aber am Ende wurde ich leider nur enttäuscht. Weder die Handlung an sich noch die Charaktere haben es mir angetan, was ich so so schade fand. Ich habe mich regelrecht nur noch durch das ganze Buch gequält und war so froh es endlich beendet zu haben.. nach einem gefühlten Jahrhundert.

Fazit:

Ich habe einen emotionalen Roman mit viel Tiefe erhofft, aber da habe ich wohl zum falschen Buch gegriffen. Ich wollte das Buch noch eine Chance geben, aber es wurde einfach nicht besser. Dieses Buch ist für mich leider ein Fehlgriff und ein Flop meines Lesejahres 2019. Von mir gibt es 1 von 5 Cupcakes.
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232 reviews
August 13, 2019
Auf "Nachtschwärmer" bin ich durch das wunderschöne Cover mit dem Sternenhimmel aufmerksam geworden und auch der Klappentext ließ ein Jugendbuch nach meinem Geschmack vermuten. Und ich lag richtig, denn mich konnte der Roman begeistern!

Direkt zu Beginn erfährt der Leser, dass Helena für wenige Wochen ihren Halbbruder Lukas über Facebook kannte, bevor er bei einem Unfall starb. Die gemeinsame Mutter der beiden ließ Helena nach ihrer Geburt bei ihrem Vater zurück - seitdem hatte Helena nie Kontakt zu dem Familienzweig und wusste entsprechend nicht, dass sie einen Halbbruder hat. Doch die beiden verstanden sich auf Anhieb perfekt und planten ein Treffen in den Ferien. Und so reist Helena auf der Suche nach Antworten dennoch in die Uckermark, zu dem Zeltplatz im Ort, wo ihr Halbbruder gelebt hat. Und ihren Freund nimmt sie mit, ohne ihm je von Lukas erzählt zu haben oder warum sie wirklich mitten ins Nirgendwo möchte... Konflikte sind vorprogrammiert!

Moira Frank fängt die Stimmung in der Uckermark ganz wunderbar ein. Der Sommer am See, mit den trockenen Getreide- und Maisfeldern, das ruhige, fast schon gemütliche Landleben, die Einsamkeit mitten in Deutschland, abseits von großen Städten. Ich wurde von der sommerlichen Ferienstimmung sofort eingesogen, die einen besonderen Reiz des Romans ausmachte. Helenas Zeit auf dem Campingplatz und in der Umgebung, mit den Personen, die sie dort kennenlernt, wirkten lebendig und authentisch.

Auch die Charaktere empfand ich alle als individuell und authentisch ausgearbeitet. Helena ist ein eher naives Großstadtmädchen, das nach dem Tod ihres Halbbruders verwirrt ist, auf der Suche nach einem Sinn. Sie musste in der Vergangenheit viele Hänselein über sich ergehen lassen, was sie zu einem eher unsicheren Menschen gemacht hat. Sie kann mit Konflikten nicht gut umgehen, was sich in der Beziehung zu ihrem Freund auch bemerkbar macht. Sie redet über Lukas einfach mal überhaupt nicht mit ihrem Freund und auch nicht über ihre Gefühle. Widerspricht nicht, wenn alle denken, sie sei nur so bedrückt, weil sie durchs Abi fallen wird. Sie will alles mit sich selbst ausmachen, verdrängt, ob sie anderen damit vielleicht vor den Kopf stößt. Sie lernt im Laufe der Handlung, zu ihren Gefühlen zu stehen und mutiger zu sein.
Weitere wichtige Personen sind die beiden Kumpel von Lukas, auf die Helena zufällig trifft. Die beiden sind sehr verschieden, halten aber zusammen wie Pech und Schwefel und haben beide ihre Päckchen zu tragen. Sie freunden sich sofort mit Helena an und zeigen ihr, dass das Landleben nicht so langweilig ist, wie man als Großstadtmädchen erwarten würde. Denn die zwei haben echt eine Menge Mist im Kopf, der nicht immer ganz legal ist - Helena aber zeigt, was es heißt, lebendig zu sein, Spaß zu haben, nicht alles so ernst zu nehmen. Ich mochte die Dynamik zwischen den dreien sehr gerne! Hinzu kommt Lukas' "Ex-Freundin", die eigentlich nie seine richtige Freundin war, sondern nur von Lukas vor den ganzen Idioten aus der Schulklasse beschützt wurde. Denn auch dieses Mädchen hat kein leichtes Leben... und zwischen ihr und Helena ergibt sich eine ganz besondere Freundschaft...

Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass nicht allen die Sprache im Buch gefallen hat. Es fallen öfter Schimpfworte, auch in normaler wörtlicher Rede als Ansprache. Außerdem fallen auch Worte wie Nazi oder Hitler, denn es spielt nun mal auf dem Land in Brandenburg. Ich habe eine Weile in Mecklenburg-Vorpommern gelebt und dort ähnliches erlebt, daher empfand ich die Sprache im Buch als authentisch - auch wenn das vielleicht nicht jedem gefällt. Für mich rundete es die Atmosphäre aber perfekt ab.

Insgesamt hat mir "Nachtschwärmer" richtig gut gefallen. Es ist ein ruhiges Buch über ein junges Mädchen, das nach einem plötzlichen Verlust nicht weiß, wohin mit sich. Themen wie Freundschaft, Liebe, Familie, Beziehung, aber auch Mobbing werden auf eine sehr angenehme, authentische Art in die Handlung verwoben und haben mir ein wirklich schönes Leseerlebnis beschert, das auch ein paar unerwartete Wendungen bereit hielt.
Profile Image for jess.manora.
270 reviews641 followers
November 1, 2019
Worum geht es?

Drei Wochen nachdem Helena erfährt, dass sie einen Bruder hat, stirbt dieser durch einen tragischen Unfall. Vollkommen alleine mit ihrer, da sie niemanden von ihrem Bruder erzählt, verfällt sie in eine Tiefe. Bis sie sich dazu entscheidet in den Sommerferien mit ihrem Freund, Ole, den Ort zu besuchen an dem ihr Bruder aufwuchs und nun ruht unter den Vorwand einen Camping Ausflug zu machen. Denn selbst ihr Freund weiß nichts von ihrem Bruder.


Dort trifft sie durch Zufall die Freunde ihres verstorbenen Bruders, erfährt mehr über sie, über die Person die ihr Bruder einst war. Plötzlich ist sie nicht mehr ganz so alleine mit ihrem Kummer, doch wie soll sie ihrem Freund von diesen Menschen, die so ganz anders sind erzählen? Von ihrem Bruder den sie nie persönlich kennenlernen durfte?

Meine Meinung:

Ganz vorne ran stellen möchte ich den Schreibstil der Autorin, denn dieser ist wirklich stark Gewöhnungsbedürftig. Da das Buch zum größten Teil in Berlin und im Osten Deutschlands spielt, wird die entsprechende Umgangssprache genutzt. Auch kraft ausdrücke sind häufiger vertreten. Doch um ehrlich zu sein das hat mich nicht abgeschreckt, es hat zwar etwas gebraucht bis ich mich daran gewöhnt habe und na gut gemocht habe ich es auch nicht sonderlich, aber ich konnte es lesen ohne mich groß zu ärgern. Das liegt vermutlich auch daran, dass viele Menschen in meinem Alter vor allem noch in meiner Schulzeit, eine ähnliche Ausdrucksweise haben/ hatten.

Was mich eher gestört hat war unter anderem die Protagonistin und die gesamte Story an sich. Denn Helena war zu mindestens zu beginn der Geschichte ziemlich oberflächlich. Als sie in die Uckermark reist, trifft sie zufällig auf die Freunde ihres verstorbenen Bruders und verurteilt sie gleich als Nazi, weil einer von ihnen Springerstiefel trug und sich eine Glatze rasiert hatte. Etwa 3-4 Seiten lang bezeichnete sie ihn (zwar nur in Gedanken) immer wieder als Nazi, bis sie realisierte wer diese Menschen waren. Das machte sie leider schnell unsympathisch für mich. Auch die anderen Charaktere konnten mich nicht so ganz von sich überzeugen, was aber auch an der Handlung liegen könnte.

Die Handlung war für mich sehr Flach, es gab keine Höhen, keine Tiefen, keine wirklichen Wendungen. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Geschichte keinen roten Faden hatte. Es waren eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die aber im großen und ganzen keine richtige Story ergaben. Später lernt Helena, Clara kennen die in der Ferienanlage putzt und sie kommen sich näher nachdem diese sich von ihrem Freund trennte. Das kam tatsächlich unerwartet, denn ich hätte nicht gedacht, dass das hier eine lgbtq Story werden würde. Zwar habe ich noch nicht viel von dieser Genre gelesen, aber ich denke ich kann trotzdem guten Gewissens sagen, dass die Handlung total langweilig war. Da ich das Buch im Buddyread gelesen habe, war es zwar irgendwie erträglich einen Abschnitt nachdem anderen zu lesen, aber ich muss auch wirklich zugeben. Das ich immer super ungern zu dem Buch gegriffen habe, da mich die Geschichte einfach nicht gefesselt hatte.

Das Buch endet auch mit einem offenen Ende was noch unbefriedigender für mich war.

Leider muss ich auch sagen, dass ich aus diesem Buch nichts mitnehmen konnte. Normalerweise hat ja jedes Buch eine gewisse Message, die sogenannte Moral der Geschichte. Doch hier konnte ich sie leider wirklich nicht finden. Mal hatte ich das Gefühl, dass es vielleicht darum ging jeden Menschen zu akzeptieren so wie er nun mal ist, ob Lesbisch, Schwul oder Assi. Aber auch diese Themen haben einfach nie eine richtige Rolle gespielt. Sie schienen meiner Meinung nach nicht Kern des Buches zu sein.

Fazit

Leider war dieses Buch für mich ein totaler Flopp. Die Geschichte war nicht gut, die Charaktere nicht überzeugend und es gab keinen wirklichen Kern der Geschichte. Ich bin wirklich ziemlich enttäuscht, da ich von dem Buch einiges erwartet habe. Der Klappentext klang für mich so unfassbar interessant und das Cover ist auch Bildhübsch, aber der Inhalt wurde dem äußeren nicht ansatzweise gerecht.



Profile Image for Selina.
102 reviews4 followers
December 16, 2019
Als ich zum ersten Mal von diesem Buch erfahren habe, war ich unglaublich gespannt und hatte zugegebener Maßen recht hohe Erwartungen. Wie könnte ich das auch nicht? Ein deutscher LGBT-Roman von einer Own-Voice-Autorin? Davon gibt es leider viel zu wenig und dennoch sammelte dieses Buch nicht unbedingt Pluspunkte bei mir.

Zur Zeit ließt diesen Roman in der Blogger-Community ja so gefühlt jeder und während ich diesem Buch eine Chance gab, habe ich auch schon die ein oder andere Meinung aufgeschnappt und dabei festgestellt: die einen lieben dieses Buch innig, andere können absolut nichts damit anfangen und haben es teilweise nicht einmal zu Ende gelesen. Ich selbst bin zwiegespalten.

Zum einen handelt es sich bei diesem Roman um eine bewegende Geschichte, die zwar nicht ganz so emotional ausgefallen ist wie erwartet, aber dennoch eine tolle sommerliche Atmosphäre und eine einzigartige Freundschaft zwischen den 4 Hauptcharakteren beschreibt. Vor allem Protagonistin Helena war mir wirklich sympatisch und ich habe ihre Geschichte um Trauer, Liebe, Freundschaft und Neuanfänge gerne verfolgt.

Dieses Buch hatte demnach wirklich Potenzial ein 4-5 Sterne Buch für mich zu werden, wäre da nicht eine kleine Sache, die mir das Buch fast völlig versaute, so dass ich stellenweise selbst überlegte es abzubrechen: die Sprache. Und ich meine damit nicht Moira Franks Schreibstil, denn an dem hab ich im allgemeinen eigentlich nichts auszusetzen. Nein, ich meine die absolut niveaulose und unangebrachte Ausdrucksweise der Charaktere.

Das ganze Buch hindurch werden durchgehend problematische und auf Stereotypen aufbauende Aussagen getroffen, die meiner Meinung nach wirklich keinen Platz in dieser Geschichte haben. Mir ist bewusst, dass Jugendliche sich vielleicht nicht immer ganz politisch korrekt ausdrücken, aber das hatte mit Jugendsprache wirklich nichts mehr zu tun.

Mit Ausdrücken wie "F*tze", "Schl*mpe" oder "Sp*ast" wird um sich geworfen als gäbe es kein Morgen mehr. Als Helena zum ersten Mal auf die beiden Freunde ihres verstorbenen Bruders trifft unterteilt sie sie in "Nazi" und "Nicht-Nazi" und generell spielt dieses Buch sehr in das Klischee des Rechtsradikalismus in Ostdeutschland.
Dazu wurde unter anderem auf diese Weise beigetragen: "Wir sind in Brandenburg Baby. Egal, ob dein Hund oder dein Pferd braun ist, du nennst ihn besser wie den guten alten Führer. Und wenn du ein richtiger deutsche[r] Vorzeigebürger bist, dann bringst du ihm den Hitlergruß bei." (Seite 92).

Aber auch weniger hervorstechende Aussagen, die teilweise nur in Nebensätzen getroffen werden, fielen mir negativ auf. So beschrieb Helena zum Beispiel eine Kette, die sie ihrem Freund geschenkt hatte als "nicht assig, aber auch nicht schwul" (Seite 33). Später dann, traf sie noch diese Aussage: "Isi meinte immer, sie wäre gern bi, weil sie dann Frauen daten und eine Pause von Männern machen könnte." (Seite 313). Solche Beschreibungen scheinen auf den ersten Blick vielleicht nicht sonderlich drastisch, jedoch haben sie meiner Meinung nach, vor allem in einem Jugendbuch, nichts verloren, da sie durchaus einen Einfluss auf ihre doch recht jungen Leser haben können.

Generell wusste ich nicht wirklich was ich mit dieser Ansammlung an rassistischen, homophoben und schlichtweg diskriminierenden Aussagen anfangen sollte. Waren sie als eine Art Stilmittel gedacht? Wenn dem so wäre, dann muss ich sagen wurde dies leider so gar nicht gut umgesetzt, denn ihre Funktion ist mir bis jetzt noch schleierhaft.

Sollte das Ganze vielleicht witzig sein? Nach der Reaktion der Charaktere nach zu urteilen könnte man das vermuten, aber mir verging das Lachen. Denn einige der Kommentare in diesem Buch empfand ich nicht nur als verletzend, sondern ich fühlte mich dadurch stellenweise auch einfach nur unwohl.

Für mich ist leider absolut unverständlich wie dieses Buch so veröffentlicht werden konnte. Man mag vielleicht behaupten, dass ich hier überreagiere, aber mal ganz ehrlich, einem Jugendlichen, der vielleicht noch selbst mit seiner Identität zu kämpfen hat wünscht man dieses Buch doch wirklich nicht.
Profile Image for Sonja Lovinbooks.
412 reviews23 followers
August 10, 2019
Auf dieses Buch war ich mehr als gespannt. Zum einen fand ich das Cover wunderschön, aber vorallem hat mir der Klappentext unglaublich gut gefallen und ich habe große Gefühle und poetische Texte erwartet.

Leider wurde ich dann aber eher enttäuscht. Das liegt zum einen daran, dass mir Helena eigentlich die ganze Zeit über fremd war. Ich habe ihre Emotionen nicht spüren können und sie hat mich einfach nicht berührt. Zum anderen fand ich die Story irgendwie nicht ganz so überzeugend, wie ich es erwartet hatte. Ich hatte mir irgendwie viel mehr davon versprochen, aber ich fand, dass sogar die erste Hälfte recht langweilig war.

Was mir dann aber wirklich die Freude am Lesen genommen hat, war die Sprache in dem Buch. Natürlich ist mir bewusst, dass Jugendliche anders sprechen und ihre Worte auch nicht so gemeint sind, wie gesagt. Aber es ist als Erwachsene einfach unglaublich anstrengend, ständig “Spast”, “Spacko” oder sonstige Beleidigungen zu lesen. Man kann es halt auch übertreiben und ich fand, dass es hier absolut der Fall war. Es hat mich richtig genervt und teilweise aggressiv gemacht. Es gab auch tatsächlich einige Aussagen, die mit Sicherheit lustig gemeint waren, aber leider so gar nicht meinen Humor getroffen hat. So wurde die Aussage getätigt, dass im Osten nunmal jedes braune Tier nach dem “Führer” benannt sein muss. Ja, ja. Bestimmt lustig gemeint, aber für meinen Geschmack leider unter der Gürtellinie.

Nun ja, alles in allem hat mir Nachtschwärmer leider nicht wirklich gefallen. Zum Ende hin wurde es dann ganz nett, aber das war es auch schon.

Ich hatte mir so viel von Nachtschwärmer erhofft. Anscheinend zuviel. Die Sprache und der Humor haben mir nicht gefallen und haben mir somit die Lesefreude genommen.

2 von 5 Punkten
Profile Image for J. Walther.
Author 34 books10 followers
August 2, 2019
Die Story klingt vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen, wirkt aber sehr stimmig, nachvollziehbar und ziemlich realistisch umbesetzt. Die Figuren wirken sehr lebensecht, auch die Jugendsprache ist sehr gut, und soweit möglich realistisch. Auch spricht jede Figur auf ihre eigene Weise, was wirklich gut gemacht ist.
Schön sind die Naturbeschreibungen, z.B. des Sees, das wirkt alles sehr stimmig und ohne Plattitüden. Nur die Botanik ist ein bisschen durcheinandergeraten – Raps und Mohn blühen zusammen, aber weder ist zu dieser Zeit der Mais mannshoch noch das Korn reif, aber gut, das nur am Rande, kam nur immer wieder.
Unschön war beim Lesen des eBooks, dass ich dachte, da kommt noch viel – 360 Seiten wurden angezeigt – und dann war bei 300 Schluss. Der Rest war 60 (!) Seiten Anhang = Buchwerbung. Das hat mir das Ende etwas verdorben, da es so plötzlich kam. Schade. Und gern hätte hier auch noch ein klein wenig mehr über die jungerwachte Liebe kommen können – da ist Schluss, bevor es richtig losgegangen ist.
Aber insgesamt ein wirklich schönes Buch, das ich sehr gern gelesen habe. Genau richtig, um es im Sommer zu lesen.
Profile Image for Leokadia.
10 reviews
August 8, 2019
Ich habe mich, so wie andere Rezensent*innen hier so riesig auf das Buch gefreut. Über junge Liebe zweier Mädchen zu lesen, zu wissen, dass es solche Stimmen nun gibt, die wir als junge lesbische Frauen/queere Jugendliche wahrnehmen können, uns in ihnen sehen, nicht in die Falle internalisierter x-Phobien zu fallen... Das erfüllt mich mit so viel Freude und Hoffnung. Gerade weil mein eigener Weg kein einfacher war.

Aber die Sprache des Buches hat mit enttäuscht, verletzt, verärgert. Von "Nazi" als Ästhetik-Beschreibung, über sexistische Kommentare und unreflektiertes Verhalten, homophobe Kommentare über eine Protagonistin ohne Aussicht auf Besserung, Verhöhnung erschöpfter Mutter bis zu behindertenfeindlichen Sprüchen - ich konnte kaum zwei Seiten lesen, ohne eine Stelle anzutreffen, die ich für a) unsensibel sowohl wie b) unnötig gehalten habe.

2/5 Sternen, da die Idee des Buches tatsächlich eine war, die ich entfalten sehen wollte. Nur nicht so.
Profile Image for Ro Prufrock.
73 reviews15 followers
July 30, 2019
während mir "sturmflimmern" zwar von stil & atmosphäre unglaublich gefiel, wohingegen mich die story eher kalt ließ, stimmte hier für mich alles. stimmung, schreibstil, handlung, dieses buch hätte ich meinem jüngeren selbst gewünscht.

ausführliche rezension folgt auf meinem ~ offiziellen account ~ wenn ich ein paar ausstehende rezis nachgeholt habe, jetzt müsste ich ja zeit haben ....
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