Sing um dein Leben! Für Vicki scheint ein Traum wahrgeworden zu Sie hat es bei der neuen Castingshow in die letzte Runde auf einer abgelegenen Südsee-Insel geschafft und hat nun die Chance auf 2 Millionen Euro und einen Plattenvertrag. Aber der Wettbewerb ist nicht nur hart, sondern tödlich. Vickis Mitbewohnerin Carolin wird am Strand gefunden - erschlagen. Wer ist zu so einer Tat fähig? War es einer der Kandidaten, die Carolin in den Fights aus dem Wettbewerb gedrängt hat? Die Anspannung wird zu einem wahren Nervenkrieg, denn der Mörder muss noch auf der Insel sein … Dieser Jugendthriller vereint die Settings von DSDS und Spiegel-Bestsellerautor Arno Strobel bietet eine Mischung aus hintergründigem Nervenkitzel und spannendem Detektivspiel, das die Gegensätze zwischen paradiesischem Schein und der mörderischen Natur des Menschen offenbart.
Ich habe mich eigentlich sehr auf das Buch gefreut, da ich es thematisch sehr interessant fand, obwohl ich inzwischen selbst keine Castingshows mehr gucke.
Leider konnte ich dem Buch nicht allzu abgewinnen. Das Spannungslevel war selbst für einen Jugendthriller sehr niedrig und eigentlich war alles bereits durch den Klappentext bekannt. Das Castingshows nach dem Plan der Sender ablaufen sollte inzwischen jedem bekannt sein, aber die Darstellung hier war mir etwas zu extrem und überzogen. Die Reaktionen der Jury haben für mich keinen Sinn gemacht.
Vielleicht war es auch die Intention des Autors durch eine solche extreme Darstellung den Leser aufzurütteln und gewisse Dinge vor Augen zu führen. Es kann sein, dass dies bei Jugendlichen noch funktioniert, aber für mich war es leider nichts.
Der Schreibstil war gewohnt angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn es hier eher Jugendsprache ist. Vielleicht hätte man dem Buch ein paar mehr Seiten geben müssen, um mehr Tiefe und Spannung aufzubauen.
Ich glaube das Buch ist eines von Strobels unbekannteren aber auch schwächeren Werken. Das mag zum Einen natürlich an der Zielgruppe liegen. Man merkt sehr deutlich, dass es für ein viel jüngeres Publikum geschrieben wurde. Die Story ist sehr einfach gestrickt und ebenso schnell erzählt. Die Charaktere sind nicht besonders vielseitig, eher im Gegenteil, wir haben hier doch viele Klischees, die bedient werden. Na wie es eben bei DSDS u.ä. Castingshows halt auch der Fall ist. Trotzdem fand ich es die ganze Zeit unterhaltsam und wollte wissen wie es weitergeht. Empfehlen würde ich es aber nicht den eingefleischten Thriller-oder Arno Strobelfans, sondern all jenen die sich das erste Mal an das Genre und den Autor heran wagen 🤓
Obwohl ich sämtliche Bücher von Arno Strobel besitze, ist "Schlusstakt" leider erst das erste Buch, das ich auch tatsächlich lese. Aufgrund der tollen Kurzbeschreibung waren meine Erwartungen an das Buch entsprechend hoch und ich bin froh, dass ich hierbei nicht enttäuscht wurde - ganz im Gegenteil, denn ich wurde an vielen Stellen überrascht und konnte das Buch nur selten aus den Händen legen.
Arno Strobel hat bei diesem Jugendthriller eine eher einfache, jedoch sehr angenehme Sprache verwendet, die mir durchaus gefallen hat und dafür gesorgt hat, dass das Buch viel zu schnell ausgelesen wurde. Die Dialoge konnten mich überzeugen, die Figuren selbst wurden sehr gut ausgearbeitet und auch die Insel, auf der die Geschichte spielt, wird ausreichend beschrieben, sodass ich mir vieles bildlich vorstellen konnte.
Obwohl man bereits durch gewisse Castingformate einen guten Einblick in das Leben der dort teilnehmenden Kandidaten enthält, bleibt vor dem Fernseher dennoch immer ein bitter Nachgeschmack, denn man fragt sich, wie viel dabei erfunden ist und was alles der Wahrheit entspricht. Arno Strobel hat hier mit "Schlusstakt" eine Situation geschaffen, die durchaus realistisch ist und die heutige Fernsehlandschaft perfekt hineinpasst. Die Knebelverträge, die vielen Regeln und die Tatsache, dass Talent allein nicht ausreicht, wird ebenso realistisch dargestellt, wie auch die Figuren und ihre jeweiligen Erlebnisse.
Ich muss zwar gestehen, dass ich am Anfang mit Vicky nicht ganz warm wurde, da sie mir sehr naiv erschien, allerdings besserte sich dies im Laufe der Geschichte. Auch ihre Mitbewohnerinnen und gleichzeitig Konkurrentinnen Maike, Ivana und Carolin sind ebenfalls gelungen, genauso wie die Jury, die vom Aufbau her sehr an "Deutschland sucht den Superstar" erinnert: Ein Macho, der immer den Ton angeben möchte, ein Mitläufer, dem es gar nicht mehr um die Sendung an sich geht, eine gute Seele, die für die Kandidaten einsteht und ein weiterer Juror/Jurorin, der/die nicht das ist, was er/sie zu sein scheint.
Der Fall rund um Carolin wird spannend und schonungslos erzählt und ich habe mich tatsächlich dabei ertappt, wie ich eine Gänsehaut bekam. Interessant ist auch, wie jeder mit dem Fall umgeht. Während die Kandidaten eher allesamt geknickt wirken und einige mit der Show sogar pausieren wollen, scheint es der Jury und der Produktion lediglich um gute Quoten zu gehen, sodass die Show ohne große Diskussionen weitergeführt werden muss.
Die Auflösung des Falls hat mich zum Teil überraschen können, vor allem, da ich selbst lange Zeit jemand anderes in Verdacht hatte. Es ist von daher besonders schön, dass hierbei am Schluss sämtliche Fragen beantwortet wurden. Der Sieger der Show war dagegen fast schon zu erahnen, da es zu den typischen "Hier, ich hab Schicksal und bin ein Opfer"-Casting Stars gepasst hat. Dennoch: Sehr gut gemacht!
Das Cover ist wunderschön und stimmig. Die Insel und das Meer werden gut dargestellt, sodass ich mir einiges direkt bildlich vorstellen konnte. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich dazu animiert, das Buch direkt zu lesen.
Insgesamt konnte mich Arno Strobels "Schlusstakt" mit interessanten Figuren, einer schonungslosen Sicht auf die heutigen Castingshows, sowie spannenden Ereignissen begeistern, sodass ich sicherlich noch weitere Bücher von ihm lesen werde. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.
Vickys Traum Sängerin zu werden ist plötzlich zum Greifen nah. Sie hat es in der neuen Castingshow in die dritte Runde geschafft. Gemeinsam mit 49 anderen Kandidatin darf sie auf eine abgelegene Südsee-Insel fliegen und kommt somit der Gewinnsumme von einer Millionen Euro und einem Plattenvertrag einen Schritt näher. Aber der Wettbewerb entpuppt sich nicht nur als harter Kampf, sondern auch als tödlich, denn Vickys Mitbewohnerin Carolin wird tot am Strand gefunden - erschlagen. Wer könnte das junge Mädchen getötet haben? Und wieso? War es etwa einer der Kandidaten? Oder jemand von der Produktionsfirma? Als die komplette Insel von der Außenwelt abgeschnitten wird überschlagen sich die Ereignisse, denn der Mörder könnte mitten unter ihnen sein.
// Was ich davon halte //
Ich wollte nur mal schnell in die Buchhandlung schauen und ein bisschen stöbern und da hat mich dieses Buch angelacht. Schon länger ist es auf meiner Wunschliste, weil ich den Titel und das Cover einfach toll fand. Der Klappentext hat mir dann endgültig Lust auf mehr gemacht und so war klar: dieses Buch muss ich lesen. Als es dann da in der Buchhandlung in meine Hand gewandert ist, habe ich es nicht mehr übers Herz gebracht es zurück zu stellen und so wurde es gekauft. Am selben Abend (also gestern) wollte ich eigentlich nur mal kurz reinlesen und schwups waren 60 Seiten umgeblättert. Da ich abends sowieso nicht mehr lerne habe ich mich in eine gemütlichere Position gebracht und das Buch gelesen. Ganz gelesen.
Schon der Prolog, der nur ganz kurz gehalten ist, hat mir eine Gänsehaut über den Körper gejagt. Ein perfekter Einstieg in dieses Buch und wirklich gut gemacht. Ich bin sofort darauf angesprungen und wollte natürlich wissen, um was es geht und wie es so weit kommen konnte. Nach diesem Einstieg befinden wir uns drei Tage früher und Vicky lässt wie in einem Schnelldurchlauf ihren Werdegang bei Germany's MegaStar durchblicken. Wir erfahren, wie sie zum Vorcasting gekommen ist und wie sie die zweite Runde in München überstanden hat. Dann sind wir mit allen anderen Kandidaten im Flugzeug in Richtung einsame Insel. Schon hier wird deutlich, wie stark die Teilnehmer der Show beeinflusst werden, denn Vicky soll vor der Kamera etwas sagen, das eigentlich gar nicht stimmt. Bereits hier spürt man, dass sie die ersten Zweifel bekommt, ob es das Richtige war. Vor allen Dingen, wenn sie sich an den Knüppelvertrag erinnert, den sie unterzeichnet hat. Ihr Anwalt, den ihr Vater engagiert hat, hatte ihr davon abgeraten zu unterschreiben, doch ihr Traum Sängerin zu werden, stellte sich dem entgegen und so unterzeichnete sie.
Auf der Insel wird dann allen Kandidaten klar, dass es sich hier nicht einfach um eine Castingshow handelt, hier werden harte Prüfungen von ihnen abverlangt, um zu beweisen, dass sie für das Showbiz gemacht sind. Überall auf der ganzen Insel sind Kameras und Mikrofone versteckt. Sie haben kaum Privatsphäre und müssen immer darauf achten sich zu benehmen, denn wer das nicht kann fliegt raus. Die Regeln werden vom obersten Jurymitglied Karsten Dürer erklärt, der mich sofort an Dieter Bohlen erinnert hat (obwohl dieser im Vergleich wirklich noch nett ist, wie sich später herausstellen soll). Sehr schnell wird Vicky, Maike und Carolin klar, dass hier nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht. Kandidaten fliegen raus, die viel besser waren als ihr Gegenüber, unfaire Fights werden durchgeführt und die Prüfungen, die unangekündigt jeden treffen können, sind zum Teil unter der Würde der Teilnehmer. Doch der Traum berühmt zu werden ist allgegenwärtig und so fügen sich die jungen Mädchen in ihr Schicksal. Bis Carolin ermordet am Strand aufgefunden wird und die gesamte Insel von der Außenwelt abgeschottet wird.
Vicky weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Zum ersten Mal, seit sie auf der Insel angekommen ist überlegt sie sich ernsthaft in was für einer Hölle sie gelandet ist. Die Insel ist voller Menschen, die nur auf Geld, Profit und Macht aus sind. Es dreht sich alles um die Quoten, die durch zusammengeschnittene Szenen gehalten werden, die so gar nicht passiert sind. Zum ersten Mal sieht sie was tatsächlich hinter einer Castingshow steckt und ihr wird klar, dass sie sich das alles ganz anders vorgestellt hat. Es werden perverse Spielchen mit den Kandidaten gespielt, die sie sich im Traum nicht hätte vorstellen können und niemanden scheint es zu interessieren wie menschenverachtend das alles ist. Sie möchte nicht so mit sich umgehen lassen. Und gleichzeitig soll die Show einfach weiter gehen? Carolin ist tot und alles nimmt einfach seinen Lauf, als wäre nichts geschehen?
Gerade diese Entwicklung habe ich unfassbar genial gefunden. So ungefähr stelle ich es mir auch bei allen anderen Castingshows vor. Vielleicht ist es in Schlusstakt etwas zugespitzt, doch ich bin sicher, dass auch bei den Castingshows die wir kennen nur diejenigen weiter kommen, die sich gut verkaufen lassen und sich an die Regeln halten. Wer nicht das tut, was die Produktion will, fliegt. Skandale und Zickereien sind fingiert oder zusammengeschnitten und aus allem wird Profit geschlagen, was die Kameras einfangen können. Genau so wird es auch hier dargestellt, nur dass ein Mord halb übergangen wird. Da sie von der Außenwelt abgeschottet wurden versucht die Jury die Show einfach weitergehen zu lassen, teilt munter Songs aus und lässt die Kandidaten Prüfungen durchleiden. Dass es ein Mädchen namens Carolin gab, wird beinahe vergessen. Nur Vicky und Maike möchten nicht aufgeben und glauben nicht, dass einer der Kandidaten zu so etwas fähig sein könnte. Sie machen sich auf die Suche nach der Wahrheit und was sie herausfinden, ist unglaublich.
Die Charaktere sind alle recht blass und außer auf Vicky und eine weitere Person zu der ich nichts sagen kann, werden etwas näher beleuchtet. Wir kennen Vickys Gefühlslage und wissen, was sie denkt, können sie begleiten und mit ihr gemeinsam überlegen was geschehen ist. Viel mehr jedoch bekommen wir nicht mit. Sie ist zwar ein sympathisches Mädchen, aber dennoch naiv genug einen Knüppelharten Vertrag zu unterzeichnen und sich auf eine Insel zu begeben um möglicherweise ein Star zu werden? Ich für meinen Teil kann sagen, dass eine Castingshow nur selten zum Erfolg geführt hat und eine solche, wie in Schlusstakt bereitet dich letztlich auch nicht besser auf das Showbiz vor, wie alle anderen. Trotzdem wurde erschreckend real gezeigt, auf was unsere Gesellschaft aus ist und dass so viele Menschen über Leichen gehen würden, um ihr Ziel zu erreichen. Es ist nicht wichtig wer rechts und links neben einem steht, sondern nur das eigene Wohl wird berücksichtigt. Gleichzeitig wird ohne Reue aus allem Profit geschlagen, was sich verwenden lässt, egal wie die dargestellte Person am Ende dann dasteht. Und genau so ist es. Genau so und nicht anders. Menschen werden beleidigt, schlecht behandelt und verarscht und die ganze Welt lacht darüber, anstatt die Glotze auszuschalten und keiner Castingshow mehr Geld in den Rachen zu stecken.
Das Ende hat meinen ursprünglichen Verdacht teilweise bestätigt und gleichzeitig hielt es doch noch eine Überraschung für mich bereit. Ein gut geschriebenes Buch, das mir allerdings etwas zu viel Castingshow gewesen ist und zu wenig Mord und Thrill. Es hätte etwas spannender sein können, es hätte etwas mehr Nervenkitzel dabei sein können, auch wenn es mich trotzdem gefesselt hat und ich es in einem Rutsch durchgelesen habe.
// Fazit //
Ein gutes Buch, mit sehr realistischer Darstellung unserer heutigen Welt. Skrupellos, nur auf das eigene Wohl aus und Geld- sowie Machtgeil. Nur darauf kommt es an, was in diesem Buch perfekt zur Geltung kommt. Der Mord kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz, auch wenn die Spannung gut aufrecht gehalten wurde. Die Charaktere hätten ruhig etwas besser ausgearbeitet werden können, denn man erfährt nur hier und da ein klein wenig über sie. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht das Buch zu lesen. Daher 3 / 5 Sterne.
Nachdem mir Arno Strobels erster Jugendthriller, der im vergangenem Jahr erschienen ist, so gut gefallen hat, habe ich nicht lange gezögert, und mir Schlusstakt auf meinen Kindle geladen. Wie schon beim letzten Mal hat mir der Schreibstil extrem gut gefallen. Er sticht nicht durch besondere Schachtelsätze, wie das hier gerade der Fall ist, hervor, sondern hat mich eher durch seinen Fluss beeindruckt. Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen weil es gut geschrieben war. Arno Strobel hat einfach ein sehr gutes Timing, was bestimmte Schlüsselmomente und Wendungen angeht. Die haben einfach immer gut gepasst und ich wollte immer sofort wissen, wie es weiter geht. Inhaltlich habe ich jedoch umso mehr zu kritisieren, da mich diverse Situationen im Buch haben aufstutzen lassen. Unlogische Sachen. Bestimmte Beispiele kann ich nicht mehr nennen, weil es oft kleinere, unwichtigere Situationen im Buch betraf. Auch das Konzept der achso harten Castingshow hat mich nicht komplett rumgekriegt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine Show mehr als zehn Millionen Menschen alleine in Deutschland gucken. Diese Zahl ist einfach einen Ticken zu unrealistisch, wenn man bedenkt dass 'DSDS' und 'The Voice' oft nicht einmal auf ein Drittel der oben genannten Zahl kommen. Den Namen der Show finde ich ehrlich gesagt ziemlich bescheuert und unkreativ. In der Show im Buch, Germanys MegaStar, geht es darum, dass die Show härter sein soll als jede andere Castingshow im Deutschen Fernsehen sein soll. Jedoch war sie nicht viel anders, auch wenn im Buch versucht wurde, dass ein bisschen aufzubauschen. Von wegen überall Kameras (Big Brother), gemeine Jury (DSDS, Dieter Bohlen) und geheime Prüfungen (ein bisschen, aber nur ein bisschen wie IBES). Vieles in der Show wirkte unrealistisch, insbesondere die Kommentare von den Jurymitgliedern, dass die Kandidaten "superhart im Nehmen" sein müssen, weil sie ja auf das "superharte Business" vorbereitet werden. Natürlich wird sowas in Castingshows etwas überspitzt dargestellt, trotzdem waren fast alle Kandidaten auch hinter der Kamera der Auffassung, das würde alles so stimmen. Nein, tut es nicht. Das "Musikbusiness" wurde also völlig falsch dargestellt, das hat mich auch sehr geärgert. Ich hatte teilweise auch da Gefühl, dass der Autor sich eher oberflächlich mit dem Thema Castingshow beschäftigt hat, aber ich denke, darüber lässt sich streiten, weil das direkte Element "Castingshow" dann auch wieder nicht so viel mit der Story zu tun hat. Die Charaktere haben mich ebenfalls nur bedingt überzeugt. Dafür waren die meisten einfach zu austauschbar. Die Jury bestand aus dem superbösen Juror, seinen zwei bösen Wachhunden (Mann und Frau, so konnte man sie auseinander halten) und einer lieben, wenn auch merkwürdigen, dicken Frau. Dass die dicke, ältere Frau die nette und verständnisvolle ist, habe ich auch einfach schon zu oft gelesen. Die Mädchen waren blond oder brünett, konnten "super toll" singen und waren schüchtern. Lediglich Ivana, eine Mitbewohnerin der Hauptfigur, besaß etwas Interessantes an sich und hatte auch einen interessanten Hintergrund zu bieten. Unsere Hauptfigur Vicki ist dagegen erst zum Ende hin richtig aufgeblüht. Zu Beginn war sie eben auch nur das sympathische Mädchen mit der guten Stimme. Ernsthaft, fast jedes Mädchen wurde so beschrieben. Am Ende hat mir Vicki gut gefallen, weil sie Mut gezeigt hat und sich als eine der wenigen gegen die Show aufgelehnt hat. Die Jungen waren meist gut aussehend, hatten entweder gute oder schlechte Stimme, und waren entweder nett oder blöd. Dadurch fiel es mir zunehmend wirklich schwer, die Jungs auseinander zu halten, weil zusätzlich fast alle klassische deutsche Namen hatten wie Ben, Oliver, Tobias, Daniel oder Philipp. Die Mädchen hießen Maike, Carolin, Sarah usw. Ich finde es wirklich schade, dass die Charaktere der Figuren nur so bedürftig beschrieben wurden. Bei Jugendthrillern kann man natürlich zu viel an Brutalität erwarten, jedoch fande ich es ganz gut, dass es hier auch wirklich mehrere Tote gab. Für einen Jugendthriller war er auch wirklich spannend und aufregend, aber an keiner Stelle wirklich gruselig oder angsteinflößend. Aber ich glaube, das hängt eher damit zusammen, dass ich vielleicht schon ein, zwei Jahre aus der Zielgruppe raus bin. Letztendlich kann ich sagen, dass das Buch kein schlechtes Buch ist, aber auch lange nicht an Arno Strobels ersten Jugendthriller herankommt. Es ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Die Story ist okay, hat aber auch einige Logiglücken aufzuweisen und kann auch die einigen Rechtschreibfehler (Kindle-Version) nicht wettmachen. Die Charaktere waren die absolute Katastrophe, austauschbar und einfach zu langweilig. Vieles kam mir einfach schon bekannt vor, das Buch hat nichts neues geboten. Das Cover gefällt mir ganz gut, fließt aber leider nicht mit in die Bewertung ein. GAAAAAAAAANZ knappe 3 Sterne. Aber nur weil ich den Autor so mag.
Idee der Geschichte: 3/5 Umsetzung: 2/5 Sprache: 4/5 Charaktere: 1/5 Spannung: 3/5
Einzelheiten kann ich Ihnen nicht nennen, aber ich kann Ihnen eines versprechen: Die nächste Show wird um einiges härter werden, als es diese war. Freuen Sie sich darauf Sie werden hautnah dabei sein.
Meine Meinung: Der Ton macht die Musik. Ist Stimme wirklich alles?
Eine Gesangscastingshow im Fernsehen. Jede Menge junger Talente. Eine Südseeinsel für die dritte Auswahlphase. Die Chance auf eine Million Euro und einen weltweit schon gut vermarkteten Plattenvertrag. Der Traum vieler junger Menschen könnte für einen von ihnen wahr werden, wäre da nicht die knallharte Auswahl der Bewerber und oh, achja, der Mord der geschieht und eine der Kandidatinnen trifft. Und als wäre das nicht genug, stirbt kurz darauf auch ein Jurymitglied. Vollkommen abgeschnitten von der Aussenwelt muss der Mörder einer von den Teilnehmern oder der Crew sein. Unsere Protagonistin Vicky sitzt mit 49 weiteren jungen Erwachsenen und der Crew also erstmal auf der Insel fest und die Show muss weitergehen..
Ich mag Arno Strobel wirklich sehr. Seine anderen Romane, ebenfalls Thriller, habe ich teilweise gelesen und sie gefielen mir. Auch bei einem kurzen Treffen und einer Lesung samt einer Autogrammstunde war er mir einfach nur symphatisch. Doch ich muss sagen, auch wenn mir das Buch insgesamt ganz gut gefallen hat, habe ich noch nie, wirklich nie ein solch unsymphatisches Setting in einem Buch gelesen. Die ganze Situation an sich ist schon absolut unhaltbar, der Knebelvertrag der Castingfirma, die Gemeinheiten der Crew und der Druck unter dem die Kandidaten stehen. Das zusammen ergibt eine Gesamtsituation, die mich wünschen ließ, ich wäre mit einem Serienmörder in einem heruntergekommenen Krankenhaus gefangen. Hätte ich wahrscheinlich netter gefunden. Sicherlich hat es damit zu tun, dass genau das beim Lesen des Buches eintritt was Strobel während einer Lesung über die Musikindustrie und deren Verträge erwähnte und was auch im Buch selbst mehrfach vorkommt: niemand will die Wahrheit über die Glamourwelt des Showbiz wirklich wissen. Obwohl ich fest daran glaube, dass es auch anders sein kann.
Sprachlich ist der Autor ganz angepasst an die jugendliche Zielgruppe: einfache, relativ kurze Sätze, aber nicht komplett unkompliziert oder in einer Jugendsprache verfasst die einfach unpassend wirken würde. Mir gefiel die Sprache sehr gut, besonders weil ich öfters meine Probleme habe mit deutschsprachigen Büchern. Auch die Beschreibungen der Teilnehmer, der Insel oder der Situation fand ich gelungen. Erzählt wird die Geschichte aus Vickys Sicht im Ich-Erzähler. Dadurch erfährt der Leser die meisten Dinge aus erster Hand, aber weiß eben auch nicht mehr als Vicky weiß. Leider bleibt Vicky als Charakter ziemlich blass. Sie könnte noch etwas mehr Tiefe vertragen. Das ist auch an der Handlung ersichtlich. Vicky macht zwar bei der Show mit, aber mehr durch einen Zufall. Und so richtig Mühe gibt sie sich während der paar Tage auf der Insel nicht und lässt es auch an Elan für den Wunsch nach dem Sieg vermissen. Was ich seltsam finde, wenn man dafür erst einen solch einschränkenden Vertrag unterschreiben muss wie die Teilnehmer bei “Germanys Mega Star”. Der Schwerpunkt der Story selbst wurde deutlich stärker auf die Handlung zwischen den Gesangswettbewerben gelegt.
Die Geschichte ist insgesam gesehen logisch aufgebaut. Sowohl der Weg zum Mord, als auch die Auflösung ist letztlich logisch. Leider gibt es auch ein paar Teile des Buches, die ich nicht so gut finde. Zum Anfang gibt es da einige Handlungen und Entscheidungen der Jury die ich teilweise gar nicht nachvollziehbar oder auch nur menschlich finde. Die Besetzung der Jury könnte entweder als Hommage an die derzeitigen Castingshows oder als Abklatsch gesehen werden. Ich bin mir da nicht sicher was ich bevorzuge. Mit den kursiv geschriebenen Passagen im Buch konnte ich auf jeden Fall gar nichts anfangen. Die hätte es meiner Meinung nach auch nicht in diesem Umfang gebraucht um das Mordgeschehen letztlich zu erklären. Auch nicht um die Story zu hinterlegen oder ihr Tiefe zu verleihen. Apropos Umfang, 224 Seiten finde ich für einen Thriller schon recht dünn. Die Geschichte baut sich zwar auf, aber so wirklich spannend wurde es meiner Ansicht nach zumindest nicht. Vielleicht sehen das Leser ab 14 aber auch anders. Das Cover ist dagegen wieder toll. Es ist matt und griffig, die Schrift nach aussen gewölbt. Wie nicht anders zu erwarten vom Loewe Verlag.
Fazit: Ein Jugendthriller der zwar sprachlich super ist, von der Story her absolut logisch und auch nachvollziehbar, aber an “Thrillerhaftigkeit” auch für Jugendliche meines Erachtens nach etwas zu wünschen übrig lässt. 3 / 5 Sternen
Review: „Schlusstakt“ by Arno Strobel Genre: Jugendthriller Werbung, gelesen bei Kindle unlimited
Inhalt und Meinung ohne Spoiler
Innerhalb der TV Show „Germany‘s next Megastar“ geht es für die besten Teilnehmer auf die Malediven. Die Casting Crew benimmt sich merkwürdig und bald wird jemand ermordet…
Habe das Buch spontan bei kindle unlimited gefunden und direkt gelesen. Kann mich hier kurz halten, das Buch hat mir nicht so gut gefallen. Positiv war der Schreibstil, also man hat schon gemerkt, dass man einen „Strobel“ liest. Aber dieses Buch war ganz anders als seine anderen Weorke. Bei Jugendthrillern ist es natürlich nochmal mehr mit Glück verbunden, ob man es mag oder nicht.
Das Setting war ganz nett, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich mit den Protagonisten nicht warm werde und die Handlung war zwar in sich stimming, aber fühlte sich recht oberflächlich an. Es hat eine Auflösung gegeben, aber einiges musste man sich auch selbst noch zusammen reißen. Für Schreibstil, Cover und Setting habe ich noch ein paar Sterne vergeben können. Wer alle Werke von Herrn Strobel lesen möchte, kann dieses hier mitnehmen, wer den Autor noch nicht kennt, sollte lieber zu seinen regulären genialen Werken greifen.
Nach "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" ist dieses Buch ein weiteres Manifest darüber, wie die Sensationsfreude des Publikums die Medien formen. Erschreckend und enthüllend ... aber leider auch recht durchsichtig.
DSDS trifft Big Brother auf den Malediven - 50 Kandidaten werden zur dritten und vorletzten Runde der neuen Sensationscastingshow eine Woche auf den Malediven verbringen, wo sie abgeschnitten von der Außenwelt auf die unbarmherzige Welt der Medien vorbereitet werden. Doch sobald dir Kandidaten das Speedboot verlassen, scheinen die Juroren und Produzenten eine Wandlung durchgangen zu haben: Keine aufmunternden Worte mehr, keine Hilfestellung ... und bald wird eine Leiche gefunden.
Die Handlung folgt Vicky und ihren Freunden und wird ab und zu von Flashbacks durchzogen. Nachdem man ein Gefühl für die Handlung und Personen bekommen hat ist es nicht sonderlich schwer, sich die Fäden selbst zu ziehen und einen großen Teil der Handlung zu durchschauen.
Ohne das Setting und das Thema des Buches wären es nur drei Sterne geworden.
Castingshows sind vor allem bei Jugendlichen immer noch ein großes Thema, denn irgendwie träumt man ja doch davon, entdeckt und ein Star zu werden. Auch wer die Sendungen nicht verfolgt, bekommt doch am Rande immer wieder mit, was dort passiert. Und nicht selten werden die Kandidaten vorgeführt und als Lachnummer missbraucht.
Hier knüpft das Buch an: Zwar können die Teilnehmer, die mit Vicky in die letzte Runde der Castingshow kommen, alle singen, doch werden sie permanent getestet und gegeneinander aufgehetzt. Schnell wird Vicky klar, dass nur die Show zählt - wie es den Teilnehmern dabei geht, ist egal. Auf diese Weise wird meiner Meinung nach Jugendlichen die nicht so schöne Seite des Ruhms aufgezeigt, ohne den Finger zu heben und sie von oben herab zu belehren.
Das Singen an sich spielt in dem Buch auch eher eine untergeordnete Rolle. Der Aufbau der Show ist sehr an Deutschland sucht den Superstar angelegt, also bekommt man mit, wie sich die Teilnehmer auf ihre Auftritte vorbereiten und anschließend von der Jury bewertet werden. Für mich stand trotzdem das Miteinander, der Umgang untereinander und natürlich die Manipulationen durch die Produzenten der Show im Vordergrund. Das hat mir gut gefallen.
Spannung darf natürlich auch nicht fehlen. Bereits im Prolog werden wir mit einer Leiche konfrontiert, wer es ist, warum und natürlich wer die Person umgebracht hat ist allerdings lange unklar. Hier kann sich der Leser darauf freuen, mitzurätseln und sich selbst eine Meinung zu bilden.
Der Schreibstil ist sehr jugendlich, ohne vor Jugendsprache überzuquellen. Es lässt sich schnell und locker lesen.
Insgesamt finde ich das Buch für die Zielgruppe sehr gelungen, auch wenn es nicht an die Erwachsenen-Thriller von Arno Strobel herankommt. Von mir gibt es 4 Sterne!
Ich fand es nicht besonders gut, soviel schon mal vorweg. Mir fehlte insgesamt die Spannung, wobei ich die Grundidee an sich ganz gut fand. Das Konzept der Castingshow war gut ausgearbeitet, nahm allerdings auch den Großteil der Geschichte ein, was den Thriller Aspekt sehr stark in den Hintergrund rücken ließ. Die Auflösung war für meinen Geschmack zu schnell und irgendwie ohne viel Kreativität, als hätte die Geschichte jetzt schnell enden müssen. Die Charaktere waren mir zu platt gestaltet, dass ich nicht wirkliche Sympathien zu irgendjemandem aufbauen konnte, geschweige denn mit den Figuren mitfühlen. Selten lag ein so kurzes Buch so lange angefangen auf meinem Nachttisch, ohne dass ich die Motivation hatte, es weiter zu lesen, weil mich die Geschichte einfach nicht gepackt hat. Selbst an Stellen, an denen eigentlich Spannung hätte auftauchen sollen, wurde sie durch zu viel Castingshow geschehen wieder zunichte gemacht, auch wenn das natürlich das Showgeschäft widerspiegeln sollte. Alles in allem irgendwie enttäuschend.
Der Anfang war richtig gut, aber in der zweiten Hälfte wurde die Geschichte nur noch schnell fertig erzählt, somit war das Ende sehr unbefriedigend, weil es so plötzlich kam und nicht groß erklärt wurde. Was sollen uns die Einspieler der Kindheitserinnerungen sagen? Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Mord an Caroline und Doris' Suizid? Sehr schade, weil ich Strobels Schreibstil so toll finde, er lässt sich so flüssig lesen, das man normalerweise gut in seinen Geschichten versinkt. Aber das Gehetze in der zweiten Hälfte des Buches konnte auch der Stil für mich nicht ausgleichen.
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Die Charaktere, besonders Tobias, waren ganz sympathisch, die Location und das Setting gefielen mir. Auch mochte ich es, dass man so ein bisschen Behind The Scenes bekam. Die Story war ziemlich basic, aber trotzdem spannend. Es wurde gut geschrieben, ich kam schnell voran. Auf Seite 216 steht statt Also Als, aber so tragisch ist das nicht. (SPOILER) Die Kapitel aus der Kindheit von Doris verwirrten mich anfangs etwas, aber gaben am Ende dann doch noch Sinn. Ihr Suizid berührte mich auch sehr. (SPOILER ENDE) Es war eine gute Lektüre für zwischendurch.
Das Buch ist ein Jugendthriller und entsprechend harmlos ist er auch. Da ich aber nicht der Zielgruppe entspreche, habe ich versucht das Buch aus Sicht meines jüngeren Ichs zu bewerten. Für "ältere" Leser*innen würde ich noch einen Stern abziehen, aber die sind eben auch nicht die Zielgruppe.
Kurz gesagt: Wer ein sehr harmloses Buch von Arno Strobel mit deutlich weniger/kaum Spannung lesen möchte, ist hier richtig.
Massenware für die ganz Anspruchlosen - in kürzester Zeit professionell runtergeschrieben, ohne Tiefe, ohne echte Charaktere (eine Kandidatin, die ihren Platz in der Show durch eine Geste des Mitgefühls aktiv hinwirft, ist dem Autor nicht einmal einen Namen wert), ohne Humor, ohne Seele.
Hmmm, also ich weiß nicht. Die Geschichte hörte sich toll an, allerdings war alles sehr oberflächlich gehalten und die Auflösung war so plump. Aber da es einnJugendthriller ist, bin ich vielleicht nicht die richtige Zielgruppe, daher noch drei Sterne...
Man merkt dem Buch leider an, dass es schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat und das Ende fand ich gar nicht zufriedenstellend, aber das Setting hat mir gut gefallen.
Das Buch: Vicky nimmt an einer der größten Castingshows Deutschlands teil. Und sie kommt tatsächlich in die Phase 3, die letzte Phase vor den großen Liveshows. Und diese letzte Phase hat es in sich: ausgesetzt auf einer Insel vor den Malediven müssen die Teilnehmer sich gegenseitig besingen. Und seltsamer Weise besiegen im Wettsingen die schlechten Sänger die guten Sänger. Und Vicky kommt schnell der Verdacht, dass alles ein abgekartetes Spiel ist…
Das Fazit: Man merkt schnell an welcher TV-Show der Autor dachte, als er dieses Buch schrieb. Wahrscheinlich kam ihm auch die Idee bei einer Folge „Deutschland sucht den Superstar“. Da, wo die Kandidaten im Recall in tropische Regionen reisen. Und so ist hier auch diese fiktive Show aufgebaut. Alle Kandidaten, Jury und Fernsehteam werden auf eine einsame Insel ausgesetzt. Und da fängt der Spaß oder Ärger erst an.
Wenn man jetzt auf einen (Jugend)Thriller hofft, wird hier durchaus enttäuscht sein. Denn wo der Thriller bleibt ist sehr fraglich. Vicky ist mehr die Beobachterin, macht nie etwas Verbotenes. Natürlich ist der Leser mit Vicky auf dieser Insel. Doch als Leser möchte man manchmal schreiend von ihr davonlaufen. Sie ist sehr naiv und gutgläubig. Die Tatsache, dass sie als erstes zur Jury läuft (die sich davor schon sehr auffällig komisch verhielt) und alles brühwarm erzählt als die ersten seltsamen Dinge auf der Insel passieren. Denn man kann sich ja schon denken, dass in der Jury nicht alles super daher läuft.
Aber zurück zu den Charakteren. Vicky macht in all dem Drama keine wirkliche Entwicklung durch. Die Dinge passieren um sie herum. Aber auch die anderen Mitstreiter auf der Insel sind sehr einschichtig und blass. Dabei werden alle typischen Charakterklischees bedient. Und die meisten Kandidaten bekommen auch von all dem Drama gar nichts mit. Kaum zu glauben auf einer kleinen und einsamen Insel ohne Kontakt zur Außenwelt. Auch die Beziehungen zwischen Kandidaten und TV-Crew sind doch eher an den Haaren herbeigezogen.
Die Auflösung des ganzen Dramas ist dann doch recht einfach und nicht überraschend. Wohl auch für die Kandidaten. Denn diese streiten danach schön weiter im TV um den besten Sänger. Ob Vicky dann noch dabei ist, sei hier nicht verraten. Doch als große Heldin geht sie keinesfalls hervor (obwohl sie es sich wohl doch wünschte).
Zusammenfassend bleibt dieses Buch leider nur ein netter Versuch eines Jugendthrillers. Das Setting ist wirklich toll, aber sehr abgekupfert. Herrn Strobel habe ich aber noch nicht abgeschrieben. Ich werde definitiv einen normalen Thriller von ihm lesen. Nur nicht jetzt….
Sing um dein Leben! Für Vicky scheint ein Traum wahr geworden zu sein: Sie hat es bei der neuen Castingshow in die letzte Runde auf einer abgelegenen Südsee-Insel geschafft und hat nun die Chance auf 2 Millionen Euro und einen Plattenvertrag. Aber der Wettbewerb ist nicht nur hart, sondern tödlich. Vickis Mitbewohnerin Carolin wird am Strand gefunden – erschlagen. Wer ist zu so einer Tat fähig? War es einer der Kandidaten, die Carolin in den Fights aus dem Wettbewerb gedrängt hat? Die Anspannung wird zu einem wahren Nervenkrieg, denn der Mörder muss noch auf der Insel sein …
Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich immer wieder in der Hand gehabt aber ich hatte Angst, dass mir es nicht gefallen wird. Seit meinem Geburtstag habe ich endlich einen eReader und ich habe mir dieses Buch aus der Onleihe ausgeliehen. Ich war echt total gespannt und hoffte sehr es wird mit gefallen.
Vicky nimmt an einer Castingshow teil. Sie hat die ersten beiden Runden überstanden und darf jetzt mit anderen Teilnehmern auf eine Insel fliegen. Dort sollen die besten 10 Kandidaten für die finalen Shows gecastet werden. Von Anfang an wurde gesagt, dass die Sache auf der Insel noch richtig schwierig werden wird. Für kleine Sachen werden Kandidaten schon rausgeschmissen. Es entsteht ein großer Konkurrenzkampf und durch falsche Behauptungen gibt es immer wieder Konfrontationen. Vicky merkt schnell, dass hier etwas nicht stimmt und erfährt auch so einige Dinge, worüber sie einfach nur fassungslos ist. Anscheinend kommt es nicht nur auf die Stimme an. Dann wird auf einmal ein totes Mädchen gefunden und alles wird noch viel schlimmer.
Anfangs freut sich Vicky, dass sie es so weit geschafft hat. Als sie auf der Insel ist und von ihr aber auch anderen Sachen verlangt sind, die einfach unmöglich sind, hinterfragt sie schnell diese Show. Sie versucht zwar ihr bestes zu geben aber mit vielen Dingen ist sie einfach nicht einverstanden. Sie ist ein sehr hilfsbereiter Mensch. Sie hilft anderen Kandidaten und ist auch sehr fürsorglich. Als dann jemand getötet wird, ist sie sehr verzweifelt und hat auch Angst. Dann passiere noch einige Dinge und Vicky weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.
Wie oben schon erwähnt, hatte ich Angst, dass es mir nicht gefallen wird. Ich muss sagen der Schreibstil war toll. Ich konnte mich gut in das Buch einfinden. Die Geschichte war von Anfang an spannend. Es war mal sehr interessant wie so eine Show ablaufen könnte. Als es dann um den Mord ging und auch an die Aufklärung war ich dann doch ein wenig enttäuscht. Man hätte aus dem Ganzen einfach viel mehr machen können. Mit dem Ende bin ich zufrieden.
Fazit:
Überraschenderweise hat mir das Buch echt ganz gut gefallen. Die Geschichte war spannend und es war einfach mal was anderes. Meiner Meinung nach hätte man noch mehr um den Mord und den Täter schreiben können. Man hätte da einfach noch mehr rausholen können. Das Ende war dann schön und ich kann damit leben.
Leider bin ich mit der Bewertung nicht ganz sicher für mich ist es so zwischen 3,5 und 4 Engeln. Ich kann mich einfach nicht ganz entscheiden!
Bewertung:
Cover: 5/5 Klappentext: 4/5 Inhalt: 3,5 bis 4/5 Schreibstil: 4/5 Gesamtpaket: 3,5 bis 4/5
Worum gehts? Trotz einiger Warnungen der Eltern, beschließt Vicki an einer Casting Show auf einer schönen Südsee Insel teilzunehmen. Dem Gewinner winken eine Menge Geld und natürlich ein Plattenvertag. Doch als es auf der Insel zum Mord einer Mitstreiterin kommt und dieser nicht der Einzige bleibt, wird alles anders und man versucht herauszufinden, was wirklich hinter dieser Show steckt....
Was halte ich von dem Buch? Da ich von dem Autor bereits einige seiner Psychothriller gelesen hatte und mich das Buchcover seines neuen Jugendbuches "Schlusstakt" so neugierig gemacht hatte, musste ich es einfach lesen. Der Schreibstil war sehr einfach und jugendlich. Es gelang mir also sehr schnell in die Geschichte einzutauchen. Doch leider ging mir alles viel zu schnell, es fehlte mir mehr Vorgeschichte, denn "Holter die Polter" war man schon direkt auf der Insel bei der Casting Show. So wurde keine Spannung aufgebaut. Es fehlte mir etwas, worauf ich mich vorbereiten konnte. Als es dann zum Mord kam wurde es spannend, natürlich wollte man wissen, wer oder was hinter dem Ganzen steckt. Es wurden Ermittlungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt und man konnte mit rätseln. Das gefiel mir dann wieder sehr gut. Es gab keinerlei Indizien dafür, wer die Verbrechen begangen haben könnte. Leider tauchten so auch viele Verwirrungen auf und auch das Ende lies mich nicht ganz zufrieden zurück.
Die Protagonistin gefiel mir ganz gut. Jedoch erfuhr man wirklich zu wenig von ihr. Teilweise wirkte sie in der Geschichte besonders am Anfang etwas naiv. Doch dies änderte sich nach und nach und zum Ende hin stand der Leser vor einem mutigen, tapferen und erwachsen gewordenen Charakter.
Das Cover des Buches gefällt mir richtig gut. Es zeigt die Insel, auf der das Casting statt gefunden hatte. Dazu kommt die tolle Gestaltung des Buchtitels, welcher extra hervorgehoben wurde.
Fazit: Trotz einiger Schwachstellen konnte mich das Buch unterhalten und bekommt daher gute 3 Palmen von mir!
Dieses Buch habe ich gekauft, weil sich der Klappentext wirklich toll anhörte. So etwas habe ich auf jeden Fall vorher noch nicht gelesen. Die Elemente Castingshow, Insel und Thriller haben mich wirklich angesprochen. Die Geschichte folgt Vicky, die in die Top50 einer neuen Castingshow gekommen ist. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern geht es auf eine kleine Insel, der Wettbewerb ist hart. Jeden Tag müssen neue Songs performt werden. Schnell zeigt sich auch die hässliche Seite des Showbiz, die Worte werden den Kandidaten im Munde verdreht und sie werden zu Handlungen ermuntert, die gegen ihre Prinzipien sprechen. Und dann wird nur wenige Tage nach ihrer Ankunft eine Freundin von Vicky ermordet aufgefunden. Und das Schlimmste: Der Mörder befindet sich noch immer unter ihnen. Mit Vicky als Protagonistin bin ich sehr gut klargekommen. Sie stand für ihre Meinung ein, war eher ruhig und nicht so Fame-geil wie ihre Mitbewohnerin Ivana. Das Buch kommt ohne Liebesgeschichte (zumindest der Protagonistin) aus. Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass das möglich ist, doch der Autor hat mich eines besseren belehrt. Mir hat nichts gefehlt. Den Mord bzw. das Rätseln um den Mörder fand ich auch sehr gelungen. Der Autor hatte mich zunächst in eine bestimmte Richtung gelenkt, sodass ich am Ende doch noch überrascht wurde.
Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen. Obwohl es so kurz ist, mangelt es eigentlich an nichts und es ist trotzdem wirklich spannend. Ich mochte die Charaktere sehr gerne und das Setting hat mir gut gefallen. Ein toller Jugendthriller!
Wir haben das Buch als Schullektüre gelesen. Ich persönlich fand das es am Anfang und so in der Mitte ziemlich langweilig und sehr ausführlich geschildert war. Richtig interessant ist es erst so am Ende des Buches geworden. 😕
ICh bin mit absolut nicht sicher, wie ich diese Geschichte finde. Auf der eine Seite ein schon spannender Jugendkrimi und auf der anderen Seite so platt und nicht nachvollziehbar. Leider.
Leider hat mir das Buch nicht wirklich gefallen. Für einen Thriller war es absolut gar nicht spannend! Wirklich schade, die Beschreibung klang super und auch die Grundidee gefällt mir.