Room 27
Die ersten 10 Seiten sind voll von Fatshaming der Polizistin, die den Protagonisten vernimmt.
Da stellt sich mir die Frage, wieso man sich a) grundsätzlich über die Figur einer anderen Person lustig macht , das geht gar nicht und b) mehr nachdenkt über die Figur der Polizistin als wieso man des Mordes verdächtigt wird.
Einen Roman so zu starten erscheint mir folglich nicht nur sehr unpassend, sondern schlichtweg diskriminierend.
Leider ging es die nächsten Seiten so weiter und Beleidigungen wie :,,Eine Presswurst in einem Kleid“, wurden vom Protagonisten, Fin, geäußert.
Das führte also dazu, dass ich den Protagonisten, Fin, bereits beim Lesen der ersten Seiten hassen lernte.
Dazu kommt, dass er, auch für seine 16 Jahre, maßlos unreif war. Aussagen wie: „Das auf dem Tshirt war rosa, also was für Mädchen.“, sind einfach nur albern. Ich würde eher von einem Kindergartenkind so eine Aussage erwarten als von einem 16-jährigen.
Fin zitiert des Öfteren Passagen einer Frauenzeitschrift, pauschalisiert damit Frauen in Allgemeinen und gibt vor ein „Frauenkenner“ zu sein. Darauf, dass er sein ganzes Wissen über Frauen aus Frauenzeitschriften zieht, ist er auch noch sehr stolz. Es fehlt ihm anscheinend an Gehirnschmalz, um zu erkennen, dass Frauen Individuen sind und somit nicht jede genau das gleiche mag.
In einer Situation der Langeweile kommt der Satz :„nutzlos wie eine Geschichtsstunde“ , auf. Wenn wir uns nicht mit unserer Geschichte auseinandersetzen, können wir auch nicht daraus lernen und nicht verhindern, dass sich Teile der Geschichte wiederholen. Folglich einfach Bullshit, was Fin dort sagt. Das würde dann wieder von fehlender Reife und absolut kindischem Verhalten zeugen.
Das Ende war okay, aber viel zu einfach und konnte das Buch auch nicht mehr retten.