Bildung in eine Katastrophe.Michael Winterhoff redet Aufgrund seiner langjährigen Praxis als Kinder- und Jugendpsychiater sowie durch zahlreiche Rückmeldungen zu seinen Büchern und Vorträgen weiß er, was heute in Kitas und Schulen falsch läuft – so falsch, dass er die Zukunft unserer Gesellschaft gefährdet sieht. Leidtragende sind Kinder, die man quasi sich selbst überlässt. In seinem Buch skizziert er nicht nur konkrete Lösungen, sondern fordert eine groß angelegte weg von Kompetenzorientierung und den unfreiwillig zu Lernbegleitern degradierten Lehrern, hin zu echter Bildung und Pädagogen. Seid den Kindern wieder ein echtes Gegenüber!
Bevor ich beginne: Ich bin Lehrerin an einer Oberschule (Kl. 5-10) in Ostdeutschland und konnte das Buch nur bis Kapitel 3 lesen, da mir dieses Schriftstück einfach zu polemisch, reißerisch, repetitiv (wiederholend) und schlecht recherchiert ist.
Herr Winterhoff hat mit dem Titel nicht unrecht. In den letzten Jahren fällt es unseren Schülern und Schülerinnen immer schwerer Aufgaben selbstständig zu bearbeiten, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und sich auch mit Inhalten zu beschäftigen, die für den Einzelnen eher uninteressant sind. (Das ist verständlich, aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert. Das bringt einem auch Schule bei.) Die Ursachen dafür liegen jedoch nicht nur in der Schule, sondern auch im Elternhaus und der Gesellschaft (besonders der Einfluss der Medien). Diese gestalten sich sehr komplexe und ich empfinde es als sehr einfach zu sagen, dass die Politik und das Bildungswesen die Schuld daran tragen.
Nun zu konkreten Kritikpunkten: 1. Herr Winterhoff wiederholt in den ersten drei Kapitel, was Kinder wirklich brauchen immer und immer wieder. Dies wird etwas lästig und ich kam mir etwas dümmlich vor. 2. Es wird nicht erklärt, was genau offener Unterrichter ist. Dies erfährt man nur immer mal eingestreut. Schade! Denn hier wäre eine Erklärung zu Beginn des Buches passender, denn kaum ein Außenstehender weiß etwas mit dem Begriff anzufangen. 3. Es gibt keine genauen Zahlen, wo und wie oft dieses Konzept umgesetzt wird. Im Buch wirkt es, als ob es kaum eine andere Unterrichtsform gibt. 4. Worte wir "Ideologie" fallen auffällig oft. Die gesamte Wortwahl ist sehr drastisch und mitunter beängstigend. 5. Herr Winterhoff unterscheidet nicht deutlich zwischen Grund- und Sekundarschule, z.B. sind laut ihm Schüler und Schülerinnen in NRW in der 7. Klasse noch Grundschüler. Dem ist nicht so. Hier wäre es sinnvoller den Text gegenlesen zu lassen, um solche Fehler zu vermeiden. 6. Seine Quellen sind mitunter fragwürdig, z.B. beim Thema sexuelle Erziehung in der Schule. Er zitiert einen welt.de-Artikel, der darüber berichtet, dass auf der Webseite des Bildungsportals in NRW Literaturlisten zur Umsetzung des Themas im Unterricht bereitgestellt werden. Darin werden einige der Empfehlung stark kritisiert. Es wird nicht davon gesprochen wie viele Lehrende diese Nutzen und im Unterricht umsetzen. Herr Winterhoff legt den Artikel leider so aus, als ob die Umsetzung in diesen Bücher die Norm wäre. Es wäre sinnvoll gewesen, diese Thesen mit glaubwürdigeren Quellen zu unterlegen.
Auch wenn meine Meinung nur auf drei Kapiteln beruht, möchte ich alle Leser und Leserinnen dazu aufzurufen das Buch nicht für bare Münze zu nehmen. Herr Winterhoff spricht Probleme an, die definitiv vorhanden sind, jedoch formuliert er seine Kritik am System in einer sehr unsachlichen und irreführenden Weise.
An alle Eltern: Wenn ihr den Eindruck habt, dass eure Kinder nicht die nötige Aufmerksamkeit in der Schule bekommen oder sie sich allein gelassen fühlen. Dann kommt auf uns (Klassen-)Lehrer und Schulleitung zu. Die Politik diktiert viel weniger an der Schule als Herr Winterhoff Ihnen weiß machen will. Es herrscht das Recht der pädagogischen Freiheit für Lehrer. Das heißt, wir entscheiden wie wir unterrichten und was das Beste für unsere Kinder und Jugendlichen ist. Dazu gehört es auch offen für die Meinungen, Sorgen und Wünsche von Eltern und Kindern zu sein. (Zumindest wird das so an meiner Schule praktiziert.) Nur im gemeinsamen Austausch können wir uns die nächsten Generationen heranziehen.
Meine Meinung Dieser Titel ist ein echter Eyecatcher. Ich las ihn und wusste, dieses Buch muss ich lesen! Meine beiden Kinder sind aktuell vier und fünf Jahre alt und die Schulzeit ist nicht mehr so weit entfernt. Der Beginn meiner Schulzeit liegt bereits 35 Jahre zurück und mir ist klar, dass sich in dieser Zeit einiges verändert hat. Ein bisschen Pisa-Studie habe ich mitbekommen und auch, dass versucht wird / wurde, die deutsche Schulbildung zu verändern bzw. zu verbessern, wie z.B. G8 statt G9, Schreiben nach Gehör usw. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich jedoch nicht viel mehr, als ich hier aufgezählt habe, da dieses Thema für mich bisher keine Priorität hatte.
Nun wollte ich wissen, was genau sich geändert hat, das den Autor veranlasste dieses Buch mit diesem Titel zu schreiben.
Dr. med. Michael Winterhoff ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für Psychotherapie. Er ist kein Lehrer, wie man zuerst vermuten würde. Er hat aus seiner beruflichen Tätigkeit heraus mit Eltern und Kindern zu tun, die mit Problemen in seine Praxis kommen und sich Rat und Hilfe erhoffen. Aus den vielen Jahren Praxiserfahrung hat er einen Vergleich von Kindern von früher zu heute. Aus diesem Erfahrungsschatz wie auch aus Interviews mit Lehrern, Eltern und Politikern erklärt er die heutige Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Er geht auf die sich darstellenden Probleme ein, benennt Ursachen und gibt Lösungen vor.
Dabei geht er sehr strukturiert vor. Die unwissende Leserschaft klärt er zunächst über die bildungspolitischen Veränderungen auf und welche Konsequenzen das auf die jeweiligen Schüler und Lehrer bis heute noch hat.
Er zeigt auf, wie diese Misstände aussehen und warum sie entstehen. Um das nachvollziehen zu können erklärt Michael Winterhoff die “Psychologie der Erziehung”. Sehr spannend und interessant finde ich dabei, in welchem Alter (Klein)Kinder bestimmte Entwicklungen machen und welche psychischen Schritte ihr Gehirn dabei vollzieht und wann genau das endet, wie z.B. wann Kinder Empathie lernen, wie sie das lernen und ab wann das abgschlossen wird. Verpasst man dieses Zeitfenster ist ein Nachholen nicht mehr möglich.
Sehr informativ fand ich auch die Aufklärung, welchen Stressfaktoren die Kinder durch die aktuelle Bildungspolitik ausgesetzt sind und warum das dringend geändert werden sollte.
Jedes Thema schließt der Autor mit einem abschließenden Fazit ab, das komprimiert sehr hilfreich ist, den Überblick nicht zu verlieren.
Das Buch ist für ein breites Publikum geschrieben, deshalb wirft der Autor nicht mit Fachbegriffen um sich. Die einfache und verständliche Sprache machen das Buch für Laien wie mich begreifbar.
Dieses Buch löste Entsetzten, Wut, Traurigkeit und viele Fragen in mir aus. Ich möchte glauben, dass es ein Fake ist, doch man muss nur ein paar Begriffe im Internet suchen und findet genug Berichte, die die Ausführungen von Winterhoff leider bestätigen.
Denkt man dann 30 Jahre weiter, sieht die Zukunft tatsächlich beängstigend aus, denn sie könnte aus einer Gesellschaft bestehen, in der erwachsene und oftmals intelligente Menschen in einer Kleinkind-Psyche gefangen und unzufrieden sind. Sie würden wenig bis gar nicht empathiefähig sein, überwiegend ich-bezogen und egoistisch handeln, globalen Anforderungen nicht mehr gewachsen sein oder keine Lösungswege mehr erarbeiten können, sich gestresst und unter Druck gesetzt fühlen und kaum mehr “Biss” aufbringen etwas herrausragendes erreichen zu wollen. Sie würden sich wohl eine Spaßgesellschaft wünschen, die an globalen Problemen nicht interessiert sein würde / könnte. Ob sie sozial und in Frieden würden miteinander leben können bezweifle ich sehr stark.
Fazit Ein sehr, sehr lesenswertes und Augen öffnendes Buch, das nicht nur lautstark Kritik äußert, sondern Ursachen benennt und Lösungen aufzeigt. Mir, als Mutter von bald zwei schulpflichtigen Kindern, hat dieses Buch sehr geholfen, da ich nun weiß, auf was ich mich einstellen und welche Bereiche und Defizite ich auffangen muss, damit meine Kinder in diesem sie alleine lassenden Bildungssystem nicht untergehen.
Dieses Buch habe ich von Random House als Rezensionsexemplar erhalten und ich war sehr gespannt, was der Autor zu unserem aktuellen Bildungssystem zu sagen hat. Da ich zwei schulpflichtige Kinder habe, ist das Thema für mich somit auf jeden Fall interessant.
Für mich war das Buch auf jeden Fall lesenswert und ich muss sagen, dass ich sehr vieles, was in diesem Buch am aktuellen Bildungssystem kritisiert wird, durchaus in der eigenen Erfahrung mit den Kindergärten und der Grundschule wiederfinden konnte. Es macht auf jeden Fall Sinn, sich ein paar Gedanken über das Gelesene zu machen. Man muss ja nicht mit allem völlig übereinstimmen, aber grundsätzlich stimme ich dem Autor zu: Kinder werden viel zu früh "digitalisiert", sie werden viel zu viel alleine gelassen, sich selbst überlassen, zu "kleinen Erwachsenen" gemacht, die Kindheit und das Miteinander vernachlässigt.
Über dieses Buch habe ich schon manch eine negative Rezension gelesen. Interessanterweise stellenweise von Leuten, die selber gerade mal das Studium fertig und keine eigenen Kinder haben... ja, ja... da kann man richtig gut mitreden. Das ist so, wie mit der Hundeerziehung. Wie man einen Hund richtig erzieht fragt man am Besten Leute, die keinen Hund haben.
Sicherlich kann man über dieses Buch unterschiedlicher Meinung sein. Ich für meinen Teil konnte nach dem Beenden des Buches folgendes mitnehmen: - man MUSS sich ein paar Gedanken über das aktuelle Bildungssystem machen. - die Aussagen haben absolut Hand und Fuß. Und nein, ich denke nicht, dass das Buch dazu da ist, das Bildungssystem komplett runter zu putzen und alle als "verdummt" zu sehen. Aber manchmal muss man eben Klartext reden und mal mit einer etwas deutlicheren Aussage ein wenig zum Nachdenken wachrütteln! Denn so, wie es in den Schulen derzeit abgeht, kann es nicht weiter gehen. Klar, es ist nicht in allen Schulen gleich. Aber es gibt diese Extreme und die Bildungseinrichtungen (egal, ob Kindergarten oder Schulen), die nicht einfach nur den Unterrichtsstoff, sondern Kinder unterrichten, sind in der Minderzahl. - auch wir Eltern machen nicht alles richtig und es schadet nicht ein wenig in sich zu gehen und über ein paar Prioritäten und Möglichkeiten nachzudenken, wie man den Kindern auch zuhause sinnvoll schulisch helfen kann.
Wie gesagt, man muss nicht mit allen Kritikpunkten in dem Buch übereinstimmen. Aber ich finde es falsch, das Buch als schwarzseherisch und unwahr zu verteufeln. Bei ganz vielen Punkten musste ich aus eigener Erfahrung in Bezug auf Kindergarten und Grundschule leider zustimmen. Und ich kenne genug Leute, denen es ähnlich geht/ging. Für uns kam ein wenig Durchatmen und Entspannung erst bei der weiterführenden Schule - aber nur, weil wir uns für eine Privatschule entschieden, die nicht einfach nur den Schulstoff unterrichtet, sondern sich der Verantwortung der Bildung von Kindern bewusst ist. Denn Schule ist mehr, als nur Schulstoff pauken.
Auf die Barrikaden! Wie kann es sein, dass in einem so reichen und demokratischen Land wie es Deutschland der Bildungszustand unserer Kinder und Jugendlichen stätig schlechter wird? Das Sachbuch „Deutschland verdummt“ von Michael Winterhoff stellt auf knappen 200 Seiten in einfacher Sprache die momentane Situation dar und welche Fehlentwicklungen in den letzten 20 Jahren stattgefunden haben. Da Michael Winterhoff Kinder- und Jugendpsychater ist, hat er durch seine tägliche Arbeit einen etwas anderen Blickwinkel auf die Schüler und stellt die unentwickelte Psyche vieler Kinder in den Fokus und die dadurch entstehende Unfähigkeit sich zu einem selbstbestimmten Erwachsenen zu entwickeln. Daraus entwickelte sich eine Abwärtsspirale. Denn anstatt die Kinder in ihrer psychischen Entwicklung durch echte Lehrer- bzw. Erzieherbindungen noch zu entwickeln werden sie durch offene Konzepte eher alleine gelassen. Schüler vermissen die Beziehung, Aussagen haben keinen Affekt und die Kinder sind letztendlich orientierungslos. Michael Winterhoff gibt uns einen Einblick in die Bildungspolitik und dem täglichen Arbeiten in den Schulen. Zeigt zugleich aber auch Lösungsansätze auf wie man der Entwicklung entgegenwirken könnte. Gut strukturierte Kapitel beleuchten einzelne Aspekte aufgelockerte mit ehrlichen Interviews. Mich hat besonders die aktuelle Bildungspolitik sprachlos gemacht. Er deckt widersprüchliche Anforderungen und Vorgaben auf. Er prangert an, dass die Bildung in Deutschland ideologischen Ideen folgt und nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zielgruppe? Alle! Eltern, Lehrer, Erzieher, Politiker. Alle, die auch weiterhin an einer funktionierenden Gesellschaft in Deutschland interessiert sind.
Fazit: Mein elterliches Bauchgefühl wurde mit diesem Buch bestätigt. Ich werde mich wo es mir möglich ist einbringen und mich nicht abspeisen lassen. Es geht um die Zukunft aller Kinder in diesem Land, die uns ALLEN eine Weiterentwicklung ermöglicht. Leistung muss wieder ein positiver Begriff werden und keine Last.
Die Bildungskatastrophe greift zunehmend um sich. Immer weniger Kinder und Jugendliche erreichen altersgerechte Bildungsziele, Anforderungen werden immer weiter abgesenkt, die Qualität leidet enorm. Völlig verfehlte Bildungspolitik und fehlgeleitete Eltern verschlimmern die Lage. Groß hinausposaunte Schlagworte wie autonomes Lernen oder Erwerb von Kompetenzen beherrschen das Narrativ, Inklusion um jeden Preis aus ideologischen Gründen ersetzt den gesunden Menschenverstand, wenn es um leistungsgerechte Differenzierung und gezielte Förderung geht. Michael Winterhoff knöpft sich aus Sicht eines Psychologen die Bildungskatastrophe in Deutschland vor und konstatiert, dass das heutige Bildungssystem die Psyche der Kinder nicht richtig entwickelt. Sie hinken heillos hinter ihrer natürlichen Entwicklung und der Reifung ihrer Persönlichkeit hinterher. Das Hinterherrennen hinter (vermeintlich) messbaren "Lernhäppchen" und "Kompetenzen", die von allerlei Bildungsstudien à la PISA u. a. gefordert werden, geben ihr übrigens. Gesamtheitliche Entwicklung, Entwicklung der Persönlichkeit und gezielte Förderung - Fehlanzeige. Die Diagnosen werden gut gestellt und erklärt. Allerdings ist der Autor - wie er selbst zugibt - kein Bildungspolitiker oder Experte. Einige seiner Lösungsvorschläge halte ich für grundverkehrt. Alleine die weitgehende Abschaffung des Föderalismus, der ja einen gesunden Wettbewerb zwischen den leistungsfähigsten Bildungssystemen herstellen könnte (zumindest in der Theorie), hätte genau den gegenteiligen Effekt. Wie bereits in anderen Rezensionen angeklungen, sind die Ausführungen sehr repetitiv. Als Darstellung der Probleme im Bildungssektor und möglichen Alternativen aber ist das Buch durchaus brauchbar und interessant. Viel überschneidet sich mit Beobachtungen anderer, die mit dem Thema Bildung zu tun haben. An die Klarsicht eines Manfred Spitzer beispielsweise reicht dieses Buch jedoch nicht heran.
An sich mag ich Winterhoffs Zugang zu dem Thema Erziehung ganz gerne. Wenngleich ich bei Urteilen die multifaktorielle Ursachen auf eine einfache Ursache zurückführen immer sehr vorsichtig bin. Das ist es auch, was man Winterhoff vorwerfen kann, nämlich dogmatisch zu sein.
Seine Theorien darüber, dass Eltern heute Kinder nicht mehr als Kinder, sondern als kleine Erwachsene und noch dazu als Teil ihrerselbst wahrnehmen, und dass daraus dann Entwicklungsrückstände und soziale Inkompetenzen entstehen, diese Theorien, sind nachvollziehbar und haben bestimmt auch eine gute Grundlage. Bis zu einem gewissen Grad erklären sie wahrscheinlich auch die gesellschaftlichen Veränderungen die wir wahrnehmen. Aber ganz so einfach ist es am Ende wahrscheinlich doch nicht, da die gesamte Welt, das Tempo, die Verfügbarkeit der Informationen, Informationbubbles, etc. ebenfalls enorme Veränderungen mit sich brachten und ebenfalls Einfluss auf die heranwachsende Generation haben.
Was dem Buch fehlt ist das Neue. Der Autor bleibt bei seinen aus früheren Büchern bekannten Theorien und ergänzt diese um ein paar Interviews und die eine oder andere Beobachtung im Bildungssystem. Gäbe es nicht die oftmals wiederholte Kritik am freien Lernen, die man so - zugegeben nicht unbedingt genauso formuliert - ebenfalls aus seinen anderen Büchern kennt, dann könnte man annehmen, das Buch ist nur entstanden um unter neuem Titel neue Umsätze zu generieren.
Some books you need to read even if you don’t agree with the argument or (in this case) the method. This book is a pamphlet. I liked it partially because it scratches a conservative itch of mine. I might miss the initial problem statement due to its specific german context, and I also think there is a bias from the author who as a psychotherapist only sees bad cases. Other parts of the argument are based on anecdotes, surveys and selected readings of official documents. So the method is really poor (including implicit references to psychoanalysis). But don’t get me wrong: the author wants to defend the typical German “bildung “, and points to current pedagogical fallacies. Sometimes exaggerated, but always good to read things that go against what you believe. Maybe he is right that smaller kids need trust, boundaries and a healthy upbringing to create those independent minds that can function well and be critical, more than they need absolute freedom and independence in the classroom - kids are not little adults and it takes effort from parents, teachers, schools and the state to get them there. Reading the book certainly was an eye opener in some cases and a good challenging of own assumptions in another. Worth the read.
Ein provokatives Buch, was aufrüttelt nach der Pisa-Studie von 2001. Vorher konnte jeder nach der Wende machen, was er will: jedes Bundesland für sich. Lernkonzepte waren basierend auf dem freiwilligen lernen und offenen lernen: nur Smileys, offene Räume und alles lasziverer Lehrziele. Ist das gut? - Laut dem Buch nicht und „Bildung ist mehr als fachliches“ Wissen. Humboldt fand, dass „Gesinnung und Charakter“ zwei wesentliche Faktoren sind. Ein Haupt-Take-Away: Ohne Anleitung kann Gelehrtes nicht verstanden werden.
Bildung darf nicht kommerzialisiert werden: Bertelsmann und Co. prägen Bildung durch starke Lobby-Arbeit. Lehrer werden mehr und mehr zu Statisten und Lehrer bekommen früher physische/psychische Probleme. In der beratenden Rolle wird dem Lehrer ein Mittel genommen Autorität auszuüben und solche Sachen wirken auf den Lehrstil, der mehr lasziver ist als autoritär.
Regt zum Nachdenken über die eigene Tätigkeit an. Ganz so apokalyptisch wie Winterhoff es im Buch darstellt steht es meiner Meinung nach aber nicht um das deutsche Bildungssystem. Offener Unterricht (uhh, ein böses Wort) wird nicht in der Quantität praktiziert, wie hier dargestellt. Dennoch durchaus des Lesens wert, um mal die Perspektive, die man normalerweise nicht mitbekommt, zu hören.
war mir zu polemisch, sehr einseitig dargestellt; Behauptungen wurden aufgestellt, aber nicht wirklich wissenschaftlich belegt ausser mit: es gibt Studien (welche? von wann? wie gross war die Gruppe?) Kuschelpädagogik ist ganz nicht nicht der Grund, weshalb Deutschland verdummen könnte; hat mich verärgert, daher nicht beendet