Das »romantische Original-Zaubermärchen« vom Bauer als Millionär ist Raimunds erste vollgültige dichterische Leistung. Seit der Uraufführung von 1826 war die Geschichte des Bauern Fortunatus Wurzel ein großer Publikumserfolg und eine Paraderolle für Raimund selbst, wozu vor allem das Lied des Aschenmanns und das zur Volksweise gewordene »Brüderlein fein« beitrugen.
Ferdinand Raimund (born Ferdinand Jakob Raimann) was an Austrian comic actor and dramatist. After touring throughout the Austro-Hungarian Empire, he became first a permanent member of the Leopoldstädter Theater and then its director.
Alongside Johann Nestroy, Raimund was one of the two most notable dramatists of the fanciful, farcial style, based around familiar folk characters, known as Alt-Wiener Volkstheater. His plays are fairy-tale comedies set in an ordered world which allows them to express aspirations to a higher realm of love and freedom.
Raimund's comedies are still frequently performed in Austria today.
Es war nicht schlecht aber umgehauen hat es mich dann auch nicht. Nach der ersten Szene war ich von der Idee begeister und die Message ist ja auch toll, aber irgendwas hat mich dann doch gestört...
Aus dem Geiste des prunkvollen Barocktheaters entstammt dieses zauberhafte Wiener Volksstück. Das überbordende Personenregister und die vielen Sezenenwechsel antizipieren den Überfluss an bühnenbildnerischen Elementen. Die allegorischen Figuren Neid, Zufriedenheit, Hass usw. waren teilweise etwas unscharf gezeichnet und grosso modo sind die vielen Szenenbilder doch etwas too much for me. Dennoch ein spannender Einblick in die Welt des teatralen Zaubermärchen.
"Der Bauer als Millionär" ist eine meisterhafte Dramatisierung einer relativ komplexen Handlung mit verhältnismäßig vielen Figuren, die meisten davon Feen- und Geisterwesen sowie Allegorien (Jugend, Zufriedenheit, Neid,...). Gerade der Umgang mit den Allegorien und wie sie in ihren Auftritten und Sprechweisen, aber auch in ihrem Verhalten gegenüber anderen Figuren gezeichnet werden, ist sehr geistreich, regt zum Nachdenken an und bietet viel Raum für Komik. Am Ende kommt schließlich eine der genialsten Bitten an das Publikum, die ich je in einem Drama gesehen/gelesen habe. Allein Raimunds Wortwitz ist in diesem recht frühen Werk noch nicht ganz auf seinem späteren Niveau wie z.B. im "Verschwender".