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Verbrannte Wörter: Wo wir noch reden wie die Nazis - und wo nicht

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"Asozial", "Bombenwetter", "entartet" oder "Volk" - nicht wenige deutsche Begriffe sind im öffentlichen Sprachgebrauch verpönt, weil sie mit der ideologisch und propagandistisch aufgeladenen Rhetorik der Nationalsozialisten in Verbindung gebracht werden. Trotzdem tauchen sie gelegentlich in unserer Alltagssprache auf. Spätestens aber seit in der aufgeheizten politischen Debatte verstärkt sprachliche Grenzen ausgereizt und Tabus gebrochen werden, stellt sich wieder die Frage, welche Wörter man benutzen darf, ohne an die NS-Ideologie anzuknüpfen.Der Journalist, Historiker und Linguist Matthias Heine setzt sich deshalb mit der Sprache der Nazis auseinander und geht dazu konkret auf etwa 80 Begriffe näher ein. Manche, etwa "Eintopf", dürften dabei überraschen. Umgekehrt zeigt sich, dass nicht alles in die Nazi-Schublade gehört, was wir dort hineingepackt hätten. Informativ und anschaulich bietet Heines Buch wertvolle Orientierung auf einem heiklen Terrain.

228 pages, Kindle Edition

Published March 18, 2019

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About the author

Matthias Heine

14 books3 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Desastroeses Hörnchen.
59 reviews20 followers
October 3, 2025
Empfehle andere Lektüre zum Thema. Der Autor fällt unangenehm auf durch populistische Schriften und Linkenbashing - auch in diesem Werk massiv rechte Tendenzen erkennbar durch Abwertung der Linken - Trennung Werk u Autor hier inakzeptabel da weißer cis Dude anscheinend nichts von dem, was er recherchiert hat, verstanden hat (scheint zumindest so)

04.10.25: Oida, nach Poschardt Interview heut: nochmal nen Stern abgezogen: WIE ZUM TEUFEL KANN MAN FÜR SO EINEN NAZI ARBEITEN? JA GENAU - INDEM MAN SELBST EIN NAZI IST. Nur wie kann man als Nazi für Nazis Nazisachen schreiben und zuvor MEHRERE Bücher für den Duden geschrieben haben über Nazisprache & Kritik (halbherzig) an dieser????
97 reviews1 follower
June 25, 2022
Viele Wörter und Ausdrücke waren mir so als Nazi-Sprache nicht bekannt. Das war sehr aufschlussreich.

Ein kleiner Wermutstropfen war für mich aber, dass der Autor Beispiele für ungünstige moderne Verwendung gerne dem Spiegel und der Zeit entnimmt, er selbst jedoch einen Hintergrund in der Springerverlagswelt (Journalist bei WELT) hat, die sicherlich nicht mit politisch korrekter Sprache glänzt. Weiterhin würde ich genderneutrale Schreibweisen bevorzugen.
275 reviews2 followers
June 27, 2025
Historisch fundiert erläutert der Autor Matthias Heine den Sprachgebrauch und die Rhetorik der Nazis und gibt Hinweise und Einschätzungen zur heutigen Nutzung.

Was wie ein Nachschlagewerk wirkt ist dennoch selektiv, einiges wirkt auf den ersten Blick unpassend aber mit Erklärung umso erhellender.

Eine Hilfe den eigenen Sprachgebrauch zu hinterfragen und sensibel anzupassen.
Profile Image for Peter.
600 reviews26 followers
January 13, 2020
Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich beim Hören meines Lieblingssenders. In der Sendung Kontext (24. Mai 2019) gab es ein Gespräch mit dem Autor. In diesem Gespräch und auch am Klappentext "erklärt" Matthias Heine sein Buch so: "Es geht nicht darum, eine Fahndungsliste für irgendeine Sprachpolizei zu erstellen. Sondern es geht darum, zu vermitteln, was die Grundlagen jeder angemessenen Ausdrucksweise sind: Sensibilität, Kenntnis der Stilebenen, Sinn für Angemessenheit und - ja - auch das Wissen um die Geschichte von Wörtern." Alle diese Ansprüche übererfüllt das Buch. Über 80 Begriffe werden erläutert, ihrer Entstehungsgeschichte wird nachgegangen, die Verwendungsgebiete und Verwendungshäufigkeit im Sprachgebrauch des "Dritten Reichs" wird aufgezeigt und eine Einschätzung wo das Wort heute steht, im modernen Sprachgebrauch, wird ebenso gegeben. Manchmal fast humorvoll, entspannt und trotzdem sehr genau beschreibt Matthias Heine jedes einzelne Wort. Das ist so interessant gemacht, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Ein tolles Buch.
Profile Image for Susi.
207 reviews
Read
July 18, 2022
Viele der Begriffe kannte ich bereits von Victor Klemperers „LTI“ bzw. „Rechte Wörter. Von ‘Abendland‘ bis ‘Zigeunerschnitzel‘ “ von Andreas Graf von Bernstorff. Dennoch kam mir der historische Hintergrund- verbunden mit den vielen zeitgenössischen Zitaten- sehr gelegen. Allerdings würde ich Mathias Heine bei ein paar seiner Schlussfolgerungen (also ob der Begriff heute noch sorgenfrei benutzt werden kann) widersprechen.
Profile Image for Andre.
1,425 reviews109 followers
January 6, 2024
I hoped that this book would be good, but it was not, not at all and so I did not finish this. The writing is fine, but I was not thrilled when he started talking like a linguist because then I no longer know what his words mean. It was early on just weird when he was using the term Aktion in modern german despite being so often used by the Nazis, but the word altestamentarisch is not supposed to be used according to him. Why? Why is one no longer problematic but the other is? And another problem with this book is how the author comments on words and which one are suitable today or not.
Now, the book isn't all bad, its strength in my eyes lies in its information, like that Gobineau stated that Jews belong to the white race and only Wagner seperated them, or that apparently in 1920 Hitler quoted a thesis by a guy called List who considered Indians, Persians, Greeks, nordics, chinese and egyptians to descend from the Aryans.However, this did not do the book any good in the long term. I couldn't help reading the author's comments and there is really no rhyme or reason as to which words are problematic and which aren't. It is really just his opinion and his entries on words were really getting worse as well. So, I gave this up.
Profile Image for IVellon.
96 reviews5 followers
January 5, 2023
Die Einleitung und Texte zu den einzelnen Wörter sind sehr gut, die Einschätzungen des Autors sollte man manchmal hinterfragen.
Autor zitiert das N-Wort
Profile Image for Melanie.
480 reviews5 followers
May 22, 2025
Verbrannte Wörter ist ein Nachschlagewerk, in dem über 100 Begriffe beleuchtet werden in Bezug auf ihre Nähe oder ihren Ursprung in der Nazi-Zeit. Zu jedem Begriff gibt es eine genaue historische Einordnung, in welchem Kontext er genutzt wurde, wie er entstanden ist und ob er ein Begriff war, der vor allem von den Nazis genutzt wurde, um damit zu werben oder die schrecklichen Taten, die sie begingen, zu verschleiern, verbergen oder beschönigen.

Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen mit Abschnitten, also tatsächlich von A bis Z durch gelesen. Das kann ich nicht empfehlen, denn die Aufmerksamkeit leidet doch sehr darunter und ich bin mir sicher, ich habe beim Lesen direkt einiges wieder vergessen oder nicht richtig aufgenommen. Als Nachschlagewerk ist es allerdings wirklich gut - und einiges hat mich auch überrascht, zum Glück im positiven Sinn.

Also - Empfehlung als gut geschriebenes Nachschlagewerk zum reinblättern oder gezielten Suchen bestimmter Begriffe.
Profile Image for Readgina .
475 reviews
January 30, 2021
Es ist wichtig zu wissen, wo dieser Wörter herkommen und welche man nicht verwenden soll. Im Zweifel - einfach nicht verwenden. Ein paar davon waren überraschend.
Ich habe mich beim Lesen allerdings schwergetan. Man hätte es etwas zugänglicher machen können.
430 reviews1 follower
June 3, 2025
‼️Für jeden sinnvolles und interessantes Buch das die Hintergründe zu Begriffen nahbar erläutert ‼️

Gerade habe ich das Buch „Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis und wo nicht- aktualisiert und erweitert“ beendet.

Ich muss gestehen, dass es mich unwahrscheinlich interessierte, was die Geschichte hinter den Begriffen, wie wir sie heute kennen ist. Welche Worte kommen aus dem „Fundus“ der NS-Zeit, welche werden irrtümlich dahin verortet – und welche sind nutzbar? Oder welche sind „verbrannt“? Und warum ist das so?
Was soll ich sagen? Lest selbst 😉

Cover:
Das Cover fällt einem durch die Farbgebung und Gestaltung sofort ins Auge. Die Farbgebung ist in weiß, schwarz und rot gehalten. Klar, es handelt sich um ein zweifarbiges Band bei der Schreibmaschine, aber ich frage mich dennoch, ob die Farbgebung eine Anspielung sein soll – und wenn ja: worauf?
Der Duden-Schriftzug rückt eher in den Hintergrund, gibt jedoch gleichzeitig eine gewisse Seriosität durch den wissenschaftlichen Hintergrund 👍

Aufbau
Ich bezweifle, dass sich sehr viele Leser mit der Sprachgeschichte im Wandel der Zeit beschäftigen. Allerdings nimmt die Rhetorik bei bestimmten Parteien und Einzelpersonen zuweilen bedenkliche Züge an. Gerade deshalb – wenn auch nicht nur - lohnt der Blick auf diese. Es ist eine faszinierende Reise, in die uns dieses Buch mitnimmt – auch wenn einiges darin erschrecken kann.


Das Ganze ist folgendermaßen aufgeteilt:

Vorwort zu erweiterten Neuauflage 2025
Einleitung
Danach folgen die Begriffe in alphabetischer Reihenfolge. Dementsprechend ist es ein informatives Nachschlagewerk, was mich anfangs zwar irritierte, aber dessen Sinn und Zweck sich ganz schnell erschloss.
Kommentierte Auswahlbibliografie
- Quellen
- Sekundärliteratur
Inhaltsverzeichnis


Man sieht schon anhand dieser Aufteilung, dass es ein sinnvoller Weg ist, den der Autor da gegangen ist.

Vieles wird sich einem erschließen, wofür es vorher keine (oder nur eine bruchstückhafte oder falsche) Erklärung gab.

Ich fand es sehr informativ, welches Hintergrundwissen an einen herangetragen wird. Auch ist es faszinierend, dass so manches „neue Wort“ schon einige Jahrhunderte hinter sich gebracht hat.

Es geht unter anderem darum, wie sich Wörter im Laufe der Zeit wandelten, wie sich neue Einflüsse darin manifestierten.
Es sind immer gewisse historische Gegebenheiten, die der Sprache wieder eine neue Richtung geben.

Mich hat das Buch sofort in den Bann gezogen. Und zugegebenermaßen tut es das auch jetzt noch, nach dem Lesen. Ich bin mir sicher, dass sich Viele keine Gedanken machen, wenn sie bestimmte Worte verwenden, die doch einen „Beigeschmack“ haben.

Dass es nach jedem Begriff auch ein Fazit abgegeben wird, ob das Wort verwendet werden kann oder wo Vorsicht angebracht ist, rundet das Ganze ab.

Und deshalb kann ich das Lesen dieses Buches wirklich nur ans Herz legen! Es lohnt sich! Und ihr werdet danach so manches Wort mit anderen Augen sehen 😮…

Generell fände ich es auch gut, wenn das Buch den Weg in die Schulen fände und dort auch diskutiert werden würde. Es ist sicher eine interessante und sinnvolle Ergänzung zum Geschichts- oder Deutschunterricht.

Bewertung:
Von mir gibt es eine absolut verdiente 5 Sterne⭐⭐⭐⭐⭐- Bewertung. Deshalb: eine klare und vollumfängliche Leseempfehlung!

Info:
Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks gewonnen und durfte mich mit anderen Teilnehmern austauschen. Selbstverständlich hat dies meine Meinung zum Buch in keinster Weise beeinflusst.
144 reviews
June 8, 2025
Matthias Heine liefert uns mit der 2. Auflage von "Verbrannte Wörter. Wo wir noch reden wie die Nazis - und wo nicht" ein äußerst aktuelles und ausführliches Werk in alphabetischer Reihenfolge, das informativ und überraschend zugleich ist.

Nach einer fundierten Einleitung zum aktuellen Wissensstand, erhalten wir Erläuterungen über die (NS-) Geschichte verschiedenster Wörter. Die Erklärungen sind in adäquater Wissenschaftssprache verfasst, nehmen uns in die Spurensuche mit und beziehen sich auch oft auf aktuelle Debatten in deutscher und österreichischer Politik. Jede Wortbetrachtung schließt mit einem Fazit, welches zusammenfasst, ob und in welchem Zusammenhang das jeweilige Wort verwendet werden sollte - oder eben nicht. Erschütternd wird in Erinnerung gerufen, was die Nazis alles steuerten und verbürokratisierten - eben auch die Sprache. Doch nicht überall stecken Nazis drinnen, wo wir das vermuten, was zu der ein oder anderen Überraschung führt. Andererseits gab es auch große Aha-Momente, da ich niemals eine NS-Prägung in gewissen Wörtern vermutet hätte. Dazu gehört beispielsweise "betreuen".

Mit dem Fazit der einzelnen Wörter bin ich ehrlichgestanden nicht immer zufrieden, weshalb ich auch einen Stern Abzug gebe. Besonders bei der Redewendung "bis zur Vergasung" ist es mir einfach zu schwammig. Zudem finde ich den Aufbau des Buches ein wenig unübersichtlich und ich würde mir eine bessere Auffindbarkeit der Wörter mittels einer Buchstabenmarkierung wünschen. Positiv hervorzuheben ist das Eingehen auf aktuelle politische Diskussionen.

Mein Fazit: "Verbrannte Wörter" ist ein Buch, das in jedem deutschsprachigen Haushalt stehen sollte, da es den bewussten Umgang mit Sprache schult. Es eignet sich hervorragend für den Unterricht verschiedenster Gruppe, um sie für einen kritischen Umgang mit Sprache zu sensibilisieren. Vielleicht kann es in der nächsten Ausgabe noch etwas übersichtlicher gestaltet und Handlungsempfehlungen konkreter und weniger subjektiv gegeben werden.
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