1944 war der Krieg noch nicht entschieden, die Alliierten wurden unruhig. Da kam dem US- Geheimdienst eine Idee: Könnte man nicht den Menschen im Machtbereich der Nazis beibringen, wie man mit wenig Aufwand und Risiko möglichst viel Schaden anrichtet? Und die Geheimagenten hatten prima Ideen: Zucker in den Tank! Schwamm ins Klo! Vorgesetzte durch dumme Fragen, Untergebene durch Beförderung von Idioten in den Wahnsinn treiben! Haufenweise Sitzungen! Kommt uns das bekannt vor? Dann regt dieses Buch hoffentlich zum amüsierten Nachdenken darüber an, warum auch ohne einen Weltkrieg unser berufliches wie privates Dasein so oft von Sabotage getrübt wird.
Weniger die technischen Tricks um Maschinen lahmzulegen, als das soziale Verzögerungspotentail in Arbeitsabläufen ist interessant und unterhaltsam. Manche Erinnerung an Gruppenarbeit wird da wach...
Bemerkenswert, dass es dieses Handbuch überhaupt gab und schön, dass diese historische Quelle nun offengelegt wird.
Ja, es ist lustig. Es ist erschreckend, wenn man darüber nachdenkt, für welchen Kontext dieser Text erstellt wurde, aber auch wirklich lustig. Lustig im Sinne von witzig, aber auch im Sinne von "Lust auf..." Lust auf blinde Zerstörung mit einfachsten Hausmitteln. Salz, Zucker, Urin, Wasser... Was habe ich gelernt? Mit Haarbüschel kann man erstaunlich viel erreichen, wenn das Ziel "Zerstören" lautet.
Ja, ok, ist ganz witzig, aber auch ein One-Trick-Pony. Letztendlich lacht man über die Möglichkeiten zur "Allgemeinen Störung von Organisationen" und freut sich über das Nachwort, das sind dann vlt. zehn Seiten, weil die Hälfte des Buches dann nochmal den englischen Originaltext zeigt. Wie man Schmierstoffe am besten verunreinigt oder Dampfkessel sabotiert, wird hoffentlich nicht mehr wichtig in meinem Leben. Potentielle Besatzer dürfen sich jetzt aber vorgewarnt fühlen.
Klassisches Mitbringsel zum Abschied (un-)geliebter Kolleg:innen oder Chefs, wenn man es dann endlich in den Betriebsrat geschafft hat.