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Berlin - Hauptstadt des Verbrechens: Die dunkle Seite der Goldenen Zwanziger

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Die spektakulärsten Kriminalfälle aus Berlins wildesten Jahren

Ein selbsternannter »Volksbeglücker« zieht Zehntausenden Berlinern ein Vermögen aus der Tasche. Ein schwerverletzter Forstaufseher liefert den entscheidenden Hinweis auf den ersten Massenmörder der Weimarer Republik. Und ein kuchensüchtiger Kommissar klärt durch seine genialen Ermittlungsmethoden fast 300 Mordfälle auf.

In den Jahren von 1918 bis 1933 tobt in Berlin nicht nur das verruchteste Nachtleben der Welt, hier wird auch der politische Kampf zwischen Nazis und Kommunisten auf der Straße ausgetragen, während die Polizei verzweifelt versucht, dem Sündenbabel Einhalt zu gebieten. In ihrem Buch erzählt Nathalie Boegel von gewissenlosen Mördern, cleveren Betrügern und von Kriminellen, die zu Lieblingen der Berliner werden. Und sie zeigt, wie mutige Ermittler die Polizeiarbeit revolutionieren.

289 pages, Kindle Edition

First published September 17, 2018

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1 star
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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Berengaria.
997 reviews199 followers
November 28, 2023
4 Sterne

Kurzgefasst: Flüssig und anschaulich geschrieben, dieses Sachbuch über die größten Kriminellen und die skandalösesten Straftaten in Berlin der 1920er ist zugleich höchst informativ und unterhaltsam zu lesen. Genau wie die meisten Spiegel Buchverlag Bestseller.

Im Detail:
Ernest Gennat. Dr. Dr. Erich Frey. Max Klant. Die Gebrüder Sklarek und die Gebrüder Sass. Friedrich Schumann. Karl Bernotat. Erich Mielke. Josef Goebbels. Polizisten, Juristen, Betrüger, Diebe, Aufwiegler und Serienmörder.

Noch dazu politische Missstände, Wohnungsnot, Obdachlosigkeit, Hyperinflation, ehrenhafte Mafiaclubs (ja, die gab's), Straßenschlachten, eine schwache und paranoide Regierung, schießwütig Schupos und der Anfang des braunen Terrors.

Das alles war Berlin. Nicht nur die Glitzerwelt, die wir kennen, sondern auch das Elend, das die Kriminalität gefordert hat. Eine schreckliche Zeit, in der alles bergab ging.

Ich habe viel Neues aus der Lektüre gelernt, war aber ein bisschen enttäuscht, dass so viel Platz die NSDAP eingeräumt war (ein Kapitel über Josef Goebbels genügt) und die Nazi Geschichten bis in den 30er Jahren gingen. Die 20er Jahren enden für mich 1930, nicht später. Das wäre aber der einzige Kritikpunkt.

Empfehlenswert.
Profile Image for Andrea Karminrot.
306 reviews6 followers
November 10, 2020
Die dunkle Seite Berlins, in den Goldenen Zwanzigern. Die Hauptstadt hat es schon immer etwas bunt getrieben. Während der Weimarer Republik wurden einige Gesetze geändert. Dadurch schien sich Berlin wieder einmal neu zu erfinden. Freizügigkeit und Partylaune, Drogen und erstaunliche Vergnügungslokale verführten die Menschen, gaukelten Wohlstand vor. Das Verbrechen nahm eine eigene Dynamik an. Es gab Ringvereine, Betrüger, Prostituierte, Drogenhändler und wer weiß was sonst noch. Doch auch hervorragende Polizeibeamte, die es verstanden wie keine Anderen, Verbrecher und Mörder zu überführen. Dazu zählte vor allem Ernst Gennat (den man auch aus den Volker Kutscher-Romanen, um den Ermittler Gerion Rath, kennt) Ernst Gennat gründete die Berliner Mordkommission. Eine Art der Ermittlung, die bis heute Bestand hat. Immer hübsch der Reihe nach wird ein jeder Fall bearbeitet. Lasst bloß die Leichen so liegen, wie man sie findet. Bis Gennat seine Ermittlungsroutine eingesetzt hatte, wurden Leichen hübsch auf dem Sofa drapiert, damit sie nicht so grausam hergerichtet aussahen!
Die Kriminellen machten sich diese verrückte Zeit zu nutze und erschlichen sich sogar vom Staat Millionen. Sie verführten Staatsbedienstete und Bänker dazu, ihnen Gelder zu ermöglichen, die sie in Saus und Braus wieder unter das Volk brachten. Nebenan saßen die armen Schlucker, die den Kitt aus den Fenstern fraßen und oftmals selber Opfer der Betrüger wurden.
Nathalie Boegel hat sich mit den Verbrechen in der Hauptstadt beschäftigt und eine Zusammenfassung geschrieben, die recht unterhaltsam daher kommt. Spannende Details erfährt man aus den Goldenen Zwanzigern, die gar nicht so golden waren. Sie recherchierte und sammelte interessante Bilder, mit denen sie die Texte in ihrem Buch unterstreicht.
Da werden die Gebrüder Sass erwähnt, die es, mit großem Applaus der Berliner Bevölkerung, fertig bringen, die sichersten Tresore der Stadt zu knacken. Der erste aktenkundige Massenmörder, Friedrich Schumann vom Falkenhagener See, wird beschrieben. Oder auch wie sich die Nazis in der wohl zweit „Rotesten Stadt“ nach Moskau, breit machten und ihre grausamen Verbrechen betrieben.
Für mich war dieses Buch eine Bereicherung. Obwohl mir die Berichterstattung manchmal etwas schwer fiel, fand sich immer wieder ein Kapitel, das mich schmunzeln lies oder mich grauste. Das ganze vielleicht in Romanform verpackt, wäre ein richtiger Knüller. So habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Die Zeiten der Weimarer Republik in Berlin waren allerdings auch etwas besonders. So ausgelassen hat die Stadt Berlin bestimmt noch nie und nie wieder danach getanzt!

Nathalie Boegel hat schon bei ihrem Volontariat als Polizeireporterin gearbeitet. Sie ist Fernsehjournalistin für Spiegel TV und hat eine Dokumentation Sündenbabel Berlin – Metropole des Verbrechens 1918-1933 veröffentlicht. Sie drehte schon mehrere Dokumentationen über die Polizei in Deutschland.
Profile Image for Jennifer.
49 reviews2 followers
February 20, 2019
This book focusses on the crime history of Berlin in the 1920s. Every chapter explains another crime in a short but really informative way. While explaining the crime stories, Boegel explains the social cultural history and the rise of the NSDAP in Berlin.
Profile Image for Fräulein Bunny.
71 reviews
Read
January 12, 2020
Easy to read in typical lenghty magazine article style. So not very indepth. Still highly fascinating. Sadly fails to mention sources most of the time. There is a bibliography but no footnotes or endnotes telling where from.certain information origins.
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

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