Charlie steht kurz vor dem Abitur, mit ihrem Vater redet sie kaum noch ein Wort und in der Schule würde sie sich am liebsten unter einem Tarnumhang verstecken. Denn Charlie hat ein Geheimnis, das sie nicht einmal ihren zwei besten Freunden anvertrauen kann. Sie hat sich in ein Mädchen verliebt - genauer gesagt in ihre beste Freundin Mia. Während Charlie nur Augen für Mia hat, entgeht ihr, dass jemand anderes alles tut, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen ...
Ich folge Alicia Zett eigentlich seit Anfang an auf ihrem Youtube Kanal, da ich ihrer Freundin Cha Ginger schon länger folge und durch Cha dann natürlich automatisch auch auf Alicia gestoßen bin. Anfangs fand ich Alicias Videos noch sehr unangenehm zum Ansehen, da man sehr gemerkt hat, wie unwohl sich Alicia vor der Kamera fühlt und wie nervös sie ist. Im Laufe der Jahre hat die Nervosität aber stark abgenommen und ich fand es bewundernswert, wie offen sie über so viele LGBTQ* Themen auf ihrem Youtube Kanal spricht und finde es immer noch toll, dass sie so viel zur LGBTQ* Community durch ihre Videos beiträgt. Ihre Community zeigt sich in den Kommentaren auch immer als sehr tolerante und aufgeschlossene Gemeinschaft und ich habe Alicia auch letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse kurz getroffen. Auf Instagram hat Alicia unter ihren Bildern immer sehr lange und philosophisch-angehauchte Texte veröffentlicht, die mir nie wirklich zugesagt haben, aber sehr viel Lob vom Großteil ihrer Community bekommen haben. Als Alicia schließlich ankündigte, dass sie ein Buch veröffentlichen wird, stand ich dem Ganzen mit gemischten Gefühlen gegenüber. Denn einerseits war mir klar, dass ich das Buch auf jedenfall lesen werde, da es sich um ein LGBTQ* Buch handelt und ich es mir irgendwie zum Ziel gemacht habe, so viele LGBTQ* Bücher wie möglich zu inhalieren :D Aber andererseits konnte ich eben mit Alicias Instagramtexten nie wirklich viel anfangen, weil sie mir viel zu pseudo-philosophisch und übertrieben metaphorisch und einfach nicht greifbar waren und ihr Schreibstil im Buch sicher in die gleiche Richtung gehen würde.
Das erstmal zu meiner "Vorgeschichte" zum Buch.
Der Titel und das Cover des Buches hat Alicia erst ganz knapp vor der Veröffentlichung bekanntgegeben und ich muss sagen, dass mich beides etwas abgeschreckt hat. Generell finde ich das Buch zwar von außen schön, da ich die Lilatöne mag und es als Taschenbuch sehr kompakt und fest ist und beim Lesen keine Leserillen entstehen, aber den Titel empfinde ich als ziemlich kitschig und jetzt wo ich das Buch gelesen habe, finde ich ihn auch etwas unpassend, da er und das Coverbild im Prinzip nur auf eine einzige, kurze, eher unwichtige Szene im Buch anspielen. Was mir dagegen aber sehr gut gefällt, ist der Regenbogen auf dem Seitenrücken des Buches, auch wenn er nicht die gewöhnliche LGBTQ* Reihenfolge hat, was ich nicht ganz verstehe. Im Großen und Ganzen wirkt das Cover mit Schriftart und Bild sehr kind/jugendhaft, aber es soll ja wohl auch primär Jugendliche ansprechen.
Beim Lesen selbst hatte ich anfangs kurze Einstiegsschwierigkeiten, eben aufgrund genau des Zweifels den ich schon wegen Alicias Instagramtexten hatte: Der Schreibstil ist sehr pseudo-philosophisch und schwer greifbar und besteht aus vielen Passivsätzen und sehr kurzen Sätzen, was mich anfangs sehr stolpern ließ beim Lesen. Glücklicherweise muss ich aber jetzt nach dem ganzen Buch sagen, dass man es dennoch sehr leicht durchlesen kann, da man doch sehr zügig in den Schreibstil reinkommt, auch wenn ich ihn jetzt nie wahnsinnig toll fand, da das Pseudo-Philosophische sich dennoch komplett durchgezogen hat und immer wieder stark in den Vordergrund getreten ist.
Bereits auf Seite 14 aber hat mich dieses Buch wahnsinnig wütend gemacht und ich konnte nicht fassen, dass sowas in einem Buch steht, das als LGBTQ* Buch angepriesen wird, worin es also primär um Toleranz und Akzeptanz gehen sollte. Ich fand es wirklich schade, dass die Autorin einem direkt nach nichtmal 20 Seiten solche Klischees entgegenwirft, die einem die Protagonistin sofort unsympathisch machen. Es handelt sich dabei um den ersten Auftritt der von der Hauptfigur Charlie als "Modelclique" bezeichneten Gruppe an Mädchen. Ich konnte wirklich nicht verstehen, wieso jemand aus der LGBTQ* Community, die sowieso schon ständig mit Geschlechtervorurteilen zu kämpfen hat, selbst solche Vorurteile vertritt und auch noch an ihre Leser weitergibt. "Mal davon abgesehen, dass alle drei alles andere als männlich aussehen. Vor allem Viktoria ist der Innbegriff von Weiblichkeit: Beige farbener Mantel, passend farblich lackierte Fingernägel, schwarze Skinnyjeans und einen hellgrauen Rundschal." (Seite 13,14) Mir war vorher wirklich nicht klar dass diese Kleidungsstücke in dieser Farbe zusammen kombiniert den "Innbegriff von Weiblichkeit" symbolisieren und ich konnte bei diesen Sätzen wirklich nur die Augen verdrehen. Es gab im Buch noch andere solche was-ist-typisch-männlich/weiblich-Klischees die mich jedes mal gestört haben, weil ich sie so unnötig finde und sie einfach nur diese Stereotypen weiter in die Köpfe junger Menschen brennen. Im Endeffekt wollte die Autorin damit wohl klar ihre Hauptfigur Charlie von diesen "typischen Mädchen" abgrenzen, in dem Charlie sich eben nicht wie der "Innbegriff von Weiblichkeit" kleidet und kaum Make-Up benutzt und sogar, omg, in der Männerabteilung shoppt. Ich empfand diese Identitätsfindung von Charlie insofern problematisch, als dass sie sich von anderen abgegrenzt hat, nicht indem sie ihr eigenes Ding gemacht hat, sondern indem sie all das was die anderen machen als negativ dargestellt hat und sich als "not that kind of girl" etablieren wollte. Das hat sie für mich einfach ziemlich unsympathisch gemacht. Und wieder hatte ich das Gefühl, dass die Autorin (wie es leider viele Autoren tun) einfach annimmt, dass man als Leser sowieso total auf der Seite der Protagonistin ist und deswegen jeden, den sie als blöd, "tussihaft", "not worthy of my time" wahrnimmt, einfach genauso von vornherein ablehnt. Aber das ist nun mal nicht der Fall. Dadurch dass Charlie so viele ihrer Mitschüler einfach stereotypisiert hat und in eine negative Schublade gesteckt hat, ohne dass ich das als Leser so wirklich nachvollziehen konnte, wurde mir einfach nur Charlie selbst unsympathischer. Und gerade als LGBTQ* Person sollte man doch eben nicht wollen, dass einen Leute in eine Schublade stecken und einen kategorisieren und nicht tiefer schauen als das Label, etc. Ich muss auch sagen, dass ich Alicia bei ihren Youtube Videos gar nicht so hasserfüllt gegenüber "typisch weiblichen" Mädchen eingestellt gedacht hätte.
Ich hatte große Hoffnung, dass sich im Laufe der 400 Seiten diese Klischeehaftigkeit und Stereotypisierung legt und vielleicht sogar eine Erleuchtung von Seiten Charlie passiert und sie ihr eigenes Schubladendenken mal hinterfragt. Natürlich könnte man argumentieren, dass das der Fall ist, da Charlie damit schon irgendwo konfrontiert wird, aber ein richtiges Umdenken findet bei ihr dennoch nicht statt und sie reflektiert auch nicht wirklich viel, weshalb sie auch nie eine charakterliche Tiefe erreicht - was ich bei einem Buch von 400 Seiten schon schade finde, da sie auf jedenfall genug Zeit dazu hatte.
So, aber jetzt kommen wir mal zu ein paar positiven Aspekten, die mir am Buch gefallen haben. Wie gesagt kann man es generell sehr leicht durchlesen, und ich muss auch sagen, dass ich ganz gern zum Buch gegriffen habe, da ich mich beim Lesen immer wie in einer Blase gefühlt habe und es doch schon interessant fand, mich mit Charlies Problemen auseinanderzusetzen und mal für eine Zeit aus meiner eigenen Realität zu entkommen. Ich fand es toll und sehr nachvollziehbar in der heutigen Zeit, dass Charlie sich mit einem lesbischen Youtubepaar beschäftigt, da das wohl so das erste ist, was ein Jugendlicher der seine Sexualität hinterfragt heutzutage macht - erstmal nach Videos dazu auf Youtube schauen. Und gerade da die Autorin selbst eine queere Youtuberin ist die Content zu LGBTQ* Themen macht, war es ganz schön, dass sich ihre Protagonistin auch damit beschäftigt. Allerdings wurde das Youtube Thema soweit ich mich erinnere nur einmal aufgegriffen, während eine andere "Ressourcenquelle" sehr viel mehr Raum im Buch bekommen hat: Carol von Patricia Highsmith. Charlie liest Carol über das ganze Buch hinweg und teilt ihre Gedanken dazu mit dem Leser, was ich sehr schön fand aber auch ein Problem für mich darstellte, da ich selbst Carol weder geschaut noch gelesen habe, als ich mit diesem Buch anfing, dies aber noch vorhatte. Und da ich sehr sensibel bin was Spoiler angeht, habe ich mich nach der ersten Erwähnung von Carol bei der Autorin erkundigt und erfahren, dass Charlie das Ende von Carol kommentiert. Kurz habe ich überlegt das Buch deshalb zu pausieren und Carol dazwischenzuschieben, habe mich dann aber dann doch dazu entschieden erstmal weiterzulesen, und es dauert auch eine ganze Weile, bis man zu diesem Spoiler kommt. Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, und der Spoiler zum Ende kommt erst auf Seite 298. Ich habe mich dann dazu entschieden, den Film zu schauen, bevor ich vom Buch gespoilert werde und werde das Buch jetzt aber trotzdem noch lesen. Und ich fand es irgendwie ganz schön, dass ich Carol irgendwie so zusammen mit Charlie entdeckt habe. Und generell finde ich es auch schön, wenn sich Buchcharaktere mit Büchern, Filmen, Serien beschäftigen die existieren und die man als Leser auch konsumieren kann. TRAUMTÄNZERIN hat natürlich eine unleugbare Ähnlichkeit zu einem anderen deutschen LGBTQ* Buch, DEN MUND VOLL UNGESAGTER DINGE, und da fand ich es auch schon schön, dass sich die Hauptfigur mit einem LGBTQ* Werk auseinandersetzt und nicht nur mal kurz erwähnt, dass sie das anschaut (Bei "Den Mund Voll Ungesagter Dinge" war es der Film "Blau ist eine warme Farbe".), sondern sich intensiver damit beschäftigt. Natürlich kann man das dann als Leser nur wirklich genießen, wenn man sich selbst auch schon damit auseinandergesetzt hat, weshalb ich das eben bei Carol unbedingt machen wollte.
Als positiv habe ich auch die Kapitellänge empfunden, die weder zu kurz noch zu lang war und auch zum leichten Lesen beigetragen hat. Die Kapitel haben genau die Länge bei der man sich denkt "Ach, ein Kapitel geht noch."
Alicia hat vorher sehr viel Werbung für die Illustrationen im Buch gemacht, die ich, um ehrlich zu sein, nicht gebraucht hätte. Natürlich stören sie nicht - außer, dass wenn man schaut wie viele Seiten es zum nächsten Kapitel sind, man eventuell von der Illustration leicht gespoilert werden kann - aber ich muss sagen, dass ich mehr erwartet hatte. Es befinden sich zwar einige ganz schöne Zeichnungen im Buch, aber einige sind einfach vollkommen einfache Skizzierungen von Objekten wie einem Blatt Papier mit Stift, einem Keks, einem Trampolin, einem Haus oder einfach nur eines gebrochenen Herzen, die alle sehr "dahingekritzelt" aussehen, weshalb ich nicht ganz den Sinn dahinter verstanden habe. Am besten haben mir die Zeichnungen von zwei Mädchen gefallen und die Zeichnung von dem Buch Carol.
Als weiteres Gimmick hat Alicia zum Buch noch eine Spotify Playlist veröffentlicht, was ich eine schöne Idee fand, wovon ich aber nicht viel Gebrauch gemacht habe, da mir die Lieder nicht wirklich gefallen haben da einige deutsche Lieder dabei waren, und ich deshalb irgendwann aufgehört habe, mir die Playlist anzuhören. Außerdem fand ich es etwas schwierig die Songs den Kapiteln zuzuordnen und zu verstehen, wieso dieses Lied jetzt passend für dieses Kapitel sein soll. Zum Beispiel empfand ich "Holding Out For A Hero" als viel zu dramatisch für das Kapitel dem es zugeordnet wurde.
Ich habe bereits weiter oben geschrieben, dass ich dem Cover eher skeptisch gegenüber stehe, obwohl ich die Zeichnung der beiden tanzenden Mädchen anzich ganz schön finde, habe ich sie im Laufe des Buches als immer unpassender der Geschichte gegenüber empfunden. Vor allem als Charlie an einer Stelle explizit sagt, dass sie keine Röcke mag und generell sehr betont wird, dass Charlie sich gerne "männlich" kleidet, während das Cover sehr feminin rüberkommt. Natürlich bezieht sich das Bild auf dem Cover auf eine Traumszene von Charlie in der sie ein Kleid trägt, aber irgendwie passt das Bild dass das Cover von der Liebesgeschichte zeigt nicht wirklich dazu wie die Liebesgeschichte dann aussieht. Denn ich hatte das Gefühl, dass die Autorin fast schon zu sehr versucht hat, eine extra ungeschönte Protagonistin zu zeichnen, während das Cover das genaue Gegenteil veranschaulicht.
Vieles in dem Buch habe ich einfach als viel zu übertrieben empfunden. Zum Beispiel das Kapitel in dem Charlie sich in der Männerabteilung (oh nein, wie furchtbar unweiblich!) eine Lederjacke kauft und danach deshalb gemobbt wird. Ich habe das als vollkommen unrealistisch empfunden, da man erstmal bei schwarzen Lederjacken doch ohnehin nicht so deutlich erkennen kann, ob die nun aus der Frauen- oder Männerabteilung stammen, und es doch außerdem niemanden interessiert, bzw. Klamotten aus der Männerabteilung doch eher momentan einen Hype erfahren? Boyfriend-Jeans werden doch extra vermarktet und viele Mädchen tragen Sweatshirts aus der Männerabteilung und generell wird es doch sogar als cool angesehen wenn Mädchen die Klamotten ihres Freundes tragen, die ihnen etwas zu groß sind? Ich hatte das Gefühl, dass das Kapitel wiedermal nur dazu da war um die von Charlie verhasste, stereotypisierte "Modelclique" als negativ und "typisch mädchenhaft" darzustellen, was ich als vollkommen unnötig und unrealistisch empfunden habe. Gerade weil Charlie bereits kurz vor dem Abitur steht fand ich das Verhalten so befremdlich, weil sich alle Charaktere eher wie 13 oder 14 Jährige verhalten haben. Und auch dieses Cliquenverhalten kam mir viel zu kindisch vor für fast-18-Jährige.
Das Interessanteste im Buch war für mich nicht die lesbische Liebesgeschichte sondern das Familiendrama von Charlie. Charlie hat in der Geschichte viel mit ihrem gewalttätigen Vater zu kämpfen, was der Geschichte mehr Tiefe gegeben hat und was ich sehr erschreckend aber auch gut fand, weil es wichtig ist, über häusliche Gewalt zu sprechen. Leider leider leider hat die Autorin bei diesem Thema bei weitem nicht das Potenzial ausgeschöpft dass sie sich das ganze Buch hinweg über aufgebaut hat. Ich finde es sehr schade, dass es einem nach dem Buch so vorkommt, als hätte die Autorin diese Nebengeschichte nur gebraucht um gegen Ende des Buches etwas Spannung in die Hauptgeschichte, die Liebesgeschichte, zu bringen. Wie kann man bei so einem wichtigen Thema wie häusliche Gewalt offene Enden lassen? Natürlich könnte man argumentieren dass es so realistischer ist, aber dieses Argument wurde auch nicht auf die Liebesgeschichte angewandt.
Was ich sehr schade finde ist, dass so wenig Harry Potter in dem Buch vorkommt, obwohl Alicia das extra angeteasert hatte. Es wird zwar stellenweise erwähnt, aber zum Beispiel viel weniger und viel oberflächlicher als Carol. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Harry Potter eine zentrale Rolle für die Hauptfigur spielen würde.
Charlies Outing vor ihrer Mutter hat mir sehr gut gefallen, da es auch Inspirationen für die Leser gegeben hat, wie man das eigene Outing gestalten und was man sagen kann. Ich fand es sehr gut, dass man die Reaktion der Mutter mitbekommen hat, da ich es bei einem anderen Outing von Charlie sehr schade fand, dass nur geschrieben wurde, dass die Person all das sagte, was man bei einem Outing sagen soll, denn damit kann man als Leser nicht wirklich viel anfangen, wenn man auf der Suche nach Inspirationen ist, was man zu einer Person sagen kann, die sich gerade vor einem geoutet hat.
Da ich bei Büchern auch immer die Danksagung lese, und diese mir bei einem der Bücher die ich zuletzt gelesen habe sogar für etwas womit ich im Buch Probleme hatte die Augen geöffnet hat, muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht davon war, dass Alicia ihre Freundin Cha in der Danksagung gar nicht großartig erwähnt hat, sondern sie nur in einer Listenaufzählung vorkam. Natürlich hat sie Cha bereits das Buch gewidmet, aber irgendwie hatte ich da trotzdem wenigstens einen Satz zu Cha erwartet, aber gut.
Leider kann ich an der Stelle nicht mehr zu den wichtigen Handlungsentwicklungen im Buch sagen, da ich ansonsten spoilern würde. Deshalb kommt jetzt erstmal mein Fazit und meine Bewertung. Und wer keine Angst vor Spoilern hat oder das Buch schon gelesen hat, kann danach noch meine ausführlichen Gedanken zu den "major plot points" lesen. (Spoilerteil auf Blog)
FAZIT Ich habe sehr gemischte Gefühle was dieses Buch angeht. Generell habe ich es ganz gerne gelesen und es ließ sich auch sehr leicht lesen, obwohl ich den Schreibstil stellenweise sehr pseudo-philosophisch, abstrakt und kitschig fand. Leider hatte das Buch sehr viele Stereotype und Klischees bezüglich was "typisch weiblich" und "typisch männlich" ist, die ich gerade in einem LGBTQ* Buch extrem fehl am Platz finde, da man doch vom Schubladendenken wegkommen sollte, und wie soll das passieren, wenn selbst die queere Hauptfigur dieses Denken an die Leser weitergibt. Die Hauptfigur hat leider auch einige andere problematische Gedanken und Einstellungen an die Leser weitergegeben, zum Beispiel dass man beim Mobbing die Fehler eher bei sich suchen sollte und diese typische Einstellung von wegen "wenn mich jemand mobbt dann heißt das doch eigentlich dass er mich mag, denn was sich liebt das neckt sich". Generell baut die ganze Liebesgeschichte genau auf diesem problematischen Sprichwort auf, was ich sehr kritisch sehe. Aber dazu in meinem Spoilerteil mehr. Auch fand ich es sehr befremdlich, dass Charlies schwuler bester Freund so klischeehaft schwul dargestellt wurde und konstant nur mit einer theatralischen Stimme sprach, die selbst Charlie irgendwann aufgeregt hat. Natürlich gibt es solche Schwule, aber es ist nunmal leider auch der Stereotyp der von allen als "wie Schwule sind" angenommen wird. Und Alicia hätte hierbei einfach die Möglichkeit gehabt, mit diesem Klischee zu brechen und einen schwulen besten Freund einzuführen, der nicht dem Klischee "schwuler bester Freund" entspricht. Wie gesagt, ich konnte mich nie zu 100% mit dem Schreibstil anfreunden und er fühlte sich wie das genaue Gegenteil vom CALL ME BY YOUR NAME Schreibstil an, welcher aus unendlich langen Sätzen besteht die einem ein fließendes Leseerlebnis bescheren, während Alicias Schreibstil aus sehr vielen eher abgehakten Sätzen besteht. Die sich aber auch leicht lesen lassen, nur eben nicht wirklich schön zu lesen sind. Die Illustrationen im Buch und die Spotify Playlist zum Buch hätte ich zwar nicht gebraucht, aber sie sind ein schönes Extra das einigen vielleicht Freude machen wird. Die Kapitel im Buch haben durchgehend eine schöne Länge die weder zu kurz noch zu lang ist und genau perfekt dafür ist, um immer mal wieder ein Kapitel dazwischenschieben zu können. Das Buch erinnert sehr stark an ein anderes deutsches LGBTQ* Buch, welches Alicia auch in den Himmel gelobt hat, Den Mund Voll Ungesagter Dinge von Anne Freytag. Es wird beim Lesen sehr deutlich, dass sich Alicia stark von dem Buch hat inspirieren lassen, was ich zwar im Bezug auf die Auseinandersetzung mit einem LGBTQ* Werk positiv finde, aber andererseits eher negativ finde, da ich schon Probleme mit DMVUD hatte und die Parallelen dazu TRAUMTÄNZERIN nicht unbedingt geholfen haben. Leider mochte ich Charlie nie so wirklich, da ich nie das Gefühl hatte, sie wirklich zu kennen, da sich Charlie dem Leser gegenüber auch nie großartig geöffnet hat und keine Tiefen gezeigt hat, sodass es mir sehr schwer fiel, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Und mal wieder waren mir andere Charaktere weitaus sympathischer als die Protagonistin selbst. Weitere Punkte werde ich nach der Bewertung in meinem Spoilerteil der Rezension besprechen. (siehe Blog)
BEWERTUNG Ich verleihe diesem Buch 2 von 5 Sternen.
Vorab: Mir war die Autorin durch ihren Kanal auf Youtube bekannt. Dort ist sie immer stets bemüht, Aufklärung zu queeren Themen zu leisten, die auch dazu beitragen soll, weniger in Schubladen zu denken. Die Autorin sagt über sich selbst, dass sie gut schreiben könne - so viel zu meinen Erwartungen.
Rezension enthält eventuell kleinere Spoiler!
Diese wurden leider enttäuscht: Angefangen bei der Hauptcharakterin Charlie, die meiner Meinung nach durchweg negativ und vor allem naiv durch das Leben geht, nicht einmal auf ihr Herz hören kann und nicht wirklich selbstbewusst auftritt. Auch urteilt sie sehr schnell (vor allem nach dem äußeren Erscheinungsbild!) - der erste Aspekt, der mir missfällt (siehe oben; das entspricht normalerweise nicht der Ausdrucksweise der Autorin). Auch der theatralische "Klischee-schwuler-bester-Freund" war mir persönlich zu unauthentisch - die beste Freundin Mia entpuppt sich dann doch nur als Figur, die langsam im Hauptplot untergeht. Die Verhaltensmuster der Figuren untereinander erwecken nicht gerade den Eindruck, dass sie volljährig sind; ich hatte während des Lesens zu jeder Zeit den Eindruck, dass es sich hierbei um junge Menschen, die gerade frisch in die Pubertät kommen, handelt.
Ich habe mich gefreut, dass endlich noch ein Coming-of-Age-Buch auf den Markt gekommen ist. Davon gibt es in Deutschland leider noch viel zu wenige. Sie sind wichtig - gerade für junge Menschen, die den Coming Out-Prozess durchlaufen und nach Vorbildern suchen. Ich finde, dass diese Vorbildfunktion leider nicht auf das Buch zu übertragen ist; Charlie wirkt selbst sehr unsicher (was natürlich absolut legitim ist), doch ihre Coming Outs sind alle durchweg negativ. Es ist klar, dass auch in der Realität nicht immer alles rosig aussieht und gut verläuft, doch das Buch handelt (im Nachhinein betrachtet), fast nur von noch offenen Wunden und Problemen, bei denen die Protagonistin nicht einmal bemüht ist, diese verheilen zu lassen - egal ob in der Familie oder bei den Freund*Innen. Mit diesen häufig vorkommenden Situationen beansprucht Charlie viel Aufmerksamkeit und Anerkennung - was auf Dauer wirklich anstrengend wird und irgendwann einfach nur noch nervt.
Auch wird zu schnell klar, wer die unbekannte Person ist, die im Klappentext als Love Intrest erwähnt wird - für erfahrene Leser*Innen ist das vorausschaubar.
Als weiteres Thema wird häusliche Gewalt/Alkoholmissbrauch erwähnt; hier wird erneut die Unreife der Protagonistin sichtbar. Bei solch einem ernsten Thema und gerade, weil vermutlich viele junge Leser*Innen das Buch kaufen werden, sollte zwar die Ernsthaftigkeit beleuchtet, aber auch richtige Auswege aus Problemsituationen geschildert, werden. Ersteres hat die Autorin auch gut umgesetzt, doch anstelle einer indirekten Message sagt Charlie an einer Stelle selbst, dass Alkohol genau das Richtige ist. Meiner Meinung nach ist das nicht pädagogisch gut.
Neben diesen inhaltlichen Kritikpunkten möchte ich eine schöne Stelle ansprechen. Eine Szene, in der es zu einem romantischen Moment kommt, kommt man der Hauptfigur so nahe wie nie. Die Stelle hat mir stilistisch gut gefallen und es war einer der wenigen authentischen Momente Charlies.
Zur äußeren Form möchte ich sagen, dass mir das Cover ganz gut gefällt, es passt nur leider weniger zum Inhalt, als ich es erwartet hatte. Am Buchrücken gibt es einen kleinen Regenbogen, der das Genre kennzeichnet, was eine sinnvolle Idee ist, die schön im Detail umgesetzt wurde. Im Buch selbst gibt es kleinere Zeichnungen, manche finde ich gelungen, andere sehen wiederum eher gekritzelt als gezeichnet aus. Ob es den Leser*Innen gefällt, ist vermutlich Geschmackssache.
Nun folgt ein Grund, der in meinen Augen sehr wichtig erscheint; gerade für die jüngeren Generationen, die viel über Handys und immer weniger mit der Hand schreiben.
Das Buch (1. Auflage) strotzt nur so vor Fehlern. Auf fast jeder Seite habe ich entweder Kommafehler (das waren die Häufigsten), Rechtschreibfehler, Tippfehler (Buchstaben zu viel oder zu wenig), falsche Silbentrennung und sogar die allseits berühmten dass/das-Fehler entdeckt. Ich erwarte kein fehlerfreies Werk, schon gar nicht von einem Buch aus dem Self-Publishing. Dennoch sollte man die Grundzüge der Rechtschreibung/Kommasetzung schon spätestens in der neunten Klasse gelernt haben. Man muss dafür also nicht Germanistik studiert haben (ich habe es - daher mein kritischer Blick an dieser Stelle), doch spätestens jetzt sollte man auch an den Kompetenzen der Lektorin zweifeln.
Dieser Punkt hat mir wirklich den Spaß am Lesen genommen. Der Schreibstil insgesamt ist nett, einige Metaphern sind sehr weit hergeholt, aber alles in allem nicht behindernd. Durch die kurzen Sätze und die angenehme Kapitellänge werden manche Leser*Innen einen guten Lesefluss haben, sofern sie die oben aufgezählten Fehler während des Lesens ausblenden können.
Ich selbst möchte keine Empfehlung an eine bestimmte Zielgruppe aussprechen - gerichtet ist das Buch aber definitiv an Jugendliche. Ich würde noch hinzufügen, dass gerade sensible Menschen, die gegebenenfalls noch vor ihrem Coming Out stehen, sich nicht von der Protagonistin triggern oder herunterziehen lassen sollten, da das Buch an vielen Stellen dazu einlädt.
Dennoch möchte ich der Autorin meinen Respekt aussprechen; ein Buch zu schreiben erfordert sehr viel Arbeit, Zeit und gerade beim Self-Publishing noch Geld. Sie hat das Buch in ihren Videos gut präsentiert und man konnte ihr ansehen, dass sie sich mit diesem Projekt einen Traum erfüllt hat. (Wenn man sie auf anderen Netzwerken verfolgt, bemerkt man, dass sehr viel ihrer Art und ihrer Persönlichkeit in diesem Buch steckt.) Ich wünsche ihr in diesem Sinne, dass sie ihren Träumen nachgeht und dass sie bei ihrem nächsten Buch auf ihre bisherigen Erfahrungen aufbauen kann und sie auch kritische Meinungen wie diese annimmt. Und ich wünsche ihr definitiv eine gute Lektorin!
Traumtänzerin folgt einer Reihe an lesbischen Jugendbüchern zum Thema Coming Out, die in den letzten Monaten von jungen Autorinnen veröffentlicht wurden. Diese Entwicklung finde ich großartig, denn es braucht Menschen, die (noch) nah an der Zielgruppe sind, um ihre Ängste und Sorgen authentisch darzustellen und ihnen hoffentlich ein bisschen Angst zu nehmen. Den Zeitgeist hat Alicia Zett mit ihrer Geschichte auf jeden Fall eingefangen.
Durch ihren Schreibstil habe ich mich relativ schnell in die Geschichte eingefunden, weil mir diese Art schon aus ähnlichen Büchern bekannt war. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, ihr Schreibstil ist mit eher kurzen Sätzen und einer leichten, manchmal umgangssprachlichen Wortwahl einfach gehalten und trifft damit genau die Zielgruppe der eher jungen Leser ab zwölf Jahren. Leider haben sich sehr viele Kommafehler eingeschlichen und die Zusammenschreibung von kombinierten Wörtern wurde mehr oder weniger ignoriert. Das finde ich sehr schade, da ich das Gefühl habe, dass beim Selfpublishing als Erstes am Lektorat und Korrektorat gespart werden muss. Als ich in der Danksagung las, dass ihre Deutschlehrerinnen seit jeher an ihrer fehlenden Interpunktion – insbesondere der Kommasetzung – verzweifelt sind, musste ich allerdings ein bisschen schmunzeln. 😀
Am gelungensten fand ich die Charakterdarstellung von Charlies neuem Love Interest. Für mich war zwar schnell klar, wer das sein würde, aber auf Grund der Spoilergefahr werde ich den Namen trotzdem nicht nennen. Wie diese Person sich Charlie und auch ihrer Familie gegenüber verhält, fand ich einfach nur herzerwärmend und mutig. Ich kann sehr gut verstehen, warum Charlie ihr verfällt. Zu Charlie selbst habe ich leider kaum Zugang gefunden. Sie hält sich auch dem Leser gegenüber recht verschlossen und so hatte ich das Gefühl, als Bebachter außen zu stehen, obwohl die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Auch wenn es durchaus realistisch ist, dass ein Charakter in Charlies Situation so verkrampft und verschlossen agiert, hätte ich mir doch gewünscht, mehr von ihrem Innenleben zu erfahren.
Die übrigen Charaktere bauen sich auf alteingesessenen Klischees auf: Der theatralische schwule beste Freund, die topmodische, mobbende Zicken-Clique, ein aggresiver Vater, eine schwache, zurückhaltende Mutter und nicht zuletzt die engelsgleiche beste Freundin, die aus der Ferne einem gutaussehenden Typen hinterherschmachtet. Diese Klischees haben mich zwar gestört, weil ich in Büchern gerne etwas fernab der Norm lese und damit gerade im Kopf von jungen Lesern ein Bild von Stereotypen gefestigt werden könnte, allerdings glaube ich auch, dass diese Stereotypen oft gar nicht so unrealistisch sind. Ich bin in meinem Leben genauso schon einem theatralisch-schwulen Luke begegenet, wie ich mich im Jugendalter sowohl in Chalies Verklemmtheit, als auch in der Mädelsgruppe der »VIPs«, wiederfinden konnte. Dass Frauen in Gegenwart gewalttätiger Männer oft den Kopf einziehen und nicht für sich selbst einstehen, ist leider wohl auch viel häufiger der Fall, als ich mir das wünschen würde. Dennoch hat mir besonders bei Charlie die Charakterentwicklung gefehlt. Bis zum Schluss verhält sie sich großteils passiv und kann auch in den letzten beiden Möglichkeiten nicht über ihren Schatten springen, etwas riskieren und für sich einstehen. Auch das ist kein Muss in einer Geschichte, doch in einem Coming-Out-Roman hätte ich mir diese Entwicklung zum Mutigsein einfach gewünscht.
Die ersten 300 Seiten haben mich stark an Unser Platz in dieser Welt erinnert, der Teil, in dem Charlie sich mit ihren Gefühlen und ihrer Sexualität auseinandersetzt. Er verläuft großteils ruhig und wird lediglich von ein paar Coming-Out-Szenen unterbrochen, die ich sehr gelungen finde. Jede verläuft anders, kostet die Protagonistin Mut, Kraft und Überwindung und lässt einem bei jedem Mal das Herz ein Stückchen leichter werden. Eine dieser Szenen hat mich zu Tränen gerührt und ich habe darin genau das gefunden, was ich im Rest der Geschichte etwas vermisst habe. Im letzten Viertel gewinnt die Story rasant an Tempo und hat in mir ähnliche Gefühle wie SAMe Love (Nur mit dir) ausgelöst. Die Dramatik steigt – wird jedoch deutlich schneller wieder aufgelöst.
Zum Ende hat die Autorin nicht alle Handlungsstränge aufgelöst. Es ist in mancher Hinsicht ein offenes Ende und ich frage mich, ob sie nicht den richtigen Weg gefunden hat, die Handlung abzuschließen oder ob sie sich damit die Möglichkeit einer Fortsetzung offenhalten wollte – denn der Grund für Charlies dramatisches Handeln besteht nach wie vor und eine Lösungsmöglichkeit wurde nicht angedeutet. Möglicherweise wird diese Auflösung aber auch Teil ihres Bachelorfilms, wenn man dem Nachwort Glauben schenkt… 😉 Denn Alicia Zimmermann studiert Motion Pictures und wird ihren Abschlussfilm über diese Geschichte drehen.
Fazit
Traumtänzerin ist ein weitgehend ruhiger Coming-Out-Roman über ein Mädchen, das, anstatt in seiner heterosexuellen besten Freundin, die erste große Liebe ganz unverhofft in einem anderen Mädchen findet. Es geht um Selbstfindung, Freundschaft und den Umgang mit Gewalt in der Familie, dem sich Charlie stellen muss und so ein bisschen erwachsener wird. Auch wenn mich die Geschichte durch einige Schwächen nicht ganz überzeugen konnte, wird sie gerade jüngeren Leserinnen und Fans von Unser Platz in dieser Welt und SAMe Love (Nur mit dir) vermutlich gut gefallen. Für einen Debütroman ohne starken Verlag im Rücken lässt er sich schnell und leicht lesen und zeugt vom Potenzial der jungen Autorin Alicia Zett, das sich noch weiter ausschöpfen lässt.
Meine Rezension kommt wahrscheinlich reichlich spät, aber da ich schon einmal hier bin, habe ich mir gedacht, dass ich auch meine Gedanken und Erfahrungen mit diesem Buch äußere.
Zuerst einmal die Vorgeschichte: ich verfolge Alicia schon sehr lange und habe damals hautnah miterlebt, wie sie zum ersten Mal von ihrem Buch gesprochen hat. Ich fand es damals sehr interessant, weil sie die erste Autorin war, bei der ich den Anfang ihrer Schriftstellerkarriere miterlebt habe. Zumal ich zu diesem Zeitpunkt nicht viele queere Bücher gelesen hatte und deswegen umso gespannter auf dieses Buch war. Um es vorweg zu nehmen, das Buch hat nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Aber das ist meine ganz persönliche Rezension, natürlich können die Meinungen an manchen Punkten auseinander gehen.
Also, zuerst das COVER: mir gefallen das Design und die Farbtöne sehr. Auch die Illustration finde ich sehr schön. Vor allem den Regenbogen liebe ich sehr! Aber meiner Meinung nach, hat der Titel und das Cover des Buches, nicht wirklich den Kern des Inhalts getroffen. Es kommt eine Tanzszene am Ende des Buches vor, aber im Vergleich zu der Gesamtgeschichte, spielt sie nicht sooo eine große Rolle, auch wenn dort Charlie und Vicky zueinander finden. Na ja, das Cover soll ja vorrangig ansprechend sein und betrachtet man das angesprochene Publikum (jüngere Jugendliche), ist es auf jeden Fall gelungen.
Kommen wir zu den KAPITELN: Die Kapitel hatten für mich eine perfekte Länge, die Mischung aus, nicht zu lang und nicht zu kurz. Die Länge entsprach dem Satz: "Ein Kapitel geht noch". Außerdem hat jedes Kapitelende eine kleine Zeichnung, die ich sehr süß finde, aber nicht unbedingt wichtig für den Inhalt des Kapitels. Für mich persönlich waren sie weder störend, noch nötig gewesen, aber es gibt bestimmt Leser*innen, die sich über diese kleinen Details gefreut haben.
Jetzt folgt ein Punkt, dem ich eher negativ gegenübertrete, den SCHREIBSTIL: Ich muss sagen, das, als ich das Buch angefangen habe, schon leicht enttäuscht war, weil der Schreibstil, der Autorin nicht meinen Geschmack getroffen hat. Jemand hat mal gesagt, dass der Schreibstil egal sei, solange das Buch spannend ist. Denn, wenn das Buch spannend ist und die Leserschaft fesselt, kann es noch so schlecht geschrieben sein, die Leserschaft wird es, um der spannenden Handlung, trotzdem lesen. Ich finde das trifft es ziemlich genau, auch wenn eine spannende Handlung und ein gelungener Schreibstil oft Hand in Hand gehen. Jedenfalls ist Alicias Schreibstil, die Art, die ich als Wattpad Fanfiction beschreiben würde. Ihr Schreibstil ist wie eine gute geschriebene Geschichte, die auf Wattpad hochgeladen wurde. Das meine ich ohne Wertung, es soll lediglich den Schreibstil erklären. Sie schreibt lange Sätze, manchmal abgehakte Nebensätze. Es ist nicht so, dass sie schlecht schreibt, es gibt keinen schlechten Schreibstil, das kann man meistens nur subjektiv bewerten. Aber mir persönlich war ihr Schreibstil zu kitschig. Trotzdem schreibt sie verständlich, einfach und gefühlsbetont. Angesichts ihrer Zielgruppe (meiner Meinung nach jüngere Jugendliche 12-16), ist ihr Schreibstil sogar ansprechender und von Vorteil für die Leserschaft, nur meinen Geschmack hat es eben nicht getroffen.
Als nächstes das SPANNUNGSVERHÄLTNIS: Nun, ich habe es ja eben schon einmal angedeutet, dass es das Wichtigste für ein Buch ist, spannend und fesselnd zu sein (Sachliteratur ausgenommen). Es ist schon eine Weile her, seit ich Traumtänzerin beendet habe, deswegen kann ich das nicht mehr getreu wiedergeben. Ihr Buch war nicht unbedingt sehr spannend, aber es war schon eine Art Wohlfühlbuch in das man gerne eingetaucht ist. So könnte man es am besten beschreiben, finde ich. Das heißt, ob es spannend ist, oder nicht, ist eben davon abhängig, wie sehr einen Liebesgeschichten auf diese Weise fesseln können.
Zum Schluss der INHALT und die FIGUREN: Zum Inhalt will ich nicht zu viel verraten. An sich mag ich die Handlung, da es ja um Charlie geht, die sich ihrer Homosexualität bewusst wird und sich nach und nach outet usw. Ich fand es auch gut, dass es nebenbei auch ein bisschen um ihren Vater geht, der ihr das Leben nicht gerade leicht macht, um es nett auszudrücken. Leider hat die Autorin diese Geschichte nicht bis zum äußersten geschaukelt, mir hat das persönlich gefehlt, aber ich schätze ihr Fokus lag halt einfach mehr auf der Liebesgeschichte. Trotzdem hätte sie das Potential noch mehr ausschöpfen können. Zu den Figuren ist mir vieles Missfallen. Erst einmal gibt es eine "Clique" in diesem Buch, die Charlie und ihre Freunde als die "VIP's" bezeichnen. Diese Clique ist wirklich ein lebender Abklatsch von jeder amerikanischen Teenage Serie in der so eine Dreierclique aus femininen Mädchen besteht, die die anderen Mädchen demütigen und mobben. Diese Clique hat mich wirklich ein bisschen an Mean Girls erinnert. Jedenfalls fand ich das sehr untypisch, ja so eine Clique kommt oft vor in Teenage Serien, aber die Figuren sollen ja alle mindestens schon 17 oder 18 sein und sind kurz vor dem Abitur. Da erschien mir persönlich diese Zusammensetzung ein bisschen zu amerikanisch und zu übertrieben. Des Weiteren ist Charlie mit Luke befreundet, der total das Klischee eines schwulen besten Freundes erfüllt, den sich gefühlt jedes zweite heterosexuelle cis- Mädchen wünscht. Nun, man kann nicht abstreiten, dass diese Klischees wirklich existieren und an ihnen ist auch nichts auszusetzen, trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich Alicia ziemlich vieler Klischees bedient und sie ein bisschen zu übertrieben darstellt. Ich habe nichts gegen einen Klischeehaften schwulen, besten Freund, nur gerade von einer queeren Autorin hätte ich erwartet, dass gerade bei queeren Personen mehr Tiefgang gelegt wird und sie nicht ganz dem Klischee entsprechen.
Kommen wir zu guter letzt zu Charlie, die ich auch nicht wirklich liebgewonnen habe, aber auch nicht wirklich hasse. Sie ist meiner Meinung nach eher unreflektiert und wertet vieles ab, oder stellt es ins Negative, woraufhin davon ausgegangen wird, dass die Leserschaft einfach ihre Meinung übernimmt. Jedenfalls kann ich nicht viel zu ihr sagen, weil ich es auch nicht mehr so genau im Kopf habe und sie für mich auch kein interessanter Charakter war. Anders als Vicky (ich hätte lieber ein Buch aus ihrer Sicht gelesen). Aber man kann nicht alles haben und auch nicht alles lieben.
FAZIT: Für jüngere Leser*innen war Alicia's Buch bestimmt ansprechender als für mich. An sich mag ich ihre Handlung, nur schöpft sie nicht das ganze Potential aus ihrer Geschichte. Außerdem benutzt sie viele Klischees, sowie die VIP's, die eher an eine Clique aus 14-jährigen erinnert, als an Abiturienten, aber na ja. Zu Luke, da kann man sagen, dass es eben durchaus Menschen gibt, die solchen Klischees entsprechen und wir sie deswegen nicht sofort abwerten sollten. Trotzdem fand ich ihre Charaktere, außer Charlie und Vicky zu flach (und vielleicht noch Mia), aber da die anderen ja sowieso nur Nebencharaktere sind, ist das nicht soo tragisch. Was mir gefallen hat, war ihre einfache, verständliche Schreibweise, ihre perfekten Kapitellängen und das es wirklich ein Wohlfühlbuch war, in das man gerne eingetaucht ist. Was mir nicht gefallen hat, waren eben diese Klischees, ihr Wattpad ähnlicher Schreibstil, der mir auch ein bisschen zu kitschig war. Z.B am Ende steht: "In einer beschönigen Variante wäre zwischen mir und Mia jetzt wieder alles so wie früher. Doch das hier ist nun einmal die Realität. Und die ist manchmal ziemlich scheiße…" Mia ist Charlies beste Freundin, die sich im Laufe des Buches von ihr distanziert, als sie erfährt, dass sie lesbisch ist. Dieser Satz hat mir noch einmal gezeigt, dass die Autorin unbedingt zeigen wollte, dass ihr Buch kein richtiges Happy End hat, bzw nicht so ist wie die anderen Bücher und das hat bei mir einen negativen Beigeschmack hinterlassen. Wenn ein Buch wirklich so der Realität entsprechen würde, oder kein richtiges Happy End hätte, dann müsste man das am Ende nicht explizit erwähnen.
Aber allem in allem ist es eine süße und schöne Liebesgeschichte, in der die Protagonistin einigen Problemen gegenübersteht. Ich kann es auf jeden Fall für 12 bis 16-jährige empfehlen, und für diejenigen, die gerne in solche Wohlfühlbücher eintauchen wollen.
Ich hoffe meine Rezension konnte irgendjemanden helfen.
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Zusammenfassung: Charlie macht gerade ihr Abitur und in ihrem Leben geht es drunter und drüber. Sie distanziert sich immer mehr von ihrem Vater und auch die Liebe macht es ihr nicht leicht, denn sie ist in ihre beste Freundin Mia verliebt. Während sie nur Augen für Mia hat, bemerkt sie nicht, dass jemand anderes in sie verliebt ist. Jemand, von dem sie es absolut nicht erwartet hätte.
Cover: Ich finde das Cover an sich schlicht, aber schön, kann nur leider nicht wirklich den Bezug zum Buch sehen. Die Szene, die das Cover abbildet ist nur sehr kurz und nicht wichtig für die Handlung, deshalb hätte meiner Meinung nach ein anderes Cover verwendet werden können, ich finde es aber absolut nicht schlimm so, wie es jetzt ist.
Schreibstil: Der Schreibstil war sehr flüssig und es hat Spaß gemacht, der Handlung zu folgen. Ich kam ziemlich schnell voran und deshalb hat der Schreibstil mir auch sehr gut gefallen!
Handlung: Die Geschichte spielte wie die meisten Jugendbücher in einer weiterführenden Schule, dies wurde meiner Meinung nach aber eher nicht priorisiert, was ich ganz angenehm finde, da man bei manch anderen Büchern das Gefühl hat, die Protagonisten würden beinahe schon in der Schule leben! Ich fand die Handlung sehr realitätsnah, was mir sehr gefallen hat! Außerdem gab es viele Stellen, wo ich mit der Protagonistin mitfühlen konnte, seien es die traurigen aber auch die witzigen
Charakter: Besonders toll finde ich, dass wir Charlie in ihrer Entwicklung begleiten. Zu realisieren, dass man Homosexuell ist, bringt viele Probleme mit sich, aber Charlie hat sich super entwickelt und die Probleme erfolgreich gemeistert!
Danksagung: Kommen wir zum einzigen Punkt, der mich an diesem Buch gestört hat: Joanne K. Rowling hat einen Platz in Alicia Zett´s Danksagung erhalten, was ich nicht verstehe, da Rowling eine diskriminierende Person ist, die sich vorallem Transfeindlich geäußert hat. Meiner Meinung nach hat ihr Name also nichts in einem LGBT-Freundlichen Buch zu suchen.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gefallen und ich danke Alicia Zett dafür, dass sie Charlie´s Geschichte verwirklicht hat. Ich habe das Lesen sehr genossen und das Buch hat eindeutig Wohlfühlbuch-Potential.
"Traumtänzerin" ist das erste Buch von Alicia Zett und da es mich extrem angesprochen hat, musste ich es einfach lesen. Das Cover hat mich auch geködert, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich schöne Buchcover liebe!
Zum Inhalt noch etwas genauer: Die 18-jährige Charlie hat ein Geheimnis, dass sie lange für sich behält: sie ist lesbisch. Das kann sie aber nicht einmal ihren besten Freunden sagen, denn immerhin ist sie in Mia verliebt, die nebenbei ihre beste Freundin ist. Aber ihre Sexualität ist nicht das einzige, womit Charlie im Moment zu kämpfen hat. Denn das Abitur steht an und nebenbei ist ihr Verhältnis zu ihrem Vater nicht gerade das Beste, was vor allem daran liegt, dass er seine Probleme falsch verarbeitet. Nach einer Party kommt es dazu, dass Charlie sich ihrem anderen besten Freund Luke anvertraut, der schwul ist und sie in diesem Moment bestens versteht. Das Outing vor ihrer Mutter verläuft ebenfalls bestens, aber Charlie ahnt nicht, dass ihre Mutter es an ihren Vater weiter gibt, welcher nicht ganz so begeistert von der Sache ist. Durch die ganzen Gefühle für Mia und das andere Durcheinander, merkt Charlie gar nicht, dass es da noch eine andere Person gibt, die sehr starke Gefühle für sie empfindet...
Und mit diesem Buch befindet sich unter den ganzen Jugendbüchern eine weitere Geschichte, die die Liebe zwischen zwei Mädchen als Thema hat. Das Szenario kommt einem bekannt vor und scheint auf den ersten Blick nicht so originell, aber manchmal täuscht der erste Eindruck auch. Ich fang dieses Mal bei dem Cover und der generellen Aufmachung des Buches an. Man hat die Silhouetten der zwei Mädchen, die miteinander tanzen und in diesen Silhouetten ein Stück Universum, denn die Sterne funkeln nur vor sich hin, wenn man einen genaueren Blick darauf wirft. Ich finde es wahnsinnig schön, da dieses Motiv echt toll ist und auch die restlichen Farben gut harmonieren. Eine weitere Sache, die genial ist, ist der Regenbogen auf dem Buchrücken. Dadurch erkennt man sofort, dass es ein LGBT Roman ist. Die Aufmachung im Buch selbst ist total süß, denn an das Ende eines Kapitels ist durch ein passendes Bildchen ergänzt, was die Freude beim Lesen größer macht. So, und nun zum Eingemachten, dem Inhalt: die Idee, die Alicia Zett hatte, ist nicht wirklich originell, denn wie oft hatten wir schon eine Geschichte, in der der/die Protagonist/in in die/den beste/n Freund/in verliebt ist? Aber hier hatte man dennoch andere Aspekte, die dazu geführt haben, dass mir das Buch dennoch so gut gefallen hat. Man hat zum einen Charlies Sexualität und auf der andere Seite die komplizierte Beziehung zu ihrem Vater, die in meinen Augen sehr gut dargestellt ist, denn man hat auch den Aspekt mit der Mutter, die den Vater erträgt, damit ihre Kinder ein besseres Leben haben. Im Endeffekt ging es eher darum, dass Charlie lernt die Angst zu ihrem Vater zu überwinden und damit ihr Leben so zu leben, wie sie es möchte. Daher hat es mir super gut gefallen. Die Umsetzung der Geschichte ist der Autorin gut gelungen, auch, wenn es an manchen Stellen etwas holprig war. Die Wendungen kamen an den passenden Stellen und auch die Entwicklung der Liebesgeschichte in Bezug auf diese andere Person hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist locker und lässt sich sehr leicht lesen, nur fand ich, dass man schon gemerkt hat, dass es das erste Buch von Alicia Zett ist. Die Wortwahl war nicht in allen Fällen ideal, aber das kann ich der Autorin nicht verübeln, denn ich glaube kaum, dass ich selbst es da besser gemacht hätte. Ich schätze, dass es einfach Übung braucht, aber dennoch hat die Autorin ihren eigenen Stil gefunden, denn sie ist ihm über das ganze Buch über treu geblieben. Die Charaktere, die Alicia gestaltet hat, wachsen dem Leser bis auf einige Ausnahmen ans Herz. Gerade Charlie ist eine sehr liebenswerte Protagonistin, in die man sich als Leser sehr gut hinein versetzen kann. Ich habe gerne aus ihrer Sicht gelesen und das Gefühl gehabt mit ihr zusammen die Geschichte zu erleben. Als Leser fiebert man mit ihr mit und fühlt auch die Dinge, die sie fühlt. So macht das Lesen am meisten Spaß! Luke, der beste Freund, der schwul ist (ja, ein Klischee) wächst einem sofort ans Herz. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht wirklich vorstellen, dass man ihn nicht gern hat. Über Mia sage ich kurz etwas: sie war ein Charakter, den ich nicht wirklich mochte. Charlies Vater mag man zwar auch nicht, aber er ist wirklich raffiniert gestaltet. Als Leser möchte man ihn verstehen lernen und die Beweggründe seines Handelns heraus finden, was man tatsächlich auch tut. Und die geheimnisvolle Fremde wächst dem Leser in meinen Augen ebenfalls ans Herz, auch wenn ich mich über so einige Sachen gewundert habe. Aber mehr sage ich euch nicht, denn sonst nehme ich euch ja vorweg, wer es denn sein könnte (auch, wenn mir das ziemlich schnell klar war).
Mein Fazit: Ich empfehle dieses Buch weiter, vor allem an jüngere Mädchen (und Jungs), die ebenfalls gerade mit ähnlichen Problemen kämpfen wie Charlie. Ich denke, dass es ihnen weiter helfen könnte. Aber ich empfehle es auch an alle anderen weiter, die Lust auf eine süße Liebesgeschichte haben! Ich gebe "Traumtänzerin" von Alicia Zett insgesamt 3,5 von 5 Sternen, da es in meinen Augen ein echt gutes Buch ist, aber Luft nach oben ist noch und ich bin mir sicher, dass die Autorin diese Luft nutzen wird, wenn sie weitere Bücher schreibt.
„.. und die Welt um mich herum dreht sich weiter. Nur ich bin irgendwie stecken geblieben.“
Wow. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
Als das Buch gestern erschien, musste ich es sofort haben und loslegen - und ich bereue es nicht. Eine wunderschöne Geschichte.
Der Schreibstil war locker-leicht, witzig, aber auch oft sehr berührend. Ich hatte Tränen in den Augen, ich habe laut gelacht. Diese Geschichte macht was mit einem!
Charlie war ein super toller Charakter, mit dem ich mich oft identifizieren konnte, vielleicht habe ich auch grade deswegen so sehr mitgefühlt. Ich bin auch sehr froh, wie sich die Liebesgeschichte entwickelt hat.. nicht so wie man es anfangs vielleicht erwartet! So war es viel, viel besser.
Ich danke der Autorin für diese wunderschöne LGBT-Geschichte, ich wünschte solche Geschichten wären mehr Alltag. Gerade für Leute wie mich, selber bisexuell, sind solche Bücher wahnsinnig aufbauend und hilfreich.
A wonderfull teenage love story that really got me. I really enjoyed this book even though it was too much unnecessary drama at one point which I thought didn't need to have happened to make it a good book. All in all a cute, funny and interesting story that' quiet enjoyable.
Ich finde es ganz, ganz schwierig, dieses Buch zu bewerten. Vorab: Ich war riesiger Fan des YouTube-Channels der Autorin, als ich noch aktiv YouTube geschaut habe, war also dementsprechend gespannt auf ihren ersten Roman! Ich glaube jedoch, dass ich mir vor allem für die erste Hälfte ein wenig zu viel erwartet habe und tatsächlich etwas enttäuscht darüber war, wie vorhersehbar vieles war, weshalb ich es bis dahin als ein wenig fad empfand. (Trotz des beeindruckenden Schreibstils!) Trotz aller Kritik, gab es aber einige Stellen, die mich dazu gebracht haben, meine Meinung zu ändern (siehe der Abschnitt mit den Spoilern), weshalb man die ersten 150 Seiten definitiv lesen sollte, um danach in die eigentliche Tiefe des Buches zu gelangen.
*SPOILER*
Ab der Stelle, an der sich Charlie vor ihrer Mutter geoutet hat, wusste ich, dass mehr dahinter steckt (vor allem, weil diese Stelle mir tatsächlich die ein oder andere Träne entlockt hat!). Die Probleme mit ihrem Vater, die immer weiter ausgeführt wurden, fand ich unfassbar interessant und packend, dass sich die Beziehung zu Viky vorerst positiv entwickelt war relativ vorhersehbar, dennoch sehr schön ausgeführt. Die Stelle, an der Viky und Charlies Vater aufeinandertreffen war ohne Zweifel die packendste und die allgemeine Entwicklung dahin ist der Grund für 4 Sterne, die ich dem Buch statt 3 Sternen vergebe.
Also erstmal die Sachen, die ich nicht so gut fand: - Durch den Klappentext und auch so war mir schnell klar, wie sich gewisse Handlungsstränge entwickeln würden. Das war aber nicht so schlimm, weil auch noch andere Dinge passiert sind, die ich nicht erwartet habe. - Leider fiel es mir schwer, nicht die Autorin und ihre Freundin in den Personen Charlie und *Spoiler* zu sehen, was dazu führte, dass ich mich des Öfteren gefragt habe, inwiefern Dinge aus dem Buch auch Dinge aus dem Leben der Autorin sind (geht Menschen, die die beiden nicht von YouTube kennen, wahrscheinlich nicht so :)) - Ganz ab und zu gab es mal Formulierungen, die etwas ungeschickt wirkten und aus dem Lesefluss rausgerissen haben. (Vielleicht aber auch nur meine persönliche Empfindung)
Dinge, die ich gut fand: - Viele Sachen, die Charlie in ihrem Coming-Out-Prozess erlebt, kamen mir sehr bekannt vor und ich konnte mich in ihr wiedererkennen. - Ich musste an manchen Stellen lachen und mir kamen tatsächlich an einer Stelle Tränen, was bei Büchern nicht so häufig passiert. - Ich weiß, dass ich dieses Buch in dem Alter, in dem ich mir über Sexualität usw. Gedanken gemacht habe, absolut geliebt/gebraucht hätte.
Hatte das Buch vor paar Jahren gekauft aber ist irgendwie untergangen und noch nicht gelesen worden. Leicht zu lesen, am Anfang noch recht spanned und sympatisch. Ab Seite 300 war es einfach nur noch ungenehm. Der Name&das Cover haben nichts mit dem Buch zu tun. Getanzt wird nie und das fühlt sich wie Clickbait in Bücherform an. Der große Konflikt des Buches ist am Ende nicht gelößt. Und diese Mobberindieinwirklichkeitverliebtist Storyline verstehe ich null & sie hat für den Plot eigentlich keine Rolle gespielt. Generell hat mir Persönlichkeit in Vicky gefehlt aber na ja.
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Charlie steht kurz davor ihr Abitur abzuschließen. Ihre besten Freunde Mia und Luke stehen immer an ihrer Seite. Doch Charlie hat ein Geheimnis. Sie ist in ihre beste Freundin Mia verliebt und hat keinen dem sie sich anvertrauen kann. Und während sie dabei ist ihre Sexualität zu akzeptieren bemerkt sie gar nicht, dass es jemanden gibt, der ein Auge auf sie geworfen hat…
Dieses Buch hat einen großen Platz in meinem Herzen. Dies ist eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Coming Out, Freundschaft und Identität. Ich würde dieses Buch jedem in die Hand drücken der gerade dabei ist sich selbst zu finden, sich zu entwickeln und herauszufinden, was die Person gut findet. Dieses Buch war ein Highlight und bekommt eine dicke Empfehlung von mir!
Ich habe diese Geschichte nicht mehr aus den Händen legen können. Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert. Außerdem hat mir das Buch damals wirklich gut geholfen, als ich mir selbst noch nicht bewusst war, welche Sexualität ich habe. Für manche ist dieses Buch vielleicht zu kitschig, doch für mich war es genau richtig.
Charlie ist eine echt tolle Protagonistin, mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Mal abgesehen von den Problemen mit ihrem Vater, konnte ich ihre Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen und mich in diese hineinversetzen. Charlie macht in diesem Buch manchmal ein paar Dinge, die unüberlegt und nicht sehr sinnvoll sind, aber jeder der ein Outing bzw. ein Outing Prozess durchmacht, weiß, dass man nicht immer klar denken und handeln kann. Zumindest war es bei mir damals genauso.
Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr gerne. Ich möchte nun auch nicht verraten, wer diese Frau ist die ein Auge auf Charlie geworfen hat, da es ja sonst zu langweilig wäre. Dennoch möchte ich anmerken, dass ich es mutig von ihr finde, weiter dran zu glauben und immer wieder versucht auf Charlie zuzugehen. Echt mutig von ihr, dass hätte ich mir absolut nicht zugetraut. Ich mochte diese Frau echt gerne, denn sie wusste was sie möchte und hat auch dafür gekämpft dies zu bekommen. Zu den beiden besten Freunden Mia und Luke kann ich auch nur sagen, dass ich sie wirklich gerne mochte und ich sie auch ins Herz geschlossen habe. Echt tolle Charaktere, mit Persönlichkeit und Tiefgründigkeit.
Ich mag Alicia Zetts Schreibstil echt gerne und habe mich voll und ganz in dieser Geschichte verloren. Ich hoffe sehr, dass Alicia Zett noch mehrere Bücher schreibt, die mich so in ihren Bann ziehen. Alicia Zett schreibt gefühlvoll, locker, leicht und sehr flüssig. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe jedes einzelne Kapitel in vollen Zügen genossen.
,,Traumtänzerin‘‘ ist ein Buch, was mir bei meinem eigenen Coming Out sehr geholfen hat. Deshalb glaube ich auch, dass es anderen Menschen helfen könnte. Alicia Zett ist ja selbst queer und hat dadurch einem einen echt guten Einblick in diese Welt ermöglichen können. Vielen, vielen Dank Alicia für diese emotionale und gefühlvolle Geschichte.
Ich muss sagen, dieses Buch war mit Abstand das schönste das ich seit langem gelesen habe. Der Schreibstil hat mir super gut gefallen. Die Geschichte hat mich sehr berührt, da ich mich so gut mir Charlie identifizieren konnte. Vicky ist einfach toll. Ich wusste von dem ersten Moment indem sie nett zu ihr war, dass sie die Person ist die auf dem Klappentext erwähnt wird. Ich bin sehr froh das dieses Buch geschrieben wurde. Es hat mir nochmal einiges klargemacht und ich kann sagen, auch wenn das vielleicht komisch klingt, dass es mir in manchen Punkten die Augen geöffnet hat. Ich werde die beiden niemals vergessen. Es wird mir im Hinterkopf bleiben. Das was mich am meisten “verletzt” hat, also in dem Moment für Charlie war ihr Coming out vor Mia. Es tat mir so leid, dass mia sich abgewandt hat und sichtlich Abstand gehalten hat. Ich finde diese Reaktion nicht richtig und doch passiert sie auch in der Realität immer und immer wieder. Das Buch war mein bisheriges Jahreshighlight.
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Ich will Danke sagen... Danke Alicia, dass du uns dieses Buch geschenkt hast. Vielleicht wusste ich ziemlich bald, dass Viky versucht an Charlie ranzukommen. Dass sie ebenfalls nicht hetero ist. Und doch hat mich dieses Buch anfangs zum Schmunzeln, dann zum Lachen (ja, die tollen HP-Anspielungen) und schließlich auch zum Weinen gebracht. Meine Gedanken wandern umher, und beschäftigen sich gerade mit mir selbst. Schon längere Zeit weiß ich einfach nicht, wohin ich gehöre. Dieses Buch hat mir wirklich geholfen, ich habe mit Charlie mitgefühlt, sie verstanden. Ich habe ihren Vater und Mia gehasst, weil sie zu dumm sind um zu erkennen, was für ein toller Mensch Charlie ist, wie normal es ist, nicht hetero zu sein. Ich denke, du hast den Bereich der LGBTQ+ Bücher nicht nur vergrößert sondern auch aufgewertet. Ich hoffe, dass viele Menschen dieses Buch lesen, da es einfach eine tolle Botschaft rüberbringt. Danke! <3
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Der Debut Roman von Alicia Zett hat mir tatsächlich schr gut gefallen. Die Protagonistin ist grade dabei ihre Abi-Prüfungen zu schreiben und deshalb hatte ich Sorge, dass ich mich nicht mehr so wirklich in die Geschichte reinfinden kann (hab meine Abiprüfungen zum Glück schon vor einigen Jahren geschrieben). Das war nach einigen Kapiteln aber überhaupt kein Problem mehr. Es ist eine unglaublich süße, queere Geschichte über die erste Liebe, das eigene Coming-Out und aber auch sehr ernste Themen wie Gewalt in der Familie. Ich wünschte ich hätte dieses Buch als Teenager gehabt, ich glaube, dass ich mich dann noch mehr in der Geschichte wiedergefunden hätte. Ich hier die aufkeimende lesbische Liebe sehr gut mitfühlen und an einigen Stellen hab ich sogar vom Mitfiebern laut aufgequiekt (#gaypanic) haha. Also meiner Meinung nach eine authentische Liebesgeschichte bei der ich Spaß beim Lesen hatte
Wieder einmal ein Buch, welches ich zu gerne in meiner Jugend und Findungsphase gelesen hätte. Es ist einfach und schnell zu lesen und dennoch fühlt man/frau komplett mit.
Ich hatte regelmäßig Throwbacks beim Lesen des Buches. Sei es das 1. Shoppen in der Männerabteilung, das Outing bei der Mutter oder das Gefühl, recht unerwartet einen Menschen zu treffen, der einem Gefühle beschert, die man sich vorher nie hätte vorstellen können.
Alicia ist ein nahbarer Mensch, jung und es ist ihr Debütroman. Ich finde es bewundernswert, dass sie ihren Traum zur Realität gemacht hat. Hätte es diese Art Bücher, die LGBTQ-Jugendbücher, schon zu meiner Teenie Zeit gegeben, wer weiß, vielleicht hätte mich das inspiriert endlich ein eigenes Buch zu schreiben. Aber es ist nie zu spät - dann bin ich halt JETZT unfassbar inspiriert und motiviert worden durch diese Geschichte. Danke!
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Einfach nur genial. Habe es in nur 6 Stunden gelesen. Es ist so schön geschrieben, so ein Schöner Schreibstil und eine so schöne Geschichte. Und natürlich eine mega gute Autorin und das sage ich nicht nur weil sie meine Lieblings Youtuberin ist. Das ist eine der wenigen Bücher in denen ich sehr gerne Leben würde. Bei vielen gibt es etwas was ich nicht erleben möchte aber ich würde sehr gerne Ein Leben wie Mia oder Viky führen. Es gibt Sachen bei denen ich geheult habe aber auch Sachen bei denen ich gelacht habe. Ich habe mit gefühlt. Und die Charakter haben den Größten Platz in meinem Herzen was Buch Charakter angeht. Ich liebe es!!!
Traumtänzerin war eines der ersten LGBTQ* Bücher die ich gelesen hab, und es hat mich komplett umgehauen. Nicht weil die Geschichte so wahnsinnig einzigartig oder besonders ist, sondern eher, weil sie eben das nicht ist. Weil sie so real ist, dass es fast weh tut. Und einen gleichzeitig so glücklich macht beim lesen! Und an Alicia: Ich liebe deinen Schreibstil generell, ich hab Traumtänzerin jetzt zweimal gelesen und Not your Type einmal, die anderen Bücher würde ich mir ja sofort auch holen, aber ich bin leider nicht allzu reich also warte ich (wie immer) bis irgendjemand seine gebrauchten Versionen verkauft xD. Danke dir, ich liebe deine Bücher!
Zu aller Erst, ich liebe Alicia's Schreibstil. Der Anfang war bei mir etwas holprig aber danach habe ich die Geschichte förmlich verschlungen. Ich konnte gar nicht aufhören, was dazu geführt hat, dass ich über die Hälfte des Buches in zwei Tagen durchgelesen habe. Alles im allem kann ich sagen, dass sie LGBTQ+ Community ein neues wundervolles Buch dazu bekommen hat. Ich kann es wirklich jedem nur ans Herz legen.
Sehr schöne Geschichte, die sich schnell durchlesen lässt. Durch den Klappentext etwas vorhersehbar, was ich aber absolut nicht schlimm fand. Einen Stern Abzug, da das Lektorat leider überhaupt keine gründliche Arbeit geleistet hat und ich auf fast jeder Seite kleinere und größere Fehler entdecken konnte, was den Lesefluss stark gestört hat. Alles in allem hat mich die Story aber sehr an meine eigene Abiturzeit zurückerinnert und mich an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln gebracht :)
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher aler Zeiten. Es behandelt das Thema Homosexualität so schön jnd nicht, wie manche Bücher, so aufdringlich. Man geht mit Charlie den Weg wie sie erkennt das sie nucht Hetero ist und wie sie über ihren Herzschmerz hinweg kommt. Jedes Ereigniss in ihrem Keben trifft einen selbst u d man hat ab der ersten Seite so viel Mitgefühl mit ihr.
Ich fand es sehr schön! Besser als erwartet. Der Anfang ging so, aber es bessert sich! Am Ende habe ich gesehen dass es sogar auch verfilmt wurde und habe sofort nach geschaut. Aber ich habe es mir nicht angeguckt da ich mir die Charaktere sehr anders vorstelle. Das ist aber ja oft so, wenn ein Buch verfilmt wird.
Das Buch war soo großartig! Durch die kurzen Kapitel hatte man einen sehr angenehmen Lesefluss. Nicht selten habe ich länger gelesen, als beabsichtigt, denn es ist "ja nur noch ein kurzes Kapitel"(oder zwei oder drei...) Vielen Dank auf jeden Fall an Alicia für dieses wundervolle Buch
Geniales Buch!!! Ich hab ein halbes Jahr darauf gewartet es endlich lesen zu können und 7ch muss sagen, es hat sich jeder Tag gelohnt zu warten :) Ich liebe es so sehr dass ich ich wahrscheinlich ganz oft lesen werde <3