С романа „Край развалините на Вавилон“ вие отново може да изживеете напрежението, изпълващо бурния живот на героите на Карл Май. Ще узнаете как едно събитие, случило се много години назад, за което сте чели в първата книга „Лъвът на кръвното отмъщение“, проявява най-неочаквано своите решаващи последици и става извор на нови, още по-вълнуващи приключения. Мъжеството и безстрашието на Олд Шетърхенд и Хаджи Халеф Омар, тяхната взаимна привързаност са поставени на изпитание. Хора с гореща кръв, те постоянно ни карат да тръпнем в очакване да разберем как ще се справят с поредната опасност. Нетърпението, с което отгръщаме страниците, е оправдано, защото, както обикновено става при истински смели мъже, щастието неотлъчно ги покровителства. То самото сякаш е възхитено от дързостта и предизвикателството, което най-добрите герои на Карл Май отправят към всеки риск.
„Край развалините на Вавилон“ е 2-ри том на блестящата четирилогия „В царството на сребърния лъв“. Останалите томове са:
Karl Friedrich May (also Karol May) was one of the best selling German writers of all time, noted mainly for books set in the American Old West, (best known for the characters of Winnetou and Old Shatterhand) and similar books set in the Orient and Middle East. In addition, he wrote stories set in his native Germany, in China and in South America.
May also wrote poetry and several plays, as well as composing music; he was proficient with several musical instruments. May's musical version of "Ave Maria" became very well known.
@Helmut Wie, zum Gottes Willen, kann man einem Werk aus dem 19. Jahrhundert Rassismus vorwerfen? Für die Zeit um Ende des 19. Jahrhunderts sind May's Romane extrem tolerant und benevolent. Diese Woke-Ideologie hat offensichtlich unübersichtliche Schaden verursacht. Ich habe vor Jahrzehnten auch von Dornröschen und Aschenputtel und Rotkäpchen gelesen, die Geschichten sind auch damals ein Bißchen "verältet" gewesen, jedoch gab es keine schwere Folgen für meine Generation. Heute aber gibt es Teams von Idioten, die diese alte Schmuckstücke überarbeiten und eigentlich verderben. Was da am schlimmsten ist, verderben sie auch unsere Kinder, die ohne KI nicht mer überleben können.
Es hat sich ausgeschmuggelt Die Anreihung von relativ unverknüpften Kurzgeschichten im Irak und Persien namens "Im Reiche des silbernen Löwen" geht weiter - natürlich verfolgen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar weiterhin die Schmugglerbande der Sill und versuchen, ihnen wo es geht in die Suppe zu spucken.
Eine Szene zeigt, was May besonders gut kann - das Aufeinandertreffen gleichgesinnter Geister, so wie Kara Ben Nemsi auf Osman Pascha trifft; das ist hochgradig unterhaltsam und befriedigt die Schadenfreude im Menschen aufs beste. Da dieser gleichgesinnte Geist natürlich kein "Eingeborener", sondern ein zugewanderter Europäer ist, hier dazu aber ein Einwurf. Ich habe May immer gegen Rassismusvorwürfe verteidigt, auch wenn die Nichteuropäer in seinen Roman bis auf wenige Ausnahmen schlecht wegkommen. Doch, das wird mir immer deutlicher, je mehr ich von May lese, ist dieses patronisierende Gehabe des überlegenen Europäers gegen die ungebildeten Beduinen, Kurden und Indianer auch eine Form des Rassismus, die nicht unterschätzt werden darf. Selbst wenn Kara Ben Nemsi immer wohlwollend allen gegenüber auftritt und die Menschen als Menschen behandelt, so ist die koloniale Attitüde gleichzeitig immer spürbar, selbst seinem Freund und Gefährten Halef gegenüber, der, wie besonders in diesem Roman spürbar, auch als immer zu überwachendes Kleinkind gehandhabt werden muss.
Dagegen steht der unnachahmliche Humor Mays; von den wirklich göttlichen Soliloquien Halef Omars bis zur verrückten Beziehung des fetten Onbaschi und des vertrauensseligen Bimbaschi in Bagdad - das ist wirklich stellenweise beste feinsinnige Spaßunterhaltung. Natürlich wäre May nicht May wenn nicht auch in diesem Romanteil dabei gleichzeitig eine Spannung erzeugt wird, die den Leser den Roman kaum weglegen lassen können.
Die Uneinheitlichkeit was die Erzählstruktur dieses Gesamtromans ist dagegen aber noch deutlich erschreckender: Bereits Teil 1 war sehr zerstückelt und abgehackt, Teil 2 setzt dies fort, wenn auch etwas weniger deutlich. Doch spätestens das letzte Kapitel springt dem Leser erneut durch die völlige Loslösung vom Rest des Buchs ins Gesicht. Die zu erfüllende Seitenzahl zwang May zur Aufgabe künstlerischer Kriterien. Schade. Trotzdem ist dieser zweite Teil doch mindestens einen Stern besser als Im Reiche des silbernen Löwen I.
Die OCR-Fehler erwähne ich erneut, weil sie so extrem häufig sind: Wie fast alle Karl-May-Bücher eine Schande für Projekt Gutenberg, auf dem diese Kindle-Editionen beruhen.