«Weihnachten ist die Zeit der großen Fragen an alles und an sich. Huber findet mit seinem neuen Buch zum Glück die lustigen und erhellenden Antworten.» - Thees Uhlmann
Bastian fährt über die Weihnachtstage zu seinen Eltern, heim in die Kleinstadt, dem Ort voll trauter Tristesse, Jugenderinnerungen und des besten Biers des Planeten. Alles ist wie jedes Jahr: Seine Geschenke musste er sich kurz vor Heiligabend selbst besorgen, seine Mutter will mit den gebackenen Keksvorräten offenbar den Welthunger besiegen, und Bastian wird so viel Ente essen, dass Tick, Trick und Track sich Gruselgeschichten von ihm am Lagerfeuer erzählen. Eine besinnliche Zeit. Nur dass sein Vater sich mehr Sorgen um die Zukunft seines Sohnes macht als dieser selbst, seine Exfreundin Fine jetzt mit seinem Bruder Niklas zusammen ist und er Fine das erste Mal seit der Trennung - ausgerechnet zur Bescherung - wiedersehen wird, liegt Bastian schwerer im Magen als alle festliche Völlerei.
Christian Huber ist der Meister der pointierten Alltagsbeobachtungen und intelligenten Situationskomik – und welches Thema wäre inspirierender für den Neo Magazin Royale Autor als Weihnachten? Drei Tage Alkohol, schlechter Schlaf und eine mehr als komplizierte Toilettensituation. Weihnachten ist das Festival für Erwachsene.
«Auf der Suche nach einem wirklich lustigen Weihnachtsritual? Alle Jahre wieder dieses Buch lesen!» - Dirk von Gehlen
Eine lose Ansammlung von Pointen und Anspielungen, die man irgendwie alle schon mal gehört hat, wenn man sich länger als eine Stunde pro Jahr im Internet aufhält. Einige der "Gags" sind zudem völlig deplatziert. Vielleicht bin ich aber auch der einzige Mensch, der seinen fünf- und siebenjährigen Nichten keine "Animal Farm"-Sprüche drückt. Endgültig vorbei war es dann, als kurz vor Ende des weihnachtlichen Elternbesuchs noch das fast schon obligatorische Kapitel zur Reparatur des virenverseuchten Familiencomputers reingequetscht werden musste. Su.per.witzig.
Weihnachten, die Zeit, in der erwachsene Kinder nach Hause zurückkehren um mit ihren Eltern die besinnlichste Zeit des Jahres zu feiern. So kehrt auch Bastian, Anfang 30 und Single, in sein Heimatdorf zurück. Doch dieses Jahr wird das Fest der Liebe komisch. Denn seine Ex Fine ist nun mit seinem Bruder Niklas zusammen. Kann Weihnachten da überhaupt besinnlich werden?
"7 Kilo in 3 Tagen" ist mein erster Roman von Christian Huber und er hat mir sehr gut gefallen. Ich folge Huber alias Pokerbeats schon seit einiger Zeit bei Twitter und wollte daher unbedingt wissen, ob er seinen Humor auch in mehr als 140 (bzw. Seit neustem 280) Zeichen packen kann.
Die Geschichte wird von Bastian selbst erzählt. Der Grafiker führt uns dabei in die liebgewonnenen Traditionen seiner Familie ein. Seien es nun das Geschenke selbst kaufen, die Fressorgie an den Feiertagen oder die alljährlichen Frotzeleien rund um den Weihnachtsbaum, bei Familie Kollinger folgt alles einem seit Jahren hervorragend laufendem Plan. Ich musste bei der Lektüre mehrmals laut lachen, denn der Autor fängt das Fest genau so ein, wie es alljährlich in hunderten Familien stattfindet. Zugleich spürt man aber auch die Zuneigung, mit der die Zeilen verfasst worden sind. Das Buch ist kein Pamphlet gegen Weihnachten, sondern eine augenzwinkernde Hommage an das Fest mit der Familie.
Dabei sind die Figuren, die der Autor erschaffen hat, so liebenswert wie durchgeknallt. Ob nun Bastian, der sein Leben mehr schlecht als recht auf die Reihe bekommt, seine Eltern, die so knuffig wie dem Alter angemessen bekloppt sind oder die weiteren Verwandten, deren Auftritte so manches Mal an Loriot erinnerten. Alle habe ich ins Herz geschlossen und sie lieb gewonnen.
Nur mit einer Figur konnte und wollte ich nicht warm werden: Fine! Die Ex von Bastian und Neue seines Bruders Niklas war mir persönlich zu zickig und starrköpfig. Der Eindruck mag aber auch entstanden sein, da ich sie nur durch Bastians Augen erleben durfte. Dennoch: Aus ihr und mir werden keine Freunde mehr.
Die Story selbst ist locker und witzig erzählt. Christian Huber schafft es, den Humor so fließend einzubauen, dass er nicht wie mit der Brechstange reingezimmert wirkt, sondern mitfließt wie das Karamell auf dem Weihnachtsnachtisch. So manches Mal fragte ich mich, ob der Autor eine Kamera bei meinen Eltern aufgestellt hat, so akkurat und passend sind seine Schilderungen. Ich habe mich großartig amüsiert und war sehr traurig, dass ich den Roman an einem Nachmittag gelesen hatte.
Und obwohl Weihnachten bei Familie Kollinger vorbei geht, macht Pokerbeats mit einigen losen Fäden Hoffnung, dass wir uns auf ein Osterbuch mit den liebenswerten Figuren freuen können. Ich würde es mir jedenfalls sehr wünschen!
Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist humorvoll, bestechend und mit einem sehr guten Augenmaß für Situationskomik. Grandios!
Fazit: Ein "Lese ich jedes Jahr" – Buch für alle, die Weihnachten lieben. Ich kann es nur empfehlen!
Vorweg: Ich mag Christian Huber und finde seinen Podcast wirklich gut - deswegen wollte ich auch sein Buch lesen. Insgesamt hat es mir aber leider nicht so gut gefallen.
Irgendwie hat mir ein roter Faden gefehlt, bzw. ein Spannungsbogen. Es war so Anekdote an Anekdote gereiht, manche davon wirken eher "füllend" als besonders witzig. Was mich außerdem gestört hat, ist wie die Sache mit seiner Ex-Freundin aufgearbeitet wurde. Klar, es kam zwischen Basti und seinem Bruder zur "Aussprache", aber es war eher so "Ich hau dir eine rein und gut ist". Ich hätte erwartet, dass das viel mehr Thema ist, bzw. aufgearbeitet werden muss/Basti richtig darunter leidet. Besonders als das Thema Schwangerschaft aufkam (was ich jetzt mal vermute, da Fine den Alkohol ablehnt), hätte ich mir mehr gewünscht. Außerdem fand ich die "Beziehung" zu Carina komisch. Die hätte man doch viel mehr einbauen können, wenn man denn schon eine Love Interest auftauchen lässt. So wirkte das nicht ganz auserzählt.
Was ich gut fand, war jedoch wirklich der Witz den Huber eingebaut hat. Da musste ich wirklich schmunzeln und habe viele Situationen wieder erkannt. Auch sein Schreibstil ist nicht schlecht und die Eltern sind gut getroffen. Dafür kann ich insgesamt aber leider nur 2 Sterne geben :(
This entire review has been hidden because of spoilers.
Das Rad wird hier sicher nicht neu erfunden. Vielmehr ist eine Sammlung aus mehr oder weniger unangenehmen Situationen die wir alle auf die ein oder andere Art von den Weihnachtstagen oder anderen Familientreffen kennen. Auch wenn einem nicht jede Situation bekannt vorkommt. Für jeden ist mindestens eine dabei. An manchen Stellen wirkten die Pointen etwas erzwungen und manche Scherze waren unnötig und/oder unangebracht, aber seis drum. Man wird ganz gut unterhalten und somit ist es ein geeignetes Buch für zwischendurch. Erinnert ein bisschen an die Renate Bergmann Bücher.
Bastian goes to visit his parents for Christmas and so does his brother who is now engaged to Basti's ex.
This is a pretty fun book for Holiday times. I wouldn't say that it is always funny. The parts where he looks back at his failed relationship have humor in it as well but are mostly serious helping to understand the relationship and mood between the characters. But the present is really funny. It looks at different issues of visiting family for Christmas and makes one laugh. I loved Basti the narrator and his pretty sarcastic humor, definitely did laugh out loud a few times. Will definitely read the second book, if not this Christmas then in 2021, I would like to know what Basti's future will be like.
Was tust du, wenn du Weihnachten nicht wirklich leiden kannst, weil es dir einfach zu viel Trubel ist? Was tust du, wenn dein Bruder seine neue Freundin in die Familie einführt? Und die Freundin gar nicht so neu ist? Schließlich ist es deine Exfreundin und ihr wart zehn Jahre zusammen?! Du lässt es einfach über dich ergehen und tust das, was du jedes Jahr tust! Dich von deiner irren Familie mästen lassen und in alten Zeiten schwelgen…
Zum Inhalt: Bastian fährt über die Weihnachtstage zu seinen Eltern, heim in die Kleinstadt, den Ort voll trauter Tristesse, Jugenderinnerungen und des besten Biers des Planeten. Alles ist wie jedes Jahr: Seine Geschenke musste er sich kurz vor Heiligabend selbst besorgen, seine Mutter will mit den gebackenen Keksvorräten offenbar das Welthungerproblem lösen, und Bastian wird so viel Ente essen, dass Tick, Trick und Track sich Gruselgeschichten von ihm am Lagerfeuer erzählen. Eine besinnliche Zeit. Nur dass sein Vater sich mehr Sorgen um die Zukunft seines Sohnes macht als dieser selbst, seine Exfreundin Fine jetzt mit seinem Bruder Niklas zusammen ist und er Fine das erste Mal seit der Trennung - ausgerechnet zur Bescherung - wiedersehen wird, liegt Bastian schwerer im Magen als all die festliche Völlerei.
Cover: Das Cover finde ich an sich nicht schlecht. Zwar sagt es nicht so viel über den Inhalt aus, aber ich finde, dass es trotzdem ein schöner Blickfang ist und zumindest vermittelt, um welche Zeit dieses Büchlein spielt. Zu sehen ist hier in einem ziemlich typischen weihnachtlichen Strickpullover ein Elch im Comicstil. Folglich assoziiert man hieraus, dass es sich hierbei um eine weihnachtliche Geschichte handelt. Von daher finde ich es doch ganz passend.
Eigener Eindruck: Bastian ist mit den letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest im vollen Gange. Nicht so hyperbegeistert wie der Rest der Welt, aber er gibt sich Mühe, während er das bunte Treiben um sich beobachtet. Als es schließlich in die Heimat geht, steht er vor vielen Hürden, die genommen werden müssen. Alte Freunde treffen, seine kochgeile Mutter und die Massen an Essen aushalten und das Schlimmste von allen: die neue Freundin seines Bruders in der Familie begrüßen, auch, wenn die eigentlich gar nicht so neu ist. Schließlich waren er und Fine über zehn Jahre zusammen und nun sieht er sie seit der Trennung das erste Mal. Das bedeutet nicht nur die Vergangenheit noch einmal Revue passieren zu lassen, sondern auch nach vorn zu blicken. Doch so einfach ist das gar nicht. Also lieber noch ein Dessert von seiner Mutter in sich rein schaufeln und hoffen, dass die Waage nach den Feiertagen nicht total ausrastet. Aber vielleicht hat das Fest in der Heimat auch noch einen kleinen Lichtblick für Bastian parat…
Die Schreibweise des Autors hat mir an sich ganz gut gefallen. Mit viel sarkastischen Witz nimmt dieser die Weihnachtszeit so auseinander, wie sie wohl viele empfinden. Eine Zeit, in der alle versuchen Geschenke zu raffen, alles Recht zu machen, besinnliche Momente erzwingen wollen und schlussendlich alles in einem großen Fressgelage gipfeln lassen, von dem man sich nur sehr schwer erholen kann. Effektiv ist es immer wieder das Gleiche und das wird sehr gut durch den Autor transportiert. Doch leider hat mich das Buch dann doch nicht so begeistern können, auch wenn die Schreibweise wirklich klasse ist. Ich bin mit dem Charakter des Bastian nicht wirklich warm geworden und habe mich des Öfteren gefragt, wie man in diesem Alter noch so hilflos sein kann beziehungsweise warum man seine Beziehung so gegen den Baum laufen lassen kann. Bastian scheint einer der Menschen zu sein, der einfach total verplant durchs Leben läuft und alles, was er anfässt erst einmal gegen die Wand fährt. Öfter hat man beim Lesen das Gefühl dem Bastian einfach auf die Schulter klopfen zu müssen und ihm zu sagen: Bist selber schuld an deiner Situation mein Junge! Obendrein gibt es dann noch diese beklemmende Situation mit seinem Bruder und der Exfreundin, wo man nicht so recht weiß, ob man den Bastian auslachen oder bemitleiden soll. Ziemlich fies, wenn ihr mich fragt. Auch hat mir an der Geschichte letzten Endes die Spannung gefehlt, die einen wirklich an so ein Buch fesselt, sodass man es einfach nicht mehr aus den Händen legen kann. Das fand ich schade.
Fazit: Das Buch ist mal ganz nett für zwischendurch, aber jetzt nicht so ein Buch, wo man sagt, dass man das ganz unbedingt gelesen haben muss. Man trifft viele Situationen aus dem wahren Leben wieder, die einen durchaus Schmunzeln lassen, aber es gibt auch den einen oder anderen Fremdschämmoment.
Basti fährt über Weihnachten zu seinen Eltern in die Heimat nach Schwarzendorf, dort warten dann allerlei Erinnerungen, mehr oder weniger nervige Weihnachtsbräuche und andere Peinlichkeiten auf ihn (trifft zum 1. Mal seine Ex-Freundin wieder, die nun mit seinem Bruder liiert ist). Achja.. ich kann mich nicht recht entscheiden. Gut: -witzig und trifft mit viele Pointen den Nerv der Zeit. -man kann sich mit Basti und seinen Gedanken sehr oft identifizieren, da es wohl jedem mal in vielen Situationen so ergeht wie ihm. -locker, leichte Lektüre für die Weihnachtszeit, mit der man sich, trotz anstrengender Eltern, Vorfreude aufbauen kann :).
Nicht so Gut leider: -etwas flach, da es wirklich nur ne magere Storyline gibt, habe mir da etwas mehr erwartet. -endet abrupt und mit wenig Schwung.
Fazit: Kann man machen, wenn man Bock hat ;) Pokerbeat-Fans werden‘s mögen! Ich mochte es auch mehr, als, dass ich es nicht mochte. Werde mir „Alle anderen können einpacken“ auch noch besorgen :).
Ich geb es zu, ich habs "nur" gelesen, weil ich mir den Film auf Netflix anschauen möchte und wenn es ein Buch gibt, mag ich das Buch immer zuerst lesen - sonst hätte ich gar nicht gewusst, dass es dieses Buch gibt. Prinzipiell war diese kurze Geschichte ganz unterhaltsam, manche der Pointen fand ich aber etwas überzogen und für mich hat ganz allgemein etwas gefehlt, der größere Rahmen, ein ausführlicheres Ende, etwas weniger Fragment, etwas mehr Tiefe. Ich glaube tatsächlich, dass das als Film vielleicht besser funktioniert denn als Buch. Die Charaktere sind jedenfalls recht liebenswert und im Großen und Ganzen hat mir der Humor auch gefallen, mehr als zwei Sterne kann ich aber aufgrund der verschiedenen Kritikpunkte nicht geben.
Das Buch liest sich gut und flüssig. Man muss es nicht zur Weihnachtszeit lesen aber es stimmt schonmal gut ein. An vielen Stellen findet man sich selbst wieder und von Anfang an hat man ein schmunzeln auf den Lippen. Der eine oder andere Auflacher war dabei die nicht nur innerlich waren zur Verwirrung der mitfahrenden in der S-Bahn^^ Wirklich sehr charmant auch wenn ich mir bei einer Sache gewünscht hätte diese noch etwas auszubauen. Gestört hat mich fast nichts ausser div. Schreibweisen wie z.B. das die Freundin giggelt, sowas war etwas nervig. Freu mich zu sehen wohin der Author als nächstes geht.
Für alle die an Weihnachten Hass-Liebe gegenüber den Vorbereitungen, den Einkäufen, Menschen im Allgemeinen und Familie im Speziellen, dem Stress und allem Anderen das Weihnachten auszeichnet, empfinden!!!! Witzig, leicht überspitzt und absolut wahr + nachvollziehbar erzählt uns Basti, was zu seinem Weihnachten "alle Jahre wieder" dazugehört. Jeder Leser wird sich in die ein oder andere beschriebene Situation (ob nervig, unangenehm, peinlich oder witzig) bestens hinein fühlen können und denken "oh ja, genau so ist es bei mir auch!" - Ich musste viel zustimmend Nicken und vor allem lachen!
Freue mich schon auf die Netflix-Verfilmung Winter 2020!!!!!🎄🎁
Die Verfilmung dieses Buches kannte ich tatsächlich schon, aber es ist schon etwas her, dass ich diese gesehen habe.
Das Hörbuch fand ich wirklich sehr unterhaltsam und musste da sogat ein paarmal laut lachen weil es einige lustige Stellen im Hörbuch gab. Die Geschichte könnte sich halt zu 100 % wirklich so in der Weihnachtszeit bei einigen Familien abspielen. Basti war einfach so echt gezeichnet und den Humor fand ich auch einfach herrlich.
Sehr sehr lustiges Buch, das einen wirklich in Weihnachtsstimmung bringt. Christian Huber spricht darin aus, was wir an Weihnachten wahrscheinlich alle denken und schon erlebt haben. Ein Stern Abzug, weil das Ende mit Karina zu offen bleibt, sonst aber auf jeden Fall lesenswert!
Ein sehr kurzweiliges Buch über die Weihnachtszeit mit der Familie. Es ist kein tiefgründiger Roman, sondern eher eine unterhaltsame Lektüre für die Zeit zwischen den Feiertagen. Zudem für "Gefühlte Fakten" Hörer/innen ein Muss!
Es ist wirklich so lustig wie beschrieben. Ich musste oft laut lachen, was nur wenige Bücher schaffen. Die perfekte Weihnachtsidylle, wie ein Nachhausekommen.
Als Hörbuch gehört. Super angenehm gesprochen, kurzweilig, aber sehr amüsant. Relatable! Viel mehr kann man dazu nicht sagen - ich find's empfehlenswert für was lustiges zwischendurch!
Super witziges Weihnachtsbuch. Dadurch, dass so viele „Vergleiche“ angebracht werden aber nicht ganz so leicht/ flüssig/ schnell zu lesen, aber immerhin amüsant
Bastian ist Anfang dreißig und fährt über Weihnachten zu seinen Eltern. Er schläft in seinem alten Kinderzimmer, was jetzt als Abstellkammer dient. Es gibt viel zu viel zu Essen und der Alkohol fließt in Strömen. Seine Geschenke hat er sich kurz vorher noch selbst bestellt, weil seine Mama das mit dem Online-Handel nicht so kann. Und auch sein Bruder kommt, zusammen mit Bastis Exfreundin. Schon komisch. Aber dieses Jahr haben sie sich nicht nur Blödsinn geschenkt, so wie sonst. Diesmal sieht man, dass die Kinder allmählich erwachsen werden, auch sich der Vater Sorgen um Bastis Zukunft macht. Kann man von Website Design leben?
Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, vielleicht einen Kalauer nach dem nächsten, Tränen in den Augen und Bauchkrämpfe vom Lachen. Ganz so war es dann nicht. Es gab ein paar Lacher, es gab ein paar tiefsinnige Ansichten und es gab eine Basti, der manchmal ein wenig verpeilt wirkt, der sich aber in seinem Leben alleine ganz gut eingerichtet hat.
Oliver Rohrbeck höre ich sowieso gerne, das hat den Hörgenuss erhöht.
Fazit: gut für vor den Feiertagen, damit man vielleicht nicht den ganzen Supermarkt leer kauft, sondern sich vielleicht auch mal in Bescheidenheit übt. Mal sehen, was die Fortsetzung bringt.
Ein wundervolles Buch über die alljährlichen Familientraditionen und Dorftragödien zu Weihnachten. Der Hauptprotagonist Bastian ist ein Typ, mit dem man gern an Weihnachten ein Bier trinken gehen mag und über Belanglosigkeiten und das Dorfleben schwadroniert. Seine Eltern werden uns wohl allen bekannt vorkommen. Wenn nicht von den eigenen, dann sicher von anderen. Ich konnte mich sehr gut in das Buch einfühlen und leider war es zu schnell vorüber.
Sicher keine große Literatur, aber derart allgemeingültig in vielerlei Hinsicht, daß wohl jeder Leser, der so ungefähr 30 - 50 Jahre alt ist, sich und die frühere wie vor allem auch die heute jährlich wiederkehrende Weihnacht bei/mit den Eltern wird wiedererkennen können, zumindest in Versatzstücken.
Für mich auf jeden Fall eine hilfreiche Einstimmung auf das diesjährige Weihnachten: Es liegt gar nicht (nur) an meiner Familie, anderen geht es genauso ... ;-)