Menschen sind Wesen, die mehr sein wollen, als sie sind
In einer postmodernen Gesellschaft forscht Eva Menasse nach archaischen Mustern. Sie spürt den sieben Todsünden nach und findet Trägheit und Gefräßigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier in den Taten ihrer ganz und gar weltlichen Protagonisten. Wie schon in ihrem Debütroman »Vienna« erzählt sie mit der ihr eigenen Mischung aus Poesie und Komik Geschichten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Auf Gott können wir längst verzichten. Doch haben wir damit auch die Sünde abgeschafft? Anhand der alten Lehre von den sieben Todsünden widmet sich Eva Menasse den großen Themen der Liebe und Hass, Schuld und Vergebung. Denn die Menschen verfehlen einander auch heute aus denselben Gründen wie vor Jahrhunderten. Ein Familienvater ist zu träge, um gegen Töchter und Exfrau ein eigenes kleines Glück durchzusetzen. Ein junges Liebespaar vermeidet die Kompliziertheiten der Sexualität, indem es den einen zum Pfleger, die andere zur Kranken macht. Ein Mann verpasst sein ganzes Leben, weil er sich keine Schwäche leisten will. Und ein geschiedenes Paar bekämpft einander bis ans Grab des gemeinsamen Kindes.
Leidenschaftlich und liebevoll geht die Autorin mit ihren Figuren ins Gericht. Hinter den Fassaden, da, wo die Sünden sind, steckt schließlich der menschliche Kern. Und so wie die einzelnen Todsünden einander berühren und ineinander übergehen, tun es auch diese Geschichten. Orte und Figuren tauchen auf und kehren wieder, Zusammenhänge erschließen sich quer durch die Kapitel – wie in »Vienna« erschafft Eva Menasse mit unverwechselbarem Witz und erzählerischer Rasanz ein großes Ganzes.
Eva Menasse (born 11 May 1970 in Vienna) is an Austrian author and journalist. She has studied history and German literature. Menasse had a successful career as a journalist, writing for the Frankfurter Allgemeine Zeitung in Frankfurt and as a correspondent from Prague and Berlin. She left the paper to write her first novel, Vienna,[1] and now lives and works in Berlin as a freelance author.
In 2005, she received the Corine Literature Prize. The English translation of her novel Vienna was shortlisted for the 2007 Independent Foreign Fiction Prize in the UK.
Ich liebe ... liebe... LIEBE Eva Menasses unterhaltsamen, nie anspruchslosen, ironischen und farbenfrohen Ton. Es hilft wohl wenn man, so wie sie, Auslandsösterreicherin ist, um diese Geschichten um die alltäglichen Ausformungen der Todsünden (was ich ein wenig übertrieben finde, aber trotzdem ein schönes Konzept) zu lieben. Dass die Schicksale und Seelenprobleme und der Figuren, die alle lose miteinander zusammenhängen, höchst tragisch sind, versteht sich bei österreichischer Literatur fast schon von selbst. Doch das Buch deprimiert nicht, sondern ist eine Freude zu lesen. Zumindest für mich. So wie schon "Quasikristalle" eine klare Empfehlung.
(Klapptext, keine Spoiler:) "Ein Familienvater ist zu träge, um gegen Töchter und Exfeau ein eugenes kleines Glück durchzusetzen. Ein junges Liebespaar vermeidet die Kompliziertheiten der Sexualität, indem es den einen zum Pfleger, die andere zur Kranken macht. Ein Mann verpasst sein ganzes Leben, weil er sich keine Schwäche leisten will. Und ein geschiedenes Paar bekämpft einander bis ans Grab des gemeinsamen Kindes. In einer postmodernen Gesellschaft forscht Eva Menasse nach archaischen Mustern. Mit ihrer eigenen gelungenen Mischung aus Poesie und Komik spürt sie den sieben Todsünden nach und findet Trägheit und Gefräßigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier in den Taten ihrer ganz und gar weltlichen Protagonisten."
Ehrlicherweise habe ich diesen Text erstmal übersehen, als ich das Buch anfing. Lesen tat ich ihn daher erst, als ich das Buch beendet hatte. Ohne ihn hätte ich das Buch nicht ganz verstanden. Ich tu es immer noch nicht, jedoch schon mehr als vorher.
De zeven hoofdzonden worden klein gemaakt in verhalen uit het leven gegrepen. De verhalen zijn allemaal verschillend, maar wel erg dramatisch, wat ze niet altijd overtuigend maakt. Het bijzondere aan dit boek is dat hoewel het losstaande verhalen zijn, er wel relaties zijn tussen verhaalfiguren. Pas richting het eind van het boek wordt het daardoor steeds meer fascinerend hoe levensverhalen in elkaar grijpen en mensen elkaar (met hun zonden) beïnvloeden. Onbegrip tussen mensen ontstaat daar waar men de schaduwzijde van het bestaan voor elkaar verbergt.
In elk verhaal staat een ondeugd centraal, bv. hoogmoed, woede, gulzigheid, hebzucht of jaloezie. Compact geschreven, met een beetje deprimerende wereldvisie. Veel personen die soms ook nog in een ander verhaal (vaak zijdelings) terugkeren. Mooi geschreven maar niet gemakkelijk, ik moest vaak terugbladeren en heb het gevoel dat ik dit boek eigenlijk meteen nog een keer moet lezen omdat ik het nu waarschijnlijk beter kan volgen. Soms had ik meer oog voor de sfeer van het land Oostenrijk dan voor het karakter van de hoofdpersonen.
Eva Menasse osvojila me već prethodnom zbirkom priča, Životinje za napredne. Kao ni u toj zbirci, ni u ovoj naslovi nisu uvijek lako povezivi sa sadržajem, tj. ponekad se teško domisliti na koga se točno odnosi naslov (ili samo ja imam s tim problema?), ali upravo to i jest intrigantno. Sjajno pisane, lucidne, precizne i duhovite, pripovjetke ove autorice rado uzimam u ruke, iako inače ne volim čitati pripovjetke.
In diesem Roman gibt es sieben Kapitel, die im Prinzip losgelöst als sieben Kurzgeschichten bestehen, doch über die Geschichten hinweg kehren Orte und Personen immer wieder. Jede Geschichte ist nach einer Todsünde wie Habgier oder Trägheit benannt, was oft zum Verhalten der jeweiligen Protagonist*innen passt - wobei ich gestehen muss, dass ich ohne die Titel nicht immer den Bezug gesehen hätte.
Keine*r der Protagonist*innen ist wirklich sympathisch - manche nerven, manche sind übergriffig, andere arrogant. Doch ihre Macken und Unsicherheiten machen diese nur allzu menschlich. Menasses Schreibstil hat mir gut gefallen und mich gut und kurzweilig durch die Geschichten getragen. Ein Highlight war das Buch allerdings nicht für mich.
Zeven kortverhalen met voor ieder verhaal als thema één van de zeven hoofdzonden. Daar liep het al mis: het kan aan mij liggen, maar niet bij elk verhaal was de link met de hoofdzonde even duidelijk. Nu eens ging het om een hoofdpersonage, dan weer om een bijpersonage. De beelden die Menasse met haar woorden weeft, waren (vooral in het begin toen ik me nog moest aanpassen aan haar schrijfstijl) bij momenten erg vaag en vooral onduidelijk, maar misschien schept ze net met opzet verwarring op die manier? Ik kan er als lezer niet goed tegen om in het ongewisse te worden gelaten of té veel tussen de zinnen te moeten zoeken naar zaken die er misschien niet eens zijn. Al die geheimzinnigheid is voor mij niet nodig.
Toch weet Menasse op de één of andere manier een sfeer te creëren in haar verhalen - die stuk voor stuk in mijn hoofd geklasseerd zitten als donker met een mystiek maar scherp randje - die mij bleef aantrekken tot en met de laatste bladzijde.
Een bizar boek, dit, waarvan de inhoud me niet lang zal bijblijven door het vluchtige karakter van de verschillende verhalen.
Alle zeven hoofdzonden in één boek met zeven hoofdstukken en één overkoepelende zonde.
De zeven hoofdzonden vormen wel vaker een bron van inspiratie. Als ze niet allemaal tegelijkertijd de revue passeren, doen ze dat wel apart. Hoogmoed, hebzucht, lust, jaloezie, gulzigheid, woede en gemakzucht vormen elk op zich al genoeg grondstof voor hele boekwerken vol problemen.
menasse erzählt sieben interessante geschichten, die einen neuen blick auf die todsünden werfen. die moralische dramatik des alltages wird faszinierend beschrieben. leider sind manche geschichten nicht so gut erzählt, dass viel hängenbleibt, daher nur drei sterne: weil aus der idee frau menasse sicher noch viel mehr hätte machen können.