Der stille Vogel fängt den WurmMartin Wehrle bringt es ans Das Zeitalter der Zurückhaltenden hat begonnen. Ein leises Wesen eröffnet ungeahnte Chancen, fürs Leben und für die Karriere – aber nur, wenn Introvertierte ihre speziellen Stärken Besonnenheit, Tiefgang, ein gutes Urteilsvermögen. Martin Wehrle zeigt mit amüsanten Anekdoten und überraschenden Tipps, wie stille Menschen ihre Trümpfe in einer lauten Welt ausspielen.
Ein überzeugendes Plädoyer für mehr Lauterkeit und weniger Lautstärke, heiter und tiefgängig zugleich.
Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Mit Aussagen wie "es braucht mehr Lauterkeit [aber] weniger Lautstärke" hatte mich das Buch von sich überzeugt. Außerdem dachte ich kann es ja nicht schaden als Introvertierter ein wenig dazuzulernen, seine Stärken zu nutzen.
"Der klügere denkt nach" ist mein erstes Buch von M. Wehrle, welches ich gelesen habe. Vielleicht wäre mir sonst auch klar gewesen, dass er den Fokus auf die berufliche Entwicklung legt. Ich hatte mit dem Kauf ein Buch erwartet, das auf mehr Bereiche eingeht.
Mich hat das Buch sehr enttäuscht. Vielleicht, weil ich schon weiter war, als ich angenommen hatte. Jedenfalls waren die ersten Tipps und Annekdoten für mich redundant. Der eigentliche Kritikpunkt ist aber die Grundidee des Buches. Ein häufig auftretendes Problem von Ratgebern, die eine bestimmte Zielgruppe stärken wollen, ist die Herangehensweise. So auch hier: Statt auf die Stärken einzugehen werden die "Lauten" herabgesetzt. Ein Schubladendenken kann viel zu schnell nach hinten los gehen.
Allem im allem ist dies einfach nicht mein Buch gewesen.
Um fair zu sein: für introvertierte Menschen ist dieses Buch vielleicht wirklich hilfreich. Menschen, die es schwer haben, aus sich herauszukommen, die sich in vollen Räumen und Gruppenmeetings überfordert fühlen, die andere höflich aussprechen lassen und dabei selbst nie zu Wort kommen, die sich so einiges denken, aber nicht sagen trauen, die so leise und zurückhaltend sind, dass sie überhört und übersehen werden.
Aber ich bin kein introvertierter Mensch. Ich verstehe die Situation von Introvertierten im Berufsalltag.
Was mich aber vor allem an diesem Buch so irritiert hat, war die Intensität, mit welcher der Autor Extrovertierte angegriffen hat. Alles nur Schwätzer, laut und angeberisch, aber auf lange Sicht bleiben sie auf der Strecke. Das sagt der. Wirklich. Da werden extrovertierte Menschen angeprangert als das Schlimmste und Introvertierte in den Himmel gelobt, gepriesen wie Heilige- Ja, Moment einmal, wann haben wir angefangen, eine Grenze zu ziehen zwischen den beiden Seiten und kriegerisch Partei zu ergreifen? Wir gegen sie, so ungefähr klingt das, und das Wir, das sind die Introvertierten, die Heiligen, die Tugendhaften.
Ge komm. Dieses Buch hatte richtiges Potential, der Titel klang so vielversprechend. Aber ein Manifest gegen die bösen, ungehobelten Extrovertierten? Muss nicht sein.
Introvertierte und hochsensible Personen haben es meist schwer gehört zu werden. Entweder sie trauen sich nicht, auszusprechen was sie denken oder werden schlichtweg nicht gehört bzw. ernst genommen. Vor allem in der Arbeitswelt werden sie oft übersehen obwohl sie sehr viel zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Martin Wehrle zeigt in diesem Buch, wie es trotz oder gerade wegen dieser Wesensmerkmale gelingt von seinen Mitmenschen positiv wahrgenommen zu werden.
Martin Wehrle zeigt hier Mithilfe vieler Fallbeispiele und Übungen, wie man es als ruhige Person schafft sich Gehör zu verschaffen. Auch zeigt er auf, dass man seine Schüchternheit nicht als Schwäche ansehen soll, sondern sich im. Gegenteil mehr auf seine Stärken konzentrieren sollte. Ebenso bekommt man Hilfestellungen wie man Schwätzern den Wind aus den Segeln nehmen und diese sprachlos zurücklassen kann.
Da ich ein Fan von Martin Wehrles Karrieretipps auf Youtube bin, hatte ich sehr große Erwartungen in dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. Einige der Übungen werde ich garantiert in meinem Arbeitsleben einsetzen können.
Ein Vergleich zwischen Extroverten und Introverten. Schön aufgestellt mit schönen Beispielen. Als introvertierte Person ist man ein Experte und du sollst das Leben.
Beispiele sind Angela Merkel, die sich zur mächtigsten Führungsperson mauserte. Die große Zeit der Schwätzer ist vorbei.
Es handelt sich hierbei im Prinzip einfach nur um ein Selbsthilfebuch für introvertierte Personen. Als solches hat es grundsätzlich ein paar gute Hinweise und Strategien gegeben. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich froh bin, das Buch gelesen zu haben.
Das Problem ist, dass der Autor sehr subjektiv an das Thema herantritt. Was vorherrscht ist ein Kampf von Gut (= hochsensibel, feinfühlig und eine Reihe weiterer wertender Adjektive, die ich verdrängt hab, weil sie klangen wie aus einem Rosamunde Pilcher-Roman) gegen Böse (= Schwätzer ohne Tiefgang (hier gab es auch eine Reihe sehr wertender anderer Begriffe)). Ich verstehe, dass man gerade sehr introvertierten Menschen in einer extrovertierten Gesellschaft Mut machen muss, aber bin nicht sicher, ob es wirklich hilft, wenn man eine Seite als besser darstellt als die andere. Genau das ist es ja, was den sehr extrovertierten "Schwätzern" vorgeworfen wird.
Dazu kommt, dass sehr stark auf Einzelfälle gebaut wird. Dies ist grundsätzlich nicht falsch, da es Dinge anschaulich macht, aber hier handelt es sich teilweise einfach nur um Szenen mit viel wörtlicher Rede (teilweise in "Interviewform"). Das hat mich persönlich sehr gestört, da die Aussagen der Leute, die beraten wurden, wiederum sehr künstlich und nach dem Stil des Autors klangen. Letztendlich habe ich alle "Interviews" so nur überflogen.
Ich hätte mir etwas ein wenig wissenschaftlicheres und neutraleres gewünscht. Es wurde versucht, sehr literarisch zu schreiben, vermutlich um es dem Leser angenehmer zu machen, aber wenn ich Literatur will, lese ich Literatur und keinen Ratgeber.
Das Buch richtet sich an Introvertierte, Zurückhaltende oder auch Sensible Menschen. Ein paar gute Ideen findet man bestimmt. Z.B. wie man interessante Gespräche mit Fremden führt oder seine eigenen Bedürfnisse vertritt. Wehrle gibt viele Ansatzpunkte die man direkt umsetzen kann.
Dieses Buch hat mir sehr viel Spaß beim Lesen gemacht. Martin Wehrle schreibt sehr bildhaft und so wird es einem nie langweilig. Vor allem kann das Gelesene besser im Gedächtnis gehalten werden.
Mich hat das Buch positiv verändert und ich kann es jedem empfehlen, dem immer mal wieder auffällt, dass er mehr sieht als die anderen.
sehr guter Ratgeber für alle die nicht im lauten Umfeld mithalten können und wollen. Ein paar wirklich gute Ratschläge, die einen helfen können. Absolute Leseempfehlung.