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Chosen #1

Die Bestimmte

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Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum! Doch Sensus Corvi ist kein normales Internat: Emma ist eine Emotionentaucherin und kann die Gefühle anderer Menschen spüren. Auch all ihre Mitschüler verfügen über besondere Gaben, was für Emma etwas gewöhnungsbedürftig ist. Der charismatische Aidan kann beispielsweise die Elemente beeinflussen – vor allem aber bringt er Emmas Gefühlswelt ziemlich durcheinander ... Als plötzlich Jared, ein ehemaliger Schüler, bei Emma auftaucht und sie in das düstere Geheimnis einweiht, das hinter den Mauren des Internats lauert, gerät Emma zwischen die Fronten und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Eine Rebellion bricht los, die mehr ist als ein erbitterter Kampf. Und für Emma geht es dabei nicht nur um die große Liebe, sondern um Leben und Tod!

464 pages, Kindle Edition

First published January 1, 2017

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About the author

Rena Fischer

13 books20 followers
Chosen - Die Bestimmte (2017)
Chosen - Das Erwachen (2017)
Elbendunkel - Kein Weg zurück (2020)
Elbendunkel - Kein Weg zu dir (2021)
Das Lied der Wölfe (2021)
Das Leuchten vergangener Sterne (2022)
Cursed Worlds - Aus ihren Schatten ... (2022)
Cursed Worlds - ... erwacht das Licht (2022)
Der Unendlichkeit so nah (2024) Theresa Kern
Knights&Heirs - Der Ruf der Schlange (2025)

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1 star
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Profile Image for Geo Just Reading My Books.
1,497 reviews335 followers
February 20, 2019
Un thriller psihologic cu Accente de paranormal, cu pericole si mult suspans. O acțiune ce pare simpla dar se complică pe parcurs, alerta și care te tine cu sufletul la gura. Personaje credibile, puternice si înzestrate cu capacitați extrasenzoriale, atât de bine create încât nu poți intui care sunt cei buni si care sunt cei rai.
Pe măsura ce citești ești prins in aceasta lume plină de umbre si ceata, de secrete ascunse și de comploturi si șantaje.
O carte pe care o citești, o trăiești, iar la final mai vrei.
Profile Image for Lisa.
1,586 reviews58 followers
July 17, 2017
Mein Rezensionsexemplar habe ich vom Verlag durch Netgalley erhalten.

2,5 Sterne


Ein Internat für Schüler mit besonderen Fähigkeiten - solche Geschichten finde ich immer interessant. Doch leider geht es in diesem Buch weniger um die Schule und den Schulalltag - alles dreht sich nur um Emma.

Unsere Protagonistin Emma ist soooo besonders, a speshul snowflake.



Die Fähigkeit des Emotionstauchens kommt natürlich nicht häufig vor und Emmas Telekinese ist auch voll stark und überhaupt ist sie mächtig und wertvoll. Es stehen auch gefühlt alle Jungs auf sie, auch wenn ich keine Ahnung habe, wieso, denn sie ist nun wirklich nichts Besonderes, auch wenn alle Charaktere im Buch das anders sehen.

So wie Aidan. Ich weiß nicht, was er in ihr sieht, ich weiß aber auch nicht, was sie in ihm sieht. Er hat sich ihr gegenüber nicht besonders nett verhalten und obwohl ihre Interaktionen miteinander nie wirklich positiv verlaufen, sind die beiden von einander sehr angetan. Hä?!
Aidan behandelt seine Freundin Lynn, die als die stereotypische Bitch dargestellt wird, wirklich mies und nur weil Lynn ja den zwei Liebenden im Weg steht, ist dieses Verhalten gerechtfertigt?



Ich konnte mit keiner der Figuren warm werden, da sie außerdem nur oberflächlich ausgebaut wurden - vor allem die Nebencharaktere. Die existieren einfach nur, haben aber nie so wirklich was zur Handlung beigetragen. Faye z. B.: Ich weiß nix über sie, die taucht aber trotzdem an manchen Stellen einfach so auf und mir erschließt sich deren Zweck nicht. Wozu gibt's die?
Dasselbe auch bei Liz, Emmas beste Freundin: Da sind sie beste Freundinnen, aber ich weiß nichts über der, außer, dass sie auf bad boys steht. Warum sind sie überhaupt beste Freundinnen? Wie ist das passiert? Warum sehe ich keine Beste-Freundinnen-Interaktionen, wo nicht nur über Jungs oder bad boys gesprochen werden?

Was mir auch gefehlt hat, war eine Erklärung dazu, woher diese Gaben kommen. Oder generell irgendetwas über die Geschichte dieser Menschen mit den besonderen Gaben. Woher kommen sie? Warum gibt es sie? Gibt es noch mehr von denen? Mehrere Schulen? So viele offene Fragen, die garantiert nicht im zweiten Band beantwortet werden, jedenfalls glaube ich das nicht.

Der Schreibstil ist auch nichts Außergewöhnliches, eher okay. Die Handlung wird demnächst keinen Originalitätspreis gewinnen, war aber trotzdem insofern spannend, dass ich das Buch nicht vorzeitig abgebrochen habe und schon daran interessiert war, wie es weitergeht, auch wenn einiges vorhersehbar war.
Den Anfang der Geschichte fand ich sehr hektisch, alles ging drunter und drüber, viel zu schnell und nicht nachvollziehbar oder jedenfalls mit sehr holprigen Erklärungen landete Emma drüben in Irland; es schien, als ob die Autorin nicht so recht wusste, wie sie Emma rüber nach Irland kriegen soll und das war das beste, was ihr einfiel.

Ich hatte gehofft, dass es nicht so ein typisches 0815-Jugendbuch ist, aber daraus wurde leider nichts.
Profile Image for Jessi.
1,253 reviews42 followers
February 16, 2017
Inhalt:

Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum! Doch Sensus Corvi ist kein normales Internat: Emma ist eine Emotionentaucherin und kann die Gefühle anderer Menschen spüren. Auch all ihre Mitschüler verfügen über besondere Gaben, was für Emma etwas gewöhnungsbedürftig ist. Der charismatische Aidan kann beispielsweise die Elemente beeinflussen – vor allem aber bringt er Emmas Gefühlswelt ziemlich durcheinander ... Als plötzlich Jared, ein ehemaliger Schüler, bei Emma auftaucht und sie in das düstere Geheimnis einweiht, das hinter den Mauren des Internats lauert, gerät Emma zwischen die Fronten und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Eine Rebellion bricht los, die mehr ist als ein erbitterter Kampf. Und für Emma geht es dabei nicht nur um die große Liebe, sondern um Leben und Tod!
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

""Du hast versprochen, daran zu arbeiten", sagte er vorwurfsvoll.
Und ich verspreche ihm erneut, sie wegzusperren: meine Erinnerungen.


Das Cover gefällt mir ja mal mega gut! Es ist in einfachen Farben gehalten (erinnert mich irgendwie an House of Night) und trotzdem sieht es toll aus. Das Mädchen da drauf soll wsl. Emma sein. Hier sieht man nur ihre Seitenansicht, was ich persönlich auch schöner finde, als die Frontansicht. Auch die Schrift ist eher einfach und nicht zu grell, somit passt sie gut zum Rest des Covers.

Rena Fischers Schreibstil ist wirklich toll. Zu Beginn sind die Sätze sehr kurz und einfach, aber ich hab nachgelesen, dass das mit Emmas Gefühlswelt zusammen hängt. Nach einigen Kapiteln wurde es dann aber viel besser und der tolle Schreibstil der Autorin kam zum Vorschein. Sie hat wirklich eine sehr schöne und bildliche Schreibweise, somit kann man sich als Leser die Leute und die Umgebung sehr gut vorstellen. Auch ist der Satzbau nicht allzu kompliziert und stört dadurch den Lesefluss nicht.

Das Buch habe ich wieder zusammen mit der tollen Neyla gelesen.

Zu Beginn lernt man als Leser Emma kennen. Ihre Mutter ist gerade erst gestorben und nun muss sie zu ihrem, ihr unbekannten Vater, ziehen. Dieser lebt mit Aiden zusammen, da dieser nicht bei seinem richtigen Vater wohnen möchte. Emmas Vater weiß auch über ihre Fähigkeiten Bescheid und will sie daher nach Sensus Corvi, eine Schule für Leute mit Fähigkeiten schicken. Dort lernt sie den Schulleiter Farran kennen, doch bald gerät sie zwischen die Fronten. Denn die Falken wollen die Raben (Sensus Corvi) stürzen.

Ich muss zugeben, ich wusste nicht, ob mir das Buch gefallen wird. Ich bin nicht gerade ein Fan von Internatsgeschichten, aber dies ist zum Glück keine (obwohl es so im Klappentext steht). Der Anfang war aber etwas holprig. Die Sätze waren alle sehr kurz und ganz einfach, so als würde man den Gedanken von einem Kind lauschen, was den Einstieg, für mich, ziemlich erschwert hat. Doch sobald sich Emma bei ihrem Vater eingelebt hat, wird dies viel besser. Ab dort konnte ich das Buch dann auch genießen und es hat mich voll in seinen Bann gezogen.

Das "Internat" ist eigentlich nur die Schule mit angrenzendem Internat. Die Geheimnisse der Schüler müssen um jeden Preis gewahrt werden und so bleiben sie unter sich. Dies hatte ein wenig den Anschein, als würde Farran wirklich alle kontrollieren wollen, was vielleicht gar nicht so falsch ist. Farran kam mir sofort etwas komisch vor und ich konnte ihn einfach nicht einschätzen. Ok, ich konnte niemanden einschätzen, da jeder sehr verdächtig war.

Emma beginnt also dort zur Schule zu gehen und prompt wird es spannend. Vor ihrem ersten Tag trifft sie sich mit den Falken und ihr wird erzählt, dass die Raben alle böse sind. So weit so gut, aber die Raben haben das gleiche von den Falken behauptet und so wurde man hier schon als Leser in eine Zwickmühle geworfen. Wem kann man nun vertrauen und wer meint es wirklich ernst mit Emma? Dieses Gefühl hat sich, bei mir, das ganze Buch lang gehalten und ich bin auch am Ende nicht wirklich zu einem Schluss gekommen, da beide Seiten irgendwas Gutes haben.

Eine sehr tolle Idee waren die Gaben. Jeder hat in dem Buch eine andere Gabe, wie etwa Emma. Sie kann in die Gefühle anderer tauchen. Ansonsten gibt es noch Gedankenleser, Telekinesen, Hellseher und viele andere. Diese Gaben haben das Buch noch einen Tick spannender gemacht, da man oft auch nicht wusste, wer nun welche Gabe hat und wer seine Gabe, wenn sie nicht offensichtlich ist, gegen andere einsetzt.

Also haben mir in dem Buch sehr viele Dinge wirklich sehr gut gefallen, aber leider gab es auch hier einige Kleinigkeiten, die mir nicht so gefallen haben.

Emma und Aiden haben sich gesehen und sich sofort geliebt. Wirklich, auf den ersten Blick. Dies ging mir dann wirklich zu schnell und war meiner Meinung auch an manchen Stellen ziemlich übertrieben. Hinzu kam, dass dann noch zwei weitere Jungs aufgetaucht sind, die Emma mag. Sozusagen hatte sie an drei typen gleichzeitig Interesse und das war mir wirklich viel zu viel. Vor allem, hat sie sich in jeden der drei sofort verguckt, und sowas macht nun wirklich kein normaler Mensch.

Weiters blieben alle Nebencharaktere eher flach für mich, ich konnte zu keinen von ihnen eine wirkliche Beziehung aufbauen, da man nichts über sie erfährt. Einzig von Emma kennt man einige Gefühle und Charakterzüge. In einer anderen Rezension habe ich über Faye gelesen und musste erst mal nachdenken, wer das denn ist. Faye ist Emmas einzige Freundin in Sensus Corvi, aber sie taucht eben nur hin und wieder auf und ist eher unbedeutend. Da sieht man, dass man die Nebencharaktere ziemlich leicht vergessen kann.

Überhaupt kamen mir zu viele Namen in dem Buch vor, ich konnte mir nicht alle merken. Oftmals wurden die Personen dann mit den Nachnamen angesprochen, sodass ich noch mehr verwirrt war. Einige von diesen waren wirklich nicht für die Handlung relevant und ich hätte mir gewünscht, dass sie wenigstens immer gleich angesprochen werden.

Das alles mag sich jetzt vielleicht negativ anhören, ist es aber nicht. Die Seiten flogen nur so dahin und ich kam sehr schnell voran. Hätte ich das Buch nicht mit Neyla gelesen, wäre ich innerhalb weniger Tage fertig gewesen, da es nie langweilig wurde und es immer neue Geheimnisse aufzudecken gab.

Am Ende war ich dann aber richtig gefesselt. Es war super spannend und ich hab es sehr schnell beendet, da der finale Kampf wirklich sehr gut geschrieben war. Natürlich wollte ich auch die letzten Geheimnisse aufdecken und dies ist mir in den letzten Kapiteln gelungen.

Ich habe das Buch also sehr genossen und wollte alles erfahren. Auf jeden Fall lege ich mir noch Teil zwei zu!

Fazit:

Ein Buch, bei dem ich zu Beginn skeptisch war, aber dann immer besser wurde. Es ist gar nicht zu vergleichen mit Bücher wie House of Night, Night School oder so einem *hust* Schund *hust*. Es ist wirklich super gut und ich vergebe daher 4 von 5 Stene.
Profile Image for Julia.
473 reviews89 followers
May 30, 2017
Ich hatte Chosen nie wirklich auf dem Schirm. Dann hörte ich durch die vielen negativen Meinungen mehr davon und war überzeugt, dass ich das Buch nie lesen würde. Bis zum Carlsen-Thienemann-Bloggertreffen. Denn da hörte ich Rena Fischer so begeistert von ihrer Geschichte sprechen, dass ich dem Buch einfach eine Chance geben musste. Und ich bin froh, denn Chosen hat mich absolut begeistert zurückgelassen und ich freue mich schon wahnsinnig auf Band 2.
In der Geschichte geht es um Emma, die nach dem Tod ihrer Mutter verzweifelt ist. Diese hat ihr beigebracht, ihre magische Gabe geheim zu halten und sich nicht von anderen entdecken zu lassen. Kaum ist ihre Mutter tot, findet sie jedoch ein Mann, der sich als ihr Vater ausgibt, und bringt sie nach Irland. Dort soll bei ihm wohnen und wird von ihm in ein Eliteinternat geschickt, in dem alle Schüler paranormale Fähigkeiten haben und genauso sind wie Emma. Der Schulleiter des Internats ist der Freund von Emmas Vater und da sie besondere Fähigkeiten hat wird sie auch in besonderem Maße von ihm gefördert. Die Gruppe die das Internet leitet und alle Schüler nennen sich selbst die Raben. Schnell stellt Emma fest, dass eine Gruppe Abtrünniger den Raben gegenüber steht und sich selbst die Falken nennt. Emma findet sich mit ihren besonderen Fähigkeiten schnell im Kampf zwischen beiden Gruppen wieder. Schnell musste feststellen, dass es nicht nur gut und böse gibt und die Welt nicht nur Schwarz und Weiß ist.
Chosen ist ein sehr klassisches Jugendfantasy Buch denn es folgt sehr vielen Regeln, die an de Heldenreise erinnern. Dennoch hat die Autorin einen guten Job gemacht, denn obwohl der Verlauf bekannt ist, erinnerte mich Chosen nicht an ein bestimmtes Buch, was in dem Genre leider viel zu häufig vorkommt. Darüber hinaus bedient sich Rena Fischer vieler Klischees wie einem Liebesdreieck oder dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse ohne, dass wir als Leser von diesen Klischees genervt sind. Man liest eine völlig neue Geschichte mit einem altbekannten Muster und fühlt sich… zu Hause.
Abgesehen von Emma kam ich mit allen Charakteren super zurecht und war begeistert. Sie waren alle vielschichtig, undurchschaubar und können den Leser mehrere Male überraschen. Mit Emma war das etwas anderes, denn auch sie war für mich lange undurchschaubar und ihre Ziele und Ansichten wechselten ständig, was ich bei Protagonistinnen überhaupt nicht toll finde.
Fazit: Chosen: Die Bestimmte ist der Auftakt zu einer klassischen Fantasy-Jugendbuch-Reihe mit Internatselementen und dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, der nur dieses Mal nicht so eindeutig ist. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Emma und den anderen in Teil 2 weiter geht und wünsche mir vor allen Dingen, dass Emmas Ziele und Motive ein bisschen klarer werden.
Profile Image for DaJa.
1,312 reviews16 followers
January 11, 2017
3,5 Sterne
Der Klapptext war spannend und das Cover hat mir wirklich gut gefallen.
Langsam und vorsichtig wird man in Emmas Leben eingeführt. Die Texte/Erinnerungen von ihrer Mutter haben mich am Anfang etwas verwirrt, aber mit der Zeit passen sie wirklich gut in die Geschichte rein.
Der Schreibstil war prima, es liest sich flüssig und jugendlich. Schauorte und Szenen kann man sich gut in Gedanken ausmalen.
Emma ist Ergeizig, aber auch clever. Sie glaubt nicht alles war man ihr erzählt, sie hinterfragt.
Das Buch ist spannend, fesselnd. Man wird überrascht und oft auf die falsche Fährte gelockt.

Profile Image for Buchstabenträumerin.
210 reviews16 followers
February 3, 2017
„Sie wissen, wie man Leute manipuliert. Du musst besser sein als sie.“ (Seite 22)

Geschichten über Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten kennen wir nicht erst seit gestern. Man denke an zahlreiche Jugendbuch-Fantasy Geschichten, wie die „Silber“-Trilogie von Kerstin Gier, oder auch an Filme wie „X-Men“ oder die „Fantastic Four“. In dem Sinne ist „Chosen“ von Rena Fischer nichts Neues. Dennoch ist es von der Story her ein sehr eigenständiges Werk, das mich besonders durch seine Komplexität bestochen hat. Was anfangs noch sehr geradlinig anmutet, entwickelt sich schnell zu einer verschachtelten Suche nach der Wahrheit.

Die Autorin spielt geschickt mit den Motiven ihrer Charaktere und lässt so den Leser zappeln. Bis zum Ende konnte ich mir nie zu hundert Prozent sicher sein, wer denn nun zu den „Guten“ gehört und wer nicht. Das ließ Emmas Geschichte sehr spannend werden. Wie sie wird man gänzlich unvermittelt in diese neue, unbekannte Welt gestoßen, in der Menschen Dinge per Gedankenkraft bewegen können, oder die Elemente der Natur beeinflussen können. Und kaum beginnt man sich zu orientieren, wird einem erneut der Boden unter den Füßen weggerissen – wieder und wieder aufs Neue.

Lediglich gegen Ende wurde es mir etwas zu viel und ich verlor stellenweise den Faden. Auf den letzten Seiten aber war ich wieder mittendrin und ließ mich mitziehen – bis hin zu einem Cliffhanger, der es in sich hat.

Schreibstil

Je weiter die Geschichte fortschritt, desto fieberhafter habe ich die Seiten umgeblättert. Das hing maßgeblich auch mit dem Schreibstil zusammen. Anstatt jede Situation bis zum Ende zu beschreiben, setzte Rena Fischer häufig Schnitte, gerne auch mal abrupt. Dadurch wirkte „Chosen“ auf mich sehr lebendig und dynamisch, beinahe schon so, als würde ich einen Film schauen. Das gefiel mir enorm gut.

Auch wirkungsvoll waren die sporadischen Rückblicke, in denen wir mehr über das Leben von Emmas Mutter erfahren. Auch sie war offenbar bereits in ganz ähnliche Verstrickungen verwickelt, wurde Opfer von Verrat und Verschwörungen. Diese Sequenzen ließen mich erst glauben, alles zu verstehen, nur um mich erneut auf Glatteis zu führen.

In gleichem Maße, wie die Spannung zunimmt und „Chosen“ mehr einem Thriller ähnelt als einem Jugendbuch, verändert sich auch der Ton. Wo anfangs noch Raum für Humor und Optimismus ist, dominieren später Verzweiflung und Wut.

Charaktere

„Er lächelt, beugt sich ein wenig vor und pflückt eine meiner schwarzen Haarsträhnen von dem weißen Laken. Langsam kringelt er die Spitzen um seinen Zeigefinger. Poch, poch, poch. Dieses dumme Herz! Kein Mensch spürt die Spitzen seiner Haare!“ (Seite 48)

Der Humor, der sich vor allem durch die erste Hälfte des Buches zieht, begründet sich weitestgehend im Umgang von Emma und Aidan miteinander. Beide sind sofort interessiert aneinander, geben es aber natürlich nicht offen zu, zumal Aidan eine Freundin hat. Es kommt zu herrlich komischen Situationen und der schlagfertige Austausch setzt dem Ganzen die Krone auf. Natürlich ahnt man von Anfang an, in welche Richtung sich die Beziehung der beiden entwickeln wird. Trotzdem war ich gefangen, denn Rena Fischer beschreibt die Annäherung äußerst charmant und mit sprühendem Witz.

Alle weiteren Charaktere waren ebenfalls gut entworfen, was für „Chosen“ eine wichtige Basis ist, denn die jeweiligen Handlungsmotive sind essenziell für die Story.

Fazit

„Chosen“ ist ein Fantasy-Jugendbuch, das sowohl Liebe und Humor als auch Thriller-Elemente beinhaltet. Nicht alle Ideen sind neu, dennoch überzeugt der Roman mich mit einem komplexen Plot und durchdachten, sympathischen Charakteren. Der Cliffhanger macht es noch dazu unmöglich, nicht der Fortsetzung entgegenzufiebern. Eine Empfehlung für alle, die sich in diesem Genre zuhause fühlen.
Profile Image for Klaudia.
382 reviews15 followers
April 25, 2017
Inhalt

Mit ihren besonderen Fähigkeiten hat Emma es ihr ganzes Leben lang nicht leicht gehabt. Von ihrer Mutter dazu erzogen, ihre Kräfte zu kontrollieren, muss sie plötzlich auf eigenen Beinen stehen. Doch als sie zu ihrem Vater zieht und sich an einer neuen Elite-Schule für Begabte behaupten muss, wird sie auch noch mitten in eine Gruppe aus Rebellen gezogen. Diese wollen gegen den Schulleiter und Sensus Corvi vorgehen. Kann sich Emma darin sicher sein, wer für ihr Wohl kämpft? Und welcher Seite gehört ihr Herz?

Meine Bewertung

Selten fiel mir eine Bewertung so schwer wie bei diesem Buch. Nicht, weil ich zwiegespalten bin – nein, weil „Chosen – Die Bestimmte“ für mich einfach ein absoluter Fehlgriff war. Ich quäle mich jetzt seit gut einem Monat an diesem Titel herum und bin doch nur bis zur Hälfte gekommen, bevor ich den Entschluss gefasst habe, es abzubrechen. Sowas fällt mir immer sehr schwer, allerdings konnte ich Rena Fischers Titel wirklich nichts abgewinnen.

Die Protagonistin Emma fand ich in den ersten Kapiteln noch ganz interessant. Ihre Gabe des Emotionentauchens erlaubt ihr, in die Gefühlswelt anderer einzudringen. Allerdings habe ich selten eine Protagonistin gehabt, die mich mit ihrer Unentschlossenheit dermaßen genervt hat. Emma war mir die ganze Zeit über ein zu passiver Charakter, ließ sich mehr in die Dinge hineinschubsen, als dass sie wirklich auf ein Ziel hingearbeitet hat. Dass sie von mehreren Jungs umschwärmt wird, wobei der eine dann natürlich sofort die große Liebe ist, hat es nur noch schwieriger gemacht, sie nachzuvollziehen. Mit Aidan, dem Ziehsohn ihres Vaters, hat sie eher zickige Gespräche, während er sie bevormundet, trotzdem ist er ein absoluter Traumtyp. Jared, ein Rebell vom Horusring, wechselt kaum drei Worte mit ihr und ist schon verliebt – was irgendwie auch auf Gegenseitigkeit beruht. Dean, ein ebenfalls heißer Typ aus der Schule, kann natürlich auch nicht von ihr lassen. Und Faye, die angeblich Emmas neue Freundin auf der Schule ist, kommt so selten vor, dass sie zu einer Statistin mutiert, die nur dazu da ist, Emma aus der Patsche zu helfen, wenn die nicht weiter weiß. Generell fehlte es mir bei den Charakteren leider völlig an Tiefe, was bei den Erwachsenen nur unwesentlich besser wurde.

Die Geschichte hat mich einfach nicht packen können. Für meinen Geschmack war es zu viel Teeniedrama von Emmas Seite aus, gemischt mit viel Instalove und einem Plot, dessen Absicht ich bis zur Mitte hin nicht erkennen konnte. Mir hat leider der rote Faden gefehlt, der durch das Buch führt, denn mir wurden eher die Ziele der zwei Parteien klar, Sensus Corvi und der Horusring, als die Ziele der Protagonistin, die zwischen den beiden steht. Nennenswert ist natürlich auch, dass Emma sich immer wieder von Aidan hinters Licht geführt fühlt, weil der eigentlich die Oberzicke der Schule datet. Der Plot hatte für meinen Geschmack einfach keine Dynamik, wenn mal Action aufkam, die ich dann sogar himmelhoch jauchzend begrüßt habe, war sie nach ein paar Seiten wieder abgeflaut und es ging zurück zu Emmas Alltag. In dem werden auch die Gaben recht selten genutzt – insgesamt leider eine Enttäuschung für mich.

Was man der Geschichte noch zugute halten muss: Rena Fischer hat wirklich einen schönen, flüssigen Schreibstil, allerdings hat der nichts mehr daran retten können, dass mich das Buch wirklich stellenweise so auf die Palme getrieben hat, dass ich nicht mehr weiterlesen kann. Die Grundidee war gut, aber für mich persönlich war diese Lektüre einfach ein absoluter Fehlgriff.
Profile Image for Lavendel KnowsBest.
393 reviews4 followers
February 2, 2017
Emmas ist eine Emotionstaucherin. Genau wie ihre Mutter besitzt Emma also eine Gabe, die sie interessant für bestimmte Leute macht. Beide lebten bisher versteckt vor ihnen, doch als Emmas Mutter stirbt, muss die 16-Jährige zu ihrem Vater nach Irland ziehen. Dort gelangt sie auf eine Schule für Jugendliche mit besonderen mentalen Fähigkeiten und verbringt dort mehr Zeit mit dem eingebildeten Aidan. Emma hat immer noch die Warnungen ihrer Mutter im Kopf und gerät bald zwischen die Fronten.

Der Klappentext des Buches sprach mich wirklich an. So etwas ähnliches habe ich bisher auch noch nicht gelesen. Wer glaubt, hier eine klassische Internatsgeschcihte zu erhalten, wird mir Chosen nicht bedient werde. Ich bin also ohne Vorurteile und Erwartungen an die Geschichte herangegangen.

Der Beginn des Buches gefiel mir richtig gut. Besonders positiv ist mir dabei der Schreibstil der Autorin aufgefallen. Dieser ist sehr fließend, bildhaft und mit einer Spur Dramatik. Das hat mir gefallen, da es zeigt, dass Rena Fischer tatsächlich ein Talent zum Schreiben hat.
Auch der Verlauf der Handlung gefiel mir gut. Emma schien eine aufgeweckte Protagonistin zu sein, die versucht das Beste aus ihrer neuen Situation herauszuholen und sich in den neuen Schulalltag mit dem Training ihrer Fähigkeiten einzugewöhnen.

Ich weiß nicht, an welchem Punkt es passierte, doch irgendwo hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte allerdings verloren.

Die Thematik ist relativ komplex. Die Schule tritt irgendwann stark in den Hintergrund und es dominiert der Handlungsstrang um die beiden rivalisierenden Vereinigungen der Raben und der Falken. Mir fällt es sehr schwer zu sagen, was für ein Problem die Leute miteinander haben und was sie eigentlich wollen. Eigentlich waren beide Partein einmal eins und ich kam nicht mehr hinterher, wer genau warum die Raben oder Falken gerade verraten hat und wer der nächste Überläufer ist.

Die Fragezeichen in meinem Kopf nahmen mit der Vielzahl an Figuren im Buch auch zu. Normalerweise ist dies für mich kein Problem, doch im Laufe der Handlung betreten so viele Kerle das Spielfeld, die wahweise mit Vor- oder Nachnamen angesprochen wurden, dass ich nicht mehr wusste, wer wer war. Die Autorin hat es hier einfach nicht geschafft, ihre Charaktere etwas eigenständiges zu geben, dass sie auszeichnet. Für mich waren sie nur Namen hinter denen nichts steckte.
Ähnlich entwickelten sich auch die Protagonisten. Aus Emma und Aiden werden plötzlich kleine mentale Geheimagenten, die in ihren jungen Jahren schon alles können und in allem den Durchblick besitzen. Ich kenne viele Teenies, die Helikopter fliegen können und mit einer Kaltblütigkeit Leute erschießen, nicht! Von ihren Gefühlen zueinander, die plötzlich da waren, ist bei mir nichts angekommen.

Man dürfte sich bei Chosen zumindest nicht beschweren, dass nichts passiert. Gefühlt, wird ständig jemand entführt, die Protagonistin lässt ständig etwas in die Luft gehen und ständig ist die Unsicherheit da, wer gerade Gut und wer Böse ist.
Nebenbei kommt Emma zu solch abstrusen Erkenntnissen, die auf abenteuerliche Art vom Himmel fielen und mir Falten ins Gesicht trieben. Ich musste mich mehr als einmal fragen, ob ich etwas verpasst habe, gut möglich bei den ganzen Entführungen. Für mich wurden hier einfach Dinge festgestellt für die es zuvor keine Andeutungen gab. In manchen Büchern mag das Prima funktionieren, doch hier war es einfach nur "HÄH?" Vielleicht kann mich ja auch jemand aufklären, was es mit dieser Kate auf sich hat, die Emma in ihren Gedanken herumspukt.

Neben der ganzen Frustration bezüglich des Handlungsverlaufs musste ich leider gegen Ende feststellen, dass Chosen der erste Teil einer Dilogie ist. Hätte ich dies vorher gewusst, ich hätte wohl nicht zum Buch gegriffen. Dementsprechend offen und unbefriedigend fällt auch das Ende aus. Die ganze Quälerei und Falten waren also umsonst für mich, da ich den zweiten Teil nicht lesen möchte.

Wirklich schade, denn "Chosen - die Bestimmte" begann so gut und die Autorin hat definitiv einen angenehmen Schreibstil, doch das mit dem Geschichtenerzählen ging für mich nicht auf. Das Buch überfordert sich selbst mit seiner Flut an Action, Namen und Verschwörungen und nahm mir den Spaß am Lesen.
Profile Image for Steffi.
3,283 reviews183 followers
February 7, 2017
Das Buch ist mir direkt durch sein toll gestaltetes Cover aufgefallen und auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen.

Leider ist es mir sehr schwer gefallen in das Buch reinzukommen. Ich fand es schwierig mich in dem Buch zurechtzufinden, weil vieles direkt hin und her ging und man nie die Gelegenheit hatte sich erstmal einen Überblick über das setting und deren Bedeutungen zu bekommen. Diese Wendungen ziehen sich weiter durch das Buch, davon waren zwar einige wirklich spannend und erwartet, aber sie haben nicht dabei geholfen sich im Buch zurecht zu finden.
Es gab sehr sehr viele Namen und ich musste im Verlaufe des Buches öfter überlegen wer wer ist.

Die Charaktere sind mir leider ebenfalls sehr fremd geblieben und dadurch konnte ich nicht so richtig mitfiebern wie ich es mir gewünscht hätte.

Das Buch definitiv eine Menge Potential und eine gute Mischung aus Spannung und Mystery. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch vielen Lesern gefallen wird, aber mich konnte es leider nicht erreichen.

Der Schreibstil der Autorin ist größtenteils angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn einige Formulierungen aufgefallen sind, die mir fremd waren und sich nach Dialekt anhörten.
Profile Image for Elizzy.
477 reviews26 followers
June 11, 2017
Zusammengefasst

Emma ist ein besonderes Mädchen, denn Emma verfügt über eine besondere Gabe. Sie kann in die Gefühle der Menschen tauchen – doch wo sie zu Anfangs noch denkt, ihre Mutter und sie sind die Einzigen mit Gaben, muss sie schnell lernen, dass es versteckt eine grosse Schule gibt, in der lauter Teenager mit Gaben unterrichtet werden.

Durch einen unglücklichen Vorfall wird sie gezwungen bei ihrem Vater zu leben, denn sie bis zu diesem Zeitpunkt nie richtig kennen gelernt hat. Viele neue Dinge prasseln auf sie ein und ehe sie sich versieht steht sie im Mittelpunkt eines alten Konflikts zwischen den Raben und den Falken.

Bei all dem Trubel, muss sie nebenbei noch lernen ihre Gabe richtig anzuwenden, dabei wird sie zurück in die Vergangenheit geworfen und muss sich grossen Ängsten stellen und versucht das Geheimnis, um ihre Mutter zu lösen.

Darüber Gedanken gemacht

Ich ging ganz ohne jegliche Erwartungen an dieses Buch und habe es nur durch den Tipp von Rena Fischer selbst entdeckt – ein grosses Dankeschön an dieser Stelle. Die Geschichte ist anders als ich es vom Klappentext her erwartet hätte. Aber auf jeden Fall konnte diese mich packen und ich konnte mich schnell mit Emma anfreunden. Zu Anfangs war ich ebenso verwirrt wie sie, wie viele verschiedene Gaben es gibt, doch zum Glück wurden die nach und nach erklärt und man konnte sich einen Überblick verschaffen.

Besonders gut fand ich den Konflikt zwischen den Falken und Raben, man wusste nie genau wem man vertrauen konnte und änderte die „Seite“ beinahe nach jedem neuen Kapitel. So blieb die Spannung auf jeden Fall erhalten und ich wollte mit Emma zusammen unbedingt die Wahrheit heraus finden.

Gefiel mir sehr

Die Protagonisten gefielen mir wirklich richtig gut. Natürlich wurden hier Klischees bedient aber dies gehört zu einem Jugendbuch einfach dazu. Schliesslich möchte jedes Mädchen von einem Bad Boy träumen 😉

Richtig gut fand ich auch die Kapitelaufteilungen. So wurde einem nie langweilig und die Geschichte war nie zu langatmig.

Gefiel mir nicht

Manche Passagen wurden meiner Meinung nach nicht ganz klar beschrieben, so waren mir manche Gaben nicht mehr ganz so präsent und ich vergass was sie eigentlich bewirken. Eine Erklärung mehr hätte mir durchaus zugesagt.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil war sehr jugendlich und flüssig, so kam man gut voran und konnte sich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren.

Das Cover gefällt mir richtig gut vor allem nun wo ich weiss, wie Band 2 aussieht – das wird auf jeden Fall toll im Bücherregal zur Geltung kommen!

Fazit

Ein tolles Jugendbuch mit einer spannenden Grundidee, die wirklich gut umgesetzt wurde. Bin schon sehr auf Band 2 gespannt.

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)
Profile Image for Bücherbrise.
123 reviews24 followers
May 16, 2018
An sich eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren. Jedoch gibt es einige Klischees, die den Spaß nehmen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, doch einige Punkte haben mich verwirrt. Es werden viele Namen und Gaben erwähnt, die ich oft verwechselt habe.
Ein vollständige Rezension findet ihr bald auf meinem Blog.
Profile Image for Eva Hechenberger.
1,337 reviews18 followers
February 5, 2017
Der Klappentext in Kombination mit diesem tollen Cover hat mich verführt die Geschichte hier unbedingt lesen zu wollen.
Die Handlung erzählt von Emma, die ihre Mutter verloren hat und durch eine Art Zufall zu ihrem Vater muss, obwohl sie ihn noch nie gesehen hatte. Dort lernt sich dann auch Aidan und Jared kennen. Die beiden Burschen haben aber beide dunkle Geheimnisse und je länger Emma mit ihnen und auch mit den anderen Mitschülern Kontakt hat, desto weniger weiß sie, was sie glauben soll.
Mir hat die Geschichte ganz gut gefallen, denn es hat mich regelrecht begeistert mehr über Emma erfahren zu dürfen. Interessant fand ich es auch mehr über das Internat und dessen Hintergründe zu lesen. Zusätzlich hat die Autorin auch einiges über Emmas Mutter in die Handlung einfließen lassen, was mich stellenweise etwas verwirrt hatte, weil man doch sehr aufpassen muss, dass man keine der Personen verpasst. Aber je weiter ich gelesen habe, desto besser ging es.
Emma finde ich einen tollen Hauptcharakter, denn trotz ihrer jungen Jahre, wurde von ihr alles hinterfragt und sie hat nicht einfach alles gemacht, was die Mitmenschen von ihre wollten. Für mich wirkt sie sehr schlau und intelligent und ich bin schon gespannt zu erfahren, wie und ob es mit ihr weitergehen wird.
Auch die Nebencharaktere fand ich richtig toll, denn diese wurden von der Autorin sehr interessant gestaltet und es sind einige dabei, die doch auch Geheimnisse haben und so besonders interessant wirken.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen und die Autorin hat hier eine tolle neue Fantasywelt geschaffen, in die man als Leser wunderbar abtauchen kann. Sehr schön waren auch die Beschreibungen der Locations und man kann sich diese sehr gut vorstellen.
Fazit:
4 von 5 Sterne. Wunderbare Geschichte, die es sich lohnt zu lesen.
Profile Image for Nicole Gozdek.
Author 8 books55 followers
April 17, 2017
Inhalt:

Die 16-jährige Emma lebt mit ihrer Mutter in Deutschland, bis sie durch eine schreckliche Tragödie erstmals ihrem Vater begegnet. Jacob MacAengus bringt sie nach dem Tod ihrer Mutter zu sich nach Irland, wo sie nicht nur seinem attraktiven Ziehsohn Aidan begegnet, sondern auch nach SENSUS CORVI geschickt wird, eine elitäre Schule mit unzähligen Geheimnissen, die von dem mächtigen und charismatischen Fionbarr Farran geleitet wird.

Denn die Schüler und Lehrer dort sind keine normalen Menschen, sie besitzen Gaben wie Empathie oder Telekinese.

Doch nicht jeder ist Farran und den sogenannten Raben wohlgesonnen und rasch wird Emma zum Spielball zwischen den Raben und ihren Feinden, den Falken. Denn Emma besitzt ebenfalls eine mächtige und sehr seltene Gabe: Sie ist eine Emotionentaucherin und erlebt die Gefühle der Person, in die sich taucht, als wäre sie ihre eigenen, und irgendwann wird sie womöglich in die Gefühle des Mörders ihrer Mutter eintauchen, denn deren Unfalltod entpuppt sich als Anschlag …


Meine Meinung:

Warum 3 Sterne, wenn mir die Story wirklich gut gefällt, werdet ihr vielleicht fragen. Ich habe mich mit der Bewertung des Buches echt schwer getan.

Ich hatte den Roman als Rezensionsexemplar beim Bloggerempfang von Thienemann-Esslinger auf der Leipziger Buchmesse bekommen und die Autorin hat so interessant über das Buch erzählt, dass ich mir sicher war, dass mir die Story gefallen würde. Das war auch so.

Im Mittelpunkt steht die 16-jährige Ich-Erzählerin Emma, die bei einem Autounfall ihre Mutter verliert und dann zu ihrem unbekannten Vater nach Irland zieht, wo sie dessen attraktiven Patensohn Aidan kennen lernt, von dem sie sich sofort angezogen fühlt, und auf die elitäre Schule des Millionärs/Milliardärs Fion Farran geschickt wird, der die magischen Begabungen wie Empathie, Telepathie, Telekinese, etc. in seinen Schülern und Günstlingen, die Raben genannt werden, fördern will. Doch die Raben sind mit einer anderen Organisation von Magiern, den Falken, unter der Leitung von Richard verfeindet. Der Roman lebt von der Spannung, dass Emma in diesen Konflikt hineingeworfen wird und sich fragen muss, welche Seite eigentlich im Recht hat, welcher Seite sie sich anschließen soll (denn beide umwerben sie), was richtig ist - und wer ihre Mutter ermordet hat und warum.

Die magischen Fähigkeiten sind interessant, besonders Emma, die als Emotionentaucherin noch stärker ist als eine Empathin, denn sie kann die Gefühle ihres Gegenübers durchsuchen und so empfinden, als wären es ihre eigenen.

All das fand ich gut und spannend, doch ich hatte meine Probleme mit der Erzählweise, weniger mit dem Schreibstil, denn der ist flüssig und leicht verständlich. Dennoch steht man als Leser häufiger auf dem Schlauch, denn wichtige Informationen werden uns einfach vorenthalten und sorgen so für Verwirrung und Unverständnis. Das fängt an bei den Zeitsprüngen, die am Anfang nicht kenntlich gemacht werden. Es geht weiter mit den Figuren, die uns mal mit ihrem Vornamen begegnen, mal mit ihrem Nachnamen, die wir aber nicht mit dem Vornamen verknüpfen können. Und nein, es gibt leider kein Namensverzeichnis am Ende des Romans, das habe ich auch schmerzlich vermisst.

Die Geschichte wird ein bisschen erzählt wie für Eingeweihte - und als Leser ist man außen vor und muss sich bemühen, die Zusammenhänge irgendwie zu erfassen und zu durchschauen. Manches wird schlicht nicht oder nicht ausreichend erklärt (zum Beispiel der irische Sport), anders wird durch die Beschreibung von Eindrücken und Emotionen erzählt und als Leserin habe ich mich gefragt, was faktisch eigentlich passiert ist.

Ich lese immer sehr gründlich und mache mir Notizen beim Lesen, um später eine Rezension schreiben zu können. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass ich wichtige Informationen nicht bekommen oder schnell vergessen habe. Manche Nebenfiguren hatten für mich kein klares Profil. Wenn sie später im Roman wieder auftauchten, verband ich so leider nichts mit dem Namen und wunderte mich, wer zum Beispiel Macmillan oder Namara noch mal waren. Man konnte sie leider nicht so einfach zuordnen und ich hatte auch keinen Bezug zu ihnen. Hinzu kam dann noch die Namensproblematik und ich war teilweise einfach lost.

Dass ich trotzdem weitergelesen habe und das auch zügig, lag daran, dass die Story selbst und Emma mir gut gefallen haben. Ich konnte mitfiebern und miträtseln, habe mich durch die schwer zugängliche Erzählweise aber auch immer wieder geärgert. Und das ist verdammt schade, denn ich hätte gerne 4 oder 5 Sterne für die tolle Story gegeben. So aber kann ich es nicht, denn ich muss auch die Schwächen berücksichtigen, obwohl mir die Geschichte selbst so gut gefallen hat, dass ich auch unbedingt Band 2, der im Herbst erscheinen soll, lesen will. Ich hoffe, dass der dann die Schwächen von Rena Fischers Debütroman abgelegt hat.
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155 reviews
October 9, 2021
Das erste was mir an dem Buch aufgefallen ist, war die Zeitform.
Die meisten Bücher werden nämlich im in der Vergangenheit geschrieben, aber Chosen ist im Präsens – also in der Jetzt-Form.
Am Anfang hat mich das ein bisschen gestört, aber als ich dann in der Story drin war, habe ich es gar nicht mehr bemerkt.
Zu der Story muss ich sagen, dass ich sie echt klasse fand!
Immer wenn ich dachte, dass man jetzt endlich weiß wer wessen Vertrauen missbraucht hat, kam eine neue Wendung!
Dadurch war das Buch auch super spannend und man konnte die ganze Zeit mit raten.
Mir persönlich hätte das Buch noch etwas besser gefallen, wenn es etwas mehr Romantik gegeben hätte bzw. die romantischeren Szenen länger gedauert hätten.
Zu den Charakteren muss ich sagen, dass ich von Anfang an Team-Aidan war.
Er ist meiner Meinung nach einfach ziemlich cool drauf, auch wenn er sich ein oder zwei Mal daneben benommen hat.
Mit Jared konnte ich erst zum Schluss warm werden.
Emma muss in dieser Geschichte ziemlich viel durch machen und irgendwie tut sie mir ein bisschen Leid.
Trotzdem ist sie nicht auf den Mund gefallen und lässt auch den anderen nicht den Vortritt, sobald sie irgendwo helfen kann.
Sie ist ziemlich mutig.
Das Cover finde ich sieht ziemlich düster durch die dunkle Farbe aus, aber es passt und der Rauch verleiht dem ganzen dann noch einen mysteriösen Touch.


Fazit:
Nachdem man sich daran gewöhnt hat, dass das Buch in der Jetzt-Form geschrieben ist, kommt man gut und schnell in die Geschichte rein.
Etwas mehr Romantik bzw. längere romantische Szenen haben mir persönlich etwas gefehlt.
Die Geschichte ist spannend und es gibt immer wieder unerwartete Wendungen.
Das Buch „Chosen – Die Bestimmte“ bekommt von mir 4 Sterne.
Für alle, die gerne Jugendbücher lesen empfehle ich das Buch!
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133 reviews2 followers
August 7, 2018
Spannend und fesselnd bis zum Schluss

Buchinhalt:

Emma lebt glücklich mit ihrer Mutter Rina in Deutschland bis es zu einem tödlichen Unfall kommt und Emma zu ihrem Vater nach Irland ziehen muss, um dort auf das Elite-Internat „Sensus Corvi“ für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten zu gehen. Die Ereignisse überschlagen sich extrem im Laufe der Geschichte und Emma muss entscheiden, wem sie vertrauen kann und welchen Preis sie bereit ist für das größere Wohl zu bezahlen.

Rezension:

Zu Beginn der Geschichte wird man als Leser mitten in das Leben von Emma hineingeworfen. Man verfolgt die rasante Geschichte, die plötzlich Emma`s Leben komplett verändert fast emotionslos, da man keine Zeit zum Aufatmen hat, genau wie Emma selbst. Sie hat keine Zeit zum Verarbeiten von all dem Geschehen. Hilfreich sind für den Leser hierbei die anfangs recht kurzen Kapitel von max. 2 bis 3 Seiten. Es geht regelrecht Schlag auf Schlag, was der Geschichte Spannung verleiht und der Leser so einiges über Emma und ihre Familie sowie ihre Gabe erfährt.

Die kurzen Kapitel helfen dem Leser aber auch, um gerade durch dieses Buch zu fliegen und die Spannung im Buch zu halten, was einen Suchtfaktor bei mir auslöste. Denn ich sagte mir manches Mal, dass ich nur noch ein Kapitel lesen wollte, und weil sie so schön kurz waren, wurden es dann doch mehr als eins… Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Denn diese Geschichte hat einfach alles: Geheimnisse, Intrigen, Verrat, Vertrauen, Spione, Liebe, magische Fähigkeiten, Freunde, Moral, düstere Vergangenheiten … und einen Bad Boy, der einem ans Herz wächst ❤

Allerdings machten mir die Intrigen und Geheimnisse es ziemlich schwer, hinter die Fassade zu schauen und herauszufinden, wer die Wahrheit sagt und wer nur seine eigenen Ziele verfolgt. Ich wusste nie wirklich wer hier gut und wer böse ist. Das Verwirrspiel zwischen Gut und Böse ohne genau zu wissen, wer denn nun auf welcher Seite kämpft, ist mir allerdings lieber als gleich zu Beginn eines Buches zu wissen/zu erahnen, wie es endet. So bleibt es wenigstens spannend bis zum Schluss und das hat die Autorin Rena Fischer geschafft. Denn die Spannung war von Anfang bis Schluss greifbar, so dass es mir manchmal echt schwer fiel, abends das Buch bei Seite zu legen und schlafen zu gehen. Selbst Nachts machte ich mir dann Gedanken, wie die Geschichte weitergeht und wer Bösewicht bzw. Held ist. Doch diese wurden beim Weiterlesen gleich wieder über den Haufen geworfen und die Geschichte nahm eine ganz andere unvorhergesehene Wendung …

Aufgrund des Klappentextes hatte ich teilweise eine andere Story erwartet, hoffte auf mehr Szenen mit anderen Internatsschülern und ihren unglaublichen Gaben, von denen ich vielleicht noch nie etwas gehört hatte. Ich hoffte auf Interaktionen mit den Internatsschülern. Stattdessen landet man meist außerhalb der Schule oder im Büro des Schuldirektors, ohne Mitschüler. Ich hätte aber auch gern in so manches Schulbuch einen Blick reingeworfen oder es womöglich gleich eingesteckt und mitgenommen, weil es mich so sehr interessiert hatte. Leider hat man als Leser gar keinen Einblick in die Bücher erhalten. Es hieß stattdessen nur, dass Emma es lesen soll bzw. liest oder ihr ihr Primus erzählen soll. Doch dazu kommt es nie. Echt schade, da mich gerade DAS so neugierig gemacht hatte. Ich hoffe hier einfach mal auf den 2. Chosen-Band und mehr Aufklärung!

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, so dass ich mich schnell in die Geschichte reingelesen hatte und nur so durch die Seiten flog. Um die Spannung von Anfang an zu halten und um Aufklärung zu sorgen wurde aus zwei Sichtweisen geschrieben: Einmal aus Emmas Sicht in der Gegenwart, zum anderen aus der Sicht ihrer Mutter und ihren Erlebnissen in der Vergangenheit, da auch sie auf die Schule Sensus Corvi ging und sich zwischen Falken und Raben entscheiden musste. Ich fand es immer wieder spannend zu erfahren, wie es Rina in der Vergangenheit erging. Anfangs hatte ich zwar noch gerätselt, von wem die grau gedruckten Szenen handelten, doch als ich dahinter kam, freute ich mich auf diese Abschnitte. Sie rissen mich zwar immer aus Emma`s Geschichte heraus, aber diese Szenen waren nötig, um Rina´s Handeln in der Vergangenheit zu verstehen und auch um zu begreifen, wie Emma´s Vater und Farran in das Ganze reingehören.

Charaktere:

Mit Emma bin ich anfangs relativ schnell warm geworden, was wohl an dem gehetzten emotionalen stressigen Beginn des Buches mit seinen kurzen rasanten Kapiteln liegt. Später flachte dies allerdings wieder ab, weil sie teils zu impulsiv und naiv handelte, obwohl sie gleichzeitig intelligent, temperamentvoll und mutig ist wie ihre Mutter. Nicht verstehen konnte ich, wieso sich fast alle Typen in Emma verliebten nachdem sie ihr nur einmal begegnet sind. Ich fragte mich oft: Was macht sie so besonders? An ihrem Aussehen konnte es nicht liegen, da sie selbst oft daran herumgenörgelt hatte und lieber wie ihre beste Freundin Liz aussehen wollte. Also was ist es, was die Männerherzen zu ihr fliegen ließ?

Aidan – Mit ihm bin ich nicht wirklich warm geworden. Ich hatte das Gefühl, dass er mir einfach vor die Nase gesetzt wurde und ich mit ihm klar kommen musste. Er war mir einfach „zu perfekt“ und glatt. Es gab kein „dunkles Geheimnis“ oder dergleichen. Emotionen hatte ich bei ihm kaum erlebt, abgesehen vom Ende als er weinte. Ich konnte seinen Spagat zwischen Emma und Lynn anfangs nicht verstehen, bis es dann im Mittelteil aufgeklärt wurde. Erst da konnte ich aufatmen und Aidans hin und her mit Emmas Gefühlen begreifen.

Jared – mein Lieblings-BadBoy. Ich hatte anfangs zwar irgendwie so meine Zweifel an dem Jungen, aber ich schloss ihn schnell ins Herz, da er für Emma immer nur das Beste wollte und ihr zur Seite stand und sich sogar für sie prügelte. Er war für mich eine gute Mischung aus gut und böse und auf Typen mit dunkler geheimnisvoller Aura und dunklen Haaren stehe ich ja sowieso *kicher* Ich bin froh, dass Emma Jared kennengelernt hat! Danke, Rena! J Go, Team Jared!

An die Autorin: Ich hoffe inständig auf eine separate Geschichte über Jared, in der wir mehr über sein Leben bei den Falken und Raben erfahren und auch erfahren, was ihn an Emma so fasziniert und gefallen hat, dass er sich für sie ständig in Gefahr brachte.

Rina ist Emmas Mutter und wird in größtenteils in Rückblenden und Ratschlägen erwähnt, die man farblich/kursiv leicht vom Hauptgeschehen unterscheiden kann. Rina ist eine starke und intelligente Frau, die für sich und ihre Tochter sogar die Liebe ihres Lebens opfert und flieht. Sie hat Emma sehr gut unterrichtet sich zu verstecken, wie ich finde. Ich wünschte, wir hätten mehr als nur die wenigen Rückblenden von Rina gehabt, um mehr über sie und ihre Gefühlswelt zu erfahren. Ich mochte Rina und konnte ihr Handeln gut nachvollziehen.

Jacob – Vater ohne Gefühle. So erlebte ich ihn anfangs. Ich brauchte lange, um zu verstehen, welche Rolle er wirklich in der Geschichte spielt und wusste nie wirklich auf welcher Seite er steht – Emma oder Farran. Ich hatte oft den Eindruck, dass er zu oft und zu viel von Farran manipuliert wurde und selbst keine eigenen Gedanken mehr hat, sondern nur noch tut was Farran ihm eintrichtert.

Farran vs. Richard – ich hatte bis zum Schluss absolut keinen Plan, wer auf welcher Seite kämpft. Gut oder Böse? Ich war wie Emma so hin und her gerissen, dass ich keinem der beiden Charaktere wirklich vertraut habe. Ich dachte sehr oft an Emma`s Mutter Rina und die Gründe ihrer damaligen Flucht, denn so muss auch sie sich gefühlt haben. Beide Charaktere sind so geheimnisvoll und düster, beide irgendwie mit Rina verbunden und jeder mit eigenen Zukunftsplänen beschäftigt, dass es mir Angst machte. Besonders Farran. Der hat es meiner Meinung nach sehr in sich und erinnert mich stark an eine machtgierige Person, der die Welt mit allen Mitteln und Fähigkeiten beherrschen will. Ganz gleich, wer dabei auf der Strecke bleibt. Hauptsache, Farran bekommt seinen Willen. Ich weiß nicht genau, wie alt Farran in dieser Geschichte ist, aber seine Pläne reichen weit zurück in die Vergangenheit und auch weit in die Zukunft hinein. Er ist ein wahrer Stratege und Manipulant, dass es schon sehr beeindruckend auf mich wirkte. Ja, Farran ist beeindruckend, aber auch sehr Furcht einflößend.

Emma´s beste Freundinnen Liz und Faye mochte ich beide gern. Ich hätte gern viel mehr über sie erfahren. Ihre Auftritte im Buch waren leider VIEL zu kurz. Ich hatte die beiden schon in mein Herz geschlossen, schon waren sie wieder von der Bildfläche verschwunden. Bitte mehr über Faye und Liz, die Emmas beste Freundinnen sind.

Es tauchten auch andere Charaktere auf – meist männlich –, denen ich irgendwie von Anfang an nicht traute und ahnte, dass sie etwas aushecken und Emma schaden wollen. Meist blieben ihre Auftritte jedoch nur kurz und sie verschwanden wieder, so dass ich mich frage, ob es sinnvoll war, sie überhaupt zu erwähnen. Denn die Masse an Protagonisten, Rängen, Gaben etc. verwirrte mich manches Mal sehr.

Das Buch hat mich am Ende etwas atemlos und voller Gedanken zurückgelassen. Ich wollte einfach nicht, dass es die letzte Seite dieses ersten Bandes gelesen ist und habe es so lange wie möglich hinausgezögert. Aber dann war es doch passiert. Die letzte Seite war gelesen und ich stand da und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich trauere lieb gewonnenen Protagonisten hinterher und sorge mich sehr um andere… Ich werde auf jeden Fall auch den 2. Band von CHOSEN lesen, da ich wissen will, wie alles aufgelöst wird. Außerdem hoffe ich sehr auf all die Erklärungen, die im ersten Band so viele Fragen aufgeworfen haben. Und vielleicht … vielleicht werde ich sogar noch mit Aidan warm und verzeihe der Autorin, dass sie meinen Lieblingscharakter in diesem ersten Teil getötet hat!

Zusammenfassung:

Was hat mir an Chosen 1 gut gefallen?

– Da wären zum einen das wunderschöne Cover in schwarz und silbern. Meine absoluten Liebingsfarben. Von daher MUSSTE ich dieses Buch unbedingt haben. Hier hat der/die Coverdesignerin voll meinen Geschmack getroffen. Ich bin sehr gespannt auf das Cover von dem 2. Chosen-Buch.

– Mir gefiel die Geschichte, die Grundidee und auch die Spannung, die aufgrund der anfangs sehr kurzen Kapitel im gesamten Werk gehalten wurde.

– Das Verwirrspiel zwischen Gut und Böse gefiel mir gut, weil ich nie wusste, was als nächstes geschieht.

– Die Rückblenden von Rina, die hellgrau gedruckt sind.

– Mir gefielen die Ratschläge von Emmas Mutter Rina, die Emma immer in Gedanken abrief, wenn sie in einer entsprechenden Situation war.

– Der Ort an dem die Geschichte spielte: Irland und Internat für Begabte! Wo bitte kann ich mich für die Schule anmelden? 😉

– Ich mag den leicht flüssigen Schreibstil, die Wortwahl und die Umsetzung des Gedankengerüsts der Autorin sehr. Ich hoffe auf weitere tolle Bücher von Rena Fischer!



Was hat mir an Chosen nicht so gut gefallen?

– Der Tod meines Lieblingscharakters. Erstens hatte ich gehofft, ihn im 2. Band wieder zu begegnen und zweitens ging mir sein Tod viel zu schnell von Statten.

– Emmas Charakter war teils merkwürdig. Auf der einen Seite erschien sie mir stark und selbstständig, mutig und charakterstark, dann war sie wieder stur, impulsiv und nahm alles einfach so hin wie es ihr jemand vorgab ohne Nachzufragen. Da hatte ich manchmal den Gedanken, dass sie gehirnmanipuliert wurde. Mich störte auch, dass sich fast jeder spontan in sie verliebte.

– Wie ich in der Lovelybooks-Leserunde zum Buch bereits schrieb, wäre es sehr hilfreich gewesen, im Glossar des Buches die Charaktere und ihre Gaben sowie die Ränge der Falken näher darzustellen. Denn so bin ich irgendwann ab etwa Mitte des Buches gar nicht mehr mitgekommen. Auch wusste ich nicht mehr, welche Aurafarbe welche Gefühle zeigte, auf die Emma entsprechend reagierte. Hier wäre auch eine Auflistung hilfreich gewesen. Ich hoffe somit inständig auf den 2. Band!

– Die Prüfung Emma´s, um auf „Sensus Corvi“ als vollwertiges Mitglied angenommen zu werden. Es war einfach zu lasch. Ich hatte mehr Spannung und mehr Kampf erwartet.



Von mir gibt es wunderbare 4 von 5 Punkten für den schönen Schreibstil, die spannende Geschichte und die wunderbaren unterschiedlichen Charaktere!

Ich bedanke mich bei der Autorin Rena Fischer und bei Lovelybooks für die tolle Leserunde und den angenehmen Austausch mit der Autorin und weiteren Lesern. Auch danke an den Thienemann-Verlag für das Leseexemplar, dass ich mit Garantie noch mehrfach lesen werde! Dankeschön!
Profile Image for Anja.
425 reviews3 followers
February 10, 2017
Nachdem überraschenden Tod ihrer Mutter muss sich Emma nun mit ihrem Vater Jacob auseinandersetzen. Nicht nur, dass sie diesen Mann bis Kurzem nicht kannte, sie muss auch zu ihm nach Irland ziehen. Dort wird sie schnell auf das Eliteinternat Sensus Corvi geschickt, eine Schule für angeblich „Hochbegabte“. Doch das ist nur Fassade, denn genauso wie Emma, haben alle Schüler Fähigkeiten, die über die Norm hinausgehen. Sie selbst ist eine Emotionentaucherin und bedient sich der Telekinese. An der Schule soll sie mehr über sich selbst und ihren Fähigkeiten lernen. Doch schnell wird klar, dass es noch weitere Geheimnisse gibt. Ist Emmas Leben in Gefahr? Sie kann niemanden vertrauen und muss erst herausfinden, wer Freund oder Feind ist. Eine aufregende Zeit beginnt, die Emma nicht nur emotional mitnimmt…

„Nimm nie etwas von einem anderen Menschen an, ohne dich zu fragen, wie er dir schlimmstenfalls damit schaden könnte. Und dann überlege, ob du bereit bist, diese Gefahr einzugehen.“

Autorin Rena Fischer ist eine wahre Weltenbummlerin. Die gebürtige Münchenerin zog es nach dem Abitur nach Cork (Irland), später dann nach Spanien. Doch heute lebt sie wieder in München und schreibt fleißig an Kinder- und Jugendbüchern. Informationen über die Schriftstellerin findet ihr auch auf ihrer Autorenseite Rena Fischer.

Gleich zu Beginn fällt bereits auf, wieviel Mühe sich Rena Fischer mit dem Aufbau der Geschichte gegeben hat, denn von Anfang an ist die Erzählung packend und fesselnd kreiert. Alles wirkt mysteriös und Emma gibt nur kleine Häppchen von ihrer Persönlichkeit preis. Das wirkt spannend und mitreißend. Zusätzlich hat sie die Geschichte in kurze Kapitel eingeteilt, wodurch es leicht ist, der Handlung zu folgen und sich auf Emma und ihre Situation einzulassen.

Emma ist die junge Protagonisten des Werks, die mit ihren 16 Jahren schon sehr taff und erwachsen wirkt. Früh musste sie erkennen, dass sie ihre wahren Fähigkeiten vor den anderen Menschen verstecken muss. Ihre Mutter hat sie trainiert, doch nach ihrem Tod muss sie neu lernen, mit der Situation umzugehen. Ihr zur Seite werden gleich zwei junge Männer gestellt, die beide einen Platz in ihrem Herzen einnehmen. Aiden und Jared sind wie Tag und Nacht, wie Licht und Schatten. Doch wer ist ehrlich und wem kann Emma trauen? Das muss sie selbst erst noch herausfinden.

Der Schreibstil ist flüssig, modern und authentisch. Obwohl durch die paranormalen Fähigkeiten viel Fantasie der Handlung hinzugefügt worden ist, bleibt die Erzählung dennoch glaubwürdig, denn alles erscheint logisch und nachvollziehbar. Trotzdem sollte kurz erwähnt werden, dass gerade zum Ende hin sich die Geschichte arg in die Länge gezogen anfühlt. Haben zuvor die von Emma geschilderten Erlebnisse noch rasant und aufregend geklungen, fühlt es sich mit zunehmender Seitenzahl etwas anstrengend an, den Schilderungen weiter zu folgen. Denn durch die Länge wird der Leser in ein ständigen hin- und her der Gefühle geschickt.

Zum Schluss schafft es Rena Fischer perfekt, einen Cliffhanger zu erzeugen, der für ordentlich Dramatik sorgt. So fällt es leicht, sich auf den nächsten Band zu freuen, der hoffentlich erneut so mitreißend beschrieben wird.

Ein fantasievoller Roman,
der sich für jugendliche Leser perfekt eignet!

Mein persönliches Fazit:
Durch die kurzen Kapitel, den raschen und aufregenden Start und die sympathische Protagonistin ist es mir ganz leicht gefallen, in die Handlung hineinzufinden. Emma ist mir von Anfang an bildlich und lebendig erschienen. Ihre Sorgen, Ängste und Freuden sind mir nah gegangen und ich konnte mit ihr mitfühlen und leiden. Leider hat das Buch gerade nach dem zweiten Drittel etwas Schwung verloren und so etwas an Lesefreude eingebüßt. Doch zum Ende hin wurde es wieder spannender und bewegender. Deshalb freue ich mich auch schon sehr auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Jen.
230 reviews2 followers
February 4, 2017
Meinung:

Der erste Eindruck von 'Chosen - Die Bestimmte' ist bei mir wie immer das Cover. Bei diesem wundervollen Cover, das perfekt zu der Geschichte dahinter passt, wusste ich auf den ersten Blick, dass das Buch perfekt für mich ist - auch ohne den Klappentext gelesen zu haben. Ich finde es wunderschön und es hat meiner Meinung nach eine sehr geheimnisvolle Ausstrahlung.

Der Schreibstil von Rena Fischer hat mich absolut vom Hocker gehauen. Sie schreibt absolut spannend, flüssig wie Butter, emotional, bildlich und mitreißend. Man findet keinerlei langatmige, langweilige Szenen.

In der Handlung der Story hält die Autorin so einige Überraschungen bereit. Immer wieder dachte ich, ich weiß was passiert und dann kam es doch jedesmal ganz anders als erwartet. Nicht nur einmal war ich vollkommen baff und geschockt.

Die Story hat mich sofort gefesselt und einfach nicht mehr los gelassen bis ich das komplette Buch in einem Zug verschlungen habe. Ich habe morgens mit 'Chosen - Die Bestimmte' begonnen und habe bis in die Nacht hinein jede freie Minute gelesen. Ich wurde von dem gefährlichen Abenteuer mit den grandiosen Charakteren gefangen genommen und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

Emma - von ihren Freunden Emz genannt - ist die Hauptprotagonistin in diesem Buch. Sie ist tough, clever, liebevoll und hat eine herausragende Begabung, die sie leider für die falschen Leute viel zu interessant macht. Emma hat ein hartes Los mit ihrem Leben gezogen und ist doch stärker als man je erwarten würde.

Auch Aidan trifft man sehr oft während des Lesens an. Er ist gewissermaßen der Weiberheld in der Geschichte. Er ist jung, talentiert und beliebt. Anfangs war er mir erstmal sehr unsympathisch. Doch nach einer Weile habe ich festgestellt, dass zu seinem Charakter viel mehr gehört als man auf den ersten Blick sieht. An diesem Punkt habe ich ihn dann auch sehr in mein Herz geschlossen.

Dann lernt man noch Jared kennen. Er ist geheimnisvoll und strahlt eine gewisse Anziehungskraft aus. Viel mehr kann ich euch allerdings jetzt gar nicht verraten, ohne euch zu spoilern. Nur so viel: Ich habe mich immer wieder gefragt wer er wirklich ist und welche Motive er hat und bin doch immer wieder von der Autorin auf faszinierende Art und Weise an der Nase herum geführt worden.

Und dann wäre da noch Jacob. Ich möchte euch nicht sagen wer er ist, sondern nur meinen Eindruck über ihn und seine Handlungen, da ich sonst zu viel verraten würde. Auch ihm gegenüber habe ich anfangs vor allem Abneigung empfunden. Er war arrogant, hat keinerlei Gefühle - geschweige denn Mitgefühl - gezeigt und seine Laune war auch nicht gerade die beste. Nach einer Weile war ich dann jedoch davon überzeugt, dass er trotz all der negativen Punkte zu den Guten gehören muss nur um dann vollkommen geschockt und verwirrt zu werden von den Wendungen in seinem Teil der Geschichte. Lasst euch davon aber bitte nicht abschrecken, denn wie ich am Anfang meiner Rezension schon erwähnt habe hält Rena Fischer so einige Überraschungen für euch bereit - positive wie negative.

Fazit:

'Chosen - Die Bestimmte' kann ich euch definitiv sehr ans Herz legen. Meiner Meinung nach ist es eine ganz klare Leseempfehlung für jeden Leser, der spannende Werke mit überraschenden Handlungen liebt. Ich freue mich jetzt schon drauf, heraus zu finden wie es mit Emma und ihrem Abenteuer in Band 2 - welcher im Herbst 2017 erscheint - weiter geht.
Profile Image for Lizzy Curse.
298 reviews10 followers
January 17, 2017
Emma muss nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Mutter zu ihrem Vater nach Irland ziehen. Dieser schickt sie auf ein Internat für Hochbegabte, doch nicht irgendwelche Hochbegabte. Emma hat eine besondere Fähigkeit - sie kann die Gefühle anderer Menschen erspüren. Solche und andere Begabungen sind in Sensus Corvi versammelt und werden trainiert. Wem kann Emma trauen? Wer entpuppt sich als Verräter? Emma gerät in ein gefährliches Spiel. Und dann ist da ja auch noch Aidan ...

Die Beschreibung klang genau nach meiner Kragenweite. Ein geheimnisvolles Internat, mystische Fähigkeiten, gewürzt mit ein wenig Intrige ist immer gut für mein Leserherz. Auch das Cover hat mich angesprochen, da es trotz „Mädchengesicht“ nicht allzu kitschig daher kam mit dem schwarzen Hintergrund und den „Schlieren“. Dementsprechend war die Freude auf dieses Buch ziemlich groß.
Der Anfang war richtig gut. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Autorin große Stolpersteine legte oder groß mit Erklärungen langweilt. Ich stieg sofort in die Geschichte ein, in Emmas Sehnsüchte, Ängste, ihre Trauer und ihre Wut und wurde sofort mitgenommen. Auch die anderen Charaktere wurden im Laufe der ersten 50 Seiten vorgestellt, wie Aidan oder sein Gegenpol Jared, Emmas Vater, um nur einige Beispiele zu nennen. Das war zwar nichts neues, aber ich mag es, wenn die Figuren erst nach und nach vorgestellt werden und ich nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werde, frei nach dem Motto: Friss oder stirb.
Leider Gottes wurde ich mit den Charakteren selbst nicht so richtig warm. Ich weiß gar nicht woran es genau lag, aber versuche es euch zu an dieser Stelle zu Beschreiben. Emma war nicht schlecht, aber sie erschien mir zu blass, zu farblos in ihren Reaktionen und zu kopflos in ihren Gefühlen. Egal ob sie sich in ihren Gefühlen zu den männlichen Protagonisten erging, oder in Aktion war. Ich denke, nach dem Tod ihrer Mutter und der völlig neuen Umgebung plus den Intrigenspielchen, hätte man ein etwas gefassteres oder gesetzteres Auftreten erwarten können. Oder eine etwas langsamere Annährung zwischen den Figuren. Auch die Nebenfiguren an ihrer Schule erschienen mir etwas zu blass, zu farblos, als das ich mich mit ihnen hätte identifizieren können. Schade!
Die Fähigkeiten der Figuren fand ich dagegen echt super. Manchmal musste ich Grinsen oder Lachen, wenn Emma Aidan beinahe einen Ball an den Kopf hat fliegen lassen. Auch die unterschiedliche und erlernbare Intensität war ausgeklügelt. Mit den Fähigkeiten hatte ich auf jeden Fall meinen Spaß.
Auch der Plot an sich war spannend und gut aufgebaut.

Alles in allem muss ich sagen, dass es nicht mein Buch war. Die Story und die Idee konnten beide punkten. Die fand ich auch ausgearbeitet und hatte meinen Spaß daran. Jedoch konnte ich den Charakteren kaum etwas abgewinnen, und da ich meist zu einer Geschichte durch die Figuren finde, hat auch das Buch leider viel an seiner Attraktivität auf mich verloren. Leider!

Aus diesem Grund kann ich nur 3,5 Sterne vergeben.
Profile Image for Letanna.
1,951 reviews60 followers
February 5, 2017
Nachdem Emmas Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, taucht plötzlich Emmas Vater bei ihr auf, den sie bisher überhaupt nicht kannte. Er nimmt sie mit nach Irland wo sie auf eine Eliteschule für Hochbegate gehen soll. Denn Emma verfügt über besonder Fähigkeiten, die auf dieser Schule gefördert werden sollen. Emma weiß nicht, wem sie vertrauen soll, denn ihre Mutter hat ihr beigebracht, dass man niemanden vertrauen kann. Jeder der Schüler hat andere Fähigkeiten und die Schüler, mit besonderen Fähigkeiten wie Emma gehören zur Elite der Schule. Auch Aiden gehört zu den besonderen Schüler und Emma fühlt sich sehr zu ihm hingezogen, nur ist er mit einer anderen Schülerin zusammen. Dann trifft Emma auf den ehemaligen Schüler Jared, der ihr einige Wahrheiten über Emmas Schule erzählt, die ihr Leben gehörig durcheinander bringen.

Bei diesem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer zweiteiligen Reihe. Erzählt wird die Handlung fast überwiegend aus der Sicht von Emma in der Ich-Perspektive, zwischendurch wechselt die Perspektive aber zu einem anderen Charakter, dessen Identität erst viel später Preis gegeben wird. Das finde ich ja grundsätzlich gar nicht schlecht, aber hier war das extrem verwirrend, weil die Autorin für diesen Erzählstrang ebenfalls die Ich-Perspektive gewählt hat. Beim ebook verändert sich dann auch noch die Ansicht des Textes (der wird auf einmal ganz blass) und ich dachte ehrlich gesagt schon, mein Kindle hätte seinen Geist aufgegeben. Erst beim zweiten Wechsel wird einem klar, dass das beabsichtigt war.
Was ich ebenfalls sehr verwirrend fand war, dass die Autorin manchmal in der Handlung vorwärts springt und auf bestimmte Dinge gar nicht eingeht. Plötzlich sind 3 Monate vergangen und einige Dinge passiert, die nur am Rande erwähnt werden.
Die Geschichte ist sehr rasant und spannend und man weiß fast bis zum Schluss nicht, wem Emma trauen kann. Immer wieder kommen neue Geheimnisse ans Licht und Emmas Leben wird ständig auf den Kopf gestellt. Emma mochte ich, sie ist ein starker Charakter und sehr intelligent, sie lässt sich nicht so leicht rein legen. Liebe spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei es zwischendurch fast so aussieht als wenn es eine Dreiecksliebesgeschichte geben wird, was dann aber letztendlich doch nicht der Fall war. Die Autorin schreckt auch nicht davor zurück, Charaktere sterben zu lassen und hat mich an manchen Stellen ganz schön überrascht. Ich würde hier auf jeden Fall ein Lesealter am 14 Jahre oder aufwärts empfehlen.
Auch wenn mir einige Dinge nicht ganz so gut gefallen haben, konnte mich das Buch letztendlich aber trotzdem überzeugen. Ich vergebe 8 von 10 Punkte.
915 reviews10 followers
January 16, 2017
So, da habe ich das Buch kurz vor dem Schreiben meiner Rezi beendet und ich kann sagen, dass es mich mehr als nur aufgewühlt hat. Dieses Buch hat mich berührt, in sich reingezogen und hat mich zusammen mit Emma und Aidan eine ganz wundervoll rasante Geschichte erleben lassen. Ich bin noch total unter Adrenalin gestellt. :D

Die Schreibweise der Autorin ist einfach herrlich. Sie ist leicht, einfach und dennoch ausführlich und vor allem an den richtigen Stellen gefühlvoll, rasant oder ruhig. Die Autorin versteht es ihre Geschichte die ganze Zeit über mitreisend zu gestalten, sodass der Leser in ihre Welt gezogen wird und im Grunde ein Teil des Ganzen ist. Einfach nur toll, denn ich konnte gar nicht richtig aufhören zu lesen. Ich war so gefangen, dass ich meine eigentliche Umgebung regelrecht ausgeblendet habe. :)

Emma ist eine taffe, freundliche, hilfsbereite und starke Persönlichkeit die mir von Anfang an unheimlich gut gefallen hat. Sie ist ein sehr vorsichtiger Mensch, was unter anderem an der Erziehung ihrer Mutter liegt. Auf der anderen Seite ist sie aber auch unheimlich offen, schließt schnell und gerne Freundschaft, wenn es die Menschen gut mit ihr meinen und sie ein gutes Gefühl dabei hat. Sie selber hat eine sehr starke und seltene Gabe, welche sie jedoch in der Zeit mit ihrer Mutter nicht wirklich kennenlernt. Dies ändert sich jedoch, als ein tragischer Unfall passiert und sie in eine ganz besondere Schule kommt.

Aidan ist ein Casanova und dennoch war er mir von Beginn an total sympathisch. Er ist liebevoll, ruhig und frisst genauso wie die Leser relativ schnell einen narren an Emma. Sein Wesen ist vielschichtig, er ist ein Kämpfer und gleichzeitig ein Gefühlsmensch. Wenn er einmal jemanden auserkoren hat sein Freund zu sein, dann kämpft er wie ein Löwe für ihn. Sein Charakter habe ich bewundert und ich bin unglaublich gespannt was wir von ihm noch alles wahrnehmen werden im zweiten Band.

Jared ist der geheimnisvolle Typ in der Geschichte, welcher jedoch ebenfalls seinen Charme verbreitet und mich auf alle Fälle an der Angel hat. Er hat viele Geheimnisse und dennoch lässt er auch immer wieder sein Wesen hervorspitzen. Er hat in seinem Leben viele Abzweigungen falsch gewählt und dennoch habe ich ihm als Leser verziehen und ihn regelrecht ins Herz geschlossen.

Eigentlich hat die Autorin so unglaublich viele wundervolle Charaktere in diesem Buch ins Leben gerufen, dass es eigentlich jedem gebührt hier erwähnt zu werden. Allerdings würde das dann wohl meine längste Rezension aller Zeiten werden und die will wohl auch keiner Lesen. Aber es sei gesagt, dass jeder einzelne Charakter (ganz egal ob es Emmas Vater oder Freundin, der Schuldirektor oder jeder andere ist) wundervoll, greifbar und gefühlvoll gestaltet ist. Ich konnte mir tatsächlich sogut wie jeden einzelnen sehr gut vorstellen. Beim Lesen stand ich daneben und habe jeden Charakter formen und ersehen können, sodass ich ein Teil von ihnen wurde. Sie wurden genau wie für Emma meine Freunde und Feinde.

Die Umsetzung dieser grandiosen Grundidee ist einfach perfekt gestaltet wurden. Die Autorin hat es geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite mitzunehmen, mir ständige Spannungskurven zu liefern die in gewissen Abständen auf ihrem doch schon hochliegendem Kurs noch mal ansteigen und mein Herz schneller schlagen liesen. Sie hat es verstanden mich an das Buch zu binden, mir mit immer wieder auftauchenden Steinen oder Kehrtwendungen neue Richtungen aufzuzeigen, die ich so niemals erwartet hätte. Ich wusste zusammen mit Emma nicht wem ich eigentlich trauen kann, wer der Böse im Spiel ist und auf wen ich mich tatsächlich verlassen kann.
Ich wurde ebenso eingelullt und war zum Schluss schockiert, begeistert und verzweifelt.

Die eingebaute Liebesgeschichte, beginnt als eine Dreiecksgeschichte die glücklicherweise relativ schnell ihr Ende findet und man sich so tatsächlich auf alles andere Konzentrieren kann. Schön finde ich in diesem Bereich auch, dass die Liebesgeschichte vorhanden ist aber nicht in den Vordergrund projiziert wird. Sie taucht immer wieder auf, wird gefühlvoll und realistisch dargestellt und nimmt dennoch nicht den kompletten Platz ein. :)

Eigentlich kann man sagen, dass diese ganze Geschichte rasant geschrieben wurde. Es ist Wahnsinn, dass ich nach Beendigung des Buches noch immer so gefühlsmäßig drinnen stecke. Das Ende ist irgendwie passend und gleichzeitig so unglaublich beängstigend, mit dem ich so auch irgendwie nicht gerechnet habe und dann doch irgendwie gerade zum Schluss. Aber auch da hat die Autorin nochmal eine Schippe draufgelegt und mich regelrecht schockiert.

Der eingebaute Cliffhänger zum Schluss lässt mich nach dem zweiten Band lechzen, welcher im Herbst 2017 rauskommen soll. Hoffentlich geht die Zeit bis dorthin schnell vorbei.

Mein Gesamtfazit:

Chosen von Rena Fischer ist ein Debütroman der Extraklasse, welcher mich ehrlich gesagt total geflashed und überrascht hat. Die Beschreibung hat mich ja schon neugierig gemacht, auch das Cover war vielversprechend und dennoch hätte ich niemals mit solch einer magischen, gefühlvollen und rasanten Umsetzung gerechnet.

Die Autorin hat definitiv Ahnung davon, wie man Leser an ein Buch bindet und sie regelrecht in eine Geschichte hineinzieht.

Chosen ist definitiv ein Highlight-Buch, welches man gelesen haben sollte. Es ist etwas ganz besonderes und sollte man sich nicht entgehen lassen!!

Ich bin schon sehr gespannt auf die bald folgende Fortsetzung dieser Dilogie.
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May 14, 2017
Inhalt:

Entscheide dich jetzt!

Zwei verfeindete Clans, die sie auf ihre Seite ziehen wollen.
Ein Internat für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das ihr vorkommt wie ein Gefängnis.
Und ein Junge, den sie mehr liebt, als es gut für sie ist.
Zwischen Liebe und Verrat, Lüge und Verschwörung muss Emma die Wahrheit finden.
So schnell wie möglich, sonst werden sie sie kriegen. Und töten.

Quelle: Thienemann-Esslinger


Cover:

Ich finde das Buchcover ziemlich ansprechend, da es auf mich total mystisch und geheimnisvoll wirkt. Das hat auf jeden Fall meine Neugier geweckt.


Meine Meinung:

Das Buch wurde mir auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt und konnte schnell mein Interesse wecken.
Der Einstieg in die Geschichte ist einfach und ich habe mich schnell vom flüssigen und temporeichen Erzählstil der Autorin mitreißen lassen.
Sie hält sich nicht mit unnötigen Erklärungen oder übermäßigen Details auf, sondern legt gleich richtig los und behält diese Art des Erzählens bis zum Schluss bei.

Protagonistin Emma hat mir ausgesprochen gut gefallen. Emma hat ihren eigenen Kopf, ist dadurch teilweise etwas stur, aber eben auch eine Kämpfernatur. Ihre Gabe ist ziemlich stark und auch ziemlich gefährlich, wenn sie richtig eingesetzt wird.
Die Entwicklung ihrer Gabe ist schon erstaunlich und spannend zu verfolgen, auch wenn Emma sich charakteristisch meiner Meinung nach gar nicht so stark wandelt.

Aidan mochte ich am Anfang leider gar nicht leiden, da ich einfach diese selbstverliebten, überheblichen Angebertypen nicht ausstehen kann. Im Laufe des Buches habe ich mich mit Aidan besser anfreunden können, auch wenn mir charakterlich Jared einfach viel besser gefallen.

Jared hat mich alleine schon mit seinem Außenseiter-Dasein packen können. Ich finde diese rebellische Art ja immer ganz anziehend, weswegen Jared für mich auf jeden Fall der spannendere männliche Charakter war. Auch die Art und Weise wie er sich für Emma interessiert war mir weitaus lieber als bei Aidan.

Zusätzlich zu den Hauptpersonen gibt es eine ganze Menge Nebencharaktere. Teilweise vielleicht sogar schon zu viele, denn ich bin besonders zum Schluss durcheinander gekommen.
Zu einem gibt es da Emmas Vater Jacob, den sie vor dem Tod ihrer Mutter noch nie gesehen hat. Jacob hat mich überrascht und auch innerhalb der Geschichte ziemlich neugierig gemacht.
Weniger leiden konnte ich dagegen Aidans Vater und Farran, den Schulleiter des Internats. Die beiden bilden in der Story meiner Meinung nach die passenden Bösewichte, wobei Farran sich sehr gut zu verkaufen weis. Mich hat er nicht so leicht um den Finger wickeln können.
Und versteht mich bitte nicht falsch, jedes gute Buch braucht auch solche Charaktere.

Die Idee der Geschichte fand ich schon ziemlich außergewöhnlich und gerade deshalb so aufregend. Und auch wenn ich schon viele Bücher über außergewöhnliche Fähigkeiten gelesen habe, war dieses doch trotzdem etwas ganz Neues für mich.
Emma als Emotionentaucherin ist etwas ganz Besonderes, was auch ziemlich schnell klar wird. Nicht nur Farran hat Interesse an ihr, sondern auch diverse Jungs. So kommt es, dass sich auch einige Dreiecksbeziehungen neben einer richtigen Lovestory verstecken und damit für jede Menge Trubel sorgen.
Insgesamt haben mich die Fähigkeiten und auch die Liebesgeschichte, die mich aber eher weniger berührt und überzeugt hat, schon interessiert, sodass ich alleine deswegen schon dem Buch eine gute Bewertung geben würde.
Warum dies allerdings letzten Endes nicht der Fall ist versuche ich nun anschaulich zu schildern.

Leider hat sich das Buch nämlich im Laufe der Zeit beim Lesen etwas in die Länge gezogen und mich sogar ein paar Nerven gekostet, was aber nicht daran lag, dass die Handlung langweilig war.
Die Ereignisse überschlagen sich ständig, viele Charaktere sind undurchschaubar und geheimnisvoll und eine Intrige jagt die nächste. Noch dazu werden Anspielungen gemacht und im Endeffekt war es alles ganz anders. Das Ganze macht das Buch zu einer unheimlich spannenden Lektüre, die für mich aber ab einem gewissen Punkt nicht mehr wirklich zu verfolgen war. Das passiert mir wirklich selten, aber einige Passagen musste ich ein 2. Mal lesen um auch wirklich zu verstehen was gerade geschieht und vielleicht einschätzen zu können ob es nun wirklich so war oder nicht. Mein Hirn hat wirklich gearbeitet und vermutlich konnte man es sogar förmlich darin rattern sehen. Aber irgendwie fehlte nach der rote Faden. Ich habe ihn schlicht und ergreifend aus den Augen verloren und das sollte nicht passieren.
Für mich hat sich Handlung stellenweise ein kleines bisschen zu sehr verstrickt und mich zu häufig auf die falsche Fährte gelockt. Ich hatte leider auf häufiger des Gefühl wichtige Informationen überlesen zu haben und muss jetzt im Nachhinein sagen, dass ich diese Informationen aber eigentlich gar nicht erhalten habe. Ihr seht also, ich tue mich wirklich schwer dieses Buch angemessen zu bewerten. Aber trotz einer wirklich tollen Idee hapert es für mich zu sehr an der Umsetzung.


Bewertung:

Von der Idee her ein wirklich spanendes Buch, welches mich zwar fesseln, aber nicht vollends überzeugen konnte. Dennoch werde ich den Erscheinungstermin des 2.Teils gespannt im Auge behalten.
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January 3, 2018
Allgemeines:

Titel: Chosen - Die Bestimmte
Autor: Rena Fischer
Genre: Fantasy
ISBN-10: 3522505107
ISBN-13: 978-3522505109
ASIN: B01NCDXTVE
Preis: 12,99€ (Kindle-Edition)
16,99€ (gebundene Ausgabe)
Weitere Bände: 2. Teil - noch kein Titel vorhanden


Inhalt:

"Entscheide dich jetzt!

Zwei verfeindete Clans, die sie auf ihre Seite ziehen wollen.
Ein Internat für Schüler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das ihr vorkommt wie ein Gefängnis.
Und ein Junge, den sie mehr liebt, als es gut für sie ist.
Zwischen Liebe und Verrat, Lüge und Verschwörung muss Emma die Wahrheit finden.
So schnell wie möglich, sonst werden sie sie kriegen.
Und töten."

Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum!
Doch Sensus Corvi ist kein normales Internat: Emma ist eine Emotionentaucherin und kann die Gefühle anderer Menschen spüren. Auch all ihre Mitschüler verfügen über besondere Gaben, was für Emma etwas gewöhnungsbedürftig ist. Der charismatische Aidan kann beispielsweise die Elemente beeinflussen – vor allem aber bringt er Emmas Gefühlswelt ziemlich durcheinander...
Als plötzlich Jared, ein ehemaliger Schüler, bei Emma auftaucht und sie in das düstere Geheimnis einweiht, das hinter den Mauren des Internats lauert, gerät Emma zwischen die Fronten und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann.
Eine Rebellion bricht los, die mehr ist als ein erbitterter Kampf. Und für Emma geht es dabei nicht nur um die große Liebe, sondern um Leben und Tod!


Bewertung:

Erste Sätze: "Du hast versprochen, daran zu arbeiten", sagte er vorwurfsvoll.
Und ich verspreche ihm erneut, sie wegzusperren: meine Erinnerungen. Aber sie sind wie Schatten. Kann man sich einen Körper ohne Schatten vorstellen? Ein Leben ohne Erinnerungen?"


Bevor ich mit meiner Rezension beginne, möchte ich zuerst ein riieesiges Dankeschön an Rena Fischer aussprechen - das wunderschön Buch in dem hübsch dekorierten Paket war wohl die hinreißendste Buchpost, die ich jemals bekommen habe!!!

So, aber jetzt los! Wie immer zuerst einige Worte zur Ästhetik: Ich habe das Buch als gebundenes Exemplar zugeschickt bekommen, welches mit einem hübschen Umschlag mit Klapprändern verziert ist. Das Buch an sich ist metallic grau und hat eine lila Gravur am Buchrücken.
Das Cover ist einfach WOW!! Ganz in schwarz-grau gehalten bilden metallisch glänzende Rauchschwaden ein Frauengesicht im Profil vor einem dunkelschwarzen Hintergrund. Darunter befindet sich in weiß der leuchtende Reihentitel und darunter in lila der Untertitel. Durch die grau-schwarzen Wirbel bekommt das Coverbild etwas hypnotisch magisches, das eine enorme Anziehungskraft auf den Betrachter ausübt. Das Mädchengesicht hat mich diesmal auch überhaupt nicht gestört, obwohl ich sonst ein klarer Verfechter gegen Modelgesichtern auf Cover bin. Es fügt sich einfach so perfekt in dieses mystische Bild, welches einfach genau zur Grundstimmung des Buches passt.


"Sie wissen, wie man Leute manipuliert. Du musst besser sein als sie."


Auch die innere Gestaltung des Romans ist einfach genial. Auf vollkommen unaufdringliche Art sind die Kapitelüberschriften mit sanften Rauchschwaden hinterlegt, was zusammen mit den kunstvoll verschnörkelten Seitenzahlen und der akkuraten Schrift ein stimmiges Gesamtbild ergibt.
Ich würde die ganze Gestaltung als genaue Punktlandung der Autorin und des Thienemann-Esslinger Verlages.

Ja, doch das ist noch längst nicht alles, was mir an diesem Roman besonders gut gefallen hat. Nicht umsonst habe ich ihn zu meinem persönlichen Überraschungshighlight dieses recht jungen Jahres gekürt!
Gleich von der ersten Seite war ich einfach an dieses Buch gefesselt und bin nicht mehr losgekommen, bis nicht auch das aller letzte Wort noch verschlungen war. Am Anfang war ich durch die recht kurzen Kapitel mit seltsam intensiven aber undurchsichtigen Szenen etwas verwirrt, was auch durch kurze Einstreuungen von Flashbacks einer anderen Perspektive verstärkt wird. Langsam klären sich dann die ersten Nebenfetzen auf, doch genau dieses perfekte Maß an Undurchsichtigkeit und Verwirrung, das die Spannung wahrt und gerade noch verstehbar ist, zieht sich durch das ganze Buch hindurch. Denn wir haben es hier nicht mit einer 08/15 Internatsstory zu tun, wie wir sie alle zu genügen kennen, sondern bekommen hier eine absolut prickelnde Neukreation vorgesetzt. Es beinhaltet die Intensität der Gefühle eines Jugendbuchs, die Spannung eines Krimis und die Intrigen und die Feindschaft eines Thrillers. Entfernt wurde ich beim lesen an die Reihe "Night School" von C.J. Daugerhty erinnert, was aber ein absolut positiver Punkt ist, da ich diese Reihe liebe und sich "Chosen" in eine gaaanz andere Richtung entwickelt.


"Seine Kraft drückt gegen mich, aber ich werde ihn bezwingen. Ich weiß, ich kann das. Ich atme Zorn und schwitze Hass. Langsam. Millimeter für Millimeter drücke ich gegen ihn. Um auf einmal schmecke ich etwas, das ich bei all den Übungen noch nie gekostet habe: Macht!"


Doch worum geht es eigentlich genau?
Die 16-jährige Emma, kurz Emz, wächst allein bei ihrer Mutter in Deutschland auf und führt ein ganz normales Leben... Nunja, fast. Denn sie ist eine Emotionentaucherin mit besonderen telekinetischen Fähigkeiten, die sie jeden Tag verstecken muss. Als eines Tages ihre Mutter bei einem Autounfall stirbt, taucht ein merkwürdiger Mann bei deren Beerdigung auf. Er sieht genau aus wie sie, kennt ihre Mutter und zeigt Interesse an Emma, schnell wird klar, es muss ihr Vater sein, und dieser weiß von ihren Fähigkeiten. Er nimmt sie kurzerhand mit in seine Heimat nach Irland, wo sie ein Eliteinternat für Hochbegabte besuchen soll. Doch dieses Internat ist mehr als merkwürdig und bald stellt sich heraus, dass die Schüler nicht nur hochbegabt sind, sondern genau wie Emma andere außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen. Emmas Mutter hat sie immer vor diesen Menschen gewarnt, doch sie weiß schon bald nicht mehr, wem sie wirklich trauen soll. Denn alle Schüler, Lehrer und ihr Vater sind Anhänger von der geheimnisvollen Schule Sensus Corvi und sind deren Schulleiten Fion Farran bedingungslos ergeben. Was verbirgt sich hinter den hohen eleganten Mauern des Schulgebäudes wirklich, wer steckt hinter der seltsamen Widerstandsgruppe, die mit jeden Mitteln gegen Sunsus Corvi vorgeht und welche Rolle soll sie in dem ganzen Spiel spielen?


"Was nützt mir die Zukunft in meinen Gedanken, wenn ich sie nicht ändern kann?"


Fragen über Fragen, die es langsam zu beantworten gilt und Rena Fischer startet gleich voll durch. Ich muss zugeben, dass die Fragenzeichen über meinem Kopf im Laufe der Seiten immer mehr wurden, denn der Plot ist recht komplex und verstrickt, doch alles in allem konnte ich einen guten Überblick behalten. Einige Rezensenten hatten kritisiert, die Handlung sei viel zu unübersichtlich und man hätte "gequetscht", doch genau diese Fülle an Action hat mir sehr gut gefallen. Gefühlt wird am laufenden Band jemand entführt, ist verschwunden oder tot, die Protagonistin lässt etwas in die Luft gehen, verlaufen oder verdampfen. Mal ist der eine der böse Mörder, dann wieder der Retter in letzter Sekunde, dann doch wieder der Verräter, ... sodass diese ständige Unsicherheit, wer wirklich "Gut" und wer "Böse" ist, einen als Leser fast in den Wahnsinn treibt. Und das ist wirklich das Genialste an dieser Story - die Autorin schafft es immer wieder, einen hinters Licht zu führen! Wenn man denkt, man hat das ganze durchschaut, passiert etwas Neues und man weiß wieder so viel wie am Anfang. Nämlich nichts. Bei vielen Charakteren wusste ich bis zum Ende nicht, auf welcher Seite sie nun stehen und was ich überhaupt denken soll. Immer wieder gab es neue Wendungen und man springt von einem Zweifel zum nächsten.


Nimm nie etwas von einem anderen Menschen an, ohne dich zu fragen, wie er dir schlimmstenfalls damit schaden könnte. Und dann überlege, ob du bereit bist, diese Gefahr einzugehen.“


Durch Emmas offene und offensiver Art und ihre hohe Intensität, mit der sie die Welt als Emotionentaucherin wahrnimmt, bleibt man immer ganz nah am Geschehen und stürzt sich liebend gerne in jeden noch so abgefahrenen Moment des Buches. Ja, die Autorin setzt ein recht hohes Aufmerksamkeitspotential voraus ,indem sie neben nebulösen Rückblenden den Leser oft übergangslos in neue Situationen wirft, immer neue Figuren erscheinen lässt und die Handlung zunehmend rasanter auf ein sich überschlagendes Ende zu peitscht, doch wenn man sich ein bisschen anstrengt, wird man mit einem logischen und extrem spannenden Gesamtkonstrukt belohnt!!!
Dass es ausnahmsweise mal keine "gute Gruppierung" und eine "böse Gruppierung" gab, sondern ein stärkerer Fokus auf den ganzen Einzelpersonen lag, die zu diesen zwei Clans gehören, hat mir sehr gut gefallen. So konnte gut durchgemischt werden und die Geschichte lief nicht der Gefahr, sich in ein Klischee zu verrennen. Auch die Tatsache, das es um zwei verfeindete Clans geht, die nicht auf magischer Ebene in beispielsweise dunkle und helle Zauberer geteilt werden, die sich dann mit Bannflüchen gegenseitig zu Hackfleisch verarbeiten, sondern dass vor allem Politik, Intrigen, Machtspielchen und Taktik eine Rolle spielen, fand ich einfach super. Das ist das, was dieses Buch einfach von der ganzen Masse abhebt.

"Wenn dich etwas verletzt, gibt es genau drei Dinge zu tun: Denk logisch. Sperr deine Gefühle weg. Atme!"


Ja, und dann sind da natürlich noch die Charaktere. Das diese in dem ganzen Plot-Wir-War nicht vollkommen untergegangen sind, ist wirklich ein Kunststück! ;-)

Fangen wir doch mal mit Emma Meyer an. Sie erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive und ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Durch ihre Gabe des Emotionentauchens ist sie warmherzig, sensibel und einfach liebenswert. Sie nimmt außerdem alle Emotionen verstärkt wahr, was dazu führt, dass wir Leser mit einem absoluten Gefühlschaos konfrontiert werden. Selbstbewusst, mutig und taff lässt sie sich nicht schnell unterkriegen, obwohl sie schon früh erkennen musste, dass sie ihre wahren Fähigkeiten vor den anderen Menschen verstecken muss und von ihrer Mutter auf Misstrauen und Zweifel erzogen wurde. Ich konnte mich dank ihrer offenen und emotionalen Art sehr gut in sie hineinfühlen und mitempfinden, wie es ihr in dieser Situation der Neuorientierung, der Trauer um den Verlust ihrer Mutter, die Verwirrung durch den Umzug zum unbekannten Vater und allgemein dieser seltsamen neuen Situation, gehen konnte. Eine wirklich tolle Hauptcharakterin!


„Er lächelt, beugt sich ein wenig vor und pflückt eine meiner schwarzen Haarsträhnen von dem weißen Laken. Langsam kringelt er die Spitzen um seinen Zeigefinger. Poch, poch, poch. Dieses dumme Herz! Kein Mensch spürt die Spitzen seiner Haare!“


Ihr zur Seite werden gleich zwei junge Männer gestellt, die beide einen Platz in ihrem Herzen einnehmen. Aiden und Jared sind wie Tag und Nacht, wie Licht und Schatten. Doch wer ist ehrlich und wem kann Emma trauen? Das muss sie selbst erst noch herausfinden. Ich fand beide toll ;-)))

Aidan ist ein Casanova und dennoch war er mir von Beginn an total sympathisch. Sein Wesen ist vielschichtig, er ist ein Kämpfer und gleichzeitig ein Gefühlsmensch. Wenn er einmal jemanden auserkoren hat, sein Freund zu sein, dann kämpft er wie ein Löwe für ihn. Sein Charakter habe ich bewundert und ich bin unglaublich gespannt was wir im zweiten Band noch alles von ihm wahrnehmen werden.
Jared hingegen ist der geheimnisvolle Bad Boy der Geschichte, welcher jedoch ebenfalls seinen Charme verbreitet und mich auf alle Fälle an der Angel hat. Er hat viele Geheimnisse und dennoch lässt er auch immer wieder sein Wesen hervorspitzen. Er hat in seinem Leben viele Abzweigungen falsch gewählt und dennoch habe ich ihm als Leser verziehen und ihn regelrecht ins Herz geschlossen.


"Du lebst!", seufzte er und senkte seine Stirn auf meine.
Regen.
Splitter, hart wie Eis.
Wasser, das auf meiner Haut zerplatzt.
Nichts bewegt sich außer der Regen
..."


Das mit den beiden auftauchende Liebesdreieck ist in Jugendbüchern wohl unvermeidbar *seufz* aber wenigstens gut umgesetzt.

Mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch ist allerdings Emmas Vater Jacob MacAengus. Neben seiner von Gefühlen fast überquellenden Tochter wirkt er immer wie ein gefühlsloser Eisklotz, doch auch wenn es für ihn gegen Ende recht schlecht aussieht, habe ich nie an ihm gezweifelt, da er wie Aidan auch, einen sehr stark ausgeprägten Beschützerinstinkt Emma gegenüber entwickelt und einfach alles für sie tun würde. In den Flashbacks, die Emmas Mutter Katharina betreffen, spielt er auch noch eine zentralere Rolle und man erfährt einige interessante Details über ihn...


"Auf euer Haupt wälzt er der Witwen und der Waisen Tränen,
der toten Männer Blut,
der Weiber Gram um Gatten, Väter,
und um Anverlobte,
die dieser grimme Streit verschlingen wird.
Dies ist sein, Ruf, sein Drohn und meine Botschaft."


Dann sind da natürlich noch die Antagonisten und Mitstreiter der beiden Clans, wer das jetzt ist, werde ich natürlich nicht verraten. Beide Seiten werden jedoch immer nachvollziehbar dargestellt, sodass man ihre Handlung und die dahinter verborgenen Motive verstehen kann.

Der wichtigste Grund aber, weshalb ich dieses Buch wirklich feiere, ist der Schreibstil der Autorin. Man glaubt einfach nicht, dass das der erste Roman von Rena Fischer ist, zu erfahren und abgeklärt wirkt ihre Schreibweise. Gleichzeitig locker, leicht und einfach aber dennoch ausführlich, magisch und gut durchdacht. Ihr Satzbau ist dabei abwechslungsreich und umgangssprachlich genug, um gut gelesen werden zu können, dabei aber nicht zu schlampig und ungalant formuliert. Dieser Hochseilakt meistert die Autorin wirklich super, was ich, genau wie ihre Fähigkeit, an den richtigen Stellen gefühlvoll, eiskalt, rasant oder ruhig zu schreiben, sehr bewundere. Es werden durch ummalende Beschreibungen wunderschöne Bilder im Kopf erzeugt und viele faszinierende Dialoge setzten der Story noch mal ein Sahnehäubchen auf. Man fühlt sich durch die Nähe, die sie erzeugt, wahrhaftig angesprochen und wird ein Teil der Story. Ganz große Klasse!!!


"Das Lächeln auf dem Gesicht des Falken-Führers wird noch ein Stück breiter.
"Seneca sagte einst, ein Gladiator fasst es als Schande auf, wenn man ihm einen schlechten Partner in der Arena zuteilt. Denn ein Sieg ohne Gefahr ist auch ein Sieg ohne Ruhm. Und mit dem Schicksal verhalte es sich ebenso. Es sucht sich nur die Tapfersten aus. Heute Nacht, Patrick, wird sich unser aller Schicksal erfüllen..."


Das Ende war -wie zu erwarten- kein richtiges Ende. Mit dem gefühlt miesesten Cliffhanger der Welt wird dieser Geschichte nur ein vorläufiger Schlusspunkt gesetzt, da der abschließende zweite Band dieser Dilogie im Herbst dieses Jahres 2017 heraus kommen wird. Ich bin darauf natürlich megamäßig gespannt, und hoffe, auch dort wieder als Rezensentin am Start sein zu dürfen ;-)))


Fazit:

Ich bin überrascht, geflasht und begeistert:
Ein magischer Schreibstil, ein komplexer Plot, viel Spannung, Gefühlschaos pur, geniale Charaktere und nicht zuletzt eine hübsche äußerliche Gestaltung machen diesen Roman zu einem Buchhighlight, das sich niemand entgehen lassen sollte!
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September 14, 2022
Mitreißender Auftakt

Hier handelt es sich um den ersten Teil einer Dilogie

Nach einem Schicksalsschlag muss Emma zwangsläufig ein neues Leben beginnen. So beginnt sie an einem Internat für Hochbegabte. Doch hinter den Türen verbirgt sich viel mehr: Menschen mit besonderen Fähigkeiten.
Auch Emma besitzt eine Gabe, sie kann in die Gefühle der Menschen tauchen.
Als sie auf Aidan trifft, und sie sich etwas annähern, taucht Jared auf. Er wiederum warnt Emma und erzählt ihr düstere Geheimnisse. Schon bricht das Chaos aus und Emma weiß nicht mehr was Wahrheit und was Lüge ist.

Meine Meinung:

Das Cover ist mal ein echter Hingucker, was mich sofort neugierig gemacht hat.

Chosen ist ein Jugendbuch, das mich definitiv mitreißen konnte. Es ist actiongeladen, spannend, kreativ, verwirrend und gefühlvoll.

Rena Fischer hat einen schönen und bildhaften Schreibstil, der mir sehr zugesagt hat. So lässt sich die Geschichte mit viel Freude lesen.

Von Beginn an hat es die Autorin geschafft mich zu verwirren und ich wusste einfach nicht, wer hier die Guten und wer die Bösen sind. Keine Ahnung wem ich in der Story trauen sollte. Das hat den Lesespaß immer weiter angefacht.

Um das Gesamtbild zu verstehen, entführt uns die Autorin immer wieder in eine andere Zeit. So ergibt es nach und nach ein immer festeres Bild.

Vieles ging aber auch sehr schnell, sodass ich erstmal hinterher kommen musste. Zum Beispiel die zwischenmenschlichen Beziehungen. Da hätte ich mir mehr Raum gewünscht, wie und warum sich manche Charaktere nähern kommen. Das kam teilweise doch sehr abrupt und ich hab es nicht so ganz nachvollziehen können. So überschlagen sich auch manche Ereignisse.

Chosen ist so temporeich, dass man kaum Zeit hat mal zu Atem zu kommen. Es ist die reinste Achterbahnfahrt der Gefühle.

Es ist erstaunlich wie kreativ die Autorin ist, ebenso wie sie die Spannung über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten kann. Allein der Showdown am Ende ging lang und hat mich regelrecht mitgerissen. Auch wenn ich hier wieder mal völlig verwirrt war :D

Die Charaktere finde ich durchweg alle interessant. Gerne hätte ich sie noch etwas näher kennen gelernt, mich noch mehr mit ihnen beschäftigt und tiefer in ihre Gefühlswelt geblickt.
Manche, wie Emma, taten mir so leid. So viel mussten sie mitmachen, dass man einfach mit leidet. Anderen hätte ich wegen ihren Widerlichkeiten gerne eines auf die Nase gegeben.

Fazit:

Ein toller Jugend - Fantasy - Roman mit leichten Schwächen, die der Story aber nicht groß schaden. Dafür ist diese viel zu packend. Nach dem Ende muss man einfach wissen wie es weiter geht und ich bin froh, dass der zweite Teil schon bereit liegt. Ich empfehle Chosen: Die Bestimmte gern weiter.
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June 18, 2017
Meine Meinung:

Emma hat ganz besondere Fähigkeiten. Ihre Mutter hat ihr schon von klein auf beigebracht ihre Fähigkeit zu verstecken und niemandem zu trauen. Doch nach dem Tod der Mutter taucht plötzlich Emma’s Vater auf und nimmt sie mit. Sie soll auf eine Eliteschule gehen, die sich auf Menschen mit Fähigkeiten spezialisiert hat. Doch wem kann Emma wirklich vertrauen?

Es ist wirklich faszinierend, welche interessante Geschichte die Autorin hier gestrickt hat. Denn man kann zu keinem Zeitpunkt einschätzen, wer wirklich die Wahrheit sagt und wem Emma vertrauen kann. Da Emma noch minderjährig ist, ist sie gezwungen auf ihren Vater zu hören. Trotzdem ruft sie sich immer wieder die verschiedenen Ratschläge ihrer Mutter ins Gedächtnis. Dadurch bleibt sie skeptisch und versucht so der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Der Schreibstil der Autorin ist von Anfang an sehr spannend und fesselnd. Es gibt immer wieder aufregende Situationen, die für ordentlichen Nervenkitzel sorgen. Ich konnte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.
Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive von Emma geschrieben. Somit kann man auch eine tiefe Verbindung zu ihr spüren und ihre Gedanken jederzeit nachvollziehen. Bei allen anderen Charakteren bleibt man skeptisch, da man nicht weiß woran man bei ihnen ist und welches Spiel sie spielen. Wir müssen erst gemeinsam mit Emma Licht ins Dunkel bringen und lernen wer hinter dem Verrat und den Intrigen steckt. Das hat mir sehr gut gefallen.

Zwischenzeitlich gibt es immer wieder Seiten im Buch, die hellgrau gedruckt sind. Diese erzählen Erlebnisse von Emma’s Mutter vor vielen Jahren. Leider steht das nicht drüber und man muss es sich beim Lesen selbst erschließen. Da die Geschehnisse ebenfalls in der Ich-Perspektive geschrieben wurden, fand ich das anfangs etwas verwirrend. Auch die Schriftfarbe hellgrau fand ich nicht optimal, da sie einfach bei nicht optimalen Lichtverhältnissen schlecht lesbar ist. Diese Abschnitte sind jedoch relativ kurz gehalten.

Ein tolles Jugend-Fantasy-Buch, mit einer starken Protagonistin und vielen spannenden Verstrickungen. Auch emotional wird einem alles abverlangt. Auch das Ende mit einem gemeinen Cliffhanger lässt die Nerven angespannt bleiben, bis man endlich in der Fortsetzung abtauchen kann.


Cover:

Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen. Es wirkt einfach extrem mystisch und auch düster. Es passt auch toll zur Geschichte. Der Silbereffekt ist ein zusätzliches Highlight.


Fazit:

Ein wahnsinnig spannender und fesselnder Auftakt, den man sich nicht entgehen lassen sollte.


Ich gebe dem Buch 4 von 5 Möpsen.
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May 22, 2024
"Entscheide dich jetzt!" 

"Chosen: Die Bestimmte" war ganz ok. Die Storyline ist ziemlich chaotisch und die Chataktere sind nicht ganz meins, aber mir ist immerhin keine Minute langweilig geworden. Der typische YA-Schreibstil und das schnelle Fortschreiten der Handlung halten einen bis zum Ende fest. Auch wenn leider die meiste Zeit über der rote Faden zu fehlen scheint und man nicht so ganz weiß, wohin das Ganze eigentlich führen soll...

Ein paar Dinge, die mich innerhalb der Storyline am meisten gestört haben waren: 
-Weder Aidan, noch Jared sind gute Live Interests (Dean ebenfalls)... Sie sind alle toxisch und halten sich für besser, qualifiziert, informierter als sie und sind durchgehend damit beschäftigt Entscheidungen für sie zu treffen udn angeblich zu wissen, was für sie das Beste ist!!! Absoluter Hass geht von mir an diese Charaktere raus! 
-Auch Jacob kann ich nicht leiden... Es ist klar, dass die Autorin einen rocky Start für die beiden wollte, ABER dieser Start ist nicht nur rocky, sondern ein Fall für sie Polizei... der Dude kidnapt sie einfach gegen ihren Willen ( und ziemlich sicher den ihrer Mutter), gaslighted ein paar Polizisten ( die Fyi einen furchtbaren Job machen... nur weil die gleich aussehen, muss der net unbedingt ihr Vater sein & nur weil er ihr Vater ist, muss sie net unbedingt bei ihm sicher sein oder er ein Recht haben sie mitzunehmen, ich meine COME ON!) & ERWÜRGT sie dann fast mit einem Autogurt, weil sie was gesagt hat, was ihm nicht gefallen hat... Auch über den Rest des Buches wird er als Vaterfigur oder Person generell nicht viel besser...

Fürs ausführlichere Review, checkt mein Video auf TikTok: 
Deutsch: https://vm.tiktok.com/ZGeX744Db/
Englisch: https://vm.tiktok.com/ZGeX79S54/

Spice: 🌶/5 
Writing: 🖊🖊🖊/5 
Fantasy & Worldbuilding: ⭐⭐⭐/5 (nicht wirklich Worldbuilding, sondern einfach nur Menschen mit Kräften in unserer Welt 🤷‍♀️ wir wissen net mal warul die Kräfte haben...)
Romance: ❤❤/5 (existiert, aber ich bin absolut kein Fan) 
Plot Twists: 🖊🖊🖊/5 (ein paar "gute", aber die meisten sind vorraussehbar) 
Charaktere: ⭐⭐/5 (Emma ist ok... alle anderen mag ich nicht... Faye & Liz sind sehr 2-dimensional) 
Dialoge: 🖊🖊🖊/5 
Dark: 😈/5 (YA-Fantasy) 

Nennenswerte Tropes: Power Discovery, Love Triangle, Hidden Society

Lesedauer: 7 Stunden
27 reviews
March 31, 2021
Dieses Buch ist irgendwie anders. Nicht etwa von der Originalität der Story her und schon gar nicht wegen den Charakteren. Aber der Schreibstil macht das Buch zu einem besonderen Erlebnis - das funktioniert manchmal sehr gut, manchmal eher nicht.

Was mich am meisten stört, sind definitiv die Protagonist*innen. Emma ist eine typische Mary-Sue, sie kann irgendwie alles, ist wunderschön, außergewöhnlich schlau, beliebt und natürlich sehr besonders. Genau wie Aiden, der nicht nur hübsch, muskulös, nett und beliebt ist, sondern auch stark und talentiert in der Schule, im Sport und im Umgang mit seiner Gabe.

Zudem muss Emma ständig gerettet werden. Sie handelt oft egoistisch und emotional (was jedoch einen Grund hat, der gut erklärt wird) und findet sich ständig in gefährlichen Situationen wieder. Obwohl sie so unglaublich talentiert, schlau und besonders ist, tut sie sich in den meisten Fällen jedoch sehr schwer, in diesen Momenten etwas sinnvolles zu tun. Zum Glück ist immer einer ihrer männlichen Mitstreiter zur Stelle und rettet sie aus der Not. Das ist wirklich unnötig und nervt.

Spannend ist das Buch aber definitiv! Teilweise auch etwas verwirrend, was mich persönlich jedoch nicht gestört hat. Wenn man denkt, man hätte die Geschichte nun endlich verstanden, kommt eine neue Wendung. Mir gefällt das.

Insgesamt ein lesenswertes Buch, wenn man mit klischeehaften Figuren und einem teils verwirrenden Plot klarkommt. 3/5
Profile Image for Freakajules.
290 reviews2 followers
October 25, 2017
Der erste Teil der "Chosen"-Reihe hat schon eine Weile auf meiner Wunschliste gestanden, bevor ich mich endlich dazu entschließen konnte, mir das Buch zu kaufen und zu lesen. Natürlich hat mich, wie viele andere auch, erstmal das Cover angesprochen, aber eigentlich war es der Klappentext, der mich überzeugen konnte. Er ist zwar einerseits ziemlich nichtssagend, aber er hat mich gepackt, vor allem, weil ich Internatsgeschichten so gerne lese, insbesondere bei Fantasy-Büchern.

Bisher hatte ich noch nichts von der Autorin gehört – kein Wunder, denn "Chosen" scheint ihr Debüt-Roman bzw. ihre Debüt-Reihe zu sein, was ich aber in keinster Weise gemerkt habe. Der Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Denn er ist gleich schon zu Beginn super spannend und dynamisch. Ich finde es immer wieder toll, wenn Geschichten so starten, wenn man direkt in den Plot reingeworfen wird. Und wenn es dazu noch gut gemacht ist und man direkt einen Draht zur Hauptprotagonistin findet – wie in diesem Fall – umso besser!

Ich finde, dass man auch an der Aufmachung merkt, wie viele Liebe, Kreativität und Arbeit die Autorin in ihr Werk gesteckt hat, was durch den Plot, die Charaktere und den Schreibstil getoppt wird. Aber der Reihe nach: Der Plot ist toll. Er ist nicht nur toll geschrieben und zaubert spielend Bilder in den Kopf der Leser, sondern er ist auch spannend, vielschichtig und auf jeden Fall auch ein Stück mysteriös. Ich habe so sehr mitgerätselt. Sei es, als es darum ging, welche Gabe Emma denn nun hat, wem sie vertrauen kann, was es mit Jacob und Aidan auf sich hat und was mit diesem Internat los ist. Dabei werden viele verschiedenen Storylines verknüpft und ergeben einen tollen Gesamtplot. Ich denke, ich kann sagen, dass ich mich auf keiner einzelnen Seite gelangweilt habe und ich mich von der Sogwirkung, die die Autorin erzeugt hat, habe mitreißen lassen. Die relativ kurzen Kapitel haben das natürlich nur noch verstärkt. Wer kennt das nicht: Ich lese nur noch ein Kapitel, bevor ich schlafen gehen, bevor ich den Haushalt mache, bevor ich losfahre? Und dann waren es doch schnell mal zehn Kapitel, die ich in einem weggelesen habe. Und selbst dann hieß es oftmals "nur noch eins".

Auch die Charaktere hatten definitiv Potenzial – das Rena Fischer auch ausgeschöpft hat. Emma, auch Emz genannt, wirkte auf mich auf jeden Fall wie eine Hauptprotagonistin, die in dieses Buch gehört. Sie ist stark ausgearbeitet, sehr tiefgründig, und, was mir immer sehr wichtig ist, realitätnah. Weswegen es mir auch sehr leicht fiel, mich in sie hineinzuversetzen und Entscheidungen, die sie trifft, hundertprozentig mitzutragen. Sie ist so hin und her gerissen in dieser dominanten Welt, im Zwiespalt ihrer Gefühle, der Beziehung, die zwischen dem Schulleiter Fion und ihrem Vater Jacob herrscht und einer Rebellion, von der sie nicht wirklich weiß, was sie bedeutet, da sie ständig den Geheimnissen, Lügen, Intrigen und Manipulationen der Menschen um sie herum ausgesetzt ist. Und trotzdem gibt sie nicht auf, kämpft für sich und ihre Mutter und für alle die Wahrheiten, die andere vor ihr verbergen. Mir hat das so gut gefallen und mich vollkommen eingenommen.

Und auch Aidan sollte man an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Leider stand er in vielen Szenen eher im Hintergrund, aber man merkt ihm trotzdem seine Loyalität, seine Durchsetzungskraft und seinen klaren Blick an, weswegen er perfekt zu Emma passt und sie in den schwierigsten Situationen zu beschützen versucht. Trotz anderer Ansichten und trotz seiner tiefen Verbindung zu dem Internat und zu dem Schulleiter. Ebenfalls überzeugend fand ich Emmas Vater Jacob, der dadurch, dass er mal in die "Gut"-, mal in die "Böse"-Schublade gesteckt wird, recht undurchsichtig, aber deswegen auch sehr interessant wirkte. Er macht gerne aus allem ein Geheimnis, ist des Öfteren auch nicht so ehrlich, wie ich es mir gewünscht hätte, aber seine Stärke und seine unbegrenzte Liebe zu seiner Tochter haben mich doch von ihm überzeugen können.

Letztlich bleibt eigentlich nur noch der Schreibstil der Autorin zu bewerten und auch der hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Atmosphäre, aber vor allem das Setting, das die Autorin mit ihren Worten erzeugt, haben mir sehr klare Bilder von Orten, von Charakteren, von der Stimmung und von den verschiedensten Gaben bereitet. Die Sprache ist, angepasst an ein Jugendbuch, sehr leicht und flüssig, aber einnehmend und fesselnd. Vergessen darf man natürlich ebenfalls nicht, dass "Chosen – Die Bestimmte" ein Jugendbuch ist, das in die Altersempfehlung ab 13 Jahren fällt. Viele negative Rezensionen bezüglich zu viel Teenie-Dramatik oder Teenie-Klischees kann ich daher nicht wirklich verstehen.

Fazit
"Die Bestimmte" ist ein Buch, bei dem ich genau die tolle, unvorhersehbare Geschichte bekommen habe, die ich erwartet hatte. Rena Fischer hat ein super fesselndes Debüt-Werk geschaffen, das meiner Meinung nach nicht hätte besser sein können und bei dem ich eine klare Leseempfehlung aussprechen kann. Ich bin schon so gespannt auf den zweiten Teil!
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