Jump to ratings and reviews
Rate this book

Unsterblich

Rate this book
DIESE ZUKUNFT IST NUR EINEN KLICK ENTFERNT

Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.

Mit »Unsterblich« legt der Wissenschaftsjournalist Jens Lubbadeh einen Debütroman vor, der die Hybris unserer digitalisierten Gegenwartswelt schonungslos und packend entblößt.

448 pages, Paperback

First published July 11, 2016

6 people are currently reading
116 people want to read

About the author

Jens Lubbadeh

7 books13 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
17 (10%)
4 stars
50 (32%)
3 stars
59 (37%)
2 stars
26 (16%)
1 star
4 (2%)
Displaying 1 - 25 of 25 reviews
Profile Image for BumfuzzledNerd.
714 reviews33 followers
August 22, 2016
Ja ich mag es! Man muss sich zuerst viel einlesen und sich mit den verschiedenen "Fachausdrücken" zurechtfinden, aber dann liest es sich sehr angenehm und wird richtig spannend. Das Ende war mir zwar ein wenig zu viel des Guten und es wich ein wenig vom Rest des Buches ab.
Eine beängstigende Zukunft, die hoffentlich nie real wird.

http://www.julias-wunderland.ch/2016/...
Profile Image for Anna (Ink of Books).
425 reviews78 followers
August 22, 2016
Gut. Sehr gut sogar.

Abgesehen davon, dass die letzten Seiten viel zu schnell und doch zu langsam waren und am Ende wissenschaftlich doch nicht ganz klar wurde, was gemeint war.

Aber ansonsten eine tolle (oder beängstigende) Vorstellung der Zukunft.
Der sehr nahen Zukunft.

Ganze Review:

Eins vorweg: Dieses Buch ist für ein Debüt wirklich sehr cool geschrieben. Ich würde sogar sagen: Super geschrieben.

Die Kulissen bauen sich innerhalb von Sekunden und Sätzen auf und die Charaktere und ihre Handlungen werden toll beschrieben. Die Dialoge sind gut aufgebaut und dem Schreibstil ist leicht zu folgen und man wird an die Hand genommen, durch diese tolle Geschichte.

Dabei bleiben die Sätze allerdings trotzdem sehr kurz und knackig und es gibt keine unnötigen Ausschweifungen, die von der Geschichte oder von der Technik ablenken könnten.

Die Charaktere, sowohl Hauptcharaktere, als auch Nebencharaktere, haben alle ihre Relevanz und eine klare Rolle, die allerdings nicht immer gleich ersichtlich wird. Jeder Hintergrundcharakter bekommt seine eigene bewegende Hintergrundgeschichte, die gut auf seine jetzigen Situationen und Emotionen abgestimmt ist. Jeder Charakter bekommt seine eigene Handlungsoption und sein eigenes herausstechendes Merkmal, welches ihn unverwechselbar und unabdingbar für die Geschichte macht.

Auch die Emotionen der Figuren sind gut dargestellt und ohne Ausnahme nachvollziehbar.

Ein kleines Highlight sind die Dialoge, die diese komplexen Figuren miteinander agieren lassen und sie in Witz und Nuancen aller menschlichen Emotionen zusammenbringen, was der Geschichte noch mal einen eigenen Schub verleiht.

Und genauso wie die Charaktere in diesem Buch an die virtuelle Realität gebunden sind, ist auch der Leser an die Seiten dieses Buches gebunden. Fast unmöglich aus der Hand zu legen, denn konstante Spannung und flüssiger Schreibstil erhalten die Neugier des Lesers.

Das Spannendste an diesem Buch sind allerdings die Gedanken, die man sich immer wieder machen soll. Man wird nicht dazu gezwungen und mit philosophischen Ergüssen überhäuft, sondern man wird leicht und nachdenklich auf bestimmte Dinge hingewiesen, die die Situation bestimmen und vielleicht noch ins Negative beeinflussen könnten.

Dabei sind Gedanken über den Tod, das Leben, Menschlichkeit, Überwachung und Verantwortung der Menschen ein zentrales Thema, was mich positiv überraschte.

Hätte ich nicht von diesem Buch gedacht, aber es hat mir auch neue Perspektiven eröffnet, die ich vorher gar nicht in Betracht gezogen hatte. Chapeau!

Auch etwas, was mich überraschte: Die Geschichte macht Sinn! Also nicht, dass das jetzt etwas völlig Neues wäre, allerdings finde ich es schon bemerkenswert, dass hier keine großen Logikschnitzer auftauchen oder Plotholes entstehen.

Es ist so verdammt nah an der Realität, dass man sich fragt, ob Jens Lubbadeh nicht aus der nahen Zukunft wieder zurück gereist ist, um uns zu warnen oder auch einfach nur, um uns zu berichten, was uns erwarten wird.

Diese Detektivgeschichte mit Technologie-Einschlag ist wirklich super geworden, das muss man dazu sagen. Ich hatte viel Spaß, weil ich eigentlich immer Spaß an Technologie und Detektiven habe. Ich mochte das Buch wirklich gerne. Aber leider gibt es auch einige Kritikpunkte.

Die da wären:

Ein wissenschaftliches Phänomen (Leuchten und Materialisieren, ne?) wurde mir nicht genug erklärt. Es war mir nicht klar und ich glaube, dass da auf jeden Fall eine gute und begründbare Idee hinter stand, allerdings wurde sie nicht gut rüber gebracht.

Manchmal fühlte sich schon die Hälfte des Buches nach einem Ende an. Man fragte sich die ganze Zeit, was denn nun noch kommen sollte, denn eigentlich war doch der Endkampf schon ausgefochten.

Und dann waren die letzten 100 Seiten einfach nur zu verworren, schnell und überstürzt. Ich habe nicht mehr wirklich alles verstanden und die Handlungen waren zu unkoordiniert, zu schnell, zu unverständlich…hat mich nicht völlig überzeugt.

Das Ende allerdings war wieder gut und hat einem nochmal Vieles zum Nachdenken gegeben. Sehr schön!

Fazit:

Ein sehr toller Science Fiction Roman, der aufzeigt, wie die Zukunft in nicht mal 30 Jahren aussehen könnte.

Es ist erschreckend realistisch, von vielen Gedanken zu Leben, Tod, Verantwortung und Menschlichkeit gespickt und mitreißend und emotional geschrieben.

Abgesehen von den letzten 100 Seiten, die ein wenig zu wirr waren und der mangelhaften wissenschaftlichen Erklärung eines Vorfalls, ist „Unsterblich“ ein wundervolles Buch geworden, dass fabelhaft aufzeigt, wie unser Leben höchstwahrscheinlich in sehr naher Zukunft aussehen wird!

4 von 5 Tintenklecksen!
Profile Image for Elke.
387 reviews55 followers
October 31, 2018
Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Ich würde sagen, solide 3,5 Sterne. Es sprühte vor Ideen und die fand ich sehr gut, genauso wie das Ende. Es hat mich ein bißchen an 1984 erinnert und zum Nachdenken gebracht. Gruselig dieser von der Regierung erzwungene Chip im Kopf für die Blended Reality. Und ist das das versprochene ewige Leben, wenn ein Avatar rumläuft, der aussieht wie du aber nur virtuell ist? Ich denke nicht. Und von solchen Abbildern regiert zu werden ist doch schaurig. Aber anscheinend kann man der Menschheit auch alles verkaufen.
Der Schreibstil war gut zu lesen aber irgendwas fehlte mir. Er war irgendwie distanziert. Das Buch hatte auch seine Längen. Der Protagonist war ja ein bisschen naiv. Mit ihm konnte man ja alles machen. Aber ein durchaus liebenswerter Trottel, finde ich. Zum Schluß zur Gestaltung. Mir gefällt das weiße Cover mit der comichaften Zeichnung von Marlene sehr gut. Und diese wiederholte sich an jedem Kapitelanfang. Sehr schön! Und zu guter Letzt: ich hatte den tollen Queensong als Dauerschleife im Kopf. Who wants to live forever......
Profile Image for Gabis Laberladen.
1,243 reviews
February 22, 2022
Darum geht’s:

Die Welt im Jahr 2044. Selbst nach dem Tod kann man noch für seine Lieben da sein. Denn die Firma Immortal erschafft täuschend echte virtuelle Nachbildungen von allen, die es sich leisten können. Als aber der Klon von Marlene Dietrich spurlos verschwindet, soll der Versicherungsagent Benjamin Kari den Vorfall untersuchen. Denn schließlich hat er selbst die Übereinstimmung des Klons mit dem verstorbenen Original bestätigt und es sollte nicht möglich sein, dass Immortal nicht feststellen kann, wo Marlene Dietrichs Klon sich aufhält. Das könnte ein riesiges Problem werden.

Meine Meinung dazu gibt’s hier
Profile Image for Gernot1610.
321 reviews7 followers
October 9, 2018
3.5 Punkte, aber zu 4 Sternen reicht es einfach nicht.
Profile Image for DunklesSchaf.
153 reviews6 followers
August 28, 2016
Im Jahre 2044 hat sich die Menschheit einen Traum erfüllt: ewiges Leben. Allerdings nicht als Mensch, sondern als virtuelle Kopie. In der Lebenszeit trägt man einen Lebenstracker, der alle Daten aufzeichnet und nach dem Ableben kann dann eine exakte Kopie erstellt werden. Natürlich mit einigen wenigen Einschränkungen. Und natürlich auch nur gegen entsprechende Geldmittel, wobei es natürlich attraktive Angebote für die ärmeren Schichten gibt, keine Sorge, ihr müsst nur Eure Seele verkaufen…. Immortal heißt die Firma sprechenderweise, die diese Verlängerung des Lebens möglich gemacht hat. Benjamin Kari ist Mitarbeiter der Firma Fidelity, einem Ableger von Immortal und kümmert sich um die Ewigen. Sein Fachgebiet: Schauspieler und Regisseure. Denn die Technik ermöglicht es nicht nur, dass jetzt lebende Menschen eine virtuelle Kopie erhalten, sondern auch schon verstorbene Persönlichkeiten, deren Weiterleben beantragt werden kann. Ben Kari zertifiziert diese dann – also er prüft, ob die Erstellung einwandfrei ist, ob Fehler vorliegen, ob der oder die Ewige so reagiert, wie es die echte Person auch getan hätte, anhand von Film- oder Textdokumenten und ähnlichem. Auch Marlene Dietrich hat er vor einiger Zeit zertifiziert. Doch nun ist sie verschwunden und nicht nur der alternde Regisseur Lars von Trier macht sich Sorgen, sondern auch Immortal und Fidelity – denn der Schwund eines Ewigen rüttelt an ihrem perfekt aufgestellten Businessplan.

Wenn ein Konzern Träume realisiert… dann kann da was nicht stimmen. Benjamin Kari ist natürlich ein Verfechter der Ewigen und allem, was dort dran hängt. Die Blended Reality, welche über die Realität gelegt wird und mit speziellen Linsen von allen gesehen werden können, macht die Ewigen erst möglich. Die Ewigen haben kein Spiegelbild, können nicht von normalen Kameras aufgezeichnet werden – sie existieren nur in der Blended Reality. Eine Regel von Immortal ist die Todessperre. Damit sich kein Ewiger über seinen Tod Gedanken machen muss, sind Algorithmen programmiert, mit denen der Ewige dieses Thema umschifft. Und dann gibt es noch andere Regeln, Regeln von denen niemand weiß, auch Benjamin Kari nicht.

„In Wahrheit war die Blended Reality alles andere als demokratisch. Ein einzelner Konzern gab die Gesetze vor. Niemand war anonym. Aber in der Post-NSA-Realität war Anonymität ohnehin längst Vergangenheit.“ (S. 160)

Benjamin Kari macht sich auf die Suche nach der verschwundenen Marlene Dietrich, verbündet sich mit einer Journalistin, kommt einem Hacker auf die Spur, zweifelt immer mehr an seinem Arbeitgeber und der in Aussicht gestellten Zukunft… Kari ist ein nachdenklicher Charakter, auch wenn er in seinen Überzeugungen verhaftet ist, lässt er neue Denkanstöße zu. Aber er hadert immer mehr mit dem Weltbild, welches bisher sein Leben beherrscht hat. Zudem stecken hinter mächtigen Konzernen auch immer mächtige Verfolger. Von Killdrohnen über „ganz normale“ Ex-Soldaten, die ihn mit schwerer Bewaffnung in den Schoß der Firma zurück bringen möchten. Somit ist auch das Death Valley und die dort herrschende Hitze nur ein Feind, der ihm dort auflauert, als er dort kurzfristig strandet. Mit Kari fliegt man um die halbe Welt, aber auch unter und über die Erde, sowohl in echt, als auch in seinem Avatar. Wirklich geschickt, so eine virtuelle Realität.

Zugegeben, der Plot ist nicht unbedingt neu, wobei ich überrascht war, dass jemand bestimmtes nicht das Ende des Buches überlebt. Doch neben der spannenden und actiongeladenen Handlung, die immer wieder von Karis Überlegungen eine Auszeit bekommen, regt das Buch vor allem zum Nachdenken an. Will man ewig leben? Und wenn ja, will man das als virtuelle Kopie? Als nicht freie virtuelle Kopie, denn an den eigenen Tod denken, geht ja schon nicht. Und warum wollen wir Lebende mit ewigen Kopien leben? Klar, der Tod eines Menschen ist schmerzhaft, aber ein Ewiger bleibt so alt wie er ist – d. h. ein ewiges Mädchen bleibt ein Mädchen. Eine Oma eine Oma. Es gibt keinen Fortschritt, es herrscht Stillstand. Und auch wenn man die Beatles, Queen oder Michael Jackson mag oder gar verehrt hat, ist das 75. Album dann nicht einfach ein paar zu viel? Hindern die Ewigen nicht eher die Lebenden daran, sich weiter zu entwickeln und zu forschen? Zu entdecken und zu formen? Wenn die Plätze in den Charts sowieso immer von den Ewigen besetzt sind, wer will dann neue Musik entdecken und einspielen? Wenn JFK die USA seit Jahrzehnten leitet, wer strebt dann schon die Präsidentschaft an?

„Aber die Leute wollten es ja nicht anders. Sie wollten das, was sie kannten. Deswegen hatten sie JFK und Helmut Schmidt gewählt, hörten immer noch Michael Jackson, Madonna, U2 und die Stones, hängten sich diese hässlichen Picasso-Bilder ins Haus und kauften immer noch alles, was Steve Jobs fabrizierte, obwohl der qua Algorithmus schlicht unfähig war, wirkliche Innovation zu produzieren. Alles, was die Ewigen beherrschen, waren Variationen des Gewesenen. Die Leute wussten das, aber es kümmerte sie nicht.“ (S. 134)

Die Fragen, die ich mir hier stelle, so weit geht das Buch gar nicht, auch wenn es Andeutungen in die Richtung gibt (siehe Zitat). Die Lösung im Buch geht einen anderen Weg. Ich wäre eher auf der Seite der Thanatiker, einer leider nicht weiter auftretenden Gegenbewegung im Buch. Ich muss gar nicht ewig leben, schon gar nicht als beschnittene Kopie, in einer Gesellschaft, die sich selbst zum Stillstand verdammt hat. Nichtsdestotrotz hat der Autor hier ein richtig spannendes Thema aufgegriffen und in einer aufregenden Geschichte ein paar nachdenkliche Sequenzen verpackt. Oft meckere ich, dass mir die Zukunft nicht ausgereift genug dargestellt wurde – nun, hier vielleicht auch nicht, aber es gibt eine Erklärung: warum sollte noch weiter geforscht und erfunden, weiter entwickelt und an die Zukunft gedacht werden, wenn eh alle in der Vergangenheit leben? So verquer sich das für einen Zukunftsroman anhört. Und genau dieses Verbiegen der Gedanken, das nachdenklich Stimmende, das Störrische hat mich begeistert.

Fazit:
Ein Blick in die Zukunft, in der wir ewig leben, als virtuelle Kopien. Eine Zukunft, die Stillstand bedeutet und Rückkehr zu Vergangenem und Altbewährten. Eine merkwürdige Zukunft, die mich zum Nachdenken angeregt hat – so ganz neben der spannenden Handlung.
Profile Image for Andy.
1,325 reviews91 followers
November 4, 2019
Die Geschichte fing so richtig stark an. Ganz besonders möchte ich in dem Zusammenhang die beiden Reden, die des Pfarrers und etwas später die Tanatikerrede, erwähnen. Alle Argumente, die der Pfarrer erwähnte, treffen so auf die eine oder andere Weise komplett auf die Kirche zu, was den Pfarrer aber in keinster Weise störte, sie trotzdem zu benutzen. Und nach der Rede der Taniker war mir klar, dass ich auch einer bin.
memento mori - lebe im heute, denn es gibt kein morgen, ob technische oder religiöse Versprechungen. Gemessen an den Dimensionen des Weltalls ist der Mensch eine Eintagsfliege. Jeder einzelne von uns blitzt in dieser Welt nur einmal kurz auf und ist dann wieder verschwunden. Der Sinn unseres Lebens ist es, dieses Aufblitzen so gut wie möglich für UNS selbst zu nutzen, denn für den Rest der Zeit werden wir einfach tot sein.
.
Leider, leider, leider hatte Jens Lubbadeh sein Pulver nach einem drittel der Geschichte verschossen und glitt ab in einen wirren Thriller, der sich zog wie Kaugummi.
Wie sagt Realpirat auf Amazon so treffend:
"Ich fand die grundidee gut, allerdings in einem unglaublich langatmigen erzaehlstil. Die Geschichte schleppt sich so dahin, sprachlich hoelzern und erstaunlicherweise in sich immer wieder aendernden erzahl und schreibstilen... alles in allem ab mitte buch eine seiten umblaetter qualerei."
Danke Realpirat, so in etwa kann man das sagen.
Profile Image for Kathrin .
183 reviews33 followers
April 7, 2017
Wir befinden uns im Jahre 2040. Der Konzern „Immortality“ herrscht über die Welt. Dieses Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Menschen nach ihrem Tod unsterblich zu machen. Überall auf der Welt befinden sich „Ewige“, virtuelle Klone von bereits verstorbenen Menschen. Zusätzlich zu den „Ewigen“ hat jeder lebende Mensch einen „Avatar“, damit kann jeder an verschiede Orte reisen und gleichzeitig an zwei verschieden Orten sein.
Als eines Tages ein Ewiger verschwindet, kommen Zweifel an der Unsterblichkeit der Menschen auf. Und ausgerechnet ist es eine bekannte Persönlichkeit, Marlene Dietrich, dessen biologischer Körper bereits vor langer Zeit gestorben ist…

Ich habe mich auf einen intelligenten Science Fiction Roman gefreut, der dystopische Züge enthält. Und genau das bekommen hier von Jens Lubbadeh geboten. Leider ist diese Dystopie nicht so düster wie man es vielleicht erwartet hat aber dennoch hat mich die Vorstellung über ein Leben, wie die Menschen es in 2040 hier führen, sehr erschrocken.
Lubbadeh hat es geschafft die Gefahr sehr subtil darzustellen und immer wieder kurz durchblitzen zu lassen. An manchen Stellen habe ich an dem Setting gezweifelt, da die Technologie sehr weit fortgeschritten ist aber dennoch Computer, wie wir sie kennen verwendet werden. An diesen Stellen habe ich mich immer wieder gefragt, ob das an der Übersetzung lag oder einfach nicht gut durchdacht worden ist. Es gibt natürlich in dieser Welt Technologien, die es definitiv so nicht gibt und doch fand ich sie nicht immer ganz überzeugend.
Die Charaktere waren mir leider zu stereotypisch. Sowohl Benjamin Kari, der Protagonist, die Journalistin Eva, mit der er sich im Laufe der Geschichte zusammen tut und die Mitarbeiter des Konzerns. Auch der Hacker, der psychisch labil ist und dennoch alles, und wirklich alles kann – ein echtes Wunderkind“ war mehr ein Stereotyp als ein innovativer, gut ausgearbeiteter Charakter. Dennoch mochte ich letzteren von allen Charakteren am liebsten. Kaum einer der Personen entwickelt sich großartig weiter, außer Kari, der seine Sichtweise auf die Dinge ändert. Aber ansonsten kann jede Person in die Kategorie „Gut“ und „Böse“ eingeordnet werden ,etwas dazwischen gibt es leider so gut wie gar nicht.
Auch Marlene Dietrich, von der der Leser mehr Auftritte erwartet hat, kam mir irgendwie fehl am Platz vor und ich hab mich immer wieder gefragt, warum diese berühmte Persönlichkeit gewählt worden ist für diesen Roman. An sich fand ich die Idee grandios aber leider nicht so befriedigend wie ich es mir erwünscht habe. Das Thema „Virtual Reality“ hat in dieser Welt ein tolles Setting bekommen, was mir leider etwas zu wenig ausgearbeitet war- dennoch hatte ich Spaß beim Lesen auch wenn ich meine Kritikpunkte habe.
Profile Image for Ascari Vau.
418 reviews
November 27, 2016
"Unsterblich" ist wieder einmal so ein Roman, wo ich sehr gut verstehen kann, warum andere es nur mit drei oder weniger Sternen beurteilt haben ... Wenn man sich einen klassischen Krimi oder Thriller erwartet, liegt man mit diesem Buch völlig falsch (Den Klappentext mit "mörderischem Katz-und-Maus-Spiel" kann man getrost ignorieren). Das Buch entfaltet seine Anziehungskraft eher durch das Setting als durch die Handlung. Man merkt, dass der Autor sich wirklich Gedanken gemacht hat, wo die heute schon allgegenwärtige Präsenz des Internets hinführen wird.

Die Welt in den 2040er Jahren wird beherrscht von virtuellem Leben, den sogenannten Ewigen, die aus den Daten bereits verstorbener Personen quasi "auferweckt" wurden. Die "Blended Reality" ist alltäglich geworden, Menschen leben in einer Mischung aus echter Welt und virtueller Welt, während sie am Handgelenk implantiert Lebenstracker tragen, die alles aufzeichnen, was sie erleben. Der Grund ist einfach: Um nach dem Tod als Ewiger weiterleben zu können ...

Die Handlung daneben fällt eher flach aus: Versicherungsagent Benjamin Kari wird beauftragt herauszufinden, warum die wiederauferstandene Marlene Dietrich verschwunden ist. Entführung oder Löschung? Ein Unding, wo die Server von "Immortal", der Firma, die für die Wiederauferstehung verantwortlich ist, doch so gut gesichert sind. Die Lösung des Rätsels verrate ich natürlich nicht, ist aber für erfahrene Thriller- und Krimi-Leser nicht wirklich etwas Neues.

Warum mir dieses Buch trotzdem Spaß gemacht hat, sind die vielen kleinen Details, die man fast so nebenher zu lesen bekommt. Wie spielen sich Beziehungen ab? Wie gestaltet sich das Leben in dieser nahen Zukunft? Viele gesellschaftskritische Fragen werden fast beiläufig eingestreut, die einen nachdenklich werden lassen sollten, was auf uns zukommen wird, wenn eine Handvoll IT-Unternehmen die Macht hat, die gesamte Menschheit durch das Aufzeichnen ihres Lebens zu kontrollieren und zu überwachen.
Profile Image for reherrma.
2,142 reviews37 followers
November 11, 2016
Dieser Roman ist "intellektueller Kaas", wie "der Sepp" aus Franz X. Bogners legendärer 60er Jahres Groteske "Irgendwie und Sowieso" sagen würde. Im Jahre 2040 werden die Persönlichkeiten von real-existierenden Menschen, aber auch bereits verstorbener Menschen, aufgezeichnet und in einer virtuellen Realität belebt. Eine neue Technologie, die Blended Reality, vermengt die Realität mit der Virtual Reality, in der die künstlichen und realen Personen sich begegnen können. Die Geschichte dreht sich um die Suche nach dem Avatar von Marlene Dietrich, der verschwunden ist, dabei wird uns diese Zukunftswelt nahegebracht.
z.B. beschreibt er eine hoch technologisierte Gesellschaft, die trotz des Fortschrittes viele Schritte zurück gegangen ist. In Deutschland ist Helmut Schmidt zum sechsten Mal hintereinander Bundeskanzler geworden, in den Staaten ist es JFK. Die Menschheit sehnt sich nach Frieden, warum soll man ihnen diese nicht durch Rechnerleistung anbieten?
Der Science-Anteil des Romans ist gering, er bedient sich der Themen, die in der SF der letzten Jahre nicht neu sind ohne in die Tiefe zu gehen, die Charaktere sind m.E. zu oberflächlich gezeichnet, für einen Erstling nicht schlecht, aber mit viel Luft nach oben...
Profile Image for Linda in Utopia.
310 reviews9 followers
December 14, 2019
Unsterblichkeit ist in diesem Buch zum greifen nah.
Menschen der nahen Zukunft können sich einen Lebenstracker einpflanzen lassen der, ja, genau das tut: Das Leben tracken. Er sammelt Daten, Unmengen an Daten. Wie spricht eine Person? Wie entscheidet einer Person? Wie bewegt sich eine Person?
Daraus erstellt die Firma Immortal dann einen sogenannten "Ewigen", ein digitales Abbild deiner selbst, dass sich in der "blended Reality" bewegt. (Eine Art Echtzeit Virtualität, die neben unserer Realität einfach mitläuft. Rein optisch machen die Ewigen keine Unterschied zu echten Menschen. Man merkt ihre Unechtheit erst daran, dass sie kein Spiegelbild haben oder dass man sie nicht anfassen kan...)
Doch der wahre Clou der Firma Immortal ist das Wiedererschaffen längst vergangener Persönlichkeiten: Michael Jackson hat wieder einen Hit nach dem anderen, JFK ist wieder Präsident der USA, Elvis is really alive und Marlene Dietrich macht Filme über Filme. Bis sie plötzlich verschwindet. Ben Kari, Angestellter bei Fidelity(eine Firma, die die Echtheit von Ewigen überprüft, da es natürlich sehr viele Hacker-Angriffe und Fälschungen gibt) wird darauf angesetzt und verstrickt sich urplötzlich in einen Krimi, den er nicht erwartet hätte.

Das Buch beginnt wie ein Krimi und liest sich recht gut. Die Anzahl der Figuren ist überschaubar und die Begrifflichkeiten dieses imaginären Jahres 2044 sind schnell verstanden.
Kari reist nach Berlin um der Dietrich-Sache nachzugehen und als ehemalige Bewohnerin der Stadt freue ich mich natürlich extra, davon Beschreibungen zu lesen.
Der Roman scheint gut recherchiert und ist größtenteils nachvollziehbar, was die Regeln und physikalischen Gegebenheiten angeht.
Ab der Mitte des Buches wird die Story mehr und mehr zu einem James Bond-Film. Und das habe ich nicht mehr so richtig gekauft.

description



Spannend, denn diese Idee, ein digitales Selbst für die Nachwelt zu erstellen, ist wahrscheinlich wirklich nicht mehr so weit weg. Leider in der Umsetzung dann doch etwas zu sehr amerikanischer Blockbuster.
Profile Image for Petra Donatz.
302 reviews8 followers
March 16, 2017
Karls Rezension
Klappentext
DIESE ZUKUNFT IST NUR EINEN KLICK ENTFERNT

Der Traum der Menschheit vom ewigen Leben ist Wirklichkeit geworden: Dank Virtual-Reality-Implantaten können die Menschen als perfekte Kopien für immer weiterleben. Auch Marlene Dietrich ist als Star wiederauferstanden und wird weltweit gefeiert – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Eigentlich unmöglich! Für den Versicherungsagenten Benjamin Kari wird aus der Suche nach ihrem digitalen Klon ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel.
Mit »Unsterblich« legt der Wissenschaftsjournalist Jens Lubbadeh einen Debütroman vor, der die Hybris unserer digitalisierten Gegenwartswelt schonungslos und packend entblößt.

Der Autor
Jens Lubbadeh ist freier Journalist und hat bereits für Technology Review, Greenpeace Magazin, Spiegel Online und viele weitere Print- und Digitalmedien geschrieben. Für seine Arbeit wurde er mit dem Herbert Quandt Medienpreis ausgezeichnet. "Unsterblich" ist sein erster Roman. Jens Lubbadeh lebt in Hamburg.
www.lubbadeh.de

Mein Fazit

Story
2044, der Tod ist gestorben, zumindest teilweise. Ein Hightech Unternehmen hat es möglich gemacht, dass von jedem Menschen Hologrammen angefertigt werden können, die nach dem Tod des Menschen weiterleben. Aber auch schon längst gestorbene Menschen können wieder auferstehen, z.B John F. Kennedy, der gerade wieder Präsident ist, zumindest sein Hologramm. Michael Jackson rockt wieder die Charts, zusammen mit Elvis Presley, aber auch Filmstars wie z.b Marlene Dietrich gibt es wieder- Und die ist plötzlich verschwunden, ja man glaubt sie soll ermordet sein. Aber wie ist das möglich ein Hologramm zu entführen geschweige denn zu ermorden. Der Versicherung Agent Benjamin Kari wird auf die Suche nach dem digitalen Klon geschickt.

Schreibstil
Das Buch ist, obwohl es viel zu erklären gibt, einfach zu lesen. Es ist schon erstaunlich, wie es dem Autor gelingt, auf knapp 450 Seiten eine neue Welt entstehen zu lassen und die ganzen Vorgänge rund um die neue Technologie zu erklären und dennoch spannend zu erzählen.

Charaktere
Hauptfigur ist Benjamin Kari. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt. Einen Bezug kann man indes nicht aufbauen, was auch nicht unbedingt vom Nachteil ist, so bleibt die Geschichte flüssig und recht temporeich.

Mein Fazit

Eine interessante Geschichte in einer Welt von morgen. Die Geschichte ist recht temporeich und spannend. Es sagt uns, welch ungewöhnliche Wege der Mensch gehen kann auf der Suche nach Unsterblichkeit. Kari muss im Laufe der Geschichte erkennen, dass das Unternehmen, für das er tätig ist, nicht ganz die Wahrheit sagt. Und das der Weg, den die Menschheit gewählt hat, auch nicht der richtige ist, obwohl sicherlich nachvollziehbar. Wenn der Lebenspartner früh stirbt, hat man noch den Klon. Schauspieler können weiter Filme drehen usw. Da die Klone für die Menschen an sich keine Gefahr darstellen, ist es für den Leser nicht ganz so einfach dafür zu sein oder dagegen.
Ich vergebe gute vier von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung für S/F Fans.
Profile Image for Annina | Blattzirkus.
396 reviews8 followers
December 9, 2017
Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Bloggerportal und Heyne zur Verfügung gestellt in Tausch gegen eine ehrliche Rezension. Diese Rezension ist auch auf meinem Blog Blattzirkus zu finden.

Cover und Aufmache

Bei dieser Ausgabe handelt es sich um ein Taschenbuch mit Klappe. Die Cover-Illustration ist ein toller Blickfang und sehr plakativ gestaltet worden. Die Farben, schwarz, weiß und gold als Schmuckfarbe geben viel her und verleihen dem Buch ein edles Aussehen. Die Illustration einer abstrahierten Schauspielerin Marlene Dietrich deuten auf den roten Faden hin, welcher sich durch das Buch zieht.

Erstes Durchblättern

Jedes Kapitel hat die Illustration auf dem Cover seitlich als Markierung bekommen und macht meiner Meinung noch klarer deutlich, dass es der Beginn eines neuen Abschnittes ist. Besonders gut entdeckt man anhand des Buchschnittes dadurch die neuen Kapitel. Wenn schon so ein Schmuck verwendet wird, hätte ich gerne unterschiedliche Persönlichkeiten gehabt, so wirkt es doch etwas zu oft wiederholt und auf das Cover hingewiesen. Die Kapitelüberschriften haben passend ein futuristisches Aussehen bekommen.

Über den Autoren Jens Lubbadeh

Vor Unsterblich habe ich noch nie etwas von diesem Autoren gehört, was aber auch kein großes Problem für mich darstellt. Von unbekannten Autoren zu lesen ist auch interessant. Jens Lubbadeh ist freier Journalist und schreibt für Die Zeit und viele weitere Print- und Digitalmedien. Er war Redakteur bei Spiegel Online und Technology Review und wurde für seine Arbeit mit dem Herbert Quandt Medienpreis ausgezeichnet (nach dem Klappentext von Unsterblich).

Dieses rezensierte Buch ist also nicht nur der Debutroman von Jens Lubbadeh, sondern passt auch noch thematisch zu seinen bisherigen Aufgabenbereichen, wenn ich es einmal so frei interpretieren darf.

Der Inhalt

Wir befinden uns im Jahre 2044, wo Menschen nicht mehr sterben können. Gut, können sie schon, aber ihre Daten werden verarbeitet, sodass sie als digitale Menschen, Ewige, wiederauferstehen können. Gesehen können sie aber nur, weil Menschen in dieser Zeit einen Chip eingebaut haben, um die digitale Welt sehen zu können. Es ist quasi die Zukunft der Augmented Reality.

Der Protagonist Benjamin Kari arbeitet als Versicherungsagent für Fidelity, die Tochterfirma von Immortal, welche es möglich macht, Ewige herzustellen. Knifflig wird es für die Firma, als die Ewige Marlene Dietrich verschwindet und die Bevölkerung sich zu fragen beginnt, wie unsterblich das ewige Leben wirklich sein kann und ob Immortal wirklich die Firma ist, für die sie sich auszugeben scheint – eine Verbesserung für die Welt.

Kari wird auf eine Mission geschickt, um für Immortal herauszufinden, was mit Marlene Dietrich nun wirklich passiert ist. Umso tiefer er in den Fall eintaucht, desto eher merkt er, wie zerbrechlich die Welt der Ewigen eigentlich ist und wie gefährlich es sein kann, mit viel zu viel Wissen auf derselben Erde wie Immortal zu wandern.

Meine Meinung

Für mich war es ein sehr intelligent geschriebenes Buch, bei dem ich öfter das Gefühl hatte, dass es nicht so umwegig sein würde, eine vermischte Realität in der nahen Zukunft zu erstellen. Wenn man sich Oculus Rift oder Hololenses beispielsweise ansieht, diese sich bei uns noch in den Anfangsstadien befinden von dem, was sie vermutlich in der Zukunft alles machen könnten, fragt man sich natürlich auch, wie weit diese realitätsverschwimmenden Brillen gehen können.

Im krassen Gegensatz dazu kombiniert geht die ewige Frage weiter, was denn wäre, wenn man unsterblich wäre und wie man dies bestenfalls hervorrufen könnte. Mit Daten, Code und im Gehirn eingebauten Chips scheint das nicht mehr so weit hergeholt zu sein. Doch will man ewig leben? Klar wäre das irgendwie toll, dennoch sollte man sich dann auch weiterentwickeln können anstelle von stehenbleiben und alles beim alten lassen.

Dieses Problem des Stillstandes bei Ewigen wurde auch besonders im Buch thematisiert. Ewig leben schön, aber bitte mit Weiterentwicklung! Doch wenn man einer korrupten Firma unterworfen liegt, die nur den eigenen Nutzen zum Vorteil hat, können sich selbst die besten Absichten ganz schnell zum Bösen wenden.

Wie man sieht, beschäftigt einen Unsterblich also ganz schön und lässt einen rätseln, wie es denn mit der wirklichen Realität weitergehen könnte.

Die Erzählweise des Buches hat seine Höhen und Tiefen. Oft dachte ich, die Geschichte sei gleich zu Ende obwohl noch lange nicht die letzte Seite erreicht war – und wusch kam plötzlich ein neues Detail ins Spiel und das Katz-und-Maus Gejage ging weiter. Das fand ich ein bisschen unausgeglichen, aber es war nicht weiter schlimm. Bis zu einer gewissen Stelle war es auch erträglich, dann jedoch überzeichneten sich manche Ereignisse so deartig, dass es fast schon zu lächerlich war.

Es ist ungefähr so zu verstehen: Dreiviertel der Geschichte sind sehr nett zum lesen und wirken so als wüsste man schon längst, was 2044 passieren würde. Es war logisch. Dann aber gerät die Geschichte aus dem Ruder und es wirkt wie eine Abenteuergeschichte, die zum restlichen Buch nicht mehr wirklich passt.

Ganz abgesehen davon, dass das richtige Ende dann sehr rasch und lückenhaft abgeschlossen wurde. Während anfänglich noch genau und einleuchtend alles erklärt wurde, war die Auflösung der ganzen lang gezogenen Fragen dann doch etwas mickrig. Wie gesagt, das letzte Viertel des Buches passte nicht mehr ganz zum Anfang hinzu.

Bezogen auf die Charaktere waren diese nett, mit Gründen, so zu handeln, wie sie es nun taten. Sie wirkten ihrem Alter entsprechend (was in manchen Genre nicht immer der Fall ist), jedoch fehlte mir bei manchen Charakteren dann doch die Tiefe. Genauere Beweggründe. Besonders bei den Bösewichten fehlte mir dann doch etwas mehr als die angekratzte Oberfläche. Diese hatten im Nachhinein einen sehr klischeehaften Nachgeschmack.

Fazit

Im Grunde war es ein sehr gutes Buch, dessen Ende ein wenig stört aber hey, in ein paar Tagen werde ich schon wahrscheinlich weniger negativ darüber denken. Denn ziemlich das ganze Buch über hatte ich sehr Spaß es zu lesen, der Schreibstil war flüssig und spannend und es gab nie Passagen, die zu lang gezogen waren.

Jedoch war das Ende dann so merkwürdig, dass ich Unsterblich von Jens Lubbadeh nur 4 von 5 Sternen geben kann. Keineswegs eine schlechte Bewertung finde ich.
Profile Image for Urban.
102 reviews3 followers
June 24, 2021
Mit "Unsterblich" von Jens Lubbadeh bin ich leider nicht warm geworden und habe das Buch nach zwei Dritteln beiseite gelegt.

Der Autor führt uns nicht allzuweit in die Zukunft - in die 2040er Jahre. Weltweit sind allen Menschen Mikrochips ins Gehirn eingepflanzt worden, mit deren Unterstützung man eine Mischung aus der realen und einer computergenerierten Welt sieht. Damit aber nicht genug: eine allmächtige Firma lässt Tote in der virtuellen Welt auferstehen, darunter auch Politiker wie John F. Kennedy, Helmut Schmidt etc., die wieder regieren. Ansonsten hat sich eigentlich nichts geändert, wir fahren Auto, fliegen im Flugzeug, gehen in Restaurants essen etc. Gottseidank für die Menschen, die in dieser Welt leben, hat der Autor den Klimawandel außen vor gelassen.

Die Ausgangsidee der Handlung mag ja einiges Potential haben. Aber sie einfach so in ein heutiges Setting zu implementieren, damit macht es sich Jens Lubbadeh sehr einfach. OK, es handelt sich um seinen Debütroman. Trotzdem: der Welt fehlt es leider sehr an Tiefe. Sie ist so unglaubwürdig, dass ich alleine deswegen noch weitergelesen habe, um zu sehen, ob noch etwas kommt. Irgendwann war mir die investierte Zeit zu schade.

Von mir also nur ein Stern für den Roman und einen weiteren immerhin für das gelungene Cover.

Profile Image for jadzia_dax29 Daniela.
219 reviews2 followers
August 26, 2022
sᴄɪғɪ ⭐️⭐️⭐️⭐️1/2⭐️
.
.
Unsterblich ist nach Transfusion - Sie wollen dich nur heilen für mich das zweite des Autors

Die Thematik ist auch hier wieder sehr interessant und spannend und es gilt einiges zu erfahren und zu hinterfragen … was auf den ersten Blick toll und erstrebenswert scheint erweist sich bei genauerem Hinsehen und Hinterfragen jedoch als sehr fragwürdig und bedenklich

Wir begegnen im Buch unter anderem auch vielen bekannten Persönlichkeiten die als unsterbliche „Ewige“ ein neues Leben erhalten haben und daher neue Filme drehen, Musik produzieren oder auch als Politiker weiter wirken - aber auch ganz normale Menschen können schon zu Lebzeiten mittels Avataren reisen und ihr Leben für eine spätere Einspeisung als Ewiger aufzeichnen lassen

Natürlich gibt es auch eine Gruppe von teilweise sogar fanatischen Skeptikern die gegen diese Immortialisierung Sturm laufen - lauter Spinner? oder haben die großen Konzerne wie Immortal und Fidelity doch etwas zu verbergen?

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen nur das Ende war mir dann etwas zu rasch abgehandelt und ich hätte hier gerne noch ein paar mehr Infos gehabt - aber das ist jammern auf hohem Niveau

Auf jeden Fall gibt’s eine klare Leseempfehlung
Profile Image for Lottie.
66 reviews
August 23, 2023
„Unsichtbar“ war für mich mal wieder ein ganz neuer Ausflug aus meinen sonstigen Genres. Nur leider konnte es mich nicht richtig überzeugen. Die Idee fand ich spannend und auch nicht schlecht ausgearbeitet, ich wurde gut in die Welt eingeführt und hab das komplexe System eigentlich gut verstanden, allerdings ist es dann irgendwann in eine komische Richtung abgedriftet. Beim Nacherzählen könnte ich gar nicht mehr sagen, was in der 2. Hälfte eigentlich passiert ist… Irgendwann hab ich einfach nicht mehr viel verstanden, fand es zu abgedreht und wenig unterhaltend. Auch wenn ich die Idee wirklich vielversprechend fand, gibt es leider nur 2,5-3⭐️ von mir🙃
Profile Image for Claudio.
345 reviews
August 6, 2019
Interessante distopia. Darei 3.5 stelle. A tratti poco credibile e qualche volta un po’ noiosa. Nel complesso degno di essere letto, ma niente di più.
Profile Image for Claire.
75 reviews1 follower
couldn-t-finish
October 3, 2021
Started to skim around page 200 so giving up.
Profile Image for Estrelas.
942 reviews
August 9, 2025
„Glauben Sie wirklich, dass Hologramme von Leuten von gestern - John F. Kennedy, Helmut Schmidt, Deng Xiaoping - Antworten auf die Probleme von heute haben?“

Mit diesem Erstling stellt der Autor bereits die Weichen für sein späteres Schaffen in der deutschen Science-Fiction.
Profile Image for Bücherkompass.
3 reviews15 followers
August 31, 2016

Wie wäre es Teil einer Gesellschaft zu sein, in der das Leben nicht mit dem Tod endet? Benjamin Kari lebt in einer solchen Welt. Als Versicherungsagent zertifiziert er die Hologramme von Ewigen. Ein Leben zwischen Virtualität und Realität hat es möglich gemacht. Die Unsterblichkeit ist nicht mehr weiter nur ein Traum.

Wer nach seinem Tod allerdings fortbestehen möchte, muss auf sein Bewusstsein verzichten können. Eine Tatsache, die viele nur allzu gerne hinnehmen.

Dabei scheint das ewige Leben jedoch weniger erstrebenswert, als es zunächst anmutet. Der virtuelle Ewige ist ebenso manipulierbar wie austauschbar. Das ewige Ich ist ein vorbestimmtes Ich. Ewige können sich weder weiterentwickeln noch sterben. Sie sind unantastbar und gleichzeitig für die Ewigkeit dazu verdammt, auf einer Stufe ihrer Entwicklung zu verharren. Und dennoch arbeitet der Großteil der Menschheit ein Leben lang, mit dem einzigen Ziel sich das Leben nach dem Tod leisten zu können.

Doch welchen Wert hat dieses Leben?

Auf der Suche nach dem Grund für das plötzliche Verschwinden des Ewigen von Marlene Dietrich, gerät Protagonist Kari in einen Strudel aus Ereignissen, die seine bisherigen Wertvorstellungen auf den Kopf stellen.

MEINUNG

Der Autor zeigt wie schnell Realität und Virtualität eins werden, welche manipulativen Kräfte hinter der Virtual Reality stecken und was im Leben wirklich zählt. In seiner Dystopie spricht der Autor ein Thema an, das in der heutigen Gesellschaft mehr denn je an Relevanz gewinnt. Zugleich legt er ein rasantes Erzähltempo an den Tag. Während man in die Geschehnisse des Buches hineingezogen wird, bleibt offensichtlich, dass unsere Gesellschaft bereits heute Tendenzen aufweist, die zukünftig massive Folgen mit sich ziehen könnten.

Jens Lubbadeh skizziert alltägliches und verbindet es mit dystopischen Elementen.

Ein Thriller, der mehr ist als nur Literatur. Vier Sterne von mir und eine absolute Buchempfehlung für alle Leser, die gerne gefordert werden.
77 reviews
December 16, 2021
Der Traum vom ewigen Leben scheint Wirklichkeit geworden zu sein. Oder zumindest verkauft die Firma „Immortal“ den Menschen diesen Glauben. Denn durch „augumented reality“ können wir unsere Liebsten und uns selbst in Zukunft ganz einfach wiedererwecken und zu Ewigen machen. Natürlich sind Berührungen nicht möglich und alles unterliegt strengen Vorschriften… Trotzdem: Die Beatles bringen wieder neue Alben heraus und J.F. Kennedy sorgt für den lang ersehnten Frieden mit China.
Beinahe fällt es gar nicht auf, dass Marlene Dietrich verschwunden ist. Aber wie ist das möglich? Eine digitale Rekonstruktion, die eigentlich nur auf Servern existiert kann nicht einfach spurlos ihren Standort verheimlichen…
Jens Lubbadeh hat mit „Unsterblich“ wieder einmal den Spagat zwischen Science Fiction und Thriller geschafft und endlich können wir uns das Werk auch in Taschenbuch-Format zulegen. Wir fiebern mit Kari mit, dessen Weltvorstellungen bei dem Versuch Licht in die Sache zu bringen stark ins Wanken geraten. Eine originelle Idee, aktueller wie nie und spannend bis zum Schluss. Ein Muss für alle Vielleser!
Profile Image for Mars Dorian.
Author 9 books28 followers
October 28, 2016
"Unsterblich" is an interesting and unique look at a digitalized world where the dead get resurrected as AI avatars and live among the living. Nirvana, Kennedy, Marlene Dietrich, Michael Jackson--they all come back through one mega-corporation called Immortal (think a dystopian Google/Facebook mix).

One agent of Fidelity, a company that checks on Avatars, gets thrown into a mysterious case involving the disappearance of digital Marlene Dietrich and uncovers a dark mystery spanning across the Western World. I don't want to say more as that would spoil the story.

Despite some logic issues (if you can create digital people and make them appear real, couldn't you create an entire Matrix-like reality?), it's fun, filled with interesting concepts and a theme that makes you ponder the afterlife and humanity.




Profile Image for Vanessa.
4 reviews
December 1, 2024
Gute Idee und auch eine an sich gute Story.
im Buch werden gegen sehr viele ethische Aspekte verstoßen, was einen zum Nachdenken bringt.
Ich hab mir erwartet, dass die Story in eine andere Richtung geht, aber trotzdem spannend geschrieben. Schade nur, dass wichtige Hauptcharaktere gestorben sind.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Displaying 1 - 25 of 25 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.