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Liebten wir

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»Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll – aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus.« Verstohlene Blicke, versteckte Gesten, die Abgründe hinter lächelnden Mündern: Fotografin Mo sieht durch ihre Linse alles. Wenn sie der Welt ohne den Filter ihrer Kamera begegnen soll, wird es kompliziert. Mit ihrer Schwester hat sie sich zerstritten, von ihrem Vater entfremdet. Umso mehr freut sich Mo auf das Familienfest ihres Freundes Leon. Doch das endet in einer Katastrophe. Mo reicht es. Gemeinsam mit Aino, Leons eigensinniger Großmutter, flieht sie nach Finnland. Eine Reise mit vielen Umwegen für die beiden grundverschiedenen Frauen. Als Mo in Helsinki Ainos geheime Lebensgeschichte entdeckt, ist sie selbst ein anderer Mensch.

560 pages, Paperback

First published June 26, 2015

8 people are currently reading
186 people want to read

About the author

Nina Blazon

61 books319 followers
Nina Blazon was born in Slovenia (the former Yugoslavia) in 1969. As a child growing up in the Bavarian town of Neu-Ulm, Nina enjoyed exploring the "forbidden" woods in search of dinosaurs, werewolves, and "monster deer" with the other children in town.

Given her taste for adventure and strange creatures, it is no surprise that Nina's favorite childhood books include the works of Astrid Lindgren (Pippi Longstocking) and The Neverending Story by Michael Ende. These books served as an inspiration to Nina as she began writing poetry and stage plays at the age of 13.

Despite a lack of encouragement from her parents, Nina pursued a work placement in journalism and began to further develop her craft. She credits the books of Theodore Sturgen as a major influence on her writing, and lives by her own advice of "Never forget your notebook!" as she often finds herself inspired by ordinary people doing everyday things.

In her novel The Pact of the Wolves (Spring 2008), Nina explores her fascination with secret societies, which she supplements with historic facts from a 17th-century German witch trial--two dark, mysterious topics that create an eerie backdrop for her cast of spellbinding characters.

Today Nina Blazon lives with her husband in Stuttgart, Germany--80 kilometers (50 miles) from the Black Forest. She enjoys traveling through Scandinavia, history, cinema, riding, and--undoubtedly--exploring the woods in search of dark creatures and bone-chilling adventures!

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Community Reviews

5 stars
91 (34%)
4 stars
82 (31%)
3 stars
67 (25%)
2 stars
18 (6%)
1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 30 of 42 reviews
Profile Image for Bücherwunder.
151 reviews383 followers
June 26, 2016
Dieser Roman hat mir mehr gegeben, als ich mir von ihm erwartet habe. Dramatische Familiengeschichten, große Emotionen ohne Pathos, erfrischend andersartige Protagonisten. Und Helsinki als perfekt unperfekte Kulisse. Äußerst empfehlenswert!
Profile Image for Moe.
184 reviews16 followers
August 3, 2015
Nina Blazon ist sowieso schon eine sehr beliebte Autorin und die Vorfreude auf und Erwartungen an ihr Belletristik-Debüt “Liebten wir” waren bei vielen Fans extrem hoch, so auch bei mir. Vorwegnehmen kann ich in diesem Sinne gleich, dass ihr mit diesem Debüt ein unglaublich toller Roman gelungen ist. Nina Blazon spielt hier mit menschlichen und psychologischen Abgründen, skurrilen Momenten und einem fast rasanten Roadtrip nach und durch Finnland.

Die Protagonistin dieses Romans, Moira, ist Fotografin und gerade frisch bei ihrem neuen Freund Leon eingezogen. Nun steht das erste Treffen mit seiner Familie bevor und Mo ist aufgeregter denn je, denn eine liebende Familie ist alles, was sie sich wünscht, mehr noch als einen liebenden Partner. Beim Kennenlernen geht allerdings alles schief, was nur schiefgehen kann, und Mo muss flüchten. Kurz bevor sie losfahren kann, sitzt plötzlich Leons Großmutter Anusch mit im Auto und befielt ihr sie mitzunehmen. Und zwar nicht einfach nur nach Hause, nein, Anusch, die eigentlich Aino heißt, möchte nach Helsinki und ihr sind alle Mittel recht, um ihren Willen durchzusetzen. So beginnt also ein ungewöhnlicher Roadtrip zweier Frauen, die sich überhaupt nicht kennen, aber so was von kennenlernen werden.

Moira selbst ist schon eine der gebrochensten Personen dieser Geschichte, die Gründe dafür erfährt man allerdings erst im Verlauf des Romans. Schnell wird jedoch klar, dass sie nicht einfach nur Fotografin ist oder sich hinter ihrer Kamera versteckt, sondern dass sie diese fast als Lupe oder gar Waffe benutzt, um beim Fotografieren all die Abgründe und Geheimnisse der abgelichteten Personen zu ergründen. Zu Beginn wirkt ihr Verhalten noch recht amüsant, als sie eine Hochzeit fotografiert und dabei nicht nur hinter die fröhliche Fassade blickt, sondern auch eine Affäre entdeckt. So witzig das auch klingen mag, so schaurig wird ihr Verhalten allerdings, wenn langsam deutlich wird, warum sie das macht. Und schon befindet man sich überhaupt nicht mehr in einem schönen und kuscheligen Roman, sondern muss sich fragen, wo da überhaupt der Boden ist, auf den man fallen könnte.

Es ist allerdings nicht nur Moira, die in ihrem Leben unter vielen Erfahrungen gelitten hat, im Grunde hat hier jeder Charakater einen ordentlichen Knacks. Anusch/Aino gehört natürlich dazu, auch wenn man hier ebenso lange nicht weiß warum. Zunächst tritt sie als eine sehr herrische und mürrische Person auf, die anderen Leuten, besonders Mo, ständig den Spiegel vorhält und sie dabei oft gründlich vor den Kopf stößt. Ganz allmählich eröffnet sich auch bei Aino eine Vergangenheit, die emotional mitreißt.

“Liebten wir” ist ein unglaublich vielschichtiger Roman: Beginnend bei einer schlimmen Familienfeier, die so viele menschliche Abgründe zeigt, dass mir beim Lesen fast schlecht geworden ist, reisen wir über das Meer nach Helsinki, das für die eine ein Ziel und für die andere nur Flucht ist. Dabei zeichnet Nina Blazon nicht nur ein unglaublich plastisches Bild vom schönen Helsinki, sondern auch umso traurigere Bilder vom Leben mehrerer Personen. Jeder Moment berührte mich dabei ganz tief und hat mich richtig in die Geschichte eintauchen lassen, obwohl sie doch manchmal so voll von negativen Emotionen ist. Auch die neuen zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich hier entwickeln, besonders die zwischen Aino und Mo, haben mich mitfühlen und zittern lassen, denn zwischen all den negativen Erfahrungen waren diese ein richtiger Lichtblick. Doch nicht nur der Gefühlsaspekt steht hier im Vordergrund, auch die Geschichte selbst ist eine unheimlich spannende und mitreißende. Um die Vergangenheit von Moira und Aino — zwei Frauen, die mit ihren Erinnerungen kämpfen — wird lange ein Geheimnis gemacht, das man sich zwar durch einige Hinweise irgendwie zurecht puzzeln kann, das aber am Schluss zu einem sehr überraschendem Ende kommt.
Profile Image for Bianca .
553 reviews
July 7, 2020
An sich ist das Buch eine wirklich schöne, wenn auch sehr melancholische Lektüre für Zwischendurch. Mich persönlich könnte sie aber nicht so ganz abholen. Einzig mit Mo's Leidenschaft für Fotografie konnte ich mich identifizieren und deshalb so Interesse weiterzuleiten. Wäre das nicht gewesen, wäre es kein Buch für mich gewesen.
Profile Image for Schwarzbuntgestreift.
16 reviews
January 16, 2021
[Rezension]
Hallöchen mein kleines Zuckerherzchen! 💕
Ich habe mein erstes Buch in diesem Jahr beendet und bin immer noch ein wenig zerrissen, was meine Meinung dazu anbelangt.
Nina Blazons "Liebten wir" ging mir unheimlich nah. Viele Seiten lang sah ich nicht Aino und Moira vor mir, sondern Käthe und Marika, meine Uroma und mich. Ich stecke teils so tief drin, dass ich lange Zeit das Gefühl hatte etwas ganz Simples, Offensichtliches zu übersehen und irgendwann fiel der Groschen. Ab diesem Zeitpunkt war es nur noch furchtbar große Liebe für diese Geschichte.
Zwei Frauen, alt und jung auf geheimer Mission. Die eine, auf der Suche nach ihrer Vergangenheit, die andere auf der Suche nach sich selbst. So viele Momente, in denen ich mich wiedererkannt habe...
"Liebten wir" lebt nicht von sympathischen Protagonisten, aber dafür sind sie echt. Man muss Aino nicht mögen, um ihre Geschichte wertschätzen zu können und man muss Mo nicht lieben, um ihre Handlung zu verstehen. Sie sind wie sie sind und das nimmt man so hin, genauso wie die Verbindung, die zwischen ihnen entsteht.
Eine wundervolle Geschichte ohne Kitsch und Gefühlsduselei, erzählt in einem tollen Stil. Leider war mir das Ende etwas zu rasant. Die Autorin hat sich so viel Zeit für die beiden genommen, dass die Auflösungen zum Schluss sehr gehetzt wirkten. Vor allem nach einem gelungenen und für mich unerwarteten Plottwist!
Trotzdem kann ich das Buch vorbehaltlos empfehlen und vergebe gerne fünf Sterne!
Profile Image for Saskia.
411 reviews32 followers
May 19, 2019
Sie lacht trocken auf. "Ach, du lieber Gott, hast du zu viele Schmonzetten gesehen? Die kauzige Alte im Weichzeichner? Rückblenden voller Geigen. Sentimentale Schafgesichter die einer über Achtzigjährigen beim Tanzen zuschauen? Meine Güte, Mo, ich mag dich wirklich, bis zum Grund meines vertrockneten Herzens, aber manchmal bist du ein Idiot. "

4.5 Sterne | Eine skurrile, ein wenig unsympathische Geschichte, die mehr von den Momenten als von der Handlung lebt. Moira und Aino brechen gemeinsam aus ihrem Alltag aus, leben von Augenblick zu Augenblick und verlieren sich in der Vergangeheit. Sie beide sind keine angenehmen Weggenossen, bilden aber ein unschlagbares Team.
Dieses wird in Helsinki angekommen durch Aarto ergänzt. Die durchgehend skurrile Tragik passt zu Finnland, von dem man vielleicht nicht viel zu sehen bekommt, dafür aber ein Gefühl für seine Bewohner erhält. Die Mentalität wird einem sowohl durch Aino, als auch Aarto näher gebracht.
Als Bonus gibt es immer mal wieder die Mumins, überrascht hat mich aber der finnische Tango. Noch nie habe ich seine Bedeutung so intensiv gespürt, wie hier! Dieser Moment hat mich wirklich umgehauen und ich kann es kaum erwarten ihn selber einmal zu tanzen!
Die weniger begeisterten Rezensionen haben aber ihre Berechtigung. Lange war ich mir nicht sicher, ob mir die Geschichte gefällt. Man muss sich ein wenig darauf einlassen. Mir persönlich hat lediglich die bildhafte Sprache nicht immer zugesagt. Es war irgendwann einfach zu viel, auch, wenn es zu Mo passt.

Inna starrt mich an wie eine Figur aus einem Horrorfilm. Und genau das bin ich auch: eine Irre, der die Wimperntusche in den Mundwinkeln hängt und - ach ja - die außerdem vor dem Waschbecken kniet und einen toten Vogel trockenföhnt.
Profile Image for Gordon Ambos.
Author 4 books79 followers
July 11, 2021
TW: häusliche Gewalt, Krieg

Ein absolutes Highlight! Es war einfach nur eine schöne und super spannende Geschichte über zwei ungleiche Frauen, die sich vielleicht doch ähnlicher sind als gedacht. Zwei Familiengeschichten werden erzählt und die Charaktere lernen und wachsen so sehr. Außerdem hat dieses Buch meine bereits vorhandene Liebe zu Finnland nochmal neu entfacht. Großes Kino!
Profile Image for K.K. Summer.
Author 10 books73 followers
August 19, 2015
Also irgendwie ... ich weiß auch nicht aber irgendwie wurde ich mit der Geschichte nicht wirklich warm.. und ja die meisten Kommentare haben recht wenn sie sagen die Geschichte plätschert vor sich hin. Es gibt zwar immer wieder Momente wo man so denkt "WTH!?" aber richtig wahnsinnig große Plottwists gibt es meiner Meinung nach nicht.
Trotz dass mir die Geschichte nicht so gefallen hat wirklich konnte ich das Buch doch nicht aus der Hand legen... ich weiß zwar nicht so genau wieso aber ich musste einfach lesen... und ja... irgendwo spricht das ja schon für das Buch oder?

Ich muss sagen der Anfang mit der Familienfeier hat mir am besten gefallen. Auch wenn es in einem Disaster geendet hat.
Trotz des plätscherns kamen durch den Humor immer wieder auflockerungen was es doch angenehm zu lesen machte und aarto & aino waren bei weitem wirklich meine liebsten Charactere. Aino vorallem weil sie sehr viel tiefe besessen hat was ich am Anfang nicht unbedingt erwartet habe, was mich aber positiv überrascht hat.

Der Schreibstil war mal wieder richtig super, also da kann man nicht sagen! Wie immer bei Frau Blazon ;)
Alles in allem eigentlich ein ganz gutes Buch aber nicht das beste von ihr, das muss ich sagen.
Profile Image for Vanessa (bookfairy95).
1,307 reviews140 followers
March 13, 2018
Eher 3,5 Sterne!

Ich liebe Nina Blazons Schreibstil! Sie kann beides - einfühlsam sein aber auch die ohne großartige Umschreibung die Wharheit nennen.
Genauso war es in diesem Buch. Es war das erste Buch ohne Fantasyelement das ich von ihr gelesen habe. Und auch wenn ich es am Anfang nicht ganz leicht fand hineinzukommen hat mich Mos Geschichte irgendwann gefangen genommen.
Besonders die Flashbacks fand ich gut gelungen. Sie haben nicht sehr viel preisgegeben, sondern bestanden eher aus Eindrücken und Gefühlen, aber genau das fand ich gut! Die Puzzleteile haben sich erst in Mos Gegenwart zusammengefunden.
Das Duo aus Mo und Aino bestehend war ebenfalls gut gelungen. Die Gegensätze und Reibereien der beiden hatten einfach Charakter und waren unglaublich liebenswürdig dargestellt. Das Wachstum und die Veränderung der beiden Hauptcharaktere, aber ebenso der Nebencharaktere (hauptsächlich Danae) war deutlich spürbar und ich finde, dass dies genau das ist worauf es in einem Buch ankommt!

Alles in allem ein solider Roman mit Tiefe!
Profile Image for Gisela Hafezparast.
646 reviews61 followers
December 27, 2018
It took me a while to get acquainted with the characters of this book and to care about the main characters, however once it grips you it is love, loss of important people in your life and the effects this has on you and those around you for the rest of your life. Part of the book plays in the Finland of WW2, a take on WW2 and Finnish society which I knew nothing about. Very interesting without the usual WW2 book goodies and badies, just a portrayal of how parts of it happened and how it affected some of the people involved.

However, the major part of it is about a very lonely young women who through the death of her mother, not only lost her but also at least emotionally the rest of her family and who ever since, has been trying to replace them with the families of other people with tragic consequences for herself mainly. Moreover, it is a story of survival both the disaster of WW2 and its consequences but also personal loss.

At the same time the writing is empathetic, but not overly emotional. Great writing from a very talented writer.
Profile Image for Barbara.
722 reviews27 followers
March 7, 2021
Die Fotografin Moira freut sich trotz aller Nervosität, endlich Leons Familie vorgestellt zu werden. Denn Familie, das ist es, wonach sich Mo sehnt. Ihre Kindheit war nicht besonders rosig und mit ihrer Schwester Danae hat sie kaum Kontakt und wenn, dann treffen die ausgetauschten Stacheln bei beiden tief. Leider läuft das Familientreffen nicht so rund wie vorgestellt und plötzlich befindet sich Mo mit der abweisenden Aino, Leonids Großmutter, auf der Flucht nach Finnland. Dort verfolgt Aino eine persönliche Mission, in die sie Mo nur in Raten einweiht. Zwischen Kunstmuseum, der Wohnung von Aarto, eines nicht unsympathischen jungen Finnen, und Ainos Vergangenheit spielt sich in wenigen Tagen eine aktionsgeladene Handlung ab, die hier nicht gespoilert werden soll, und auch die Beziehungsebene kommt nicht zu kurz.

Überraschend gut habe ich mich von diesem Roman unterhalten gefühlt und die Sehnsucht, wieder einmal durch Helsinki zu flanieren, wurde extrem geschürt. Der Roman ist kein literarischer Höhenflug, aber das erwarte ich von ihm auch nicht. Was hingegen fast schon ärgerlich war: die vielen (Tipp-)Fehler, vor allem bei den eingestreuten finnischen Sätzen und Begriffen. Trotzdem aufgerundete 4 Sterne.
Profile Image for Jasi.
469 reviews32 followers
June 4, 2015
Die leidenschaftliche und berufliche Fotografin Mo sieht ihr Leben nur durch die Kamera. Doch als sie auf das Familienfest von ihrem Freund Leon geht, ändert sich plötzlich alles als sie auf seine Großmutter Aino trifft. Mit der sture, eigensinnige alte Frau flieht sie nach Finnland. Auf dieser Reise kommen sich die beiden immer näher und entdecken dass sie einiges verbindet und langsam entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. In Finnland machen sie sich auf die Suche nach Aino's Vergangenheit, doch auch Mo findet in Finnland einiges das ihr Leben verändert.

Ich kann mir wirklich nicht entscheiden ob ich dieses mögen oder nicht mögen soll. Der Anfang hat mir wohl am besten gefallen, man stieg sehr unkompliziert in die Geschichte ein und durfte einiges über Mo erfahren. Ich schloss die Protagonistin schnell ins Herz, besonders da mir ihre Kameraliebe sehr bekannt vorkommt. Mo war für mich der größte Pluspunkt dieses Buches, da sie wirklich eine erfrischend ehrliche, freundliche und intelligente junge Frau ist. Auch das Familienfest hat mir sehr gut gefallen und hin und wieder zum Schmunzeln gebracht. Bis dahin war alles bestens, doch dann beginnt die Geschichte zu kippen: Mo flieht mit Aino nach Finnland. Die Gründe der beiden konnte ich nachvollziehen, aber weder die Reise noch der Aufenthalt in Finnland hat mir sehr gut gefallen. Mir fehlt der Spannungsbogen, die Geschichte plätscherte die ganze Zeit dahin und wurde auch nicht durch Humor aufgelockert. Kurz darauf tritt der nächste Lichtblick auf: Aarto. Er ist zweifelslos mein Lieblingscharakter in dieser Geschichte! Seine einfache und unkomplizierte Art wie er mit dem Leben umgeht fasziniert mich und er konnte mich immer wieder überraschen.

Den Schreibstil fand ich sehr schön, allerdings hätte ich mir etwas mehr erwartet schließlich ist Nina Blazon für ihren herausragenden Stil bekannt. Ich habe zuvor schon 'Der dunkle Kuss der Sterne' gelesen und dieses Buch konnte mich bezüglich der Handlung nicht begeistern, dafür aber mit einem fantastischen Schreibstil! Hier war das leider nicht der Fall. Der Stil war okay und gut zu lesen, aber nicht herausragend.

Fazit:
Das Buch hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits hat mich die Geschichte sehr interessiert und ich wollte nicht aufhören zu lesen, aber dann gab es wieder Momente in denen ich keine Lust hatte es weiterzulesen und es beiseite legen musste. Es ist ein konfuser Mix aus Abenteuer, Freundschaft und Liebe. Ich hatte das Gefühl die Autorin konnte keinen richtigen Schwerpunkt für das Buch finden und hat alle möglichen Elemente zusammengeworfen.
Profile Image for Miss Bookiverse.
2,235 reviews87 followers
September 13, 2015
3.5

Eigentlich eine fabelhafte Idee von Nina Blazon mal einen realistischen Erwachsenenroman zu schreiben. Ganz konnte sie sich von ihren übernatürlichen Welten allerdings nicht lösen, denn ihre Protagonistin trägt den gleichen Namen wie eine ihrer Fantasyfiguren: Mo(ira). Überhaupt hat hier keiner einen durchschnittlichen Namen, was daran liegt, dass ein Großteil des Buchs in Finnland spielt und viele Figuren mindestens finnische Wurzeln in sich tragen. Das Land wird toll repräsentiert. Man bekommt sowohl viel von der Sprache (kein einziges Wort konnte ich mir merken) als auch vom Essen (nein, danke) und der Mentalität mit. Sogar die Mumins spielen eine kleine Rolle, auch wenn Mo viiieel zu lange braucht, um die nilpferdartigen Trollwesen zu identifizieren. In Sachen Fotografie ist sie wesentlich begabter. In den Beschreibungen durch die Linse wird schnell deutlich wie sehr Mo ihre Kamera liebt und wie gut die Autorin sich selbst auskennt (oder recherchiert hat).

Wo ich gern vor Veröffentlichung den Rotstift angesetzt hätte, ist bei der Seitenzahl. Das Buch ist irre lang und vor allem im Mittelteil zäh. Ich habe zwischendurch ein komplettes anderes Hörbuch gehört, weil ich mich nicht aufraffen konnte zu Mo und Aino zurückzukehren. Aino ist übrigens die ruppige, alte Dame, mit der Mo unterwegs ist und die beiden geben eine explosive Mischung ab. Ein bissiger Kommentar jagt den nächsten, manchmal wusste ich nicht, ob ich verhalten lachen oder schockiert die Kinnlade herunterfahren sollte. Aber es gibt auch wenige Momente der Nähe. Sowohl Aino als auch Moira verbergen eine mysteriöse, unschöne Vergangenheit. Einerseits spannend, andererseits zu kleinen Brocken über einen zu langen Zeitraum. Und dann wird wirklich vor niemandem Halt gemacht, jeder hat Dreck am Stecken.

Was ihr für dieses Buch braucht: viel Zeit und Muße, eine Vorliebe für kantige Figuren, Interesse an Kriegsgeschichten und ein Herz für Finnland.
Profile Image for Booklunatic.
1,117 reviews
July 19, 2015
Tolles Buch, ein mehr als gelungener Einstand von Nina Blazon in der Belletristik für Erwachsene! Mehr nach Erscheinen.
Profile Image for Littlebookterror.
2,326 reviews91 followers
August 2, 2019
I loved almost every minute of this. I was pulled into these characters and their stories and how they deal with love.

Mo is such a compelling, well-rounded character. I love how her work as a photographer is reflected in the writing. And it was beautiful. She is also quite messed up and I lived for her interactions with her sisters Danae.
And Aino! Also super compelling and full of wisdom and harsh truths. She was a great contrast to Mo and offered a new perspective.
I have never been to Finland but I ant to go so bad now.
Profile Image for Ayanea.
269 reviews1 follower
July 27, 2015
Roadtrip in die Vergangenheit

Liebten Wir ist eines jener Bücher die einfach nur Spaß machen zu lesen, weil einfach alles darin zu finden ist: Drama, Liebe, Hoffnung, Herzschmerz, Selbstfindung und vor allem Humor.

Es geht darin um zwei starke Persönlichkeiten. Hauptfigur ist Mo- eine Photographin, die die Gabe hat den Bildern all ihre Geheimnisse zu entlocken, dabei hat gerade sie selbst wohl eines der größten Geheimnisse, das immer mal wieder angerissen wird, aber sehr lange auf seine Lüftung wartet. Mo als Person mochte ich sehr gern. Eine toughe Frau, die auf dem zweiten Blick doch sehr verletzlich wirkt.

Ihre unfreiwillige Partnerin auf ihrem Road Trip nach Helsinki ist Aino. Eine alte, wie es scheint verdatterte Greisin, die kein nettes Wort auf den Lippen zu haben scheint. Immer hochgradig kratzbürstig. Lustige Szenen zwischen ihr und Mo sind da vorprogrammiert, mit viel Wortwitz, aber auch tragischen Momenten die mich regelrecht zum Weinen gebracht haben.

Die Geschichte an sich ist auch mysteriös: als eine Familienfeier im Desaster endet, haut Mo ab und findet sich im Auto mit Aino wieder, die Mo dazu bringt nach Helsinki zu fahren, weil Aino dort etwas zu erledigen hat. Mo gerade erst tief verletzt, schließt sich ihr an und kümmert sich um Aino- was wahrlich kein Zuckerschlecken ist.

Ich glaube ich wäre schon lange ausgerissen, wenn ich an der Stelle von Mo gewesen wäre. Sie lässt ziemlich viel über sich ergehen. Aber sie braucht Aino auch gerade für ihren seelischen Halt.
Weitere Charaktere sind die Schwester von Mo und Figuren aus der Vergangenheit. Viele Szenen werden in Rückblenden erzählt, die kursiv vom normalen Text unterschieden sind. Ein zurechtfinden des Lesers in der richtigen Zeit gelingt so ohne Probleme. Generell machte es mir einfach Spaß die zwei konträren Frauen auf ihrem Weg durch das neue und alte damals kriegsgebeutelte Finnland zu begleiten.

Ich fieberte mit Ihnen, war genauso verletzt, enttäusch und doch voller Hoffnung. Auch zum Ende hin habe ich diverse Taschentücher voll geweint, einfach weil es die Autorin so glänzend verstanden hat, mich zu Beginn der Geschichte an die Hand zu nehmen und mich durch alle Höhen und Tiefen bis hin zum finalen Paukenschlag zu begleiten. Ich wusste schon, warum ich diese Autorin so mag: Nina Blazon schafft mit ihren Worten eine ganz andere, realistische und tiefberührende Welt! Ich hätte weiter in ihr verweilen mögen.
Profile Image for Lisa.
1,584 reviews58 followers
July 17, 2017
3,5 Sterne

Die erste Hälfte des Buches zoooooog sich sehr in die Länge. Ja, es war interessant und hat uns die Charaktere auch sehr detailliert vorgestellt, nur kam erst richtig Fahrt in die Geschichte, als sie in Helsinki angekommen waren. Jedenfalls wurde es erst ab da interessant für mich.

Ich mochte Aino sofort. Ich liebe diese Frau: sie ist stark und besitzt Rückgrat und lässt sich von niemandem irgendwelche Scheiße einreden. Es war sehr interessant zu sehen, wie sie und Moira so langsam eine Art Freundschaft aufbauten und einander in der kurzen Zeit kennenlernten.
Überhaupt mochte ich alle Charaktere, die vorkamen, egal ob sie mir sympathisch waren oder nicht, denn Nina Blazons Charakterisierung von ihnen war absolut detailreich, niemand war eine Stereotype und sie war sehr treffend, was mich beeindruckt.

Wie gesagt wurde es erst spannend für mich, als die beiden in Helsinki ankamen. Denn erst dort lernte ich unsere beiden Hauptcharaktere so richtig kennen. Erinnerungen aus früheren Zeiten kamen hoch, ans Tageslicht oder wurden erzählt, was zu dem kleinen Mystery-Effekt des Buches beitrug, der mich letztendlich fesselte. Die zweite Hälfte habe ich praktisch in einer Sitzung gelesen, da ich mich von der Geschichte einfach nicht losreißen konnte.

Mir gefiel, wie finnische Wörter in dem Buch mit eingebaut wurden und wir mehr über Finnlands Geschichte und Kultur erfuhren, das machte die ganze Atmosphäre noch realistischer. Im Nachwort der Autorin erwähnt sie ein finnisches Lied, das einem garantiert einen Ohrwurm verpasst und OH MEIN GOTT, SIE HAT RECHT! Ich hab mir das Lied schon mehrmals angehört und es geht mir nicht mehr aus dem Kopf! Es erweckt in mir die Lust, einfach wild drauf loszutanzen - was ich auch getan hab.



Glaubt mir, ich sah bescheuerter aus. :D

Hier ist das Lied, das mich so verrückt werden lässt:
https://youtu.be/4om1rQKPijI

Ist anscheinend nicht jedermanns Sache; meinen Freundinnen hab ich das Video geschickt und die halten mich für verrückt, aber das ist mir schnuppe. Ich krieg die noch dazu, mit mir dazu zu tanzen!

Zurück zum Buch:
Das Ende hat mit seinen vielen Plottwists noch vieles rausgeholt, aber der Anfang war wirklich sehr in die Länge gezogen und hätte ruhig um einiges gekürzt werden können.
Profile Image for Sine.
264 reviews
July 31, 2015
Fazit:

Liebten wir liebte ich von Anfang bis Ende. Gibt es dazu noch mehr zu sagen

Bewertung:

Ehrlich gesagt, hatte ich ja ein wenig Angst vor dem Buch. Ich mag die Autorin bisher sehr gerne und da es nicht ganz mein Genre ist, hatte ich eben Angst, dass es mir nicht gefallen wird. Meine Angst war aber zum Glück total unbegründet

Mo ist genial. Sie hat einfach den Blick fürs Detail. Sie erkennt so viel in der Körpersprache von anderen, was viele übersehen. Durch die Fotografie sieht man diese Momente eingefangen.
Aber hinter Mo verbirgt sich so viel mehr, die Abgründe ihrer Familie. Auf dieser Reise lernt sie aber so viel mehr und springt über ihren Schatten. Es ist sehr schön, sie auch auf ihrer inneren Reise zu begleiten. Ich mochte sie wirklich gerne.
Auch hinter Aino verbirgt sich viel mehr, als es den Anschein hat. Aber auf Grund ihrer ruppigen, bestimmenden Art, mag ich sie öfters nicht so gerne. Trotzdem ist sie total authentisch und echt.
Es zeigt sich auch, wie verschiedene und doch gleich beide sind. Beide lassen tief Blicken.

Was ich auch sehr schön fand war, dass ich bei keiner Person dachte, die ist aber unecht. Die Personen sind wie im wahren Leben. Total verschieden, vielseitig und der eine eben sympathisch und der andere eben nicht.

Es gab auch so viele Fragen, die ich mir immer wieder stelle und genau das macht die Spannung in diesem Buch aus. Ich möchte einfach wissen, was ist da los. Warum macht das jemand, wieso jetzt das. So geht das immer weiter. Besonders die Familiengeheimnisse sind immer wieder spannend und erschreckend.

Der Schreibstil der Autorin lässt mich von der ersten Sekunde an in dem Buch verbleiben. Ich liebe Frau Blazon einfach. Schon als ich die ersten Seiten gelesen habe, konnte ich aufatmen, da es einfach ihr Schreibstil ist, der mich fesselt.
Profile Image for Svenja.
1,048 reviews64 followers
June 15, 2016
Dieses Buch hat mich gleichermaßen berührt wie begeistert.

Die junge Mo und die Großmutter Aino treffen zufällig aufeinander und arbeiten gemeinsam ihre Vergangenheiten auf. So kommen tragische, schockierende aber auch romantische Enthüllungen ans Licht, die auch in der Gegenwart eine Rolle spielen.

Mir hat die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden sehr gefallen. Anfangs eher distanziert und unsicher und gegen Ende dann so vertraut und freundschaftlich, dass man dem Ende sehr wehmütig entgegen liest.

Profile Image for Lisa.
238 reviews2 followers
April 24, 2019
Ich bin überrascht davon, wie gut mir die Geschichte gefallen hat. Dass Nina Blazon deren Autorin ist, hatte mich mehr dazu bewegt, "Liebten Wir" eine Chance zu geben, als der Klappentext an sich. Eine junge Fotografin fährt mit der Großmutter ihres Freunds nach Helsinki, wo diese aufgewachsen ist, um ungeklärten Fragen ihrer Vergangenheit nachzugehen.
Meine ursprüngliche Erwartung also: ich bekomme eine rührselige, herzerweichende Geschichte, die so ein bisschen vor sich hin plätschern wird.

Ist diese erfüllt worden? Nur in dem Sinn, dass Moira und Aino wirklich mein Herz ein bisschen zum Schmelzen gebracht haben. Davon abgesehen, hat sich die Geschichte anders entwickelt, als ich es erwartet habe. Aino ist nicht gerade das stereotypische Exemplar einer melancholischen, sanften Großmutter und auch Moira ist nicht gerade eine Person, die es immer leicht in ihrem Leben hatte. Beide haben ihr Päckchen zu tragen und lernen nur nach und nach, miteinander umzugehen und ein Team zu bilden. An dieser Reise teilhaben zu dürfen, hat mir viel Spaß gemacht, gab es nämlich häufig Momente, die mich entweder zum Schmunzeln, Lachen oder innerlichen Schluchzen gebracht haben.
Die Dynamik zwischen den beiden eingemantelt vom Flair Helsinkis inklusive der Nebencharaktere sowie dem Kennenlernen der Vergangenheit der beiden Frauen hat einen Sog auf mich ausgeübt, dem ich mich schwer entziehen konnte. Die Spannung blieb während der gesamten Story erhalten, weil Nina Blazon die vielen bruchstückhaften Einblicke in Ainos oder Moiras Vergangenheit so gekonnt dosiert hat, dass gleichzeitig genug, aber nicht zu viel durch sie preisgegeben wurde.

Insgesamt wirkt die Geschichte wahnsinnig authentisch, auch wenn die Rahmenhandlung, wie sie im Klappentext angegeben ist, eher Potenzial für zu viel Kitsch und übertriebene Melancholie zu versprechen scheint. Dadurch wuchsen mir die Figuren sehr ans Herz und ich war ziemlich traurig, als ich mich letztendlich von ihnen verabschieden musste.
Profile Image for Catwithbooks.
2,393 reviews9 followers
July 16, 2020
Leider habe ich das Buch nach etwas über 100 Seiten abgebrochen, da ich allein schon mit dem Hauptcharakter nicht klar gekommen bin.
An sich lese ich Bücher der Autorin richtig gerne, aber hier konnte ich mich leider nicht für erwärmen.

Schade da ich das Buch jetzt von meinen SuB befreit habe, aber erzwingen kann man ja nichts.
Profile Image for Nomnivor.
794 reviews94 followers
dnf-no-hard-feelings
December 25, 2021
Hat mir nicht gefallen.

P.S.: All die Triggerwarnungen. Ihr könnt daran denken, es ist in diesem Buch.
4 reviews
April 13, 2022
Mal etwas ganz anders von Nina Balzon, jedoch sehr gelungen und äußerst empfehlenswert! Finde es fast schade, dass es nicht mehr ähnliche Bücher von ihr gibt wie dieses.
Profile Image for Barbara.
73 reviews1 follower
November 21, 2022
A bit lengthy in the beginning but then I just couldn’t stop anymore. Phew, what an ending!
Profile Image for Literalina.
114 reviews3 followers
December 4, 2023
Im ersten 1/4 hatte ich öfters das Bedürfnis, das Hörbuch abzubrechen, weil mir viele der Charaktere nicht gefallen haben. Es hat sich aber gelohnt weiter zu hören!

Mit einem schönen und einnehmenden Schreibstil nimmt uns Nina Blazon mit auf eine Reise nach Finnland. Zwischen den beiden Hauptfiguren, die beide an einem sehr unterschiedlichen Punkt im Leben stehen und die sich zu Beginn nicht leiden können, entwickelt sich eine echte Freundschaft. Ich mag es immer sehr, wenn sich die Wege von Personen aus unterschiedlichen Generationen kreuzen und verbinden.

Unglaublich berührende Schilderungen des Luftangrifs. So nah. So schmerzvoll.
Profile Image for Biluma.
862 reviews34 followers
August 2, 2015
Moira ist Fotografin mit Leib und Seele. Durch ihre Linse sieht sie alles, auch versteckte Gesten und Geheimnisse, die nicht zu Tage treten sollen. Doch ohne Ihre Kamera ist das Leben kompliziert. Mo soll die Familie ihres Freundes Leon kennen lernen. Da sie selbst keinen guten Kontakt zu ihrer Schwester und ihrem Vater hat, freut sie sich genauso sehr auf ein intaktes Familienleben, wie sie Angst davor hat. Und diese Angst ist berechtigt, denn sie wird von Leons Familie nicht wirklich akzeptiert und das spürt sie. Als sie dann auch noch von Leon hintergangen wird, reicht es ihr und sie haut ab. Womit sie nicht gerechnet hat, ist Leons 85jährige Großmutter Aino, die sich kurzerhand ins Auto setzt und mit fährt. Die beiden machen sich auf den Weg nach Finnland, damit diese nochmal ihre Heimat sehen kann. Die Reise in Ainos Vergangenheit entwickelt sich ebenso in eine Reise in Mos Zukunft.


Ich bin ein Fan von Nina Blazon seit der ersten Stunde. Bisher hat die Autorin Jugendfantasy und historische Romane veröffentlicht. Mit „Liebten wir“ wagt sie ein neues Genre. Dieser Einstieg ist ihr leider nicht gut gelungen. Von ihrem lockeren und leichten Schreibstil ist nichts geblieben. Der Roman liest sich zäh und die Story ist langatmig und langweilig. Die Rückblenden in Mos Vergangenheit fand ich unglaublich langweilig, da sie nicht wirklich etwas zur Story beitragen und am liebsten hätte ich diese übersprungen. Auch die Erklärungen und Vergleiche der Fotografie bremsten meinen bereits geringen Lesefluss enorm. Die immer wieder vorkommenden finnischen Wörter und Sätze habe ich mit der Zeit tatsächlich einfach überlesen. Aino erzählt viel aus ihrer Vergangenheit. Die Geschichten aus dem Finnland im zweiten Weltkrieg fand ich ganz interessant und haben mich zum weiterlesen gebracht.

Mit der Protagonistin Moira wurde ich einfach nicht warm. Sie bleibt ziemlich oberflächlich und hat für meinen Geschmack zu viel Selbstmitleid. Aino hingegen ist ein tiefgründiger Charakter, der viele Geheimnisse hat. Sie weiß was sie will und versucht alles um es zu bekommen. Ihren Humor fand ich klasse und Aino hat so die Story unheimlich aufgewertet, konnte sie aber nicht retten. Die ganze Story bleibt sehr gefühllos, lediglich auf den letzten Seiten musste ich ein paar Tränchen vergießen.

Das Cover passt zum Buch und ist genauso langweilig wie der Inhalt. Hätte hier nicht der Name Nina Blazon gestanden, hätte ich das Buch in der Buchhandlung keines zweiten Blickes gewürdigt.

Fazit: Langweiliger und langatmiger Roman, der nur durch einen einzigen Charakter aufgewertet wird. 2 von 5 Sternen.
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August 6, 2015
Zu Anfang war ich etwas skeptisch. Bisher hatte ich von Nina Blazon nunmal nur phantastische Bücher gelesen. Dieses Buch ist nun ihr erster Versuch der Erwachsenenromantik.
In diesem Buch geht es hauptsächlich um Moira, die eine schwere Zeit durchlebt hat, und Aino, die Großmutter von Moiras Freund Leonid. Moira, in dem ganzen Buch fast ausschließlich Mo genannt, findet auf dem Geburtstag des Vaters von Leonid, fast ausschließlich Leon genannt, heraus, dass Leon sich nach wie vor mit seiner Exfreundin Katharina trifft. Das wirft sie aus der Bahn und sie beschließt, die Feier zu verlassen. Auf ihrem Weg weg von Leons Familie springt dessen Oma Aino in das Auto, mit dem Mo fliehen möchte. Die alte Dame lässt sich nicht abschütteln und besteht darauf, mit Mo zu fahren. Sie reisen nach Helsinki, wo Aino ursprünglich herkommt und Mo hilf ihr, noch einige Dinge zu klären. Dadurch beginnt ein Abenteur, welches die beiden zueinander bringt und Mo die Augen für das Leben öffnet.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich schwer in dieses Buch reingekommen bin. Moira war für mich anfangs sehr schwer greifbar. Ich wusste nicht viel mit ihr anzufangen, sie kam mir zu seltsam, zu ‘verrückt’ vor. Bei vielen ihrer Handlungen habe ich mich fremdgeschämt und musste mich regelrecht zwingen, weiterzulesen. Je weiter ich jedoch gekommen bin, umso mehr habe ich Mo verstanden. Man lernt sie durch Rückblenden und viele Gespräche, unter anderem mit Aino, besser kennen. Allerdings fand ich es schade, dass es dafür die Hälfte des Buchs gebraucht hat.
Nina Balzons Schreibstil ist für mich einfach immer wieder schön. Ich liebe ihre Beschreibungen, die meistens mit sehr passenden Adjektiven und Metaphern angereichert sind.
Ich habe schon viele ihrer Bücher gelesen und habe sie geliebt. Bei diesem Buch fiel es mir allerdings immer wieder schwer, weiterzulesen. Bis zur Hälfte des Buches musste ich mich regelmäßig zwingen, es wieder in die Hand zu nehmen und weiterzulesen, was viel mit Mo zu tun hatte. Hätte es manche Informationen über Mo schon am Anfang des Buches gegeben, dann wäre ich wahrscheinlich besser ins Lesen gekommen. So blieb mir nichts anderes übrig, als mich zu zwingen, es fertig zu lesen. Gut war, dass es ungefähr nach der Hälfte viel besser wurde. Ich kannte Mo jetzt schon besser und konnte ihre Handlungen auch besser nachvollziehen, sodass ich mich nicht mehr zwingen musste, sondern wissen wollte, wie es weiterging.
Im Großen und Ganzen fand ich das Buch echt gut. Es bekommt von mir folgende Bewertung: ☆☆☆ von 5 Sternen, da es mich erst spät gepackt hat.
Meine Rezension könnt ihr hier finden: http://kadyofbooks.tumblr.com/post/12...
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