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Zeit der Oligarchen: Über Wissenschaft, Freiheit und Frieden

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Mit gespenstischer Klarsicht nahm Aldous Huxley schon 1946 unsere Gegenwart Durch technologischen Fortschritt konzentriert sich politische Macht plötzlich in den Händen weniger. In Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs haben Nationalismus und geopolitische Machtspiele Hochkonjunktur, während Demokratie und Solidarität leiden. Stilistisch brillant beschreibt Aldous Huxley das aufziehende Zeitalter einer Tech-Oligarchie – einer Welt, in der Boy Gangster in den Regierungen sitzen und das Recht des Stärkeren die Freiheit aller bedroht. Huxleys prophetische Intervention war 80 Jahre lang verschollen. Heute trifft sie mitten ins Mark.

97 pages, Kindle Edition

Published November 18, 2025

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About the author

Aldous Huxley

966 books13.7k followers
Aldous Leonard Huxley was an English writer and philosopher. His bibliography spans nearly 50 books, including non-fiction works, as well as essays, narratives, and poems.
Born into the prominent Huxley family, he graduated from Balliol College, Oxford, with a degree in English literature. Early in his career, he published short stories and poetry and edited the literary magazine Oxford Poetry, before going on to publish travel writing, satire, and screenplays. He spent the latter part of his life in the United States, living in Los Angeles from 1937 until his death. By the end of his life, Huxley was widely acknowledged as one of the foremost intellectuals of his time. He was nominated for the Nobel Prize in Literature nine times, and was elected Companion of Literature by the Royal Society of Literature in 1962.
Huxley was a pacifist. He grew interested in philosophical mysticism, as well as universalism, addressing these subjects in his works such as The Perennial Philosophy (1945), which illustrates commonalities between Western and Eastern mysticism, and The Doors of Perception (1954), which interprets his own psychedelic experience with mescaline. In his most famous novel Brave New World (1932) and his final novel Island (1962), he presented his visions of dystopia and utopia, respectively.

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Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Halber Kapitel.
328 reviews13 followers
January 28, 2026
Wenn Huxley von einer Weltregierung spricht, ist damit sowas wie die UNO gemeint - das, was wir in der aktuellen Berichterstattung “regelbasierte Weltordnung” nennen. Musste ich erstmal raffen, denn das Lob der Weltregierung steht vermeintlich im krassen Widerspruch zum im gleichen Atemzug geforderten Anti-Zentralismus.
Und sonst so? Ein lesenswertes Zeitdokument aus den frühen Nachkriegsjahren, dessen Neuübersetzung ein guter Spiegel für gegenwärtige Außenpolitik ist - in ökonomischer Hinsicht, in bellizistischer Hinsicht, mit Blick auf Nationalismus, Konzentration von Macht und Verrohung von öffentlichen Diskursen. Huxley brint auch Moral ins Spiel, die, religiös konnotiert, nicht ganz mit Kants “Ewigem Frieden” Hand in Hand geht, dessen Politik der geduldigen, beharrlichen Kleinteiligkeit er aber ebenfalls als Konfliktlösung anbietet.
Dabei nimmt er besonders Wissenschaft und Politik in die Pflicht; selbst ein Künstler, lässt er die Kunst in diesem schmalen Essay außen vor. Warum nur? Nur die Popkultur wird immer mal wieder am Rande als ein Teil des Übels gebasht, was definitiv sinnlos ist. Doch der Zusammenhang von ökonomischer Macht und Krieg ist trefflich herausgearbeitet.
Profile Image for Olivia Borger.
12 reviews
January 13, 2026
F**k that was more than frustrating to read. I had to check multiple times if Aldous Huxley really wrote this in 1946. The accuracy with which he predicted certain developments of our world and reading about advancements that (could) have been made and could have been executed in a way that our whole societies would have actually profited from rather than a few single people … not sure if I’ll get over what I’ve read.
Profile Image for Lotta.
26 reviews8 followers
January 20, 2026
"Auf dem Gebiet der internationalen Politik werden, wie wir gesehen haben, die folgenschwersten Entscheidungen nicht von vernünftigen Erwachsenen getroffen, sondern von Boy Gangstern."

#cooked
454 reviews1 follower
November 30, 2025
Aldous Huxley, bekannt durch seinen Band „Brave New World“ beschreibt in diesem Band seine Sichtweise auf verschiedene politische Einstellungen und wie er sie wahrnimmt. Er erzählt über Politiker und Oligarchen, über Boy Gangster und was das mit den Regierungen zu tun hat.

Ich bin immer wieder überrascht, wenn Aldous Huxley in seinem Buch“ Zeit der Oligarchen“ über seine Feststellungen berichtet, weil ich denke, das ist ja genau das, was ich heute auch wahrnehme. Doch Huxley lebt in der Zeit Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts und hat schon einen klaren Blick, was sich dort abspielt und so wie es aussieht auch, wie es sich weiterentwickelt. Es sind in seiner Zeit vergleichbare Machtspiele der Mächtigen, wie in unserer Zeit. Ich fühle mich manchmal, wie in einer Zeitkapsel gefangen und ohnmächtig, wenn ich sehe, dass die Fehler aus der Vergangenheit heute genauso gemacht werden. Das stellte der Autor auch für seine Zeit fest, denn auch in der Zeit ist es wie in einer neverending Story der Ereignisse. Man könnte lakonisch feststellen, „the same Procedere as last year, the same procedere as every year“ Auch die Ohnmacht von weltweiten Vereinigungen, wie der UNO, die ja im Jahre 1945 erst gegründet wurde, um dafür zu sorgen, dass es ein Gleichgewicht in der Welt gibt, doch weit gefehlt. Das, was damals nicht gelang, gelingt heute schon gar nicht mehr.

Ich bin schon entsetzt und begeistert, wie die Welt auf derartige Beschreibungen reagiert hat, nämlich gar nicht. Es beweist wieder einmal, dass Huxley seiner Zeit weit voraus war. Und ich bin begeistert über eine Schlussfolgerung, die er zieht, was das Wichtigste auf der Welt ist. Alle Menschen sollen genug zu essen haben. Ich glaube jeder kann selber beurteilen, wie weit wir davon entfernt sind. Ich fand es sehr lohnenswert diese Ansichten gelesen zu haben, für mich war es eine Bereicherung.
Profile Image for A YOGAM.
2,121 reviews8 followers
January 29, 2026
Aldous Huxley: Technologie, Tyrannei und ziviler Ungehorsam
Der Kater nach der schönen neuen Welt
Hier trifft der Schöpfer der „Schönen neuen Welt“ auf die hässliche Realität der Nachkriegszeit – und das Ergebnis ist ebenso scharfsinnig wie deprimierend. In „Zeit der Oligarchen“ präsentiert Aldous Huxley eine Analyse, die man treffend als den „Technologie‑Kater“ der Weltgeschichte bezeichnen könnte. Die Fortschritts‑Euphorie ist verflogen; übrig bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass technischer Fortschritt nicht automatisch politische oder moralische Reifung nach sich zieht.

Das Upgrade der Tyrannei – Ein Guide für Unterdrückte
Huxley greift Tolstois alte Klage auf und versieht sie mit einem wissenschaftlich‑technischen Update. Seine zentrale These lautet: Früher war nicht alles besser, aber die Tyrannen waren wenigstens unfähiger. Freiheit verdankte sich weniger edlen Verfassungen als der schlichten Tatsache, dass die Geheimpolizei zu Fuß gehen musste und ihre Karteikarten mit beunruhigender Regelmäßigkeit verlegte.
Der technische Fortschritt erscheint bei Huxley als der ultimative „Wingman“ der Despoten. Während wir uns über effizientere Staubsauger freuen, jubeln politische Machthaber über Flammenwerfer, Bomber und Überwachungstechnologien, gegen die eine Barrikade aus Pflastersteinen so wirksam ist wie ein Regenschirm gegen einen Meteoriteneinschlag. Die Ironie der Moderne liegt offen zutage: Dieselbe Physik, die Licht brachte, lieferte auch die perfekte Dunkelheit der totalen Kontrolle.
Huxley merkt mit bitterem Humor an, dass Fouché, Napoleons berüchtigter Polizeichef, im Vergleich zu modernen Sicherheitsapparaten wie ein tollpatschiger Amateur wirkt. Die Tyrannen von gestern mussten ihre Untertanen noch mühsam einzeln schikanieren; heute genügt ein Mausklick – oder ein Algorithmus.

Philosophischer Tiefgang: Satyagraha als letzter Ausweg
Trotz dieser düsteren Diagnose verfällt Huxley nicht dem totalen Defätismus. Stattdessen bringt er Gandhi ins Spiel. Wenn die technische Übermacht der Wenigen den gewaltsamen Widerstand der Vielen zur „Lächerlichkeit“ degradiert – Huxley verwendet diesen Begriff nahezu wörtlich –, bleibt nur eine Option: die konsequente Verweigerung der Zusammenarbeit.
Satyagraha, der gewaltfreie Widerstand, wird so zur asymmetrischen Antwort auf technische Überlegenheit. Wo Panzer, Bomben und Kommunikationsnetze jede physische Gegenwehr ersticken, setzt Huxley auf die Unberechenbarkeit moralischer Standhaftigkeit.

Eine provokante Hoffnung: Deutschland als Experiment
Eine der überraschendsten Pointen des Buches ist Huxleys Hoffnung ausgerechnet auf Deutschland – das Land von Clausewitz und Hitler. Unter den Bedingungen des besetzten Nachkriegsdeutschlands könnten die Deutschen, so Huxley, zu den ersten westlichen Meistern des gewaltfreien Protests werden. Diese These ist Geschichtsphilosophie mit dezentem Augenzwinkern: Wenn man keine Panzer besitzt, entdeckt man plötzlich das Gewissen als Waffe.

Der aristotelische Schlussakkord
Wie bereits bei Aristoteles formuliert, sollte man in jedem Bereich nur so viel Genauigkeit verlangen, wie der Gegenstand zulässt. Huxleys Diagnose lässt sich entlang dieser Unterscheidung zuspitzen:
* Die technische Genauigkeit – Panzer, Waffen, Kommunikation – wurde nahezu perfektioniert.
* Die moralische Genauigkeit – Freiheit, Verantwortung, Gerechtigkeit – befindet sich hingegen im Niedergang.
Huxley fordert eine Rückbesinnung auf die Kraft der Satyagraha: eine Methode, die nicht auf mathematischer Überlegenheit basiert, sondern auf der nicht quantifizierbaren Standhaftigkeit des menschlichen Geistes. In einer Welt wissenschaftlich optimierter Oligarchen bleibt der zivile Ungehorsam die einzige Variable, die sich nicht in eine Gleichung pressen lässt.

„Zeit der Oligarchen“ ist ein fesselndes Stück Zeitgeschichte, das eine unbequeme Lektion erteilt: Wenn die Hardware der Macht unbesiegbar wird, muss die Software des Widerstands – der menschliche Geist – ein Update erhalten. Ein Buch für alle, die sich fragen, warum wir zwar zum Mond fliegen, aber immer noch Schwierigkeiten haben, nicht von unseren eigenen Erfindungen unterdrückt zu werden.
Profile Image for Marie.
186 reviews14 followers
November 19, 2025
"Fortschrittliche Technik hat die Mächtigen nicht nur gestärkt, indem sie ihnen mehr und wirkungsvollere Zwangsmittel and die Hand gegeben hat, sondern sie hat auch Überzeugungsmittel hervorgebracht, die denjenigen früherer Herrscher weit überlegen sind."

Bereits 1946 hat der Philosoph und Autor Huxley diesen Essay auf Englisch (Science, Liberty and Peace) veröffentlicht. Nach 80 Jahren wurde er nun vom Hanser Verlag in deutscher Übersetzung herausgebracht. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich: Huxleys Überlegungen haben fast schon etwas Prophetisches.

Im Kern geht es dem britischen "Universalgelehrten", wie er schon zu Lebzeiten bezeichnet wurde, um eine Warnung vor der Zentralisierung von Macht. Huxley zu Folge ist es gefährlich, wenn zwischen einer Regierung (welcher Staatsform auch immer) und den Bürgern ein zu großes Machtgefälle entsteht. Etwa dadurch, dass der Staat deutlich schneller, effizienter und tödlicher auf Aufstände reagieren kann, wenn er das möchte. Ermöglicht hat das der wissenschaftliche Fortschritt. Wissenschaftler, die vorgeben, keinen Einfluss auf die weitere Verwendung ihrer Ergebnisse zu haben, unterstützen Oligarchien oder helfen, solche zu schaffen, so der Autor.

Zwar mag einiges - etwa die starke Betonung der Angst vor einem starken Staat in Bezug auf die Kriegsproduktion - heute etwas merkwürdig klingen (an diesen Stellen schlagen die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges durch). Dennoch bekommt man beim Lesen an vielen Stellen Gänsehaut und fühlt sich an die Musks und Trumps dieser Welt erinnert. Huxleys Überlegungen sind in ihrer Konsequenz hochaktuell und man wünscht sich, auch einen Kommentar zur weltpolitischen Gegenwart vom Briten bekommen zu können.
Profile Image for xen o.
4 reviews
January 3, 2026
this posits clear and today still (more than ever infact!) highly relevant critique of technological progress and scientifoc ethos.
huxley talks about the connection between science, technology, capitalism and the centralisation of power and he argues convincingly that the way science is conducted most often today plays a direct role in the evergrowing centralized concentration of power.

mind you howevdr that this aint no scientofoc text itself. it is quite short and i figure that is preciseöy because huxöey is not interested to "scientificially" painstakingly show via quantitative evidence that his argument is correct - he is content with giving his argument in the form of a well written out intellectual argument.

im convinced, i have no problem seeing the truth to his ideas, although others might have
15 reviews
January 11, 2026
Huxley beschreibt überzeugend, wie Macht in modernen Gesellschaften bei einer kleinen wirtschaftlichen Elite liegt und die Demokratie dadurch geschwächt wird. Das Buch ist erschreckend aktuell und vermittelt den Eindruck, dass sich seitdem kaum etwas in der Weltgeschichte geändert hat.

Mmn bietet das Buch allerdings wenig neue Erkenntnisse. Die Analyse ist gut, aber vieles ist bekannt und hat mich jetzt eher wenig überrascht.

Zudem werden die möglichen Auswirkungen von KI und Robotik auf Machtverhältnisse nicht berücksichtigt, wodurch das Buch aus heutiger Sicht hinter aktuellen Debatten zurückbleibt. (Ist aber klar, zu Huxleys Zeit konnte man diese Technologien noch nicht vorhersehen, zumindest nicht in diesem Ausmaß).
15 reviews
December 20, 2025
Written in 1946 you will find a lot concerning our presence. Huxley describes exactly the situation of our time. He isn't talking about IT, Social Media and KI, of course, but the mechanisms of power are exactly the ones, we are living through. In case you still belong to the people, who aren't brainwashed by the permanant mind-erasing consuming of modern information lala-land gibberish, you will see it.
A very important and mind opening text!
Profile Image for Albrecht Hofmann.
5 reviews
December 25, 2025
Ein kurzweiliger, wohl aber unstrukturierter Kurzessay. Huxley plädiert für selbtsversorgende,deindustrialisierte Nationen - ein weltfremder (Alb-)traum. Auch andere Themen sind nur angeschnitten, gar unausgegoren thematisiert. Auch sprachlich ist das Buch gewöhnlich. Ein Buch das im Kern vergessenswert ist - vielleicht als Lesestoff für die fünfte Klasse nützlich.
Profile Image for Zachary Hostetter.
12 reviews
January 5, 2026
Impressive how spot on Huxley was about what would occur following WW2. From the conflicts in the Middle East to the Cold War.
3 reviews
January 26, 2026
Very good and very frustrating in the way it is still necessary and feels very current.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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