Wie Frauen Geschichte schrieben – und Männer dafür den Ruhm bekamenMuse, Sekretärin, Ehefrau – es gibt viele Bezeichnungen für Frauen, deren Einfluss aus der Geschichte radiert wurde. Für deren Leistungen Männer die Auszeichnungen und den Beifall Wissenschaftlerinnen, deren Errungenschaften, im Gegensatz zu denen ihrer männlichen Kollegen, nicht anerkannt wurden. Autorinnen, die sich hinter männlichen Pseudonymen versteckten. Oder Künstlerinnen, die im Schatten ihrer Ehemänner in Vergessenheit geraten sind. Lebendig und unterhaltsam erzählt die Historikerin Leonie Schöler ihre Geschichten, sie zeigt, wer die Frauen sind, die unsere Gesellschaft bis heute wirklich vorangebracht haben. Und sie verdeutlicht, wie wichtig die Diskussion um Teilhabe und Sichtbarkeit ist. Dabei wird Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält. Mit zahlreichen Abbildungen und Infokästen
Wusstet ihr, dass nur ca. 17% aller Wikipedia-Biographien Frauen gewidmet sind? Umgekehrt betrachtet bedeutet das, dass ca. 83% der Biographien Männern gewidmet sind, in erster Linie weißen hetero cis Männern.
Und so wurde es uns schon in der Schule beigebracht: Männer sind für die wichtigsten Errungenschaften verantwortlich.
Aber was wir eigentlich daraus lernen: dass wir immer noch (!) in einem patriarchalischen System leben.
Leonie Schöler widmet sich in ihrem Buch Frauen: Denkerinnen, Forscherinnen, Pionierinnen, die ihrer Erfindungen und somit ihrer Erfolge von Männern beklaut wurden.
Warum war das so?
Unverheiratete Frauen bekamen keine Stellen an Universitäten und Forschungslaboren und verheiratet waren sie den Entscheidungen ihrer Männer ausgeliefert: ob sie studieren durften, ob sie arbeiten durften, ob sie ihre Forschungen unter eigenem Namen veröffentlichen durften.
„Beklaute Frauen“ ist ein aufwühlendes und wichtiges Buch über die Rolle der Frau in der Geschichte. Das Buch erzählt am Beispiel von ausgewählten Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Autorinnen, wie ihre Errungenschaften und Leistungen systematisch ausradiert und klein gemacht wurden. Themen sind zum Beispiel Revolutionen, Ausbeutung im Arbeitsverhältnis oder Frauen als Familienangestellte. Warum haben Rosalind Franklin und Lise Meitner keinen Nobelpreis bekommen? Wodurch ist die Geschlechtertrennung bei den Olympischen Spielen entstanden?
Die Historikerin Leonie Schöler zeigt, warum Erinnerungskultur gleichzeitig Identitätspolitik ist und hat mich häufig erschüttert zurückgelassen. Ich habe zuvor noch nie von Feminismus im historischen Kontext gelesen. Gerade zu wissen, was dazu geführt hat, dass Frauen nach und nach Rechte entzogen wurden, hat mich sehr getroffen und aktuelle Entwicklungen nachvollziehbar gemacht.
Auf der anderen Seite ist es unglaublich bestärkend von den vielen starken Frauen zu lesen, dass es sie immer schon gegeben hat und immer geben wird. Gerade das letzte Thema, wie Algorithmen männlich denken und die dazu erwähnten Studien, werde ich definitiv in meine Arbeit einfließen lassen.
Inzwischen habe ich mit vielen Menschen über das Buch gesprochen, habe tolle Gespräche geführt und so viel daraus lernen können, gerade weil das Wissen aus Schulzeiten mitunter veraltet ist. Das umfangreiche Literaturverzeichnis macht es zudem einfach, bestimmte Stellen nachzuschlagen und sich intensiver damit zu beschäftigen. Ich kann das Buch wirklich allen nur ans Herz legen 🤍
"Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält."
Von Albert Einstein, Bertolt Brecht und Karl Marx habt ihr sicher alle schon einmal etwas gehört. Aber wie steht es mit Mileva Marić, Albert Einsteins erster Ehefrau, Studienkollegin und Ideengeberin? Elisabeth Hauptmann, Entdeckerin und Übersetzerin der Vorlage der "Dreigroschenoper"? Eleanor Marx, die unentgeltlich alle Büroarbeiten für Karl Marx übernahm? Das sind nur drei Beispiele der unzähligen beklauten Frauen, derer sich die Historikerin, Journalistin und Moderatorin Leonie Schöler in ihrem gleichnamigen Sachbuch annimmt. Systematisch wurden Frauen in der Geschichtsschreibung unsichtbar gemacht, ihr Einfluss auf Wissenschaft, Kultur und Politik ausradiert - und meist Männern zugeschrieben, die absolut kein Interesse daran hatten, etwas von ihrem Ruhm mit Frauen, Queers, People of Color oder behinderten Menschen zu teilen. Auch das ist eine große Stärke des Buchs: Leonie Schöler legt Wert auf Intersektionalität und schreibt so die Unsichtbarmachung marginalisierter Gruppen nicht fort.
Für mich ist "Beklaute Frauen" eines der besten Sachbücher, das ich bisher gelesen habe. Leonie Schölers Recherche ist umfassend, ihr Schreibstil sehr zugänglich, der Text gut strukturiert und absolut jede Seite im Buch interessant und lesenswert. Ich habe sehr viel gelernt beim Lesen und bin absolut fassungslos und wütend darüber, was in unseren Geschichtsbüchern alles aus- und weggelassen wird. "Beklaute Frauen" ist ein Buch, das alle lesen sollten und ich spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus! Falls ihr lieber Hörbücher hört, kann ich euch das Buch auch vorgelesen von Felicity Grist sehr ans Herz lesen.
Da brauche ich gar nicht viel zu sagen. Informativ und dabei gründlich recherchiert, aufrüttelnd, wütend machend, die Stimme für übergangene und vergessene Frauen aus der Vergangenheit die keine eigene hatten. Unverzichtbare Literatur für Feminist:innen.
Leonie Schöler berichtet in ihrem Buch "Beklaute Frauen" von den Frauen in der Geschichte, die etwas Wichtiges, Großes oder Kreatives geschafft haben und dann einfach vergessen wurden. Dabei beleuchtet sie, warum und wie die Geschichte von weißen Männern geschrieben wurde. Aber auch gegenwärtige Probleme werden behandelt und zeigen, dass sich was verändert, aber zur Gleichberechtigung ist es noch ein langer Weg.
Boah, hat mich das Buch wütend gemacht. Also gut, für das Buch, weil die Geschichten von den benachteiligten Frauen gut erzählt wurden und die Autorin auch sonst sehr verständlich erklärt, warum der Mensch und seine Geschichte weiß und männlich ist.
Dieses Buch ist eine Hommage an die Stärke, Intelligenz und Entschlossenheit von Frauen, die gegen alle Widerstände ihren Platz in der Geschichte verdient haben. Es ist ein Muss für jeden, der die verborgenen Geschichten der weiblichen Pionierinnen entdecken möchte.
Mir hat es außerdem richtig gut gefallen, dass die Autorin auch andere benachteiligte Menschen erwähnt und aktuelle Probleme mit eingebracht hat.
Da ich das Hörbuch gehört habe, konnte ich die Abbildungen, die laut Beschreibungen enthalten sein sollen, nicht sehen. Das war etwas schade und wer wert darauf legt, sollte sich das Buch zum Selberlesen kaufen.
Dieses Buch ist ganz toll und sehr traurig und aufwühlend. am Anfang und Ende wird erzählt warum es wichtig ist sich mit diesem vergangenen Unrecht zu befassen. Geschichte verläuft nicht linear sie kehrt regelmäßig zurück und die vergangenen Mechanismen wirken noch heute. vielleicht schwächer aber definitiv noch. Da ich selbst Wissenschaftlerin bin hat mich besonders das Kapitel über Wissenschaftlerinnen beschäftigt die um ihre Erkenntnisse gebracht wurden und diffamiert wurden. teilweise von Personen denen sie vertrauten. Nur 1% der britischen Bevölkerung kann 10 weibliche Wissenschaftlerinnen aufzählen 30% kannten nur Marie Curie. ich versuche mit die Namen aus dem Buch aufzuzählen: Rosalind Franklin Lise Meitner Jocelyn Bell Mileva Maric Grace Hopper und viele mehr
dazu weiß ich jetzt viele berühmte Männer deutlich weniger zu schätzen: Picasso Brecht Einstein Marx etc.
Sehr gründlich recherchiert, wie der umfangreiche Anhang beweist, berichtet die Historikerin und Journalistin Leonie Schöler über die systematische Benachteiligung von Frauen in der Geschichte der Wissenschaft, Kunst, Literatur und weiteren Bereichen anhand konkreter Beispiele, deren Namen heute zu Unrecht nur noch den wenigsten bekannt sind. Dabei hatten diese nicht nur mit wesentlich schwierigeren Startvoraussetzungen zu kämpfen, sondern ihre Erfolge und Errungenschaften wurden häufig auch noch Männern in ihrem Umfeld zugeschrieben. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auch auf die historische wie aktuelle Chancenungerechtigkeit für nichtweiße und dem LGBTQIA+Spektrum angehörende Menschen. Anfangs war ich skeptisch, ob Schöler nicht etwas zu viele Ausrufezeichen verwendet. Insgesamt lässt sie viele eigene Gedanken und Erfahrungen in das Buch einfließen. Doch die geschilderten Fälle haben auch mich wütend zurückgelassen. Eine klare Leseempfehlung!
Wie viele könnt ihr Aufzählen? Frida Kahlo, Marie Curie und dann wird es vermutlich auch schon knapp oder?
Doch es gab sie, in entscheidenden Momenten der Geschichte haben Frauen einen immensen Beitrag für unser aller Leben geleistet. Doch um die Anerkennung dieser Leistungen wurden sie oftmals beraubt.
Leonie Schöler versucht mit diesem Buch dem ein bisschen entgegenzuwirken und berichtet von unglaublichen Frauen, deren Geschichten untergegangen, vergessen oder unterdrückt wurden …
Wer hierbei jedoch lediglich Geschichtsunterricht erwartet, der täuscht sich. Immer wieder zieht die Autorin parallelen zur Gegenwart, wie ähnliche Muster sich auch heute noch in der Gegenwart wiederholen. So zeigt sie des weiteren auf, wie wichtig geschichtliche Aufarbeitung ist.
Ich habe eine unglaubliche Menge durch dieses extrem gut recherchierte Buch gelernt. Seien es die eigentlichen Geschichten, aber auch die Auswirkungen auf die Gegenwart. Und als weißer Cis-Mann war das Buch für mich auch ein wichtiger Check-In über die Privilegien die ich in dieser Welt habe.
Lediglich eine klarere Trennung zwischen Meinung und Recherche hätte ich mir gewünscht. Der Übergang zu Meinungen, die jedoch sehr gut begründet waren, war mir oftmals zu fließend.
Ich glaube nicht, dass dieses Buch Menschen überzeugen wird, die sich auf einer völlig anderen politischen Seite aufhalten, doch für Menschen die bereits für das Thema Feminismus sensibilisiert sind, ein wirklich großartiges Buch.
Ein sehr guter Einstieg in die Welt der „beklauten Frauen“. Von Künstlerinnen und Autorinnen über Politikerinnen bis Wissenschaftlerinnen zeigt Leonie Schöler an verschiedenen Portraits eindrucksvoll, wie im Laufe der (jüngere) Geschichte systematisch Frauen Steine in den Weg gelegt wurden und noch immer werden.
Sie geht auch auf queere und bipoc Frauen, sowie nichtbinäre Personen ein, sowie den Mangel in (schulischer) Bildung und verschiedensten Räumen an Diversität und Repräsentation.
Leonie Schöler hat hier ein wunderbares Buch geschrieben, das einen als Frau stolz und wütend zugleich macht und anregt, sich mehr mit verschiedenen Perspektiven und Menschen zu befassen, die Sichtweise anzupassen und anders zu fokussieren, aufmerksamer und sensibler in Bezug auf Repräsentationen zu sein und auch den Mut zu haben, sich auszusprechen und zu zeigen, auch wenn es teils heftigen Gegenwind gibt.
Am Ende können wir alle doch etwas tun, um die Welt besser und inklusiver zu machen, selbst wenn es die eigene Bildung ist.
Zeigt nochmal, wie perfide das Patriarchat ist, wenn es darum geht Frauen ihren Erfolg oder ehrlicherweise einfach nur ihre Existenz zu klauen. mir hat extrem gut gefallen, dass immer wieder auch kapitalistische oder rassistische Logiken angebracht wurden und die einzelnen Geschichten der „beklauten Frauen“ immer wieder als Beispiele für ein grundlegendes System der Unterdrückung verstanden wurden. Die Ausführungen zu heutigem Gender Pay Gap, fehlender Ehrung oder Repräsentation kannte ich so aus aktuellen Diskursen schon und hätte ich hier nicht gebraucht. So kann man das Buch aber definitiv auch an angehende Feminist*innen verschenken. Die Sprache ist schön leicht verständlich und es gibt einen guten Überblick. Ich persönlich hätte mir mehr evtl. längere Ausführungen zu den jeweiligen historischen Parts gewünscht.
Bin voll mit Infos. Vielleicht bisschen zu viel, aber daran hab ich selbst schuld. Ich hab es innerhalb von zwei (eher an einem) Tagen gelesen und ich hab das Gefühl, dass das ein Buch ist, was man sich vielleicht etwas aufteilen sollte. 🙃
Mein Fazit ist: antifeministische Haltungen sind in uns allen extrem verankert. Ich selbst hab mich erwischt, wie ich dachte: „Oh, diesen Gedanken hatte ich auch schonmal.“ obwohl der Gedanke komplett absurd und antifeministisch ist. Das ist in Ordnung. Wichtig ist nur, dass wir uns das vor Augen führen und DRINGEND an uns arbeiten. Ich habe von so vielen großartigen Frauen erfahren und Geschichten neu erzählt bekommen. Bin wirklich großer Fan und lege dieses Buch jedem Menschen an Herz! 💗
Ich hab mich selber die ganze Zeit über mich geärgert, wie wenig ich mit dem großen Teil der genannten Frauen anfangen konnte, weil ich sie natürlich auch nicht kannte! Diese Tatsache und das Buch hat mich echt WIEDER Mal wütend gemacht über unsere diskriminierende, patriarchalischen, rassistischen, homophoben u.a. gesellschaftlichen Strukturen! Wichtiges Buch! Kleiner Abzug dafür, dass das Buch sehr viele Themen, Geschichten und Bereiche anschneidet aber teilweise für mich eine Dinge nicht ganz in den Kontext gepasst haben oder nur oberflächlich behandelt wurde - ist aber natürlich auch ein unfassbar grossen Thema!
Ich habe das Buch an einem Tag quasi in einem Rutsch durchgelesen. Der Autorin gelingt es sehr gut, historische und auch komplex-abstraktere Themen verständlich und gut lesbar rüberzubringen. Ich habe sehr viel mitgenommen und hätte gerne noch viel mehr gelesen. Der letzte Part, wo ein Bogen zu Algorithmen und KI geschlagen wird, passte für mich irgendwie nicht ganz dazu, aber war trotzdem interessant. Auch wenn ich in manchen Punkten vielleicht nicht zu 100% der Meinung der Autorin bin, war es eine bereichernde Lektüre. Schade, dass die Leute, die es wirklich lesen sollten, wahrscheinlich nie lesen würden.
Ein Sachbuch, was mir gefällt??? Das gab es noch nie! Aber Leonie Schöler schreibt so herzlich, so witzig und spannend und stellt dabei nicht nur die einzelne Biografien sehr interessant dar, sondern zeigt auch darunterliegende Mechanismen der Unsichtbarmachung von weiblichen Erfolgen. Einzig das letzte Kapitel, das die Gegenwart behandelt, hätte meiner Meinung nach nicht sein gemusst, das war viel Wiederholung von basic feministischem Wissen. Insgesamt eine grooooße Leseempfehlung! Danke für die Leihgabe @Bekki :)
Ein sehr gut und locker geschriebenes Buch über ein nicht so lockeres Thema: Über unser gesellschafliches System, in dem Männer die Anerkennung bekommen für die Leistung von Frauen. Leider hätte ich anhand des Klappentextes mehr biografische Aufarbeitungen erwartet. Trotzdem ein Buch mit wichtigem Inhalt und wichtigen Fragen.
Wahnsinnig tolles Sachbuch. Lest die Goodreads Rezension von Elena. Endlich ist Geschichte mal interessant. Ich hab nur so lange für das Buch gebraucht, weil ich mitgeschrieben hab - und das will was heißen!
Ich habe das Buch sehr sehr gerne gelesen und habe viel Interesse für das Thema entwickelt. Die Sprache von der Autorin hat unter anderem dazu beigetragen, dass ich den Inhalt aufgesaugt habe. Auch und besonders die historischen Elemente fand ich interessant und nicht zuletzt schockierend. Ich kann das Buch, trotz des Aggressionspotential was man beim Lesen evtl entwickelt, wirklich sehr empfehlen. ♡
Dieses Buch muss wirklich jeder lesen! Mir hat es sehr gut gefallen und ich habe einiges über Personen gelernt, über die ich kaum was wusste. Natürlich habe ich es auch gleich an alle Freunde weiterempfohlen.
Nie wiem, co bardziej bulwersuje: historie okradzionych kobiet z przeszłości (Rosalind Franklin!), czy ostatni rozdział o współczesności i utrwalających dyskryminację, nie tylko kobiet, ale także osób POC, LGBTQ, migrantów, osób z niepełnosprawnościami. Czyta się to z uczuciem niedowierzania i doznaniem ogromnej niesprawiedliwości, i choć niektóre z opisanych tutaj faktów jakoś tam przedzierały się do mojej świadomości, to ukazane w ciągu wielu podobnych, jako część jednego systemu, szokują. Leonie Schöler nie je tylko zebrała (nie wątpię, że to zaledwie garstka tego, co można by przytaczać), przeanalizowała, ale i opatrzyła komentarzem - nie neutralnym, lecz kipiącym emocjami, których trudno nie dzielić. Oburz gwarantowany. Plus za posłowie, które jednak w jakiś sposób tchnie nadzieją.
Eindrucksvoll, lehrreich, empörend. Ich kann an einer Hand gar nicht abzählen, wie oft ich die Augen gerollt, geschnaubt oder mich lauthals über die Ungerechtigkeiten aufgeregt habe, die Leonie Schöler in ihrem Buch so treffend beschreibt. Ich liebe es, mehr über in Vergessenheit geratene Figuren aus der Geschichte zu lernen, und Schöler hat hier einfach den Nagel auf den Kopf getroffen. Absolut jeder sollte dieses Buch lesen!
Ich bin beim Lesen selbst oft über meine eigene Bildungslücke gestolpert- wie wenige Frauen ich eigentlich in Kunst, Literatur und Politik aufzählen kann. Erstaunt war ich über die Biografien namenhafter Männer, die sich ihren Namen nur aufgrund der für sie arbeitenden Frauen machten. An vorderster Front Marx, Brecht und Picasso.
Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass es eine klarere Trennung zwischen der Meinung der Autorin und ihren Recherchen gibt.