Venedig, Ende 15. Zwischen Lorenzo, dem Spross einer Patrizierfamilie, und Sanchia, der Tochter einer entlaufenen Sklavin, kommt es zu einer leidenschaftlichen, aber folgenschweren Romanze.Um das ungleiche Paar entspinnt sich ein wechselhafter Reigen, bei dem sich die Schicksale von Kaufleuten und Künstlern, Kurtisanen und Klerikern über Jahrzehnte hinweg auf dramatische Weise verknüpfen.Die aufblühende Kunst der Renaissance und der schwunghafte Seehandel bestimmen das Bild der Lagunenstadt ebenso wie Intrigen, Prostitution, Pest, Krieg und Aberglaube. Auch für Sanchia lauern im Straßengewirr tödliche Gefahren. Von Kind an lernt sie, dass zwischen Liebe und Tod oft nur ein schmaler Grat liegt, doch niemals schreckt sie davor zurück, ihren Weg zu gehen.
Wonderful story of Venice at the end of the fifteenth century. Can you think of Venice from the time when Columbus discovered America, when they created Michelangelo and Leonardo da Vinci ... You do not have - read this book and you'll have a beautiful picture of this age. Of course, there would be this book that is beautiful love story between Sankia and Lawrence. You'll enjoy as you read this.
Rating this book wasn't easy. You see ... the first approx. 700 pages had me thinking that "The Madonna of Murano" would be a 5-star book for sure --- the writing was vivid and descriptive (15th-Century Venice really came to life before my eyes), the characters were well-drawn, and the story as a whole was just really epic.
But then the last 300 pages came around --- complete with a totally irrelevant side story that was so unnecessary that it must have been put in there just to add length (I guess the author really wanted to write a book with over 1000 pages), and a final twist that was so stupid that it had me roll my eyes thinking "You can't be serious!". Needless to say that those final 300 or so pages were more of a 2-star book.
So, basically, that would mean I'd have to give it 3.5 stars over all, but I'm gonna be nice and round it up to a 4-star rating since I did really enjoy the book for the most part ... ;o)
Venedig im Jahre 1475: Sanchia wird mit letzter Kraft von einer im Sterben liegenden Sklavin zur Welt gebracht, die von Häschern niedergestochen wurde. Der Glas- und Spiegelmacher Piero und dessen Frau Bianca nehmen sie bei sich auf. Doch nach glücklichen Jahren holt Sanchias Herkunft sie ein und Sanchia wird in ein Kloster gebracht, wo sie neben der Heilkunst auch Lesen und Schreiben lernt. Durch Zufall lernt sie den reichen Patrizersohn Lorenzo kennen und lieben. Doch die Vergangenheit hängt wie ein dunkler Schatten über den Liebenden und entzweit sie mehr als einmal, zudem gerät auch Sanchias Leben dadurch in Gefahr – und alles scheint mit den goldenen Ton ihrer Haare zusammenzuhängen.
Ein faszinierendes Epos, welches das Venedig der damaligen Zeit wiederauferstehen lässt und Leser mit detailgetreuen Schilderungen verzaubert oder schockiert – je nachdem, ob Architektur oder Heilmethoden beschrieben werden. Sanchias Leben ist abwechslungsreich und aufregend, kommt sie doch nach Florenz und besucht Rom – nicht ohne bekannte Gestalten wie den missionarischen Dominikanermönch Girolamo Savonarola oder die schillernde Papsttochter Lucrezia Borgia zu treffen. Viele Nebencharaktere beleben das Buch, seien es ihre Zimmergenossin Eleonora, die für das Kochen und Backen lebt, oder Pasquale, der mit seinen raubeinigen Charme den Leser für sich einnimmt. Besonders die Kurtisane Julia wartet mit einem faszinierenden Charakter auf.
Dieser Reigen der Renaissance ist bildgewaltig und mitreißend. Besonders bezaubernd fand ich die Idee mit den Tauben, welche als Kommunikationsmittel eine entscheidende Rolle spielten. Toll auch die Einblicke in die Glas- und vor allem Spiegelherstellung. Dennoch gibt es für mich einige Kritikpunkte: Fast immer, wenn es wirklich interessant wurde, brach die Szene ab und es erfolgte ein Zeitsprung. Nun müssen sicherlich Liebesszenen nicht bis ins kleinste Detail geschildert werden, aber nach drei Sätzen zu unterbrechen empfand ich schon fast als Betrug am Leser. Aber auch bei anderen Themen sprang die Handlung einfach weiter – und das Wissen, was Sanchia erworben hat, erfährt der Leser dann mehrere hundert Seiten später. Ebenso war ich etwas angenervt von der Tatsache, dass sich Sanchia und Lorenzo ständig fanden, bloß um wieder getrennt zu werden – einmal war ich wirklich schon fast am Ende meiner Geduld, als es mit dem Wiederfinden sehr lange dauerte. Außerdem war mir Sanchia entschieden zu oft in Lebensgefahr – sie hatte mehr Leben als eine Katze. Die Rom-Episode war recht unterhaltsam, aber dür die Geschichte überhaupt nicht relevant. Der Showdown war ohne Frage überraschend und ich habe ihm so nicht kommen sehen, auch wenn er im Rückblick sehr logisch ist. Aber ehrlich gesagt war es mir etwas too much. Zudem fehlte mir noch ein Hinweis auf Jacopos wahre Rolle in der ganzen Geschichte, aber vielleicht ist das auch der Hörbuchkürzung zum Opfer gefallen. So bleiben die Motive dieser Figur für mich nebulös.
Anne Moll ist eine hervorragende Sprecherin und versteht es wunderbar mit ihrer Stimme zu spielen. Allerdings wurde es so dadurch schon etwas schwierig, beispielsweise Betrunkene zu verstehen. Die italienischen Namen wurden formvollendet ausgesprochen, was etwas zu Lasten des Verständnis ging. Aber da fast alle Namen wiederholt auftauchen und die Stimmen relativ eindeutig sind, ist das kein entscheidendes Handicap und nur am Anfang störend. Manchmal fragte ich mich ein wenig, was für üppige Schilderungen ich durch die gekürzte Fassung verpasse, aber bis auf Jacopo blieb für mich nichts ungeklärt oder offen. Ein wenig störend waren die recht langen Pausen beim jeweiligen Kapitelende.
Insgesamt ein schönes (Hör-)Buch, welches einem in die Glanzzeit der Serenissima entführt und mit einem lebendigen Einblick in die damaligen Gegebenheiten besticht. Es hat durchaus Schwächen, welche aber zumindest in der Hörbuch-Version für mich nicht zu schwer wogen.
I have just finished this book and seen it's part 1 of some 1044 pages (probably the editor thought it best to publish it in several parts). Not bad, I love historical novels, but something was lacking, could be due to the translation.