Machtkampf, Liebe, Zauberbann: der dramatische Historienroman Mit der jungen Apothekertochter Johanna schauen wir in eine Welt, in der der Hexenglaube Wirklichkeit ist. Wie viele andere wird sie verdächtigt, mit Zauberei zu tun zu haben. Sie schwebt in höchster Gefahr. Gelingt ihr die Flucht ins weltoffene Amsterdam? Bekommen die Bürger von Bamberg Hilfe bei Kaiser und Papst, um das Brennen zu beenden? Packend und historisch genau beschwört Sabine Weigand das Schicksal einer jungen Frau zur Zeit der Hexenverfolgung in Deutschland herauf.
Sabine Weigand gelingt es, mit ihrem Roman nicht nur zu unterhalten, sondern durch sorgfältige Recherche, eingestreute historische Dokumente wie Briefe, Geständnisse oder Anklagen sowie die detaillierte, lebendige Ausarbeitung der Protagonisten (viele davon ebenfalls historisch!) Wissen über ein sehr dunkles Kapitel der deutschen Geschichte zu vermitteln. Sehr lesenswert!
Das Buch habe ich gelesen und nun einige Jahre später noch als Hörbuch - gelesen von Birgitta Assheur - gehört. Das Hörbuch ist leider stark gekürzt. Es fehlt z.B. der Epilog, was ich mehr als ärgerlich finde und auch die im Buch eingeflochtenen Originaldokumente aus der Zeit der Hexenverfolgung. 4,5 Sterne für das Buch, 2 Sterne für das gekürzte Hörbuch.
Ein wundervolles Buch, in der der Leser die junge Apothekerstochter Johanna durch den Alltag zur Zeiten der Hexenverfolgung im 17. Jhd. zu Bamberg begleitet. Mit jeder Seite taucht man tiefer in eine welt aus, Angst, aberglaube, Neid und Machtstreitigkeiten. Man lacht, liebt, fürchtet und fiebert mit den Protagonisten. Das Buch wird bereichert durch den Einbau historischer Persönlichkeiten und belegte Einzelschicksale, sowie authentischen Dokumentén, zum Beispiel das Geständniss einer Besagten nach der Folter. Zunächst stockt der Lesefluß, weil die Briefe und Dokumente in Altdeutsch sind,aber man liest sich da ein.Erschreckend ist, wenn man feststellt das die Drahtzieher die Hysterie ausnutzen um sich am Vermögen der Geschädigten bereichern. Am meisten betroffen hat mich gemacht, das wurde man als Hexe vebrannt, selbst für seine Kosten aufkommen ,mußte die durch die Haft, Folter und Verbrennung, sowie das Festmahl der Richter nach der Hinrichtung,entstanden. Alles in allem ein großartiger Roman, den ich jedem nur empfehlen kann.
Ein Roman, der eine grausame Geschichte erzählt und sie dem Leser auf spannender, emotionaler und auch grausamer Art und Weise vermittelt. Sie beruht dabei fast ausschließlich auf historischen Personen und arbeitet mit Quellen, die clever in die Geschichte eingebaut sind. Am Anfang war ich mir unsicher, ob dieses Buch etwas für mich ist (obwohl ich Geschichte studiere), doch konnte dann bis zum Schluss das Buch fast nicht aus der Hand nehmen. Man hat das Gefühl hautnah bei den Geschehnissen in Bamberg dabei zu sein und am Ende fast das Gefühl, die Charaktere und die Stadt zu kennen.
Ich wollte es nach den ersten 70 Seiten abbrechen, bin aber dabei geblieben und es wurde besser! Nur die Zwischentexte waren verdammt mühsam zu lesen..
2,5 ⭐️ Für meinen Geschmack hatte es ein paar Längen. Ich habe mich aber auch mit dem Schreibstil etwas schwer getan: die historischen Briefe, Urteile etc. ließen sich soweit verständlich lesen, es hat allerdings den lesefluss sehr erschwert.
Trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass die Autorin so viele Quellen mit in die Geschichte hat einfließen lassen.
Der Roman ist erschreckend, tut weh, und bleibt im Gedächtnis. Das Nachwort trifft es hier auf den Kopf: Man kann es gar nicht verstehen. Es ist unmöglich, diese Schrecken zu begreifen, die unschuldigen Menschen von anderen angetan wurden.
Wer sich für die Zeit und die Inquisition interessiert, und das Ganze gerne so authentisch wie möglich lesen möchte, der findet hier was er sucht. Für Interessierte eine Leseempfehlung!
Ein unglaublich guter Roman. Selten hat mich ein Buch so in den Bann gezogen. Es ist erstaunlich, wie die Autorin es schafft so viele Handlungsstränge unterzubringen und sie gleichzeitig alle interessant zu gestalten. Mein Verständnis dieser Zeit und der Hexenverfolgung hat sich enorm erweitert. Auch die Beweggründe sind mir nun viel klarer. Der geschichtliche Kontext ist wirklich toll aufgearbeitet und in jedem Fall mehr als lohnenswert zu lesen.
Ein beklemmender Einblick in ein schwarzes Kapitel der Geschichte. Trotz der schrecklichen und vor allem willkürlichen Ereignisse, die das Buch bechreibt, ist die Handlung nicht durchgängig spannend, sondern erscheint fast schon wiederholend an manchen Stellen. Das Ende um die Protagonistin gerät mir ein wenig zu plötzlich und sehr à la deus ex machina.
Interessant aber nicht gerade spannend, vielleicht weil ich es so langsam gelesen habe (ungefähr 10 Seiten am Tag). Aber dreimal dem Malefizkommissar zu entkommen ist schon ein bisschen unrealistisch, oder?
Super spannend, wenn man hexengeschichten oder historische Bücher mag. Viele Dinge sind auch historisch belegt und man kommt auch richtig zum grübeln beim Lesen
ich bin eigentlich eher zwischen 2 und 3 sternen hin und her gerissen und würde lieber 2.5 sterne geben. schon immer fand ich das hexen thema sehr interessant und dieses buch basiert auf wahren ereignissen. es schockiert mich immer wieder, was den menschen damals angetan wurde. die historischen hintergründe und auch teile der fiktiven geschichte fand ich sehr interessant zu lesen. die eingebauten original-dokumente waren aber eher anstrengend zu lesen und störend. auch der inhalt der geschichte hat sich für mein gefühl zum ende wiederholt.
Wer geschichtliche Bücher mag und auch etwas Liebesroman darin aushält, ist hier genau richtig. Teilweise werden die geschichtlichen Passagen sehr detailliert beschrieben- vorallem die Hexenverbrennungen und Folterungen. Die Liebesgeschichte rankt sich um die ganze Geschichte und begleitet den Leser das ganze Buch über. Die Spannung geht jedoch ab und an unter, da zum Teil die Szenen sehr langatmig und die Charaktere noch nicht so richtig ausgereift sind.
Ein wirklich erstklassig recherchiertes Buch über die Hexenverbrennungen in Bamberg, das gleichzeitig ein Band schafft zur Protagonistin. Durch die vielen eingefügten historischen Dokumente und Briefe wird das Grauen greifbarer und hat mir manches Mal mehr zu schaffen gemacht als ein blutiger Krimi.
Ein schöne Geschichte in die reale Ereignisse und passende Fiktion gut vereint wurden. Leider hatte es einige, wie ich finde unnötige Wendungen, Schleifen, Verwicklungen. Es war vom Schreibstil her gut zu lesen und ich werde mal schauen was die Autorin sons noch geschrieben hat
Es ist doch immer wieder erstaunlich, was alles unter dem Deckmantel des Glaubens gerechtfertigt wird. Man sollte auch meinen, dass die Menschen aus ihren Fehlern lernen, klappt nicht so recht ...