يدرس "مكسيم رودنسون" مراحل تطور النظر الغربي على العالم الإسلامي، ثم يستعرض مسار الدراسات العربية والإسلامية في أوروبا.
وبالتالي، فهذا الكتاب مرجع شامل، متكامل، سهل ومقتضب عن الموضوع، هذا الموضوع يتخطى فكرة الاستشراق ونقده.
ثمة للغرب تطور، اجتماعي وسياسي واقتصادي، علمي وإيديولوجي والغرب في مختلف مراحله يتخذ موقفاً ومواقف من العالم الإسلامي، الذي هو العالم "الأقرب" لأوروبا.
من العصور الوسطى إلى الأزمنة الحديثة وإلى عصر الأنوار، إلى العصر الاستعماري واودهار الاستشراق والرومانطيفية، إلى تزعزع المركزية الأوروبية.
الاستشراق معرفة وأيديولوجيا، الأولى خاضعة للصواب والخطأن والثانية ليست الشر المطلق، رودنسون يحذر من عالمية مجردة تبسيطية هيمنت في عصر الأنوار، ويدين الموقف المعاكس -مذهب الجواهر- إدانة قطعية، فهو دائماً، سواء كانت الجواهر المعنية هي العروق أو الحضارات أو القوميات أو الطبقات، مذهب مثالي.
Marxist historian, sociologist and orientalist. He was the son of a Russian-Polish clothing trader and his wife who both died in the Auschwitz concentration camp. After studying oriental languages, he became a professor of Ethiopian (Amharic) at EPHE (École Pratique des Hautes Études, France). He was the author of a rich body of work, including the book Muhammad, a biography of the prophet of Islam.
Rodinson joined the French Communist Party in 1937 for "moral reasons", but later turned away after the party's Stalinist drift. He was expelled from the party in 1958. He became well known in France when he expressed sharp criticism of Israel, particularly opposing the settlement policies of the Jewish state. Some credit him with coining the term "Islamic fascism" (le fascisme islamique) in 1979, which he used to describe the Iranian revolution.
This is an important book that undercuts the tendency to divide the world into East and West and to attribute essential characteristics to each. The book is divided into two parts: the first is by far the most interesting and useful. part two is a rather uninteresting and dated slog through ideological and intellectual debates of the 1960s-1980s.
Rekonstruktion des (christlich-) europäischen Verständnisses des Islams vom Mittelalter über die Kreuzzüge bis zum Kolonialismus und Imperialismus. Die Entstehung und Entwicklung des Orientalismus als eigener wissenschaftlicher Disziplin ist mit einbegriffen. Der Text, der Haupttext jedenfalls, ist vor Saids Orientalism verfasst worden und greift ihm inhaltlich in vielen Punkten voraus, wenngleich die Anlage breiter ist und sich nicht auf Detailstudien wie bei Said fokussiert.
Rodinson war selbst Orientalist, zudem liberaler, akademischer Marxist. Der Text hat daher einen bestimmten Charakter. Die Rekonstruktion der Entwicklung der Islam-Bilder wird gesellschaftlich fundiert und kontextualisiert. Zugleich lässt Rodinson eine meines Erachtens übermäßige Milde den Orientalisten gegenüber walten. Wenngleich er zurecht eine überspannte, alles umstürzende Kritik zurückweist und auch selbst eine ernsthafte Kritik an seinem Fach äußert, bleibt die wirkliche Umsetzung seiner Kritik hinter ihrem theoretischen Ausdruck zurück.
Er reflektiert auch die Logik der Wissenschaft und Wissenschaftler:innen in verschiedenen gesellschaftlichen Milieus, darunter auch den einstigen sozialistischen Ländern. Hier gibt es gute Kritik, aber auch eine selbst wieder überspannte Richtung, die sich übermäßig gegen liberale Kritik absichert und zur Totalitarismusdoktrin, also der Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus, tendiert.
Gut ist noch, dass er im zweiten Text, einer Rede etwa ein Jahrzehnt später gehalten, die u.a. den vorherigen Text gerafft rekapituliert, eine kritisch-würdigende Einschätzung der neuen wissenschaftlichen Moden, vor allem Strukturalismus und Poststrukturalismus sind da zu nennen, gibt. Hier weist er bereits darauf hin, dass in der Euphorie der Entdeckung der neuen Methoden das große Ganze verloren geht und man wieder in einer blinde Apologetik den eigenen gesellschaftlichen, namentlich kapitalistisch-imperialistischen, Bedingen münden kann. Das hat sich schlagend bewahrheitet trotz nicht nur dieser frühzeitigen Warnung.