Friederike Otto zeigt in diesem Buch, das den Umweltpreis 2023 bekommen hat, wer vorallem vom Klimawandel betroffen ist und dass Rassismus, Sexismus und Kapitalismus eine große Rolle dabei spielen. Dass besonders der globale Süden von den Folgen des Klimawandels betroffen ist, sollte jedem klar sein. Seien es jahrelange Dürren oder Extremtemperaturen, beides bringt dort unzählige Menschen um. Das sind zwar die Folgen des Klimawandels, die Ursache für die Toten ist jedoch etwas ganz anderes: Dass durch Kolonialismus diesen Ländern für immer jeglichen Fortschritt verwehrt wurde und sie vom Rest der Welt abgeschottet wurden. Ihnen fehlt vorallem eine Infrastruktur, um mit dieser Dürre oder Hitze klarzukommen, dies ist eine direkte Folge des Kolonialismus, nicht des Klimawandels. Es fehlt überhaupt eine Infrastruktur, um Klimaforschung in diesen Ländern zu betreiben. Es gibt nicht einmal Wetterstationen, um eine Jahrhunderthitze überhaupt messen und auswerten zu können, weshalb auch nicht öffentlich gemacht werden kann, dass der Klimawandel eben zu solchen Folgen führt. Und nur mit einer solchen Forschung könnte sich an den Klimawandel angepasst werden. Eine Forschung, die dort überhaupt nicht möglich ist.
Friederike Otto macht anhand solcher Beispiele klar, dass der Klimawandel vorallem bereits bestehende Ungerechtigkeiten verstärkt und nur die von seinen Folgen betroffen sind, die nicht die nötigen Ressourcen haben, sich anzupassen.
Am Ende gibt sie noch Hinweise an den/die Leser*in, was er/sie als Einzelperson tun kann und dass noch nichts gänzlich verloren ist.