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Computer Power and Human Reason: From Judgment to Calculation
Examines the sources of the computer's powers and offers evaluative explorations of what computers can do, cannot do, and should not be employed to do. Bibliogs
300 pages, Paperback
First published January 1, 1976
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Community Reviews
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
June 29, 2021
Joseph Weizenbaum, der Erfinder des natürlichen Sprachprogrammes Eliza, zeigt in seinem Buch von 1978 die Vor- und Nachteile von künstlich agierenden Computern. Er plädiert für die Entmystifizierung von Technik und räumt mit vielen Vorurteilen auf.
Meine Bachelorarbeit habe ich über das Thema der Künstlichen Intelligenz in der Autorschaft geschrieben, Computer die mit natürlicher Sprache agieren interessieren mich somit sehr, vorallem wenn der Verfasser des Buches so einen großen Meilenstein in der KI-Entwicklung gesetzt hat. Haben sich die Ansichten zu Computern und KI über die vergangenen Jahrzehnte signifikant verändert, oder ist das Buch immer noch genau so aktuell wie damals?
So eine prägnante Abhandlung des Themas hatte ich mir von Richard David Prechts Buch "Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens" gewünscht und wurde mit meiner Erwartung leider enttäuscht. Um so faszinierender, dass sich ein Buch von 1978 aktueller und technisch akkurater anfühlt. Joseph Weizenbaum war wirklich eine faszinierend Persönlichkeit, das Buch spiegelt das gekonnt wider. Wirklich eine faszinierende Lektüre zu einem Thema, welches aktueller kaum sein könnte.
Meine Bachelorarbeit habe ich über das Thema der Künstlichen Intelligenz in der Autorschaft geschrieben, Computer die mit natürlicher Sprache agieren interessieren mich somit sehr, vorallem wenn der Verfasser des Buches so einen großen Meilenstein in der KI-Entwicklung gesetzt hat. Haben sich die Ansichten zu Computern und KI über die vergangenen Jahrzehnte signifikant verändert, oder ist das Buch immer noch genau so aktuell wie damals?
So eine prägnante Abhandlung des Themas hatte ich mir von Richard David Prechts Buch "Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens" gewünscht und wurde mit meiner Erwartung leider enttäuscht. Um so faszinierender, dass sich ein Buch von 1978 aktueller und technisch akkurater anfühlt. Joseph Weizenbaum war wirklich eine faszinierend Persönlichkeit, das Buch spiegelt das gekonnt wider. Wirklich eine faszinierende Lektüre zu einem Thema, welches aktueller kaum sein könnte.
April 10, 2025
Die deutsche Ausgabe ist eine Übersetzung der originalen Englischen Fassung. Das ist bei Weizenbaum nicht immer von vornherein klar.
Ansonsten ist das Buch nach über 50 Jahren wieder aktueller den je, im Jahre 2025 mit AI und LLMs.
Weizenbaum stellt kritische fragen zu Computer, zu AI, zur Verantwortung von Forschern und Entwicklern, und zum Computer als Diffusor persönlicher Verantwortung.
Dabei geht es im Kern um die Frage was Maschinen nie erledigen sollen, auch wenn sie es könnten.
Beim Lesen fallen starke Parallelen zum aktuellen AI Hype auf und Weizenbaum's kritische Betrachtung hilft bei der Einordnung mit seinen ganz eigenen Erfahrungen aus den 50ern, 60ern, und 70ern.
Ansonsten ist das Buch nach über 50 Jahren wieder aktueller den je, im Jahre 2025 mit AI und LLMs.
Weizenbaum stellt kritische fragen zu Computer, zu AI, zur Verantwortung von Forschern und Entwicklern, und zum Computer als Diffusor persönlicher Verantwortung.
Dabei geht es im Kern um die Frage was Maschinen nie erledigen sollen, auch wenn sie es könnten.
Beim Lesen fallen starke Parallelen zum aktuellen AI Hype auf und Weizenbaum's kritische Betrachtung hilft bei der Einordnung mit seinen ganz eigenen Erfahrungen aus den 50ern, 60ern, und 70ern.
December 22, 2025
Eine tolle Übersetzung des Werkes Weizenbaums.
Obwohl dieses Buch knapp 50 Jahre alt ist, erweisen sich die dargestellten Diskussionen als zentraler den je, speziell in Zeiten von ChatGPT und Predictive AI. Leider müssen wir davon ausgehen, dass die Ansprüche und Warnungen Weizenbaums ignoriert worden sind. Die Computer-Metapher ist stärker denn je und hat sich auf jegliche Bereiche unserer Welt ausgedehnt. Philosophie und Ethik werden als Lachfach angesehen und die Vernunft ist im wahrsten Sinne des Wortes machtlos geworden, solang sie nicht in einem instrumentellen Kontext steht.
Die zentrale Thesen, welche hier vertreten werden sind 1) Der Mensch ist keine Maschine und 2) Es gibt Bereiche, welche nicht an Maschinen delegiert werden sollten.
Sowohl 1 und 2 wurden dezent ignoriert und die Auswirkungen einer gesellschaftlichen Spaltung und der „Gesellschaft der Singularitäten“ (Reckwitz) sehen wir heute.
Leider geht mir Weizenbaum nicht weit genug. Eine wirkliche ontologische Analyse der Menschen, welche mit ELIZA in Kontakt standen, wird nicht vorgenommen. Was bedeutet es mit einem Computer zu „kommunizieren“ und zu „interagieren“? Was passiert mit dem Einzelnen? Welche Folgen können Chatbots auf die Demokratie haben? Dies sind zentrale Fragen, welche nicht beantworten werden.
Auch seine zerebrozentrische Analyse in Bezug auf Entscheidungen (linke Hirnhälfte und rechte Hirnhälfte) ist zu simpel gehalten!
Zwar werden die Machtstrukturen und das, zwar wahrgenommene aber nicht existierende, Machtvakuum durch Computer analysiert aber es geht auch hier nicht um den Einzelnen. Er schlägt als Imperativ zwar vor, auf „seine innere Stimme zu hören“ (360) aber was passiert, mit dem eigenen Sein, wenn man dies nicht tut. Auch sagt er, dass Können nicht Sollen impliziert, eine schöne Neuausrichtung Hume’s in einem Zeitalter von AI .Eine fundamentalontologische und -anthropologische Analyse im Sinne Heideggers und Arendts fehlt mir hier.
Speziell bei diesen Punkten hat mir Fuchs (2020) sehr geholfen. Er geht einen Schritt weiter und untersucht den Intelligenzbegriff aus phänomenologischer Perspektive und auch was es überhaupt bedeutet, ein Mensch zu sein. Dies würde sich hier auch als weitere Lektüre anbieten!
Trotzdessen ist es ein sehr lesenswertes und einfach zu verstehendes Werk. Es hat mir sehr Spaß gemacht es zu lesen und bietet sich auch schon für interessierte Schüler und Leser an. Man muss dafür nicht Philosophie studiert haben!
Obwohl dieses Buch knapp 50 Jahre alt ist, erweisen sich die dargestellten Diskussionen als zentraler den je, speziell in Zeiten von ChatGPT und Predictive AI. Leider müssen wir davon ausgehen, dass die Ansprüche und Warnungen Weizenbaums ignoriert worden sind. Die Computer-Metapher ist stärker denn je und hat sich auf jegliche Bereiche unserer Welt ausgedehnt. Philosophie und Ethik werden als Lachfach angesehen und die Vernunft ist im wahrsten Sinne des Wortes machtlos geworden, solang sie nicht in einem instrumentellen Kontext steht.
Die zentrale Thesen, welche hier vertreten werden sind 1) Der Mensch ist keine Maschine und 2) Es gibt Bereiche, welche nicht an Maschinen delegiert werden sollten.
Sowohl 1 und 2 wurden dezent ignoriert und die Auswirkungen einer gesellschaftlichen Spaltung und der „Gesellschaft der Singularitäten“ (Reckwitz) sehen wir heute.
Leider geht mir Weizenbaum nicht weit genug. Eine wirkliche ontologische Analyse der Menschen, welche mit ELIZA in Kontakt standen, wird nicht vorgenommen. Was bedeutet es mit einem Computer zu „kommunizieren“ und zu „interagieren“? Was passiert mit dem Einzelnen? Welche Folgen können Chatbots auf die Demokratie haben? Dies sind zentrale Fragen, welche nicht beantworten werden.
Auch seine zerebrozentrische Analyse in Bezug auf Entscheidungen (linke Hirnhälfte und rechte Hirnhälfte) ist zu simpel gehalten!
Zwar werden die Machtstrukturen und das, zwar wahrgenommene aber nicht existierende, Machtvakuum durch Computer analysiert aber es geht auch hier nicht um den Einzelnen. Er schlägt als Imperativ zwar vor, auf „seine innere Stimme zu hören“ (360) aber was passiert, mit dem eigenen Sein, wenn man dies nicht tut. Auch sagt er, dass Können nicht Sollen impliziert, eine schöne Neuausrichtung Hume’s in einem Zeitalter von AI .Eine fundamentalontologische und -anthropologische Analyse im Sinne Heideggers und Arendts fehlt mir hier.
Speziell bei diesen Punkten hat mir Fuchs (2020) sehr geholfen. Er geht einen Schritt weiter und untersucht den Intelligenzbegriff aus phänomenologischer Perspektive und auch was es überhaupt bedeutet, ein Mensch zu sein. Dies würde sich hier auch als weitere Lektüre anbieten!
Trotzdessen ist es ein sehr lesenswertes und einfach zu verstehendes Werk. Es hat mir sehr Spaß gemacht es zu lesen und bietet sich auch schon für interessierte Schüler und Leser an. Man muss dafür nicht Philosophie studiert haben!
March 30, 2025
Die deutsche Ausgabe ist eine Übersetzung der originalen Englischen Fassung. Das ist bei Weizenbaum nicht immer von vornherein klar.
Ansonsten ist das Buch nach über 50 Jahren wieder aktueller den je, im Jahre 2025 mit AI und LLMs.
Weizenbaum stellt kritische fragen zu Computer, zu AI, zur Verantwortung von Forschern und Entwicklern, und zum Computer als Diffusor persönlicher Verantwortung.
Dabei geht es im Kern um die Frage was Maschinen nie erledigen sollen, auch wenn sie es könnten.
Beim Lesen fallen starke Parallelen zum aktuellen AI Hype auf und Weizenbaum's kritische Betrachtung hilft bei der Einordnung mit seinen ganz eigenen Erfahrungen aus den 50ern, 60ern, und 70ern.
Ansonsten ist das Buch nach über 50 Jahren wieder aktueller den je, im Jahre 2025 mit AI und LLMs.
Weizenbaum stellt kritische fragen zu Computer, zu AI, zur Verantwortung von Forschern und Entwicklern, und zum Computer als Diffusor persönlicher Verantwortung.
Dabei geht es im Kern um die Frage was Maschinen nie erledigen sollen, auch wenn sie es könnten.
Beim Lesen fallen starke Parallelen zum aktuellen AI Hype auf und Weizenbaum's kritische Betrachtung hilft bei der Einordnung mit seinen ganz eigenen Erfahrungen aus den 50ern, 60ern, und 70ern.
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