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Identity
There are situations in which we fail for a moment to recognize the person we are with, in which the identity of the other is erased while we simultaneously doubt our own. This also happens with couples--indeed, above all with couples, because lovers fear more than anything else "losing sight" of that loved one.
With stunning artfulness in expanding and playing variations on the meaningful moment, Milan Kundera has made this situation--and the vague sense of panic it inspires--the very fabric of his novel. Here brevity goes hand in hand with intensity, and a moment of bewilderment marks the start of a labyrinthine journey during which the reader repeatedly crosses the border between the real and the unreal, between what occurs in the world outside, and what the mind creates in its solitude.
Of all contemporary writers, only Kundera can transform such a hidden and disconcerting perception into the material for a novel, one of his finest, most painful, and most enlightening. Which, surprisingly, turns out to be a love story.
With stunning artfulness in expanding and playing variations on the meaningful moment, Milan Kundera has made this situation--and the vague sense of panic it inspires--the very fabric of his novel. Here brevity goes hand in hand with intensity, and a moment of bewilderment marks the start of a labyrinthine journey during which the reader repeatedly crosses the border between the real and the unreal, between what occurs in the world outside, and what the mind creates in its solitude.
Of all contemporary writers, only Kundera can transform such a hidden and disconcerting perception into the material for a novel, one of his finest, most painful, and most enlightening. Which, surprisingly, turns out to be a love story.
176 pages, Paperback
First published October 29, 1997
About the author
Milan Kundera
171 books19.7k followersMilan Kundera (1 April 1929 – 11 July 2023) was a Czech and French novelist. He went into exile in France in 1975, acquiring citizenship in 1981. His Czechoslovak citizenship was revoked in 1979, but he was granted Czech citizenship in 2019.
Kundera wrote in Czech and French. He revises the French translations of all his books; people therefore consider these original works as not translations. He is best known for his novels, including The Joke (1967), The Book of Laughter and Forgetting (1979), and The Unbearable Lightness of Being (1984), all of which exhibit his extreme though often comical skepticism.
Kundera wrote in Czech and French. He revises the French translations of all his books; people therefore consider these original works as not translations. He is best known for his novels, including The Joke (1967), The Book of Laughter and Forgetting (1979), and The Unbearable Lightness of Being (1984), all of which exhibit his extreme though often comical skepticism.
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Community Reviews
Displaying 1 - 30 of 30 reviews
January 30, 2020
Milan Kundera ist ein Meister der Romane über tiefgründige Liebesbeziehungen. Ich hatte eine Phase Anfang der 90er Jahre, in der ich viele seiner noch in der Tschechoslowakei spielenden psychologischen Liebesromane las. Die Identität aus dem Jahr 1998 unterscheidet sich schon durch seine Kürze von seinen frühen Werken. Die Handlung wirkt sehr reduziert. Es sind mehr Schlaglichtaufnahmen in kurzen Kapitel, die zwischen Chantal und ihrem Lebenspartner Jean-Marc hin und herspringen.
Chantal ist eine Frau, die mit ihrem Alter hadert. Nach einem schlechten Traum und einem unerfreulichen Barbesuch, will Jean-Marc wissen, warum sie so traurig sei. Darauf entgegnet sie ihm, dass die Männer ihr nicht mehr hinterherschauen. Dieser beiläufig geäußerte Satz bringt eine Kette von Handlungen, Missverständnissen, Gedanken und Träume in Gang, die sich bei allen Bemühen, die Beziehung am Leben zu erhalten, in eine immer größer werdende Distanz zwischen beiden entwickelt. Sieht man immer nur eine Seite von seinem Partner? Wie viele Gesichter hat der geliebte Mensch tatsächlich? Welches ist die wahre Identität? Am Ende wird es eine Spur zu surreal, Traum und Wirklichkeit sind noch schwer auseinanderzuhalten und bevor man enttäuscht die letze Seite aufschlägt, schaltet sich der allwissende Ich-Erzähler ein und hebt das Buch auf eine andere Ebene. Das ist bestimmt nicht jedermann Geschmack. Auf jeden Fall hat es mich sehr beschäftigt und ich bekomme das Buch nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin in der Lage, mir den Schluss zu erklären. Ob der auch im Sinne des Autors ist, bleibt offen. Mir hat diese Novelle sehr gefallen. Es macht Lust, mal wieder einen frühen Kundera zu lesen.
Chantal ist eine Frau, die mit ihrem Alter hadert. Nach einem schlechten Traum und einem unerfreulichen Barbesuch, will Jean-Marc wissen, warum sie so traurig sei. Darauf entgegnet sie ihm, dass die Männer ihr nicht mehr hinterherschauen. Dieser beiläufig geäußerte Satz bringt eine Kette von Handlungen, Missverständnissen, Gedanken und Träume in Gang, die sich bei allen Bemühen, die Beziehung am Leben zu erhalten, in eine immer größer werdende Distanz zwischen beiden entwickelt. Sieht man immer nur eine Seite von seinem Partner? Wie viele Gesichter hat der geliebte Mensch tatsächlich? Welches ist die wahre Identität? Am Ende wird es eine Spur zu surreal, Traum und Wirklichkeit sind noch schwer auseinanderzuhalten und bevor man enttäuscht die letze Seite aufschlägt, schaltet sich der allwissende Ich-Erzähler ein und hebt das Buch auf eine andere Ebene. Das ist bestimmt nicht jedermann Geschmack. Auf jeden Fall hat es mich sehr beschäftigt und ich bekomme das Buch nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin in der Lage, mir den Schluss zu erklären. Ob der auch im Sinne des Autors ist, bleibt offen. Mir hat diese Novelle sehr gefallen. Es macht Lust, mal wieder einen frühen Kundera zu lesen.
February 10, 2023
ich hab etwas gebraucht, um mich auf das spiel zwischen des paars jean-marc und chantal einzulassen, aber die fragen nach dem sinn des lebens und vor allem der identität des menschen verwoben mit der identität der liebenden waren sehr fesselnd.
July 4, 2021
3,5
Es ist zu viele Jahre her, dass ich einen Kundera gelesen habe. Und wie damals, als ich ihn entdeckte, habe ich auch dieses Buch inhaliert. Ich mag seinen Scheibstil sehr. Jean-Marc war für mich nachvollziehbarer als Chantal. Leider konnte ich mit den letzten 15 Seiten des Buchs nichts anfangen, denn da kommt ein Stilmittel zum Einsatz, den ich nicht mag. Dennoch freue ich mich auf die Kunderas, die noch hier SuBen.
Es ist zu viele Jahre her, dass ich einen Kundera gelesen habe. Und wie damals, als ich ihn entdeckte, habe ich auch dieses Buch inhaliert. Ich mag seinen Scheibstil sehr. Jean-Marc war für mich nachvollziehbarer als Chantal. Leider konnte ich mit den letzten 15 Seiten des Buchs nichts anfangen, denn da kommt ein Stilmittel zum Einsatz, den ich nicht mag. Dennoch freue ich mich auf die Kunderas, die noch hier SuBen.
January 15, 2024
Die Zeit verging, und er konnte nicht schlafen. Schließlich stand er auf und legte das Ohr an ihre Tür. Er hörte regelmäßiges Atmen. Dieser ruhige Schlaf, diese Leichtigkeit, mit der sie eingeschlafen war, quälten ihn. Er blieb lange so stehen, das Ohr an der Tür, und sagte sich, dass sie viel weniger verwundbar sei, als er gedacht hatte. Und daß er sich, vielleicht, geirrt hatte, als er sie für die Schwächere und sich für den Stärkeren gehalten hatte. In der Tat, wer ist der Stärkere? Als sie sich beide auf dem Boden der Liebe befanden, war vielleicht wirklich er es. Sobald jedoch der Boden der Liebe unter ihren Füßen verschwunden ist, ist sie stark, und er ist schwach.
4/5 - solid.
4/5 - solid.
March 8, 2024
so lange wie ich gebraucht habe um in diese geschichte reinzukommen, so lange wird sie mich wahrscheinlich auch nicht mehr loslassen🧎♀️🧎♀️🧎♀️
August 25, 2024
Bin ein kleines fangirl von kundera, der mann kann von mir nicht weniger bekommen als 5 sterne
Aber auch so hammer buch
Aber auch so hammer buch
February 18, 2024
Unglaublich spannend, manchmal tut es fast weh es zu lesen und man möchte Chantal etwas zurufen. Es ist erstaunlich wie schnell sich diese Szenen einfach verwandeln.
July 1, 2024
Habe erst nach 20 Seiten realisiert, dass ich das Buch vor einigen Jahren schon einmal gelesen habe. Ich habe es dann trotzdem noch einmal zu Ende gelesen.
June 20, 2024
gut zum lesen in der bahn
December 31, 2021
Poetisch, süß, überraschend und malerisch :-)
December 28, 2023
Kundera, wie gewohnt, mit unverkennbaren Gedankenstilen und intellektuellen Analysen der Affinitäten und des Abscheus zwischen den Geschlechtern. Über ihre Eitelkeiten und Schönheiten, die unvermeidlich vergänglich sind und darum, wie Kundera es oft in seinen Romanen und für ihn typisch bemerkt, im Laufe des Daseins bedeutungslos werden, und aus dem Grund ihre eigentlichen Bedeutungen erlangen. In diesem Werk, über Liebe und des Vergehens dieser Liebe, über Visionen und Illusionen der Liebe. Damit, über die illusorische Vision und Version des Menschen. Illusorisch aus dem Grund, als sich ein Mensch, je nach individueller geistiger Konstitution und Kultur, in seinen vor allem emotionalen Formen und Prägungen ändert, sich entwickelt, nicht im Sinne einer Verformung, sondern einer Umwandlung, die einen Progress beinhaltet und zu einer Inkompatibilität einer ehemals bestehenden Liebe führen kann um eine fortdauernde Adaptation nach anfänglicher Assimilation unmöglich zu machen. Aus romantischer Imagination wird eine Halluzination des Horrors, der Rausch am Ende zur bitteren Wahrheit. Gewohnheit wird zum Gefängnis, ein Ausbruch auch bei offenen Türen nicht mehr möglich. Schmerzen kennen keine Vernunft.
„In welchem Augenblick genau hat sich das Wirkliche in Unwirkliches, die Realität in Träumerei verwandelt? Wo war die Grenze? Wo ist die Grenze?“
Kundera liebt, oder verachtet man. Ein Dazwischen existiert nicht.
Ein Roman über den Traum von Liebe. Über Illusionen, Wahrheiten und Gefühle, die sich nicht kontrollieren lassen, über die der Mensch keine Macht besitzt. „Ich werde Dich lieben, bis dass der Tod uns scheidet“. Welcher Mensch kann das versprechen?…Er wäre kein Mensch…oder er würde lügen und in dem Augenblick, auch sich selbst anlügen. Gefühle lassen sich nicht versprechen…somit lässt sich Liebe nicht versprechen. [Natürlich gibt es Ausnahmen. Diese beruhen jedoch niemals auf einem Versprechen.]
„In welchem Augenblick genau hat sich das Wirkliche in Unwirkliches, die Realität in Träumerei verwandelt? Wo war die Grenze? Wo ist die Grenze?“
Kundera liebt, oder verachtet man. Ein Dazwischen existiert nicht.
Ein Roman über den Traum von Liebe. Über Illusionen, Wahrheiten und Gefühle, die sich nicht kontrollieren lassen, über die der Mensch keine Macht besitzt. „Ich werde Dich lieben, bis dass der Tod uns scheidet“. Welcher Mensch kann das versprechen?…Er wäre kein Mensch…oder er würde lügen und in dem Augenblick, auch sich selbst anlügen. Gefühle lassen sich nicht versprechen…somit lässt sich Liebe nicht versprechen. [Natürlich gibt es Ausnahmen. Diese beruhen jedoch niemals auf einem Versprechen.]
December 21, 2024
Grundsätzlich: wie immer grossartige Prosa, grossartiger Mix von (pseudo- und) philosophischen Gesprächen und Gedanken mit vermeintlicher Handlung, ein Paar und ihre absurde und doch echte Liebe und Gefühle und Missverständnisse zentral. Was ich an Die Identität besonders mochte, war die Art und Weise, wie die vermeintlichen Fakten der Handlung ständig relativisiert wurden - wenn der POV änderte, wenn sich erinnert wurde, wenn neue Elemente die Interpretation änderten. Dies, zusammen mit der Metapher der unterschiedlichen "Gesichter" die man im Leben trägt - und ist Konformität wirklich das grössere Übel? Ich bin auf Chantals Seite hier - zeigen wunderbar wie fliessend und flüchtig die Identität eines Gegenübers ist. Wenn man jemanden von aussen betrachtet, zu kennen glaubt, auf dieses Kennen verlässt - wie unangenehm, Zeichen wahrnehmen zu müssen, dass das nicht stimmt.
Was mir nicht besonders gefiel (aber im Grunde für Kundera nicht unüblich ist) ist diese Essenzialisierung der Geschlechter, die nur hauchdünn nicht Klischee ist. Wobei ich denke, dass auch dies manchmal gut eingesetzt ist: Chantals Mühe mit ihrer Menopause ist auch die körperliche Metapher der Veränderungen von uns selbst, unserer Identität, und der Position, die wir für uns selbst in der Welt zu wissen glauben.
Wofür ich den zweiten Stern abziehe ist das Ende; ich mag die Idee der Unsicherheit, wann was Traum, wann was Interpretation und ängstliche Fantasie ist. Dass der Roman aber aus durchaus sehr realistischer Handlung in das Absurde abdriftet, das scheint mir weniger gut gelungen.
Alles in allem, ein guter Roman, aber nicht mein Lieblings-Kundera.
Was mir nicht besonders gefiel (aber im Grunde für Kundera nicht unüblich ist) ist diese Essenzialisierung der Geschlechter, die nur hauchdünn nicht Klischee ist. Wobei ich denke, dass auch dies manchmal gut eingesetzt ist: Chantals Mühe mit ihrer Menopause ist auch die körperliche Metapher der Veränderungen von uns selbst, unserer Identität, und der Position, die wir für uns selbst in der Welt zu wissen glauben.
Wofür ich den zweiten Stern abziehe ist das Ende; ich mag die Idee der Unsicherheit, wann was Traum, wann was Interpretation und ängstliche Fantasie ist. Dass der Roman aber aus durchaus sehr realistischer Handlung in das Absurde abdriftet, das scheint mir weniger gut gelungen.
Alles in allem, ein guter Roman, aber nicht mein Lieblings-Kundera.
October 16, 2022
"Wenn er sich vor dieser Zweisamkeit lange so mit ihr getroffen hätte, wie sie mit den anderen war, hätte er dann den geliebten Menschen in ihr erkannt? Wenn er sie nur mit dem Gesicht gekannt hätte, das sie ihren Kolleginnen, ihren Chefs, ihren Untergebenen zeigt, hätte dieses Gesicht ihn berührt und entzückt?
Auf diese Fragen hat er keine Antwort."
"Damit das Ich nicht schrumpft, damit es sein Volumen behält, müssen die Erinnerungen begossen werden wie Topfblumen, und dieses Gießen erfordert den regelmäßigen Kontakt mit Zeugen der Vergangenheit, das heißt mit Freunden. Sie sind unser Spiegel; unser Gedächtnis; man verlangt nichts von ihnen, außer daß sie von Zeit zu Zeit diesen Spiegel polieren, damit man sich darin anschauen kann."
"Chantal sah ihn genießerisch an: er sprach nicht wie einer, der Lektionen erteilt, sondern wie ein Provokateur. Genau das mag Chantal an ihm: diesen schroffen Ton eines Menschen, der alles, was er tut, in eine Provokation verwandelt, in der heiligen Tradition der Revolutionäre oder der Avantgardisten; er vergißt nie, »beim Bürger Eindruck zu schinden«, selbst wenn er die konventionellsten Wahrheiten von sich gibt. Im übrigen, werden die provozierendsten Wahrheiten (»stellt die Bürger an die Wand!«) nicht die konventionellsten, wenn sie an die Macht kommen? Die Konvention kann irgendwann zur Provokation werden und die Provokation zur Konvention. Wichtig dabei ist der Wille, in jeder Einstellung bis zum Äußersten zu gehen."
Auf diese Fragen hat er keine Antwort."
"Damit das Ich nicht schrumpft, damit es sein Volumen behält, müssen die Erinnerungen begossen werden wie Topfblumen, und dieses Gießen erfordert den regelmäßigen Kontakt mit Zeugen der Vergangenheit, das heißt mit Freunden. Sie sind unser Spiegel; unser Gedächtnis; man verlangt nichts von ihnen, außer daß sie von Zeit zu Zeit diesen Spiegel polieren, damit man sich darin anschauen kann."
"Chantal sah ihn genießerisch an: er sprach nicht wie einer, der Lektionen erteilt, sondern wie ein Provokateur. Genau das mag Chantal an ihm: diesen schroffen Ton eines Menschen, der alles, was er tut, in eine Provokation verwandelt, in der heiligen Tradition der Revolutionäre oder der Avantgardisten; er vergißt nie, »beim Bürger Eindruck zu schinden«, selbst wenn er die konventionellsten Wahrheiten von sich gibt. Im übrigen, werden die provozierendsten Wahrheiten (»stellt die Bürger an die Wand!«) nicht die konventionellsten, wenn sie an die Macht kommen? Die Konvention kann irgendwann zur Provokation werden und die Provokation zur Konvention. Wichtig dabei ist der Wille, in jeder Einstellung bis zum Äußersten zu gehen."
January 16, 2023
Nachdem ich es fertig gelesen hatte, las ich zum ersten Mal den Buchrücken und dachte: ein LIEBESroman???
Das Buch hat mich bis ca. S.80 nicht richtig abgeholt, ab da konnte ich es allerdings nicht mehr aus der Hand legen und musste es dringend in einem Stück durchlesen. Die Spannung die sich dann doch noch aufbaute ist der Grund dafür, dass ich 3 statt 2 Sternen vergebe. Das Ende hat mich nicht glücklich gemacht, als einen Liebesroman konnte ich es wirklich nicht verstehen. Ich finde eher, Kundera hat versucht, unterschiedliche Motive, Strategien im Leben und der Beziehung zu anderen ansatzweise zu beleuchten, hat dabei jedoch beide Charaktere sehr flach und überzeichnet dargestellt, dazu die starke Sexualisierung der weiblichen Figur. Fast schon eine Art Mutmaßung, dass es einer "alternden" Frau nur beschäftigen könne, ob ihr Körper in den Augen von Männern noch anziehend sei.
Was Kundera hier gut gelingt, ist für mich nicht zwingenderweise das Konzept der Identität zu beleuchten, wohl aber, inwiefern wir bereit sind, diese anderen anzupassen oder anderen eine neue vorzuspielen, und wieweit sie als stabiles Konstrukt Sicherheit für die Menschen in unserem Leben bedeuten kann. Auch aufzuzeigen, wie unterschiedlich ein und das selbe Handeln interpretiert und bewertet werden kann. Jedoch schafft Kundera es nur, ansätzliche Fragen aufzuwerfen, nicht: sie zu beantworten und dringt nicht ansatzweise in die mögliche Tiefe der Themen ein, was es zu leichtem Lesestoff, für mich nicht allzu wertvollen Lesestoff macht.
Das Buch hat mich bis ca. S.80 nicht richtig abgeholt, ab da konnte ich es allerdings nicht mehr aus der Hand legen und musste es dringend in einem Stück durchlesen. Die Spannung die sich dann doch noch aufbaute ist der Grund dafür, dass ich 3 statt 2 Sternen vergebe. Das Ende hat mich nicht glücklich gemacht, als einen Liebesroman konnte ich es wirklich nicht verstehen. Ich finde eher, Kundera hat versucht, unterschiedliche Motive, Strategien im Leben und der Beziehung zu anderen ansatzweise zu beleuchten, hat dabei jedoch beide Charaktere sehr flach und überzeichnet dargestellt, dazu die starke Sexualisierung der weiblichen Figur. Fast schon eine Art Mutmaßung, dass es einer "alternden" Frau nur beschäftigen könne, ob ihr Körper in den Augen von Männern noch anziehend sei.
Was Kundera hier gut gelingt, ist für mich nicht zwingenderweise das Konzept der Identität zu beleuchten, wohl aber, inwiefern wir bereit sind, diese anderen anzupassen oder anderen eine neue vorzuspielen, und wieweit sie als stabiles Konstrukt Sicherheit für die Menschen in unserem Leben bedeuten kann. Auch aufzuzeigen, wie unterschiedlich ein und das selbe Handeln interpretiert und bewertet werden kann. Jedoch schafft Kundera es nur, ansätzliche Fragen aufzuwerfen, nicht: sie zu beantworten und dringt nicht ansatzweise in die mögliche Tiefe der Themen ein, was es zu leichtem Lesestoff, für mich nicht allzu wertvollen Lesestoff macht.
June 28, 2023
Was passiert wenn plötzlich Worte, Gesten oder Situationen ein Paar immer weiter entfremden?
Milan Kundera erzählt uns - auf eine außergewöhnliche Weise - in seinem wundervollen Roman die Geschichte von Jean-Marc und Chantal. Ihre Liebe stürzt sie in eine tiefe Krise.
Der tschechisch-französische Autor arrangiert in "Die Identität” scheinbar unerwartete Situationen in denen sich seine Charaktere verirren.
Durch stilvolle und teils philosophische Abschweifungen entwickelt sich die Handlung zwar langsam, aber dieser konstruierte Lauf der Worte regt den Leser zum Nachdenken an.
Ängste über Unglück, Störungen der Zufriedenheit, die eigene Vergangenheit oder die Vergänglichkeit eines jeden Menschen sind einige dieser Themen.
Kundera beherrscht diese Kunst des Schreibens scheinbar spielerisch und gleichzeitig sehr elegant.
Milan Kundera erzählt uns - auf eine außergewöhnliche Weise - in seinem wundervollen Roman die Geschichte von Jean-Marc und Chantal. Ihre Liebe stürzt sie in eine tiefe Krise.
Der tschechisch-französische Autor arrangiert in "Die Identität” scheinbar unerwartete Situationen in denen sich seine Charaktere verirren.
Durch stilvolle und teils philosophische Abschweifungen entwickelt sich die Handlung zwar langsam, aber dieser konstruierte Lauf der Worte regt den Leser zum Nachdenken an.
Ängste über Unglück, Störungen der Zufriedenheit, die eigene Vergangenheit oder die Vergänglichkeit eines jeden Menschen sind einige dieser Themen.
Kundera beherrscht diese Kunst des Schreibens scheinbar spielerisch und gleichzeitig sehr elegant.
April 8, 2020
Ein typischer Kundera. Wer Kundera mag, der wird auch dieses Buch genießen. Die für ihn typische, leicht verständliche, schöne Sprache be- und umschreibt erneut eine Liebesgeschichte und ihre Facetten. Wie immer gelingt es Kundera problemlos philosophische Fragen in die Gedankenströme seiner Figuren einzubauen, ohne das diese deplatziert oder zu gewollt erscheinen. Die Figuren haben eine Tiefe, welche sich im Laufe der Lektüre immer weiter herausstellt. Besonders schön ist, dass man in die Gedankengänge beider Hauptfiguren Einblicke erhält. Und zum Schluss die große Frage: was ist noch Realität und was schon Traum?
August 15, 2023
Ich glaub', der Autor hat einfach viel zu viel zu sagen und verpackt das in dünnen Geschichten. Brandneu: Ein Mann der meint, seine Weltanschauung sei so wichtig, dass er das jetzt in einem vorhersehbaren Roman verpacken muss. Zwei Sterne gibt's dennoch, weil ich nicht super wütend war als ich das Buch beendet habe (wie bei "die unendliche Leichtigkeit des Seins", da war ich schon relativ wütend auf meine gestohlene Lebenszeit). Aber dennoch einfach nur Schrott, da lese ich schon fast lieber die Bibel, die Geschichten sind vielschichtiger.
September 4, 2021
Das meiner Meinung nach wirklich schönste Buch von Kundera, es ist ein Roman, aber Philosophischer als alle die ich bisher las (mit Ausnahme von anderen Kunderas). Wie bei vielen seiner Bücher, hat man nachher das Wunderschöne gefühl "Die Liebe" etwas besser verstanden zu haben.
March 21, 2025
Ein Buch voller Widersprüche, das absichtlich vor den Kopf stößt und sich mit einem roten Tuch aus dem Fenster lehnt, eben weil es auffallen möchte. Lesenswert. Der Stil ist so schön. Das Buch so widerwillig. Die erwähnte Werbung die Spiegelung des Inhalts.
April 6, 2018
Ich habe dieses Buch so überhaupt nicht genossen, die Geschichte hat für mich von vorn bis hinten keinen Sinn ergeben..
August 23, 2021
Ein wenig Tristesse, ein wenig Obszönität, ganz viel Verwirrung. Schwächer geworden ist Milan Kundera, seitdem er nicht mehr in seiner Muttersprache schreibt.
April 30, 2022
Wie ein Schulbuch dass man durchanalysisren kann. Vlt hab ich es nicht durchstiegen. Wenns jemand gelesen hat, bitte um Erklärung.
December 30, 2023
Hab leider nicht reingefunden :/
January 4, 2024
Ich mag Kundera nach wie vor sehr gerne und das Buch ist super, um es zwischendurch schnell zu lesen. Die Verwirrungen am Ende haben mich sehr beeindruckt.
August 25, 2024
Ich hatte diesen Roman früher schon einmal gelesen, erinnerte mich aber kaum noch daran. Mit den späten, kurzen und auf Französisch geschriebenen Büchern tröpfelt das Werk des Mährers (der Vater war Janaček-Schüler und Direktor der Brünner Musikhochschule) so nach und nach aus. Die zwei Jahre später erschienene „Unwissenheit“ ist meines Erachtens das bessere Buch.
Bis zu Kunderas größtem Erfolg, „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (1984), rieben seine Romane sich stets am kommunistischen tschechoslowakischen Staats- und Parteiapparat. Wie er jede Form von Aufrichtigkeit verhindert und Menschen dazu gebracht hat, sich Identitäten aus Lebenslügen zu bauen. Auch gilt der Tscheche schon lange als „Philosoph der Frauen und der Liebe“. Exiliert nach Frankreich und mit dem Ende der kommunistischen Systeme Osteuropas konfrontiert, scheint Kundera eine art Geisterhaftigkeit befallen zu haben. In seinen letzten Büchern geht es stets um Protagonistinnen, jedoch wird man den Verdacht nicht los, das der Autor diese Figuren ein wenig verspottet und insgeheim sogar verachtet.
Hier ist es Chantal. Sie ist nicht mehr die Jüngste. Nach dem Tod des gemeinsamen Kindes hat sie ihren Ehemann verlassen und ihr zweites Leben an der Seite von Jean-Marc begonnen. Eine vermeintlich sichere Beziehung, die sich als fragil erweist, als die Liebe nicht mehr ungebrochen geglaubt wird, sondern neuerdings vorgeführt und unterstrichen werden muss.
„Die Männer drehen sich nicht mehr nach mir um“, sagt Chantal. Dabei denkt sie eigentlich nur an einen jungen Mann, einen Vater, vor dessen Bauch ein Kind hing, als er ihr auf einem Strandspaziergang über den Weg lief. Auf dem Rücken hatte er noch eine Trage. Wie sollte denn so einer sich nach ihr umdrehen? Aber Jean-Marc versteht das als Signal, ihr zu beweisen, wie zauberhaft sie nach wie vor ist, wie sehr er sie liebt. Er verfolgt sie jetzt heimlich und setzt Briefe eines anonymen Verehrers auf, beglaubigt diese mit Details, von denen sie glauben muss, er könne sie nicht kennen. Dann ertappt sie ihn, als er die „Briefe des Unbekannten“, die er in Wahrheit geschrieben hat, liest und beginnt an ihrer Liebe zu ihm zu zweifeln.
Milan Kundera hat so viele herrliche Bücher geschrieben und es ist schade, dass ihn der Nobelpreis nie erreicht hat; auch die Tschechische Republik hätte es verdient gehabt. Aber das hier fand ich dann doch überziseliertes Seniorenkino. Die alte Süffisanz ist bisweilen aber noch dabei.
Bis zu Kunderas größtem Erfolg, „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (1984), rieben seine Romane sich stets am kommunistischen tschechoslowakischen Staats- und Parteiapparat. Wie er jede Form von Aufrichtigkeit verhindert und Menschen dazu gebracht hat, sich Identitäten aus Lebenslügen zu bauen. Auch gilt der Tscheche schon lange als „Philosoph der Frauen und der Liebe“. Exiliert nach Frankreich und mit dem Ende der kommunistischen Systeme Osteuropas konfrontiert, scheint Kundera eine art Geisterhaftigkeit befallen zu haben. In seinen letzten Büchern geht es stets um Protagonistinnen, jedoch wird man den Verdacht nicht los, das der Autor diese Figuren ein wenig verspottet und insgeheim sogar verachtet.
Hier ist es Chantal. Sie ist nicht mehr die Jüngste. Nach dem Tod des gemeinsamen Kindes hat sie ihren Ehemann verlassen und ihr zweites Leben an der Seite von Jean-Marc begonnen. Eine vermeintlich sichere Beziehung, die sich als fragil erweist, als die Liebe nicht mehr ungebrochen geglaubt wird, sondern neuerdings vorgeführt und unterstrichen werden muss.
„Die Männer drehen sich nicht mehr nach mir um“, sagt Chantal. Dabei denkt sie eigentlich nur an einen jungen Mann, einen Vater, vor dessen Bauch ein Kind hing, als er ihr auf einem Strandspaziergang über den Weg lief. Auf dem Rücken hatte er noch eine Trage. Wie sollte denn so einer sich nach ihr umdrehen? Aber Jean-Marc versteht das als Signal, ihr zu beweisen, wie zauberhaft sie nach wie vor ist, wie sehr er sie liebt. Er verfolgt sie jetzt heimlich und setzt Briefe eines anonymen Verehrers auf, beglaubigt diese mit Details, von denen sie glauben muss, er könne sie nicht kennen. Dann ertappt sie ihn, als er die „Briefe des Unbekannten“, die er in Wahrheit geschrieben hat, liest und beginnt an ihrer Liebe zu ihm zu zweifeln.
Milan Kundera hat so viele herrliche Bücher geschrieben und es ist schade, dass ihn der Nobelpreis nie erreicht hat; auch die Tschechische Republik hätte es verdient gehabt. Aber das hier fand ich dann doch überziseliertes Seniorenkino. Die alte Süffisanz ist bisweilen aber noch dabei.
Skeptisch hatte er das Angebot der sich bietenden Möglichkeiten geprüft: die Staatsanwälte, die ihr ganzes Leben der Verfolgung anderer widmen; die Lehrer, Prügelknaben schlecht erzogener Kinder; die technischen Fächer, deren Fortschritt bei einem geringen Vorteil eine enorme Schädlichkeit mit sich bringt; das ebenso kultivierte wie hohle Geschwätz der Geisteswissenschaften; die Innenarchitektur (sie zog ihn wegen der Erinnerung an seinen Großvater an, der Tischler gewesen war), ganz und gar den Moden unterworfen, die er haßte; den Beruf der armen Apotheker, die dazu degradiert sind, Verkäufer für Schachteln und Fläschchen zu sein. Wenn er sich fragte: welchen Beruf soll ich für mein ganzen Leben wählen?, verfiel sein Inneres in verlegenstes Schweigen.
December 9, 2024
Die Eitelkeit einer betuchten Werbetexterin, verpartnert mit einem Privatier und gleichsam unbedarften Hallodri, wird durch den Eintritt in die Wechseljahre auf die Probe gestellt.
So könnte man diese Novelle nüchtern in einem Satz zusammenfassen. Kundera wüßte ja eigentlich durchaus mit innovativen Stilmitteln zu überzeugen. Da ist zum einen die oszillierende Erzählperspektive, die vielseitig wirkt, weil abwechselnd Einblicke in die Gedanken beider Liebenden gewährt werden. Oder auch das Ende, welches zwischen absurdem Erzählbruch und trivialem Happy-End-Kitsch einen gelungenen Kompromiss findet. Und dennoch will diese Geschichte nicht begeistern. Sie bleibt zu sehr im Oberflächlichen verhaftet, die Dialoge wirken gekünstelt und allzu fragmentarisch, die Protagonisten übermäßig blasiert und mit intellektuell anmutenden Geschwätz und Belanglosigkeiten beschäftigt. Natürlich gestaltet Kundera bewusst in postmoderner Manier seine Erzählung aus, nur verwehrt er dem Leser gleichzeitig die Annäherung und Identifikation mit den Figuren und der Handlung.
Ich persönlich habe die von Kundera entworfenen Personen, ihre Attidüden und Nichtigkeiten vor allem mit dem Film "Der Stadtneurotiker" assoziert; dabei wird jedoch ein wesentlicher Unterschied deutlich: Woody Allen persifliert gerade diese Attitüden und Nichtigkeiten bewusst auf subtile Weise, bei Kundera schien mir das nicht der Fall zu sein.
So könnte man diese Novelle nüchtern in einem Satz zusammenfassen. Kundera wüßte ja eigentlich durchaus mit innovativen Stilmitteln zu überzeugen. Da ist zum einen die oszillierende Erzählperspektive, die vielseitig wirkt, weil abwechselnd Einblicke in die Gedanken beider Liebenden gewährt werden. Oder auch das Ende, welches zwischen absurdem Erzählbruch und trivialem Happy-End-Kitsch einen gelungenen Kompromiss findet. Und dennoch will diese Geschichte nicht begeistern. Sie bleibt zu sehr im Oberflächlichen verhaftet, die Dialoge wirken gekünstelt und allzu fragmentarisch, die Protagonisten übermäßig blasiert und mit intellektuell anmutenden Geschwätz und Belanglosigkeiten beschäftigt. Natürlich gestaltet Kundera bewusst in postmoderner Manier seine Erzählung aus, nur verwehrt er dem Leser gleichzeitig die Annäherung und Identifikation mit den Figuren und der Handlung.
Ich persönlich habe die von Kundera entworfenen Personen, ihre Attidüden und Nichtigkeiten vor allem mit dem Film "Der Stadtneurotiker" assoziert; dabei wird jedoch ein wesentlicher Unterschied deutlich: Woody Allen persifliert gerade diese Attitüden und Nichtigkeiten bewusst auf subtile Weise, bei Kundera schien mir das nicht der Fall zu sein.
August 13, 2009
Ein etwas spröde und daher teilweise mühevoll zu lesendes Buch. Es gibt wenig Anschauliches, Beschreibungen von Äußerlichkeiten (Personen, Umgebung) werden eher vernachlässigt. Der Text bezieht sich meist auf die Innenansicht, Gedanken, Gefühle der HauptdarstellerIn. Gegen Ende wird die Geschichte zusehends wirrer und unsinniger, bis sich zuguterletzt alles in einem Happy End auflöst.
In einer Kritik der ZEIT stand Folgendes: "Der Text ermöglicht unsere Gedanken- und Phantasieproduktion, und er fordert sie. Er weist über die bloße Anschauung hinaus, er will Erkenntnis, ist also philosophisch." Ist zum Teil recht treffend. Nachdenkenswerte Abschnitte sind beispielsweise die über Freundschaft oder über den Zwang (?) in unterschiedlichen Bereichen des Lebens die entsprechenden Masken tragen zu müssen.
Alles in Allem: Keine Liebesgeschichte der herkömmlichen Art.
In einer Kritik der ZEIT stand Folgendes: "Der Text ermöglicht unsere Gedanken- und Phantasieproduktion, und er fordert sie. Er weist über die bloße Anschauung hinaus, er will Erkenntnis, ist also philosophisch." Ist zum Teil recht treffend. Nachdenkenswerte Abschnitte sind beispielsweise die über Freundschaft oder über den Zwang (?) in unterschiedlichen Bereichen des Lebens die entsprechenden Masken tragen zu müssen.
Alles in Allem: Keine Liebesgeschichte der herkömmlichen Art.
December 28, 2013
"Nichts zu wissen, sich alles vorstellen zu müssen. Sie könnte sich nicht einmal das Leben nehmen, denn Selbstmord wäre Verrat, wäre die Weigerung zu warten, hieße die Geduld verlieren. Sie wäre dazu verurteilt, bis ans Ende ihrer Tage in ununterbrochenem Schrecken zu leben."
Bereits vor ein paar Jahren habe ich dieses Buch begonnen und nach 18 Seiten wieder beiseite gelegt, weil es mich langweilte. Ich war wohl noch nicht bereit dafür. Diesmal las ich es und war gleich nach den ersten Seiten begeistert. Die Geschichte ist sehr schlicht aber sehr tiefgründig. Wunderschön. Es geht darum zu lieben, ohne sich selbst zu verlieren. Um die Zweifel, die Ängste, die Wut auf den anderen, weil er einen schwach macht.
Das Buch hätte noch etwas länger sein können, aber die Geschichte war auch so abgerundet.
Bereits vor ein paar Jahren habe ich dieses Buch begonnen und nach 18 Seiten wieder beiseite gelegt, weil es mich langweilte. Ich war wohl noch nicht bereit dafür. Diesmal las ich es und war gleich nach den ersten Seiten begeistert. Die Geschichte ist sehr schlicht aber sehr tiefgründig. Wunderschön. Es geht darum zu lieben, ohne sich selbst zu verlieren. Um die Zweifel, die Ängste, die Wut auf den anderen, weil er einen schwach macht.
Das Buch hätte noch etwas länger sein können, aber die Geschichte war auch so abgerundet.
March 12, 2012
Chantal, eine erfolgreiche Frau, die bereits einige Höhen und Tiefen in ihrem Leben meistern musste und Jean-Marc, ihr Lebensgefährte, ein paar Jahre jünger und weniger erfolgreich, erreichen einen Punkt in ihrem Leben, der sie zum Zweifeln anregt. Das Buch berührte mich leider gar nicht. Teilweise zogen und wiederholten sich die Gedanken der Charaktere über mehrere Seiten ohne am Ende zu einem wirklichen Ergebnis zu kommen. Aber vielleicht ist es ja auch so gewollt?
January 13, 2023
mir fällt es irgendwie immer schwer meine bewunderung für kundera's schreibstil in worte zu fassen. genauso wie die unerträgliche leichtigkeit des seins tiefgründig, eindringlich und ganz ganz viel zum nachdenken. an tollen zitaten mangelt es hier definitiv nicht. ich freue mich auf mehr von milan kundera!!
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