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Tragedias

Tragedias de Esquilo.

Contiene:

Los persas (472 a. C.)
Los siete contra Tebas (467 a. C.)
Las suplicantes (463 a. C.)
Prometeo encadenado
Orestíada (458 a. C.) que comprende:
Agamenón
Las coéforas
Las euménides


Esquilo (Eleusis, 525 a. C. – Gela, 456 a. C.), dramaturgo griego. Predecesor de Sófocles y Eurípides, es considerado como el primer gran representante de la tragedia griega.

268 pages, Kindle Edition

First published January 1, 459

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Esquilo

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January 3, 2025
Diese Sammelausgabe aus der Reihe 'Anaconda Antike' präsentiert eine Auswahl antiker Tragödien der klassischen Dichter Aischylos, Sophokles & Euripides in der verständlichen Übersetzung von Dietrich Ebener. Dabei finde ich die jeweils erlesenen Stücke nicht unpassend, da für jeden Dichter doch mehr oder weniger die Trauergeschichte ausgewählt wurde, für die er heute besonderen Nachruhm genießt; Für Aischylos die Orestie, für Sophokles 'König Ödipus' und für Euripides 'Medea'. Weniger bekannte Stücke wie Sophokles' 'Philoktet' oder Euripides' 'Ion' ergänzen die Auswahl bereichernd. Indem die Tragödiendichter in an der Lebenszeit gemessener chronologischer Ordnung aufgeführt sind, ist eine gewisse Entwicklung der Tragödiendichtung in Sprache und Struktur bei der Lektüre zu spüren. Während bei Aischylos ein präsenter moralischer Gedanke wie die Warnung vor Hochmut (Die Perser) den Inhalt der Stücke leitet und das Geschehen sehr direkt mit der Handlung und Gewalt der Götter verwoben ist, wobei der Chor eine essentielle Sprechrolle einnimmt, rückt bei Sophokles das Schicksal des Einzelnen in direktere Aufmerksamkeit, was auch daher rührt, dass die Sprechpartien des Chors in ihrem Umfang zugunsten der Entwicklung der gespielten Figuren reduziert werden. Dennoch spielt der Einfluss durch die Götter und die Mahnung zur Tugend weiterhin eine wichtige Rolle (z.B. Kreons fehlende Einsicht in 'Antigone', die Unausweichlichkeit der Erfüllung göttlicher Prophezeiung in 'Ödipus' und 'Philotket'). Euripides wird als Schlusslicht mehr oder weniger zum Dichter der Frauengestalten: allein die Tragödie 'Ion' ist hier ein Gegenbeispiel. Ansonsten "überrascht" der antike Dichter mit einer modern anmutenden (oder einfach sozialkritischen) Beobachtungsgabe für die Position (oder das Unglück) einer Frau in der Antike, die z.B. hilflos der Heiratspolitik und der Abhängigkeit ihrem Mann gegenüber ausgeliefert ist (s. 'Medea'). Aber auch mit Alkestis und Iphigenie inszeniert er Heldinnen der antiken Mythologie, die durch ihre Selbstlosigkeit (Alkestis) oder ihrer Verbundenheit zu Heimat & Familie (Iphigenie) bestechen.
Allerdings fehlt das Buch in einer ungenügenden Kontrolllektüre. Meine Ausgabe trieft gerade so vor derben Rechtschreibfehlern und das in einer Häufigkeit, die unangenehm wird. Für die im preis günstigen Sammelausgaben von Anaconda – an irgendeiner Stelle wird wohl gespart werden müssen – gebe ich dennoch 5 Sterne. Zum Schluss noch schöne Zitate :

"Denn Übermut, der Blüten treibt, bringt nur die Frucht der Schuld hervor, von der man nichts als Tränen erntet." – Dareios in 'Die Perser' (Aischylos)

"Hast Du's beschlossen, geh! Und wisse : Wahnsinn geht mit dir, doch rechte Liebe zu den Lieben auch!" Isemene in 'Antigone' (Sophokles)

"Denn er, in dem ich all mein Glück erkennen durfte, mein Ehegatte, ward zum schändlichsten Verbrecher. Von allem, was beseelt ist und Verstand besitzt, sind doch wir Weiber das erbärmlichste Geschöpf. Erst müssen durch ein Übermaß an Geld den Mann wir kaufen – und den Herrn gewinnen über Leben und Leib. Dies Übel ist noch schmerzlicher als jenes. Der Kernpunkt dann: Ist schlecht, ist gut,, den wir bekommen? Sich scheiden lassen. bringt ja einer Frau nur Schande, und einen Gatten abzulehnen, ist nicht möglich. In eine neue Lebensführung tritt die Frau und muß, von Haus aus unbelehrt, Prophetin sein, mit wem als Gatten sie am besten fahren wird. Gelingt uns das und lebt der Mann mit uns zusammen und trägt das Ehejoch geduldig, spricht man von beneidenswertem Leben- Sonst – bleibt uns der Tod! Und fällt dem Manne lästig der Familienkreis, geht er hinaus und macht sein Herz von Kummer frei, sucht seinen Freund, sucht seine Jugendspielen auf. Wir aber dürfen nur auf eine Seele schauen. Sie sagen, ein gefahrlos Leben führten wir im Hause, sie dagegen kämpften mit der Waffe die Toren: Dreimal möchte ich mich lieber stellen in Reih und Glied als einmal nur ein Kind gebären!" Medea in 'Medea' (Euripides)
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July 20, 2014
Aischylos Orestie ist eigentlich nicht ein Buch sondern 3 bzw. 3 Stücke. Die meisten griechischen Tragödien waren anscheinend Trilogien und es gehörte wohl noch ein abschließendes witziges Stück dazu, das aber verloren gegangen ist.
Wie auch immer. Die Orestie besteht aus den Stücken
1. Agamemnon
2. Choephoren bzw. Die Spenderinnen am Grabe
3. Eumeniden bzw. Die Wohlwollenden

Die Namen sind je nach Übersetzung ein wenig unterschiedlich, nur bei Band 1 Agamemnon scheint man sich einig zu sein.

Die Griechen verstanden es, Tragödien zu schreiben, hier sterben die Protagonisten zu Hauf, wie bei GRR Martin, vor allem kostet es meist tatsächlich die Hauptfiguren in sehr schneller Abfolge.

=== Agamemnon ===
Agamemnon kommt also aus dem Trojanischen Krieg zurück. Seine Frau hat sich mittlerweile einen Liebhaber zugelegt (der über mehrere Ecken sogar mit Agamemnon verwand ist (sein Cousin aus einer inzestuösen Verbindung) du hat ein Warnsystem installieren lassen, dass sie rechtzeitig warnt, bevor ihr Ehemann wieder daheim ankommt.
Agamemnon ist umgekehrt proportional intelligent zu seiner Kraft und daher bringt er seine Geliebte Kassandra ganz öffentlich mit, und reibt sie seiner Frau gleich mal unter die Nase. Die ist, wie man sich vorstellen kann, wenig begeistert. Das dürfte sie in dem Beschluss ihn zu ermorden noch bestärkt haben. Wie dem auch sei, sie erschlägt ihn mit einer Axt in der Badewanne. Diese Szene ist jedoch leider unfreiwillig komisch, denn Agamemnon hat noch genug Zeit und Energie für diese elaborierten Schmerzensschreie:

O wehe mir, ein Todesstreich traf mich ins Herz!
O wehe mir noch einmal, wieder traf der Schlag!

Insgesamt spricht das Stück aber ein sehr modernes Dilemma an: Warum sollte Klytaimestras Mord schlimmer sein als jener, den Agamemnon an ihrer gemeinsamen Tochter beging, als er sie den Göttern opferte? Hat nicht Klytaimestra das Recht auf Blutrache, um ihr Kind zu rächen?

Das Stück hat jedenfalls ein paar richtig gute Zitate zu bieten, die den klassischen von Goethe in nichts nachstehen. Leider liest heutzutage wohl kaum einer mehr die Orestie.


Das Gift der Mißgunst wuchert wild im Herzen und läßt den, der es getrunken, doppelt Qual erleiden.

Dem Neid entgeht nur, wer nicht seiner würdig ist.

Es gibt kein Fliehen, Freunde, ist die Zeit erfüllt

Nur wer genau Bescheid weiß, sollte sich ereifern. Vermuten und fest wissen sind verschiedne Dinge

=== Die Spenderinnen am Grabe===
Orestes kommt zusammen mit einem Freund nach Hause und trifft am Grabe des Vaters seine Schwester Elektra. Die beiden schmieden den Plan, die Mutter und ihren Liebhaber aus dem Weg zu räumen. Orestes, weil Apollon es ihm befohlen hat und Elektra, weil die Mutter sie wie eine Sklavin behandelt.
Orestes gibt sich als Bote aus, der den Tod des Orestes verkündet und erschlägt so Aigisthos und dann seine Mutter.

=== 3. Eumeniden bzw. Die Wohlwollenden ===
Nun hat Orestes ein Problem, er hat seine Mutter getötet, wenn auch auf Befehl des Apollon. Er flieht nach Delphi und erfleht am Omphalos Gnade. Die Erinnyen wollen Rache, denn er hat jemanden von seinem Blute getötet. Apollon sagt aber, das wäre OK, denn die Bindung eines Sohnes an den Vater wäre stärker als an die Mutter, die nur das Gefäß gewesen war, um ihn zur Welt zu bringen. Letztendlich ist dieser dritte Teil ein John Grisham mäßiger Gerichtskrimi. Der Anwalt des Angeklagten (Apollo) behauptet, es wäre schlimmer den Ehemann oder Vater zu töten, als die Mutter. Die Gegenseite (Erinnyen) behauptet, dass es schlimmer ist, jemanden zu töten, mit dem Man Blutsverwandt ist, als jemanden, den man nur geheiratet hat.
Es geht also darum, welche Beziehungen wichtiger sind: jene, die man freiwillig selber gewählt hat oder jene, in die man ohne wirkliche Wahl hineingeboren wurde, also seine Freunde kann man sich aussuchen, seine Familie jedoch nicht, daher ist es OK, wenn man welche davon umbringt, wenn sie einen nerven.


Soviel zur Handlung.
Mir lag die Übersetzung von Dietrich Ebner vor, die wirklich sehr gut und flüssig zu lesen ist. Übersetzungen sind ja immer so eine Sache, manche sind hart am Rande der Verständlichkeit, diese ist aber wirklich gut lesbar. Es gibt sie entweder als Sammlung der Übersetzungen von Dietrich Ebner oder im Anaconda Sammelband Antike Tragödien.
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2,342 reviews1 follower
July 28, 2014
Normalerweise bewerte ich ja lieber den Inhalt der Bücher und nicht die Zusammenstellung oder Ausstattung eines Buches. Bei diesem Band muss ich aber leider eine Ausnahme machen.

Enthalten sind in diesem Band:
=== Aischylos (Übers. Dietrich Ebner) ===
Die Perser
Orestie

=== Sophokles (Übers. Rudolf Schottlaender) ===
Antigone
König Ödipus
Philoktet

=== Euripides (Übers. Dietrich Ebner) ===
Alkestis
Medeia
Iphigenie im Lande der Taurer
Ion

Diese Zusammenstellung hat leider einige Probleme, die mich ungemein nerven. Zum einen sind da Tippfehler wie Etektra statt Elektra (S. 130). Dazu scheint man den Text mittels OCR eingescannt und bearbeitet zu haben und hat dabei vergessen, dass I und l also (großes i und kleines L) gerne vertauscht werden. Man hat also diverse Male ein I statt eines l mitten im Wort und zwar konsequent.

Die Zusammenstellung bei Sophokles ärgert mich ganz besonders, ich hätte gerne die ganze Thebanische Trilogie gelesen, enthalten sind aber nur Antigone und König Ödipus, Ödipus auf Kolonos fehlt. Zudem spielt Antigone nach König Ödipus, auch wenn das Stück vorher geschrieben wurde, aber das ist Geschmackssache.

So gesehen, ist dieses Buch weder Fisch noch Fleisch. Eine günstige Ausgabe, wenn man mal antike Tragödien lesen will und insgesamt auch gute Übersetzungen, die modern sind und daher auch lesbar. Das Fehlen des dritten Teils der Thebanischen Trilogie und die fehlende Qualitätskontrolle bezüglich I und l nervt irgendwann jedoch ungemein.
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