Rafael Horzon – Möbelmagnat, Originalgenie und Apfelkuchentycoon. Als Student und Paketfahrer gescheitert, baute er über Jahre hinweg das modocom-Imperium auf: Modelabel, Partnertrennungsagentur, Nachtklub, Fachgeschäft für Apfelkuchenhandel – eine bahnbrechende Idee jagte die nächste, und jedes Projekt sorgte für enormes Aufsehen: Mit einem Föhn begeisterte er die Kunstwelt, mit der Kopfkrawatte revolutionierte er die Welt der Mode und schaffte es, mit der Erfindung des perfekten Buchregals einen schwedischen Möbeldiscounter vollständig vom Markt zu verdrängen. Auf dem Höhepunkt seines an Ereignissen nicht armen Lebens hält er inne und blickt zurück. Und siehe da: Horzon erweist sich auch noch als überaus charmanter und intelligenter Erzähler seiner selbst.
Rafael Horzon, 1970 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Latein, Physik und Komparatistik in Paris, München und Berlin, bevor er sich 1995 zum Paketfahrer der Deutschen Post ausbilden ließ. Ab 1996 Gründung zahlreicher Unternehmen, wie der Galerie Berlintokyo, der Wissenschaftsakademie Berlin, des Möbelhauses Moebel Horzon, des Modelabels Gelée Royale und eines Fachgeschäfts für Apfelkuchenhandel. Rafael Horzon lebt und arbeitet in Berlin.
Totaler Quatsch und leider ein bisschen genial. Noch genialer, wenn man es aus ein paar literatur- und Kulturwissenschaftenlichen Perspektiven betrachtet :)
Dieser Schelmenroman - also eine Biografie in der maßlos übertrieben und fantastisches hinzugedichtet wird - hat mir beim Lesen sehr viel Freude bereitet. Nicht verwunderlich da ich auch Christian Krachts Bücher liebe und dieser sogar in Horzons Buch persönlich vorkommt.
Mehr als kurzweilige Unterhaltung und vielleicht ein wenig Einblick in die Denkweise dieses Unternehmers darf man jedoch nicht erwarten. ***SPOILER*** Horzon hat eine Idee und eröffnet prompt ein neues Geschäft mit einer großen Eröffnungparty. Um technische Machbarkeiten und dergleichen wird nicht nachgedacht und geht wieder ein Unternehmen pleite wird schulterzuckend nach dem nächsten Ausschau gehalten. Wahrscheinlich muss man wirklich so sein um als Unternehmer erfolgreich zu sein.
Das Buch beinhaltet einige witzige Impulse für Gründer. Hatte beim lesen aber so meine Schwierigkeiten mit der künstlerischen Ader des Autoren. Er nimmt sich selbst nicht so ernst, was zuweilen sehr unterhaltsam ist, allerdings auch anstrengend.
Verblüffende Gradwanderung zwischen schlauer humorvoller Autobiografie und Wahnsinn. Ich musste mehrmals laut lachen und mich fragen, ob man so leben kann - anscheinend konnte man das.
Angesichts dessen, dass das Buch eigentlich eine Uni-Pflichtlektüre war, wars wirklich gut... BONUS : die Recherche für den Essay hat das Chaos nur vertieft - i respect that
Inhalt: Nach erfolglosem und unbefriedigendem Studium wendet sich Rafael Horzon von der Universität ab und widmet sich dem „richtigen“ Leben. In Berlin, Mitte der 90er Jahre, wird er zunächst Paketfahrer, baut zahlreiche Unfälle und verfällt einer Paketkundin. Gleichzeitig bewegt er sich in der Berliner Künstlerszene. Bestreitet jedoch die ganze Zeit selbst Künstler zu sein. Als auch die Paketbotenkarriere scheitert, fängt Horzon an Firmen zu gründen, von der Modefirma „Gelee Royal“ bis zum Möbelhaus. Er erfindet „Rededeutsch“, eine Vereinfachung der deutschen Sprache und gründet die Wissenschaftsakademie. Eine Hochschule an der jeder an einem Tag in den abstrusesten Fächern ein Diplom ablegen kann.
Meinung: Einige Bücher polarisieren besonders stark und „Das weisse Buch“ scheint eines von diesen zu sein. Entweder gefällt es dem Leser oder er kann mit diesem rein gar nichts anfangen. Ich gehöre zur letzteren Gruppe. Für mich ist Horzons Werk weder besonders spannend noch inhaltlich toll geschrieben. Zwar liest es sich recht flüssig, wenn ich mich dann doch mal aufraffen konnte und weiter gelesen habe, das allein reicht allerdings bei weitem nicht. Die Feuilletons zahlreicher Zeitungen und Wochenblättern feiern ihn als neuen Münchhausen oder großen Schelmenroman. In meinen Augen wird der Leser jedoch nur von vorne bis hinten hinters Licht geführt und „veräppelt“. Eine Differenzierung zwischen fiktivem und erlebtem ist größtenteils nicht möglich und mit Zunahme der Seitenzahl sank mein Interesse an diesen lustigen, charmanten Erlebnissen. Verstärkt wurde das durch die mangelnde Sympathie, die ich für Herrn Horzon aufbringen konnte, sein Handeln und Denken konnte und wollte ich erst recht nicht nachvollziehen. William Somerset Maugham hat hierzu perfekt passenden Satz geschrieben, den ich sofort unterschreiben würde: „Wenn man instinktiv das Gefühl hat, daß das Handeln der Figuren nicht dem gesunden Menschenverstand entspricht, ist der Bann gebrochen, und der Autor nimmt den Leser nicht mehr gefangen.“ Das einzig positive ist meiner Meinung nach das Design des Covers, weiß und schlicht mit ausgestanzten Kreisen als Buchstaben. Aber der Schein trügt und das Versprechen auf ein außergewöhnliches Lesevergnügen kann nicht gehalten werden.
Fazit: Horzon konnte mich von der ersten Seite an nicht begeistern, da konnte auch die tolle Ausstattung des Buches nicht mehr helfen. Für mich ein Flop. 1 Stern.
Ik had verwacht een vrij standaard biografie te lezen over een magnaat, en hoewel het inderdaad een biografie is, was de rode draad die door het boek liep de filosofie en kunst. Ik heb de nodige biografieën gelezen, maar iemand die op zo een leuke wijze over zichzelf kan schrijven ben ik nog niet tegen gekomen Dit boek ligt buiten het gebruikelijke segment boeken dat ik lees, maar het heeft ongetwijfeld het meest in me los gemaakt de afgelopen tijd. Horzon heeft zo een ongelooflijke geestdrift, zo een prestatiedrang en energie dat ik er direct een opkikker van kreeg. De druppels fictie in zijn verhaal maakten af en toe dat ik aan mezelf begon te twijfelen of ik het wel goed las en zorgde de ene keer ervoor dat ik in de lach schoot, de andere keer dat ik het hoofd moest schudden.
De essentie van zijn succes is het beste samen te vatten met een citaat - een advies - dat hij krijgt.
"Probeer nooit sneller te lopen dan andere mensen. Je zult je doel nooit eerder bereiken dan zij! Dus moet je een doel kiezen waar niemand behalve jijzelf van afweet, dan zul je de eerste zijn die het bereikt, ook al wandel je er nog zo rustig naar toe!"