Das Cover des Buches ist in Gelb und schwarz gehalten. Es übte auf mich einen widersprüchlichen Reiz aus. Es wirkte einladend und doch eher unheimlich zugleich. Ich habe das Buch schließlich doch gelesen.
Inhalt:
Rosa Gilmour, eine bekannte Radiomoderatorin, lebt glücklich und zufrieden mit ihrer Familie. Als sie recht seltsame Nachrichten und Anrufe von einem ihr unbekannten Mann bekommt, der sogar Morddrohungen gegen sie ausspricht, wird sie stark verunsichert. Ihr Leben steht plötzlich komplett Kopf. Nachdem eine Leiche gefunden wird, glaubt endlich auch ihr Mann und die Polizei an eine Gefahr für Rosa. Doch die Bedrohung ist ihr näher, als alle denken.
Mein Leseeindruck:
Die Grundidee des Buches ist spannend. Die Autorin erzählt detailliert und ausführlich von Rosa und deren Leben. Dagegen stellt sie die wirren Gedankengänge des Stalkers Fenn. Es ist schon heftig was dessen Kopf so an Gedanken kreist. Trotzdem versucht er seine irren Gedanken in die Tat umzusetzen. Das einiges davon heute eher ungewöhnlich wirkt, sei dem Alter des Buches geschuldet.
Inhaltlich finde ich die detaillierten Schilderungen von Rosas Leben und die total irren Gedanken des Stalkers Fenn hoch interessant. Es ist unglaublich, welch kranke Gedanken dieser hegt und die er in die Tat umsetzt. Dass seine Taten dabei hin und wieder viel zu leicht umzusetzen sind, ist hoffentlich dem eigentlichen Alter des Buches geschuldet. Einiges wäre heute sicher so nicht mehr möglich. Münzfernsprecher und fest installierte Telefone sind heute eher eine Rarität.
Der Einstieg in die Geschichte ist sehr spannend gestaltet. Ich wurde richtig neugierig auf den Fortgang. Leider folgte eine etwas zu sehr ausgeweitete Beschreibung zu Rosas Lebensumständen, die die vorher aufgebaute Spannung ein wenig zurücknahm. Die Gedankengänge des Stalkers Fenn hatte die Autorin mit in den Text eingefügt. Es ist für den Leser eher verwirrend , weil die klaren Abgrenzungen in der Optik fehlen. Es stört extrem den Lesefluss ,wenn selbst die Perspektiv Wechsel von Rosa zu Fenn
nicht deutlich abgegrenzt sind.
Etwa ab Buchmitte nimmt die Story wieder Fahrt auf und es wird spannend.
Leider hat die Autorin am Ende nicht alle Fäden zu einem konsequenten
Ende gedacht. Manches kommt abrupt, wie übergestülpt.
Die Autorin schreibt ein flüssigen Stil, doch die Struktur des Buches ist nicht konsequent durchdacht. Die Protagonisten sind gut entwickelt. Sie setzten mein Kopfkino in Gang. Das etwas abrupte Ende ist schade. Ich hätte da gerne etwas mehr erfahren.
Fazit:
Es ist ein Krimi, mit einer fabelhaften Grundidee, aber einigen Fehlern in der Ausgestaltung.