"Kiiiiender, Äääähsen!" schallte es weit nach der Mittagszeit durch die Münchener Wohnsieldung. Und bis heute weigert sich Stella Bettermanns griechische Mutter, die schicken Pumps bei der deutschen Verwandtschaft gegen Gästepantoffeln zu tauschen. Umso lauter ist der Jubel in der Heimat Griechenland, wenn die Koffer mit Geschenken von "Seh un Aaah"(C&A) ausgepackt werden und endlich die Ferien in Piräus bei Oma Yaya beginnen!
Stella Bettermann ist zur Hälfte Deutsche, zur Hälfte Griechin. In diesem Buch berichtet sie von ihrer griechischen Familie und vom Aufwachsen in den 70ern.
Es ist ein heiteres Buch gefüllt mit Kindheitserinnerungen und vielen interessanten Begebenheiten. Auf diese Art und Weise wird dem Leser die griechische Lebensart näher gebracht. Ich konnte so einen guten Einblick in die Lebenswelt der Griechen erhaschen. Bettermann vergleicht auch wie es damals war und wie die Kultur heutzutage funktioniert, was auch hilfreich ist.
Der Titel lässt sich gut und einfach lesen, ist somit prima als Strandlektüre für den Griechenlandurlaub geeignet. Wer weiss, vielleicht findet man ein paar Dinge aus dem Buch sogar im eigenen Urlaub wieder?
Für Daheimgebliebene bringt Bettermann dagegen eine gute Portion Sonnenschein nach Hause und wärmt einem so ein wenig das Herz.
Dieses Buch war nicht so schön, wie das italienische Werk "Maria, ihm schmeckts nicht". Das Buch hatte keinen roten Faden und wirkte willkürlich. Es hat mir nicht so viel Spaß gemacht.
Als Griechin habe ich einzelne Erinnerung genossen, als seien sie meine eigenen - und musste auch ab und zu über zutreffende Vorurteile über Griechen lachen. Allerdings hat das Buch nicht wirklich einen Plot, es handelt sich hauptsächlich um einzelne Kindheitserinnerungen. Einige Stellen fand ich zudem störend, auch wenn sie wahrscheinlich einfach bloß der Realität entsprechen. Dennoch: Mir die Protagonistin vorzustellen, wie sie als Kind einen Oktopus gegen Felsen schleudert bis er stirbt, macht schon ein mulmiges Gefühl im Magen.
Alles in Einem: Ein nettes Buch für zwischendurch, vor allem für Griechen im Ausland, die sich ein Stück der Heimat herbeisehnen.
Herrliche, nicht nur, Sommerlektüre. Ich habe zwar keine griechische Familie aber wir sind oft dort (Thasos) und haben Freunde (deutsch-griechisch) und vieles was Stella erlebt hat, erzählen sie auch. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Griechen oder über die Familienheimfahrten im Sommer.
YiaYia und Papous...da sah ich geradezu die Schwiegereltern meiner Freundin vor mir.....
Autorin Stella Bettermann beschreibt auf humorvolle Weise, wie sie als Tochter einer Griechin und eines Deutschen aufwuchs. Sie erinnert sich vor allem an verschiedene Erlebnisse während der alljährlichen Urlaubsreisen nach Griechenland, mit denen sie dem Leser interessante Einblicke in eine andere Kultur gewährt.