Clemens Meyer schreibt ein Tagebuch über die Gewalten unserer Zeit: Eine Stadt sucht ihren Mörder, Jubel beim Pferderennen, der beste Freund liegt im Hospiz. Ein Hund stirbt. Endlose Zahlenreihen fließen über einen Bildschirm in einer menschenleeren Fabrikhalle. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Roh, unheimlich und geheimnisvoll ist die Welt, durch die wir täglich gehen. Clemens Meyer entwirft Szenen von großer poetischer Kraft und verstörender Klarheit. Ein Jahr lang erkundet er Seelenlandschaften, reale Orte und imaginäre Welten. Er erzählt von Alpträumen, jubelnder Euphorie und dem Irrwitz unseres Lebens.
Meyer was born in 1977 in Halle an der Saale. His studies at the German Literature Institute, Leipzig, were interrupted by a spell in a youth detention centre. He has worked as a security guard, forklift driver and construction worker before he became a published novelist.
Meyer won a number of prizes for his first novel Als wir träumten (As We Were Dreaming), published in 2006,[2] in which a group of friends grow up and go off the rails in East Germany after the fall of the Berlin Wall. He received the Rheingau Literatur Preis in 2006.
His second book, Die Nacht, die Lichter (All the Lights, 2008), was translated by Katy Derbyshire and published by independent London publisher And Other Stories in 2011.[3] It won the Leipzig Book Fair Prize in 2008.
Since then he has published his third book, Gewalten (Acts of Violence), a diary of 2009 in eleven stories, and a second novel called Im Stein (In Stone) in 2013 which was long-listed for the German Book Prize.
"Gewalten" kann man wohl als Übergangsbuch von Clemens Meyer bezeichnen, weniger stringentes Erzählen, mehr Assoziationen und Sprünge, was das Verständnis nicht immer einfach, teils auch zur Qual werden lässt. Die Themen, Figuren und Orte sind weiter vom Rande der Gesellschaft, teils mit bitterem Lächeln, teils aber auch ganz schön böse und schmerzhaft.
Ein Fiebertraum. Keine Ahnung wie man das erklären soll. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, aber man muss auf jeden Fall schon Meyers einzigartigen Schreibstil kennen.