Im Sudan endet die Verfolgung der Sklavenhändler. Gegenüber ihrer unmenschlichen Grausamkeit kann der Reis Effendina keine Gnade walten lassen. Nach einer im wilden Kurdistan spielenden Episode mit Hadschi Halef Omar bildet - nun wieder in Innerafrika - die "letzte Sklavenjagd" den Ausklang.
Karl Friedrich May (also Karol May) was one of the best selling German writers of all time, noted mainly for books set in the American Old West, (best known for the characters of Winnetou and Old Shatterhand) and similar books set in the Orient and Middle East. In addition, he wrote stories set in his native Germany, in China and in South America.
May also wrote poetry and several plays, as well as composing music; he was proficient with several musical instruments. May's musical version of "Ave Maria" became very well known.
I liked this book, even though the middle third has nothing to do with the main story that takes place on the Nile (it is concerned with Hadschi Halef Omar and Rih, instead).
A bit too much of his usually "Christianity is best", but a good story nevertheless
Nicht mehr die Wüste bildet den Hintergrund der Handlung, sondern die schon fast tropischen Savannen und Sumpflandschaften des Südsudan. Um das Volk der Gohk vor dem Sklavenjäger Ibn Asl zu warnen, machen sich der Erzähler und seine Begleiter sowie der Reis Effendina dorthin auf den Weg. Doch Ibn Asl ist ein gefährlicher und intelligenter Gegner, der keine Skrupel kennt.
Selten habe ich May so gewitzt, dynamisch und mitreißend gelesen: Eine begeisternd geschilderte Nilpferdjagd zu Beginn des Romans, die R.E. Howard nicht actionreicher hätte beschreiben können setzt das Tempo für diesen 3. Teil des Romans "Im Lande des Mahdi". Grausig wird es dann, als Ibn Asl seine Sklavenjagdmethode dem Erzähler am lebenden Objekt präsentiert - May berichtet schonungslos von Gräueltaten, die sich aber wohl wirklich in ähnlicher Form zugetragen haben. Homo hominis lupus in Reinkultur. Doch bereits nach einem Viertel des Bands ist die Geschichte dann praktisch zu Ende, und es folgt eine eingeschobene Erzählung (in der Länge über mehr als ein Drittel des Gesamtvolumens des Bands), die im Irak spielt. Gewiss ist dies Vorgehen dem Veröffentlichungsmodus geschuldet und als Füllmaterial für den ansonsten dünnen Band gedacht - auch wenn die Geschichte um den entführten Rih unterhält, wirkt dieser Einschub unmotiviert und hat nichts mit der restlichen Handlung davor und nur sehr am Rande danach zu tun, zerstört so die bis dahin aufgebaute Atmosphäre und zerstückelt die Erzählung um den Mahdi. Schade.
Stilistisch ist das erste Viertel dieses Romans mit das Beste Mays, das ich bisher gelesen habe. Inhaltlich bildet er einen befriedigenden Abschluss eines wirklich gelungenen Abenteuerromans, der sich nicht hinter Mays Orient-Zyklus zu verstecken braucht.