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Travel Stories #23

Auf fremden Pfaden

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Auf fremden Pfaden reist der Erzähler durch die ganze Welt: vom Rentierzelt in Lappland bis zu den Lagern der Kurden, von den Beduinendörfern der Sahara bis ins Gebiet der Amerikanischen Indianer. Treue Freunde, vor allem Winnetou und Hadschi Halef Omar, stehen ihm in den acht Geschichten zur Seite.
Der Band enthält folgende Erzählungen:
1.) Der Talisman
2.) Das Kafferngrab
3.) Blutrache
4.) Der Kutb
5.) Der Händler von Serdescht
6.) Maria oder Fatima
7.) Der Flucher
8.) Ein Blizzard

480 pages, Hardcover

First published January 1, 1897

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About the author

Karl May

1,583 books453 followers
Karl Friedrich May (also Karol May) was one of the best selling German writers of all time, noted mainly for books set in the American Old West, (best known for the characters of Winnetou and Old Shatterhand) and similar books set in the Orient and Middle East. In addition, he wrote stories set in his native Germany, in China and in South America.

May also wrote poetry and several plays, as well as composing music; he was proficient with several musical instruments. May's musical version of "Ave Maria" became very well known.

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Anna Lyse.
154 reviews10 followers
April 13, 2022
"Wenn er nicht Frieden hält, wird meine erste Kugel sich eine Wohnung hinter seiner Stirn suchen."

Hadschi Halef Omar ist auch in dieser Anthologie von neun Kurzgeschichten wieder ganz vorne mit dabei und hilf tapfer mit, die bösen Armenier oder Touareg zur Vernunft zu bringen. Manchmal mit der Peitsche, öfters mit dem Rosenkranz und einer kräftigen Ohrfeige.

Das mag man oder nicht, und wer weder Abenteuerroman von vor 150 Jahren, noch die damals vorherrschende Meinung zur Eugenik verträgt, dem wird im vorliegenden Band nicht wohler. Für alle anderen ist es eine weitere Ansammlung von Geschichten von und mit Karl May in der Form von Kara Ben Nemsi, Old Shatterhand oder einfach "ich". Er zieht Erfahrungen sammelnd durch die Welt, erteilt ungefragt seine Meinung und noch öfters seinen Segen zum Christentum. Mit und ohne Henrystutzen.

Ich kann das alles relativ gut überfliegen, mag die einfach gestrickten schwarz-weiss Bilder und lasse die Welt vorbeiziehen, wie sie denn ausgesehen haben könnte, wenn ein Sachse an seinem Schreibtisch sie für uns erfindet. Gereist ist der Karl May ja nie wirklich in alle diese Länder. Nur ins Gefängnis für Diebstahl, Betrug und Hochstapelei. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zudem war die erste Kurzgeschichte das erste und einzige Mal im Norden von Skandinavien (Schweden? Finnland?) abgehalten. Eine Suche mit den Samen (Lappen) nach einem Dieb im tiefen Schnee. Einfach, unterhaltsam, zügig. Manchmal braucht es nicht mehr.
Profile Image for Armin.
1,253 reviews34 followers
April 12, 2023
Drei Sterne in der Karl-May-Liga, natürlich ist z.B. David Copperfield, trotz tödlicher Längen, kein schlechteres Buch. Bzw. Dreisers Amerikanische Tragödie ein lohnenswerteres Ziel, wenn man nicht gerade ein paar bezeichnende Kapitel des eigenen Bildungswegs unter die Lupe nimmt.

Muss mein Urteil revidieren, gerade die Ergänzungen oder Fortsetzungen zum Orientzyklus, bzw. der Mahdi-Trilogie sind ziemlich spannend geraten. Die von Ernst Bloch ziemlich kritisch gesehenen Marienkalender-Geschichten sind natürlich stramm Doktrinär und für einen gewissen moralinsauren Nachgeschmack. Andererseits sind sie besser strukturiert und keineswegs unspannender als die Elemente der großen Reiseerzählungen. Kinder als Friedensstifter oder Anlass mit den vorher erbarmungslosen Räuber-Vätern Frieden zu schließen.
Auch das Vorspiel zum Burenkrieg hat seine Reize, das Lapplandkapitel ist dagegen ein ziemlich schwacher Einstieg. »Man spürt die Absicht und ist verstimmt«, gilt dagegen uneingeschränkt für die Wildwestepisoden. Sobald der Glaube ins Spiel kommt, bzw. gewisse Gestalten den Namen des Herrn missbrauchen oder andere Kraftausdrücke benutzen, hört beim Erzähler die Menschenwürde auf. Allerdings erweisen sich die Schufte als hinterhältige Mörder, die aus niedrigen Motiven (Raub) ihre Taten begehen und sie auch noch Unschuldigen in die Schuhe schieben wollen. Sogar Winnetou wirft seinem Scharlieh dazu viel Menschenliebe am falschen Platz vor, ehe die Hand Gottes alles regelt und die Flüche der Lästerer wahr werden lässt.
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