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Loriot: Biographie

Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, war seit Jahrzehnten einer der erfolgreichsten und beliebtesten Humoristen Deutschlands. Ihm verdanken wir Sternstunden der feinsinnigen Cartoons, Fernsehsketche, Bücher, Filme – sein Repertoire war schier unerschöpflich. Diese Biografie erzählt, wie Vicco von Bülow zu Loriot sein gesamtes Leben, seine Herkunft, sein Werdegang im Deutschland der Nachkriegszeit und sein Aufstieg zum erfolgreichsten Humoristen unserer Zeit. Unerbittlich beobachtete er jedes Detail unserer Marotten und hielt uns wie kein anderer den Spiegel vor – worüber wir uns köstlich amüsiert haben. Trotz seines Erfolgs ist er immer bescheiden geblieben, verpflichtet nur der Kunst und dem, was er sich selbst als Maßstab vorgegeben hat. Das Buch geht dem Phänomen Loriot auf den Grund und ist ein unverzichtbares Werk für alle Fans und Anhänger des intelligenten Humors.

208 pages, Paperback

First published January 1, 2011

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Dieter Lobenbrett

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Profile Image for Matt.
752 reviews645 followers
December 20, 2017

Die ist das erste und einzige Buch in 2017, das ich abgebrochen habe. Mit 48 Seiten habe ich sogar zwei Seiten mehr gelesen, als nach Nancy Pearl’s Rule of 50 für mein Alter erforderlich wären.

Der Grund für den Abbruch ist etwas kurios: Bereits kurz nach dem Tod Vicco von Bülows, alias Loriot, hat der Riva-Verlag diese Biographie herausgegeben — offensichtlich war das Buch schon vorher zum größten Teil fertig geschrieben. Nach der Veröffentlichung hat die Tochter des verstorbenen Humoristen, Susanne von Bülow, den Verlag wegen insgesamt 35 unrechtmäßiger Zitate (von ingesamt 80) in dem Buch verklagt. Hierzu gibt es einen Artikel auf Zeit-Online. Der Klage wurde recht gegeben und der Riva-Verlag hat sich verpflichtet, das Buch in der vorliegenden Fassung nicht weiter zu vertreiben. Später wurde eine bereinigte Fassung herausgegeben. In dieser sind die betreffenden Zitate bereinigt worden und diese habe ich auch begonnen zu lesen. Der Stil des Autors hat mich von Anfang an nicht für das Buch eingenommen. Der Text wirkt auf mich sehr “spröde” und etwas langatmig. Hin und wieder blitzen ein paar elegante und humorvolle Satzfragmente auf und dabei handelt es sich dann um genau diese Zitate. Allerdings sind sie verstümmelt, verkürzt, irgendwie verbogen; jedenfalls passen sie nicht zu Loriots unnachahmlichen Stil. Auf der Webseite eines bekannten Online-Händlers kann man nach wie vor einen Blick in die (verbotene!) erste Auflage werfen. Da taucht dann tatsächlich statt dieser Versatzstücke ein komplettes längeres Zitat auf (herrlich!) – wie es sich meiner Ansicht nach gehört mit Anführungszeichen und Fußnote. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was daran auszusetzen ist. Nun ja, die Juristen werden ihre Gründe wohl gehabt haben. Der Text der neuen Auflage wirkt nun wie gewollt und nicht gekonnt. Am Ende hat wohl der Leser hiermit die A-Karte gezogen. Schade, dass sich die beiden Seiten des Rechtsstreits nicht auf einen Kompromiss oder Vergleich einigen konnten und somit Loriot’s Zitate uns Lesern erhalten bleiben.

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