Das ist der 3. Band aus der Professor-Eggerth-Serie von Dominik. Nachdem er im Wettflug der Nationen das deutsche Image in der Welt wiederhergestellt hat, und in Ein Stern fiel vom Himmel die Weltwirtschaftskrise durch Gold aus der Antarktis gelöst hat, geht es jetzt an das nächste (wahrgenommene) deutsche Problem der Zwischenkriegszeit: Den Mangel an Kolonien und "Lebensraum". Bei dem Probeflug eines neuen Stratosphärenschiffs von Professor Eggerth landet die Besatzung auf einer unbewohnten vulkanischen Insel in der Südsee. Diese wird unter allgemeinem Spott vom Deutschen Reich annektiert. Durch deutsche Bergwerkskunst wird ein Stollen gegraben, der das Meer mitten in den Vulkan strömen lässt. Durch den entstehenden Überdruck und eine chemische Reaktion mit einem merkwürdigen Mineral hebt sich der Meeresgrund, und aus dem kleinen Eiland wird ein 15000 Quadratkilometer großes Tropenparadies - und Deutschland hat endlich seinen Platz an der Sonne. Nach einem Jahr hat die Kolonie schon 50000 Bewohner - vor allem "zweite und dritte Söhne von deutschen Erbbauern", die endlich genug Raum bekommen.
Die Eggerth-Romane sind sicher einer der Höhepunkte von Dominiks Werk. Neben der zumindest in sich konsistenten und nicht völlig unglaubwürdigen Technik und Wissenschaft bemüht sich der Autor auch um etwas Komik und unterscheidbare Charaktere - neben Professor Eggerth, dessen einzige Eigenschaft allgemeine Unfehlbarkeit ist, vor allem die beiden Wissenschaftler Dr. Wille und Dr. Schmidt, und die Piloten Hein Eggerth (junior) und Berkhoff.
Dominik greift Ideen aus seinem früheren Roman Atlantis auf, und deutet so etwas wie ein Future History an, indem er diesen in einer späteren Zukunft spielenden Roman vorbereitet. Leider ist Land aus Feuer und Wasser nicht besonders gut gealtert (das Buch erschien im Original 1939), und insgesamt der schwächste der der drei Eggerth-Romane. Einiges wird angedeutet, aber nicht befriedigend beantwortet. Die Eigenschaften des expandierenden Minerals sind inkonsistent, und die Handlung ist insgesamt etwas mäandernd. Trotzdem ist das Buch immer noch ganz gut lesbar - mindestens der Vollständigkeit halber. 2.5 Sterne, aber wie immer aufgerundet.