›Der heilige Eddy‹ handelt vom mysteriösen Verschwinden eines Berliner Großunternehmers und High-Society-Stars, von Klatschjournalisten, einer Stadt außer Rand und Band, einem Volkshelden wider Willen – und vom wunderbarsten Duft der Welt.
Jakob Arjouni (alias of Jakob Bothe) published his first novel Happy Birthday, Türke! (1985) at the age of 20.Later he wrote his first play Die Garagen. He became famous after publishing his criminal novel Kayankaya, which was then translated into 10 different languages.
In 1987, he received the Baden-Württembergischen Autorenpreis für das deutschsprachige Jugendtheater for his play Nazim schiebt ab. In 1992, he received the German Crime Fiction Prize for One Man, One Murder. He died, aged 48, in Berlin, after a long fight against pancreatic cancer.
Ein erneuter Beweis, weshalb ich so gerne Jakob Arjouni lese. Denn seine Helden sind eben genau das nicht: Helden. Auch nicht im Han Solo-Helden-Stil. Bei Arjouni ist ein Betrüger ist ein Betrüger ist ein Betrüger.
Und das bekommt auch der Leser zu spüren. Wo fängt die Lüge an, wo hört sie auf? Eddy spielt so durchtriebene Spiele, dass wir nicht wissen können, wo es anfängt und wo es endet. Das alles hat Jakob Arjouni sehr fein eingefädelt und während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, dass der Autor beim Schreiben jede Menge Spass hatte.
Ich auf jeden Fall hatte Spass mit Trickster Eddy, auch wenn ich hoffe, niemals auf so jemanden wie ihn hereinzufallen.
Quite nice, as all books by Jakob Arjouni. Read it on a sunny afternoon on the beach, and that's the place this kind of literature is made for (which is not meant in a negative way). Easy going, well written, a little bit of suspense, never a waste of time.
Years ago and in a former life I really got a kick out of reading Arjouni's first three crime novels, the Kayankaya Krimis: German hardboiled thrillers with a hard living, hard drinking Turkish private eye based in Frankfurt. One of the books also was filmed in the early 90s.
At the time, way before the Internet, Arjouni for a while was somewhat of a mysterious figure and generally considered to be a Turkish writer based in Germany until it was eventually discovered that Arjouni was indeed a nom-de-plume and that he was instead - what else? - a well-educated, middle-class German student.
DER HEILIGE EDDY is one of his most recent books and not one of the Kayankaya novels but a stand-alone novel about a musician and part-time con man who accidentally kills Berlin's most hated property developer (Horst the Bratwurst King) and tries covering that act until he falls in love with the man's estranged daughter. It's a very entertaining read and though short on actual "action" full of satirical views of society.
At one stage the unknown killer, much to our hero's dismay, is celebrated as a politically motivated modern day Robin Hood.
After reading this I guess I need to catch up with some of the other Arjouni oeuvres that I have missed over the years
Eddy Steins Persönlichkeit hat zwei Gesichter: neben seiner sehr erfolgreichen kriminellen Laufbahn als Trickbetrüger hat er sich im Stadtteil Berlin – Kreuzberg eine neue Identität verschafft und wahrt nun so den Schein als harmloser ehrlicher Bürger. In seiner Freizeit geht er seiner Leidenschaft als Freizeitmusiker nach und beglückt dabei die ganze Nachbarschaft. Alles läuft nach Plan. Bis dato.
Nach einem erfolgreichen Beutezug gerät er im Treppenhaus seines Wohnhauses in eine Rangelei mit einem Mann, die folgenschwer endet. Der Mann stürzt, fällt unglücklich und ist sofort tot. „Schöne Scheiße!“, denkt sich Eddy. Denn nun muss er sich einen grandiosen Plan einfallen lassen um die Leiche unbemerkt aus dem Haus zu schaffen. Eine Mission, die sich schwieriger gestaltet als anfangs gedacht. Denn der Tote ist niemand Geringeres als Horst König, ehemals König der Würstchenbuden, neuerdings Käufer der Tempelhöfer Deo-Werke und Veranlasser von 8000 Mitarbeiter-Entlassungen. Somit zählt König nicht nur zu den Großkapitalisten Berlins sondern neuerdings auch zu den meistgehassten Prominten der Stadt. Ohne Begleitschutz ist ein Spaziergang da nicht mehr drin: seine bulligen Aufpasser sind daher nicht weit weg vom Schuss und fragen sich schon, wo der Boss bleibt. Pech für Eddy. Ein schwieriges Unterfangen, jedoch nicht unmöglich. Doch mit der erfolgreichen Lösung des einen Problems scheint ein Neues zu entstehen. Der vermeintliche Mord an König wird zum Großereignis. Die Öffentlichkeit feiert den Mörder und Eddy wird auf unbekannte Weise zum Volkshelden. Endlich hat jemand genau das gemacht, was sich alle nie getraut hätten: diesen rücksichtslosen arroganten Schmierlappen um die Ecke bringen!
Doch Eddy ist nicht so skrupellos wie er denkt und bekommt ein schlechtes Gewissen. Er sucht den Kontakt zu Königs Familie und bemerkt, dass Königs Besuch in seinem Wohnhaus nicht geschäftlicher sondern ganz privater Natur war: seine überaus reizende Tochter Romy wohnt im gleichen Haus. Da mit dem Tod Königs nicht nur penetrante Ermittlungsarbeiten der hiesigen Polizei verbunden sind sondern die Frage eines Millionen-Erbes im Raum steht, beginnt die Hetzjagd der Presse. Den Erben und allen voran Romy scheint das alles ziemlich an die Nieren zu gehen. Ein Umstand, den Eddy nicht weiter verantworten will…
~*..Meine Meinung..*~
Nun, Gesellschaftssatiren sind natürlich immer eine riskante Angelegenheit. Manchmal lehnt sich ein Autor zu sehr an das wirtschaftliche Geschehen und schafft es nicht rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. Der Verlauf der Dinge während der Zeit, in der das Buch gedruckt wird bis hin zum tatsächlichen Erscheinungsdatum, ist nicht immer abzusehen. Da streut man schnell mal Salz in die Wunde oder provoziert unbewusst Menschen. Ohne darüber Nachzudenken schafft man Stoff für öffentliche Auseinandersetzungen und hitzigen Diskussionen. Arjouni jedoch ist clever. Er nimmt dem ganzen Wahnsinn, der in einer Stadt ausbrechen kann, vorweg und scheint einfach ein paar Schritte voraus zu sein. Die Story ist clever, gut durchdacht und abwechslungsreich. Die Folgen scheinen Arjouni bewusst zu sein und er isoliert sich geschickt. Die Hauptfigur Eddy Stein ist trotz seiner kriminellen Ader ein Sympathieträger. Durch die leicht verpeilte Art und seine sensible Ader erscheinen die kriminellen Machenschaften Eddys gegen Horst Königs skrupellose Geschäfte ein Nichts. Er wirkt dem Leser durchaus symphatisch und schafft es, dass wir uns auf seine Seite der Straße stellen. In Horst König hingegen vereint sich alles, was oftmals Großkapitalgebern nachgesagt wird. Geldgeil, arrogant, rücksichtslos.
Was Arjouni dazu bewegt hat, Horst Königs Tochter Romy ins Spiel zu bringen, war mir anfangs nicht ganz klar. Wie es scheint, soll sie allerdings der Auslöser für Eddys sensible Seite und die bald entstehenden Gewissensbisse sein. Typisch, dass das wieder eine Sache ist, die durch eine weibliche Person ins Rollen kommt. Ein Mann ist eben auch nur ein Mensch! Oder was will uns Arjouni damit sagen? *zwinker* Der Schreibstil des Autors ist oftmals ausschmückend, herrlich derb und damit sehr unterhaltsam. Mit Witz und Charme erzählt der Arjouni eine Geschichte, die an Einfallsreichtum und Abwechslung nicht mangelt. An der Geschichte ist daher meiner Ansicht nach nichts auszusetzen. Da ich Bücher dieses Genres nicht allzu häufig lese, erscheint mir die Story weder bekannt noch ausgelutscht und bescherte mir damit ein paar unterhaltsame Stunden!
Die Abenteuer des Großstadtkleinganoven Eddy Stein sind Gegenstand dieser temporeichen, verrückten Geschichte, für die Glaubwürdigkeit nicht von zentraler Bedeutung ist. Es ist ein lustiger Kurz-Roman, der zum Ende hin etwas schwächer wird. Vielleicht wäre der Roman, mit etwas Verdichtung und Kürzungen am Schluss, als Kurzgeschichte noch etwas besser gewesen, aber lesenswert ist er auf jeden Fall.
Ein amüsanter Roman über Berlin, einen charmanten Ganoven, einen Unfall mit unvorhersehbaren Konsequenzen und eine Liebesgeschichte. Kein großes literarisches Werk, aber gute Unterhaltung.
Zusammenfassung: Eddy, hauptberuflich Ganove und nebenberuflich Straßenmusiker, tötet durch einen Unfall den berühmt-berüchtigten Horst König und verliebt sich dann auch noch in dessen Tochter.
Ich kann es nicht lustig finden, dass jemand sein Leben damit verbringt, andere Leute auszurauben. Einen Verbrecher als Hauptfigur und Helden darzustellen, finde ich moralisch verwerflich. Ich wollte eigentlich nur eins: ihn lebenslang im Gefängnis einsitzen sehen.
Ich mag diese links-linke Haltung à la Robin Hood nicht, welche reich gleichsetzt mit schlecht und arm gleichsetzt mit gut. Schrecklich finde ich die Einstellung, man dürfe, ja müsse reiche Leute schlecht behandeln, z.B.: sie ausrauben oder töten. Ich finde diese Denkweise nicht nur problematisch sondern auch gefährlich.
Davon abgesehen hat das Buch keinen wirklichen Höhepunkt und plätschert so vor sich hin wie ein kleiner Bergbach. Man ergötzt sich eine Zeit lang daran und dann wird es langweilig.
Kurzum, ein monotones, unrealistisches und moralisch fragwürdiges Buch. Absolut nicht empfehlenswert.