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Sämtliche Schüsse, so die Autorin, die den Zwischenfall schwer verletzt überlebte, seien auf Fahrerhöhe abgegeben worden. Sie glaubt nicht an die US-Version von einem tragischen Unfall. Wenn man den Wagen nur hätte stoppen wollen, dann hätte man doch auf Reifen und Motor gezielt. Das aber habe man erst getan, als der Wagen schon stand.
Darüber, weshalb man sie wohl habe umbringen wollen, schweigt die Autorin, die seit der Geiselhaft nicht mehr ohne Licht schlafen kann und das Gefühl der Angst auch tagsüber nicht mehr los wird. Lange verfolgen wird sie neben der Geiselhaft nicht nur das "freundliche Feuer" der US-Soldaten, sondern auch, dass ausgerechnet sie von irakischen Widerstandskämpfern entführt wurde, obwohl sie selbst sich doch immer gegen diesen Krieg und die Besetzung des Irak ausgesprochen habe. Friendly fire also in einem doppelten Sinne und ein Buch, das auch beim Leser sehr zwiespältige Gefühle hinterlässt! -- Andreas Vierecke
204 pages, Paperback
First published November 1, 2005
"[A:]ber auf einmal gerät einer von ihnen ins Zentrum der Aufmerksamkeit, wird zum Symbol, zur Ikone. Warum? Aus vielerlei Gründen: durch die Art und Weise, wie Medien ihre Nachrichten auswählen und verbreiten, weil Menschen das Bedürfnis haben, das Gute, das sie in sich fühlen, auf etwas zu richten, an das es sich zu glauben lohnt, und dafür auch auf die Straße zu gehen."