Uwe will den auf einer Eisscholle davontreibenden Hund Bootsmann mit einem Kahn retten. Aber eigentlich ist Uwe noch viel zu jung für eine solche Aufgabe. Es ist Winter. Uwe, Katrinchen und Jochen haben Bootsmann, den Hund vom Schlepperkapitän Bräsing zum Spielen mitgenommen. Es ist sehr kalt. Am Ufer haben sich Eisplatten gebildet. Auf einer tollen Jochen und Bootsmann herum, bis sie abbricht. Jochen kann sich noch mit einem Sprung in Sicherheit bringen, aber als Bootsmann das auch will, ist die Scholle schon zu weit abgetrieben. Jochen stiehlt sich davon. Katrinchen soll Hilfe holen, kommt aber nicht zurück. Uwe, ganz auf sich gestellt, findet einen Kahn und rudert dem davontreibenden Bootsmann hinterher ...80 Seiten. Gebunden. Ab 7 Jahre
Pludra war Verfasser von Erzählungen und Romanen für Kinder und Jugendliche. Mit einer Gesamtauflage von mehr als fünf Millionen Exemplaren gilt er als erfolgreichster Jugendbuchautor der DDR-Literatur; teilweise erschienen seine Bücher auch in westdeutschen Lizenzausgaben.
Ich kann mich noch gut an die Geschichte erinnern, als Kind fand ich sie sogar recht gruselig. Wie der kleine Hund so einsam auf der Scholle treibt und Uwe aussichtslos versucht ihn zu retten, das war damals als Kind schon sehr beeindruckend. Aber auch als Erwachsene macht die Geschichte immer noch Spaß zu lesen. Schön ist, dass die Handlung auch eher neutral erzählt wird und nicht gleich der moralische Zeigefinger erhoben wird. Pludra schrieb wirklich tolle Kinderbücher, wobei mir "Die Reise nach Sundevit" noch etwas besser als "Bootsmann auf der Scholle" gefällt.
Wahrscheinlich mit eines der ersten Bücher, die ich je gelesen habe. Gab es in einer kleinen Ausgabe, ca. A6 groß. Perfekt für kleine Kinderhände. Die Geschichte ist etwas dramatisch - der Hund "Bootsmann" wird von seinem Herrchen, einem kleinen Jungen, beim Spielen auf dem Eis getrennt und treibt mit seiner kleinen Scholle ab. Nun wird fieberhaft versucht, den kleinen Wauwau zu retten.