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160 pages, Hardcover
First published January 1, 2001
Zum Beispiel der Regen, wie er dort hinter Grauwalds Kopf an die Scheibe trommelt. (David wies darauf, der Professor drehte sich nicht einmal um.) Die Tropfen schlagen auf, gläserne Punkte, weiten sich zu Kreisen, überschneiden sich, ein sehr reines geometrisches Spiel noch. Aber dann - jetzt schon - wirken die Schwerkraft auf sie und der Wind und all die Kräfte der immer anwesenden, nie nachlassenden, tötenden Natur. Und sie verformen sich, nehmen für Momente amüsant absurde Umrisse der Zufälligkeit an, und dann geben sie sich auf; bilden einen Film von gleichförmiger Flüssigkeit auf dem ebenso, doch so viel langsamer fließenden Glas. Es geschieht ständig: Jede Ordnung stürzt ihrer Auflösung zu, und was getrennt ist, wird eins, und alles, was Grenzen hat, muß diese verlieren. Durch einen unendlich fernen Verstand bewegen sich Zahlen; und die Welt ereignet sich.
Und die Zeit? Blickt man darauf, scheint sie durchsichtig zu werden. Das Gewebe öffnet sich, und schon ist es dahin, und nur die Bewegung von Gestirnen bleibt, der Wandel von Dingen, ein Rauschen, eine Folge von Tönen und vielleicht noch die hinkende Bewegung des Zeigers auf einer Armbanduhr oder das Vorbeiziehen von Häusern und Bäumen am Zugfenster, unter dem rhythmischen Aufblitzen der Sonne ...