a meandering, softly injured, and chronologically schizophrenic stream of consciousness of a life and parts of other lives that cross into it, stagnant but rippling, and following an unnamed young-woman narrator from a jewish family with one degree of separation from the holocaust. she grapples with her faraway history, her alienation from a tangled identity, her rootlessness, hopeless desire for transformation and resonance, as the fractured, whirring narrative spins through and explores numerous separations within an individual, a couple, a family, a city. some favorite quotes:
Ach, es ist ja schön, herumzulaufen auf fremdem Pfaster eine Spaziergängerin, dahin, dorthin, irgendwo herum. Aber es ist schwer, zu kommen, ein bisschen zu bleiben und wieder zu gehen. Und dass ich ganz kurz zu ihnen gehört habe, das haben sie wohl gar nicht bemerkt. (17)
Selbstporträts, wie um mich zu vergewissern, dass ich noch da wäre, Porträts von Alfried, um ihm näher zu sein, weil er sich immer verbarg, den Blick aus meinem Fenster auf Straßenbahnhof, Zentralviehhof und den kleinen gräulichen Kirchturm am Horizont und Porträts von den Dichtern der Bücher, die ich liebte, als eine Hommage und um ihnen zu antworten. Das Malen war eine Art Festhalten der Dinge, deren Nähe schwankend und one Sicherheit war, so wie die Staffelei selber, an der ich die Bilder malte. (67)
Ich war traurig. Traurig über unsere ganze Geschichte, über unser Missverstehen, und bin nach der Vorstellung schon vor dem Applaus, bevor die Lichter wider angingen, aus dem dunklen Zuschauerraum nach Hause gegangen, in meinen XIII. Bezirk zurück, sah meine Straße, wie sie da irgendwie ohnmächtig lag, lang hingestreckt und grau im Gesicht. Ich stieg in das Souterrain hinab und holte die kleine Zeichnung aus der Tasche, die ich während der Probe von Alfred gemacht hatte, und heftete sie mit einer Reißzwecke über meinem Schreibtisch an, neben den großen Plan von Paris, und dachte, dass es wahrscheinlich immer so zwischen uns gewesen war: eine Liebe aus nichts, in der nichts passiert und die sich endlos im Nichts verliert. (103)
Dort am Ende des Kontinents, wo die Landschaft so wild sein soll, zwischen dem Land und dem Wasser, das immer steigt und sinkt und schwankt, hätten wir doch vielleicht irgendein Abenteuer erleben können, etwas anderes als immer nur sprechen, reden, erzählen, unsere ewigen Diskussionen. Tut es dir auch leid um so ein Abenteuer, Jean-Marc, habe ich ihn gefragt. Aber er hat nicht mehr geantwortet, denn die Passagiere der Air France nach New York wurden zum Quai 23 gerufen, und hinter den Zoll durfte niemand mehr mit. (108)
In den nächsten Tagen bin ich in meiner Wohnung geblieben und nicht mehr aus dem Haus gegangen, habe nur dagesessen und gewartet und auf die Füße gesehen, die an meinem Fenster vorbeiliefen, und mich gefragt, wo sie denn alle hinlaufen und warm nicht einer, der zu den Füßen gehört, zu mir hereinkommt. (113)