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Der Geist der Mirabelle

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Rare Book

84 pages, Paperback

First published January 1, 1975

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About the author

Siegfried Lenz

282 books148 followers
Siegfried Lenz (1926 - 2014) was a German author who wrote twelve novels and produced several collections of short stories, essays, and plays for radio and the theatre. He was awarded the Goethe Prize in Frankfurt-am-Main on the 250th Anniversary of Johann Wolfgang von Goethe's birth. Lenz and his wife, Liselotte, also exchanged over 100 letters with Paul Celan and his wife, Gisèle Lestrange between 1952 and 1961.

Lenz was the son of a customs officer in Lyck (Elk), East Prussia. After his graduation exam in 1943, he was drafted into the navy. According to documents released in June 2007, he may have joined the Nazi party on the 12th of July 1943. Shortly before the end of World War II, he defected to Denmark, but became a prisoner of war in Schleswig-Holstein.

After his release, he attended the University of Hamburg, where he studied philosophy, English, and Literary history. His studies were cut off early, however, as he became an intern for the daily paper Die Welt, and served as its editor from 1950 to 1951. It was there he met his future wife, Liselotte (d. February 5, 2006). They were married in 1949.

Since 1951, Lenz worked as a freelance writer in Hamburg and was a member of the literature forum "Group 47." Together with Günter Grass, he became engaged with the Social Democratic Party and aided the Ostpolitik of Willy Brandt. A champion of the movement, he was invited in 1970 to the signing of the German-Polish Treaty.

Since 2003, Lenz was a visiting professor at the Düsseldorf Heinrich Heine University and a member of the organization for German orthography and proper speech.

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1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for carlota.
53 reviews4 followers
March 6, 2025
jetzt habe ich Lust auf einen langen Spaziergang an der Ostsee und Fliedersuppe
Profile Image for Susanne Probst.
104 reviews8 followers
September 27, 2020
Der Geist der Mirabelle, Hoffmann und Campe, 2020, Taschenbuch

In dem schmalen, gerade mal 85-seitigen Bändchen „Der Geist der Mirabelle“, das in seinem Erscheinungsjahr 1975 dreieinhalb Monate lang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, finden sich Geschichten aus Bollerup, einem Dorf an der Ostsee, in dem die meisten Einwohner mit Nachnamen Feddersen heißen, weshalb jeder einen Spitznamen trägt.

In den 12 Erzählungen aus dem Alltag der Bewohner, zu denen ich im Folgenden jeweils ein paar Worte sagen möchte, streift Siegfried Lenz etliche Themen.

In „Ein Bein für alle Tage“ lesen wir von Jens Otto Dorsch, der mit seiner von zwei Pferden gezogenen Mähmaschine ein Roggenfeld mäht. Schon bald vermutet man, dass es kein gutes Ende nimmt.

“Das unterbrochene Schweigen“ erzählt von einem 200-jährigen Dauerstreit zwischen zwei Familien und der bald schon aufkeimenden Hoffnung, dass es von einem Gewitter durchbrochen werden könnte.

“Ein teurer Spaß“ wird es, nachdem Doktor Dibbersen nachts aus dem Bett geholt wird, um ein gebrochenes Bein im Wirtshaus zu verarzten.

Mit den Folgen des Zorns, der erwacht, wenn der bewährten Erfahrung eine nicht nachvollziehbare Norm entgegengesetzt wird, befasst sich „Ursachen eines Streitfalls“.

Welche Ideen sich dem Geizigen aufdrängen, wenn er auf Teufel komm raus sparen will, können wir in der „Hausschlachtung“ nachlesen.
Manchmal wird’s dann entgegen jeglicher Erwartung besonders teuer.

In einer weiteren Geschichte geht es um einen Fischhändler, der mit seiner verqueren Logik seine Kunden überzeugt und dabei reich wird.

Zu erfahren, wie ein Holzdieb überführt wird und welchen Denkzettel er verpasst bekommt, löst Bewunderung und Genugtuung aus.
Bewunderung für den Bestohlenen, der eine so erfolgreiche, aber auch gefährliche Idee hatte und Genugtuung, weil der Übeltäter nicht ungestraft davon kommt.

Wie einer Fuchsfamilie der Garaus gemacht werden soll, damit sie das Federvieh im Dorf nicht weiter dezimiert, können wir in „Ein sehr empfindlicher Hund“ nachlesen und in „Hintergründe einer Hochzeit“ erfahren wir, warum ein Paar neun Jahre lang verheiratet war, bevor es endlich heiratete.

In der zehnten Kurzgeschichte geht es um “Die Bauerndichterin“, die sich nach Jahren endlich zu einer Lesung aufrafft, die dann wegen Störungen und Einwürfen der kritischen, konkretistischen und fantasielosen Zuhörerschaft nicht ganz so abläuft, wie geplant.

Danach lernen wir die 92-jährige, topfitte, eigensinnige und bärbeißige Birte kennen.
Sie ist „Die älteste Einwohnerin im Orte“. Für dieses zähe „Wunder der Biologie“ interessieren sich auch ein Reporter und ein Fotograf ... und sie erleben ihr blaues Wunder.

Last but not least erfahren wir, dass der höfliche und bescheidene Waldarbeiter Fiete ohne sein Zutun zum beliebtesten Einwohner von Bollerup auserkoren wird, weshalb er für die Politik gewonnen werden soll.
Aber ist so ein unpolitischer, einsilbiger und genügsamer Mensch der Richtige dafür?

Es macht Spaß, die Einwohner von Bollerup und deren Eigenarten nach und nach immer besser kennenzulernen.
Fünf der Geschichten fand ich absolut herausragend, mit dreien konnte ich mich nicht so richtig anfreunden und der Rest war richtig gut.

Woher nimmt Siegfried Lenz nur diese Einfällle und Ideen, aus denen er so unterschiedliche und abwechslungsreiche Geschichten komponiert?

Sie machen den Leser neugierig und sind mal amüsant, regelrecht lustig oder makaber, absurd bis aberwitzig.

Eines ist sicher: Dem Autor sitzt der Schalk im Nacken und er nimmt die einfache Landbevölkerung auf die Schippe, macht sich fast lustig über sie.

Er überspitzt, aggraviert und betont die Kontraste zwischen schlau und dümmlich oder gerissen und blauäugig.

In den 12 dörflichen Alltagsgeschichten stecken oft allgemein geläufige Erfahrungen, wohlbekanntes Wissen, Anspielungen oder kleine Botschaften.
All dies animiert, da so extrahiert und akzentuiert präsentiert, den Leser unweigerlich zum Schmunzeln.

Siegfried Lenz schreibt flott und lebendig und in einer äußerst bildhaften, schönen, leicht gestelzten, distinguierten und distanzierten Sprache, wodurch Lesegenuss und Spaßfaktor noch erhöht werden.

Der Meister der überraschenden Wendungen erzählt im Plauderton und katapultiert den Leser in Sekundenschnelle mitten ins Geschehen. Fast genauso schnell beendet er die Geschichte dann mit einer unerwarteten Pointe.

Ich empfehle diesen unterhaltsamen, amüsanten und und kurzweiligen Erzählband äusserst gerne weiter.
Er eignet sich vorzüglich für einen verregneten Sonntag auf der Couch... gemütlich eingekuschelt in eine Decke und mit einer Tasse warmem Tee...


Profile Image for Ben.
25 reviews2 followers
January 12, 2025
Manche fragen sich, warum der Dachs nur ein einziges mal in seinem Leben ins Wasser geht. Darum, weil er schon beim ersten mal einsieht, dass es ihm zu nass ist.
Profile Image for Owl.
294 reviews36 followers
September 18, 2009
Ohne viel Schnickschnack werden Geschichten erzählt und als Leser bekommt man nicht den Eindruck, man müsse nun wer weiß wieviel intellektuelles Hintergrundwissen besitzen, um die 12 kleinen Geschichten verstehen zu können. Als Schnell-Leser sollte man sich trotzdem zwischen den Geschichten ein wenig Zeit lassen, um ihren Witz richtig auskosten zu können. Den Rat hab ich leider selber nicht beherzigt. Aber ich hatte dennoch meine Freude an den Geschichten. Sie spielen im östlichen Norden, aber Norden bleibt eben Norden und mein Heimweh wächst stetig an, wenn ich mit solcher Literatur weitermache.
Auf jeden Fall ein willkommenes Intermezzo zu langweiligen Krimis, die im London des 19. Jahrhundets spielen und es kaum über Mittelmaß hinaus schaffen.
Profile Image for Sven.
73 reviews9 followers
January 3, 2026
Das ist wirklich ein toller Reigen an Erzählungen. »Ein sehr empfindlicher Hund« hat mir am besten gefallen. Das mag daran liegen, dass ich eine gewisse Schwäche für Hundegeschichten habe. Aber auch daran, dass diese kleine Begebenheit einfach unerhört lustig erzählt ist. Schön fand ich auch diese gelben Rapsfelder auf dem Buchcover und die Reetdachhäuser im Hintergrund (ob es wirklich Reetdach ist, kann man zwar nicht eindeutig erkennen. Aber was sollte es bei diesen Erzählungen sonst sein?)
Profile Image for Anna.
110 reviews
February 12, 2025
3,5
Manche Geschichten haben mir sehr gut gefallen, mit ein paar wenigen konnte ich gar nichts anfangen.
Locker, absurd und teils sehr makaber geschrieben war dieser Band von Lenz eine schöne Abwechslung.
Profile Image for Peter Jakobs.
230 reviews
February 27, 2012
A collection of brief stories about the inhabitants of Bollerup – a small village at the Baltic Sea south of Flensburg. Almost everyone’s last name is Feddersen and they live from fishing, farming and trading. The book takes up the much more basic things of rural life without the (partly artificial) complications of fellows in big cities. All this written in the exceptional style of Lenz. Liked it a lot.
Profile Image for Yoy.
392 reviews
September 5, 2014
Siegfried Lenz werd geboren in Oost-Pruisen in 1926. Hij maakte deel uit van de Hitler-Jugend, en werd in 1943 soldaat bij de marine. Daar weigerde hij echter een opstandige medesoldaat dood te schieten, en hij deserteerde. Hij werd krijgsgevangene in Engeland.
In Hamburg studeerde hij later Engels, literatuurwetenschap en filosofie. Tot 1951 werkte hij als journalist, daarna als auteur.
Volgens literatuurcriticus Gerhardt Csejka voelde Lenz het aan als zijn plicht om de schuld van de Duitsers te vereffenen. Hij wilde met zijn boeken preventieve actie ondernemen tegen elk gevaar dat de oorlogsgeschiedenis van Duitsland onder zijn Führer zich zou kunnen herhalen.
Hij voelde zich sterk met de SPD verbonden. In 1986 heeft hij de Vredesprijs van de Duitse Boekhandel ontvangen.

Vele titels voor één boek
Overal wordt de verhalenbundel aangekondigd als ‘Een dure grap’.
Op de cover staat: ‘Een dure grap en andere dorpse verhalen.’
Op de derde bladzijde staat: ‘Een dure grap, verhalen uit Bollerup.’
En eerder verscheen dit boek al eens in het Nederlands, bij Elsevier. Koop het dus geen tweede keer! Toen heette het: ‘Het doordeweekse been en andere dorpsverhalen.’
Voor de eerste keer verscheen het in het Duits in 1975, dat was onder de titel ‘Der Geist der Mirabellen’ (waarmee verwezen wordt naar de mirabellenwijn die een van de personages zelf maakt).

Een dure grap
Het boek is geen streekroman, het is een streek-verhalenbundel bestaande uit twaalf verhalen.
Die spelen zich af in het dorp Bollerup (volgens Google Maps is er een Bollerup in Zweden en een in Denemarken). Bollerup ligt – volgens de schrijver - aan de zee, maar er zijn ook tarwe- en roggevelden, ja, zelfs een bos met dassen, reeën, vossen, en alle dieren die een bos gewoonlijk heeft, kortom er is alles voorhanden voor eender welke natuurbeschrijving.

Toch zijn het niet de natuurbeschrijvingen die in de teksten overheersen. De verhalen gaan over de eenvoudige inwoners van Bollerup, hun eigengereide kijk op het leven en hun onderlinge relaties. Bijna alle personages heten Feddersen, vaak hebben ze ook dezelfde voornaam, waardoor ze een bijnaam krijgen om het onderscheid te kunnen maken.
De inwoners van Bollerup hebben moeite met nadenken, met zwijgen, en leven fantasieloos. Maar ze zijn eigenzinnig en kunnen plots eigenaardig uit de hoek komen in hun alledaagse bestaan.

Dit gebeurt in ieder van de twaalf verhalen uit deze bundel. De helft van de ontknopingen zijn redelijk flauw (slechte humor zijn we wel vaker gewend van Lenz), de andere helft is leuk tot heel grappig. Maar het gaat lang niet alleen om de ontknopingen. Ieder verhaal, iedere zin op zich is een grapje, is het waard om gelezen te worden omdat de dorpsmentaliteit er zo sprekend, beeldend en vriendelijk ironisch wordt beschreven. Tegelijk kan men ook genieten van hier en daar een natuurbeschrijving.
En doordat het boek in het Duits oorspronkelijk werd geschreven in 1975, hebben de dorpsbewoners natuurlijk nog geen last van wifi, gsm of computer, wat het effect van de streekverhalenbundel nog verhoogt.

Veel natuurbeschrijvingen zijn er dus niet, omdat vooral het menselijk gedrag beschreven wordt. Toch zijn ze allerminst afwezig. Of we ze echter zo waarderen tijdens het lezen is een andere vraag: vaak gaan de natuurbeschrijvingen over het leven aan de kust. Hoezeer je die kan smaken hangt ervan af of je aan de kust bent opgegroeid of woont, of niet. Hinderlijk is het niet, en overigens, er zijn genoeg verhalen die zich afspelen in akkers, in een bosomgeving, of in de huizengemeenschap van het dorp.

Stijl
Ieder verhaal begint met ‘In Bollerup, buren…’ en dan begint de vertelling. Af en toe onderbreekt de verteller zijn verhaal om te melden dat ‘er enkele uren niets noemenswaardigs voor dit verhaal gebeurde,’ en dat hij die tijdsspanne dus maar overslaat, of iets dergelijks. Hij blijft eraan herinneren dat er een verteller is. Omdat hij de woorden ‘om het zo maar eens uit te drukken’ erg veel laat voorkomen, begint dat zinnetje na een tijd wel te vervelen/irriteren.
De andere zinnen zijn wel prachtig. De woordkeuze is een ietsje grootsprakerig, geknipt om toe te passen op dorpsbewoners die zeer eenvoudige mensen zijn, en om op die manier de eenvoud van hun hersenen te benadrukken.

Als je de verhalen leest, ben je geneigd te denken dat Bollerup vlakbij de zee ligt. Maar volgens Google Maps is het er toch een eindje vandaan, hoewel het goed denkbaar is dat vele inwoners van het dorp visserij als bijverdienste hebben.
Zo neemt Lenz nog weleens een loopje met de werkelijkheid. Kleine loopjes, op de rand van wat waar is en wat onwaar. In zijn verhaal ‘De schrijfster van streekromans’ heeft hij het bovendien op bijzonder grappige wijze over dit onderwerp.

Conclusie
Negatief: niet elke grap op het einde van een verhaal, is even geslaagd; en het herhaaldelijk gebruik van de zin ‘om het zo maar eens uit te drukken’ begon me op de duur wat te ergeren.
Positief:<:B> alle andere zinnen waren wel prachtig – gemiddeld komt dit dus uit op 99%. ‘Een dure grap’ is een grappig en warmhartig boek, een leuke en literair sterke streekverhalenbundel.
Profile Image for Anka.
1,118 reviews65 followers
February 18, 2020
Niedliche Erzählungen, bei denen Lenz' Schreibstil aber leider nicht zur vollen Geltung kommt.
Profile Image for Apollonia.
87 reviews12 followers
September 16, 2012
Ich beziehe mich hier nur auf die Erzählung "Der Geist der Mirabelle": Wunderbar. Der Autor kennt seine Pappenheimer. Ich lese sie immer wieder gern.
Displaying 1 - 12 of 12 reviews

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