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Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten

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Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Und warum eigentlich?

Nichts, was die Arbeit anbelangt, ist heute mehr selbstverständlich. Das zweite Maschinenzeitalter selbstlernender Computer und Roboter revolutioniert unseren Arbeitsmarkt. Es definiert neu was »Arbeit« ist, und wozu wir eigentlich noch arbeiten. Schon seit einiger Zeit arbeiten wir in den westlichen Industrieländern nicht mehr, um unsere Existenz zu sichern. Wir arbeiten, um zur Erwerbsarbeitsgesellschaft dazuzugehören.

Doch wenn »Vollbeschäftigung« nicht mehr der Jackpot ist, den es zu knacken gilt, sondern »Selbstverwirklichung«, dann ändern sich die Lose in der Tombola: Arbeit zu haben wird nun nicht mehr automatisch als Glückszustand bewertet, denn es kommt immer stärker auf die Qualität und die genauen Umstände des Arbeitens an. Aus der Erwerbsarbeitsgesellschaft, wie wir sie bisher kannten, wird eine Sinngesellschaft. Eine gigantische Transformation, und sie ist längst im Gange.

Richard David Precht zeigt uns, wie die Veränderung der Arbeitswelt unser Leben, unsere Kultur, unsere Vorstellung von Bildung, und letztlich die ganze Gesellschaft verändert – und welche enormen Gestaltungsaufgaben auf die Politik zukommen, insbesondere der Umbau unseres Sozialsystems hin zu einem bedingungslosen Grundeinkommen.

544 pages, Hardcover

Published March 14, 2022

56 people are currently reading
344 people want to read

About the author

Richard David Precht

37 books482 followers
Richard David Precht is a German author of successful popular science books about philosophical issues.

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Community Reviews

5 stars
64 (25%)
4 stars
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1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 23 of 23 reviews
Profile Image for Frank.
592 reviews123 followers
June 9, 2025
Ein bisschen zu ausschweifend für meine Begriffe, mit einem Appendix zur Schule, der entweder unter Hinweis auf das entsprechende Buch hätte entfallen können, oder aber besser in den Text hätte integriert werden müssen. Sei's drum: Es ist ein echter Precht, d.h. ein erneuter Beleg dafür, dass man ein aktuelles und gleichwohl unterbelichtetes Thema interessant, mit Neuigkeitswert (für mich im Bereich der Geschichte des Nachdenkens über eine allgemeine Bodenrente bzw. später ein BGE) und allgemein verständlich darlegen kann. Klar, für Verfechter der Ansicht, dass es keine wirklichen oder abgeschlossenen Wahrheiten geben könne und ein "echter" Philosoph ständig und immer wieder neu die Voraussetzungen seines Denkens, die verwendeten Begriffe wie das Gefundene definieren, befragen und letztlich wieder in Frage stellen müsse, ist das bloß "populär". "Populärphilosophie" auch in dem Sinne, als der blöde Mainstream, dem sich verbeamtete Profi- Philosophem verpflichtet fühlen (müssen?), mit derart linkem Zeugs nichts anfangen kann. Da darf man gar nicht verstehen, was Precht als öffentlicher Intellektueller zu sagen hat- durchaus mit definierten Begriffen, der Befragung gefundener Lösungen in der geschichtlichen Herleitung und der Infragestellung des Gefundenen, insofern insbesondere Politiker/innen und Ökonom/innen, aber auch die Leser/innen aufgefordert sind, hier mit- und weiterzudenken.

Dabei ist das Ganze mitnichten spektakulär. Man fragt sich schon, warum so viele Seiten nötig sind, ignoranten Großkopferten begreiflich zu machen, was jeder "Laie" sofort versteht: Wenn digitalisierte Produktionssysteme immer mehr menschliche Arbeit ersetzen, geht uns zum einen die Arbeit (nicht gänzlich, aber doch in der bisherigen Form) verloren und zum anderen können die, die von Lohnarbeit befreit sind, leider die maschinell erzeugten Produkte gesellschaftlichen Reichtums nicht mehr kaufen. Daran geht die Gesellschaft, wie wir sie kennen, notwendig zugrunde und es bedarf neuer Ideen zur Beantwortung der Frage: Was nun?

Precht wäre nicht Precht, wenn er die Antwort nicht dort suchen würde, wo sie eine Verbesserung der Lebensbedingungen zur Folge hat. Die Unterscheidung von "Labour" (sinnleere Schufterei) und "Work" hilft dabei insofern weiter, als wir auf meist auch noch schlecht bezahlte "Labour" wohl verzichten können zugunsten von "Work", wozu auch Kindererziehung, Kunst oder sinnstiftende Gelegenheits- oder Teilzeitarbeit gehören können. Damit das möglich wird, muss man die Rede vom "gesellschaftlichen Reichtum" einfach ernst nehmen und das, was gesellschaftlich erzeugt wurde, auch der gesellschaftlichen Konsumption zur Verfügung stellen. Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein Weg dazu. Precht erläutert zunächst die Geschichte des Denkens, das zu den modernen Konzepten geführt hat, um dann die einzelnen Konzepte auf ihre Tauglichkeit hin zu analysieren, Gesellschaft positiv zu verändern und nicht bloß Lohnersatzleistung zu sein. Dabei geht er zu Recht hart mit Fehlschlüssen ins Gericht, die auf Seiten der Gewerkschaften wie der Linken verhindern, dass man sich zum BGE bekennt. Dabei werden Ikonen (Bontrup, Butterwegge u.a.) nicht geschont, was sicher zu neuem Geheul gegen den "Medienphilosophen" führen wird.

Vorgestellt werden endlich Finanzierungskonzepte, von denen in der Tat die Transaktionssteuer am meisten einleuchtet. Dabei spart Precht aber auch die Schwachstellen der bisher am besten durchgerechneten Modelle nicht aus und fordert von daher (siehe oben) die Zunft der Wirtschaftswissenschaftler/innen auf, statt weiter Verweigerungshaltungen mit Scheinargumenten zu beliefern, ausnahmsweise mal Konzepte zur Durchsetzung zu überlegen, durchzurechnen und vorzuschlagen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und dass alle, die 1500 Euro BGE erhalten, deswegen aufhören zu arbeiten und anfangen zu saufen, ist in der Tat das dämlichste Argument dagegen. Welcher Rechtsanwalt würde das tun? Aber der Paketbote würde in den vorgeschlagenen 20000 Euro steuerfreiem Zuverdienst wahrscheinlich einen Anreiz sehen, sich zu den 1500 noch was hinzu zu verdienen. Dem kann ich folgen.

Kurz: Precht hat viel Bekanntes zusammengetragen und es gut und nachvollziehbar aufbereitet einem breiten Lesepublikum zum Selbst- darüber- Nachdenken zur Verfügung gestellt. Genau dieser Absicht ist maximaler Erfolg zu wünschen, weshalb ich das Buch all denen empfehle, die Angst vor der Arbeitswelt der Zukunft haben, sich bisher aber noch nicht intensiv mit dem BGE als Alternative zur Arbeitsgesellschaft befasst haben. Besonders Skeptiker sollten hier nachlesen. "Langatmig" (nur vier Sterne) war es für mich, der ich das Thema gut kenne. Aber das sollte nicht der Maßstab sein, den man an das Buch anlegt. Ich hoffe, es wird sein Publikum finden.
Profile Image for Malte.
31 reviews
September 12, 2022
Sehr interessantes Buch über die gesellschaftliche Bedeutung von Erwerbsarbeit und wie diese sich durch die Digitalisierung ändern könnte. Aufschlussreich fand ich die Ausführungen darüber, wie zentral der Stellenwert von Erwerbsarbeit in der heutigen Zeit verglichen mit vor-kapitalistischen Zeiten ist. Die fortschreitende Digitalisierung wird diese zentrale Rolle von Erwerbsarbeit eventuell obsolet machen, da viele Routinetätigkeiten zukünftig wohl nicht mehr von Menschen erledigt werden müssen. Precht stellt dar, wie diese Entwicklung viele Gefahren birgt, wenn unsere Gesellschaft sich nicht rechtzeitig auf die Veränderungen der Arbeitswelt ausrichtet, zeigt aber auch, wie sie zu einer fast schon utopischen Freiheit führen kann, wenn wir die Chancen der Digitalisierung sinnvoll nutzen.

Ich würde das Buch auch Leuten empfehlen, die Prechts Podcasts regelmäßig hören, da er seine Gedanken in diesem Buch um ein Vielfaches tiefer begründet und viel Neues zu lesen ist.

Manchmal vereinfacht Precht komplexe Themen zu stark. Das ist wohl auch nötig, wenn man Erkenntnisse aus allen möglichen Disziplinen zu einem Gesamtbild integrieren muss, aber gerade bei ökonomischen Vorhersagen hat er die Dinge für meinen Geschmack etwas zu weit heruntergebrochen. Generell sollte man die Prognosen und Vorschläge des Buches nicht zu genau nehmen, sondern es als Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Situation und möglicher mittelfristiger Herausforderungen betrachten.

"Seit es Arbeit gibt, ist das eigentliche Ziel ihre Abschaffung"
Profile Image for ➸ Gwen de Sade.
1,226 reviews112 followers
May 20, 2022
Ich fürchte ich bin hier noch immer nicht ganz schlüssig, wie ich das Buch finden soll.

RTC
Profile Image for Flatmanns.
45 reviews
Read
May 18, 2024
Ich mag Precht. Er sit zwar eine Person, deren Äußerungen manchmal zu Diskussionen sorgen, aber er nimmt sich Zeit und findet Wörter, um Leser*innen nicht nur Sachverhalte, Geschichte oder Philosophie verständlich zu erklären, sondern sie auch dafür zu begeistern.
Das Buch zeigt die Entwicklung unseres Verständnisses von Arbeit auf (wusste gar nicht, dass Religion da eine solch große Rolle gespielt hat), die wundervolle Idee eines Bürgerlichen Grundeinkommens und zum Schluss bringt es Ideen für ein Bildungssystem, welches auf die Sinngesellschaft vorbereitet. Nachdem ich seine Prinzipien für eine moderne Schule gelesen hatte, war ich froh, dass meine Tochter auf eine Waldorfschule geht und nicht auf eine Regelschule. Meine Tochter, kann ich nun mit Stolz behaupten, ist besser auf ihr Leben vorbereitet, als so manches KInd von Regelschulen.
Lest es. Und ihr werdet die Welt mal wieder ein Stück besser verstehen. Und sie auch besser machen ;)
Profile Image for Verena.
146 reviews
September 21, 2022
„Seit es Arbeit gibt, ist das eigentliche Ziel ihre Abschaffung.“ In Zeiten von Personalnotstand, Burn-out-Wellen und der Huldigung einer Work-Life-Balance wird das besonders deutlich.

Richard David Precht beschäftigt sich mit der Digitalisierung und anderen Komponenten, die das Ende der Leistungsgesellschaft und Erwerbsarbeit bedeuten. Er argumentiert für ein Bedingungsloses Grundeinkommen und eine Neuordnung der schulischen Bildung.


Profile Image for Dominik.
1 review
May 1, 2025
Bin ich nicht der Typ dafür
Profile Image for Sebastian.
24 reviews
July 8, 2022
Hochinteressante Ansätze darüber, wie eine gerechte Arbeitsgesellschaft in der Zukunft des zweiten Maschinenzeitalters funktionieren kann.
Profile Image for Vincent Wilk.
13 reviews
May 20, 2024
Ich mag Richards Ausdrucksweise und das Talent dazu treffende, prägnante Sätze zu formulieren. Das hat er in diesem Buch mal wieder ganz gut geschafft. Mit seinen Vorstellungen, wie unsere Wirtschaft in Zukunft aussehen müsste, damit unser System nicht zusammen bricht, trifft er sicher auf den richtigen zahn der Zeit. Ich hoffe, dass seine Ausarbeitungen zum Thema BGE oder unserem veralteten Schulsystem irgendwann aufs richtige Ohr treffen, sodass sich endlich mal etwas ändert.
Profile Image for Noah.
37 reviews
August 1, 2022
Meiner Meinung nach lassen sich die ersten 2/3 des Buches halbieren oder noch mehr kürzen. In diesem Teil stellt Precht ausschließlich Studien oder Ideen vor, um klarzumachen, dass unser Wirtschaftssystem nicht mehr so funktioniert und ein soziales Grundeinkommen eine Lösungsansatz sein könnte. Für meinen Geschmack bleibt er dann jedoch viel zu kurz beim Thema Grundeinkommen. Das was jedoch dazu geschrieben wurde ist sehr interessant und ich habe einiges neues dazugelernt.
Author 1 book
June 22, 2022
Über den Übergang von der Arbeits- zur Sinngesellschaft und wie er gelingen kann. Precht ist mir etwas zu technikdeterministisch, entsteht der Wandel in einer komplexen Welt doch immer im Wechselspiel zwischen dem technischen UND gesellschaftlichen Wandel. Daher lässt sich nicht prognostizieren, ob es etwa tatsächlich eintritt, dass viele Jobs durch Automatisierung ersetzt werden oder ob sie sich doch hartnäckig halten. Aber das Gedankenspiel von Precht über das Ende der Lohnarbeitsgesellschaft und was ihr folgen könnte, mitsamt BGE und einem neuen Schulsystem als Antworten sind spannende und durchdachte Anregungen.
340 reviews
September 15, 2024
Es ist ein besonderes Buch, dass es schafft sein Argument so schlecht zu verteidigen, dass trotz meiner Überzeugung, dass GDE ein mega Ding ist, ich skeptischer GDE gegenüber stehe als davor.

Viele Argumente sind einfach "aber soooo viele kluge Denker hundert Jahre zuvor fanden es eine tolle Idee" und wenn die Frage gestellt wird wie es finanziert wird, wird es nur skizziert mit dem Hinweis, dass nicht unmöglich ist wenn man sich anstrengt.

Schlecht strukturiert, unüberzeugende Argumente (welche aber immer mit "ist eindeutig/logisch/ja klar" anfangen) und einfach nur oberflächlich bis geht nicht mehr.
52 reviews
March 18, 2023
Sehr gute Abhandlung, anfangs eher zähe, aber sehr schöne Historie zur Arbeit allgemein, dann Achwenk zur Zukunft der Erwerbsarbeit und was danach folgen könnte. Die Sinngesellschaft wird toll skizziert, und ein BGE sehr gut herausgearbeitet als Teilhabegarantie, nicht als Konsuminstrument (fdp). Abschluss mit Humboldtschem Bildungsideal, gelungen.
Profile Image for Özhan.
28 reviews
May 30, 2022
Sehr interessante und schlüssige Ideen zur Zukunft von Arbeit, Bildung und Gesellschaft in einer digitalen und automatisierten Welt, nur gelegentlich etwas unstrukturiert und unsauber ausargumentiert.
212 reviews3 followers
December 27, 2023
Fundiert recherchiert & logisch aufgebaut, extrem viel Background zum Thema. Bei Isaac Asimov hab ich schon vor 20 Jahre von einem Volk gelesen, dass das Problem erfolgreich gelöst hat, das hat mich fasziniert; wär schön wenn wir es auf der Erde ohne blutige Revolution hinkriegen
Profile Image for Tim Massel.
6 reviews
June 2, 2022
Sehr spannende Gedanken besonders zum bedingungslosen Grundeinkommen. Den ersten Teil fand ich etwas zäh.
7 reviews
June 2, 2022
Ganz gut, bis er anfing, völligen Blödsinn über Bildung zu reden.
28 reviews
August 16, 2022
7,5/10
Vor allem in den historischen Exkursen zu ausufernd.
Kompakter wäre meist besser
Profile Image for Johannes.
182 reviews4 followers
August 22, 2022
Für alle Richard David Precht Fans nicht so viel neues. Aber wie immer tolle Gedanken. Ich hoffe die Politik liest dieses Buch und holt sich ein bisschen Inspiration.
2 reviews
August 4, 2024
interessante Aspekte, aber fragwürdig, ob diese so umsetzbar sind...
Profile Image for Marcel Schwarz.
442 reviews
March 14, 2022
Wenn man sich mit dem BGE beschäftigt wenig Neues - dennoch alle Argumente für ein BGE gut zusammengefasst.
13 reviews
May 3, 2024
Das Buch is ok. Was soll man sagen.

Der Autor philosophiert zu viel (in einem philosophischen Buch). Schwer zu erreichen. Würde ich trotzdem normal lesen.
Displaying 1 - 23 of 23 reviews

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