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Die Liebe des Ulanen #4

Die Liebe des Ulanen IV

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»Der Spion von Ortry«, ist der 4. Band des Abenteuerromans »Die Liebe des Ulanen«, der in der Zeit des deutsch-französischen Krieges 1870/71 spielt, und zuerst in 107 Lieferungen von September 1883 bis Oktober 1885 in der Zeitschrift »Deutscher Wanderer« erschien. Der Ulanenrittmeister Richard von Königsau reist im Jahre 1870 inkognito und als buckliger Erzieher verkleidet nach Ortry in Lothringen, um im Schlosse des Gardekapitäns Albin Richemonte tragische Familiengeheimnisse aufzuklären und französischen Kriegsvorbereitungen gegen Deutschland auf die Spur zu kommen. Auf dem Weg nach Ortry rettet er Marion, Richemontes schöner Enkelin, das Leben und entdeckt seine Liebe zu ihr. In dem geheimnisvollen Schloss Ortry, einem Gebäude mit Tapetentüren, geheimen Gängen und unterirdischen Verliesen bekämpft Köngsau die Machenschaften des finsteren Richemonte und gelangt schließlich auf die Spur eines Jahrzehnte zurückliegenden Verbrechens, durch das seinen Vorfahren ein furchtbares Schicksal zugefügt worden ist. Mutig und entschlossen nimmt Königsau den Kampf mit den Mächten des Bösen auf. - Die vorliegende Textfassung folgt in 5 Bänden unverändert und ungekürzt der Erstausgabe des Münchmeyer-Verlags. Der besseren Übersichtlichkeit wegen wurden zusätzliche Kapiteleinteilungen eingefügt. Karl May wurde am 25. Februar 1842 als fünftes von vierzehn Kindern einer bitterarmen Weberfamilie in Hohenstein-Ernstthal in Sachsen geboren. Ein durch Not und Elend bedingter Vitaminmangel verursachte eine funktionelle Blindheit, die erst in seinem fünften Lebensjahr geheilt wurde. Nach der Schulzeit studierte May als Proseminarist an den Lehrerseminaren Waldenburg und Plauen. Seine Karriere als Lehrer endete bereits nach vierzehn Tagen, als die Anzeige durch einen Zimmergenossen wegen angeblichen Diebstahls einer Taschenuhr zu einer Verurteilung führte und May aus der Liste der Lehramtskandidaten gestrichen wurde. In der Folge geriet er auf die schiefe Bahn und verbüßte wegen Diebstahls, Betrug und Hochstapelei mehrere Haftstrafen. Von 1870 bis 1874 saß er im Zuchthaus Waldheim. Nach seiner Entlassung wurde er im Alter von 32 Jahren Redakteur einer Zeitschrift und begann Heimaterzählungen und Abenteuergeschichten zu schreiben. Sein stetes literarisches Schaffen war ungewöhnlich erfolgreich und machte ihn bald zum bedeutendsten Autor von Kolportageromanen und Trivialliteratur des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Seine Abenteuerromane, die an exotischen Schauplätzen im Wilden Westen und im Orient spielen, wurden in 33 Sprachen übersetzt. Durch seine archetypischen Wildwest-Helden Winnetou und Old Shatterhand erlangte Karl May literarische Unsterblichkeit und wurde zum meistgelesenen Autor deutscher Sprache. Mays letztes Lebensjahrzehnt war von einer beispiellosen Hetze wegen seiner früheren Straftaten und vermeintlicher Unsittlichkeiten in seinen Kolportageromanen überschattet. Zermürbende Verleumdungs- und Urheberrechtsprozesse, in die er sich verstrickte, vermochten seinen tief verwurzelten christlichen Glauben, von dem sein literarisches Werk von Anfang an durchdrungen ist, aber nicht zu erschüttern. Mit den letzen beiden Bänden des Romans Im Reiche des silbernen Löwen und seinem dem Surrealismus nahestehende Symbolroman Ardistan und Dschinnistan schuf er in seinen letzten Jahren ein heute literarisch hochgeachtetes mystisches Spätwerk. Jubelnde Anerkennung erlebte er am 22. März 1912, als er auf Einladung des Akademischen Verbands für Literatur und Musik in Wien einen Vortrag Empor ins Reich der Edelmenschen hielt. Eine Woche später, am 30. März 1912, starb Karl May in seiner Villa Shatterhand in Radebeul bei Dresden an Herzversagen.

496 pages, Hardcover

First published January 1, 1930

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About the author

Karl May

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Karl Friedrich May (also Karol May) was one of the best selling German writers of all time, noted mainly for books set in the American Old West, (best known for the characters of Winnetou and Old Shatterhand) and similar books set in the Orient and Middle East. In addition, he wrote stories set in his native Germany, in China and in South America.

May also wrote poetry and several plays, as well as composing music; he was proficient with several musical instruments. May's musical version of "Ave Maria" became very well known.

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Profile Image for Tristram Shandy.
880 reviews267 followers
March 10, 2023
Mit dem Ende ist es oftmals schwer

So ist gewöhnlich schon der Zeitpunkt des Endes ein Ärgernis, denn bei Jane Austen kommt es oft zu spät, während ich bei manchem Buch die Figuren gern noch etwas länger begleitet hätte. Im Falle von Karl Mays Kolportageroman Die Liebe des Ulanen fürchte ich, daß das Ende ein wenig dem dicken Maler Hieronymus Aurelius Schneffke gleicht, der im Bahnhof dem davoneilenden Zug vergeblich hinterherlief, wobei der Zug für Schneffke das ist, was die Aufmerksamkeit des Lesers für das Ende des Romans bedeutet. Mit anderen Worten: Nach und nach zog es sich doch ein wenig, und manche Situationen hätte man sich schneller abgehandelt gewünscht.

Das Hauptproblem liegt aber darin, daß wenn man einen Schurken so aufbaut, wie May dies mit Albin de Richemonte tat, wenn dieser ob seiner zahlreichen Missetaten immer mehr zum Haßobjekt des Lesers, zum Inbegriff des Dämonischen wird, man diesem Schurken dann auch ein wahrhaft phänomenales Ende bereiten muß. Was aber dem alten Hauptmann Richemonte am Ende im Kampfe um die Kriegskasse widerfuhr, das hätte auch meinem seligen Großvater bei der Gartenarbeit geschehen können, wenn er etwas unvorsichtiger gewesen wäre. Man muß dem guten Karl May aber zugestehen, daß er es vermochte, alle losen Enden – und derer gibt es angesichts der zahlreichen Figuren und Handlungsstränge viele – insgesamt zufriedenstellend zu verbinden.

Wenn der letzte Teil, Die Herren von Greifenklau somit auch ein wenig uneben ist und nicht ganz an die Vorgängerbände der Tetralogie heranreicht, so bleibt Die Liebe des Ulanen dennoch ein aufregender und handlungsreicher Roman, der sich auch heute noch mit Genuß lesen läßt, vorausgesetzt, man ist eben mit Karl May aufgewachsen.
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