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Auf der Straße heißen wir anders

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»Wie lange dauert es, bis aus einem Zuhause eine Heimat wird?«

In Karlas Familie wissen alle, wie es sich anfühlt, nicht dazuzugehören. Karla erlebt es als Kind in Bremen-Nord. Ihr Vater Avi in einer Klosterschule in Jerusalem. Die Großmutter Maryam als Gastarbeiterin in Deutschland. Die Urgroßmutter Armine auf den Straßen von Istanbul. Einfühlsam und mit feinem Humor fächert Laura Cwiertnia die verzweigten Pfade einer armenischen Familie auf, deren Erfahrungen so tiefgreifend sind, dass sie noch Generationen später nachhallen.

Die Kinder aus der Hochhaussiedlung in Bremen-Nord kennen die Herkunftsorte ihrer Familien genau: Türkei, Russland, Albanien. Nur bei Karla ist alles etwas anders. Sie weiß zwar, dass die Großmutter in den 60ern als Gastarbeiterin aus Istanbul nach Deutschland kam, und auch, dass die Familie armenische Wurzeln hat, doch gesprochen wird darüber nicht. Als Karlas Großmutter stirbt, taucht der Name einer Frau auf, Lilit, samt einer Adresse in Armenien. Karla gelingt es, ihren Vater zu einer gemeinsamen Reise zu überreden – in eine Heimat, die beide noch nie betreten haben. Eindrücklich und bewegend erzählt Laura Cwiertnia davon, wie es sich anfühlt, am Rand einer Gesellschaft zu stehen. Und davon, wie es ist, keine Geschichte zu haben, die man mit anderen teilen kann.

240 pages, Hardcover

First published February 19, 2022

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About the author

Laura Cwiertnia

3 books4 followers

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15 (3%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 38 reviews
Profile Image for Buchdoktor.
2,365 reviews188 followers
January 31, 2022
Als Karla zur Beerdigung ihrer Großmutter in ihre Heimatstadt kommt, hat sie offenbar alle Zelte hinter sich abgebrochen, um auswärts zu studieren. Sie versteht die Rede des armenischen Priesters während der Trauerfeier nicht und der Kontakt zu ihrer Lieblingscousine Nisa ist seit langem abgekühlt. Als 15-Jährige waren die Mädchen allerbeste Freundinnen. Karla musste als Kind ständig Fremden erklären, wie man ihren Namen ausspricht und warum sie ihrem Vater kaum ähnlich sieht. Warum Vater Avi kein Türkisch spricht, obwohl er wie Onkel Ismail aus Istanbul stammt, hätte sie selbst zu gern gewusst. Avi weicht ihren Fragen stets aus. Sicher hat Karla sich gefragt, warum Großmutter Maryam allein nach Bremen kam, um in der Fabrik zu arbeiten, und was aus Avis Vater geworden sein kann. Die klassische Situation entsteht, in der Kinder verletzt reagieren, weil ihnen nichts gesagt wurde und Eltern später ebenso verletzt kritisieren könnten, dass sich für ihre Kindheitserinnerungen niemand interessierte.

Nun ist Maryam begraben. Sie hat außer dem Ablauf einer armenischen Beerdigung ihre letzten Wünsche notiert und ihren Nachlass geordnet. Ihre Nachkommen sollen in die armenische Hauptstadt Yerewan reisen und dort einer Lilit Kuyumcyan einen goldenen Armreif übergeben. Avi hatte Reisen in die Türkei oder nach Armenien stets abgelehnt; ihre eigene Reise nach Istanbul vor einiger Zeit hat Karla ihrem Vater verheimlicht. Doch nun schnürt Avi auf einmal seine Schuhe und beide starten zur Suche nach Lilit. Auch wenn Avis Armenisch eingerostet ist, bewegt er sich in Yerewan wie ein Fisch im Wasser, als hätte er niemals woanders gelebt. Inzwischen erfahren Laura Cwiertnias Leser/innen mit Blick auf wechselnde Figuren, wie Karlas Kindheit in einem Hochausviertel verlief, warum Avi einige Jahre in einem Kloster in Jerusalem verbrachte und was die vom Völkermord traumatisierten armenischen Familien besonders ihren Töchtern einbläuten. Mehrmals habe ich mir gewünscht, dass Maryam wenigstens mit ihrer Enkelin darüber gesprochen hätte, wenn schon nicht mit Avi, dessen Verhältnis zu seiner Mutter durch seine Ehe mit einer Deutschen nicht gerade innig war. Als Vater und Tochter am Ende Lilits Enkelin aufspüren und die Bedeutung des Armreifs begreifen, ist in Rückblenden und Perspektivwechseln die Geschichte von vier Generationen erzählt worden, die stets unverfängliche Namen für ihre Kinder wählten, unauffällig lebten und niemals Gespräche über Politik, Religion oder das Militär führten. Dass man sich auf der Straße anders rufen lässt als zuhause, erhielt so eine völlig andere Bedeutung als ich erwartet hatte.

Meryam gehörte zur ersten Einwanderer-Generation in Deutschland, die ursprünglich nach Ablauf ihres Arbeitsvertrags wieder in ihre Heimat zurückkehren sollte. Laura Cwiertnia erzählt so bildhaft wie warmherzig über vier Generationen von Armeniern aus der heutigen Türkei, die stets einen Tick vorsichtiger und zurückhaltender sein mussten als andere Einwanderer und auf deren Frauen zusätzlich die Erwartung lastete „einen von uns“ heiraten zu müssen. „Auf der Straße heißen wir anders“ ist auf bestem Weg, ein Buch des Jahres zu werden …
Profile Image for Mina.
190 reviews22 followers
April 8, 2023
Karla wächst in Bremen-Nord auf und weiß nur wenig über ihre zersplitterte Familiengeschichte. Der armenische Vater, der seine Kindheit in Istanbul und zeitweise in einem Kloster in Jerusalem verbrachte, hält sich wortkarg und wehrt ab, wenn Karla mehr über die Herkunft erfahren will. Dabei müsste ihre Urgroßmutter in Istanbul die Pogrome gegen die armenische Bevölkerung miterlebt haben und ihre Großmutter aus der Zeit, als sie als “Gastarbeiterin” nach Deutschland kam, ebenfalls viel zu erzählen wissen.

Als die Großmutter stirbt, ist ein goldenes Armband, vermacht an eine unbekannte Frau, der Auslöser für Karla, sich mit ihrem widerwilligen Vater auf Spurensuche zu begeben. Diese Reise bildet allerdings erst im zweiten Teil des Buchs eine lose Rahmenhandlung. Vielmehr erfahren wir in wechselnden Perspektiven zunächst, wie Karla ihre Kindheit in Bremen empfand, in der sie sich als deutsch gelesenes Mädchen nie richtig zu der Clique ihrer Cousine zugehörig fühlte. Danach werden in verschiedenen Rückblenden auch Lebensabschnitte des Vaters Avi, der Großmutter Maryam und zuletzt der Urgroßmutter Amine beleuchtet.

Während ich die Familiengeschichte und deren Auswirkungen auf Karlas Identitätsgefühl insgesamt absolut eindrücklich und erzählenswert fand, kam ich durch die Art, WIE erzählt wird, leider immer wieder ins Holpern. Für meinen Lesefluss war die Handlung zu sehr gestückelt - nicht nur durch die wechselnden Perspektiven pro Kapitel, sondern auch durch die Zeit- und Gedankensprünge innerhalb der einzelnen Kapitel. Die Autorin holt immer wieder in Erklärungen und Erinnerungsfetzen aus, sodass aus meiner Sicht das große Ganze entgleitet.

Wir beschäftigen uns etwas mit der Leerstelle in Karlas eigener Identität, wir erfahren Bruchstücke aus den Erfahrungen des Vaters, der Großmutter und der Urgroßmutter und ein weiterer Fokus liegt auf der Beziehung von Vater und Tochter. Es schimmern die Schwierigkeiten eines intergenerationalen Traumas durch, von Herkunft, Identität und Schweigen über die eigene Geschichte. Allerdings hängen diese Versatzstücke etwas lose in der Luft und werden leider bis zum Schluss nicht organisch miteinander verwoben.

Im Januar habe ich “Gleißendes Licht” von Marc Sinan gelesen, der ähnlich wie Cwiertnia nach seinen armenischen Wurzeln stochert und einzelne Scherben versucht, zusammenzuflicken. Allerdings konzentriert er sich auf das Konzept von Täter/Opfer und der Möglichkeit von Vergebung und die Handlung spitzt sich im Laufe des Buches darauf zu. Diese Zielgerichtetheit war es wohl, was mir hier etwas gefehlt hat, um vollends begeistert zu sein.

Inhaltlich sowie sprachlich hat dieses Buch allerdings einiges zu bieten und konnte mir einige neue Blickwinkel eröffnen. Insbesondere finde ich hier eindrücklich dargestellt, wie sich eine verlorene, unerzählte Familienhistorie auf die Nachkommen auswirkt, mit welchen Fragen und Unsicherheiten sie sich konfrontiert sehen. Die Teile von Maryam und Amine haben mich zudem angestoßen, mehr über das armenische Volk und dessen Geschichte zu lesen und über die Geschichte Istanbuls, der wahrscheinlich faszinierendsten Stadt der Welt!
Profile Image for himbeerbuch.
424 reviews41 followers
May 14, 2022
4 ⭐

Vater-Tochter-Beziehungen gehen mir immer ganz besonders nahe, was in diesem Roman total gut aufgearbeitet wurde. Man konnte diesen Disconnect - und dann wieder die Nähe und Nachvollziehbarkeiten, die Tochter und Vater sich gegenüber aussprechen, einfach fühlen. Auch das transgenerationale Trauma, das große Schweigen und Abkapseln, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde, wurde feinfühlig deutlich.

Abgesehen davon gab es so viele Themen (Heimat, Wurzeln, Identität...) die wohl viele 2. Generation Migrant*innenkinder nachvollziehen können. Zum Beispiel die Scham darüber, nicht genug über die eigene Familiengeschichte zu wissen oder auch darüber, die jeweilige Sprache nicht zu beherrschen.

"Die wenigen Erinnerungen, die mein Vater mir über die Jahre aus seiner Vergangenheit erzählt hat, habe ich in meinem Kopf gesammelt wie andere Briefmarken. Für die meisten Menschen bedeutungslos, für mich Einzelstücke von unschätzbarem Wert."

Ich weiß natürlich, warum es gemacht wurde - um die Vergangenheit und Verbundenheiten zwischen den Figuren in dieser Familie darzustellen - aber mich haben die vielen Perspektivwechsel etwas gestört, oder zumindest hätte ich mir dann mehr Seiten gewünscht, um mich den Charakteren näher zu fühlen. Das braucht bei mir nämlich immer etwas. Auch über die erwachsene Haupterzählerin, Karla, hätte ich mir mehr Infos und Seiten gewünscht.

Trotzdem, absolut lesenswerter, kurzer Roman, der Einblicke gewährt.

Und zuletzt - der Humor war super. Deutsche Sonnenblumenkerne 👍
"Er [der Vater] deutete auf die Bucheckern, die in einer stacheligen Hülle stecken und die man zwischen den Zähnen knacken kann. »Deutsche Sonnenblumenkerne« , sagte er."

Profile Image for Martje.
48 reviews
January 22, 2025
Richtig tolles Buch über eine armenische Familiengeschichte - aus mehreren Generationen betrachtet und erzählt. Es gibt Einblicke zu Fragen wie: Wie ist es, keine wirkliche Heimat zu haben? Die Heimat der Eltern nicht zu kennen und kaum etwas darüber zu wissen, weil die Vorfahren über ihre traumatische Vergangenheit schweigen? Und wie war es für die Großeltern in der Türkei aufzuwachsen, in der sie nicht offen ihre armenische Identität preisgeben konnten, in der sie verfolgt wurden? Ich habe mich durch das Buch das erste Mal mit Armenien beschäftigt und vom Gen*zid der Türkei an den Armenier:innen im Jahr 1915 gehört.
Profile Image for Sandra.
53 reviews15 followers
February 19, 2022
Ich habe so viel gelernt. Über die Verfolgung der Armenier*innen. Über das Leben von Gastarbeiter*innen. Und alles inklusive Vibes aus meiner eigenen Hood Bremen-Nord. Wundervolles Buch!
Profile Image for Sarah.
51 reviews10 followers
November 27, 2023
ich habe das buch extrem gerne gelesen. ich mag die art des schreibstils, wobei es schon manchmal ein wenig verwirrend ist und man eins und eins zusammennehmen muss, um es zu verstehen.
die geschichte hat mich extrem berührt, insbesondere die letzten 50 seiten. was für ein tolles buch, um tiefere einblicke in die geschichte von armenier*innen zu bekommen!
Profile Image for Matthias  Ksoll.
7 reviews
April 4, 2023
Jeder kennt den Spruch: "Don't judge a book by its Cover"!

Den nehme ich als angehender Buchhändler natürlich ernst. Aber das wunderschöne Titelbild von "Auf der Straße heissen wir anders" von Laura Cwiertnia war der erste Aspekt, der mir Lust auf dieses Buch gemacht hat. Ich hatte das Gefühl, dieses Buch ist etwas Besonderes und ich wurde nicht enttäuscht.
Kern der Geschichte ist eine deutsch-armenische Familie aus Bremen-Nord. Maryam, die Großmutter und Mutter von Karla und Avi, ist gestorben. Im Nachlass findet Karla einen goldenen Armreif mit einem Stück Papier, auf dem ein unbekannter Name und ein Ort stehen: Lilit Kuyumcyan. Yerevan, Armenien. Daraufhin machen sich Vater und Tochter zum ersten Mal in ihrem Leben auf den Weg nach Armenien. Denn die Familie stammt ursprünglich aus Istanbul, sie sind türkische Armenier.

Das große Thema des Romans ist die Heimat und wie es ist, keine Geschichte zu haben. In einzelnen Kapiteln, benannt je nach eines der Familienmitglieder, wird die Erzählung vorangetrieben. Dabei wird durcheinander zwischen verschiedenen Zeitabschnitten gewechselt. Neben dem Hier und Jetzt werden z.B. Kindheit und Jugend von Avi in bitterer Armut in Istanbul nachgezeichnet. Wir erfahren, wie Maryam als Gastarbeiterin durch Deutschland reist, um Geld (2,29 Mark die Stunde) für die Familie in Istanbul zu verdienen.

So wird in "Auf der Straße heissen wir anders" das Bild einer Familie gezeigt, die über Generationen hinweg miterleben musste, was es heißt, nicht dazuzugehören. Es wird die Geschichte eines Volkes gezeigt, das einen Völkermord erleiden musste und auch danach unter der Unterdrückung in der Türkei gelitten hat. Die dadurch entstandenen verzweigten Pfade dieser Familie sind grandios und einfühlsam erzählt. Und wie dieser Roman alle Fäden zusammenführt, ist ganz große Erzählkunst. Ein wirklich schönes Buch, auch abseits des Covers.
Profile Image for lesestoph.
45 reviews2 followers
August 15, 2022
Cwiertnias “Auf der Straße heißen wir anders” ist die Geschichte einer armenischen Familie. Der Genozid an den Armeniern spielt hierbei eine zentrale Rolle und hat mich (wie vermutlich auch die meisten anderen) neugierig auf dieses Buch gemacht.
Super wichtiges Thema, leider konnte mich der Roman nicht ganz abholen.
Ich weiß nicht, ob ich durch die ganze durchweg positive Resonanz eventuell zu viele Erwartungen hatte, welche nicht erfüllt werden konnten.

3 Sterne von mir und trotzdem eine Empfehlung an Alle :)
Profile Image for Caro.
234 reviews2 followers
July 17, 2024
Tolles Buch, das mir viel Stoff zum weiter Recherchieren gegeben hat. Einmal natürlich zu den Armeniern, aber auch zu den Gastarbeitern. Dort, wo ich aufgewachsen bin, gab es praktisch keine. Heute bin ich zwar mit einigen Gastarbeiterkindern befreundet, weiß aber trotzdem wenig über deren Eltern, die in den 60ern zum Arbeiten gekommen sind.
Profile Image for Lisa.
20 reviews1 follower
July 14, 2025
ganz nett für armenien vibes aber kaum was passiert
Profile Image for Wal.li.
2,548 reviews69 followers
July 9, 2022
Reise in die Vergangenheit

Karlas Oma ist verstorben. Die Oma, die so toll kochen konnte, die immer da war. Und zum ersten Mal wird Karla bewusst, dass sie armenische Wurzeln hat. Die Oma wollte nach dem armenischen Ritus beerdigt werden und überraschend konnte ein Priester gefunden werden. Karlas Vater Avi hat sie viel von seiner Jugend erzählt. Sein richtiges Leben begann eigentlich erst in Deutschland, wo er zum Entsetzen seiner Mutter in eine Einheimische verliebte. Zwar hielt die Beziehung nicht, doch an Karla haben die Eltern das nicht ausgelassen. Nach dem Leichenschmaus muss die Wohnung der Oma geräumt werden. Dabei finden die Hinterbliebenen einen Armreif, der für Lilit bestimmt ist.

Karlas Familie ist mit ihren armenischen Wurzeln, dem Leben in der Türkei und der Auswanderung nach Deutschland schon sehr international. Doch leider ist die Familiengeschichte nicht von Aufbruchstimmung bestimmt, sondern von Leid, Vertreibung und Flucht. Dabei hat die Oma ebenso viel für sich behalten wie Avi. Doch Avi hat noch Zeit zu reden. Gemeinsam fliegt er mit Karla nach Jerewan, um nach der geheimnisvollen Lilit zu suchen. Besonders für Avi wird es eine Reise zu seinen Wurzeln, die er nie richtig kennenlernen durfte. Und Karla kann an ihrem Vater neue Seiten entdecken.

Die Beschreibung zu diesem Roman macht neugierig, schließlich geht es auch um einen Teil der Geschichte, über die normalerweise nicht so viel bekannt ist. Auch die verwickelten Familienbeziehungen wirken sehr interessant und man ist gespannt, ob Vater und Tochter das Rätsel um Lilit lösen können. Allerdings ist die Handlung so aufgebaut, dass sich nicht so leicht eine emotionale Beziehung zu den handelnden Personen aufbauen lässt. Viele Dinge werden nur angedeutet. Da wirkt die Autorin irgendwie genauso verschwiegen wie ihre Protagonisten, obwohl sich Karla in Bezug auf ihren Vater genau darüber beklagt. Auch aus Karlas Erwachsenenleben erfährt man wenig. Dafür kann man sich gut in sie hineinversetzen als sie von ihrer Schulzeit berichtet, wo sie und die meisten ihrer Klassenkameraden irgendwie nicht dazugehörten und deshalb zusammenhalten mussten. Wenn man eine direktere Sprache bevorzugt, mag dieser Roman etwas schwierig sein, doch wenn es einem liegt, das Unausgesprochene zu deuten, kann dieses Buch gerade das richtige sein.
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
February 21, 2022
„Seit ihrer Kindheit legte sie ihren Vornamen an der Türschwelle ab wie einen Mantel. Zuhause hieß sie Maryam, draußen, Meryem.“ (Zitat Pos. 2369)

Inhalt
Karlotta wächst in Bremen-Nord als Kind einer deutschen Mutter und eines armenischen Vaters auf. Heute nennt sie sich längst Karla, studiert, schreibt an ihrer Dissertation. Als ihre Großmutter stirbt, hinterlässt sie eine Liste mit genauen Anweisungen über den Ablauf ihres Begräbnisses, sie will eine traditionelle armenische Beerdigung. Die Großmutter hinterlässt Karla Ohrringe, doch in einer Ecke der Kommode finden sie einen Armreif aus Gold mit einem Zettel. „Lilit Kuyumcyan, Yerevan, Armenien. In Karlas Familie wurde nie über die Vergangenheit gesprochen, doch nun reist sie nach Armenien, auf der Suche nach ihren Wurzeln und nach Lilit. Ihr Vater Avi, aufgewachsen in Istanbul, bevor er mit siebzehn Jahren nach Deutschland kam, begleitet sie.

Thema und Genre
In diesem Roman geht es um Heimat, Fremde, Familie, Zusammengehörigkeit und die Geschichte der Armenier in der Türkei.

Charaktere
Als Kind gehörte Karla nie dazu, so sehr sie sich auch bemüht, und weiß nicht, warum. Sie und ihr Vater Avi sind die Hauptfiguren, doch es sind die Frauen dieser großen Familie, die Großmütter, Mütter, Töchter, die diese Geschichte mehrerer Generationen tragen.

Handlung und Schreibstil
Die Haupthandlung beginnt mit dem Tod der Großmutter. Im Mittelpunkt steht die Reise durch Armenien und sie wird chronologisch von Karla als Ich-Erzählerin geschildert. Kindheits- und Jugenderinnerungen Karlas an die Zeit, als sie noch Karlotta war, ergänzen diesen Handlungsstrang. Unterbrochen wird die aktuelle Handlung durch die Geschichten von Avi, seiner Mutter Maryam und deren Mutter Armine, Karlas Urgroßmutter. Diese Geschichten werden abwechselnd und in Episoden personal erzählt und ergeben so langsam die Geschichte dieser Familie.

Fazit
Ein einfühlsamer Generationenroman mit auf ihre unterschiedliche Art starken Frauen, der interessante Einblick in das Leben einer Familie mit armenischen Wurzeln gibt.
Profile Image for Sven.
66 reviews8 followers
November 1, 2023
Eine Vater-Tochter-Beziehung und eine deutsch-armenische Familiengeschichte sind das Thema. What happened? Als die Großmutter der in Bremen lebenden Erzählerin stirbt, macht sich die Tochter mit ihrem Vater auf die Suche nach einer verschwiegenen Familiengeschichte. Das Buch begleitet auf dieser Recherche Familienmitglieder mehrerer Generationen durch die Länder und durch die Jahrzehnte.

Dass dabei der Genozid an den Armeniern als zentrales Thema aufploppt, ist spätestens an der Stelle klar. Doch man erfährt auch viel über innerfamiliäre Erfahrungen als "Gastarbeiter" in Deutschland. Eine Fehlgeburt kommt auch noch vor. Nicht unbedingt auf jeder Seite ein Buch für sanfte Gemüter. Trotz der ernsten Themen bewahrt sich das Buch eine erzählerische Leichtigkeit und einen kommunikativen Charme. Dass das klappt, hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass hier jemand wirklich etwas zu erzählen hat.

Wenn man das Buch zuklappt, hat man selbst Lust, nach Armenien zu fahren. Wie die Legende berichtet, soll die Arche Noah nach der Sintflut am Ararat aufgelaufen sein. Ob daran was dran ist, sei dahingestellt. Wie das Buchcover allerdings zeigt, dürfte man nur an wenig anderen Orten einen ähnlich schön Berg für ein paar Fotografien mit einer Rolle Fuji Velvia finden.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for rebecca_booklover.
197 reviews2 followers
June 16, 2022
Der Roman "Auf den Straßen heißen wir anders" beginnt mit der Beerdigung Maryams Karlas Großmutter. Mit dem Tod Maryams, die nach dem sie eine Fehlgeburt erlitten hatte, ihren Mann verlassen hatte und in den 60er-Jahren als sogenannte Gastarbeiterin nach Deutschland gekommen ist, endet ein Kapitel Familiengeschichte. Gleichzeitig beginnt aber auch ein neues Kapitel in Karlas Leben, denn ihre Großmutter hinterlässt einen Armreif aus echten Gold, der Lilit Kuyumcyan aus Armenien gehörte.

"Fährst du mit mir nach Armenien, Papa?" - Auf der Suche nach Lilit reist Karla, die eigentlich Karlotta heißt, mit ihren Vater Avi nach Yerewan in Armenien. Avi, der selbst Armenier ist, aber in Istanbul aufgewachsen ist, fühlt sich zunächst fremd in Yerewan und will anfangs nichts mit der Suche nach Lilit zu tun haben. Vom großen Nutzen ist dabei, dass Avi sympathisch rüberkommt sowie leicht umgänglich ist und folglich schnell Freunde mit den Leuten in der Bar oder dem Taxifahrer macht, ganz im Gegensatz zu Karla. Karla, die in Bremen-Nord aufgewachsen ist und nach der frühen Trennung ihrer Eltern bei ihrer deutschen Mutter Anja gelebt hat, ist gleich von Beginn fasziniert von Armenien. Für sie ist die Reise nach Armenien auch eine Suche nach ihren Wurzeln, da ihr Vater ihr nie von seiner Vergangenheit und seinem Leben in der Türkei erzählt hat. In Armenien wird Karla mit den Spuren des Völkermordes an den Armeniern konfrontiert, hier fließt auch die Bedeutung des Romantitels in die Handlung ein, denn auf der Straße benutzten die Träger andere Vornamen, um ihre armenische Herkunft zu verschleiern und sich so vor Verfolgung zu schützen, so wurde aus Ali Avi und aus Meryem Maryam.

In Rückblenden und Perspektivwechseln wird die Geschichte von vier Generationen erzählt, die Leser*innen folgen Karlas Familie in die Vergangenheit und wieder zurück in die Gegenwart nach Bremen-Nord. Hierbei tritt Karla als Ich-Erzählerin auf, ihre Kapitel machen auch den Hauptteil der Geschichte aus. Die Kapitel aus Sicht der anderen Familienmitglieder wie z.B. Avi und Maryam werden in der dritten Person erzählt. Eindrücklich wird anhand von Karlas Großmutter beschrieben, was es heißt, einerseits eine Frau und Gastarbeiterin in den 60er-Jahren in Deutschland zu sein. Auch die Beschreibung der Pogromnacht vom 6.-7. September 1955 in Istanbul gegen die Armenier und die christlich-griechische Minderheit lässt einen nicht kalt zurück. Trotz der teils schweren und tragischen Themen ist der Roman nicht zu schwer, er ist leichtfüßig und teils humorvoll geschrieben. Die lebendige, klare und bildhafte Sprache erzeugt eine realistische Darstellung der Handlung, die Charaktere werden greifbar. Einzig die Perspektivwechsel stören teilweise den Erzählfluss und er hätte davon profitiert, wenn sich der Roman auf die Vater-Tocher-Geschichte fokussiert hätte und Maryams Lebensgeschichte in diesem Zusammenhang erzählt worden wäre.

Mit "Auf der Straße heißen wir anders" ist Laura Cwiertnia ein einfühlsamer und warmherziger Roman über die Suche nach Heimat und Identität gelungen, der einen berührt und einen zum Nachdenken bringt. Lesenswert!
Profile Image for Irinita.
170 reviews1 follower
January 24, 2024
Ein Roman über die komplizierte Familiengeschichte und Identitätssuche einer deutsch-armenischen jungen Frau. Insbesondere wird hier problematisiert, dass nicht alle Migrationsgeschichten einfach zu erzählen sind; migrantische Familiengeschichten sind extrem komplex und - wie in diesem Buch anschaulich aufgearbeitet wird - oft mit transgenerationalem Trauma und Desorientierung behaftet. Das Fazit ist für mich: Nur weil man keine Worte für die eigene Geschichte findet, heißt es nicht, dass man keine Geschichte hat. Ganz im Gegenteil.

Karla, die Protagonistin in diesem Roman, struggelt seit ihrer Kindheit mit der generellen Erwartung, dass man als Person mit "Migrationsgeschichte" eine eindeutige Erzählung von "Heimat" parat hat. Der Titel ist in dieser Hinsicht super gewählt und regt zum reflektieren an, weil die Namen in der Familie über die Generationen hinweg immer wieder eine wichtige Rolle spielen.

Der Roman ist recht konventionell geschrieben (mit wechselnden Erzählperspektiven in jedem Kapitel), aber gegen Ende nimmt die Geschichte dann noch mal richtig Fahrt auf. Ich fand sehr spannend, wie sich die Beziehung zwischen Karla und ihrem eher introvertierten Vater entwickelt. Am meisten haben mich allerdings die Kapitel, die jeweils aus den Perspektiven von Karlas Großmutter und Urgroßmutter (Maryam und Armine) erzählt sind, berührt. (Ich persönlich fände ja einen zweiten Band mit Maryam und Armine als Hauptfiguren cool!)

810 reviews7 followers
March 30, 2022
Gastarbeiter aus Armenien, gestrandet in Deutschland – ein nicht nur geschichtlich interessanter Rückblick!
Karlotta, auch Karla genannt, erzählt über die vielen Herkunftsorte ihrer deutsch-armenischen Familie, angefangen mit der Beerdigung der Großmutter, die als Gastarbeiterin in den 60ern in Deutschland ankommt bis abschließend zur Urgroßmutter Armine in den Straßen von Istanbul mit den Hintergrundinformationen zu deren goldenem Armreif und Lilit, ihrer jüngeren Schwester.
Diverse Fragen zum Grübeln werden aufgeworfen: Wie lange es wohl dauert, bis aus einem Zuhause eine Heimat wird? Hast du gewusst, dass man seine Muttersprache vergessen kann? Wie ist es, keine Geschichte zu haben, die man mit anderen teilen kann?
Geschichtlich sind folgende Fakten wichtig: Während des Ersten Weltkriegs ermordeten die Jungtürken im Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen Armenier, wohl auch Griechen, Juden. Der Genozid fand hauptsächlich auf dem Gebiet der heutigen Türkei statt. Die deutsche Armee war mit den türkischen Soldaten verbündet.
Auf der Straße heißen wir anders: Zuhause hieß sie Maryam, draußen, Meryem. Hagop hieß Hüsein. Von seinem Vornamen stand über der Tür der Schusterei nur das H. vor Kunduracı, seinem Nachnamen, der nicht versteckt werden musste, weil er längst türkisch war. Sobald ihr Sohn laufen konnte, würde Maryam ihn draußen vor den Nachbarn Ali rufen. Darum hatte sie ihn Avedis getauft und ihm den Spitznamen Avi gegeben. Schon vor der Nacht vom 6. September 1955 sahen sich wohl viele Armenier dazu veranlasst, sich zum Schutz türkische Namen zu geben nach Enteignung, Konzentrationslager, Massaker, Todesmärschen. Vergewaltigung etc..
Profile Image for Patricia.
374 reviews1 follower
July 9, 2024
Die inneren Werte zählen!

Einen Schönheitspreis für das Cover bekommt dieses Buch sicherlich nicht. Und tatsächlich habe ich es nur aus Mitleid ausgeliehen, weil es da in der Bücherei so stand und von niemandem mitgenommen wurde. Gut für mich, denn sonst wäre mir dieses lesenswerte Buch vermutlich nie aufgefallen.

Dies ist mal wieder eines der Bücher, bei dem ich beim Lesen schäme, dass ich so viel wichtige Weltgeschichte nicht kenne und dieses Thema leider auch in der Schule nicht unterrichtet wurde. Während dem Lesen musste ich oft innehalten, darüber nachdenken und im Internet dazu etwas nachlesen. Armenien? Gastarbeiter und Völkermord? Ein schwieriges Thema, welches von der Autorin aber ganz wunderbar in diesem Roman zu einer Familiengeschichte verwoben wurde. Die Kapitel sind aus der Perspektive von Familienmitgliedern über vier Generationen hinweg geschrieben. Das macht es stellenweise etwas verwirrend, weil auch innerhalb der Kapitel in Zeiten gesprungen wird, aber am Ende schließt sich der Kreis und ich hatte einen Aha-Moment.

Ein wirklich interessantes und lesenswertes Buch, das ich gerne weiterempfehle. 🌟 Und mit etwas mehr als 200 Seiten auch an einem entspannten Sonntag in einem Rutsch lesbar.
Profile Image for Angus.
2 reviews
April 8, 2022
Das ist für mich die Frage, die sich mir nach dem Lesen des Buches gestellt hat.

Laura Cwiertnia thematisiert in ihrem Roman "Auf der Straße heißen wir anders" die Geschichte einer armenischen Familie auf, welche sich in Bremen, Istanbul oder auch den Straßen Jerusalems abspielt. Ein Todesfall in der Familie bringt die Protagonistin Karla bzw. Karlotta dazu, mit ihrem Vater in die armenische Heimat zu reisen, um einzelnen Spuren auf den Grund zu gehen, die sich nach der Beerdigung ergeben haben.

Mit einzelnen Kapiteln aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder gelingt es, der Autorin aufzuzeigen, dass jedes Mitglied in seinem Leben eine andere Geschichte erlebt hat und somit auch ein anderes Verständnis von Heimat besitzt. Mit teils auch sehr tiefgreifend erschütternden Abschnitten wird deutlich, wie schwer es Leute haben können, deren familiäre Abstammung nicht mit dem Heimatland übereinstimmt. Welche Probleme sich dabei aufmachen, werden brilliant aufgezeigt.

Somit bin ich emotional sehr angetan von diesem Werk und kann es jeder Person nur ans Herz legen, mir dies gleich zu tun.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Amelie Mirjam.
13 reviews
August 22, 2024
Das Buch hat mir auf eine sehr intime & berührende Art und Weise, Armenien und die Realität von Gastarbeiter/innen näher gebracht. Die verschiedenen Geschichten waren geschickt verstrickt (logisch, weil Familie) und ich habe immer on the edge of my seat auf das nächste Puzzlestück gewartet. Das ist vielleicht auch mein hauptsächlicher Kritikpunkt. Der Spannungsbogen hat sich ab einem gewissen Zeitpunkt sehr langwierig angefühlt, dafür, dass als der Höhepunkt erreicht wurde alles innerhalb von ein paar dutzend Seiten aufgelöst und abgeschlossen wurde.
Besonders schön fand ich auch das ausgewählte Gedicht von Zabel Yesayan - hab gleich wie wild drauf los gegoogelt, um zu schaun ob in dem Buch eh die ganze Version drinnen ist.
Naja, zusammengefasst ist "Auf den Straßen heißen wir anders" ein wirklich schönes Buch (alleine der Name???) einfach zu lesen & ich kann es wärmstens empfehlen.
128 reviews
February 4, 2022
Die Geschichte einer deutsch-armenischen Frau, die sich nach dem Tod der Großmutter mit ihrem Vater in Armenien auf Spurensuche begibt. Aus wechselnden Perspektiven wird die Geschichte einer Familie auf der Suche nach Heimat erzählt und es wird versucht die Frage, was ein Zuhause zur Heimat macht, zu beantworten. Das Thema des Völkermord an den Armeniern spielt dabei durchaus eine Rolle, jedoch ist es nicht von zentraler Bedeutung.
48 reviews1 follower
March 15, 2023
Leseempfehlung! Die Geschichte erzählt, wie es sich anfühlt, sich nicht zugehörig zu fühlen. In Deutschland aufgewachsen überredet die Hauptprotagonistin ihren Vater zu einer Reise zum Ursprung der Familie, nach Armenien. Ihre Beziehung zueinander ist nicht unproblematisch und doch nähern sich die beiden ein kleines Stück an bei ihrer Spurensuche. Anrührend erzählt, ohne in Sentimentalität zu waten. Gefällt mir sehr gut!
Profile Image for Mel.
54 reviews4 followers
January 2, 2024
Ein sehr interessanter und wirklich gut geschriebener Roman über Gastarbeiter, Vater-Tochter Beziehungen, türkische und armenische Geschichte, intergenerationale Traumata und die Frage nach Zugehörigkeit. Ich habe sehr viel gelernt und Armenien als ein neues Urlaubsziel entdeckt.
Das Ende war mir ein bisschen zu abrupt, ich hätte gerne noch eine Weile mit den Charakteren verweilt und mehr über sie gelernt.
128 reviews
April 26, 2023
"We have different names out on the streets." Avedis turns to Ali, Hagop to Hussein. Christians in the Ottoman Empire learned to silence their names and their languages, and Avedis carried this taciturnity into his new adoptive homeland of Germany.
Well-structured and amazingly light and readable despite the subject matter, this book is informative and moving. We learn about the bond between a silent father and an inquisitive daughter and we witness how their relationship deepens as they learn about their past. The father's reticence about his Armenian family's past is mirrored in Turkey's denial of the genocide against its 1.5 million Armenians, and one could only wish that Turkey could learn something about the redemption of acknowledgement and confession by learning about the story here of Karla and her father, Avedis.
58 reviews3 followers
August 20, 2025
Ein schönes Buch zum Lesen im Park oder als Urlaubslektüre. Mir gefällt der beschreibende Stil, der einen schnell Bilder im Kopf von der Umgebung und Leben zeichnen lässt. Dazu kommt der spannende soziologische Hintergrund. Die Einteilung in Kapitel aus verschiedenen Sichtweisen war auch sehr gelungen und hat viele verschiedene Perspektiven eröffnet. Eine tolle Vorbereitung für die Kaukasusreise
Profile Image for Marieli.
61 reviews
August 30, 2022
Dieses Buch nimmt einen erst langsam und dann immer schneller, aber stets behutsam mit in die Geschichte einer armenischen Familie, die mittlerweile in Deutschland leben. Mich hat die Geschichte sehr berührt, sie war wunderschön erzählt und hatte tolle Charaktere.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Displaying 1 - 30 of 38 reviews

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