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Marit Rauch Iversen #1

Eis. Kalt. Tot.

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»Du weißt, wofür das ist. Wir beobachten dich.
Und wenn du nicht damit aufhörst, werden wir wiederkommen.
Dann wird es mehr als diesen Nadelstich geben.«

Wenn sich die beschaulichen Gassen von Kopenhagen in einen Ort des Grauens verwandeln und du nicht weißt, ob du das nächste Opfer bist …
Ein bizarrer Fall für die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen und ihre Kollegen von der Mordkommission.

505 pages, Kindle Edition

Published July 7, 2021

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About the author

Anne Nordby

7 books7 followers
Hinter dem Pseudonym Anne Nordby verbirgt sich die deutsche Autorin Anette Strohmeyer. 1975 in Göttingen geboren lebt und arbeitet sie heute in Kopenhagen. Sie schreibt Krimis, Thriller und Hörspiele. Viele Jahre verbrachte sie in Skandinavien, Neuseeland und den USA. Ihre Erfahrungen verarbeitet sie in den internationalen Settings ihrer Romane. Auch nahm die Autorin an verschiedenen Writers‘ Rooms teil, in denen sie gemeinsam mit anderen Autoren Serienstoffe und -konzepte entwickelte.




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Displaying 1 - 30 of 47 reviews
Profile Image for Sapphir.
162 reviews5 followers
May 2, 2023
"Eis. Kalt. Tot." ist ein spannender Kopenhagenthriller, der im Hinblick auf grausige Details in der Story gegenüber anderen skandinavischen Thrillern noch einmal eine Schippe drauflegt.
Blutig und mit manchmal ungewohnt derber Sprache, ist er von Anfang an packend, wobei die häufig wechselnde Perspektive interessante Einblicke in die Figuren bietet, deren Innenleben oft deutlich von ihrer äußeren Erscheinung abweicht. Die wehrhaften und bisweilen etwas unzugänglichen Frauenfiguren mit ihren schroffen Ecken und Kanten haben mich jedenfalls begeistert!
Die harte, karge, ursprüngliche Welt, als die Grönland im Text skizziert wird, hebt sich auf interessante Weise von dem Leben in der dänischen Hauptstadt ab. Und die Auflösung am Ende ist tatsächlich ziemlich überraschend.
Leider war mir persönlich die Handlung manchmal etwas zu verwirrend dargestellt und die deutsche Übersetzung bzw. deren Bearbeitung lässt hin und wieder etwas zu wünschen übrig - an einer Stelle findet sich sogar eine Raute statt des eigentlich dorthin gehörenden Wortes!
Daher von mir wohlverdiente 4,5 Sterne.
Profile Image for Sunsy.
1,914 reviews28 followers
August 9, 2021
Gänsehaut pur! Was für ein Thriller, was für ein Thema, und so interessante Figuren. WOW! Hätte ich nicht noch ein Leben außerhalb der Buchwelten, ich hätte nicht aufhören können zu lesen.

Hinter dem Pseudonym Anne Nørdby steckt die Schriftstellerin Anette Strohmeyer, die zusammen mit Ivar Leon Menger und anderen schon an Mystery-Staffeln geschrieben hat. Auch die Ondragon-Reihe entstammt ihrer Feder. Aber unter dem Pseudonym schreibt sie knallharte Thriller, die unter die Haut gehen und einem buchstäblich den Atem rauben.

Handlungsorte sind Kopenhagen und ein Gletscher in Grönland. Allein dies ist schon faszinierend. Wir erfahren einiges über eine grönländische Legende, suchen mit dem Ermittlerteam zusammen nach einem Leck, bekommen wie sie viel zu wenig Schlaf und versuchen mit ihnen zusammen die großen W’s der sehr grauenvollen und detailliert dargestellten Morde zu enträtseln: Wer, Wo, Wie, Weshalb und Wodurch. Da alle unter Druck stehen, dazu noch ein Neuer dabei ist und die Super-Recognizerin Marit mit ihrem eigenen kleinen Geheimnis, wirkt das gesamte Team eher abweisend und fast schon unsympathisch, aber die Autorin bringt sie alle zusammen, zeigt ihre Stärken und Schwächen auf und ihr Engagement, diesen Fall zu lösen. So manch einer springt über seinen Schatten, und es ist eine Freude, alle Fragen abschließend geklärt zu wissen, keine losen Enden mehr zu haben und aufatmen zu können. Jegliches klamme oder enge Gefühl verschwindet, und das Buch, so grausam es ist, hinterlässt doch am Ende ein wirklich gutes Gefühl.

Durch ihren hervorragenden Schreibstil, mit einem gleichbleibend sehr hohen Spannungsbogen, interessanten, so unterschiedlichen Figuren und einer Story, die so vielschichtig und teilweise beängstigend wirkt, hat mich die Autorin wiederum gepackt. Ich bin restlos begeistert und vergebe 11/10 Punkte.

https://sunsys-blog.blogspot.com/2021...
Profile Image for Knoermel.
37 reviews4 followers
September 14, 2021
Mit Eis. Kalt. Tot. startet Anne Nørdby eine neue Reihe. Da ich die anderen Bücher von ihr sehr gerne gelesen habe, waren die Erwartungen ziemlich hoch. Ich wurde nicht enttäuscht.

Marit Rauch Iversen unterstützt als Super-Recognizerin in besonders kniffeligen Fällen das Ermittlerteam um Kommissarin Kirsten Vinther. Aktuell haben sie es mit einer besonders brutalen Mordserie zu tun, die den Ermittlern alles abverlangt. Es gibt ziemlich viele Spuren in alle Himmelsrichtungen und brutal zugerichtete Opfer. Da brauchen sowohl Ermittler, als auch Leser starke Nerven.

Der Schreibstil ist wie immer gut zu lesen und kurze Kapitel lassen einen immer weiterlesen.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Kirsten Vinther tritt sehr dominant auf und hat ihr Team im Griff. Damit hatte ich anfangs so meine Probleme. Grade gegenüber dem neuen, etwas ruhigerem, Mitarbeiter Jesper, fand ich ihre Art ziemlich unangemessen. Das hat sich zum Glück im Laufe des Buches gelegt. Marit hat mir am besten gefallen. Alleine durch ihre „Gabe“ ist sie schon besonders, aber auch sonst fand ich sie einfach nur sympathisch und interessant. Interessant fand ich auch den Ausflug in die Sagen- und Mythenwelt Grönlands, der für den nötigen Grusel gesorgt hat.

Alles zusammen ergibt einen rasanten Thriller, der den Leser in Atem hält, bis der Täter gefunden ist.
Profile Image for Buchdoktor.
2,367 reviews190 followers
December 19, 2021
Aus dem Hafenbecken wird in Kopenhagen bei eisigem Winterwetter eine zunächst kopflose Leiche gefischt. Die Ermittlungen leitet die in ihrer Vorgesetzten-Rolle noch unsicher wirkende Kirsten Vinther, die den frisch aus der Provinz versetzten Jesper erst in ihr Team integrieren muss. Als freie Mitarbeiterin kommt die Super-Recogniserin Marit Rauch Iversen hinzu. Marit verfügt über eine Begabung, die sich nicht erlernen, nur verbessern lässt, wenn jemand bereits die besondere Fähigkeit der Gesichtserkennung hat. Marit kann sich unabhängig von der Personensuche instinktiv auf das Wesentliche konzentrieren, eine Eigenschaft, die der Vielseitigkeit des Teams noch nützen wird.

Als weitere Tote in Form von Schimären aus menschlichen und tierischen Körperteilen auftauchen, wird der Bezug der Taten zu grönländischen Traditionen und Legenden deutlich – und Marit, die keine Inuit ist, aber als Kind in Grönland aufwuchs, zeigt sich als unentbehrliche Expertin für die Sitten der Insel. Die Ermittler definieren die Taten schon früh als Werk mindestens eines penibel planenden und arbeitenden Täters. Während der Täter den Ermittlern persönlich in bedrohlicher Weise immer näher zu kommen scheint, müssen sie außer dem Motiv denjenigen ermitteln, der von den Taten profitiert, den Grönlandbezug durchleuchten und werden nicht zuletzt mit einer undichten Stelle im System konfrontiert, die Ermittlungsergebnisse in flottem Tempo in den Medien lanciert. Ein komplexer Fall, dessen zahlreiche Handlungsfäden am Ende sorgfältig zusammengeführt werden.

Das Grönland-Thema hinter der eher unappetitlichen Platzierung von Leichenteilen hat mich hier fasziniert, auch wenn das Infodropping zu den Hintergründen der Tat zu umfangreich wirkte und die Spannung im 500-Seiten-Roman m. A. nach zu stark ausbremste. Das Team um Kirsten Vinther und Marit Rauch Iversen hat Serien-Potential und macht neugierig auf eine evtl. Fortsetzung. In einem Einzelband hätte ich allerdings Kirsten Vinther als Vorgesetzte zu unfertig, Jesper zu blass und einige andere Figuren zu klischeehaft gefunden. Männer sind in Vinthers und Iversens Welt offenbar kriminell, gewalttätig und überhaupt toxisch – oder schüchterne Landeier. Die Dialoge dagegen wirken auf mich sehr authentisch für das vielversprechende Team; den atmosphärischen, beschreibenden Passagen hätte sprachlich eine Verschlankung gutgetan.
Profile Image for Sebastian.
754 reviews67 followers
September 9, 2021
Dass man nicht unbedingt gebürtige Skandinavierin sein muss, um spannende und atmosphärische nordische Thriller schreiben zu können, hat die Autorin Anne Nørdby bereits mit ihrer Reihe um den Ermittler Tom Skagen unter Beweis gestellt. Seit einigen Jahren lebt die in Göttingen geborene Deutsche inzwischen jedoch bereits wechselweise in Kopenhagen und auf der Ostsee-Insel Møn und da erscheint es mehr als passend, dass ihre neue Buchreihe ebenfalls die dänische Hauptstadt zum Schauplatz hat.

Von Seiten des Gmeiner-Verlages wird in dieser Serie, die mit "Eis. Kalt. Tot." ihren Auftakt nimmt, vor allem die Privatermittlerin Marit Rauch Iversen in den Fokus gestellt, dabei präsentiert Anne Nørdby ihren Leser:innen hier eigentlich gleich ein ganzes Ermittler-Trio, das in der Geschichte eigentlich auch ungefähr gleich viel Raum einnimmt. Am markantesten ist aber sicherlich die erwähnte Marit Rauch Iversen, die mit ihrer grönländischen Herkunft und ihrem damit einhergehenden Äußeren und vor allem ihrem ungewöhnlichen Spezialgebiet wohl am auffälligsten daherkommt. Denn Marit ist eine sogenannte Super-Recognizerin und kann sich Gesichter unheimlich gut einprägen und diese wiedererkennen, was bei der Verbrechensbekämpfung natürlich eine hilfreiche Fähigkeit ist. Am lautesten tritt aber ohne Frage die Polizisten Kirsten Vinther auf, die selbstbewusste Ermittlungsleiterin der Kopenhagener Polizei, welche mit Marit befreundet ist und diese bei Bedarf gerne hinzuzieht. Dazu im Kontrast steht ihr neuer Kollege Jesper Bæk, der sich auf eigenen Wunsch aus der Provinz in die Hauptstadt hat versetzen lassen, in seiner neuen Umgebung aber noch sehr unsicher und schüchtern auftritt.

Es gibt also die volle Ermittler-Power in Anne Nørdbys Roman, allerdings braucht das Team zunächst eine Weile, um zusammenzufinden, was vor allem an der aufbrausenden Kirsten liegt, die dem Neuen überhaupt nicht über den Weg traut und ihm den Einstieg alles andere als einfach macht. Das ist beim Lesen anfangs etwas anstrengend und macht die Polizistin zunächst nicht unbedingt zur Sympathieträgerin, im späteren Verlauf legen sich die selbst herbeigeführten Konflikte jedoch zunehmend und ermöglichen dadurch ein angenehmeres Miteinander. Insgesamt kann man aber sagen, dass Anne Nørdby hier eine interessante Mischung an Figuren präsentiert, die alle auf gewisse Weise ihre Ecken und Kanten haben und somit alles andere als 08/15-Charaktere sind.

Das gilt auch für die Story, bei der sich die Autorin ebenfalls als äußerst kreativ zeigt, was die dargestellten Verbrechen betrifft – auch hier bekommt man nämlich als erfahrene:r Thrillerleser:in noch die ein oder andere – zumeist grausige – Überraschung geboten. Daher soll an dieser Stelle auch gar nicht zu viel verraten werden, man sollte sich jedoch auf ein paar unappetitliche Details einstellen, wenngleich sich die Gewaltdarstellungen in diesem Buch dennoch insgesamt in Grenzen halten. Die Handlung hat aber mehr zu bieten als nur ein paar blutige Morde, denn mit rund 500 Seiten ist "Eis. Kalt. Tot." für einen Thriller nicht nur relativ umfangreich, sondern auch ziemlich komplex, sodass die Spannung durchweg hochgehalten wird. Auch atmosphärisch kann der Roman überzeugen, neben den anschaulichen Beschreibungen Kopenhagens überzeugt hier vor allem der inhaltliche und fast schon mystische Ausflug ins eisige Grönland.

Perfekt ist jedoch auch dieser Thriller nicht. Auch wenn die Geschichte grundsätzlich logisch konstruiert ist und auch die Auflösung in weiten Teilen zufriedenstellt, so erscheint die schlussendliche Motivation der Tatperson letztlich etwas weit hergeholt. Zudem wirkt auch die Figur der Marit Rauch Iversen noch nicht ganz ausgearbeitet, denn ihre besonderen Fähigkeiten als Super-Recognizerin bringt sie im Endeffekt kaum ein – und wenn, dann wird ihr Aufgabengebiet etwas oberflächlich erklärt und es wird nicht unbedingt immer offensichtlich, warum es eine solche Beraterin bei den Ermittlungen braucht. Darüber hinaus überrascht die Autorin im Laufe der Geschichte mit einem unerwarteten Geheimnis der Grönländerin, das aber viel zu bedeutend ist, um mehr oder weniger in ein paar Nebensätzen abgehandelt zu werden.

Trotzdem überwiegen jedoch eindeutig die positiven Seiten: die Story ist spannend und vielschichtig, die Schauplätze gut beschrieben und stimmungsvoll inszeniert und auch die drei Hauptfiguren erweisen sich nach anfänglichen (und etwas aufgesetzt wirkenden) Schwierigkeiten als gutes Team, dem man auch in Zukunft konstruktive Ermittlungen zutrauen würde. Insofern ist "Eis. Kalt. Tot." ein gelungener Reihenauftakt und man darf gespannt sein, was die Zukunft noch für Marit Rauch Iversen, Kirsten Vinther und Jesper Bæk bereithält.
Profile Image for Jessi.
125 reviews
February 26, 2022
Viel Spannung - zwischen Reiz und Ekel - nichts für schwache Nerven!

Meinung:

Fesselnd! Viel Spannung. Nichts für schwache Nerven. Hingerissen zwischen Reiz und Ekel. Eine mitreißende Schreibweise. Relativ übersichtliche Kapitellängen mit schönen Cliffhangern. Man will immer weiterlesen. Nur noch ein Kapitel, eins noch! Und plötzlich hat man es ausgelesen!

Mit „Eis. Kalt. Tod“ schafft Anne Nørdby einen tollen Einstieg in die neue Buchreihe rund um die grönländische Privatermittlerin und Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen und das polizeiliche Einsatzteam aus Kopenhagen. Vor allem auf die Geschichten rund um Marit freue ich mich im nächsten Buch, denn da gilt es wohl noch einiges aufzudecken.

Inhalt:

In Kopenhagen wird eine Leiche im Wasser gefunden. Grausam aufbereitet. Und es wird nicht die letzte Leiche sein. Ermittlungsleiterin Kirsten und Jesper, alter Hase bei der Polizei, aber neu in der Mordkommission Kopenhagen, spielen zusammen mit der Super-Recognizerin Marit die führende Rolle im Ermittlungsgeschehen. Was ist passiert? Was gilt es zu tun um neue Morde zu verhindern? Denn: jeder könnte der nächste sein!
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
December 15, 2021
Eine Leiche wird in Kopenhagen aus dem Wasser gezogen. Der Kopf fehlt und auch ansonsten ist der Mann schrecklich zugerichtet. Kommissarin Kirsten Vinther stürzt sich mit Feuereifer auf den Fall, ihren neuen Kollegen Jesper Bæk beäugt sie dabei mit Vorsicht, er wirkt unnahbar und sie kann nicht herausfinden, weshalb er aus der Provinz in die Hauptstadt versetzt wurde. Unterstützt werden sie von der Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen und bald merken sie, dass sie auch jede Hilfe gebrauchen können, denn sie haben es mit einem bestialischen Serientäter zu tun, der seine Opfer präpariert und ausstellt. Seine zweifelhaften Kunstwerke entlehnt er dabei der Grönländischen Sagenwelt, Marits Heimat, weshalb sie auch schnell die Verbindung herstellen kann. Doch was will er ihnen damit sagen? Und was verbindet die Opfer, von denen immer mehr auftauchen?

Unter dem Pseudonym Anne Nørdby veröffentlicht Anette Strohmeyer ihre Skandinavien Thriller. „Eis.Kalt.Tot.“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe um Marit Rauch Iversen und ihre speziellen Fähigkeit der Gesichtserkennung. Diese steht jedoch nicht ganz so sehr im Vordergrund des ersten Bandes wie die Mythen der autonomen dänischen Insel. Diese sind Ausgangspunkt und Schlüssel für das Ermittlerteam, um dem Täter auf die Schliche zu kommen. Doch der Weg dorthin ist weit und ausgesprochen spannend.

Die Leichen werden als sogenannte Tupilait inszeniert, groteske spirituelle Mischwesen, halb Mensch halb Tier. Wegen ihrer unsichtbaren Mächte und Fähigkeiten sind sie sehr gefürchtet, in Kopenhagen stoßen die seltsamen Gebilde aus menschlichen und Tierkörper eher ab. Viel erfährt man nebenbei über den Glauben der Grönländer, der ihnen das Leben in der kargen Einöde ermöglicht hat, da die Sagen immer auch Warnungen waren, die letztlich ihrem Schutz dienten. Marit mag schon lange in Europa leben und rational denken, ganz lösen kann sie sich jedoch von den alten Geschichten nicht und sie verlässt sich immer auch auf ihre Intuition, die sie mehr als einmal zurecht warnt.

Das Ermittlerduo Kirsten und Jesper ist recht konträr aufgebaut, was zu einigen Spannungen führt, aber so auch die menschlichen Unzulänglichkeiten der beiden durchscheinen und sie authentisch wirken lässt. Der Fall ist komplex und eröffnet erst nach und nach durch akribische Polizeiarbeit sein ganzes Ausmaß. Es sind keine Zufälle, sondern Beharrlichkeit und konsequentes Spurenverfolgen, dass sie letztlich auf die richtige Spur führt.

Ein überzeugender und fesselnder Thriller, der perfekt in den Winter passt mit dem kalten und abstoßenden Klima, in dem die Handlung angesiedelt ist. Interessante Figuren, die Lust auf mehr Fälle machen.
Profile Image for Sir Gerry.
128 reviews6 followers
September 6, 2021
Kennt ihr das auch? Man beginnt ein Buch und weiß schon auf der ersten Seite, dass es gut werden wird. So geschehen bei dem Thriller Eis.Kalt.Tot von Anne Nørdby aus dem tollen Gmeinerverlag.

Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll, so gut ist dieser Plot geworden.

Das fängt schon mit Kopenhagen und Grönland an, den beiden Schauplätzen der Handlung. Kopenhagen erfährt einer der stärksten Winter der letzten Jahre. Ich konnte die Kälte in Kopenhagen mit den Eisschollen im Hafen wie auch in Grönland förmlich bis ins gemütliche Wohnzimmer spüren. Im Laufe der Ermittlungen spielen ungewöhnliche Mythen und Legenden der Inuit in Grönland eine Rolle. Hier tauchen einige fremdklingende Namen und Begriffe wie der Tupilak auf, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Sehr authentisch und glaubwürdig kamen mir die Hauptprotagonisten rüber. Kirsten Vinther leitet die Ermittlungen und steht dabei unter erheblichem Druck. Ihre Vorgesetzte erwartet Resultate und auch die Presse ist ihr im Nacken. Ihr zu Seite steht der kürzlich nach Kopenhagen versetzte Jesper Bæk. Und da ist dann noch die aus Grönland stammende Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen, die Dank ihres fotografischen Gedächtnisses nie ein Gesicht vergisst. Alle drei haben ihre Besonderheiten, Ecken, Geheimnisse und Zweifel. Das macht das Zusammenspiel unheimlich interessant.

Die Morde sind äußerst ungewöhnlich. So etwas habe ich noch nirgends auch nur ansatzweise gelesen. Das ist nichts für schwache Nerven. Der Schreibstil ist einfach nur als klasse zu bezeichnen. Die über 70 Kapitel enden oft mit einem Cliffhanger. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend.

Daher kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen und dem Buch volle 5 Sterne geben. Wer Thriller und eine gute Story mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Profile Image for Thrillerbambi.
188 reviews7 followers
December 16, 2021
Mir gefiel dieses Buch unglaublich gut. Es war von vorne bis hinten spannend. Es kam nie Langeweile auf und die Story war gut geschrieben. Der Fall war sehr verzwickt und brutal. Das gefiel mir super gut. Ich habe mitgerätselt aber kam nicht auf die Lösung.



Die Charaktere waren sehr authentisch. Kirsten Vinther war mir zuerst total unsympathisch aber mit der Zeit legte sich das.



Die Story ist super aufgebaut und mega spannend. Die Auflösung war super und schlüssig.



Fazit:

Ein Buch dass ich allen Thrillerliebhabern empfehlen kann. Es ist nichts für schwache Nerven. Am Meisten überzeugt hat mich die geniale Story.



Von mir gibt es deshalb 5/5 Sternen
Profile Image for Jens Kreet.
Author 3 books19 followers
March 9, 2025
Mit diesem Thriller liefert Anne Nørdy ein unterhaltsames Leseerlebnis. Besonders herausragend ist der Schauplatz Grönland mit seinen Eiswüsten und seiner lebensfeindlichen Beschaffenheit, der ein echtes Highlight ist. Dies wird auch noch zusätzlich gesteigert, indem ich als Leser eine Einführung in die grönländische Mythologie und Sagen- bzw. Glaubenswelt erhalte, was meiner Bildung gut tut.

Das Ermittlerteam bildet eine interessante Mischung, in dem auch ordentlich Konflikte rumoren wie etwa der Maulwurf, der die Presse mit Informationen versorgt. Die Morde, die uns dargeboten werden, wurden vom Täter unfassbar aufwendig inszeniert und sehr originell. Die Aufklärung ist kompliziert, klippenreich und bietet alles, was ich von einem echten Thriller erwarten würde bis hin zur Verfolgungsjagd auf der Øresundbrücke, womit auch wieder der originelle Schauplatz zum Tragen kommt.

Der vorliegende Roman ist 500 Seiten dick, ein ganz schöner Wälzer. Ich habe eine Weile gebraucht, um ihn aufzulesen. Das lag nicht nur daran, dass er sehr dick war, sondern auch daran, dass er bisweilen künstlich aufgebläht war, sodass der Lesefluss leidet. So wurde etwa der Tatbestand "Und dann aß er Pizza mit seiner Tochter" zu einem gesamten Abschnitt aufgepumpt. Sowas tut der Lesegeschwindigkeit nicht gut.

Ich mag gerne Details, die müssen aber relevant und originell sein, sonst sind sie Zeitverschwendung. Sprache und Stil hätten insgesamt niveauvoller und variantenreicher sein können. Warum flucht jeder Hinz und Kunz in dem Buch "Fuck!"? Gibt es keine dänischen, vielleicht originelleren Schimpfworte? Braucht man überhaupt Schimpfworte? Ohne hätte es auch getan.

Gut fand ich, dass die vielen Handlungsstränge, von denen einige möglicherweise nicht relevant waren, alle am Schluss aufgelöst wurden. Ich hatte das Gefühl, dass es ein insgesamt rundes Lesererlebnis war.

Ich kann diesen Krimi empfehlen.
Profile Image for Kaho_liest.
604 reviews4 followers
September 22, 2021
Nichts für schwache Nerven
Wow, was ein gelungener Thriller , allerdings ist er nichts für schwache Nerven.
Von Anfang an ging es spannend los und man war sofort mitten im Geschehen. Die Autorin versteht es,einen mitten nach Kopenhagen zu befördern und einen alles live miterleben zu lassen,was zur Folge hatte, dass man teils echt Gänsehaut bekommt und schlucken muss. Denn man erlebt hautnah alle Grausamkeiten und Morde , aber auch geniale gut durchdachte Ermittlungen mit. Das gefiel mir sehr gut, vor allem weil es sich bei den Ermittlern um ein starkes erfahrenes Team handelte, dass sich aber erst zusammenraufen muss. Jeder hatte seine Vorzüge,die die Ermittlungen weiterbrachte. Ganz besonders hat mir aber Marit als Super Recognizerin gefallen, die dadurch eine besondere Gabe der Gesichtserkennung mitbringt. Aber auch Jesper und Kirsten waren mit ihren Fähigkeiten tolle Ermittler, alle zusammen waren ein echt starkes Team und es machte mir Spass, mit ihnen den härtesten Fall in Kopenhagen zu lösen.
Alles ging Schritt für Schritt und man löste die Rätsel mit. Es war nicht vorhersehbar, dafür aber nichts für schwache Nerven. Die Taten waren grausam und steigerten den Nervenkitzel Richtung Horror . Echte Thriller Fans werden also ihre Freude haben, da es keinesfalls langweilig oder zu seicht war, Anfänger dieses Genre sollten vorsichtig sein, da sich alles sehr echt anfühlt und man die Taten nicht aus der Ferne beobachtet, sondern dabei ist. Mir hat es genau so gut gefallen und ich kann diesen Thriller mit samt seinen starken Protas sehr empfehlen. Ich bin auf eine Fortsetzung gespannt.
63 reviews
August 4, 2022
Komplexe und sehr spannende Story. Charaktere, von denen man mehr lesen möchte.
Profile Image for Martina Meyen.
150 reviews3 followers
May 21, 2023
Super spannend, ein bisschen mystisch und ein moderner Schreibstil. Tolles Buch!
Profile Image for Margarethe.
572 reviews
Read
January 18, 2022
Am Anfang hat mich der Krimi abgestossen. Warum müssen es so brutale Morde sein, vollkommen eskaliert der Skandinavienkrimi.
Die Ermittlerin war auch keine Sympathieträgerin, schoneher ihr neuer Kollege. Die Superrecognizerin wurde auch etwas zu exotisch dargestellt, aber irgendwann findet man sich ein in den Krimi die Cliffhanger am Kapitelende sorgen für die nötige Spannung.
Leichen werden makaber inszeniert an Plätzen in der Stadt abgelegt.
Wieso weshalb warum lässt einen dann Seiten scrollen. Es gibt Spuren nach Grönland, wo die Superrecognizerin aufgewachsen ist. Der Leser wird in die einmalige Landschaft entführt und schnuppert Polarluft.
Der Krimi hat ein paar Wendungen und am Ende gibt es einen Täter, der so ein bisschen arg über sein Ziel hinausgeschossen ist.
Ob das nachvollziehbar ist, sei dahingestellt.
Ein Krimi mit absolut abstrusen brutalen Morden und Ermittlern, die man gerne nochmal begegnet.
262 reviews2 followers
January 3, 2022
Nach „Kalter Strand“ und „Kalte Nacht“ hat Anne Nørdby mit „Eis. Kalt. Tot.“ einen enorm spannenden Thriller mit sehr hohem Ekelfaktor nachgelegt. Zwar habe ich Tom Skagen als Ermittler vermisst (für seine Fans gibt es übrigens demnächst „Kalter Fjord“), aber mit der in Grönland geborenen Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen und dem Ermittler Jesper Bæk hat sie ein für mich ansprechendes neuen Duo ins Leben gerufen.
Aber von vorn. Ein Mörder, den die Presse „Horrormetzger“ nennt, treibt im winterlichen Kopenhagen sein Unwesen. Die Sonderkommission „Eisscholle“ ist hinter ihm her, er ist den Ermittlern aber immer mindestens einen Schritt voraus. Der Killer ist unbeschreiblich grausam, zudem hat er eine ganz spezielle Handschrift: er „bastelt“ aus den Überresten seiner Opfer bizarre neue „Wesen“. Es dauert eine Weile, bis die Ermittler diese mit den Mythen der grönländischen Inuit in Verbindung bringen. Die Erkenntnis bringt sie zwar einerseits weiter, macht aber andererseits den Fall noch wesentlich komplizierter und undurchsichtiger. Dazu kämpft Kommissarin Kirsten Vinther an mehreren Fronten: die Jagd nach dem Mörder, aber auch die Suche nach dem Maulwurf in den eigenen Reihen, denn die Presse veröffentlicht Informationen, die sie überhaupt nicht haben dürfte. Und dann gibt es weitere Opfer.
Ich bin ein großer Fan von Nordic-Noir-Thrillern im Allgemeinen und von dänischen im Besonderen. Anne Nørdbys Bücher haben mich bislang nicht enttäuscht, so auch dieses nicht. Es hat mich schon mit dem Prolog aus persönlichen Gründen gepackt, denn der spielt in direkter Nachbarschaft von meinem besten Freund. Und auch sonst hat mich das Buch die ganze Zeit über gefesselt: die düstere und beklemmende Atmosphäre, die die Autorin schafft, ist dicht und packend, Verschnaufpausen gönnt sie der Leserschaft immer nur am „Ende des Tages“, wenn die Ermittler das Ermitteln sein lassen und in den Feierabend gehen. Ob Kirstens oder Jespers kompliziertes Privatleben – die Ausflüge ins Private sind oft aufschlussreich und eine wohltuende Abwechslung bei so viel Brutalität und Gewalt im Rahmen der Ermittlungen.
Die grönländischen Mythen waren mir seit den Büchern von Mads Peder Nordbo bekannt, daher fand ich vor allem die Themen Allaq und Tupilaq von der Autorin hervorragend aufgearbeitet, ich hätte mir eventuell ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, das hätte aber vermutlich neben Themen wie Geldgier und Umweltzerstörung in Grönland (vor allem durch die verlassenen US-Air-Bases) den Rahmen des (ohnehin mit über 500 Seiten nicht gerade schlanken) Buchs gesprengt.
Sprachlich fand ich den Thriller wieder sehr gut gelungen. Er ist flüssig zu lesen, allerdings ist er weder thematisch noch in der Wortwahl etwas für zarte Gemüter. Schimpfworte und derbe Beleidigungen sind ebenso an der Tagesordnung wie blutige Beschreibungen unglaublich brutaler Taten. Jedes einzelne der aus unterschiedlichen Perspektiven erzählten Kapitel endet mit einem Cliffhanger, was das Buch zu einem absoluten Pageturner macht. Der Schluss ist stimmig, wobei die Autorin ihre Leserschaft immer mal wieder in eine völlig falsche Richtung lotst, auch mich hat die Auflösung des Falls ziemlich überrascht. Einzig die Auflösung, wer der „Maulwurf“ im Team ist, der Informationen an die Presse weitergibt, fand ich ein bisschen unbefriedigend.
Die Charaktere sind sehr speziell und nicht unbedingt Sympathieträger. Vor allem die forsche Art von Kirsten Vinther fand ich sehr anstrengend. Ihren Umgang mit Jesper, dem „dahergelaufenen Landei“ fand ich äußerst unprofessionell und machte sie für mich wirklich zu einer Chefin aus der Hölle. Jesper fand ich trotz seiner eher „unmännlich“ weichen Art wesentlich angenehmer.
Für mich war die Lektüre dieses gut konstruierten komplexen Thrillers wieder einmal ein Fest und ich lege ihn jedem ans Herz, der kein Problem mit brutalen und blutigen Beschreibungen hat, die die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele zeigen. Von mir daher fünf Sterne.
Profile Image for Protagonist Places.
124 reviews2 followers
March 8, 2022
Inhalt
»Du weißt, wofür das ist. Wir beobachten dich. Und wenn du nicht damit aufhörst, werden wir wiederkommen. Dann wird es mehr als diesen Nadelstich geben.« Wenn sich die beschaulichen Gassen von Kopenhagen in einen Ort des Grauens verwandeln und du nicht weißt, ob du das nächste Opfer bist … Ein bizarrer Fall für die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen und ihre Kollegen von der Mordkommission.


Meinung
Ich weiß bei diesem Buch gar nicht so recht, wie ich eigentlich anfangen soll, denn eigentlich muss ich nach zwei komplett verschiedenen Kategorien bewerten. Ich kann hier ganz schwer einfach das ganze Buch “in einen Topf” werfen und einfach so bewerten. Warum? Weil ich es noch nie erlebt habe, dass ein Teil des selben Buches mich total begeistern und ein anderer Teil fürchterlich nerven kann.

Ich möchte mit dem Positiven beginnen: Die Autorin hat mit “Eis. Kalt. Tot.” wirklich einen spannenden, sehr grausamen und dadurch auch auf perfide Weise faszinierenden Thriller geschrieben. Sie schreibt hervorragend, wie ich finde, und hat es wirklich mit Bravour gemeistert, mich als Leserin an die Seiten zu fesseln. Der Fall und vor allem die Ermittlungen sind unheimlich breit gefächert und es wird sich ganz viel mit der Vergangenheit der Opfer beschäftigt. Hier prallen ganz viele Themen aufeinander, die für mich neu und spannend und sehr einzigartig waren.

Leider hatte ich gegen Ende fast ein bisschen das Gefühl, dass es zu viele kleine Handlungsstränge waren und die Autorin es letztendlich nicht mehr ganz geschafft hat, sie alle einzusammeln. Für mich blieben sehr essentielle Teile am Ende irgendwie ein wenig auf der Strecke. Man hätte entweder noch ein bisschen mehr aufklären oder andere Szenen vielleicht einfach von Grund auf weglassen können. Aber am Ende hat natürlich alles dazu gezählt, einen auf die falsche Fährte zu locken und damit hat das natürlich alles auch eine Daseinsberechtigung in einem Thriller.

Kommen wir nun zu dem, was mich so sehr gestört hat und was aus einem richtig guten Buch leider nur noch ein mittelmäßiges macht: Die Figuren. Ich hatte das Gefühl, dass man zwanghaft versucht hat, individuelle und besondere Charaktere zu erschaffen. Leider ist das nur mäßig gut gelungen. Wenn man dem Klappentext glauben mag, dann ist unsere Hauptfigur Marit Rauch Iversen – doch den Eindruck hat man leider nicht wirklich. Vielmehr muss man sich hier über hunderte Seiten hinweg mit einer absolut unsympathischen, zynischen und immer wütenden Ermittlerin anfreunden – doch das gelingt einem partout nicht. Kirsten Vinther ist glaube ich die unsympathischste Figur, die mir jemals in einem Buch untergekommen ist. Und sie war der Grund, weshalb ich beinahe das Buch zur Seite gelegt und abgebrochen hätte. Einzig der spannende Fall und das Interesse darum, wie er ausgelöst wird, hat mich weiterlesen lassen. Denn ganz im Gegensatz zu Kirsten ist da ja auch noch Jesper Bæk, der ganz offensichtlich das genaue Gegenteil der lauten Ermittlerin sein soll. In sich gekehrt und ohne wirklichen Mut schleicht er sich so durch die Kapitel. Er bekam einfach keine Farbe bis zum letzten Drittel des Buches. Da wurde es endlich besser und man hat dann doch beinahe so etwas wie Sympathie für Jesper empfinden können. Und Marit … nun ja, sie wird irgendwie lange Zeit wie eine Randfigur behandelt und benimmt sich auch so. Das ist irgendwie schade, weil sie wenigstens Charakter und Substanz hatte. Und weil sie ja eigentlich als Protagonistin angepriesen wird …

Jetzt habe ich viele negative Worte verloren und insgesamt klingt die Rezension viel schlechter, als es das Buch letztendlich verdient hat. Dabei ist es in der Tat kein schlechtes Buch, nur schwebt diese große negative Kritik ein bisschen über all dem Guten, von dem es ja auch eine Menge gab. Denn ich wurde auch unterhalten, es gab wenig bis gar keine Klischees und die Autorin hat ganz viel Kopenhagen einfließen lassen, was mir ebenfalls sehr gefallen hat.

Fazit
Ein durchwachsener Thriller, der leider vor allem wegen seiner unsympathischen Charaktere Minuspunkte sammelt. Dennoch durchaus ein Buch für alle Fans von grausamen und blutrünstigen Thrillern.

3 von 5 Buchherzen ♥♥♥
Danke an NetGalley und den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!
Profile Image for Monika Caparelli-Hippert.
284 reviews4 followers
October 9, 2023
Klappentext:
»Du weißt, wofür das ist. Wir beobachten dich.
Und wenn du nicht damit aufhörst, werden wir wiederkommen.
Dann wird es mehr als diesen Nadelstich geben.«
Wenn sich die beschaulichen Gassen von Kopenhagen in einen Ort des Grauens verwandeln und du nicht weißt, ob du das nächste Opfer bist …
Ein bizarrer Fall für die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen und ihre Kollegen von der Mordkommission.
Zwischen Abscheu und Faszination - Anne Nørdby besitzt das einzigartige Talent, das Unaussprechliche in Worte zu fassen. Verbunden mit einer gehörigen Portion Adrenalin.
Das klang gut, und daher habe ich beim Netgalley.de-Adventskalender kürzlich zugeschnappt – danke an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!
Wir sind in Kopenhagen, und es ist einer der kältesten Winter überhaupt. Aus dem eiskalten Fluss wird eine kopflose Leiche gezogen, die Rätsel aufgibt. Kommissarin Kirsten Vinther und ihr Team sehen sich schon bald einer bizarren Mordserie gegenüber, denn es sollen noch mehr Morde folgen, deren Opfer zu surrealen „Kunstwerken“ verarbeitet die ganze Stadt schmücken werden. Diese drapierten Leichen stellen sogenannte Tupilak aus der grönländischen Mythologie dar, und so führen die Ermittlungen bald in den hohen Norden und zu zwei fehlgeschlagenen geologischen Expeditionen ins ewige Eis. Die Mordserie scheint es auf die Teilnehmer dieser Expedition abgesehen zu haben….oder steckt vielleicht noch viel mehr dahinter? Die Presse tauft den Fall den „Horrormetzger“, und die Polizei steht unter Erfolgsdruck.
So, und ohne jetzt zuviel zu verraten: das war ein richtig cooler, harter Thriller. Genial geplottet, mit diversen Erzählsträngen und Ermittlungen, die am Ende brilliant verknüpft zusammenlaufen, und toughen Ermittlern und vor allem Ermittlerinnen. Marit und Kirsten sind extrem intelligent, hart im Nehmen, selbstbewusst und kampferfahren, und absolut genauso fit wie ihre männlichen Kollegen. Erwähnenswert hier ist auch noch Jasper Baek, Neuling in der Kopenhagener Polizei, frisch aus der Provinz eingetrudelt, mit seinem ganz eigenem privatem Päckchen belastet, der aber im Team mit der Marit, der grönländischen Recognizerin zeigt, dass stille Wasser sehr tief (und kompetent) sind.
Die Protagonisten haben mich allesamt überzeugt, das war spannende Ermittlungsarbeit gepaart mit actionreichen Einsätzen und intelligente Handlung.
Spannend geschrieben, mit Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, und trotz aller Brutalität der Geschehnisse ist das Ganze nie in Splatter abgedriftet. Die Story ist zwar nix für zarte Gemüter, aber es gab kein detailliertes Schlachten, und das ist mir positiv aufgefallen.
Und noch was Positives: Es gibt hier viel Lokalkolorit. Ms Nordby kommt aus Kopenhagen, und das merkt man; das buch ist ein Trip quer durch die ganze Stadt. Hat mir gefallen, ich hab einmal mehr Kopenhagen auf meine Reisewunschliste gesetzt (….vielleicht nicht gerade im Winter…..!).
Also, ich mach es kurz: volle Leseempfehlung für Thrillerfans! Hochspannung pur. Die Autorin muss ich mir merken 😊.
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356 reviews
August 2, 2021
*Eis.Kalt.Tot.*
Von Anne Nordby, veröffentlicht am 04.August 2021 durch den Gmeiner Verlag

Malerisch & Grausam: Der absolute Kontrast

Auf dem Cover:
ist eine friedlich malerische, nordische Hafenszene zu sehen.
Alles wirkt so „hyggelig“ & absolut harmlos.
Nimmt man den Titel: „Eis.Kalt.Tot.“ hinzu: beginne ich zu ahnen, dass es nicht gemütlich oder bequem für mich und die Ermittler werden wird.

Inhalt:
Hier ist der Titel Programm.
Eiskaltes Umfeld. Temperaturen im Minusbereich. Öffentlich präsentierte, grausam zugerichtete, inszenierte Leichen.
Ich bin schon nach wenigen Zeilen mitten im Geschehen:

Entsetzliche Leichenfunde beunruhigen nicht nur die Ermittler der Kriminalpolizei Kopenhagen.
Die nationalen Medien schüren Angst in der Bevölkerung.
Allgemeine Spekulationen & Misstrauen werden gezielt geschürt.
Innerhalb des Ermittlerteams kommen Fragen zur Integrität der einzelnen Teammitglieder auf. Schnell entsteht ein vergiftetes Arbeitsklima.
Die temporeiche Suche mit immer neuen Erkenntnissen, bringen alle an den Rand ihrer Belastbarkeit und gefährden Leib und Leben derer, die dem Täter zu nahe kommen.
Eine Grenzerfahrung ist in vollem Gange!

Mein Leseerlebnis:
dieses Buch ist für mich das Erste, von Anne Nordby.
Ab heute ist dieser Name für mich der In-Begriff, für atemraubende, spannende & fesselnde Literatur mit dem speziellen nordischen Touch.
Das Grauen der Ermittler zu fühlen & mitzuerleben war, für mich mit echten Emotionen verbunden.
Die detaillierte Beschreibungen der Situationen im Team, der miteinander agierenden Personen und deren Reaktionen, wurden detailliert & nachvollziehbar erzählt.
Die Interaktionen innerhalb des Ermittlerteams konnte ich fast selbst „er-spüren“.
Es fiel mir sehr schwer, das Buch zur Seite legen.
Eine Lesepause einzulegen.
Unbedingt möchte ich erfahren, wer steckt hinter diesen Morden?
Warum wurden diese Menschen getötet, - warum auf diese Art präsentiert?
Wird das neu zusammengewürfelte Ermittlerteam sich zusammenraufen und miteinander dem Morden ein Ende bereiten können?
Werden die Spannungen zwischen den unterschiedlichen Ethnien & Charakteren den Ermittlungserfolg korrumpieren? Unerwartete Wendungen, dramatische Geschehen.
Bis zu den letzten Seiten bleibt die Spannung hoch.
Ein sehr gelungenes, absolut unerwartetes Finale. Zurück bleibt: ein gutes Gefühl.
Es bleiben viele Eindrücke zum Überdenken.
Zufrieden lege ich das Buch zur Seite.

Fazit:
Ein knallharter, typisch nordisch grausamer Thriller.
Ich bin mir sicher, dass er viele Liebhaber, der nordischen Spannungsliteratur begeistern wird!
Ich werde den weiteren Büchern von Anne Nordby nicht widerstehen können. ;)
Eine klare 5 Sterne Leseempfehlung von mir!




Vielen Dank für das freie Leseexemplar. Mein Leseeindruck gibt meinen individuellen Leseeindruck wieder.
1,409 reviews7 followers
August 29, 2021
Spannender Thriller aus Dänemark

Winter in Kopenhagen, es ist eisig kalt.
Im vereisten Hafenbecken wird eine geköpfte Leiche gefunden.
Es hat den Anschein, dass am Hals der Leiche etwas festgenäht war, was im Wasser abhanden gekommen ist.
Kurz darauf wird ein tote Seehund gefunden.
Auch dieser Kadaver wurde verstümmelt.
Die Ermittler sehen Parallelen zu dem Toten vom Hafen.
Zur Unterstützung wird die Super- Recognizerin Marit Rauch Iversen wird zu den Ermittlungen hinzugezogen.
Die Ermittler hofft, dass Marit ihnen mit ihrem fotografischen Gedächtnis helfen kann.
Als eine zweite Leiche auftaucht, deren Präsentation an eine Skulptur erinnert wird ist eindeutig, hier ist ein Serienmörder am Werk.

Eis. Kalt. Tot. Ist ein spannender Thriller aus Dänemark von Anne Nørdby.
Ein Buch das es wirklich verdient im Genre Thriller angesiedelt zu sein.
Mir hat mehr als einmal der Atem gestockt und Gänsehaut war ein Dauerzustand.

Die Protagonisten gefallen mir sehr gut.
Die Super- Recognizerin Marit Rauch Iversen ist interessant.
Ich habe schon von Super- Recognizerin gehört und gelesen, Marit aber hier bei ihrer Vorgehensweise über die Schultern zu schauen war schon interessant.

Kirsten Vinther ist die Leiterin des Ermittlerteams. Sie ist mit Leib und Seele Polizistin.
Sie führt ihr Team mit harter Hand. Ich hatte das Gefühl, sie befürchtet immer mehr machen zu müssen als ihre Kollegen, hat immer die Befürchtung nicht zu genügen.
Bei diesem Fall stößt sie an ihre Grenzen.

Jesper Bæk ist der neue im Team. Er kommt aus eine kleineren Stadt und hat sich nach der Trennung von seiner Frau nach Kopenhagen versetzen lassen.
So ganz ist er noch nicht angekommen.
Er tut sich schwer in der großen Stadt. Auch sein Stand bei den Kollegen ist noch nicht gefestigt.
Ich mochte Jesper auf Anhieb und hatte oft ein wenig Mitleid mit ihm.

Auch die anderen Kollegen gefallen mir durchaus gut und bereichern das Buch ungemein.

Der Fall ist sehr bizarr. Es tauchen verschiedener Orts Leichen auf die furchtbar entstellt wurden.
Lange stehen die Ermittler vor einem Rätsel. Dann endlich führt eine Spur nach Grönland.
Hier hat mich die Beschreibung der weiten Landschaft, der Gletscher und den Mythen der Inuit fasziniert.
Eine Facette die mich außer den spannenden Ermittlungen nicht losgelassen hat.

Anne Nørdby hat bei ihrem neuen Thriller was Spannung angeht alle Register gezogen. Ich denke das kann man kaum überbieten.
Die Autorin hat einen flüssigen und gut verständlichen Schreibstil.
Das Buch ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Seiten fliegen nur so dahin.

„Eis. Kalt. Tot. ist eine klare Leseempfehlung.
Wer Spannung liebt muss das Buch unbedingt lesen.
Es ist aber nichts für schwache Nerven.
161 reviews
March 30, 2022
Inhalt
Eine grausame Mordserie hält Kopenhagen in Atem. Kirsten Vinther, Jasper Baek und Superrecognizerin Marit Iversen begeben sich auf Spurensuche und können schnell erste Parallelen zur grönländischen Mythologie ziehen. Doch wer steckt hinter den grausamen Taten und wer wird das nächste Opfer sein?

Meinung
Ich muss direkt zu Anfang sagen, dass das Buch für mich aus zwei Handlungssträngen besteht wobei einer die Haupthandlung des Buches darstellt und am Ende aufgelöst wird und der zweite eher eine Nebenhandlung ist, die im Sand verläuft. Genau diese Nebenhandlung wird auf dem Klappentext angeteasert, spielt jedoch gerade am Ende der Geschichte keine Rolle mehr. Auch eine Verknüpfung der beiden Handlungen findet, für mein Empfinden, nicht statt. Vielleicht habe ich aber auch an irgendeiner Stelle etwas wichtiges übersehen - dann schreibt mir gerne und klärt mich auf!

Aber nun zu meiner Meinung. Ich fand das Buch sehr spannend. Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, ob mir die Story vielleicht ein bisschen zu mystisch werden könnte, aber schon nach kurzer Zeit wurde ich vom Gegenteil überzeugt. An manchen Stellen hätte man die Erzählung für meinen Geschmack etwas kürzen und komprimieren können, denn trotz tollem Spannungsbogen hatte ich das Gefühl, dass ich beim Lesen nicht voran komme.

Die drei Hauptcharaktere finde ich eine spannende Mischung. Ihre unterschiedlichen Facetten bringen Würze in die Geschichte und sorgen für etwas Leichtigkeit zwischen brutalen Morden. Für mich war es das erste Mal, dass ich von einer Superrecognizerin gehört habe. Ich wusste nicht, dass es solche Menschen gibt, finde es aber total interessant und immer schön, wenn man beim Lesen von Unterhaltungsliteratur auch noch nebenbei etwas neues lernt. Marit soll wohl auch die Hauptperson für die folgenden Bände dieser Buchreihe sein. Für mich ist im ersten Teil nicht klar erkennbar, dass Marit allein der Hauptcharakter ist, vielmehr lag für mich der Focus auf dem Dreiergespann, aber gerade durch die Nebenhandlung, die eng mit Marit verknüpft ist, merkt man, dass hier noch Potenzial für weitere Erzählungen ist.

Zum Schluss noch ein kurzes Wort zum Cover, das mir sehr gut gefällt. Es passt zum Buch und vermittelt die richtige, eisige Stimmung.

Fazit
Ein spannender Thriller mit einer Nebenhandlung, die noch etwas für Verwirrung sorgt! Der zweite Band der Reihe bringt hoffentlich Licht ins Dunkel. Von mir gibt's: 4 von 5 Sterne!

Danke an netgalley.de und den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar.
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1,031 reviews6 followers
January 23, 2022
Mit Eis. Kalt. Tot zeigt die Autorin dem Leser eine Welt, in der es kalt und berechnend zugeht. Skrupellos werden Leichen bizarr drapiert und bereiten nicht nur der Mordkommission schlaflose Nächte, sondern gehen dem Leser durchaus nahe. Allzu gruselig sind einige Stellen beschrieben, was ich bei einem Buch im Genre Thriller aber nicht schlimm finde, zumal sich alles hinreichend und gut auflöst. Ich fand insgesamt alle Elemente sehr stimmig. Es gab ruhige Phasen , in denen Fakten gesammelt wurden und sehr rasante Teile in denen richtig gute Action herrschte. Die Umgebung ist genauso empathisch beschrieben, wie das Ermittlungsteam, welches hauptsächlich aus drei Personen besteht. Jesper Baek, kürzlich aus der Provinz nach Kopenhagen versetzt. Hier bekommt der Leser einen nachdenklichen, eher introvertierten Ermittler, der mit einigen privaten Rückschlägen zurechtkommen muss, dies aber mit Verstand und Herz gut meistert. Er ist sehr positiv besetzt, und bildet ein wenig den Ruhepol der Gruppe. Kirsten Vinther, die Chefin der Ermittlungsgruppe, polarisiert dagegen ordentlich. Ungerecht, laut , dominant und zu oft in ihrer eigenen Interpretation von Perfektionismus gefangen bildet sie den Kontrast am völlig anderen Ende der Sympathieskala. Ein wenig wird der Leser dadurch beruhigt, dass auch sie einige private Einblicke in ein nicht ganz unproblematisches Verhältnis gibt. Das lässt diese Protagonistin nicht ganz so eiskalt wirken.
Marit Rauch Iversen hingegen lässt sich schlecht einordnen, was ihren Charakter sehr spannend und vielschichtig macht. Auch sie trägt ein Geheimnis mit sich herum, was einen Teil ihrer selbstauferlegten Einsamkeit erklärt. Sie ist eine Super - Recognizerin. Was ich in diesem Genre eine tolle Idee finde. Mal etwas anderes, und ebenso nützlich wie spannend zugleich. (Randbemerkung: Es gibt auch das Gegenteil zu Marits Diagnose: Prosopagnosie (Gesichtsblindheit) , ein Super - Gau, wenn solche Menschen in den Zeugenstand müssen)

Der Fall an sich ist gut konstruiert und die Autorin legt richtig klasse falsche Fährten, da macht das Lesen so richtig Spaß. Dieses Buch konnte ich nicht mehr aus der Hand legen, es hat mich von Anfang an gepackt, ins Eis gezerrt und nicht mehr losgelassen. Gott sei Dank, saß ich im gemütlich warmen Wohnzimmer und konnte diese Geschichte so richtig von Herzen genießen.

Fazit: Fünf gefrorene Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung im Genre Thriller.
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2,563 reviews70 followers
December 24, 2021
Ort des Grauens

Es ist Winter in Kopenhagen und aus dem Hafenbecken wird eine Leiche geborgen, die keinen Kopf mehr hat. Kommissarin Kirsten Vinther und die externe Beraterin und Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen müssen herausfinden, was sich hinter dem bizarren Mord verbirgt. Eigentlich unterstützt sie dabei der neue Kollege Jesper Bæk, der aus der Provinz nach Kopenhagen versetzt wurde. Jedoch ist Kirsten dem Neuen gegenüber misstrauisch, denn es gibt ein Leck unter den Ermittlern und Kirsten vertraut allen Kollegen, nur der Neue ist eben neu. Allerdings erfordert der Fall ihre ganze Aufmerksamkeit und dann wird auch noch ein Anwalt angegriffen und misshandelt.

Dieser Reihenauftakt führt ein Ermittlerteam ein, dass sich erstmal finden muss. Jesper ist nach seiner Versetzung noch nicht richtig in Kopenhagen angekommen und fühlt sich gehemmt. Dagegen kann Kirsten den Neuen zunächst nicht leiden und befürchtet, er könne die Untersuchung eher behindern. Die amazonenhafte Marit wirkt zum Glück etwas ausgleichend auf die beiden anderen, so dass die Nachforschungen schließlich vorankommen. Was für ein Fall. Schon das erste Opfer ist übel zugerichtet und es bleibt nicht bei dem einen Toten. Die Todesumstände geben Rätsel auf. Möglicherweise kann Marits Grönländische Herkunft bei der Aufklärung hilfreich sein.

Im Vergleich zur Handlung wirkt die Komposition des Covers geradezu ruhig, denn dies ist wirklich ein furioser erster Fall für das bunt und neu zusammengewürfelte Team. Zum Glück raufen sich die keifende Kirsten und der jammernde Jesper rechtzeitig zusammen, bevor der Gedanke aufkommt, man müsse sich vorzeitig von diesem Team verabschieden. Der Kriminalfall ist nämlich ausgesprochen spannend und ungewöhnlich. Sehr geschickt verbindet die Autorin die Taten mit der Fabelwelt Grönlands, über die einige unheimliche Geschichten erzählt werden. Und wenn das Team den Tätern schließlich näher kommt, ergeben sich unerwartete Wendungen und echte Thriller-Szenen. Je weiter man liest, desto packender wird das Geschehen. Irgendwann kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen, man muss einfach wissen, wer und was hinter allem steckt.
Profile Image for Frank Lang.
1,373 reviews15 followers
January 11, 2022
Allein vom Titel her scheint dieser Thriller der Auftakt zu einer Reihe zu sein, in der die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen die Hauptrolle übernimmt. Nachdem ich den Thriller gelesen habe, so ist bei mir nicht der Eindruck hängen geblieben, als wäre das Buch ein solcher Auftaktband.

Die Hauptfigur nimmt bei weitem nicht die Rolle ein, wie es der Titel vermittelt. Es gab mindestens drei weitere Figuren in dem Thriller, die ebenso im Mittelpunkt standen und ihr diesbezüglich den Rang abliefen. In meinen Augen tat dies dem Thriller sehr gut, dass nicht nur eine Figur im Mittelpunkt stand. Allerdings wurden auch einige Handlungen parallel erzählt, so dass es für so manchen Leser vielleicht etwas überfrachtet wirkt.

Im Wesentlichen beginnt der Thriller damit, dass es mehrere bizarre Morde in Kopenhagen gibt, die (wie kann es auch anders sein) perfekt inszeniert wurden, weshalb die Polizei im Dunkeln tappt. Relativ lange hinkt die Polizei den Morden hinterher, was sehr typisch für Vertreter dieses Genres ist. Im Grunde genommen handelt es sich nämlich um diese klassische Mischung aus Thriller und Krimi, denn der Leser wird immer wieder mit neuen Morden konfrontiert und darf die Ermittlungen begleiten.

Die Morde sind zwar sehr bizarr, das Buch dadurch aber nicht ungewöhnlich blutig oder brutal. Der Thriller wurde schon sehr auf seine potentielle Leserschaft zugeschnitten. Allerdings hätte meines Erachtens die ein oder andere Nebenhandlung weggelassen werden können, weil diese ein wenig zu konstruiert wirkte und den Fall unnötig verzerrt hat.

Fazit

Eis.Kalt.Tot. ist ein sehr klassischer Krimi-Thriller, der zu den üblichen Zeitpunkten mit den Wendungen in der Handlung den Leser in die passende Richtung lenkt und ihn mit diversen Nebenhandlungen in falsche Richtungen versucht zu schieben. Ein grundsolider Krimi-Thriller für Genrefans.
Profile Image for buchwoerter.
243 reviews
August 23, 2021
• EIS.KALT.TOT •

Ein Thriller der Nervenkitzel, Spannung und viele Abscheulichkeiten bietet. Also: nichts für schwache Nerven!

Marit Rauch Iversen ist Super-Recognizer. In ihrem neuen Fall in Kopenhagen ist sie auf der Spur eines Serienmörders der abscheulich seine Opfer in Szene setzt. Mit ihren Kollegen der Polizei versucht sie die unerklärlichen Taten zu lösen. Ob ihre besonderen Fähigkeiten der Gesichtserkennung ihr bei dem Fall helfen und was sie mit den Tötungsdelikten verbindet, erfahrt ihr im Buch!

Zu Beginn erst ein Mal ein großes Lob: der Thriller ist über 500 Seiten stark, was ich persönlich sehr gut finde. Oftmals geraten mir Bücher dieses Genres zu kurz, sodass eine Auflösung des Falls viel zu schnell geschieht. Der Thriller Eis.Kalt.Tot wird aus der dritten Person beschrieben. Abwechselnd wird Marit Rauch Iversen, der neue Polizist Jesper Bæk und die Leiterin der Ermittlungen Kirsten Vinther begleitet. Wer auf ein hyggeliges Ermittlungsteam hofft, ist hier völlig falsch. Stattdessen gibt es den knallharten Polizeialltag, ausgefahrene Ellenbogen und den Druck der Presse. Kirsten Vinther ist tough, fordert kräftig ein und ist tendenziell sehr misstrauisch. Jesper Bæk ist als Neuer im Team gefordert und muss seiner Chefin seine Loyalität und Fähigkeiten unter Beweis stellen. Marit stammt ursprünglich aus Grönland und ist wohl der spannendste Charakter des Buches. Ihre Recognizer Fähigkeiten und ihre Verbindung zu Grönland und seine Mythologie spielen eine besondere Rolle. Grundsätzlich war mir keiner der Charaktere besonders sympathisch. Da dies jedoch der erste Teil der Reihe ist, gehe ich davon aus, dass die Stimmung im Ermittlungsteam noch Ausbau fähig ist. Die Handlung ist wirklich sehr blutig und detailliert beschrieben. Die Morde und die Inszenierung sind kaum an Grausamkeit zu überbieten, sodass ich an meine leserlichen Grenzen kam. Der Schauplatz ist super gewählt: Kopenhagen. Doch der Leser ist nicht in den Touri-Vierteln unterwegs, sondern in den Ecken ohne nette Cafés und Einkaufsmöglichkeiten. Die grönländische Mythologie war für mich absolutes Neuland.
12 reviews
July 20, 2021
Mehr Thriller geht nicht…!

Was für ein fantastischer Auftakt dieser neuen Reihe von Anne Nordby, rund um die Recognizerin Margit Rauch Iversen und die kantigen Kollegen von der Mordkommission in Kopenhagen.

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Ich kannte die Autorin Anne Nordby bisher nur dem Namen nach und bin sehr froh, mit dieser neuen Reihe ihre Thriller-Schreibwelt entdeckt zu haben.
Von der ersten Seite an, taucht man in eine Geschichte ein, die mitreißender nicht sein könnte, wenn sie auch sehr brutal und grausam ist, aber so durchgängig spannend muss man das erst mal hinbekommen als Autor*in.
Die mit vielen Ecken und Kanten versehenen Hauptprotagonisten und der schnelle Einstieg in die Story haben mich als Leserin sofort mitgenommen.

Die schwierige Zusammenarbeit zwischen der ruppigen Kommissarin Kirsten Vhinter und ihrem neuen etwas verklemmt wirkenden Kollege Jesper Bæk, die sympathische Marit Rauch Iversen, ein Mord, der brutaler und abscheulicher nicht sein könnte. Das alles im immer interessanten Kopenhagen und bei klirrender Kälte. Eine tolle Story mit Blick in die Abgründe der Menschen, die mich auch nach dem Ende des Buches nicht gleich los gelassen hat.

Anne Nordby versteht es mich tief in die Story eintauchen zu lassen, immer spannend und unglaublich fesselnd geschrieben.
Eine ganz klare Empfehlung meinerseits für Liebhaber*innen dieses Thriller Genres.

Ich freue mich sehr auf weiteren Lesestoff und darüber eine neue, tolle Autorin entdeckt zu haben.
Aber auch sehr darüber, dass ich dieses Buch vorab lesen durfte…
Profile Image for alex_buchgeplauder.
529 reviews8 followers
July 30, 2021
Es ist was faul im Staate Dänemark…

"Eis. Kalt. Tot." ist der neue Thriller von Anne Nordby. Für mich war es das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.

"Dieser Fall ist ein Alptraum" (Kapitel 17) … Oh ja! Ein Mörder schafft bizarre Kunstwerke - halb Mensch halb Tier - und legt die Leichen an berühmten Sehenswürdigkeiten ab. Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen ermittelt zusammen mit den kantigen Kollegen der Kopenhagener Mordkommission.

Das gruselige Szenario zieht den Leser magisch an. Es ist wie bei einem Unfall, bei dem man einfach nicht wegsehen kann. Das Geschehen abscheulich und faszinierend zugleich. Anne Nordby schafft es, das Ganze in glasklare Worte zu fassen. Nordisch kühl eben. Kälte, Schnee und Eis beherrschen diesen Thriller. Das Wetter und die Handlung sorgen gleichermaßen für Gänsehaut.

Der Fall ist vielschichtig. Unter anderem spielen Legenden der Inuit in Grönland eine Rolle. Die etwas komplizierten und sperrigen Namen und Begriffe haben das Lesen manchmal etwas erschwert. Sie haben der Geschichte aber auch eine authentische Note gegeben. Gebannt und wie im Sog verfolgt man die Entwicklungen. Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse und bis zum Schluss überraschende Wendungen. Auch die Charaktere sind intensiv und interessant. Zuweilen hätte die Autorin die Story für meinen Geschmack etwas straffen können. Aber dann hat das Ausschmücken auch wiederum irgendwie dazu gepasst. Letztendlich habe ich mit Anne Nordby eine weitere Autorin entdeckt, die dem nordischen Thriller eine starke Stimme verleiht.
Profile Image for Leaslifewithbooks.
346 reviews13 followers
August 24, 2021
Das Cover gefällt mir sehr. Es passt wunderbar zu dem Setting des Buches und ist für mich einfach schön. Dazu hat es diesen Funken düsteres, was ich sehr mag.
Als ich mit dem Lesen begonnen hatte, war ich auch direkt drin. Wir lernen hier mehrere Protagonisten kennen und, wie ich finde, wirklich gut. Ich konnte mir jeden davon sehr gut vorstellen - sowohl vom Aussehen als auch von ihrem jeweiligen Charakter. Dazu diese Kombination von all diesen Charakteren gefiel mir und passte sehr gut. Das Setting war unglaublich. Durch die Beschreibungen und den Empfindungen der Protagonisten bekam ich einen guten Einblick von Kopenhagen. Das war eins der Dinge, die das alles für mich so real und nah machten. Das andere war der gesamte Fall. Dieser war wirklich brutal und ist vielleicht nicht für jeden etwas, dabei aber in keinem Moment übertrieben oder unreal. Durch die Wenungen und allen anderen Hinweisen, die immer wieder dazu kamen, rätselte ich mit den Protagonisten und stelle auch meine eigenen Theorien auf. Von Beginn an war für mich eine Spannung da, die für mich nie endete. Ich wurde gefesselt und wollte immer unbedingt wissen, was hinter allem steckt. Insgesamt ein toller Thriller, mit einem wundervollen Setting sowie auch Protagonisten und einer durchgehenden Spannung.
Der Schreibstyl war für mich unglaublich angenehm, fesselnd und flüssig zu lesen.
Ganz klar eine große Empfehlung von mir!
Profile Image for Reiner Valeske.
109 reviews
August 27, 2021
Inhalt:
»Du weißt, wofür das ist. Wir beobachten dich.
Und wenn du nicht damit aufhörst, werden wir wiederkommen.
Dann wird es mehr als diesen Nadelstich geben.«
Wenn sich die beschaulichen Gassen von Kopenhagen in einen Ort des Grauens verwandeln und du nicht weißt, ob du das nächste Opfer bist …
Ein bizarrer Fall für die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen und ihre Kollegen von der Mordkommission.
Zwischen Abscheu und Faszination - Anne Nørdby besitzt das einzigartige Talent, das Unaussprechliche in Worte zu fassen. Verbunden mit einer gehörigen Portion Adrenalin.




Mein Fazit:
Ups, ein Krimi der eigentlich genau das hat, weit was ich eigentlich nicht mag. Weit über 250 Seiten denn die Mehrzahl der über Seiten sind oft nur bla bla und taugen nur als Grillanzünder. Aber hier ist es anders alles passt nur das es zu WENIG Seiten sind. Die gesammte Story passt und hat keinen bla bla Durchhänger. Aber Vorsicht wenn die Autorin, Anne Nordby, über das Wetter in Grönland schreibt könnte es auch in einem 22 Grad warmen Wohnzimmer sehr Kalt werden. Auch kommt die Umwelt nicht zu Kurz ohne den Finger zu heben sondern eher zu zeigen was in den 1960 Jahren falsch gelaufen ist/ könnte. Auch wenn die Handlung in der Hauptsache in Dänemark spielt, kann sie auch überall in Europa spielen. Es gibt viele Verdächtige aber der eigentliche Täter wird erst ziemlich am Schluss enttarnt. Hier wird auch der Stress der ermitteltenden Polizisten klasse beschrieben egal ob dienstlich oder privat. KAUFEN und LESEN sage ich nur.
271 reviews3 followers
March 9, 2022
In diesem Thriller geht es nicht nur um eiskalte Morde, sondern tatsächlich auch um Eiseskälte, denn die Geschichte spielt in Kopenhagen und Grönland und hatte dadurch für mich ein sehr interessantes Setting.

In Kopenhagen treibt ein Massenmörder sein Unwesen und stellt die Ermittler vor riesige und schwer zu bewältigende Herausforderungen.
Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven, denn die Morde sind wirklich grausam. Zugleich aber auch durch ihren Bezug zur grönländischen Mythologie sehr interessant.
Die Ermittler haben mir gut gefallen. Da ist die Hauptermittlerin Kerstin, die manchmal etwas zu aufbrausend und leider sehr geruchsempfindlich ist, der "Neue" im Team, Jasper, der sich noch behaupten muss und nicht ganz sicher ist, ob die Versetzung vom Dorf in die Großstadt wirklich eine gute Idee war und die Recognizerin Marit. Sie besitzt ein unglaubliches Talent bei der Gesichtserkennung. Drei sehr unterschiedliche Charaktere, die in der Geschichte toll miteinander funktionieren und mir sehr schnell sympathisch wurden.

Der Spannungsaufbau ist gut gelungen, und ich habe das Buch sehr schnell gelesen, weil es mich, auch aufgrund des Schreibstils, schnell gefesselt hatte. Es gab einen Nebenstrang, den ich persönlich ziemlich überflüssig fand, der aber nicht groß gestört hat. Und bis auf diese Kleinigkeit fand ich den Thriller wirklich klasse!
Profile Image for niggeldi.
387 reviews1 follower
June 7, 2022
Spannender Reihenauftakt

Nach Jespers Wechsel von der Provinz zur Kopenhagener Mordkommission erwarten ihn dort einige Unannehmlichkeiten. Zum einen ist seine neue Kollegin Kirsten ihm gegenüber nicht gerade aufgeschlossen und wohlmeinend gesinnt, zum anderen erschüttert eine brutale Mordserie die Stadt. Bald sind auch die Fähigkeiten der Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen gefragt, um dem Mörder endlich auf die Schliche kommen zu können.

Das Cover passt zwar zur Geschichte, ist jedoch nichts Besonderes, da das bei skandinavischen Krimis übliche Motiv mit Haus/Boot/Eis/Schnee nicht wirklich überraschend ist.

Der Schreibstil ist mitreißend und flüssig. Bereits der Anfang macht neugierig und als Leser möchte man unbedingt erfahren, was wirklich beim Gletscher geschehen ist. Auch die Thematik um die Super-Recognizer unter uns finde ich äußerst spannend. Ein bisschen brauchte ich, um mit den Charakteren warm zu werden, besonders mit Kirsten, da sie doch ein paar nicht nachvollziehbar handelt. Die Schilderungen der Leichen sind sehr eindrücklich und nichts für schwache Nerven. Die Auflösung des Falls war in sich schlüssig und hat mir ebenfalls gut gefallen.

Die Geschichte hätte man zwar an einigen Stellen etwas kürzen können, doch alles in allem hat mich der Thriller überzeugt und ich freue mich auf weitere Bände dieser Serie. 4 Sterne
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