Aktuellste Forschung und ein Gespür für das Kuriose: Die Meeresbiologin Julia Schnetzer über Meeresmücken, giftige Kugelfische, Delfinnasen und andere faszinierende Meeresbewohner
Das Meer ist unser erstaunlichstes und rätselhaftestes Ökosystem. Es waren mehr Menschen auf dem Mond als am Grund des Ozeans. Zu Unrecht, findet Meeresbiologin und Science-Slammerin Julia Schnetzer. Denn in der Unsterblichkeit von Quallen, der Sprache der Delfine und dem Lebensrhythmus von Unterwassermücken verbergen sich nicht nur neueste Erkenntnisse über unsere Umwelt, sondern auch über uns Menschen.
Der Kauf dieses Buchs unterstützt die Organisation MovingSushi, die Korallenriffe vor der Westküste des afrikanischen Kontinents erforscht und versucht, mithilfe der Fluoreszenz der Tiere Haibeifang in der Fischerei zu minimieren.
Julia Schnetzer, 1985 in München geboren, erforscht seit Jahren die Mikro- und Makroorganismen des Meeres. Sie studierte Biologie in Köln, an der University of California in Merced sowie am Smithsonian Tropical Research Institute in Panama und promovierte in Mariner Mikrobiologie am Max Planck Institut in Bremen. Von 2017 bis 2020 war sie wissenschaftliche Koordinatorin der internationalen Wanderausstellung Ocean Plastics Lab, die sich mit der Meeresverschmutzung durch Plastik beschäftigt.
Seit Julia Schnetzer mit 18 Jahren Gast einer Familie auf Fidschi war, haben die Ozeane ihr Leben bestimmt. Die Autorin zeigt die Unterwasserwelt als Lebensgrundlage für Mensch und Tier, wie auch als Fundgrube innovativer Ideen, die noch Generationen von Forschern beschäftigen werden. So sei der Meeresboden bei Erscheinen ihres Buches erst zu 20% hochauflösend kartiert und die restliche Vermessung wird noch 10 Jahre dauern.
Sollten Unterwasseraufnahmen bei ihren Lesern bisher das Klischee eines traumhaften Arbeitsplatzes hinterlassen haben, räumt die Science-Slammerin mit der erträumten Idylle gleich zu Beginn auf. Ihr Alltag besteht zum großen Teil aus Routine-Tätigkeit am Schreibtisch, die Arbeit im und auf dem Meer findet in Kälte und Nässe statt, auch auf wochenlangen Forschungsfahrten und hält sich selten an die 36-Stunden-Woche.
In übersichtlichen Kapiteln von je 20-30 Seiten weiß Julia Schnetzer tatsächlich Neues aus der Welt der Meere zu erzählen. Sie berichtet über Verhaltensforschung an Delphinen, beantwortet die Frage, was Haie in ihrem Hai-Café eigentlich treiben, stellt Insekten vor, die auf der Wasseroberfläche leben und klärt ihre Leser darüber auf, wie ein Fischauge seine Umwelt wahrnimmt. Der Clou für mich war natürlich die solarbetriebene Meeresschnecke an der Ostküste Nordamerikas – von ihr hätte ich gern früher erfahren! Schnetzers Herzensthema ist jedoch die Vermüllung aller Meere durch Plastik. Wie alte Fischernetze, Plastiktüten und PET-Flaschen im Meer nicht einfach als Gegenstände zu Boden sinken, sondern Tiere töten und das Gleichgewicht des Lebensraums Meer nachhaltig stören, dem kann man sich als Leser wohl kaum entziehen. Wissen ist der erste Schritt zur Veränderung – und mit ihrer eindringlichen Darstellung liefert Schnetzer Argumente, warum unser Plastikverbrauch nicht einfach „schlecht“ ist, sondern was genau er in den Meeren anrichtet.
Das Inhaltsverzeichnis des Sachbuchs in Form einer Meereskarte bereitet auf die humorvolle Sicht seiner Autorin vor. In der Traditon des Science-Slams schreibt Julia Schnetzer angenehm locker, ihre kurzen Kapitel lesen sich einfach so weg. Wie bei anderem Infotainment auch, bleibt bei mir jedoch von den Fakten auf die Dauer wenig hängen, weil der Text zwar illustriert ist, das Seitenlayout für ein Sachbuch aber insgesamt zu einförmig wirkt. Um mir Fakten und Zahlen dauerhaft zu merken, muss eine Sachbuchseite für mich strukturierter sein; eine Erschließung durch ein Stichwortregister wäre nicht verkehrt.
Ein handschmeichlerisches Buch in kleinem Format, das Neues aus der Meeresbiologie unterhaltsam verpackt.
die Natur ist faszinierend, ich lebe in einer Welt voller Wunder, ich verspüre aber nicht so ein Wissensdrang was für Tierarten was können und wie groß sie sind.
Delfin Suizide und die latente Thematik der Mensch-Tier-Verhältnisse sind hier interessant jewesen, ansonsten nettes & zugängliches Sachbuch
Der Titel "Wenn Haie leuchten" und das Cover des Buches gefallen mir wirklich sehr gut und beides wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Sachbuch. Bei Sachbüchern besteht oft die Gefahr, dass sie in einer 'zu schweren' Sprache oder langweilig geschrieben sind. Dies ist hier nicht der Fall. Der Sprachfluss ist sehr flüssig und die Sprache selbst ist sehr einfach zu verstehen. Man muss keinen Satz 2x lesen, um ihn zu verstehen. Gleichzeitig wird alles sehr humorvoll umschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen.
Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die verschiedene Themen behandeln. Zum Beispiel wird viel über Haie oder Delfine erzählt, aber auch über Insekten im Meer wird berichtet. In einem Kapitel geht es um den Plastikmüll im Meer. Dieses Kapitel hat mich besonders interessiert, da ich meine Bachelorarbeit auch zu diesem Thema geschrieben habe. Witzig ist, dass die Autorin sehr viele Quellen benutzt hat, die ich auch in meiner Arbeit verwendet habe. Da fühlt man sich direkt etwas schlauer haha.
Mich haben alle Kapitel sehr interessiert und bei einigen Dingen musste ich direkt die Suchmaschine verwenden, um mehr über ein Thema zu erfahren. Meiner Meinung nach eine sehr gelungenes Buch. Leider etwas kurz. Aber es hat mir sehr viel Freude bereitet es zu lesen. Außerdem ist (und hoffentlich bleibt) vieles aus dem Buch bei mir hängen. Definitiv zu empfehlen! 5*
Unser sexy Meer In dem wunderschönen kleinen Buch aus dem Hause hanserblau (danke dafür), bekommt man mit sachkundiger Hand einen kleinen Überblick darüber und davon, was Meeresbiologie ist und was Meeresbiologen so machen. Was sagt die Autorin? „Meeresbiologie ist das sexy Fach unter den Naturwissenschaften“.
Das Zitat zeigt schon, mit wie leichter Hand Julia Schnetzer sozusagen aus ihrer Werkstatt plaudert. Das ist kein verstaubter verschrobener Wissenschaftsjargon, sondern Alltagssprache, die ihren Leser erreicht!
Unser Meer ist so toll!! Beeindruckend u.a. die Tatsache, dass der Meeresboden bald ganz und gar vermessen ist. Es gibt wahnsinnige Fortschritte in der Wissenschaft, wunderbare Tatsachen und Erkenntnisse, im wahrsten Sinne des Wortes, und dennoch kratzt die Meeresbiologie immer nur an der Oberfläche. Man gibt mehr Geld aus für die Erforschung des Mars, also für die Weltraumforschung als für die Erforschung der bizarren Unterwasserwelt.
Die sexy Wissenschaft der Meeresbiologie besteht natürlich auch aus profaner Tätigkeit im Labor und im Schreiben von Publikationen und manchmal aus dem Schreiben eines sexy kleinen grünen Buches, das auch für Laien verständlich ist, obwohl es natürlich nicht mit Fakten spart.
Fazit: Rundum empfehlenswert. Einen Stern Abzug gibt es für vollkommen unnötiges Rum-Gendern (zuviel Rum oder zu früh aufgetaucht?), das auf Kosten der Lesbarkeit geht. Schade.
Also gut - ich schreibe jetzt erst mal die drei Dinge auf, die mir an diesem Buch nicht so sehr gefallen haben:
1. das Format ist ziemlich klein, fast wie ein normales Belletristiktaschenbuch vom Wühltisch. Ich weiß, das hat nichts mit dem Inhalt zu tun, aber bei einem Sachbuch - und ich ordne dieses Buch mal in dieses Genre mit ein - finde ich es schön, "was in der Hand" zu haben. Was mich gleich zu 2. bringt: es ist ein Sachbuch und es fehlt ein Inhaltsverzeichnis! Ganz unangenehm. Gerade, wenn man sich einen Überblick verschaffen möchte, um was es im Buch tatsächlich geht. Und 3. gleich am Anfang wird die Autorin auch als die Erstellerin der Zeichnungen und Grafiken benannt, die im Buch sind - und, es tut mir leid, aber diese Zeichnungen wirken in ihrer durchgängigen Schwarzweißheit ziemlich unbeholfen und wie am Paintprogramm zusammengebastelt.
Und was mir gefallen hat: der ganze Rest! :)
Mit erfrischender Offenheit und Esprit schreibt Julia Schnetzer über ihr Beruf- und Berufungsgebiet, nämlich der Meeresforschung. Sie beschreibt kurz ihren Werdegang dazu, bevor sie sich in einige Aspekte der Meere vertieft und darüber schreibt. Dabei geht es nicht nur um leuchtende Haie (so wie Schnetzer das beschreibt, müsste in den Tiefen der Ozeane alles in knalliges Neon getaucht sein), sondern auch um viele andere Bereiche in diesem Teil der Weltkugel. Ob es nun Fische oder Säugetiere sind, die sich im Wasser tummeln, Korallen, Seegurken, Krebse oder Muscheln, auch im und auf dem Wasser lebende Insekten werden beschrieben (was mir persönlich absolut neu war), einen kleinen Abstecher gibt es zu Vögel, die vor allem von Seegetier leben, und letztendlich kommen auch die Umweltaspekte der Ozeane nicht zu kurz. Hier beschreibt die Autorin vor allem die Klimaerwärmung, die Überfischung und die langsame Zerstörung von Korallenriffen. Dabei schafft sie es, anschaulich zu beschreiben, wie fragil und ausgeklügelt das gesamte nasse System ist, und dass jede Veränderung, Störung oder Vernichtung auch nur eines einzelnen Teiles eine Kettenreaktion auslöst bzw. auslösen kann, die zum Schluss mit voller grässlicher Wucht über uns zusammenschlägt.
Dieses Buch lässt sich flüssig und fast in einem Haps lesen, weil Julia Schnetzer gekonnt beschreibt, ohne belehren zu wollen. Man merkt auf jeder Seite wie tief verwurzelt sie in dieser Thematik ist und wie sehr ihr die Meere, und was damit zusammen hängt, am Herzen liegt. Ab und an verliert sie sich ein bisschen in klein klein, und ab und an schreibt sie über Dinge, die ihr als Biologin vertraut und bekannt sind, der Leserin aber nicht unbedingt. Da kam ich ein bisschen ins Stolpern. Allerdings hatte ich nie das Gefühl, dass mich das so stört, dass ich nicht mal mehr den Sinn dahinter verstehe.
Alles in allem also ein weiteres tolles Buch aus der Serie Sachbuch-Roman. Ich würde mir wünschen, dass die Autorin noch weitere Bücher zu diesem Thema schreibt. Ich würde sie lesen wollen.
Edit: Natürlich gibt es ein Inhaltsverzeichnis! Habe ich doch glatt übersehen; Asche auf mein Haupt!
Julia Schnetzer stellt in ihrem Buch unterschiedlichste Themen vor, die alle aus dem Meer kommen. Das ganze ist gerichtet an Menschen ohne Hintergrund in Meeresbiologie oder in den Naturwissenschaften generell, der Stoff wird entsprechend runtergebrochen und leicht verdaulich präsentiert. Es geht u.a. um das Phänomen der Fluoreszenz, die Altersbestimmung von Haien, den Alltag von Meeresbiologen und verschiedene Projekte zum Erhalt der Meere und ihrer Vielfalt.
Die ausgewählten Themen fand ich interessant, einiges wusste ich schon, dafür konnte ich einige neue Details mitnehmen. Leider fehlt dem Buch etwas der rote Faden, der Zusammenhang der einzelnen Kapitel ist eigentlich nur das Thema 'Meeresbiologie'. Da hätte ich mir etwas mehr Struktur von der Autorin gewünscht, ggf. hätte die Auswahl der einzelnen Kapitel nochmal überdacht werden müssen, und dann ggf. Themen ausgetauscht werden. Spannende Themen in der Meeresforschung gibt es ja genug! Das Buch hätte sich gerne nur auf Haie fokussieren können, wieso da z.B. noch ein Kapitel über Viren inkludiert werden musste, weiß ich nicht (vermutlich um noch das Thema der Pandemie irgendwie anzusprechen -.-). Abseits dessen hat mir das Buch gut gefallen und ich glaube, dass es leicht zugänglich ist. Subjektiv fand ich die Themen etwas sehr schlicht dargestellt, da haben mir an manchen Stellen weitere Aspekte gefehlt. Aber als Naturwissenschaftlerin bin ich auch nicht so 100 % die Zielgruppe.
Da ich das Hörbuch gehört habe (Sehr empfehlenswert, das Vorwort scheint die Autorin selbst eingesprochen zu haben. Sie hätte von mir aus auch komplett den Text einlesen können, sympathische Stimme), kann ich nichts dazu sagen, wie gut zitiert wurde, Quellen angegeben wurden, etc.
Empfehlenswert für alle, die mal ein paar coole Fakten aus der Meeresbiologie in leicht verständlicher Form vorgestellt bekommen wollen - eignet sich sicherlich auch hervorragend als Lektüre für den nächsten Urlaub am Meer!
Hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin veranschaulicht komplexe Themen so, dass man sie gut verstehen kann. Ich finde das Meer und seine BewohnerInnen sehr interessant deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass ich in der Buchhandlung über dieses Buch gestolpert bin. Einige Kapitel haben mich nicht ganz so interessiert, waren aber trotzdem spannend zu lesen, weil es einfach sooo viel gab was ich noch nie zuvor gehört hatte. Ich wünschte es gäbe noch weitere Bücher von ihr rund um das Meer.
Julia Schnetzer ist Meeresbiologin und ihrem Buch „Wenn Haie leuchten“ ist ihre Passion für das Leben in den großen Tiefen der Ozeane deutlich anzumerken. Mit viel Liebe und sprachlich für Laien gut verständlich nimmt sie den Leser mit in eine Welt, die vom Menschen zu großen Teilen noch immer unerforscht ist. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die Kapitel über Haie und Delfine. Absolut faszinierend! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Julia Schnetzer zeigt bereits auf den ersten Seiten, dass Meeresbiologie nicht immer so ist, wie man es sich vorstellt - der Arbeitstag besteht nicht nur aus Tauchen an den schönsten Stränden. Dann zeigt sie in diesem Buch noch viele Neuigkeiten aus der Meereswelt, die mir noch nicht bekannt waren - sehr sehr interessante Dinge, die man hier erfährt. Eigentlich ein Wahnsinn, wie viele Geheimnisse es auf unserem eigenen Planeten noch gibt. In dem Buch wird über Verhaltensforschung an Delphinen, Haie in ihrem Hai-Café berichtet, desweiteren werden Insekten vorgestellt, die auf der Wasseroberfläche leben und so weiter. Es ist zwar ein Sachbuch, aber mit sehr viel Humor aufbereitet - es liest sich fast wie eine Erzählung. Flüssiger und gut zu lesender Schreibstil.
Das Format des Buches ist sehr praktisch - auf Grund der kleinen Größe liegt es sehr gut in den Händen. Von mir eine absolute Empfehlung, für alle, die an den Meeren und Leben darin ein großes Interesse haben.
Ein sehr rätselhaftes Ökosystem ist das Meer, das auch sehr erstaunlich ist. Es ist noch in vielem unerforscht. Es waren schon mehr Menschen auf dem Mond als auf dem Ozeangrund. Durch einige Fragen der Meeresforschung, warum Haie im Dunkeln leuchten oder ob es Insekten im Meer gibt, erfahren wir auch einiges über uns Menschen.
Die Meeresbiologin Julia Schnetzer hat ein faszinierendes Buch über die Meere geschrieben. Sie teilt mit dem Leser neueste Erkenntnisse der Meeresforschung. Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Die Autorin führt gekonnt in die Welt der Meere ein. Der Leser muss nicht vom Fach sein. Die Autorin bringt ihre Materie gekonnt dem Leser näher, dass auch ein Nicht-Meeresbiologe ihre Schilderungen versteht und in die Welt der Meere eintauchen kann. Besonders gefallen haben mir die Illustrationen, die für das Verständnis des Textes sehr wertvoll waren. Außerdem hat mich das kleine handliche Format des Buches sehr angesprochen. Dadurch lag es beim Lesen super in der Hand.
Ein lehrreiches und interessantes Buch, aber für meinen Geschmack ist die Autorin ein paar mal zu viel in die Chemie und Physik abgedriftet. 3.5 Sterne!
Unser Heimatplanet besteht zu 70% aus Wasser und doch ist zumindest mir vieles fremd, was in unseren Meeren und Gewässern lebt und vor sich geht. Die promovierte Meeresbiologin Julia Schnetzer geht in diesem kompakten Hardcover, das übrigens extrem gut in der Hand liegt, einigen Phänomenen auf den Grund und nimmt uns dabei mit.
Sehr gut gefallen hat mir der gesamte Stil, denn nicht nur der Schreibstil ist gleichzeitig informativ und lustig, sondern auch die ergänzenden Illustrationen waren sehr hilfreich. Pro Kapitel gibt es genug Informationen, um folgen zu können ohne sich auf Dauer zu langweilen.
Ein Grundinteresse und am besten auch Grundkenntnisse in Bio und Chemie sollten für diese Lektüre aber meiner Meinung nach vorhanden sein. Um der Autorin in Gänze folgen zu können, ist beim Lesen ein wenig Mitdenken notwendig. Daher würde ich das Buch nicht für den absoluten Laien oder gar Kinder empfehlen, die sich für das Meer interessieren, sondern schon eher für naturwissenschaftlich interessierte und dahingehend „vorbelastete“ Personen.
Behandelt werden sehr vielseitige Themen, von Viren & Bakterien über die Plastikverschmutzung der Weltmeere bis hin zu Delfinen, Haien und Walen ist alles dabei. Dabei habe ich unglaubliche Phänomene kennengelernt wie z.B. die titelgebenden leuchtenden Haie oder Schnecken, die Photosynthese betreiben. Die Autorin referenziert dabei sehr aktuelle Forschung und Ereignisse. Schön fand ich auch ihr Schlusswort, in dem sie für einen Beitrag zum Schutz der Natur und der Meere im Besonderen appelliert, und sei es nur der Verzicht auf Plastik, wo es möglich ist.
Insgesamt ein sehr unterhaltsames, informatives, gut geschriebenes und süß illustriertes Sachbuch, nur insgesamt eben nicht ganz trivial, was ich aber vollkommen begrüßt habe, weil ich ganz nebenbei meine Bio- und Chemie-Kenntnisse wieder auffrischen musste.
Allerdings gab es für mich wenig bis gar nichts Neues (was vermutlich an meinem Studium und meinem Interesse an Naturwissenschaft liegt). Und es ist irgendwie sehr kurz und kratzt oft nur an der Oberfläche der Themen. Ich bin dann eher an den Quellen hängen geblieben, die tiefere Einblicke in einige Themenbereiche geben.
Sie schreibt sehr nett und man spürt ihre Liebe zur Meeresbiologie. Leider hat es mich trotzdem nicht ganz abgeholt.
Wer sich für Meeresbiologie, Tierschutz und Umwelt interessiert, dem empfehle ich es trotzdem, denn ich glaube, dass es mehr an mir liegt, als am Buch selbst, dass ich nicht überzeugt bin.
Dieses Sachbuch bietet einen faszinierenden Einblick in Welt der Tiefsee. Die Autorin schildert unterschiedliche Forschungsbereiche auf anschauliche Weise. Ich habe mich durch und durch gut unterhalten gefühlt und gleichzeitig viel Neues gelernt. Allerdings hat es mich überrascht, dass sogar mir als totaler Chemieniete ein Fehler in einer chemischen Formel aufgefallen ist. Wahrscheinlich war es nur ein Redaktionsversehen, aber in einem Sachbuch sollten die Fakten schon stimmen. Insofern ein kleiner Punktabzug in einem ansonsten stimmigen Buch, das an sich ordentlich recherchiert wirkte.
Die Autorin, Julia Schnetzer, bringt uns in diesem Buch die Welt der Meeresbiologie auf so eine Weise näher, dass man selbst am liebsten in die Tiefen der Meere eintauchen möchte. Man liest dabei in verschiedenen Kapiteln zum Beispiel über die längsten Tiere im Meer oder das Phänomen der Fluoreszenz und was es für eine wichtige Rolle im Leben der Meeresbewohnern spielt. Sie erzählt dabei von eigenen Beobachtungen, aber bringt auch viele Ergebnisse anderer Forschern mit ein. Man liest auch viel über tolle Projekte, von denen man, zumindest ich, noch nie zuvor gehört hat. Man hat während dem Lesen das Gefühl, dass eine gute Freundin einem seine Leidenschaft zum Meer und den Meeresbewohnern näher bringen will, auf eine ganz sympathische und gleichzeitig sehr lehrende Weise. Im Buch sind auch Illustrationen als schemahafte Zeichnungen der verschiedenen Meeresbewohnern etc. zu sehen, die sehr schön in das Buch passen.
Rundum ein gelungenes Buch, dass einem nochmals aufzeigt, wie wichtig das Meer auch für uns Menschen ist und dass man mit ihm sehr bedacht umgehen sollte!
La oceanografia siempre es una materia fascinante, un mundo aun con muchas cosas por descubrir y aprender en nuestro planeta; además la autora nos pone delante de ciertos aspectos dados por sentados que no son tal cual y curiosidades y datos poco conocidos que nos da una lectura muy entretenida sobre la que siempre quieres "profundizar" mas :)
Das Sachbuch "Wenn Haie leuchten" von Julia Schnetzer, hat mich aufgrund des Titels und der tollen Covergestaltung sofort angesprochen. Im Buch behandelt die Autorin die geheimnisvolle Welt der Meeresforschung und stellt dabei faszinierende Fakten und Forschungsergebnisse zum maritimen Lebensraum vor. Julia Schnetzer schreibt in einem klaren und verständlichen Stil, sodass auch sehr komplexe Abläufe und Sachverhalte nicht langweilig wirken und zum weiterlesen animieren. Am besten haben mir die Kapitel "Die Sprache der Delfine" und "Haie im Café" gefallen. Der Text wird durch Illustrationen und Abbildungen wodurch auch komplexe Inhalte noch verständlicher werden und man eine genauere visualisierte Vorstellung der Tiere bekommt. Insgesamt hat mir "Wenn Haie leuchten" sehr gut gefallen und ich würde gerne weitere spannende und faszinierende von Julia Schnetzer zum Thema Meeresforschung lesen. Fazit: 5 von 5 Sterne.
-Hacen falta mas libros de divulgación científica sobre nuestros océanos y mares y la biodiversidad que esconden. De cuidarlos depende nuestra supervivencia y parece que todavía no hay la suficiente conciencia.
-Los capítulos cortos: explicaciones para que las pueda entender cualquier persona que no sea ni bióloga ni oceanógrafa.
-Que se mencione que los científicos y científicas se están dejando la piel, la vida y el dinero para hacernos abrir los ojos sobre la importancia de mantener nuestros mares.
-Enseña qué podemos hacer la gente normal (que no tenemos fuerza política ni económica para cambiar las cosas) para hacer un bien y colaborar: no consumir tanto plástico, comprar pescado sostenible (llevan una etiqueta que pone 'pesca controlada', en cada país es distinta), utilizar menos el coche (con lo barato que es andar o el trasporte público) y recoger la basura que veamos en la playa. No es tanto y podemos hacer mucho bien.
- Capítulo dedicado a tiburones: lo agradezco taaaanto!!! Después de ver una y otra vez como personas con escasa cultura los demonizan, que se vean tal como son y no como creemos que son es una alegría. Los necesitamos para los ecosistemas. Mucho. Y son tan increíbles!!!
-La crítica que hace contra lo que los humanos consideran 'inteligencia' comparándolo (de forma egocéntrica) con nuestra propia inteligencia para determinar la de otros animales. Suena tan absurdo escrito que dan ganas de darle con la chancla a más de uno cada vez que lo tengo que oír o leer. Este antropocentrismo, ya lo decía Maurice Maeterlinck no's va a llevar a la extinción.
-Alza la voz contra los cetáceos en cautividad. 'Debemos aprender a garantizar los derechos y la dignidad de los animales con los que compartimos la Tierra'.
❌NEGATIVO
-Que se termina.
Este libro es un canto de amor a los mares, a respetar y amar a los animales, a llevar prácticas éticas que fomenten y alarguen (ya no la vida del planeta, después de una extinción masiva el planeta siempre se recupera) nuestra propia existencia, porqué no olvidemos que, formamos parte de un ecosistema que se está yendo al garete. En fin, muy recomendado.
🏔 Bergketten, die unter Wasser liegen, haben eine höhere Erdmassendichte und damit eine gesteigerte Erdanziehungskraft. Dadurch sammelt sich über den Bergketten das Wasser und der Meeresspiegel steigt. Über Unterwassertälern senkt er sich.
🌊 Klares Wasser sieht für uns blau aus, weil Wasser Licht absorbiert, die roten Lichtwellen weniger Energie haben und ergo nicht so weit durch das Wasser dringen können wie blaue (mit Sicherheit habe ich das auch mal in der Schule gelernt, aber 🤷♀️)
💣 Die Bomb-Pulse-Methode ist eine Form der Radiokarbonmethode und wurde durch die Atombombentests der USA & Sowjetunion im kalten Krieg möglich gemacht. In dieser Zeit verdoppelte sich der Gehalt von radioaktivem 14C.
❌Delfine können Suizid begehen (und tun dies in Gefangenschaft sogar recht häufig), indem sie einfach aufhören zu atmen. Sie haben im Gegensatz zu uns keinen Atemreflex.
🐡Delfinmännchen wurden dabei beobachtet, wie sie einen giftigen Kugelfisch wie einen Joint im Kreis herumgehen ließen und daran nagten. Danach hingen sie mit kleinen Augen an der Oberfläche und erfreuten sich an ihrem eigenen Spiegelbild.
🐬Delfine sind Sprachkünstler und können sich bis zu 30 Wörter merken und verstehen unterschiedliche Aneinanderreihungen dieser, z.B. BALL+BRING+KORB (Ball zum Korb bringen) im Gegensatz zu KORB+BRING+BALL (Korb zum Ball bringen).
💬Manche Wissenschaftler glauben, dass Wale und Delfine sich auf eine Art Sono-Bildsprache unterhalten und sich gegenseitig 3D-Bilder, konstruiert aus Klicks, zusenden. Das nachzuweisen ist allerdings fast unmöglich.
🦈Menschen wissen oft nicht, dass sie Hai essen. Er wird z.B. unter dem Namen Schillerlocke, Fettfisch, Kalbsfisch, Seeaal oder Steinlachs angeboten. Auch Surimi beinhaltet oft Haifleisch. 👀Optische Täuschungen wurden an Fischen vertestet. Je nach Lebensraum fallen sie genauso wie wir Menschen auf bsp. die gleich langen Linien herein - oder eben auch nicht.
🔢Fische können zählen - um z.B. abzuschätzen, welche Portion Futter die größere ist, welcher Schwarm aus mehr Individuen besteht etc.
🦠Viren sammeln sich in Filtrieren an. Das ist problematisch, weil ins Abwasser geleitete Viren sich z.B. in Miesmuscheln und Austern ansammeln. Das Hepatitis-A-Virus wird beispielsweise häufig in Meeresfrüchten aus dem Mittelmeer gefunden.
Vollständige Rezension: http://derbuecherwald.blogspot.com/20... "Wenn Haie leuchten" führt den Leser humorvoll und unterhaltsam in die Wissenschaft der Meeresbiologie ein. Allerdings sollten Leser kein umfassendes Lehrbuch erwarten sondern vielmehr einen kurzen Einblick in die Thematik, der mit interessanten Fakten angereichert ist.
Leider habe ich hier etwas mehr Tiefe erwartet und vielleicht auch ein paar Verweise zur weiteren Lektüre. Zwar gibt es hinten im Buch ein Quellenverzeichnis, hier fällt es dem mit dem Thema nicht vertrauten Leser aber vermutlich schwer die zentralen Werke herauszulesen, die auch ohne Biologieabschluss verständlich sind.
Generell wurden hier vor allem Fun-Facts vorgestellt und hin und wieder wurde auch altes Biologiewissen aus der Schule ausgegraben. So habe ich ein zwei interessante Fakten mitgenommen, viel mehr aber leider nicht. Die Stellen an denen es dann etwas "wissenschaftlicher" wurde und kompliziertere Prozesse beschrieben wurden, waren fast in kinderfreundlichem Ton ausgedrückt und für meinen Geschmack zu stark vereinfacht. Einige Fakten werden viele vermutlich auch schon aus Dokumentationen oder ähnlichem kennen.
Großes Plus gibts aber für die Unterstützung der Organisation MovingSushi. Interessant wäre jetzt nur wie viel von dem Verkaufspreis dieser tatsächlich zugutekommt, dazu steht leider soweit ich sehen konnte auch nichts im Buch selbst.
Zusammenfassend ist "Wenn Haie leuchten" ein interessanter Einstieg in die Meeresbiologie, wer aber etwas tiefergehendes sucht oder schon Vorwissen hat, dem würde ich empfehlen ein umfassenderes Werk zu suchen.
Die Autorin des Sachbuches "Wenn Haie leuchten" ist Meeresbiologin und nimmt die Lesenden mit auf eine Reise in die geheimnisvolle Welt der Meeresforschung, wie der Untertitel bereits verspricht. Das Buch ist in verschiedene Kapitel mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten unterteilt. Besonders begeistern konnten mich das titelgebende "Wenn Haie leuchten", "Die Sprache der Delfine" sowie "Das verlorene Plastik". In dem erstgenannten Abschnitt erfahren wir, weshalb und wie Fische fluoreszieren (z.B. zur Kommunikation, ist eine der Thesen) und welche Vorteile die Wissenschaft dadurch erlangt. "Die Sprache der Delfine" handelt, wie die Überschrift vermuten lässt, von der Kommunikation unter Delfinen, die die Forscher immer noch vor große Rätsel stellt. "Das verlorene Plastik" ist ein eher deprimierendes Kapitel. Die Menschheit hat es seit der Erfindung des Plastiks in den 50ern geschafft, das Meer komplett zu vermüllen. Die gigantischen ozeanischen Plastikwirbel sind nur die Spitze des Eisbergs.
Julia Schnetzer schreibt auf eine informierende aber gleichzeitig unterhaltsame Art und Weise, sodass es auch als Laie Spaß macht, das Buch zu lesen. Natürlich sollte man sich grundsätzlich für das Meer und dessen Bewohner*innen interessieren. Insbesondere das Letzte Kapitel "Das Meer geht viral" war mir persönlich etwas zu biologisch, aber das ist sicherlich Geschmacksache. Insgesamt habe ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen und würde es allen empfehlen, die früher oder später auch schon einmal den Berufswunsch "Meeresbiolog*in" hegten.
Julia Schnetzers Buch „Wenn Haie leuchten“ hat mir gut gefallen. Erst einmal macht der Titel neugierig und das Cover ist schön gestaltet. Als ich es gesehen hatte, dachte ich gleich, das könnte ein Buch für mich sein. Auch das Format ist toll: Das Buch ist etwas kleiner als das Standard-Hardcover und passt somit gut in die Tasche. Der Leser macht eine Reise durch die sieben Weltmeere und begegnet spannenden, seltsamen und kuriosen Lebewesen, Phänomenen und Geheimnissen der Meere. Dabei schreibt die Autorin kein trockenes Sachbuch, sondern spickt die Daten und Fakten mit kleinen Anekdoten aus ihrem Leben, Beispielen und Vergleichen, die das Lesen insgesamt spannend und unterhaltsam machen. Insgesamt schreibt Julia Schnetzer sehr lebendig. Natürlich kann einem das eine oder andere zu sehr ins Detail gehen (bei war das an der einen oder anderen Stelle, wenn es um Chemie ging). Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Ich habe mich dann einfach auf die Stellen konzentriert, die ich spannender fand. Und da ist, denke ich, für jeden etwas dabei. Es ist gut verständlich geschrieben – man braucht kein Fachwissen, um es zu verstehen. Stattdessen fragt man sich vielleicht, ob man nicht vielleicht etwas hätte anders machen und Meeresbiologie hätte studieren sollen, da das Buch wirklich Lust auf dieses Thema macht.
Ein sehr faszinierendes Buch, das die Leser:innen in die Welt der Meeresforschung entführt. In „Wenn Haie leuchten“ zeigt Julia Schnetzer wie wundervoll die Meere sind, welche Geheimnisse darin schlummern und welch wunderbare Tiere darin leben.
Das Buch ist sehr angenehm und locker geschrieben, wodurch es sich leicht lesen lässt. Die Autorin konzentriert sich dabei auf wesentliche Inhalte und vermeidet zu große Ausschweifungen, sodass man fasziniert von einer Seite zur nächsten blättert, ohne gelangweilt zu werden. Das Buch war sehr spannend und ich konnte viele neue Erkenntnisse gewinnen. Besonders gefallen haben mir auch die kleinen Illustrationen auf einzelnen Seiten, die das Lesen noch abwechslungsreicher machen.
Vorwissen braucht man übrigens nicht, um das Buch zu verstehen. Fachbegriffe werden erklärt und mit alltagsnahen Beispielen veranschaulicht.
Mein einziger Kritikpunkt: Ich hätte mir noch ein paar mehr Informationen zum Thema Meeresschutz gewünscht. Dort haben mir persönlich bestimmte Aspekte gefehlt.
Fazit: Insgesamt ist „Wenn Haie leuchten“ ein sehr interessantes und faszinierendes Buch für alle, die mehr über die Geheimnisse der Meere erfahren wollen!
"Warum Haie leuchten" und noch mehr Fragen geht die Meeresbiologin Julia Schnetzer in ihrem Buch auf den Grund. Dabei merkt man der Autorin ihre Begeisterung für ihr Fachgebiet richtig an. Anfangs erhält der Leser eine Einführung was Meeresbiologen eigentlich so machen. Danach geht es gleich an das Thema Biofluoreszens. Das ist hier so schön und atmosphärisch beschrieben, dass ich mir wie in einem Film vorkam. Danach geht es um die Sprache der Delfine, hier habe ich einiges Neues erfahren, einiges war aber auch schon bekannt. Auch das ewige Leben der Quallen fand ich sehr spannend. Die "Plastiksuppe" im Meer war mir nicht ganz neu. Nichts desto trotz hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, da die Autorin mit solch einer Begeisterung und Witz über die Tiere schreibt. Manchmal wird es schon sehr wissenschaftlich für mich als Laien war aber alles verständlich erklärt. Im Wasser ist es nicht so einfach Fotos zu machen, daher glänzt das Buch mit schwarz/weiß Zeichnungen zur Veranschaulichung. Ein sehr aktuelles Buch, das unterhaltsam ist und zur Allgemeinbildung beiträgt. Einige Kapitel haben mich dabei mehr angesprochen als andere, das lag aber an meinen persönlichen Interessen.